Steffi Werner

Text und Fotos © Steffi Werner

Ältere Beiträge finden Sie auf Kolumnen, die das Leben so schreibt.


„Die 9. Äh nee, die 11. Huch, wo stehe ich denn nun?“

Wem kommt es bekannt vor? Wovon rede ich?

 

Genau, die Tankstelle.  Genauer gesagt spreche ich von der gemeingefährlichen Zapfsäulennummer.

 

Heute Morgen war es wieder so weit. Jetzt nicht ich, nein, der gute Mann vor mir und den drei anderen jungen Damen.

 

Ich weiß nicht was ihn so aus der Spur brachte, er meinte jedenfalls die lange Wartezeit mache ihn ganz wuschig. Der Mann vor ihm hat nämlich die Bild-Zeitung nicht gefunden. Es dauerte halt. Da war dann dem tankenden Mann seine Nummer entfallen. Die Zapfsäulennummer. Es war schon beinahe süß, wie aufgeregt er eine Nummer nach der nächsten vergeigte und seine Säule nicht fand bzw. vergessen hatte. Hihi 🙂

 

Mir gehts auch oft so, dass ich nach dem Tanken schnell einen Blick auf meine Zapfsäulennummer werfe, man mag ja nicht die vollgeballerte Tankfüllung einer fremden Person blechen falls man durcheinander kommt. Ich tanke übersichtlich, im Höchstfall für 20 Euro. Ich bin kaum 2 m weg Richtung Kasse, ist mir die Nummer entfallen und ich gehe wieder zurück. Schaue nochmals auf die Zapfsäulenummer und gehe dann Richtung Kasse.

 

Ich sag mir die Nummer auf dem Weg dahin:

 

„Die 7, Du hast die 7. Steffi, die 7. Siiiiiieeeebeeeennnnn.“

 

Dann darf mich aber auch keiner vollnasseln oder mein Handy rappeln. Oder etwas Konversation mit dem Personal, komme ich auch durcheinander und muss aus dem Fenster schauen wo meine Karre steht.

 

Komischerweise kann ich mir die Zapfsäulennummer schlecht merken, aber ich weiß immer, wirklich immer, für wie viel Kohle ich getankt habe. Bis auf den Cent genau. Das ist nicht schlecht. Weil ich dann an der Kasse sagen kann:

 

„Tach. 11,47 Euro.“

 

Heute Morgen wollte ich nur Brötchen holen, da hatte ich das Problem nicht. Sondern eher ein Zeitproblem. Durch den zeitungssuchenden Mann und den zapfsäulenvergessenden Mann. 

 

Die zwei netten Damen vor mir müssen das irgendwie geahnt haben und haben mich vorgelassen. Ob diese beiden ihre Zapfsäulennummer wussten oder Mohnschnecken kauften, habe ich leider nicht mehr mitbekommen.

 

Fragen über Fragen morgens um 6.10 Uhr an einer Tanke irgendwo in Südniedersachsen. ^^


„Sie haben einen Bauch wie im 4. Monat!“

Das war vor einigen Wochen die Aussage eines Mannes/Kollegen, der mir ein Stück Kuchen anbot und ich dankend ablehnte, weil ich schon eine Tüte Chips intus hatte. Morgens, im Büro, irgendwo in Hessen 😉

 

Er meinte es nicht böse, ganz im Gegenteil.

 

Meine Kollegin, welche neben mir sitzt, kam mal aus dem Urlaub wieder. Als ich die Tüte Chips aufriss antwortete sie: „Was habe ich dieses Geräusch vermisst.“ 😀

 

Diese Kollegin war es auch die mich fragte, ob ich im Winter rauhe Hände habe. Als ich verneinte antwortete sie: Ist ja auch schwer möglich, wenn man den ganzen Tag die Pfoten in der Chipstüte hat.“

 

Vielleicht erinnern sich einige an die Kolumne als ich erklärte, dass ich Essen kann was und wann und wie viel ich will, aber nicht zunehme. Dass es für mich anstrengend war mein Gewicht zu halten, da ich nach dem weglassen einer Mahlzeit sofort Gewicht verlor.

 

Die Zeiten sind nun vorbei.

 

Mein Stoffwechsel, der jede Kalorie sofort verbrannte 24 Stunden lang, muss jetzt wahrscheinlich aus Gründen der Überforderung seine Tätigkeit eingestellt haben. Die Schnauze voll hat mein Stoffwechsel könnte man meinen.

 

Im Bereich meines Bauches hat der Umfang arg zugenommen. Mir war das auch schon aufgefallen, aber ich schob das immer auf einen Blähbauch. Wie lustig. Ein Blähbauch setzt sich ja nicht in der Taille fest über Wochen.

 

Kurze Selbstreflexion und ich stellte fast, dass ich

a) ständig Esse, das ungesündeste Kram was es gibt und

b) ein totaler Bewegungslegastheniker geworden bin.

 

Morgens nur der kurze Weg ins Auto, sitzen im Auto, sitzen 9 Stunden im Büro, wieder sitzen im Auto, zu Hause dann sitzen in der Küche, später beim Schreiben auf dem Sofa. Danach liegen auf dem Sofa und kurz danach liegen im Bett. Abgesehen von kurzen Wegen zum Einkaufen oder der Hausarbeit.

 

Ich habe mir tagtäglich tütenweise Chips reingepfiffen, Schokolade, Kekse, Nudeln, Kartoffeln etc. Warmes Essen teilweise erst spät am Abend. Über Kalorien habe ich nie nachgedacht. Rülps.

 

Und plötzlich wächst eine kleine Wanne, und plötzlich nehmen das auch viele optisch wahr. Von Aussagen wie

„Hui, was denn da am Bauch los?“ bis zu „Junge, hast aber etwas zugelegt“ war alles dabei.

 

Als ich vor der Abfahrt nach Köln vor 2 Wochen merkte, dass meine Lieblingshose, welche ich im Studio tragen wollte nicht mehr zuging, und ich einen Bodycheck vor dem Spiegel ausführte, konnte ich dieser Entwicklung nichts entgegensetzen.

 

Nun werden viele denken: „Was jault sie denn jetzt rum? Sie ist doch recht schlank. Gibt echt schlimmeres. Blöde Kuh!“

 

Richtig. Wenn man allerdings 47 Jahre nie Probleme in diese Richtung hatte, denkt man nach. Z. B. darüber mal anders zu Essen.  Das mache ich jetzt auch. Und es fällt mir richtig schwer, weil ich immer gerne gegessen habe. Und viel. Zu jeder Tages- und Nachtzeit. Man hätte mir morgens um 7 Uhr eine Schweinshaxe mit Knödeln und Sauerkraut vorsetzen können: Ich hätte es weggeputzt ohne mit der Wimper zu zucken.

 

Also gibt es jetzt mehr Obst, abends überwiegend Salat, im Büro fettarmen Joghurt und Müsli, keine Chips und anderes Schnuckekram mehr. Gott, ich habe eine Schmacht auf all das Zeug, ich kann es nicht in Worte fassen. Und dauernd Kohldampf. Mein Magen hatte ein Fassungsvermögen wie ein Wäschekorb. Muss der liebe Magen nun mit kleinen, gesunden Sachen leben lernen. Wir tun uns da beide noch recht schwer.

 

Und mein“Couchpotatoe-Dasein“ sollte ich auch mal in den Griff bekommen. Ich bin so faul geworden, und so selten an der frischen Luft. Ständig in der Bude sitzen ist sicherlich nicht gesund. Da hilft es auch nicht, wenn man die Balkontür öffnet um Sauerstoff aufzunehmen. Oder nachts das Schlafzimmerfenster. Oder bei der Sitzung auf dem Klo/dem Duschen das Badezimmerfenster. Ich bescheisse mich gerne selbst, meine Königsdiszipin.

 

Da bin ich mal gespannt, wann ich meine Lieblingshose wieder zubekomme. Und ob mir der Herr vom Beginn der Kolumne nochmals ein Stück Kuchen anbietet, oder eine Karotte. Und wie lange ich am Chipsregal noch vorbei gehe im Discounter, OHNE schwach zu werden.

Schaun wir mal …^^


Foto © Steffi Werner
Foto © Steffi Werner

Zwei „Dorfpomeranzen“ bei Schöneberger, Gottschalk und Jauch

Uslar goes to Hürth

Am Dienstag um 7 Uhr geht es los Richtung Hürth: Meine Freundin Grit und ich fahren dann per Zug nach Köln. Wir sind Zuschauerkandidaten bei „Die 2: Gottschalk und Jauch gegen alle.“

Vor Lichtjahren hatte ich mich dort schon beworben, das war jetzt der 3. Versuch nach Köln zu rammeln. Bei der ersten Einladung ist mir mein Spielpartner abgehauen weil wir uns verkracht haben. Beim zweiten Versuch war der Spielpartner noch dabei, aber es war zeitlich nicht möglich.

Nun Versuch Nummer drei und alles ist geregelt und geklärt und in trockenen Tüchern. Sehr nette Emails und Telefonate mit der zuständigen Castingfirma, Bewerbungsvideos gingen um den Globus, Reisebüros wurden aufgesucht. Grit ist sogar mit Klamotten in einen Pool gesprungen für das Video.

Ich bin mehr als gespannt und freue mir echt ein Loch ins Knie das Studio, die Atmosphäre und das Treiben in Hürth mal erleben und sehen zu dürfen. Barbara Schöneberger, Thomas Gottschalk und Günther Jauch so nah zu kommen (keine Sorge, ich fasse die nicht an). 😉

Ich konnte noch das „Pinkelproblem“ im Vorfeld klären. Meine größte Sorge war, 8 Stunden nicht auf Klo gehen zu können. Alles gut, man konnte mich beruhigen. An dieser Stelle noch ein Dankeschön an meinen Kollegen Matthias, der meine Sorge ernst genommen hat und mit kuriosen Mitteln helfen wollte. Brüller! 😀

Die Garderobe ist noch nicht gewählt, so eine Fernsehkamera kann anscheinend nicht jedes Beinkleid und jede Bluse qualitativ hochwertig einfangen. Am Montag wird es in meinem Schlafzimmer aussehen wie bei Luis Trenker im Rucksack, weil ich bestimmt alles aus den Schränken reisse.

Und natürlich geben wir unser Bestes um uns zu qualifizieren für einen Spielrunde, das ist ja klar. So ein paar Euros mit nach Hause zu nehmen wäre schon cool.

Bei den Vorbereitungen war ich echt überfordert weil ich nie verreise. Die Suche nach der besten und günstigsten Bahnverbindung und einem „gelbeutelverträglichen“ Hotel haben mich absolut überfordert. Da haben uns aber die Astrid L. und das Team von „Urlaubsreif“ ein Schnapperangebot rausgesucht. Hätte ich das versucht zu klären, wären wir überall angekommen, nur nicht in Köln.

Nun müssen wir nur noch unsere sommerliche Garderobe rauskramen, am Dienstag nicht verschlafen, pünktlich in Hürth sein, in die richtigen Anschlußzüge steigen und alles geben, um evtl. Herrn Gottschalk und Herrn Jauch herauszufordern. Gewinnen werden wir auf jeden Fall Eindrücke, den Blick hinter die Kulissen und eine Story, die wir noch unseren Enkelkindern erzählen: „Weißte was? Oma war mal in Hürth bei Schöneberger, Gottschalk und Jauch.“ ^^


Warum sind die Helden von heute morgen schon wieder vergessen?

Nachdem letzte Woche die tragische Meldung des Brandes in London mit weit über 50 Todesopfern und noch viel mehr Verletzten in den Medien bekannt wurde, waren viele erschüttert über dieses furchtbare Szenario. 

 

Es dauerte auch nicht lange bis die ersten Bilder der Feuerwehrleute die Runde machten, welche erschöpft vom stundenlangen Kampf gegen die Flammen zu sehen waren. Welche mit Szenarien konfrontiert wurden, die wir uns nicht im entferntesten vorstellen können. Und man fragt sich: „Wie haben sie es physisch und psychisch über Stunden geschafft, all ihr Wissen und ihre Kraft in diesem grausamen Einsatz zu leisten?“

 

Männer und Frauen werden als „Heros“ gefeiert

Zu recht werden die Frauen und Männer heute und sicherlich auch in den nächsten Tagen noch als „Heros“, als „Helden“ gefeiert.

 

In den sozialen Netzwerken gehen diesbezüglich schon seit Tagen Fotos über den Äther, welche auf die Tragödie aufmerksam machen sollen, welche Dank übermitteln, welche unser Augenmerk auf die Arbeit der Feuerwehr (und auch alle anderen Hilfsorganisationen) richten.

 

Wer die Videoaufnahmen sah als die Kameraden wieder einrückten, und Menschen applaudierend am Straßenrand standen in London, der wird sicherlich eine Gänsehaut verspürt haben: Das war eine Geste, die mehr Respekt und Anerkennung nicht vermitteln konnte.

 

Warum sind die Helden von heute morgen schon wieder vergessen?

Für mich persönlich ist Respekt all diesen Menschen gegenüber tagtäglich an der Tagesordnung. Weil alle tagtäglich einen tollen Job machen. Seien es die hauptamtlichen Kräfte, seinen es die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.

Nun sind einige Fragen gestattet: Wie kommt es, dass die Heldinnen/Helden von heute vielleicht nächste Woche schon wieder in Vergessenheit geraten sind?

 

Wie kommt es, dass vielleicht einige der Menschen, die heute ein Bild der erschöpften Frauen und Männer in London teilten oder noch teilen werden, in 10 Tagen vielleicht nicht mehr daran interessiert sind eine Rettungsgasse zu bilden?

Wie kommt es, dass die, die jetzt für eine Leistung gefeiert werden, in 14 Tagen vielleicht angepöbelt, angegriffen oder gar verletzt werden?

 

Wie kommt es, dass man sich vielleicht lobend über die Arbeit in London äußert, aber an einer Unfallstelle Bilder und Videos von schwerverletzten Menschen aufnimmt und verschickt/teilt? Bergungs- und Rettungsarbeiten behindert?

Wie kommt es, dass die Arbeit, gerade der ehrenamtlichen Hilfskräfte, schon beinahe als Selbstverständlichkeit angesehen wird?

 

Und wie kommt es, dass die Reihen im Ehrenamt des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und all den anderen Organisationen immer lichter werden?

 

Wer erinnert uns an die, die oft keine Feiertage haben?

Wir feiern heute die Helfer(innen) von London, wir feierten in der Vergangenheit die Helfer(innen) aus der Nachbarschaft, vielleicht feiern wir nächsten Monat die Helfer(innen) mit einem ganz anderen Hintergrund aus einem ganz anderen Land.

Zwischen all diesen Tragödien gibt es die kleinen Geschichten, die kleinen Einsätze, die kleinen Heldentaten. Und das nicht selten, und das nicht wenig vor unser eigenen Tür.

 

Wir erinnern uns an Feiertagen, an langen Wochenende an die, die keinen Feiertag haben, weil sie arbeiten müssen, gerade im Sicherheits- und Gesundheitsbereich. Auch die Feuerwehren betreffend.

 

Dann sagen wir leise und artig „Danke“, unsere Medien erinnern uns ja daran. „Daumen hoch“, „liken“ und all das Kram, man kennt es zu Genüge.

 

„Daumen hoch“ ist wichtig, aber nicht ausschlaggebend. Ausschlaggebend ist, dass wir mal raffen, welchen Luxus an Hilfestellung wir hier genießen.

 

Auch die Leistung, die jeden Tag geleistet wird, muss honoriert werden.

Anstatt dankbar zu sein, wie schnell Hilfe vor Ort ist nach der Alarmierung, regen wir uns nicht selten auf über ein zu grelles Blaulicht bei Nacht und ein zu lautes Martinshorn. Und über „Wichtigtuer“, die alles so unendlich dramatisieren. Dass sich diese „Wichtigtuer“ in ihrer Freizeit, an Wochenenden weiter- und ausbilden lassen, um einen bestmöglichen Job machen zu können, darüber denken die wenigsten nach.

