Sonderseite "Windpark Lauenförde"
"10 Windräder sind nur der Fuss in der Tür, die ersten 10, die tun den Leuten richtig weh. Aber wenn die mal stehen, lässt der Schmerz nach und die nächsten 50 sind dann viel einfacher - und die 50 danach, reine Formsache."
Zitat aus dem ZDF-Mehrteiler "Unterleuten"
Aufnahmen vom 07.06.2026
Material- und Flächenverbrauch im Windpark Lauenförde
900 Betonmischerladungen fahren in die Feldmark
14.05.2026 (MZ)
Lauenförde. Basierend auf den technischen Daten (6 Anlagen, Typ Nordex N175 oder vergleichbare 6,2-MW-Klasse, Nabenhöhe 179 m) lassen sich die Werte für die Versiegelung und den Materialverbrauch
wie folgt konkretisieren:
1. Bodenversiegelung in der Lauenförder Feldmark
Die Anlagen in Lauenförde gehören mit 179 m Nabenhöhe und einer Gesamthöhe von fast 270 m zur neuesten und größten Generation von Landanlagen. Das erfordert massive Fundamente.
Fundamentversiegelung: Bei dieser Größenklasse (6-MW-Anlagen) hat ein Fundament einen Durchmesser von etwa 25 bis 30 Metern. Pro Windrad entspricht das einer vollversiegelten Fläche von ca. 500
bis 700 m².
Für 6 Windräder: ca. 3.000 bis 4.200 m² (reiner Beton im Boden).
Dauerhafte Schotterflächen
Da die Kräne für Wartungen (z.B. Getriebe- oder Blattwechsel) jederzeit wieder anfahren können müssen, bleibt pro Anlage eine Kranstellfläche von ca. 1.500 bis 2.000 m² dauerhaft
geschottert.
Für 6 Windräder: ca. 9.000 bis 12.000 m².
Zufahrtswege
Wie Sie auf den Fotos sehen können, wurden neue Wege in die Feldmark geschottert. Je nach Länge der Wege kommen hier schnell noch einmal 10.000 bis 15.000 m² (1 bis 1,5 Hektar) hinzu.
Gesamtbilanz: Insgesamt werden für den Windpark Lauenförde dauerhaft etwa 2,5 bis 3 Hektar (ca. 4–5 Fußballfelder) Naturfläche in der Feldmark in „Gewerbefläche“ (Beton oder Schotter)
umgewandelt.
2. Betonverbrauch
Die N175-Anlagen sind Giganten. Um die Hebelwirkung eines 179 m hohen Turms bei Sturm sicher zu halten, ist das Fundament deutlich massiver als bei älteren Anlagen:
Pro Windrad: Man muss bei dieser Größe mit ca. 900 bis 1.200 m³ Beton pro Fundament rechnen.
Für 6 Windräder: Das entspricht einer Menge von ca. 5.400 bis 7.200 m³ Beton.
Stahl: Hinzu kommen schätzungsweise 600 bis 900 Tonnen Bewehrungsstahl, die in diesen Beton eingegossen werden.
Wenn man diese Betonmenge (ca. 7.000 m³) auf LKWs verteilt, sind das etwa 900 Betonmischer-Ladungen, die über die lokalen Wege in die Feldmark fahren.
Lauenförde hat jetzt eine "echte Kreuzung".
Kommentar.
Jetzt haben wir in Lauenförde endlich auch eine "echte Kreuzung". Zwar nicht im Ortskern, dafür in der Feldmark.
Bei einem Spaziergang konnte ich in Augenschein nehmen, was dort oben passiert. Die Fotos können nur einen ungefähren Eindruck des Ausmasses der Verwüstungen "da oben" leisten, man muss es mit
eigenen Augen sehen.
Und noch stehen die Windräder ja gar nicht, noch hat man einen ungestörten Blick ins Tal.
Doch schon bald stehen dort diese Windräder, mit einer Narbenhöhe von 179 Metern, dort gibt es dann Zufahrtswege, Zäune, Geräusche und tote Vögel. Na da kann man sich ja freuen, dass ein Landschaftsschutzgebiet kurzerhand vom Land Niedersachen zu einem Gewerbegebiet erklärt wurde.
03.05.2026
M. Zühlsdorf
Ist das Windkraft-Beschleunigungsgesetz verfassungswidrig?
