Kolorierte Fotos

Freiwillige Feuerwehr Lauenförde - Löschgruppe 4 beim Wettkampf des LK Northeim am 6. Juni 1958 in Schönhagen.
Vordere Reihe: Günter Reitemeier (Gruppenführer), Werner Garbe (Maschinist), Valentin Pfarr (Schlauchtrupp), Harry Brinkmeier und Kurt Maidorn (Wassertrupp).
Hintere Reihe: Georg Koch ( Melder), Karl Mauritius ( Schlauchtrupp), Ernst Richter und Fritz Geldbach ( Angriffstrupp).
Jugendgruppe der Gewerkschaft Holz und Kunststoff Lauenförde
Obere Reihe: Heinz Bergunde, Wolfgang Filmer, Willi Steingrebe, Kurt Maidorn und Erhard Rölle
Untere Reihe: Günter Hering, Albert Eggers, Rolf Brinkmeier, Lothar Groffmann und Rudi Rickmeier.









Ein Moment der Heimatgeschichte: Heinrich Sohnrey in Lauenförde
Dieses besondere Dokument – hier in einer detailgetreuen Farbrekonstruktion – zeigt den bekannten Heimatdichter und Sozialreformer Heinrich Sohnrey (links) im Gespräch mit Heinrich Könecke (rechts) und einem Kind auf einer Bank in Lauenförde um das Jahr 1935.
Heinrich Sohnrey (1859–1948), oft als „Solling-Dichter“ bezeichnet, war weit mehr als nur ein Literat. Er widmete sein Lebenswerk der ländlichen Wohlfahrtspflege und der Bewahrung der dörflichen Kultur im Weserbergland. In seinen Erzählungen gab er den Bauern und Handwerkern unserer Region eine Stimme und setzte sich zeitlebens für die Verbesserung der Lebensbedingungen auf dem Land ein.
Das Foto fängt eine heute fast vergessene Atmosphäre ein: Die tiefe Verbundenheit zwischen den Generationen und die Wertschätzung für die lokale Identität. Gleichzeitig erinnert uns die Aufnahme an die komplexe Geschichte der 1930er Jahre und lädt dazu ein, sich mit dem literarischen Erbe Sohnreys und seiner Zeit kritisch und interessiert auseinanderzusetzen.
Wie bei vielen Heimatdichtern seiner Zeit, muss man heute auch die kritischen Aspekte sehen. Seine Idealisierung des „reinen Landlebens“ wies Anknüpfungspunkte an die Blut-und-Boden-Ideologie der Nationalsozialisten auf. Sohnrey arrangierte sich mit dem NS-Regime, was dazu führte, dass nach dem Krieg viele der nach ihm benannten Institutionen und Straßen umbenannt wurden oder eine kritische Auseinandersetzung mit seinem Erbe stattfand.



Klassenfoto von 1910
Früher war es üblich, dass bei besonderen Anlässen, wie einem Klassenfoto, das tagelang vorher angekündigt wurde, damit alle adrett und gekämmt waren, die kleineren Geschwister mit auf das Bild durften, daher sind auch ein paar jüngere Kinder zu sehen.
Das Radio ist da!
Dieses Foto von 1935 zeigt einen Rundfunkreporter mit einem der damals gebräuchlichen Mikrofone. Aufgezeichnet wurde ein Bericht über den Besuch in einer Lauenförder Volksschulklasse, der über Kabel in einen Aufnahmewagen der auf dem Schulhof stand übertragen und dort auf Wachsplatten geschnitten wurde, Tonbandgeräte befanden sich noch im Entwicklungsstadium. Es handelte sich um den Teil einer Reihe von Reportagen im Landfunk über das Leben im Solling. Die Aufnahme ist leider nicht mehr vorhanden, da die Wachsplatten offensichtlich wiederverwendet wurden.

Kinder mit Hund am Weserufer
Handarbeitsausstellung in der Grundschule, Ostern 1930
Grundschule Lauenförde 1926, Heinrich Könecke und die Schwestern Kleuker.
Untergang der Fähre von der Beverunger Seite aus fotografiert.
Hochwasser in der Unterstrasse bei K. Henke Kolonialwaren
Kfm. Henke in der Unterstrasse, auf dem Foto "Tante Dorchen".
Der Konsum und Drogerie Telbach am Dorfplatz, 1950er Jahre.
Kaiserliches Postamt
Haushaltswanderschule 1932 in Lauenförde
Die Haushaltswanderschulen (oft auch "Wanderkochschulen" genannt) waren ein ganz spannendes Kapitel der ländlichen Bildungsgeschichte, besonders in der Zeit zwischen den Weltkriegen.