 

Respekt vor all diesen Jobs ist immer dann aktuell, wenn eine verheerende Katastrophe die Runde macht. Respekt ist aber leider nicht immer an der Tagesordnung. Sicherlich ist es angemessen, die Leistung in London zu honorieren, egal auf welchem Weg. Weil sie grandios war.

 

Aber nicht weniger wichtig wäre sich vor Augen zu führen, dass diese Leistung unmittelbar neben uns jeden Tag geleistet wird. Wenn auch im kleineren Rahmen. Von der Dramatik her aber für Betroffene nicht minder furchtbar. Schicksal ist Schicksal.

 

Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Männer und Frauen für uns ausrücken.

Dass wir all diese Hilfsorganisationen unterstützen, könnte durch passive Mitgliedschaften, vielleicht auch durch aktive Teilnahme, aber immer mit Hochachtung derer gegenüber, die 24 Stunden 7 Tage die Woche 365 Tage im Jahr unserer Sicherheit dienen, erreicht werden.

 

Nicht nur Bilder teilen und sein Entsetzen ausdrücken: Mal darüber nachdenken wie gut versorgt und abgesichert wir hier sind durch unsere Feuerwehren, die Rettungsdienste und alle anderen Hilfskräfte.

 

Und nein, ich möchte keinesfalls die Leistung der Londoner Feuerwehr schmälern, weiß Gott nicht! Ich möchte nur, dass man sich bewusst wird, dass es keine Selbstverständlichkeit ist wenn Frauen und Männer (auch in ihrer Freizeit) ihre Straßen- Dienstkleidung gegen Einsatzkleidung tauschen wenn der Melder geht. Oder die Sirene. Für jeden von uns. Tag und Nacht. Bei Wind und Winter. An Wochen- und an Feiertagen. Egal wo.

Ohne Spülmaschine ist alles doof!

Ein Leben ohne Spülmaschine ist möglich – aber irgendwie echt kacke!

Seit unserem Umzug vor ein paar Jahren in diese Wohnung hier haben wir keine Spülmaschine mehr. Weil ich meine alte Küche verkauft hatte. In unserer jetzigen Wohnung war eine Küche, aber halt ohne Spülmaschine. Was soll ich sagen? `Ne Katastrophe ist das!

Es geht schon damit los, dass das dreckige Geschirr in der Küche platziert ist. Bei uns in einer lilafarbenen Wanne. Da steht es rum und wartet auf Reinigung.

In einer Spülmaschine kann man alles verstauen, das siehst Du nicht und die anderen auch nicht.

Die lilafarbene Wanne ist präsent. Die siehst Du und die anderen auch.

Eine Bekannte von mir wirft immer ein Handtuch über ihr Geschirr in der Küche. Hab ich noch nicht ausprobiert. Sieht nicht so wild aus, aber das dreckige Geschirr verschwindet leider auf diesem Wege nicht.

Da ich zu geizig bin um für 3 Tassen, 3 Teller und Besteck Wasser einlaufen zu lassen, warte ich halt ab. Wir haben hier nämlich Durchlauferhitzer. Sauteuer ist das heiße Wasser. In meinem Wohnblock benutzen viele einen Wascherkocher um das Abwaschwasser auf Temperatur zu bringen. Ich auch!

Spätestens nach einem Tag ist so eine Wanne voll wenn man kocht.

3 Pötte sind fast immer im Gebrauch, nicht selten noch eine Pfanne. Diverse Hilfsmittel wie Pfannenwender, Schneebesen und Messbecher kommen dazu. Schneidbrett und das Kram nicht zu vergessen. Und schwupps: Lila Wanne voll bis zum abwinken. Mir graut es schon, wenn ich das nur sehe. Weil wir gerne Gebratenes essen, weiche ich das Zeug schon ein. Selbst mit Stahlwolle schrubbt man dann noch wie doof.

Ganz schlimm ist Spinat: Essen wir gerne, aber diese Sauerei hinterher. Wenn Du das nicht gleich alles abspülst, haftet das Zeug wie Bolle. Und fällt Dir versehentlich ein „spinatlastiger“ Teller ins Becken, kannst Du alles nochmal abwaschen/abspülen. Sitzt in der kleinsten Fuge der grüne Energielieferant.

Wie schnell sich Geschirr so ansammelt ist schon faszinierend. Kaum hat man es abgewaschen, sammelt sich die nächste Ladung. Hier kommt es selten vor, dass die lila Wanne einen halben Tag frei ist.

Ist die lila Wanne frei, ist die zartrosafarbene Abtropfvorrichtung bis zum Anschlag überladen. Dieses Gestapel geht mir immer auf die Nerven. Mit dem Ellenbogen gegen den Pott gekommen und nicht selten haut es dann den ganzen Stapel um. Hier mussten schon viele Teller ihr Leben lassen auf diesem Wege.

Wenn ich mal groß und reich bin, kommt hier eine Spülmaschine ins Haus. Oder ein Mann, der abwaschen und abtrocknen liebt. Das wäre `ne echte Alternative. ^^


Warum ich meine Uniform an den Nagel hing
Ich kann nicht mal genau sagen, wie lange ich ehrenamtlich als Sanitätshelferin aktiv war. Recht spät gestartet, mit fast 40 Jahren erst, müssen es 8 oder 9 Jahre gewesen sein.


Ich fand es immer faszinierend zu sehen, wie all die Einheiten aus Feuerwehr oder Rettungsdienst und anderen Hilfsorganisationen funktionieren. Mit welchem Herzblut gerade die Ehrenamtlichen ihren Job machen. Da mich all die Dinge aus dem medizinischen Bereich total faszinierten und es auch heute noch tun, war der Schritt ins Ehrenamt ein richtiger Schritt.


Ich durfte tolle Kurse besuchen, wurde exzellent ausgebildet, habe interessante Leute kennengelernt und war Teil von spitzenmäßigen Truppen. Ich durfte hinter die Kulissen schauen, habe im zwischenmenschlichen Bereich Erfahrungen machen müssen und dürfen, die mich nicht selten geprägt haben.


Und trotzdem kam der Punkt an dem ich mir eingestehen musste, dass es Zeit ist damit aufzuhören.
Das war der Zeitpunkt, an dem ich jedes Martinshorn und jedes Blaulicht als absolute Gefahr wahr genommen habe.
An dem mir all das Angst machte.
Mich ließen die Geschichten nicht mehr los. Sie verfolgten mich Stunden oder Tage oder Wochen.


„Hätte man das verhindern können?“


„Wie kam es zu dem Unglück?“


„Wie geht es den Betroffenen und den Angehörigen heute?“


Tausende Fragen, die unaufhörlich in meinem Kopf umher geisterten.


Ich war nicht mehr professionell genug. Das muss man in diesem Job aber sein.
Vielleicht kennt es der ein oder andere auch:
Anrufe mit der Frage „sind Sie die Tochter von“ oder „sind Sie die Mutter von“, und es zieht einem den Boden unter den Füßen weg wenn sich ein Krankenhaus oder Rettungsdienst meldet. Grausame Momente, die man nicht vergisst.
Ebenso lässt es einen nicht kalt, wenn Nachbarn durch einen Brand ihre komplette Existenz verlieren.
Wenn andere Nachbarn vom Unfalltod ihrer Tochter informiert werden.


Wenn eine noch recht junge Mama und Ehefrau von jetzt auf gleich aus dem Leben gerissen wird. Ohne Vorwarnung.
Ich konnte all das nicht mehr wechseln, nicht mehr verarbeiten, nicht mehr mit Abstand betrachten.
Jeder Anruf, ob ich diesen oder jenen Dienst mit machen kann oder ausrücken im Notfall, ließ mich unwohl fühlen.
Totale Panik vor all dem Schicksal, vor all dem Leid, vor all der Dramatik.


Und irgendwann die Angst nicht richtig zu reagieren, nicht richtig zu handeln.
Panik ist aber ein no go als Teil der Rettungskette.


Ich denke, dass ein wichtiges Kriterium auch die Tatsache ist, dass ich seit vielen Jahren einen Bürojob mache, und nicht mehr in einer Arztpraxis arbeite. Denn dort war ich immer an der Quelle. Gewisse Handgriffe tat man Tag für Tag. Neuerungen im Bereich von z. B. Medikamenten und Diagnostik bekam man total aktuell mit. Fragen bezüglich der Medizin konnte man der Chefin oder dem Chef sofort stellen, und diese wurden auch sofort beantwortet. All das gab mir damals wirklich mehr Sicherheit im Ehrenamt.


Tag X Ende des letztes Jahres war der Zeitpunkt, an dem ich meine Uniform an die Garderobe hing, mein Ehrenamt niederlegte und mich von all dem differenzierte. Danach fühlte ich mich echt etwas befreit. Aber auch etwas wehmütig.
Ich mache mir noch heute in die Hosen, wenn ich ein Martinshorn höre oder das Blaulicht sehe. Weil ich darüber nachdenke, welches Schicksal jetzt gerade Menschen ereilt. Weil ich Angst habe, dass sich jemand in Gefahr befindet, die oder der mir Nahe steht. Das ist weiß Gott keine gute Voraussetzung für den Job „Ehrenamt“.


Es war eine überwiegend tolle Zeit. Niemals möchte ich diese Erfahrung missen. Und die Menschen, die ich dadurch kennenlernte. Genau wie die Momente, die ich sonst nicht erlebt hätte wenn ich an gewisse Dienste oder Begebenheiten denke.


Bleibt zu hoffen, dass sich noch viele junge Menschen finden die in ihrer Tätigkeit bei der Feuerwehr, dem Rettungsdienst und all den anderen Organisationen aufgehen. Die genau richtig sind für diesen Job. Die das „Hobby Ehrenamt“ ausfüllt und die Jahrzehnte ihrer Sache treu bleiben. Weil sie es einfach drauf haben und sich dazu berufen fühlen.

Weil wir euch brauchen!


Rückrufaktionen: Wird das immer mehr?
Mir ist in den letzten Wochen/Monaten bei Facebook extrem aufgefallen, dass anscheinend immer mehr Produkte aus dem Handel zurückgepfiffen werden, bzw. wir Verbraucher davor gewarnt.
„Hustensaft kann Glassplitter enthalten“,
„Metallteilchen im Pudding“
„falsches Verbrauchsdatum auf Räucherfisch“
 „Salmonellen auf Eiern“
 „Glassplitter auf Wiener Würstchen“.
Bei Elektrogeräten, Möbeln etc. wird auch oft gewarnt:
„Hohe Speichenbruchrate bei Fahrrädern“
„Explosionsgefahr bei Gasherden“
„Verletzungsgefahr bei Möbeln“
„zu viele Giftstoffe in Damen-Strings“
„kindersichere Steckdosen ohne Kindersicherung“
„Kinder-Modelliermasse mit Rückständen an Lösungsmitteln“
„sich lösende Kleinteile an Kinderspielzeug“, und, und, und.
Gut ist für den Verbraucher immer wenn nichts passiert ist, obwohl man die Artikel im Haushalt hat. Und sie zurückgeben kann mit Erstattung des Kaufpreises. Schlecht hingegen ist, wenn etwas passierte.
Ich habe mich gefragt ob das früher nicht so an die große Glocke gehangen wurde, oder einfach anders produziert/kontrolliert?
Versagt da der Mensch oder die Maschinen?
Oft wird durch die Netzwerke bzw. Medien auf verseuchte Hygieneartikel, bakterienbelastete Lebensmittel oder nicht sicheres Spielzeug hingewiesen. Laut Wikipedia lesen das aber nur unter 20% der Verbraucher. Das Rest hat dann Pech gehabt und kann nur hoffen, dass eben nichts passiert.
Dass solche Aktionen für die Marke, das Unternehmen, das Produkt natürlich negative Konsequenzen haben, kann sich jeder denken.
Und es ist gut, dass es eine gesetzliche Pflicht gibt darauf hinzuweisen bzw. den Kunden zu warnen wenn etwas in die Hose ging.
Ist das nur mir aufgefallen oder geht es euch/ihnen auch so?


Du hast `nen zuckersüßen Po!

Ihr denkt bestimmt jetzt kommt eine Singlebörsen-Anekdote, oder? Nee, eben nicht.

Es geht um das Einhorn-Klopapier mit dem Zuckerwatteduft. Oder Zauberduft. Man kann ja wählen welcher Duft das Hinterteil in Szene setzen soll.

Der Hype um das Einhorn hält schon ziemlich lange an. Immer wieder erscheinen neue Lebensmittel, Getränke und andere Artikel, die sich an das Einhorn anlehnen. Ich für meinen Teil bin da nicht von infiziert. Weil ich keinen Bezug dazu habe.

Einhörner haben etwas romantisches an sich, etwas zauberhaftes, auch unschuldiges. Das ist nicht so meine Baustelle.

Aber jedem das seine, woll?

Ich habe mal nachgeschaut was das so kostet, wer es alles schon ausprobierte von den großen Medienseiten, und, und, und.

Preis geht ja noch. 1,95 Euro für 8 Rollen ist auch so meine Preisklasse. 3 -lagig ist sehr gut. Weil 2-lagig ist zu dünn, 4 -lagig ist zu dick. Bunte Bilder sind auf dem Papier. Einhörner und Regenbogen und Sternchen. Schade, dass der Ar… keine Augen hat, die Freude wäre ja gigantisch. Auch schade, dass er keine Nase hat, weil riechen kann es ja keiner großartig. Nur der Konsument beim abreißen und falten seiner Blätter. Eine Nase voll genommen und ab gehts in die untere Etage *rubbel-rubbel*

Schon bemerkenswert, wie sich so etwas zum Kassenschlager entwickelt.

Bei ebay kann man das auch alles ersteigern. Die Einhorn-Schokolade und die Einhorn-Küchenrolle. Das Einhorn-Duschgel und die Einhorn-Servietten. Dieser Hype ebbt einfach nicht ab. Das lässt den Schluss zu, dass sich viele haben anstecken lassen von dieser Modeerscheinung. Oder eben eingefleischte Einhorn-Fans sind.

Ich musste gestern daran denken, dass man mir nach Nutzung dieses Zuckerwatte-Klopapiers sagen könnte:

„Dir hat man auch Zucker in den Po geblasen.“

Das wäre dann nicht mal gelogen. Zumindest nur halb.

Es müsste heißen „Zucker um den Po geschmiert.“

Frohes feudeln im Bad des Vertrauens. ^^


Magnetstreifen unten rechts!

Na, hat schon jemand eine Ahnung um was es geht?

 

Genau, die gemeingefährliche Bankkarte. Die, je nachdem wo man mit ihr zahlen möchte, ständig eine andere „Einschubrichtung“ in den Apparatismus hat.

Ich zahle generell lieber mit Bargeld, das verführt nicht so. Wenn Geld alle, dann Geld alle. Ist nix mit mal eben noch dieses und jenes und welches. Ich persönlich habe mich da schlecht im Griff.

 

 

Argument Nummer zwei für das zahlen mit Bargeld: Ich muss der Verkäuferin den 10 Euro-Schein nicht in einer bestimmten Richtung geben, die nimmt den auch zur Not zusammen geprümmelt.

 

Wenn ich mit Karte zahlen muss, läuft mir schon der Schweiß am Arsch runter weil ich genau weiß, dass ich wieder die falsche „Einschubrichtung“ auswähle. Wenn es so wäre, dass all diese Apparate die Karte dann nehmen wenn der Magnetstreifen unten rechts wäre, dann wäre ja alles gut. Aber anscheinend langweilig. Zu einfach.