Ein Spannungsfeld zwischen Klimaschutz und kommunaler Selbstverwaltung
24.04.2026 (MZ)
Lauenförde/Deutschland. Im Rahmen der Energiewende hat die Bundesregierung mit dem „Wind-an-Land-Gesetz“ und den Änderungen im Baugesetzbuch (BauGB) den Turbo für den Ausbau erneuerbarer Energien
eingelegt. Das Ziel ist klar: Verfahren sollen verkürzt, Klagemöglichkeiten eingeschränkt und feste Flächenziele für die Bundesländer definiert werden. Doch während der Ausbau voranschreitet,
mehren sich die juristischen Bedenken.
Der Kern des Konflikts
Die zentrale Frage lautet: Wie weit darf der Bund gehen, um nationale Klimaziele durchzusetzen, ohne die kommunale Planungshoheit zu verletzen? In Deutschland ist das Recht der Gemeinden, ihr
eigenes Gebiet zu gestalten, durch das Grundgesetz (Art. 28 Abs. 2 GG) geschützt. Kritiker und einige Rechtsgutachten führen an, dass das Beschleunigungsgesetz dieses Recht über Gebühr
einschränkt, da Gemeinden kaum noch Möglichkeiten haben, Windkraftstandorte nach eigenen Kriterien zu steuern oder auszuschließen.
Die Argumente der Kritiker
Einschränkung der Bürgerbeteiligung: Durch den Wegfall bestimmter Umweltverträglichkeitsprüfungen und verkürzte Fristen fühlen sich Anwohner und Naturschutzverbände übergangen.
Aushöhlung der kommunalen Souveränität: Wenn Flächenziele starr von oben vorgegeben werden, wird die lokale Abwägung (z. B. Schutz des Landschaftsbildes oder touristische Belange) zur
Nebensache.
Rechtliche Unklarheit: Einige Experten sehen einen Widerspruch zwischen dem Beschleunigungsgebot und dem im Grundgesetz verankerten Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, wenn
ökologische Standards zu stark abgesenkt werden.
Wie geht es weiter?
Bisher gibt es noch kein abschließendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das das Gesetz in Gänze kippt. Allerdings beschäftigen sich mehrere Landesverfassungsgerichte mit Teilaspekten. Für
Kommunen wie Lauenförde bedeutet dies eine Zeit der Unsicherheit: Einerseits besteht der Druck, Flächen bereitzustellen, andererseits bleibt das Risiko, dass Planungen durch spätere
Gerichtsurteile wieder hinfällig werden könnten.
Fazit: Das Windkraft-Beschleunigungsgesetz ist ein juristischer Drahtseilakt. Ob es verfassungswidrig ist, wird am Ende wohl in Karlsruhe entschieden werden müssen. Bis dahin
bleibt das Thema ein Zankapfel zwischen der Notwendigkeit einer schnellen Energiewende und dem Schutz lokaler Mitbestimmung.
Windenergie - auch nicht produzierter Strom muss bezahlt werden
07.04.2026 (MZ)
Niedersachsen. Aufgrund zu geringer Kapazitäten der Stromnetze, wird ein Teil der erzeugten Windenergie gar nicht eingespeist, schlimmer noch, erst gar nicht produziert (abgeregelt).
Trotzdem muss diese nicht genutzte, bzw. nicht produzierte Energie aber bezahlt werden - von uns, den Verbrauchern.
Niedersachsen Umweltminister Meyer meint in einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung:
„Der Wind-Turbo läuft und läuft in Niedersachsen. Nun ist es wichtig, dass die alle bisherigen und neu bezuschlagten Anlagen zeitnah gebaut und ans Netz gehen können realisiert werden. Das macht uns unabhängiger von Importen schädlicher fossiler Energien wie Öl und Gas und sichert uns günstigen und sauberen Strom.“
Quelle: Niedersachsen.de
Immer mehr Menschen denken aber, dass es nicht um Unabhängigkeit und günstigen Strom geht, sondern
um "Geldmacherei" auf Kosten der Bürger und Verbraucher.
Seit 2019 haben Anlagenbetreiber rund 1,7 Milliarden Euro kassiert – dafür, dass sie in Niedersachsen keinen Strom
produzieren. (Quelle:TAH)
Weite Flächen "platt gemacht"
30.03.2026 (MZ)
Lauenförde. Mittlerweile sind weite Flächen der Feldmark "Platt gemacht" worden.
An einer Ecke, unterhalb der Arbeiten, steht dieses Bäumchen "wacker" und trotzt dem Staub und dem Schotter.
Es ist immer mehr Bürgerinnen und Bürgern unverständlich, warum für (vorläufug) sechs Windräder, ein Landschaftsschutzgebiet zu einem bebauungsfähigen Gebiet erklärt wurde, und was diese sechs Windräder bringen sollen.