Der Name war Programm: Da es in kleinen Dörfern wie Lauenförde oft keine festen Gebäude für die Ausbildung gab, zog die Schule mitsamt Lehrerin, Kochherden, Töpfen und Nähmaschinen von Ort zu Ort. Meist blieben sie für 6 bis 8 Wochen in einem Dorf und nutzten Säle von Gaststätten oder leerstehende Schulräume.
Auch wenn das Kochen im Zentrum stand, war der Lehrplan erstaunlich breit gefächert. Die jungen Frauen lernten:
Hauswirtschaft: Rationelles Kochen, Vorratshaltung (Einwecken!) und Reinigung.
Handarbeit: Wie man auf deinen Bildern sieht: Nähen, Stopfen, Weben und Stricken.
Gartenbau & Geflügelzucht: Wichtig für die Selbstversorgung auf dem Land.
Säuglingspflege & Hygiene: Grundwissen für die spätere Familiengründung.
Das wirkt heute vielleicht rückschrittlich, war damals aber ein echter Fortschritt. Die Mädchen erhielten eine systematische Ausbildung, die über das hinausging, was sie zu Hause lernten. Es war oft die einzige Form der Berufsbildung, die jungen Frauen auf dem Land offenstand. Ein Abschlusszeugnis einer solchen Schule war damals viel wert!
Wie man auf deinem zweiten Foto mit den Girlanden sieht, war die Wanderschule auch ein gesellschaftliches Ereignis. Zum Abschluss gab es oft ein großes Essen, zu dem die Eltern, Honoratioren des Dorfes (wie der Pfarrer oder der Bürgermeister) und natürlich auch die jungen Männer eingeladen wurden, um die Kochkünste der Damen zu prüfen.
Bild um die Jahrhundertwende, Lange Strasse Ecke Unterstrasse in Lauenförde.
Lauenförder Feuerwehr 1930
Hotel zur Weser, Mitte der 1950er Jahre. Man ging noch mit Handwagen...
Gänse in der Jakobstrasse auf dem "Bauplatz" von Jochen Henke. Foto Ende der 1960er Jahre.
Die Lange Strasse in Lauenförde, Mitte der 1960er Jahre.
Die Höfe Knüppel und Grote sind abgerissen.
So war das damals, Hühner auf der Strasse.
Reisegruppe aus Beverungen, Ende der 1950er Jahre.
Ort der Aufnahme unbekannt.
Einweihung Aral Tankstelle. Zweiter von rechts Albert Rickmeier, Dritter von rechts Alfred Rickmeier.
Die anderen Herren kamen aus Bochum von Aral. Damals gab es noch kein Tankstellendach,
Tanken mit Bedienung - Reifendruck und Ölkontrolle war damals selbstverständlich.
"Evolution"
Shell Tankstelle Diederich / Strinz Mitte der 1950er Jahre und Mitte der 1960er Jahre.
Foto 1 - Original, Foto 2 - wurde 2015 per Hand koloriert, Foto 3 - KI-koloriert.
Elektrizitätswerk Beverungen
Gartenwirtschaft (eine frühere Bezeichnung für eine Außengastronomie oder einen Biergarten). In Beverungen gab es direkt neben dem Elektrizitätswerk die Gastwirtschaft Franz Henne.
Firma Buddenberg
Hier ein Foto aus der Zeit, als die Firma Buddenberg in Beverungen noch aktiv war. Die grosse "Derrick-Krananlage" (die hieß tatsächlich so), fällt sofort ins Auge. Heute steht an diesem Ort das Einkaufscenter "Wesercenter".
Schützenfest
Hier handelt es sich um ein Foto des Umzuges anlässlich eines Schützenfestes in den 1960er Jahren.
Bau der Weserbrücke Nr.2
Zwischen 1948 und 1950 entstand die Weserbrücke Nr. 2. Sie wurde 1950 fertiggestellt und am 14. Mai 1950 eingeweiht. Dieser Schwenkkran konnte Lasten bis zu 300 Zentnern auf die Brücke heben.
Einzug der Technik auf dem Acker
„Staub in der Luft, das Rattern der Motoren und die flirrende Hitze des Sommers: Dieses Foto fängt den Moment ein, in dem die moderne Technik die Feldarbeit in Lauenförde revolutionierte. Was früher Tage dauerte, schafften nun die ersten Maschinen – auch wenn die Arbeit für den Bauern auf seinem Sitz immer noch staubig und anstrengend blieb. Ein faszinierender Einblick in den Wandel unserer Landwirtschaft und den Beginn einer neuen Ära.“
Wenn Muskelkraft und Natur eins wurden
„Ein Bild, das Geschichten erzählt: Hoch oben auf dem gewaltigen Heuwagen thronen die Erntehelfer, während das eingespielte Pferdegespann die wertvolle Last sicher vom Feld zieht. In einer Zeit, in der es noch keine modernen Traktoren gab, war die Ernte ein wahrer Kraftakt für Mensch und Tier. Jeder Handgriff musste sitzen, bevor das Wetter umschlug. Dieses Foto ist ein wunderbares Zeugnis für den Zusammenhalt und die mühsame, aber stolze Arbeit in den Lauenförder Fluren.“
Feldarbeit im Wandel der Zeit
Der grüne Normag-Traktor (ein Klassiker der deutschen Nachkriegs-Landwirtschaft!) im Kontrast zum ersten Bild mit dem Pferdegespann zeigt perfekt den rasanten Wandel der 1950er Jahre. Von der "Hafer-PS" zur Dieselkraft – in Lauenförde war das damals sicher eine kleine Revolution auf den Feldern.