 

Da wo ich mit Karte gezahlt habe bislang, versuche ich mir das immer zu merken. Klappt aber nicht. Also stehe ich da, stecke sie falsch rein, die Karte wird nicht gelesen, das Personal schaltet sich ein und versucht zu helfen. Vor lauter Aufregung schiebe ich dann gerne die Karte zu schnell wieder rein oder ich ziehe sie zu früh wieder raus. Das wird auf dem Display alles gemeldet. Gerne gebe ich dem Personal dann die Karte, und die übernehmen den Vorgang für mich. Geht eben für alle schneller. Hält den Verkehr nicht so auf. Und wirft nicht das Licht auf mich, dass ich zu dämlich bin eine Bankkarte in einen Apparatismus zu stecken.

 

Ich fühle mich dann manchmal wie ein Kindergartenkind:

 

Na? Sollen wir das für die kleine Steffi mal machen? Ist doch nicht schlimm! Nicht weinen jetzt.“

 

Was wäre denn so schwierig daran, dass man sich auf eine gemeinsame „Einschubrichtung“ einigt? Es ist doch auch für die Angestellten total nervig, wenn sie 135x in Ihrer Schicht sagen müssen:

 

Magnetstreifen unten rechts.“ Oder „Magnetstreifen unten links.“

Oder „Ach, ich kenne Sie. Geben Sie die Karte mal her, ich mache das gerne für Sie.“ ^^


Schmink es Dir ab!
Unsere Stars und Sternchen am Showhimmel zeigen sich immer mal wieder ungeschminkt. So wie Gott sie schuf. Ihr kennt diese Bilder sicherlich auch, die werden ja dann in den sozialen Netzwerken gestreut.
Bei einigen denke ich: „Jau, geht.“
Bei anderen denke ich: „Ach Herrje! Du liebe Güte!“
Es ist unglaublich, was mit der Hilfe von all den Cremes und Gedöns möglich ist. Was man aus einem Gesicht herausholen kann.
Ich schaue ab und an Schmink-Tutorials. Abgesehen davon, dass ich gar nicht wüsste wie all das Zeug heißt was die sich stellenweise ins Gesicht klatschen, würde ich das aufgrund meiner nicht sonderlich guten Feinmotorik auch nicht annähernd hinbekommen. Merkwürdige Betonungen von Wangen oder Nasen oder der Stirn mit noch merkwürdigeren Hilfsmitteln. Die werden dann aber wieder mit einer Creme oder einem Puder verwischt. Dann kommt da noch was drüber und wieder was drauf, und am Ende sehen die Damen alle aus wie aus dem Ei gepellt. Juchu!
Ich selber würde für mich unglaublich gerne wissen wie ich aussehen würde, wäre ein Fachmann stundenlang mit meiner Flappe beschäftigt.
Mein Schminkvorgang besteht aus etwas flüssigem Make-up, Puder und Rouge. Und Abdeckstift, ganz wichtig. Irgend ein Pickel verirrt sich immer in meine Visage.  Bums, dann ist aber auch aus die Maus. Wenn es auf eine Feierlichkeit geht, gerne auch etwas Lidschatten, Wimperntusche und Lippenstift. Aber nur dezent, ich fühle mich sonst so verkleidet. Wimperntusche hält bei mir keine 5 Minuten. Während andere unglaublich toll betonte Augen haben, sehe ich aus wie ein Pandabär auf Crack.
Der Trend geht aber anscheinend in die Richtung: Weg von der Normalität, rein ins Reich der Trickkiste.
Ich weigere mich da mitzumachen.
Zum einen möchte ich nicht angewiesen sein auf z. B. alle paar Wochen Nägel machen und Augenbrauen zupfen und Fußpflege etc. Stundenlanges zurecht machen im Bad. Termine bei Kosmetikerinnen. Gesichtsmasken, Fußpeeling, Anti-Cellulitekuren, diverse Ampullen gegen Falten. Das ist ja auch nicht umsonst, dieses Kriterium kommt noch erschwerend hinzu.
Zum anderen sehe ich aus, wie ich aussehe. Punkt.
Ich würde es total peinlich finden, wenn ich nach stundenlanger akribischer Arbeit vor dem Alibert-Spiegelschrank aussehe wie eine Diva. Und mich dann jemand am nächsten Morgen mit wirrem Haupthaar und aknegeschädigtem Gesicht volles Brett in Natura sieht. Ein Dreibein z. B., welches sich in mich verliebt hat. Mit Diven-Maske!
Diesen Trend finde ich beängstigend: Pimpen und tricksen bis zur beinahen Unkenntlichkeit.
Ich hätte kein Problem damit, wenn eine Moderatorin ungeschminkt oder dezent geschminkt in einem Nachrichtenmagazin zu sehen ist.
Oder ein Modell mit einer Rötung auf der Wange über den Laufsteg flaniert.
Aber: Ist heutzutage anscheinend nicht möglich. Das gehört nicht in die Welt der VIPs. Und anscheinend auch nicht mehr zum guten Ton unter uns „Normalos“.
Und warum? Weil man aussieht wie man aussieht? Na vielen Dank auch. Aber bitte nicht mit mir.


Hey Du! Was ist mit Dir los?

Seit Wochen schon bemerke ich, dass sich unser Miteinander verändert hat. So wirklich füreinander da sind wir nicht mehr, wir finden auch nicht mehr zueinander.

Als Du mir über den Weg gelaufen bist und an meiner Seite warst, fühlte sich das richtig und gut an. Nicht mehr suchen müssen, keinen Gedanken mehr daran verschwenden: Du warst hier bei mir angekommen und willkommen.

Du hast mich informiert über alles was mich interessierte, auch einiges was mich nicht so sonderlich juckte. Du warst oft mein Sprachrohr in vielen Bereiche.

Du warst immer an meiner Seite. So oft, dass andere mich schon darauf ansprachen:Du kannst wohl nicht mehr ohne, was? Schlimm ist es.“

Wir beide – Du und ich – ein Team – für immer. Dachte ich jedenfalls. Hoffte ich inständig.

Und jetzt ist alles anders.

Ich habe den Eindruck, Du magst nicht mehr mit mit kommunizieren. Du wirkst schlapp, als sei Dein Akku dauernd alle. Alle Versuche meinerseits Dir zu helfen kommen nicht an, laufen ins Leere.

Du informierst mich nicht mehr, wenn mich jemand telefonisch erreichen wollte. Du informierst mich nicht mehr, wenn man mich auf anderem Wege erreichen will und muss.

Es fühlt sich an, als würdest Du mich von der Außenwelt abschneiden wollen.

Heute morgen hat es mich arg getroffen und verletzt, als Du mich nicht geweckt hast. Das hast Du in den letzten Monaten sonst immer getan. Du warst heute still, sehr still. Als wir das Schlafzimmer gemeinsam verließen, kam von Dir kein Ton. Du wirktest wie tot. Das tat mir echt weh.

In der Küche dann bemerkte ich, dass Dein Akku nicht nur alle ist, sondern dass Du wie leblos wirkst. Keine Regung. Stille. Alles dunkel an Dir und zwischen uns.

Dass Du überfordert warst, habe ich oft bemerkt. Ich bin aber auch nur eine Frau. Wusste oft nicht was Du brauchst. Wie ich Dir helfen kann und muss. Selbst Freunde, die Dich akribisch unter die Lupe genommen haben, konnten Dir und mir nicht helfen.

So stehe ich wieder da, alleine.

Mache mich wieder auf die Suche.

Muss einsehen, dass wir beide keine Zukunft mehr haben.

Schluss – Aus – Vorbei.

Ich hoffe Du behälst alles für Dich, was Du jemals gesehen, gelesen, übermittelt und abgelichtet hast.

Und drehst mir in den letzten Tagen unserer gemeinsamen Zeit keinen Strick aus der ein oder anderen Begebenheit.

Danke für die meist schöne Zeit mit Dir, ich suche jetzt einfach weiter.

Danke, liebes Smartphone.

Weiß jemand von euch, wo es diese Woche welche im Angebot gibt? ^^


Immer alles schön steril, hygienisch rein und antibakteriell

Sicherlich hat die/der ein oder andere von euch gestern auch „Schrowanges Birgit“ geschaut. Der Test mit den Einmalhandtüchern und diesem neumodernen „Handtrockenblas-Automaten“. Wo man die Griffel reinsteckt und der römert die in Nullkommanix trocken. Mit 690 km/h schnellen Luftströmen pustet der alles trocken was man da rein hängt. Sicherlich vielen schon begegnet in Bars, Kneipen, auf dem Klo von der Raststätte. Das Nonplusultra, total hygienisch.

Denkste! Denn nach diversen Abklatschproben und sonstigen Untersuchungen mit mir unbekannten Messgeräten, haben die Einmalhandtücher besser abgeschnitten. Hätte ich so auch nicht geglaubt, war aber nach näheren Erklärungen logisch.

Nun bin ich aber kein Wissenschaftler, nur eine Frau mittleren Alters die auf dem Dorf groß geworden ist.

Die links einen Bauer als Nachbarn hatte und rechts einen Bauer als Nachbarn hatte und noch heute eine Nase voll nimmt, wenn Bauer links und rechts die Gülle aufs Feld fahren.

Die als Kind mehr Dreck unter den Fingernägeln hatte als Bauer rechts und links zusammen in ihren Treckerreifen-Profilen.

Die durch Kuh- und Schweineställe lief, in Pferdeäpfel trat, und sicherlich Schafskacke hier dann im Haar hängen hatte.

Die damit groß wurde, dass 1x in der Woche gebadet wurde. Das Badewasser teilend mit noch vier Personen. Das kam ja noch erschwerend hinzu.

Die noch Kernseife kennt und die schlüpfrigen Seifenstücke, die einem beim Baden ewig aus der Hand rutschten und die man stundenlang im Badewasser suchte. Bis sie sich entweder aufgelöst hatten oder der Herr des Hauses darauf ausrutschte.

Die groß wurde ohne Desinfektionsmittel in der Bude, und ohne antibakterielle Spül- und Waschmittel.

Gerade wenn man die Werbung so verfolgt, die Palette der Artikel für den normalen Gebrauch die uns vor der Infektionen mit diversen Bakterien, Keimen, Viren und all dem Zeug schützen sollen, kann ich oftmals nur mit dem Kopf schütteln.

Ein Seifenspender der per Touch funktioniert, damit ich mich beim berühren nicht mit irgendwelchen furchtbaren Bazillen anstecke.

Ein feuchtes Einmal-Putztuch mit dem ich über die Arbeitsplatte feudele nach dem kleinschneiden von Fleisch und allem anderen, damit wieder alles hygienisch rein ist.

Ein Zusatzmittel für die Waschmaschine, damit Shirts und Unterhosen keimfrei wieder aus der Trommel kommen.

Was für ein Schwachsinn, sorry.

Ich habe so etwas noch nie gekauft, und werde es auch nie kaufen.

Ich habe eine wilde Kindheit überlebt, in der mein Mundinnenraum, mein Zäpfchen, mein Magen und sicherlich auch mein Darm Dinge gesehen und verarbeitet haben, die mich weder krank machten noch einer Gefahr aussetzten.

Jeder wäscht sich doch die Hände mehrmals am Tag. Und gerade die Leute in medizinischen Berufen benutzen Desinfektionsmittel, wenn sie denn in Kontakt mit ansteckenden oder gesundheitsgefährdenden Stoffen kommen. Und um Menschen mit schwachem Immunsystem keiner Gefahr auszusetzen.

Das reicht doch dann auch. Oder nicht?

Und wisst ihr, warum ich meine Hände auch weiterhin von diesen 690 km/h Teilen trocknen lasse so ab und an?

Weil es total blöd und witzig aussieht, wenn die Haut da so schrumpelig rumflattert. ^^


Morgen sitze ich wieder fluchend mit einem Kuli im Auto
„Morgen ist der Tag der Tage: „Sie“ kommt wieder, keine Frage.“
Die Sommerzeit is coming to town. Darauf habe ich persönlich hin gefiebert. Wir haben hier bei uns zu Hause schon durchdiskutiert ob vor oder zurück, wann wir das machen, wo alle Uhren hängen etc. Und wer bei der Umstellung auf Winterzeit das Glas aus der Küchenuhr gehämmert hat. Tztztz, war natürlich wieder keiner, ja, ja.
In diesen Tagen wird/wurde allerdings auch viel darüber öffentlich diskutiert, ob wir diese Zeitumstellung 2x im Jahr noch brauchen und auch möchten. Das Argument mit dem Energiesparen ist ja nicht mehr so up to date. Kritische Stimmen werden immer lauter, dass es vielen Menschen schadet, weil sich einige mit der Umstellung schwer tun rein körperlich gesehen. Jetlag im März quasi. Das soll sogar bis zu Verdauungsproblemen führen. Also ich kenne niemanden, der vermehrt pupsen muss nach der Umstellung. Aber gut, ich kenne auch nicht jeden.
Energiesparen, das Argument der Argumente: In Zeiten, in denen ich geschälte Apfelsinen kaufen kann in Plastik eingeschweißt, in denen es hip ist, „Coffee to go“ ins sich zu schütten und alles mit den Einmalbechern voll zu müllen, in denen es angesagt ist Kaffee aus Kapseln zu trinken und diese kleinen, aus Kunststoff und auch Aluminium bestehende Kapseln zusätzlich im Müll landen, leuchtet mir das Argument mittlerweile nicht mehr ein (ich weiß, das Argument wirkt wie an den Haaren herbeigezogen).
Eben konnte ich den Ratschlag lesen, dass Leute die mit der Umstellung zu kämpfen haben in den nächsten Tagen, etwas eher aufstehen sollen, raus an die Luft in die Sonne vor Arbeitsbeginn. Okay, stehe ich um 4.15 Uhr auf und spaziere hier den Berg rauf und runter. Nur doof, dass die Sonne dann halt noch nicht scheint. Aber knapp 50 m von hier ist ein Solarium, vielleicht kann ich da schon einkehren vor Arbeitsbeginn um mein Melatonin (Schlafhormon) zu drosseln. Ich bin allerdings eh eine Melatonin-Tusse, egal welche Zeitära wir gerade haben. Ich kann immer pennen, immer! Jedenfalls muss dieser Ratschlag von einer Person gekommen sein, die den Poppes erst um 8 Uhr aus dem Bett bewegt.
Ich bin gespannt wie lange dieser Umstellungszirkus noch läuft, und wie oft Sinn und Unsinn noch diskutiert werden.
Und ich bin gespannt wie lange ich morgen fluchend mit dem Kuli im Auto sitze, um die richtige Uhrzeit einzustellen. Vor zwei Jahren habe ich das gar nicht gemacht, da bin ich doch allen ernstes die ganze Zeit in der Sommerzeit gefahren. Auch mal schön. Und die Mitfahrer haben sich so herrlich erschrocken wenn sie zur Winterzeit auf mein Barometer schauten 😀
Frohes umstellen, allerseits. ^^