Sie werden gebaut, weil ein Plan umgesetzt werden muss und natürlich, wie meistens, weil eine Branche Geld verdienen will.
Offiziell liest sich das so:
6,2% der Landesfläche in Niedersachsen sind - unter strenger Beachtung des Naturschutzes - prinzipiell für die Windenergie geeignet.
2,2% der Landesfläche sind bis Ende 2026 für den Bau von Windenergieanlagen zur Verfügung zu stellen.
Zitat (sinngemäss) aus dem Film "Unterleuten": "Wo erstmal sechs Windräder stehen, kann man auch 30 hinstellen".
Und immer noch werden Dinge miteinander vermengt, die nichts miteinander zu tun haben, es geht hier nämlich nicht um;"Was ist euch lieber, "Kernkraft oder Windräder?". Das hat mit dem "Fall" Lauenförde nichts zu tun.
Kommentar
Die "umweldfreundliche" Verwüstung
Es ist schlimm anzusehen, wie ein ehemaliges Landschaftsschutzgebiet, monetären Interessen geopfert wird. Denn wie bereits berichtet, geht es bei diesem Windpark nicht primär um Stromerzeugung,
(denn der ist vorhanden, das Problem ist die Speicherung für windstille Tage*), sondern um jahrzehntealte Pläne, für deren Umsetzung das Land Niedersachsen Flächen zur Verfügung stellen muss.
Lauenförde hat es dabei auch "erwischt", ohne dass wir, als Bürger, etwas dagegen tun können. Hinzu kommen natürlich, wie immer bei solchen Dingen, die Interessen der Betreiber und
Energieanbieter, die wollen Geld verdienen. Nicht umsonst wird bei solchen Projekten immens viel Geld investiert (das übrigens wir, als Stromverbraucher, bezahlen).
21.03.2026
M. Zühlsdorf
*Um die sogenannte Dunkelflaute ohne fossile Brennstoffe zu überstehen, wird an verschiedenen Lösungen gearbeitet, die Energie entweder über kurze Zeit retten oder langfristig speichern:
15.03.2026
12.03.2026
Durch die derzeitigen Bauarbeiten, gleicht die Feldmark immer mehr einer Mondlandschaft statt eines ehemaligen Landschaftsschutzgebietes.
Windkraftanlagen werden gebaut
Nach Angaben der EnBW, werden in der Lauenförder Feldmark, sechs Windräder errichtet. Die Arbeiten haben bereits begonnen. Die Windräder sollen eine Narbenhöhe von 179 Metern und eine Gesamtleistung von 37 Megawatt haben.
Die EnBW hat im Mai 2025 die Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb von sechs Windenergieanlagen (WEA) erhalten.
Das Projekt stieß in der Vergangenheit auf politischen Widerstand; so sprach sich der Gemeinderat von Lauenförde bereits 2021 gegen die Pläne aus.
Dennoch wurde die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) im Jahr 2025 erteilt.
Zerstörung geht weiter
28.02.2026 (MZ) - Kommentar
Lauenförde. Die Zerstörung der Feldmark - eines ehemaligen Landschaftsschutzgebietes - schreitet unaufhörlich voran. Als Spaziergänger und langjähriger Geniesser dieser Region und meiner Heimat, kann ich es kaum ertragen, was dort oben passiert.
Und das alles nur, weil es finanzielle Interessen gibt. Die Windräder sind energiepolitisch vollkommen unnötig. Hinzu kommt, dass mal wieder, alte Beschlüsse von Behörden umgesetzt werden müssen, die überhaupt nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen entsprechen.
Windpark Feldmark Lauenförde
22.02.2026 (MZ)
Lauenförde. Die Arbeiten (viele sagen "Zerstörung") in der Lauenförder Feldmark gehen voran. Mittlerweile wurden Teile der Wasserabflussrohre verlegt (siehe Fotos) und weitere Flächen für die Standplätze der Rotoren vorbereitet.
Das Projekt stieß in der Vergangenheit auf politischen Widerstand; so sprach sich der Gemeinderat von Lauenförde bereits 2021 gegen die Pläne aus. Dennoch wurde die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) im Jahr 2025 erteilt.
Hintergrund
Nach Angaben der EnBW, werden in der Lauenförder Feldmark, sechs Windräder errichtet. Die Arbeiten haben bereits begonnen.
Die Windräder sollen eine Narbenhöhe von 179 Metern und eine Gesamtleistung von 37 Megawatt haben.