Hochzeit Rudolf Groffmann und Ilse Beckmann am 7. Juli 1950 durch Pastor Ahlert. Viele Besucher auf dem Dorfplatz und die Kinder (das sogenannte Häckseln oder Strippenziehen), wie es in manchen Regionen genannt wird, die versuchen an Süssigkeiten zu gelangen.
Hochzeit 1932 in Lauenförde, Lange Strasse
Hochzeit Otto Leifert und Helene Leifert geb. Kempe aus dem Jahre 1932.
Im Hintergrund links ist das Elternhaus von Helene Kempe zu erkennen, der Gasthof Karl Kempe, später das Gasthaus Zur Post, danach eine Pizzeria, aktuell keine Gastronomie.
Hinter der Braut in Weiß und dem Bräutigam im Zylinder marschieren der Bruder des Bräutigams, Karl Leifert mit seiner Frau Erna geb. Franke.
Hilde Hagedorn, verheiratete Leimcke, und Waltrude Meier, verheiratete Krieger, streuten Blumen.
3. Frau vor der Braut im ärmellosen Kleid mit Handtasche und hochgesteckten Haaren: Lina Wiese, geb. Pieper.
Hier ist leider nur eine Teilkolorierung gelungen.
1909 Hochzeit, Ernst Goedecke.
Mitte Ernst Goedecke, u.a Chorleiter des Gemischten Chores mit Frau, links Heinrich Könecke, darunter seine Frau Ella.
Aus dem Meerweg wird die Lönsstrasse
Anfang der 1970 Jahre.
War der Meerweg bisher nur ein besserer Feldweg, der bei und nach Regen sehr matschig war, wure er Anfang der 1970 Jahre geteert und in "Lönsstrasse" umbenannt.
Herlag
Die Herlag in Beverungen in den 1950er Jahren. Die B83 ist noch eine kleine, schmale Strasse, das Material zur neuen Starsse liegt bereits vor der Herlag bereit.
Firma Kabjoll in Beverungen. Später Norddruck, danach Inhouse und zuletzt Kurtenbach,. Daneben eine BP-Tankstelle, heute steht an diesen Platz das Autohaus Vössing, bzw. die Ausstellungshalle.
Dies ist der mobile Lebensmittelhändler Paul Fussy
Besatzungsnummernschild: 1948 wurde in den deutschen Besatzungsgebieten (auch in dem sowjetischen) ein neues Kfz-Kennzeichensystemeingeführt, das bis 1956 Gültigkeit hatte. "BN" steht hier für "Britische Besatzungszone Niedersachsen". Mit der Verordnung vom 14. März 1956 über die Änderung von Straßenverkehrsvorschriften wurde dann ein neues Kennzeichensystem eingeführt, das bis heute in seinen Grundzügen gilt.
8 Herren mit Hut, obere Reihe, zweiter von rechts, Wilhelm Meier
Die erste Brücke
Auto fing wohl auch schon damals mit "A" an und hörte mit "O" auf.
Das Schild listet die Gebühren für die Überquerung der Brücke auf. Demnach kostete die Passage:
Pro Person 3 - Fahrrad 5 - Handwagen 10 - Auto 50 Heller.
Umgerechnet würde das heute bedeuten:
Pro Person 15 Cent - Fahrrad 25 Cent - Handwagen 50 Cent - Auto 2,50 Euro
Einweihung der 2. Weserbrücke am 14.Mai 1950.
Sonntagsspaziergang auf der 1. Weserbrücke vor dem zweiten Weltkrieg.
Posaunenchor Lauenförde 1970er Jahre
Posaunenchor Lauenförde von 1893
Gewerkschaftsraum der Jugend
Unter der Leitung von Kurt Maidorn, als Jugendleiter (1955 -1963), wurde der Jugendraum für die Gewerkschaftsjugend Lauenförde im Jahr 1960 gebaut (ehemaliger Wagenschuppen Hoffmeister). Die nebenstehenden Fotos zeigen die Arbeiten im Rohbau. Die Jugendgruppe räumte den Schuppen aus, dann konnten die Handwerker antreten. Kurt Maidorn und Friedhelm Wessel bauten die Fenster und Türen in Eigenleistung, das Mobiliar stellte der DGB Kreis Northeim zur Verfügung. Pfingsfreitag 1960 konnte der Raum dann eingeweiht werden.