Ohne Mutter fehlt so viel
Wenn eine Mutter geht, dann geht auch die Basis. Dann geht Vertrauen, dann geht Sicherheit, dann geht Liebe.
Wenn eine Mutter geht, dann klafft eine große Lücke. Eine Lücke, die kein anderer Menschen jemals schließen kann.
Wenn eine Mutter geht, fühlst Du Dich alleine, verlassen, wie ausgesetzt. Orientierungslos.
Wenn eine Mutter geht, ist Dein Zuhause von damals nicht mehr Dein Zuhause.
Wenn eine Mutter geht, läuft Dein Leben mit ihr an Deiner Seite immer wieder vor Deinen Augen ab.
Manchmal und ohne Vorankündigung nimmst Du ihren Geruch wahr.
Manchmal bildest Du Dir ein zu spüren, dass sie ganz in Deiner Nähe ist.
Wenn eine Mutter gegangen ist, sind wir nicht selten noch im Dialog mit ihr. Wir sprechen mit ihr, bitten um Rat, um Hilfe. Oder möchten Glücksmomente mit ihr teilen. Und ahnen, wie sehr auch sie sich über positive Ereignisse in unserem Leben freuen würde. Oder welche Worte und Gesten sie finden würde um uns zu trösten.
Wir wollen den Menschen der uns groß gezogen hat und von dem wir spürten und wussten, dass unsere Sorgen und Nöte auch ihre Sorgen und Nöte waren, nochmal sprechen. Nochmal anfassen. Nochmal in den Arm nehmen können. Nochmal von ihr in den Arm genommen werden. Ihr einen Kuss auf die Stirn geben.
Eine Mutter ist wie ein Anker, wie eine Rettungsinsel.
Wir wollen Situationen in denen wir sie verletzten, enttäuschten, vor den Kopf schlugen zunichte machen. Uns dafür entschuldigen, es ungeschehen machen.
Wie viele Orte, Lieder, Begebenheiten, Situationen erinnern uns an sie.
Selbst der Geruch ihrer gekochten Speisen hängt auch Jahre später manchmal noch in der Luft. Von ihrem Geruch ganz zu schweigen.
Ihre Stimme ist noch zu hören in unserem Kopf. Und viele von uns würden alles geben, um diese Stimme nochmal hören zu können.
Bilder anschauen tut gut oder weh, lächeln und weinen wechseln sich ab.
Der Stuhl auf dem sie immer saß, ihr Lieblingsnachthemd, ihre Bürste, all das lähmt uns wenn wir noch gar nicht begreifen können, dass sie nie mehr da sein wird. Manchmal auch nach Jahren noch.
Manche haben bestimmt einen besseren Draht zum Vater, aus unterschiedlichen Gründen.
Manche vermissen ihre Mutter vielleicht nicht so sehr, auch aus den unterschiedlichsten Gründen.
Und andere hingegen kennen ihre Mutter vielleicht nicht.
Meine Mutter wäre heute 79 Jahre alt geworden.
Gestern Abend kam mein Sohn in die Küche und sagte zu mir:
    „Oma hat morgen Geburtstag.“
Obwohl man diesen Tag nicht mehr feiert, dieser Tag verblasst zu einem Tag wie jeder andere auch, ist man gedanklich ganz intensiv dabei. Und denkt an ihre Geburtstage zu Lebzeiten. Man denkt an diesem Tag ganz arg an sie. Und egal wie lange es her ist dass man sich verabschieden musste, die Trauer und der Schmerz holen uns auch Jahre später noch ein. All das wird mit der Zeit auch nicht weniger.
    „Happy birthday, Mama.“

Ohne Mutter fehlt so viel …


„Ker, wat schön, hömma.“
Ich erinnere mich an diese Aussage meiner Verwandtschaft, wenn sie aus dem Ruhrpott zu Besuch kamen. Da war ich noch ein Kind. Die Verwandtschaft schwärmte immer von der Umgebung in den höchsten Tönen. Der Solling halt. Als Kind hat man dafür nicht unbedingt ein Auge und auch kein Ohr. Heute sage auch ich: „Junge, sag mal, wie geil hier. “
Gerade jetzt, wenn ich durch den Solling/das Weserbergland fahre bei Sonnenaufgang, geht mir das Herz auf. Wir leben hier in einer grünen Oase. In einer Landschaft, die beinahe unberührt wirkt. In der Nähe fließt die Weser, der Harz ist nicht weit. Ich muss eigentlich in keinen Tierpark um Rehe oder Wildschweine zu sehen, die sehe ich morgens nicht selten am Straßenrand.
Egal in welche Richtung wir fahren, ob Göttingen, Northeim, Höxter, Holzminden, Kassel, Hann. Münden, Beverungen/Lauenförde, Einbeck: Wenn man die Augen bewusst öffnet und sich die Landschaft anschaut, dann wird einem warm ums Herz.
Und nicht nur das: Wir haben hier so schöne Ecken die zu Tagesausflügen einladen, zu Spaziergängen, zu Unternehmungen. Geboten wird nämlich nicht gerade wenig in unserer Region.
Ich gehöre leider zu denen, die um diesen Reichtum wissen, es aber viel zu wenig und viel zu selten nutzen. Manchmal ist nicht mal eine Fahrt von 30 Minuten nötig, und man fühlt sich wie in einem Kurzurlaub.
Ich schäme mich schon fast dafür, dass ich recht bekannte Ausflugsziele noch nie besuchte. Dass ich mir am Wochenende nicht mal ein paar Stunden Zeit nehme, meine Heimat etwas mehr zu erkunden.
Wir wohnen im Dreiändereck, es ist ein Katzensprung nach Hessen und Nordrhein Westfalen. Diese Regionen in der Nähe haben wieder ihre eigenen Attraktionen, ihre eigenen Events, ihre eigenen Geheimtipps für einen Sonntagsausflug.
Der Solling, die Solling-Vogler-Region, das Weserbergland an sich und der Reinhardswald sind insgesamt sooooo schöne Ecken. Es ärgert mich jedes Jahr, wenn ich mir im Frühjahr vornehme einfach mal ein paar Orte um die Ecke zu besuchen, und es dann doch nicht geregelt bekomme.
Jetzt, wo die Tage länger werden und heller, genieße ich 5 Tage in der Woche die Fahrt von Uslar nach Karlshafen und zurück. Es hört echt nicht auf, dass einem das Herz aufgeht wenn man sich bewusst wird, wie weltklasse wir hier wohnen rein landschaftstechnisch gesehen. Manche geben Geld aus um das zu sehen und zu genießen, was wir jeden Tag vor der Tür haben.
Aber eins habe ich mir vorgenommen: Nach Feierabend mal den Blinker links setzen und bei Onkel Palm Hütte einen Kaffee trinken. Mitten im Wald. Auf die Weser schauend. Da fahre ich seit über 5 Jahren dran vorbei. Beinahe blamabel. ^^


Das Date mit dem Mann mit dem Hund!
Wer mich schon länger liest, weiß um meine Hundephobie.
Wenn man jemanden kennenlernt, ist nicht immer sofort ersichtlich ob sie/er eine Katze hat oder einen Hund, ein Lama, einen Strauß oder einen Vogel.
Okay, okay, das mit dem Vogel war jetzt zweideutig und erschließt sich manchmal recht schnell 😉
Ich habe bei besagtem Mann erst später herausbekommen, dass er einen Hund hat. Eine Hündin. Golden Retriever.
Und die beiden sind dicke wie sonst was. „Da musste durch, Steffi, hilft alles nix.“
Das erste Treffen war angesagt, er erwähnte noch, dass er seine Hündin mit bringt. Von da an war ich aufgeregter als mir lieb war. Ich hatte mehr Angst vor der Begegnung mit dem Hund wie vor der Begegnung mit dem Mann.
Auf mein „machst Du ihn dann an die Leine?“ kam ein „ja klar“.
Als ich den Treffpunkt erreichte, ihn anrufen musste weil ich nicht wusste wo er genau war, lautete meine erste Frage: „Ist der Hund an der Leine?“
Das wurde mir auch zugesagt.
Und ich gehe auf ihn zu und habe den Hund im Auge, nicht den Kerl.
Was dann folgte, erklärt sich von selbst: Dieser liebe Hund nahm mich wahr und wollte mich kennenlernen. Und kam schwanzwedelnd auf mich zu. Auf mich, die sonst nicht mal 10 m an einen Hund herangeht.
Der Mann wollte das auch, nicht unbedingt schwanzwedelnd, aber der Schwerpunkt lag auf dem Hund. Sorry.
Ich nahm Platz, wir saßen draußen vor einem Lokal, und ich war überfordert von Mann und Hund und der Umgebung, paffte munter drauf los um mich zu sortieren.
Dieser Hund war klasse. Keine Szene, kein anspringen, kein Gebell oder Gezicke. Sie lag auf einer Decke, war müde, und ich war ihr wumpe weil ich nicht reagierte. Alle Leute die an uns vorbeigingen, tätschelten sie. Nur ich halt nicht. Ab und zu kam sie zu mir, stupste mich und zog enttäuscht wieder ab weil ich mich nicht regte. Wie denn auch, ich war froh, dass ich da sitzen konnte ohne hysterische Anfälle.
Jetzt musste mein Datingpartner pullern, und drückte mir von jetzt auf gleich die Hundeleine in die Hand: Der verschwand echt auf dem Pott und ich saß da mit dem Hund der Leine.
    Was mache ich, wenn die Hündin gleich abdreht?
    Wenn ein anderer Hund kommt?
    Wenn sie pullern muss?
    Mich in die Wade zwickt, weil sie mich kacke findet?
Ach Du Scheiße, ich wusste nicht wohin mit mir.
Vor lauter Aufregung hatte ich an der Leine herum gespielt, und alles verstellt. Die Leine wurde immer kürzer, ich dachte ich straguliere die Hündin und mein Datingpartner stranguliert später mich.
Ich saß nach vorne gebeugt bretthart auf meinem Stuhl, die Hündin im Blick, den Parkplatz im Blick, die Leute im Blick, die Leine im Blick. Und er war pullern, einfach mal so nebenbei pullern.
Es ging alles gut. Die Hündin schaute manchmal merkwürdig. Als wollte sie sagen: „Was labern die Zweibeiner für wirres Kram? Was ist das für eine verhaltensgestörte, paffende Frau?“
Dem Hund wurde kalt, mir wurde kalt, ihm wurde kalt.
Hund ins Auto, ich ins Auto, er ins Auto.
Resultat: Ich habe einen Hund an der Leine gehalten, ganz alleine.
Er musste beim pullern alleine halten, ganz alleine.
Ich fuhr nach Hause im meinen Toyota, ganz alleine.
Ich darf nicht daran denken, dass ich vielleicht mal einen Mann kennenlerne der ein Lama als Haustier hat: Die rotzen immer so fies. ^^


Is der Film schon zu Ende?

 

Es gibt Filme, die können Frauen und Männer nicht zusammen schauen. Oder besser gesagt gibt es Filme, die sollte ein Mann nicht mit mir zusammen schauen. Ich erinnere da mal dezent an einen Film namens „Jagd auf Roter Oktober“. Genau diesen Film habe ich im zarten Alter von irgendwie Anfang 20 mit meinem damaligen Freund geschaut. Und den fand ich ganz toll, also den Freund, er war so mit der witzigste Freund den ich je hatte. Ich muss schon lachen jetzt.

Also, Jagd auf Roter Oktober, ab aufs Sofa, Flimmerkiste an. Wenn ich verliebt bin, dann kann ich echt Durchhaltevermögen beweisen. Der Film fing da so an, und wenn ein Mann in einen Film vertieft ist, dann gibt es Dich nicht mehr. Du könntest Dich nackt an die Wohnzimmerlampe hängen, das Ave Maria aus voller Inbrunst trällern, und freihändig schwingend durch den Raum baldowern: Der sieht das nich! Und ich hätte den gerne geküsst … küss nie einen Mann der in einen Film vertieft ist, das kann das Trennungsurteil bedeuten!

Also ich saß artig mit Jogginghose auf Sofa rechts, er links. Ich war voll konzentriert. Und fragte mich alle 10 Minuten wann denn die Handlung beginnt, ich tat mich schwer da einzusteigen, ich hab das alles nicht verstanden. Is aber auch nicht meine Thematik. Und ich konnte ihn ja auch nicht fragen, hätte er gedacht ich bin saudoof.

Also hab ich so getan als ob ich schaue, hab versucht meine Mimik den Szenen anzupassen damit er denkt ich habs gerafft, und so saß ich da 90 Minuten in der rechten Sofaecke und war nur froh, dass ich da wenigstens rauchen konnte.

Film war aus, er seufzte, und ich konnte nicht an mich halten.

Ich: „Äh, Frage, ist der Film zu Ende?“

Er: „Ja.“

Ich: „Ich hab den Schluss jetzt nicht so ganz verstanden.“

Er: „Was gab es denn daran nicht zu verstehen?“

Ich: „Der ganze Film so im Ganzen?“

Er: „Du hast doch geschaut als ob Du es verstanden hast.

Ich: „So guck ich öfter.“

Er: „Du hast jetzt 90 Minuten nichts verstanden?“

Ich: „Nö. Kannste mir das mal erklären?“

Er: „Nö. War doch handlungstechnisch klar.“

Ich: „Jau. Darf ich in Bette?“

Und die ganze Nacht das Gejabbele von ihm: „Versteht die das nich, das darf nicht wahr sein. Junge. Junge, Junge.“

Da fühlst Du Dich schlecht als adäquate Lebensabschnittsgefährtin, ich kam mir strunzendämlich vor.

Ich hab den Film kürzlich nochmal geschaut, hab das noch immer nicht gerafft. Aber egal, da war ich Single und musste nicht 90 Minuten intellektuell gucken. Wenn mich was nicht interessiert, dann tu ich mich schwer mit so Inhalten.

Zeig mir 3 Folgen „Neues aus Uhlenbusch“, und ich geh ab wie ein Zäpfchen.

Gutes untertauchen, Freunde. ^^


Wo ist denn jetzt der Autoschlüssel?

Ich war gestern noch schnell kurz vor knapp Einkaufen. Und selbst wenn ich weiß was ich brauche, kann das echt lange dauern. Ich schaue hier und da, wieder hier und da und noch mal hier und dann noch mal da. Es war kurz vor Toresschluss, also Feierabend. Smalltalk mit der Verkäuferin an der Kasse, Bezahlvorgang, alles rein in den Einkaufswagen und der Griff in die Jackentasche nach dem Autoschlüssel. Da war aber kein Autoschlüssel! Nicht in der linken Jackentasche, nicht in der rechten Jackentasche. Nicht in der Handtasche, in keiner der Hosentaschen. Der Schlüssel ist weg. Bitte nicht!

 

An dem Schlüsselbund hängt noch der Haustürschlüssel, der Briefkastenschlüssel und meine Personalmarke von der Klinik (für die Tür und die Stempeluhr). Ach Du Scheiße, was denn jetzt? Schnell den Einkaufswagen an die Seite gestellt und wieder rein in den Laden. Die rechte Hand kramte immer wieder in allen Taschen die ich irgendwie an meiner Kleidung fand. Nichts. Und wieder alle Gänge im Discounter abgegangen. Hab ich ihn beim Mozarella liegen lassen? Bei den Tomaten? Beim Weichspüler? Mittlerweile haben die zwei netten Verkäuferinnen mit gesucht. 

„Haben Sie ihn stecken lassen?“

Steffi, guck mal draußen bei den Einkaufswagen.“

„Ist Dein Auto nach da? Guck mal.“

„Vielleicht auf dem Parkplatz irgendwo?“

Mir hatte noch ein Bekannter, Scholle unser Bademeister, einen Einkaufswagenchip geschenkt weil ich mal wieder keinen hatte. Hab ich ihn da irgendwie verbummelt? Hat der ihn versehentlich eingesteckt? 

 

Mir wurde heiß und kalt weil der Laden bald dicht machte. Also bin ich irgendwie total verzweifelt in den Kassenbereich gegangen. Ich dachte nach wie ich jetzt nach Hause komme, wie ich überhaupt in meine Wohnung komme, wie ich am Montag grundsätzlich zur Arbeit komme. Heute ist Sonntag, da haben die nicht auf, dann kann ich nicht weiter suchen. Wo schlafe ich? Wo koche ich? Wie geht mein Leben weiter?

 

Eine der Verkäuferinnen, die Diana (https://www.facebook.com/diana.koschel?fref=ts) wühlte dann mit mir im Einkaufswagen. Vielleicht hat er sich da irgendwie verheddert. Ich fast alles aus der Handtasche raus gekramt. Was da für `ne Scheiße drin rum fliegt, das war mir echt peinlich. Was andere abheften in Ordnern, habe ich an Schriftstücken in der Handtasche. Plus Mussikkassetten, weil mein Auto keinen CD-Spieler hat und ich quasi dann Kassetten hören muss. Und noch vieles, vieles mehr. Inklusive Leberwurstbrot natürlich. 

Ich fing an die Jackentaschen auszuräumen. Alles raus. Smartphone raus, Hustenbollchen raus, Kippen raus. Ja, und als ich eine gebrauchte Rotzfahne in der Hand hatte, fühlte ich darunter dann den Autoschlüssel. War alles da. War alles gut. Das Leben ist schön. Ich komme ins Auto und in die Bude und in die Klinik. Juchu.