Die EnBW hat im Mai 2025 die Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb von sechs Windenergieanlagen (WEA) erhalten.
Zeitplan: Wann drehen sich die Rotoren?
Wenn die logistischen Herausforderungen – insbesondere der Transport der riesigen Rotorblätter durch das Wesertal – reibungslos verlaufen, sollen die ersten Anlagen noch Ende 2026 stehen. Die
volle Netzanspeisung und damit der Regelbetrieb sind für den Sommer 2027 geplant.
Wir von Lauenförde Aktuell werden den Baufortschritt für Sie begleiten und berichten, sobald die ersten Turmsegmente in der Feldmark eintreffen.
Lauenförder Feldmark im Griff der Bagger
Das Problem ist nicht die Erzeugung, sondern die Speicherung von Energie
21.01.2026 (MZ)
Lauenförde. Wie LA bereits am 2. Januar berichtete, haben die Arbeiten zur Errichtung von sechs Windrädern in der Lauenförder Feldmark begonnen. Aktuell sind drei Bagger bei der "Umgestaltung"
der Feldmark in Betrieb.
Gegen den Willen eines Grossteils des Gemeinderates und der Lauenförder Bürger, wird dort die Landschaft umgekrempelt, was am Ende zu einer verschandelten Landschaft - in einem Erholungs- und
ehemalig als Landschadtsschutzgebiet - führt.
Hier geht es aber u.a. auch um die Erfüllung von Sollzahlen (für den Kreis Holzminden), die auf Grundlage einer 15 Jahre alten Berechnung bestehen, die längst überholt ist.
Wäre die Energieerzeugung wirklich notwendig, könnte gesagt werden, dass es eben zu akzeptieren ist. Das ist es aber an dieser Stelle nicht, denn das Problem ist nicht die
Erzeugung von Energie, sondern das Problem ist die Speicherung der gewonnenen Energie.
Dazu planen Beverungen und der Kreis Höxter bereits Speicher, u.a. auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Würgassen.
LA wird weiter von der Zerstörung der Feldmark berichten.
Windkraftanlagen werden gebaut
01.01.2026 (MZ)
Lauenförde. Nach Angaben der EnBW, werden in der Lauenförder Feldmark, sechs Windräder errichtet. Die Arbeiten haben bereits begonnen. Die Windräder sollen eine Narbenhöhe von 179 Metern und eine Gesamtleistung von 37 Megawatt haben.
Die EnBW hat im Mai 2025 die Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb von sechs Windenergieanlagen (WEA) erhalten.
Das Projekt stieß in der Vergangenheit auf politischen Widerstand; so sprach sich der Gemeinderat von Lauenförde bereits 2021 gegen die Pläne aus.
Dennoch wurde die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) im Jahr 2025 erteilt.
Auch Derental bekommt Windräder. Für den Windpark Derental sind derzeit vier Windenergieanlagen des Typs N175 vom Hersteller Nordex mit jeweils 6,22 MW geplant. Die Anlagen haben eine Nabenhöhe von 179 Metern und einen Rotordurchmesser von 175 Metern.
Dergeplante Windpark liegt nördlich von Derental und östlich der L 550 auf Gemeindegebiet der Samtgemeinde Boffzen. Das Gelände des Windparks wird derzeit landwirtschaftlich genutzt
Kommentar
"Endlich" der Lückenschluss
Nun werden Tatsachen geschaffen. Die Arbeiten für die geplanten Windmühlen sind gestartet. Erdarbeiten sind erfolgt und die Ringsegmente sind bereits vor Ort.
Wir sind von Süden, Westen und Norden bereits von Windrädern umzingelt, da war es ja "nur logisch", dass jetzt der Lückenschluss erfolgen soll, die Sicht nach Osten also auch noch zugestellt
wird.
Und warum? Nicht, weil diese mittlerweile veraltete Technik , bzw. die Energie unbedingt notwendig wäre, nein, ausschliesslich weil die Betreiber Geld machen wollen.
Hier wird auf Kosten der Beverunger und Lauenförder Bürger auch noch das letzte Refugium zugeballert, und zwar ganz einfach unter Ausnutzung der Lücken im Immisionsschutzgesetz.
Was kommt jetzt?
Tonnen von Stahl, Beton und Sondermüll werden mitten in unsere Feldmark gerammt. Die Rotorblätter aus Verbundstoffen sind ein Recycling-Albtraum und landen oft als schwer abbaubarer Müll auf Halden. Von echter Nachhaltigkeit kann hier keine Rede sein.
Windige Grüsse
02.01.2026
Martin Zühlsdorf