Fahrt zum Bundesjugendtreffen der Gewerkschaft Holz, 1950er Jahre
Jugendgruppe der Gewerkschaft Zeltlager 6. -7. Juni 1957 in Polle (Burg Everstein)
v.l. Herbert Gretschel, Lothar Groffmann, Alois Pribilla, Rudi Harms, Claus Nagel, Lothar Seidel, Wolfgang Filmer, Rudi Rickmeier, Hubert Kray und Kurt Maidorn
Die Kirche Der Altarraum bis 1900. Hier lohnt es sich, genau hinzusehen.
Die "Gute Alte Zeit" - Kaufhaus Wesemann in Beverungen, 1970er Jahre
Diese kurzen Szenen wurden aus jeweils einem Foto mit KI generiert.
Die KI scheint aber noch nicht ausgereift, da die Dame im ersten Video den Kinderwagen einfach stehen lässt. ;-)
Mobile Motorsäge
Diese fahrbare Motosäge von Ernst Pechmann konnte bestellt werden. Herr Pechmann kam dann zum Kunden und sägte Brennholz. Das Fahrzeug wurde von einem
1 -Zylinder Deutz Dieselmotor angetrieben und hatte einen entsprechenden Sound.
Lauenförder Geschichte
Schwindelfrei
Hier: 1902, die erste Weserbrücke zwischen Beverungen und Lauenförde ist fast fertig, es fehlt noch das Geländer.
Gewerkschaft/Herlag
Hier: 1. Mai 1959 / linker Bannerträger Rudi Harms
Betriebsausflug der Herlag-Belegschaft nach München 1931
„Ein stolzer Moment der Unternehmensgeschichte: Die Belegschaft der Holzwarenfabrik Herlag aus Lauenförde bei ihrem Betriebsausflug im Jahr 1931. Vor dem imposanten Omnibus versammeln sich die Mitarbeiter in zeittypischer Garderobe. Das Bild zeugt vom starken Zusammenhalt des Traditionsbetriebs in einer wirtschaftlich bewegten Zeit.“
Der Lauenförder Bahnhof
Die Strecke wurde am 15. Januar 1878 offiziell eröffnet. Das Foto zeigt das ursprüngliche Empfangsgebäude aus der Zeit der Preußischen Staatseisenbahnen. Das Gebäude ist ein typischer Backsteinbau der Gründerzeit. BAHNHOF
Warten auf die "Moewe"
Bootsanleger Lauenförde, für das Motorboot "Moewe". Sie fuhr zu festen Zeiten im Linienverkehr und wurde in den 1920er Jahren von Karl Nolte (Hundebreite) gefahren. Die "Moewe" war im 1.
Weltkrieg als Rettungsboot im Einsatz, bevor es von Karl Nolte sen. in den 1920-er Jahren aktiv für den Linienverkehr (Anlegestelle Zugang bei der Post/Polizeistation -
Wehrden - Beverungen - Herstelle - Würgassen - Carlshafen genutzt wurde. Später kam Karl Nolte jun. als Kapitän mit hinzu. 1939 musste der Linienverkehr wegen des
Krieges eingestellt werden.
Schützenverein vor dem Schützenhaus um 1970.
Lauenförde in den Nachkriegsjahren
Die sogenannten "Baracken" standen bis Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre auf dem Gelände der ehemaligen Herlag. Während des Krieges wurden dort Kriegsgefangene untergebracht, nach dem Krieg dienten sie als erste Unterkunft für Flüchtlinge.
Dorf- und Heimatfest 1955 in Lauenförde.
600 Jahre Lauenförde, Umzug 1948, Würgasserstrasse, Höhe Villa.
Pflasterarbeiten um die Jahrhundertwende? Höhe Pferdestall hinten links geht es zur Weserbrücke.
Peinemann - Bäckerei, Café und Kneipe
Das Foto zeigt Grete Peinemann (die wilde Grete) in ihrem Cafe, in der Bahnhofstrasse, gegenüber vom Parkplatz des ev. Gemeindehauses. Cafe und Kneipe befanden sich im vorderen Bereich des Hauses, im hinteren Bereich war die Backstube (Foto2) zu finden, in der Willi Peinemann Brot, Kuchen, Torten und sonstigen Süsskram herstellte. Bei den Kinder war der Waffelbruch der Renner.
Samstags Nachmittag fuhr Willi zunächst mit einem Opel Olympia, später mit einem
grauen Opel Rekord Kombi durchs Dorf und verkaufte seine Waren auch mobil.