 

Sagt die Verkäuferin Diana zum Schluss: „Steffi, Du bist die Härteste!“

Ja, ja, Diana, die bin ich manchmal wohl. ^^


Ich habe da gestern ein Geräusch gehört ...

... welches ungeahnte Glücksgefühle in mir frei setzte.

Ein Geräusch, welches vor ein paar Monaten noch zu depressiven Verstimmungen führte. Ein Geräusch, welches auf Licht und Wärme und Sonnenstrahlen hindeuten könnte.  

Auf: „es geht aufwärts“, „jetzt wird alles besser und gut“. Dieses Geräusch habe nicht nur ich noch recht spät wahrgenommen, sondern noch ganz, ganz viele andere Menschen auch.

Ich konnte es gestern teilweise per live-Video nochmal sehen, konnte Tonmitschnitte nochmal hören, konnte die gute Laune der anderen nochmal spüren.

So saß ich gestern recht spät bei geöffnetem Küchenfenster auf meinem Stuhl, hörte dieses Geräusch, und wäre am liebsten tanzend mit einem Glas Sekt in der Hand durch die Wohnung getänzelt.

 

Na? Wer ahnt wovon ich spreche?

 

Genau: Die Kraniche hielten gestern Einzug! Yiiiiiiiiiiiiiihaaaaaaaaaaaa!

 

Merkwürdig, dass anscheinend viele dieses Tatsache als Lichtblick sehen. Wobei ich jedes Jahr aufs neue die Schn…. voll habe von der Kälte und vor allem der Dunkelheit. Es macht einen mürbe! Ziehen die Kraniche übers Land wird uns bewusst, dass es bald steil bergauf geht mit den längeren Tagen. Noch ein paar Wochen, und wir können unseren Kaffee auf dem Balkon trinken. Oder im Garten. Oder in der Fußgängerzone. Oder bei Obi. Oder was weiß ich.  Da verschwinden die Eiskratzer und Türschloßenteiser wieder vom Beifahrersitz.  

 

Da kramen wir langsam die dicken Pullis hinten in den Schrank und die Shirts weiter nach vorne.  Da organisieren wir im Kopf schon den Frühjahrsputz. Da haben gerade wir Singles irrsinnig Bock auf eine Runde Verlieben, so mit allem drum und dran und fummeln und so.

 

Ich dachte gestern im ersten Moment, da böcken die Nachbarn als ich das Geräusch hörte (ich hätte es ihnen gegönnt, egal welchen Nachbarn). Aber: Es waren meine Freunde, die Kraniche. Hätte ich ein Trampolin zur Hand gehabt, ich wäre zu denen hochgesprungen, hätte mich per Handschlag bei ihnen bedankt, und meine Bude angeboten falls Hunger und Durst und Pippi und kalt aktuell werden. Harren wir noch etwas aus, nehmen wir auch den ein oder anderen wettertechnischen Rückschlag in Kauf. Aber wir wissen ja nun, dass die kalte und dunkle Zeit aus dem letzten Loch pfeift. 

 

Halleluja, pfeif schneller! 


Hier, Singles, hört mal her: 
Unser Tag ist am 14. April, da essen wir schwarze Nudeln!

Südkorea machts vor, ich mache es nach. Lest mal: 
>>In Japan beschenken am 14. Februar Frauen die Männer mit Schokolade. Auch junge Mädchen nehmen diesen Tag zum Anlass, ihren Angebeteten Schokolade zu schenken, die sie bestenfalls selbst gemacht haben. Dafür dürfen sie dann einen Monat später am White Day weiße Schokolade als Gegengeschenk erwarten.
In Südkorea gibt es zusätzlich zum Valentinstag und White Day noch den Black Day: wer am 14. Februar und am 14. März leer ausging, betrauert dies am 14. April und isst Jajangmyeon (자장면), Nudeln mit schwarzer Soße.[4]<< (Auszug von Wikipiedia).
Dass auf die Idee noch keiner in unseren Breitengeraden gekommen ist, tztztz.
Die Palette der Geschenke morgen ist ja irrsinnig weit gefächert: Das fängt an bei Schoki und Blumen und endet (wie ich selber lesen konnte die Tage) bei Antifaltencreme und abschwellendem Augengel. So gewitzt ist unser Einzelhandel mittlerweile: Warum der Ollen Schokolade schenken? Hat ja eh schon einen Po wie ein Brauereipferd! Dann doch besser einen Gutschein für „Kochen low carb“ oder eine 10-er Karte für die rechte Bahn im Schwimmbad, Rückenschwimmerspur. 
Für den Herrn darf es dieser Tage gerne ein Waxing für den Rücken sein oder ein neues Duftwasser. Der riecht ja eh schon seit 1984 wie ein Moschusochse. 
Auf was unser Einzelhandel so alles kommt, es ist erstaunlich. 
Bei all den diversen Gewinnspielen um den Valentinstag konnte ich persönlich jetzt nicht mitmachen, weil man da die Person des Herzens und der Träume markieren musste. Da ich aber niemanden aus meiner Freundesliste überfordern wollte mit meinen plötzlich aufkeimenden Gefühlen, habe ich es halt gelassen. Is nix mit Gewinnen wie dollem Schmuck oder einem 5-Gänge-Menue: Ich darf da nich mitmachen! Ja, ich fühle mich gemobbt!
Die Finnen sind cool, da macht man das mehr oder weniger anonym. Guckste: 
<<In Finnland wird der Valentinstag als „Freundschaftstag“ gefeiert, an dem man – meist anonym – denen, die man sympathisch findet, Karten schickt oder kleine Geschenke übermittelt.>> (Quelle auch wieder Wikipedia). 
Das wäre ja so meins: Dem Schwarm heimlich ne Schokolade mit ganzen Nüssen schicken. Oder 3 Dosen Bier vor die Tür stellen. Das wäre doch mal eine Nummer. Aber wir sind ja hier nicht in Finnland.
Wusstet ihr, dass zum Valentinstag 2013 Lufthansa Cargo 1000 Tonnen Rosen nach Deutschland transportierte? 1000 Tonnen! Und hier landet seit Jahren nicht mal ein Rosenblatt oder ein Rosenstil, nicht mal ne Dorne liegt in meinem Briefkasten!
Liebe verliebte Liebenden, ich wünsche Euch morgen zauberhafte Momente, ob nun mit Blumen oder Schokolade oder Dosenbier oder Perlenketten, das ist ja quasi wumpe! 
An die Singles unter uns: Morgen Abend, 20 Uhr, das gemeinsame virtuelle Kaltgetränk in Gedanken an all die, die halt morgen nicht knutschend durch die Weltgeschichte eiern. Und am 14. April dann das kollektive „schwarze Nudel-Essen“. Ich verlass mich auf euch, Freunde. ^^


Für „so was“ habe ich keine Zeit.

 

Ein Satz, der mich oftmals sehr erschreckt. Jeder von uns kennt sicherlich Menschen, die diesen Satz schon gesagt haben. Sei es wenn wir schilderten, dass wir feiern waren, stundenlang nur Musik hörten, ein gutes Buch gelesen haben usw. Wenn wir Dinge getan haben die nicht sonderlich effektiv waren, die aber für uns wichtig sind. Wichtig deshalb, weil sie für uns kleine Rettungsanker sind im Alltag.

Ich selber war mal unglaublich ordentlich. Ich habe morgens beim Zähneputzen nebenbei noch aufgeräumt. Ich konnte es nicht ertragen, wenn abends Abwasch in der Küche stand.  Dann kamen die Kinder (das Kind), wir gingen irgendwann wieder unseren Jobs nach. Die Struktur ist eine komplett andere, es ist nicht immer alles zu planen weil viel passiert, was nicht vorhersehbar war usw. Das war dann der Punkt, an dem ich mich vom meinen Erwartungen an mich selber verabschieden musste und auch wollte. Weil ich merkte, dass es mich auffressen wird und mir schadet wenn ich all meinen Pflichten hechelnd hinterher renne um jeden Preis.

 

Dann habe ich abends den Abwasch stehen lassen, die Bügelwäsche auch, und habe mir stundenlang einfach nur Musik reingepfiffen. Das hat mich dann runter geholt, das hat mich abschalten und auftanken lassen.  Ab diesem Zeitpunkt hatte ich gelernt auf mich zu hören. Und auch zu lernen, dass ich nicht nur Pflichten habe sondern auch Rechte.

 

Ich erinnere mich gerade an eine Verwandte, die im Rad der Pflichten gefangen war: Man konnte zu ihr kommen wann man wollte: Immer alles wie geleckt. Und sie war teilweise total gestresst, wenig entspannt, immer irgendwie auf dem Sprung. Das schlimme war, dass sie von Schwindelattacken, Brechanfällen, ominösen Schmerzen heimgesucht wurde. Heute weiß ich auch warum.  

 

Eine Kollegin, mit der ich vor Jahren mal telefonierte und ihr sagte, dass ich eigentlich noch die Küche wischen müsste, jetzt aber mit einer Freundin ein Bier trinken gehe, war total entsetzt über meine Aussage. „Wenn die Küche gewischt werden muss, dann hat man sie zu wischen“. Punkt. Diese Kollegin wurde in unregelmäßigen Abständen von ganz heftigen Migräneattacken heimgesucht. Heute weiß ich auch warum.

 

Ich selber bin doch der Herr bzw. die Herrin über mein Leben und über meine Zeit. Und habe zum Glück gelernt mich selber ernst zu nehmen. Und zu achten.  Würde ich heute noch so agieren wie vor 20 Jahren, dann möchte ich nicht wissen wie es mir heute ginge.  

Sicherlich nervt es mich auch ohne Ende wenn es hier aussieht wie auf einem Handgranaten-Wurfstand. Und wenn die Arbeit liegen bleibt. Aber ich weiß, dass wieder eine Phase kommt in der ich mich dem zuwende und es erledige. Aber dann, wenn ich es möchte und kann, nicht wenn es andere von mir erwarten.   

 

Es gibt da einen sehr schönen Spruch der all das relativ gut zusammen fasst:  

 

„Es gibt wichtigeres als Fenster putzen: Nämlich hinaus schauen.“  

 

Wenn ich mal an die Tür von Petrus klopfe, dann möchte ich nicht sagen müssen:  „Tach, ich war immer fleißig und ordentlich und habe all meine Pflichten zeitnah und zur vollsten Zufriedenheit meiner Mitmenschen erledigen können.“

 

Ich möchte sagen dürfen:   „Scheiße, war das geil da unten.“ ^^


Die 80er Jahre: Beste Zeit ever and ever and ever 🙂

 

Wenn ich ein Jahrzehnt nochmal erleben möchte, dann sind es die 80er Jahre. Es gab keine Zeit der ich soviel nachtrauere wie dieser Zeit. Da fanden soviel wichtige Dinge statt, da entschied sich soviel, da hab ich Dinge erlebt die mich geprägt haben. Und da war Spaß angesagt, Spaß ohne Ende. Klar, ich war Kind/Jugendliche, da hatten wir keine Verpflichtungen, da durfte man sich noch "austoben".

Mein erster Gedanke ist die Mode von damals: Pumphosen, Netzhemden, Fledermausärmel, Jeans mit Domestos gebleicht, Jeans so eng, dass es mich 1x sogar ins Krankenhaus manövrierte. Die Turnschuhe von Ad.... mit den drei weißen Streifen die man ausmalen konnte (ich glaube die hießen Allround).

Und die "Vokuhila"-Geburtstunde. Dauerwelle, blonde Strähnen, und wir Mädels wollten alle aussehen wie Sandra (Maria Magdalena *träller*).

Es gab noch Diskotheken, auch in meiner Kleinstadt, und man traf sich dort, tanzte, lästerte, verliebte sich, trank das erste Bier und so, kotzte das erste mal von dem Bier und so.

Da gabs noch nicht diesen Schiss mit Beine rasieren, Augenbrauen zupfen, Nägel machen in so einem Nagelstudio, Wimpern färben, etc. Da sahen wir so aus wie wir aussahen. Und selbst mit Haaren an den Beinen verliebten sich die Typen in uns.

Die Samstag Abende in den 80er Jahren fand ich immer so gemütlich: Da saß die ganze Familie im Wohnzimmer, es lief "Dalli Dalli", "Der große Preis", "Schwarzwaldklinik", "Am laufenden Band" "Die Wiechers von nebenan" etc., da gabs dann mal Chips und Schokolade, für die Erwachsenen Eierlikör, und keiner jummelte am PC rum oder haute dauernd auf die Tastatur vom Handy. Da hatten wir noch ein grünes Telefon mit Wählscheibe und Schnur in der Wand.

In den 80ern machten wir unsere Hausaufgaben ausschließlich in Heften, also auf Papier, und mussten uns Informationen aus Lexikas herausschreiben.

Verabreden ging nur mündlich oder mit dem grünen Telefon.

In den 80ern konnten wir noch bei Dunkelheit nach Hause gehen ohne dass unsere Eltern Angst haben mussten vor üblen Gestalten.

Das war die Zeit wo wir uns noch Liebesbriefe schrieben, so echt auf Papier und mit Füller, mit einem Schuß unseres Lieblingsparfüms (My Melodie, Jovan Musk Oil) und dann diese sausüßen heimlichen Nachrichten:

"Willst Du mit mir gehen?" °Ja °Nein °Vielleicht.

Das war für mich überhaupt die Zeit der ersten großen Liebe, und das war ein Meilenstein.

Da waren unsere Mütter größtenteils zu Hause und für uns da, während unsere Väter arbeiten gingen. Da hatten die wenigsten viel über, aber die meisten kamen damit gut über die Runden.

Die Musik war ein totales Durcheinander und nicht selten ein Wagnis.

"Da Da Da" von Trio hat sich mir heute songtechnisch noch nicht erschlossen, Madonna begann ihre Provokation, und Leute wie Ann Clarke oder Pulsstar lassen noch heute mein Herz höher schlagen. Meine totale 80er Jahre Hymne ist "Take on me" von Aha. Die neue Deutsche Welle setze einen akkuraten Meilenstein, und wir feiern auch heute noch danach.

Da gab es noch kein HartzIV, da hatte man für 20 Mark den Einkaufswagen im Discounter halbvoll, da haben wir Dinge wie Raider oder Banjo noch mit Genuß gegessen, gab es ja nicht so oft. Da haben wir die Schleckmuscheln ausgeleckt, uns Zeug in Mund gekippt was geknallt hat und fast die Füllungen aus den hinteren Backenzähnen riß. Da tranken wir Quensch und so ein Kram, bei blasser Gesichtfarbe gabs ne Pulle Rotbäckchen, bei Unwohlsein Lebertran, und wir brauchten noch die vorgedruckten Krankenscheine die man sich aus so nem Heft reissen und selber ausfüllen musste wenn wir krank waren und zum Arzt mussten.

Da fuhren die Busse aus den Dörfern in die Stadt und umgekehrt in einem viel engmaschigeren Intervall wie heute. Da sind wir mit der ganzen Familie in die nächste Großstadt gefahren wenn neue Klamotten gebraucht wurden, Internet gab es ja noch nicht. Ich kam damals nicht über die Rolltreppen hinweg, das war für mich Zauberei.

Ich liebe die 80er Jahre, es war eine so wundervolle Zeit. Und ich würde mir wünschen mein Sohn dürfte 1 Woche der 80er erleben dürfen.


Es besteht Handlungsbedarf, lieber gestern als heute.

Als ich in einem Gottesdienst für Retter und Helfer(innen) saß vor langer Zeit, saß neben mir ein Feuerwehrmann den ich kannte. Wir unterhielten uns, die Zeit dafür war noch. Wir kamen beide auf das Thema, ob wir im Fall der Alarmierung unseren Arbeitsplatz verlassen dürfen. Ich dürfte gehen, muss die Zeit aber nacharbeiten (mag sein dass sich diese Regelung noch zu meinen Gunsten ändert). Der Feuerwehrmann darf es nicht, er darf nicht in den Einsatz gehen. Ich denke da ist er keine Ausnahme.

 

Wie ihr wisst trug auch in in meiner Freizeit eine Uniform, beschäftige mich auch mit vielen Dingen in und um das Ehrenamt. Daher weiß ich auch, dass ganz dringend Frauen und Männer gesucht werden, die Lust haben aktiv Feuerwehren, Rettungsdienste und andere Hilfsorganisationen zu unterstützen. Der Nachwuchs fehlt, Unterstützung fehlt, Kameradinnen und Kameraden fehlen. Das heißt unterm Strich für uns alle, dass die schnelle Hilfe, egal in welcher Form, gefährdet ist. Wenn niemand da ist der Zeit und Lust darauf hat, dann hat das zur Konsequenz, dass Hilfe entweder spät kommt, und im schlimmsten Fall (ich dramatisiere jetzt mal) gar keine! Das ist die eine Seite der Medaille.

 

Die andere ist die, dass diejenigen die aktiv dabei sind, nicht mit ausrücken dürfen/können, und somit die Zahl der Helferinnen und Helfer im Ernstfall nochmal verringert ist.

 

Dass es sich kleine Betriebe nicht leisten können auf einen oder mehrere Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter zu verzichten, von jetzt auf gleich, vielleicht auch über Stunden, ist mir klar und verständlich.

Wie mir der Feuerwehrmann weiter berichtete, war er an einem Wochenende bei einem Fabrikbrand irrsinnig lange im Einsatz. Das zerrt an den Kräften und auch an den Nerven. Aber der Wecker klingelt unbarmherzig am nächsten Tag,  genau wie vielleicht auch der Melder.  

 

Ich bin der Meinung, dass da eine Regelung getroffen werden sollte und langsam aber sicher auch muss. Dass in Zeiten wo fast eine „Unterbesetzung“ herrscht, auch die Arbeitgeber ein wenig mehr Verständnis aufbringen sollten, um so die wichtige ehrenamtliche Arbeit weiter am laufen zu halten. Um so dafür zu sorgen, dass im Notfall schnelle und qualifizierte Hilfe da geleistet werden kann, wo die Hilfe gerade dringend gebraucht wird. Und sei es nur mit einer Absprache, dass jemand der über Stunden bis spät in die Nacht im Einsatz war, etwas später zur Arbeit erscheinen darf. Dafür aber ausgeruht und konzentriert. Es kann doch nicht sein, dass sich Situationen zuspitzen, dramatisch werden oder gar übel enden, weil die Leute nicht ausrücken durften. Es hätte schneller geholfen werden können, wären mehr Helferinnen und Helfer am Ort des Geschehens gewesen. Heutzutage wird teilweise so oft nachalamiert, da kann ich mir dann schon immer denken, dass händeringend noch auf Kameradinnen/Kameraden gewartet wird, die aber nicht kommen dürfen/können.

 

Das geht uns doch alle an! Wenn ich mir vorstelle, dass ich in einer Notlage bin und da kommt keiner oder sehr spät etc., dann bekomme ich echt Panik.

Da ist auch unsere Politik gefragt, da sollte in Zeiten des Mitgliedermangels eine Regelung gefunden werden die auch die Arbeitgeber akzeptieren können.

 

Die andere Geschichte ist die, dass diejenigen, die ein Ehrenamt ausüben oder sich dafür interessieren, die ihre Zeit, ihre körperlichen und nicht selten auch ihre seelischen Ressourcen zur Verfügung stellen, egal wann und egal wo, vielleicht dadurch Anerkennung erhalten indem die Kommunen für steigende Zahlen im ehrenamtlichen Bereich sorgen wenn die Retter und Helfer Vergünstigungen bekommen. Das wird ja schon diskutiert und teilweise umgesetzt. Eine kleine Mitgliedskarte in der Brieftasche die mir ermöglicht das Kino, das Freibad oder was auch immer etwas günstiger besuchen zu können. Es geht hier nicht um mich persönlich, es geht darum Leute zu finden die nachrücken, die unser aller Sicherheit mittragen im Notfall. Es muss ein Anreiz her dass es sich lohnt. Ein Anreiz der den Leuten sagt: „Was ihr macht ist klasse, wir schätzen das, wir unterstützen das, wir brauchen Euch.“

 

Ich kenne Menschen die sich für ihr Hobby „Ehrenamt“ den A.... aufreißen, hochqualifizierte Leute vor denen ich jeden Tag den Hut ziehe, und für dessen Engagement ich dankbar bin, wo ich weiß die können was, die schaffen was. Die bekommen teilweise nicht nur keinen Appel und nen Ei, die bekommen teilweise nicht mal ein simples Dankeschön.

 

In diesem Land wird für soviel Schwachsinn Geld verpulvert, dann sollte die Politik jetzt langsam aber sicher mal reagieren und sich dem Thema zuwenden.

 

Es besteht Handlungsbedarf, lieber gestern als heute.


Heute schon ein Kompliment gemacht?

Ich persönlich tu mich schwer mit Komplimenten. Aber das geht wohl vielen Frauen so. Anstatt sich zu freuen und einfach nur ein „Danke“ zu erwidern, erklären wir Mädels uns dann gerne, bzw. versuchen wir dieses Kompliment zu entkräften mit Aussagen wie „ich sehe doch heute aber so schrecklich aus“ etc. 

Wenn mir jemand ein Kompliment macht bezüglich eines Bildes von mir, dann brabbel ich immer gleich los: 

„Hier, hab ich bearbeitet, so sehe ich auch nicht jeden Tag aus“, oder

„Ja, bin heute geschminkt“ oder

„“Hab mir beim föhnen heute extra viel Mühe gegeben.“

Das juckt den anderen doch gar nicht. 

Da möchte jemand etwas Nettes sagen, und wir quatschen eine Oper.

Ich jedenfalls werde bei Komplimenten rot wie ein Feuermelder. Und werde misstrauisch. Gerade dann, wenn das Kompliment von einem Mann kommt. Gedanken wie: 

„Der will Dich doch nur vernaschen, der Sausack“ gehen mir dann durch den Kopf. 

Wobei ich bei Sätzen wie „Tat es weh, als Du vom Himmel gefallen bist?“ und diesem ganze Rotz total genervt bin. Bei der Art von Kompliment weiß man eigentlich weiß wo der Frosch die Locken hat, oder? 

Komplimente machen fällt mir hingegen leichter. Es gibt viele Menschen die nicht nur ein hübsches Äußeres haben, sondern einen tollen Charakter. Oder die lobenswerte Sachen machen. Wenn ich der Meinung bin diesen Leuten das sagen zu wollen, mache ich das auch. Ein Kompliment kostet nichts und tut gut. 

Das schönste Kompliment bekam ich Ende letzten Jahres, als ich nach langer Krankheit wieder in der Klinik war. Ich sprach mit einer Kollegin im Arztsekretariat, und plötzlich geht die Tür vom Chefarzt auf. 

Er fragte mich: „Wissen Sie woran ich merke, dass Sie wieder da sind? Hier wird wieder ganz viel gelacht.“

Ja, das ging runter wie Öl. 

Tja Leute, dann überlegt heute doch mal wem ihr mal ein nettes Kompliment machen könnt. Das muss aber auch von Herzen kommen und ehrlich sein. 

Heutzutage sind wir oft so veranlagt, dass wir lieber losschimpfen, kritisieren und keifern wie die Nattern. Gerade im www. Dabei wäre es doch viel schöner, wenn man sich nur Nettigkeiten sagt, und auf alles andere nicht reagiert. Versuche ich heute mal. 

Ach übrigens: Ihr seht alle toll aus und ihr seid eh die besten Leser(innen). Ihr scharfen Geschosse. ;-)


Mütterforen: Der Wahnsinn des schriftlichen Austausches.

Durch Zufall bin ich bei facebook in einem Mutterforum gelandet. Und kam aus dem staunen nicht mehr raus. Da werden von schwangeren Damen und auch Jungmuttis diverse Dinge ausdiskutiert, welche mit unserem Nachwuchs zusammenhängen. Und bei Gott: Ich bin froh, dass es das vor 19 Jahren noch nicht gab!

Da gibt es Beiträge und Kommentare bei denen ich mich ernsthaft frage ob es gut ist, dass sich bestimmte Menschen fortpflanzen. Bzw. frage ich mich auch, ob einige der Mamas per Flugspermien befruchtet wurden. Weil man sich beim mitlesen so denkt, dass die Ladies selbst den Akt der Fortpflanzung nicht geregelt kriegen. Sorry.  

Eine Frage hat mich mal total fasziniert: Was schenkt man einem 2- oder 3-jährigem Kind zum Einstand in den Kindergarten? Junge, da ging die Post ab! Was kam da alles auf den Tisch, unglaublich. Mein „Kurzer“ hat gar nichts bekommen, bis auf eine bunte Kindergartentasche, eine noch buntere Brotdose und noch viiiiiiiiel buntere Gummistiefel und Matschhosen und Regenjacken und so. Hier gab es auch keine „Kindergarten-Einstandsparty“, der ging dort einfach hin und gut. Natürlich war das ein aufregender Tag, ich weiß heute nicht wer mehr heulte: Er oder ich.  

Beim mitlesen war auch auffallend, dass um viele normale Dinge ein Mordshype gemacht wird. Kindergeburtstage z. B. Als ich Kind war, haben wir Mehlschneiden gespielt, Topfschlagen etc. Da bekam jedes Kind zum Schluss eine kleine Tüte mit etwas Süßem drin, oder einem Stift usw.  

Da musst Du heute keinem mehr mit kommen wie ich lesen durfte. Da werden Schwimmbäder gemietet, da wird in Kinderstädte gefahren, Kegeln, Bowlen mit anschließendem Essen in der Lokalität und was weiß ich. Da wird sich wochenlang auf den Geburtstag eines 4-jährigen versteift. Ich warte noch drauf, dass es bald „Birthdayplaner“ für 5-jährige gibt. Einschulungen werden zelebriert wie eine Konfirmation. Im Trend gerade Übernachtungsparties. Da hat man die Kinder dann alle bis zum nächsten Tag in der Bude. 

Ich bin kein Spielverderber, für unseren Nachwuchs ist das alles bestimmt toll und eine schöne Erinnerung. Aber wann ist das Ende der Fahnenstange erreicht? Hier wurden die Geburtstage vom Kurzen relativ normal gefeiert. Ein Grund war auch der, dass ich gar nicht die finanziellen Mittel hatte es derart eskalieren zu lassen. Und auch nicht die Mithilfe. Hier war schon relativ früh kein Dreibein mehr zugegen. Mich hat dieses „höher, besser, teurer, aufregender“ auch etwas unter Druck gesetzt.  

Weiter geht es mit der frühkindlichen Förderung: Bei uns hieß es Kinderturnen. Punkt. Da lockst Du heute keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Nee. Es muss musikalische Frühförderung sein. Ein 3-jähriger zupft an einem Cello rum, lernt zwei Fremdsprachen so übertrieben betrachtet. Das ist alles gut und wichtig für später. Ach so. Ich war nur beim Kinderturnen bei Frau Korte. Habe aber einen Schulabschluss, eine abgeschlossene Ausbildung, kann mir ein Brot schmieren und komme auch sonst durchs Leben.  

Zu meiner Schulzeit fuhren wir alle mit dem Bus. Das war das Gesetz. Heute werden viele Kinder, trotz dass ein Bus vor der Tür hält, von Mama oder Papa gefahren. Da hatten meine Eltern keine Zeit für, und die hätten mir auch einen Vogel gezeigt wenn ich darum gebeten hätte. Ich hatte ebenfalls keine Zeit mein Kind regelmäßig zu chauffieren. Weil ich arbeiten ging schon relativ früh.

Wir wundern uns oft, warum unsere Kinder so verweichlicht sind, ständig Ansprüche stellen, teilweise Probleme haben im ihrem Leben. Dabei sind wir Eltern es, die sie teilweise unrealistisch durchs Leben begleiten. Den Schuh ziehe sogar ich mir an.  Früher war nicht alles besser, nein, aber wir waren doch einen Ticken härter.  Wenn ich in den Foren mitlese, weiß ich auch warum.^^

Anmerkung: Der Fratz auf dem unscharfen Bild da oben, das bin ich :D

 


Für den 1. Eindruck gibt es keine 2. Chance … heißt es.

Ich kann Leute sehen und in den ersten 5 Sekunden entscheiden, dass ich sie Sch….e finde. Bzw. entscheide ich das nicht, das meldet mir mein Hirn und auch meine Körpersprache.  

Ich kann auch Leute sehen und in den ersten 5 Sekunden entscheiden, dass ich diesen liebend gerne auf den Arm springen möchte und gestreichelt werden will. Das meldet mir auch mein Hirn und meine Körpersprache.  

Dass man eine Abneigung oder ein Gefühl der Sympathie empfinden kann ohne mit diesem Menschen ein Wort gewechselt zu haben, finde ich unglaublich interessant. Oft spüren wir einer fremden Person gegenüber sofort das Gefühl „wir sind auf einem Nenner“, oder aber auch „sprich mich bloß nicht an.“

Ich denke mal, es hat mit der Ausstrahlung zu tun. Vielleicht auch mit der Mimik. Und mit der Körperhaltung und -sprache. Mit der Stimme auch.  

Bei ca. 90% dieser Menschen bleibt das Phänomen ein Leben lang.

Bei den anderen 10% schwenke ich aber irgendwann um. Meist dann, wenn ich diese Person auf einer bislang unbekannten Ebene kennenlerne.  

Zugegebenermaßen spielen auch die sozialen Netzwerke bei mir eine Rolle.  

Der Spruch „ich kann die oder den nicht riechen“, hat durchaus seine Daseinsberechtigung. Es läßt sich fortsetzen mit „ich kann die oder den nicht mehr sehen“ oder „ich kann die oder den nicht labern hören oder schreiben sehen“.  

So geht es sicherlich anderen Menschen mit meiner Person auch.  

Das ist alles kein Problem, wenn es im privaten Bereich ist. Da kann man sich aus dem Weg gehen, man muss nicht miteinander reden. Zur Not kann und darf es man der Person auch sagen oder es diese spüren lassen.  

Aber beruflich ist es ganz schlimm und schwierig. Mir kommt jetzt gerade eine Person in den Sinn, deren Stimme ich schon nicht ertragen kann. Da muss man sich dann allerdings, der Professionalität zuliebe, am Riemen reißen. Gute Miene zu bösem Spiel quasi.  

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Ausstrahlung auf uns und unsere Ausstrahlung auf andere entscheidet binnen Sekunden, welches der 1. Eindruck ist. Und der bleibt auch meist bestehen. 

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Wasserwelle und Strickjacke

Wenn ich viel Zeit habe (so 2x die Woche), beobachte ich total gerne Menschen beim Einkaufen. Zum einen was sie kaufen und zum zweiten wie sie kaufen. Momentan auf meiner Hitliste ganz oben:

Ehepaare, so zwischen 65 und 75 Jahre alt, gut situiert, und schon total lange verheiratet. Irgendwie sieht man denen das an, die kommunizieren schweigend. Sie schick angezogen, Wasserwelle, Seidenbluse, Perlenkette, Jeanshose mit Gummibund oben und Bügelfalte vorne. Er Strickjacke, Polohemd, Flanellhose, hochwertige Sandalen. Sie gibt ihm schweigend den Autoschlüssel, er gibt ihr schweigend den Einkaufszettel. Sie geht rechts, er links, sie geht zielstrebig, er schlendert und schaut sehr viel. Er grüßt, in dem er den Zeigefinger nach oben hebt und nickt, sie schaut hoch und lächelt kurz. Das Lächeln ist sehr kurz, die Wasserwelle verschwindet wieder mit dem Kopp in der Wursttheke. So, der Fall der Eskalation: Eine 18-jährige im Minirock, total cellulitefrei, Körbchengröße C, enges T-Shirt mit V-Ausschnitt, und die ist ca. 165 cm groß und muss sich in die Tiefkühltheke beugen. Holla, die Strickjacke verläßt seine Route, geht Richtung 18-jährige, kramt mit der linken Hand im Streichkäse, Augen aber auf die 18-jährige. Wasserwelle ruft:

"Wilhelm, Gouda oder Emmenthaler?"

Strickjacke antwortet:

"Hab ich Dir vorhin gegeben."

Wasserwelle kommt mit dem Kopp aus der Wursttheke und spricht Strickjacke mit Blickkontakt an, bevor ihr Blick auf der 18-jährigen hängen bleibt. Blick wieder auf die Strickjacke, und das total vernichtend. Eine weitere Strickjacke im Anmarsch, die die erste Strickjacke anschaut, dann die 18-jährige anschaut, dann wieder die erste Strickjacke anschaut und grinst. Ja, die zwei verstehen sich ohne Worte und ohne dass sie sich kennen. Wasserwelle 2 und Wasserwelle 1 kramen total brastig im Gouda. Ich positioniere mich hinter den zwei Strickjacken und Wasserwellen an der Kasse, weil ich gerne hinter beiden auf den Parkplatz gehen möchte. Das dauert noch etwas, beide Wasserwellen verlieren nicht die Beherrschung und kaufen weiter ein. An der Kasse: Die beiden Strickjacken räumen aufs Band, die beiden Strickjacken bezahlen, die Wasserwellen stehen wie Offiziere daneben und kontrollieren alles. Kontrolle des Kassenzettels und raus ins Auto. Die Strickjacken räumen ein, die Wasserwellen sitzen im Auto und streichen sich die Blusen glatt. Die Strickjacken steigen ein, Tür zu, und dann seh ich nur noch an der Mimik der Gesichter und Münder der Wasserwellen, dass die sich gerade entladen. Die Strickjacken verziehen keine Mine, fahren vom Parkplatz, werfen aber noch schnell einen verschmitzen Blick auf die 18-jährige, der gerade der Einkaufswagen-Chip auf den Asphalt fiel und die sich runterbeugt. Die Wasserwellen tillen jetzt, jetzt tillen sie komplett. ^^

(Ich setze mal voraus dass ihr wisst das ich spaße und nicht diskriminiere, da ich selber einen Vater habe der schon etwas älter ist). ^^


Für Eltern bleibst Du immer Kind

Für Eltern bleibst Du immer irgendwie ein kleines Kind, egal wie alt Du bist, egal ob Du selber schon Mutter oder Vater bist, egal wie lange Du schon alleine klar kommst. Wenn ich meinen Vater besuchen möchte, werfe ich mir vorher homöopathische Beruhigungsglobuli ein, weil ich nach 10 Minuten fix und fertig bin. Es geht los nach dem Klingeln:

"Kolumne, mach die Tür zu."

Als ob ich mit meinem Sohn in nem Wigwam lebe und wir ne Grasmatte aufschließen wenn wir nach Hause kommen. Weiter gehts:

"Was hastn da wieder an?"

Das ist bei ihm immer alles zu dünn, zu dick, zu bunt, zu kurz, zu flippig, zu durchsichtig etc."Na Kolumne, wieder was Neues gekauft? Das Geld muss bei Dir ja jungen." Ich bekomme für meine Arbeit Geld, keine Naturalien, und auch bei mir geht mal ne Hose oder nen Shirt kaputt, das gilt auch für den Kurzen. Hätten wir das auch. Der Gang ins Bad:

"Kolumne und Kind von Kolumne, spült bitte hinterher, Handtuch wieder aufhängen und nicht die Flüßigseife ins Waschbecken laufen lassen, kostet alles Geld und ich will nicht hinter Euch herräumen."

Ich hab manchmal Angst der weiß wieviel Blätter noch auf der Klopapierrolle waren, der Kurze und ich halten oft auf. Weiter gehts:

"Und? Arbeit? Biste da noch? Sieh mal zu dass Du da bleibst, sieh zu dass Du da bleibst."

Ja Papa, ich bleibe da. Der Kurze bleibt da auch, wir bleiben alle wo wir sind. "Und Wohnung? Alles gut da? Also ich kann nicht verstehen wie man da wohnen kann, hättest hier bleiben sollen."

Ja, äh nee, nicht hierbleiben, alles total easy da jetzt, und ich sehe ganz viel Wald wenn ich auf dem Balkon stehe und so.

"Willste was mitessen? Ich hab ja nix, esst mal was mit."

Und das ist immer der Höhepunkt, der Auslöser meine Migräne und der Grund für 2 Kippen hintereinander:

"Kolumne, mach mal mehr Butter drauf. Kolumnenkind, nicht soviel Leberwurst und hör auf das Messer abzulecken. Kolumne, mach noch ne Scheibe Wurst drauf, siehst schlecht aus. Kolumnenkind, nicht die Gurken aufmachen, Oppa ißt die so gerne. Kolumne, willste Dir ne Bregenwurst mitnehmen? Kolumnenkind, da liegen noch zwei Bollchen, steck die mal ein."

Und dann die Frage der Fragen:

"Biste noch alleine?"

Jetzt kommt Kolumnenkind zum Einsatz:

"Nee Opa, ... war gestern da, und vorgestern, und als ich am Wochenende weg war, auch. Mama wäscht seine Sachen mit und der küsst die immer."

Boah, ich hab dem 3 Euro gegeben dass er das NICHT sagt. Mein Vater wieder:

"Ob das dass richtige ist? Also irgendwie mag ich den ja, aber viel halten tu ich nix von. Der will sich bestimmt nur ein paar schöne Stunden machen."

Kolumnenkind setzt wieder an und ich bremse ihn aus:

"Ein Wort und ich gebe Dich zur Adoption frei, Freundchen!!!"

Da grinsen Opa und Kolumnenkind, da halten se zusammen. Wieder zu Hause schlafe ich im Sitzen auf dem Sofa ein, mit Schuhe an, und der Opa ruft nochmal an: Die Bollchen haben wir vergessen, auf dem Schuhschrank. Das nächstemal gibt es keine mehr, so! ^^


Is glatt, gell?

Als gestern die ersten Unwetterwarnungen wegen Eisregen die Runde machten, war ich noch relativ unbeeindruckt.  

Als dann vermehrt Streufahrzeuge on the road gingen, änderte sich das etwas.  

Als ich dann noch durch das geöffnete Küchenfenster hörte wie ein Nachbar zu jemandem sagte: „Fahr vorsichtig, es ist arschglatt“, war ich dann beeindruckt.  

Ich war nämlich noch nicht Einkaufen!  

Hilft ja alles nix, ich musste noch los. Den Gang von der Haustür zum Auto vollzog ich im „Pinguin-Gang“. So watschelte ich zu meinen total zugefrorenen PKW. Das saß bombenfest das Zeug. Mein kleiner Plastikeiskratzer kam an seine Grenzen, ich allerdings auch. Kaum hatte ich das Zeug runter, gefror der Regen schon wieder auf den Scheiben.  

So stieg ich zitternd in meinen Wagen und machte mich auf den Weg, natürlich total langsam. Bauchweh machte mir die Ampel bergab. Wenn die jetzt auf rot umspringt und ich muss bremsen, kachel ich bestimmt in die Tankstelle. Die Ampel blieb aber grün, freie Fahrt für das rote Flirtmobil.    

Beim Discounter angekommen, wollte ich auf dem Parkplatz dezent einparken. Ich hab nur gelenkt und etwas gebremst … Schwupps, rutschte der Wagen in die Parklücke. Besser gesagt in 2 Parklücken. Spiegelglatt war es. Eine Kundin rutschte, sich am Einkaufswagen festhaltend, zu ihrem PKW, ich rutschte ohne Einkaufswagen zu den Einkaufswagen. Die Dinger vermitteln echt ein Gefühl von Sicherheit wenn man sich daran festhalten kann.  

Es kam ein Streifenwagen, ich schaute hinterher wie dieser wohl einparkt. Hihi, genau wie ich, die zwei Herren schlitterten ebenfalls in ihre Lücke(n).

Einkauf vollzogen, noch schnell eine Verkäuferin beruhigt die eine etwas weitere Fahrt vor sich hatte (eigentlich der Brüller, dass ich dann etwas positives, aufmunterndes sage), und am Einkaufswagen festkrallend zum Auto. Kofferraumklappe auf, Einkäufe rein und plötzlich knallt volles Pfund etwas auf meinen Hinterkopf. Ich sah kurz Sterne. Kofferraumklappe kaputt, sie traf mich volles Brett am Schädel. Schnell an den Kopf getastet und gedacht: „Jetzt bitte keine Platzwunde, musst Du noch nach Göttingen zum nähen fahren.“ War aber alles okay, es bildete sich ein dezentes Horn unter meinem Haupthaar.  

Das nächste Auto kam, und ich wollte wissen wie er so in die Lücke kommt: Der gute Mann bremste, es tat sich aber nichts, und so rutschte er volles Rohr vorne gegen die Kante. Wie ein Autoscooter. Da musste ich schon grinsen. Die Türen gingen auf, und ihr, der Beifahrerin, zog es die Füße weg. Woraufhin er, der Fahrer, einen Lachkrampf bekam.  

Das nächste Auto kam, die fuhren recht gut in die Lücke. Einer stieg aus, nahm sich einen Einkaufswagen, und cruiste damit 3 Minuten über den Parkplatz. Wie Katarina Witt, nur ohne Schlittschuhe. Und der gute Mann (ich glaube es war ein Chinese) hatte soviel Freude im Po, dass ich mir seine Kür bis zum Schluss mit ansehen musste. Wir mussten beide lachen als er bemerkte, dass ich ganz fasziniert zusah.  

Wieder rein in die Karre, und langsam nach Hause. Als ich auf eine Kreuzung zufuhr, dachte ich an meinen Vater der immer sagte: „Wenn es glatt ist, brems mit der Motorbremse, also schalte einen Gang runter.“

Das hab ich auch gemacht, vom 3. in den 1. Gang. Meine Stirn hätte fast die Windschutzscheibe geknutscht, so einen Ruck gab das.  

Letzte Herausforderung: Die leichte Steigung bis nach Hause. Wenn es glatt ist, bricht da immer Chaos aus. Und hinter mir war ein anderes Fahrzeug! Mit beiden Händen das Lenkrad umklammert, noch schnell den Mantel glatt gestrichen und Attacke den Berg hoch.  Mit einer Körperspannung, wie es diese nur beim Leistungsturnen gibt. 

Ging alles gut, ich kam sicher und ohne Blechschaden zu Hause an. Halt nur mit einer Beule in Fontanellennähe. So eine ganz beschissene Autofahrerin bin ich dann wohl doch nicht. ^^


Kamikaze-Schneeflocken

Unsere Medien und auch Wetterseiten überschlagen sich dieser Tage ja mit hochdramatischen Wettervorhersagen. Der Winter ist da, und beinahe täglich lese ich Unwetterwarnungen. Sind wir so verweichlicht, dass man uns vor dem Winter warnen muss? Ist der Mensch nicht mehr in der Lage aus dem Fenster zu sehen bzw. vor die Tür zu gehen um zu bemerken, dass es schneit und arschkalt ist? Können wir nicht das Risiko „Glätte“ im Winter einkalkulieren und 15 Minuten eher aus dem Bette hüppen, um pünktlich bei der Arbeit/Terminen zu erscheinen?

 

Schockfrosting, das war mein heutiges Wort. Schockfrosting!

Bekannte von mir leben in Kanada, die hatten vor Kurzem Schockfrosting, nämlich -40°.

 

Solche Horror-Wettermeldungen werden gerne über die privaten Seiten geteilt, und keiner macht sich die Mühe mal zu schauen, wo es denn die nächsten Tage schnatterkalt wird. In meiner Region jedenfalls nicht. Wir erreichen hier -11° und am Sonntag sind wir wieder im Plusbereich. München rutscht am Samstag in der Nacht auf -15° runter, da ist es tagsüber so kalt wie hier in der Nacht.

 

Falls hier Jugendliche mitlesen:

Es gab eine Zeit ohne Internet und Facebook, Twitter, Whatsapp und Co. Da gab es auch schon Winter, eine Tageszeitung, einen Fernseher und ein Telefon.

Wenn es schneite, sahen wir das durch die Fenster, oder bekamen es mit weil wir eh draußen waren. Durch die Tagesschau erfuhren unsere Eltern, ob es am nächsten Tag schneit. Oder durch die Zeitung (wenn man denn eine abonniert hatte). Wir bekamen als Kinder eine Mütze auf, Handschuhe (ohne Touchscreenfunktion, für was denn auch in den 80ern, Hahaha) einen Schal, und etwas Fettcreme ins Gesicht geschmiert.

Wenn der Dorfbus nicht fuhr weil es zu gefährlich war, gab es eine Telefonkette. Da rief Mutter A Mutter B an, Mutter B dann Mutter C, und sagte einfach nur, dass der Schulbus nicht fährt.

 

Unsere Eltern standen früh auf und schoben den Schnee vom Gehweg, das oft stundenlang und immer wieder. Abends gerne noch ne Runde, alles für die Sicherheit der Nachbarn (auch für die, die echt Kacke waren).

Wir bekamen keine homöopathischen Globuli in den Hals geschoben und es lag auch keine Pille auf dem Nachtschrank, die uns über Nacht von einer fiesen Erkältung befreite. Wir mussten Tee trinken und ab in die Molle.

 

Wo wir im Winter waren wenn es schneite? Mit dem Holzschlitten auf den Wiesen der Bauern, und mit Schmackes den Berg runter. Und wieder rauf und wieder runter. Plastiktüten gingen auch. Oder LKW-Reifen. Wir saßen nicht vor dem Rechner oder Smartphone und ließen uns Angst einreden weil der Winter kam, wir genossen es einfach.

Wenn es glatt war, blieb das Auto der Eltern stehen. Man ging zu Fuß zum Einkauf oder gar nicht, die Tiefkühltruhe war eigentlich immer voll.

Wenn 30 km weiter ein Unfall passierte, konnten wir das nicht in der Tageszeitung lesen. Zum Glück! Bilder gabs auch nicht.

 

Wir konnte auch keine Fotos machen, aus dem Klofenster aufgenommen, wenn 3 Flocken Schnee auf die Erde flogen. Wir haben einfach nur gepullert, und das sogar im Winter. Auch wenn der Schnee höher lag als wir darüber schauen konnten.

Wir sahen auch keine Videos von einem „Schneesturm“ wo ich beim Betrachten des Videos gestern dachte, dass der Hund vom Nachbar mehr Sturm macht, wenn er hier auf dem Parkplatz auf einen Schneehaufen furzt.

 

Winter war Winter und Schnee war Schnee: Aus die Maus.

 

Schockfrosting, ich komme da noch immer nicht drüber weg.

 

Fröhliches durchdrehen allerseits. ^^


Einen Haken machen hinter 2016.

 

Seid ihr auch gedanklich dabei, das bald ausklingende Jahr zu analysieren? Ein Fazit zu ziehen? Abwägen, was positiv lief und was in die Hose ging?

Ich habe vorhin auf der Seite von Sascha Milk eine tolle Zusammenfassung seines Rèsumès gelesen. Und wurde inspiriert, es ihm gleichzutun. Schaut hier: https://www.facebook.com/carlos.mil…

Die negativen Dinge verbuche ich unter Erfahrung, bzw. wandel ich sie um in das daraus resultierende positive: 

Mein Casting war nicht erfolgreich, aber ich war dabei.

Eine Anfrage eines großen TV-Senders brachte mich nicht weiter, aber ich wurde angesprochen, meine Arbeit scheint gestreut zu haben.

Beruflich hat es eine harte Durststrecke gegeben die mich an meine Grenzen brachte, mir aber meinen alten Job zurück gab. Ich bin so froh darüber und weiß erst jetzt zu schätzen, dass der alte Job der richtige Job ist. 

Mein Auto ist in der Schrottpresse, aber 4 Jungs haben einen schweren Unfall fast unbeschadet überstanden, auch mein Sohn. 

Ein weniger schönes Anschreiben hat sich anscheinend auch erledigt, Gerechtigkeit scheint noch zu herrschen. 

Ich habe 2016 viele neue Leute kennengelernt, tolle neue Leute. 

Es gab auch Revivals zu Freunden, zu denen ich lange keinen Kontakt mehr hatte. Mona T.., Du fällst mir gerade ein.

Mit wurden Chancen geboten, wie das Angebot von Martin Zuelle und Lauenförde aktuell. 

Zwei meiner Geschichten haben es tatsächlich in ein Buch geschafft, mehr dazu später. 

Ich bekam eine Einladung als Zuschauergast in einer TV-Show, musste das aber auf das nächste Jahr verschieben und freue mich jetzt schon drauf (Der Herr Jauch ist da auch, hihi).

Ich bin gesund, meine Familie ist gesund. Das ist das höchste Gut auf Erden. 

Einige meiner Freunde müssen gerade kämpfen um ihre Gesundheit. Aber diese sind so stark, dass ich an einem guten Ausgang nicht zweifeln muss. 

Gruß an Sonja S. an dieser Stelle (Du bist nicht nur Frau des Jahres 2015, sondern auch Frau des Jahres 2016). 

Und Gruß an Andrea D.,  wie Du Deinen Weg gegangen bist ohne zu klagen, aber mit Kampfeswille im Gepäck, hat mich schwer beeindruckt. 

2 Meter neben mir trommelte gerade ein “Dreibein” auf seinem Schlagzeug. Dieser Mann war ab dem Sommer ein toller Kumpel, oft eine Stütze, er brachte mich zum lachen. Jemand der mir das Gefühl gab und gibt, bedingungslos für mich da zu sein. Ohne Überschrift und ohne großes Larifari. Auch das tat und tut unendlich gut. 

Betrachtet mal euer Jahr, und zieht das positive aus dem negativen. Manchmal erschließt sich das nicht sofort, aber irgendwann.  


Wenn ein(e) Musiker(in) geht, hinterlässt sie/er uns so viele musikalische Erinnerungen.

 

Ich musste vorhin darüber nachdenken wie bizarr es doch ist, dass „Last Christmas“ bezüglich des Todes von Georg Michael nun eine zweite Nuance bekommt, wenn auch eine recht traurige. Ein Klassiker der populärsten Weihnachtsmusik, seit 1984 uns allen mehr als bekannt, erhält nun einen bitteren Beigeschmack.  

Georg Michael bzw. Wham sind für mich aus den 80er nicht wegzudenken. Genau wie Prince und David Bowie hat auch Georg Michael mit seiner Musik meine Ära der 80er Jahre begleitet. Ich habe keine LP von ihm, keine CD. Ich habe auch kein Konzert von ihm besucht. Ich war kein Hardcore-Fan. Aber seine angesagtesten Erfolge kennen wir alle.

Natürlich war ich in den 80ern mordsmäßig in ihn verknallt, er war ein total hübscher Mann. Vorhin war ich kurz bei youtube und hatte https://youtu.be/r3AP26ywQsQ über mein privates Profil geteilt. Weil dieser Song der Song ist, den ich mit ihm sofort verbunden hatte und den ich total gerne höre. Da kommen Erinnerungen ans Tageslicht im Kopf. Das meine ich auch mit der Überschrift: Du hörst ein Lied welches schon irrsinnig alt ist, aber dieses Lied beamt Dich zurück zu diversen Erinnerungen. Und das bei unsagbar vielen Menschen. Bei dem einen schafft ein Song schöne Gedanken, bei den anderen vielleicht weniger schöne. Musik schafft es einfach, man kann sich nicht dagegen wehren.  

Wenn musikalische Größen gingen oder noch gehen, hinterlassen sie uns so viel kostbares.  

Ich gebe zu, dass mir „Last Christmas“ echt aus den Ohren kam die letzten Jahre. Ich konnte es nicht mehr hören. In den sozialen Netzwerken wurden vor Weihnachten immer blöde Sprüche gepostet, so nach dem Motto „Wer ist Lars Christmas?“ und so. Ob ich diesen Gassenhauer zur Weihnachtszeit jetzt anders wahrnehme, weiß ich nicht.  

Aber ich weiß, dass sich ein Meilenstein der 80er Jahre verabschiedet hat.  Und dass mir und auch Euch keiner die Erinnerungen nehmen kann, die wir damit verbinden. Heute nicht, in 10 oder 20 oder 30 Jahren auch nicht.  

Ein(e) Musiker(in) muss unendlich stolz darauf sein, so viele Menschen berührt zu haben. Und das Kopfkino anstellen zu können, sobald seine Lieder gespielt werden. Bei jedem von uns auf ihre/seine Art und Weise ...

 


Bis um 4 Uhr morgens … Hoho

 

Weihnachten ist ja nicht unbedingt mein Event, das wisst ihr ja mittlerweile. Also habe ich mich dazu entschlossen, Heiligabend Freunde einzuladen. Freunde, die witzig und lustig sind. Quatschen, lachen, fröhlich sein. Ohne Tamtam, einfach nur eine Bottle-Party.

Geladen waren 2 Paare und ein Freund von mir. Dieser Freund brachte einen Kumpel mit den ich noch nicht kannte.  Ich hatte etwas Bedenken, dass die Konstellation vielleicht nicht passt.

Weil alle irgendwie schillernde Persönlichkeiten sind, schillernd, jede(r) auf  ihre/seine Art und Weise. Kumpel Georg, ihr kennt ihn aus der Kolumne „Franz hat kein Internet“ lief hier auf, und die Chemie passte. Alles locker, alles entspannt. Der Rest der Partygemeinde trudelte ein, und es herrschte eine ausgelassene, harmonische Stimmung. Jeder kam mit jedem ins Gespräch, es wurde gelacht und tolle Gespräche begleiteten den Abend. Der Kurze hatte auch Freunde eingeladen, die Bude war voll. Zu späterer Stunde kam die Jugend zu den „Alten“, ich glaube mein Wohnzimmer hat noch nie so viele Leute beherbergt. Facebook-Freundschaften wurden den Abend geschlossen, Handy-Nummern wurden ausgetauscht.  

In meinem Bett schlief Wilfried, im Wohnzimmer Georg, im Bett vom Kurzen lagen drei junge Männer, deren Name ich nicht nenne. Heute morgen so gegen 4 Uhr lag ich im Bett. Total zufrieden, total geflasht, total froh diesen Abend in so toller Runde verbringen zu dürfen.  

Um 11.11 Uhr die Augen aufgeschlagen, der Gang in die Küche, Kaffee und Kopfschmerztablette waren meiner ersten Freunde. In der Bude nahm das Leben seinen Lauf: Alle erwachten oder waren schon wach, der eine total fit und der andere noch leicht wankend. Gemeinsames Frühstück mit Brötchen und Rühreiern, eine Zusammenfassung des Abends mit schmunzeln etc., und so nahm der Tag recht träge seinen Lauf. Ich persönlich hatte heute Rücken, Kreislauf, Körper usw. Aber egal.  

Ich liebe solche Begegnungen, diese Menschen. Das sind Momente, die vergisst man nicht.  

Das sind Menschen, die ich sehr schätze.   

Das war ein Weihnachtsfest, welches ich es echt genossen habe.

Hier liegt noch ein Schal und eine Weste. Wer ging ohne nach Hause? ^^

(Gruß an Jenny T., Nils W., Maurice Z., Sascha B., Nick H., Mona T., Grit S., Bernd S., Sascha W., Torsten P., Tobias S. Und an alle Nachbarn, die das Drama heute Nacht mitgemacht haben im Dachgeschoss rechts).  


Auch Grund für meinen Weihnachtsfrust: Die Schlacht um die letzte Entenbrust!

 

Die Republik rastet aus dieser Tage. Dass ich nicht schon Menschen im Bademantel mit Lockenwicklern aufm Koppe zum Discounter rennen sah, in Schlappen, morgens um 4.17 Uhr, ist eigentlich alles. Sind ja zwei Tage die Geschäfte zu, die Nation wird elendig verhungern und verdursten, Menschen werden sich total kraftlos, unterernährt und dehydriert durch die Strassen schleppen.

Die Stimmung in den Supermärkten ist einfach nur ätzend im Moment. Fast überall gestresste Gesichter, abgenervte Menschen, quengelnde Kinder, angenervte Teenies, und die Rollen des Einkaufswagens vom Hintermann in den Hacken hängend, vielleicht geht es ja schneller wenn ich die Kunden damit weiterschiebe bis zum Mülltrennbehälter.

Letzte Woche war eine Frau vor mir, die mit dem bepacken vom Band nicht mehr hinterher kam: Sie schmiss hinten drauf wie irre, und vorne staute sich schon alles und flog fast unter den Pfandautomat. Der Kassiererin stand der Schweiß auf der Stirn, sie rief nach “2. Kasse bitte”, ich musste auf Klo, und schämte mich schon fast nur ein Paket Bio-Strauchtomaten unterm Arm zu haben. Ich griff noch nach einer Fernsehzeitung, ich fühlte mich so nackt!

Weihnachten, das Fest der Ruhe und Besinnlichkeit. Ruhe ist gut, gerade beim Einkaufen. Der Kampf ist eröffnet um die letzte Packung Mortadella und die Eier aus Bodenhaltung. Ich warte manchmal drauf dass sich Menschen mit Semmelknödeln bewerfen oder sich ne Hirschkeule über den Schädel ziehen, weil die Frau Müller der Frau Schulze das letzte Paket Hirschhornsalz entriss.

Überquellende Einkaufswagen, das Kartenlesegerät an der Kasse qualmt schon, die Kunden vor mir legen soviel Bargeld hin wie ich nicht mal im Monat verdiene (war übertrieben, hihi), ich würde gerne den Angestellten des Einzelhandels die Wange tätscheln und sagen: “Ist bald alles vorbei. Wenn Du Bock hast, kannst Du zu mir kommen auf eine Kaltschale oder so. Ich kraul Dir auch die Füße und die Ohren, hömma.”

Eskalation Parkplatz vor dem Discounter: Da herrscht manchmal ein Ton wie in einer Kaserne, weil der Single-Mann im Audi dem Ehepaar im Benz den Parkplatz raubte.

“Ey, wir waren eher da.”

“Na und, Sie sind doch Rentner, oder? Sie haben mehr Zeit.”

Ich hau dann ab und parke ganz weit weg weil ich es mit dem Einparken jetzt nicht so habe. Nicht dass der mich auch noch ausmeckert.

Ja, ich bin mittlerweile ein Grinch, trete mein Hirschhornsalz gerne ab damit es unterm Mistelzweig nicht noch knallt. Ich sehe sie schon alle um Dienstag jaulend und verzweifelt vor den Discountern knien weil die kompletten Nahrungsmittel aufgebraucht sind.

Gut dass es Zigarettenautomaten gibt, ich bin auf der sicheren Seite, auch wenn diese Seite dunkel ist und wenig Kekse hat. ^^


“Lutsch mal ein Stück Ingwer.”

Mich hat`s am letzten Wochenende schon aus den Latschen gehauen: Der gemeingefährliche grippale Infekt. Drei Tage habe ich mich noch zur Arbeit geschleppt, aber gestern war dann over and out. Eine Müdigkeit, als hätten mich ein Dutzend Tze-Tze-Fliegen gestochen. Der Rüssel verstopft und ich huste irgendwie animalisch.                                                     Gestern Abend musste ich noch schnell was Einkaufen. Und traf eine alte Bekannte wieder. Sie war Ernährungsberaterin in einer Klinik, in der ich vor knapp 20 Jahren mal arbeitete. Während wir uns unterhielten und ich immer Richtung Whisky und Gin hustete, gab sie mir den Tipp Ingwer zu holen. Zum einen um einen Tee damit zu kochen, zum anderen um den Ingwer zu lutschen. Sie sagte noch: „Der brennt alle Keime weg!“ Wie recht sie doch hatte.  Also habe ich einen Tee aufgebrüht, und mir ein Stück Ingwer in die Backentasche geschoben, um dann dieses Stück Ingwer mit meinen Zähnen zu zermahlen. Junge! Ich dachte, ich sehe gleich Sterne.  Das war so scharf, dass ich dachte mein Mund ist gleich taub. Die Tränen standen mir in den Augen, die Nase brannte, meinen Körper zog es auf einen Stuhl. Weil ich aber kein Weichei sein wollte, habe ich 3 Minuten hardcore daraufgebissen. Bis ich es dann nicht mehr aushielt und nur noch den Mund öffnete um das Teil im Biomüll abzulegen. Hui, das war ne Erfahrung. Ich habe im Badspiegel nachgeschaut ob meine Füllungen noch da sind und mein Zahnschmelz. Bislang kannte ich Ingwer nur als dezentes Gewürz in Speisen. Hier steht nur die getrocknete Variante zum würzen im Küchenschrank. Dass diese Wurzel soviel Bums hat, damit hatte ich nicht gerechnet. Die Ernährungsberaterin sagte mir noch, dass sie immer ein Stück in der Jackentasche hat und es tagtäglich lutscht. Entweder ist sie härter im nehmen, oder ihre Mundschleimhaut ist schon komplett verätzt, man weiß es nicht.                                               

Der Kurze hat sich vorhin eine Tasse Tee eingeschänkt. Ich hörte nur ein würgendes Geräusch und ein „platsch“. Dann kam ein: „Mama? Was verflucht ist das für ein Tee?“ Ich so:  „Ingwertee mein Kind, total gesund. Jetzt sei mal keine Pussy.”

 

Allen anderen, die es auch zerrissen hat: Gute Besserung. Wer von Euch vier Minuten Ingwer kaut, ist mein Held, das glaubt mal. ^^


Da stand ein Pferd auf dem Flur!

Ich habe am Freitag eine Weihnachtsfeier erlebt und vor allem gefeiert, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde. Natürlich handelt es sich um meine Klinik. Ich erwähnte ja schon, dass wir da feiern als gäbe es keinen Morgen mehr. 

Ich war total müde und groggy, wollte nicht hin. Mit war nicht so danach. Als sich dann eine Fahrmöglichkeit ergab (Danke Katrin T.), kam ich doch ins stolpern. Weil ich wusste, dass ich mich ärgere wenn ich die Anekdoten höre. Und das war die beste Entscheidung ever!

An diesem Abend wurden Kollegen verabschiedet, neue Kollegen begrüßt (die Führungsebene betreffend). Da musste auch ich mittendrin schlucken, mein Chef war/ist echt in Ordnung. 

Jedenfalls kamen ein paar warme Worte von den verschiedensten Abteilungen. Und plötzlich geht die Tür auf, und da kommt ein Pferd in den Saal. Mein erster Gedanke:

„Steffi, das war zu viel grüner Schnappes, nu ist aber Schluss!"

Das Pony hatte symbolischen Charakter, das nur am Rande. Und für alle Tierschützer folgender Hinweis: Das Pony war nur kurz bei uns, sprach auch irgendwie mit dem Chef, sorgte für totale Begeisterung und hinterließ auch etwas *kreisch*

Nun war Big Boss auch aus München vor Ort, da ist man ja etwas vorsichtig, zurückhaltend und so. Wir aber nicht. Wir haben genau so abgefeiert, wie wir auch sonst abfeiern. Und irgendwann sagte Big Boss: 

"Der Hammer hier. Ich glaube, ich komme jetzt des öfteren zu den Feten.“

Um 22.45 Uhr sollte es eine Überraschung geben. Irgendwie wussten alle um was es geht, ich aber nicht. Ich hatte auf einen Stripper getippt (gewünscht trifft es auch). 

Und dann gab es ein Feuerwerk der Extraklasse. Das hatte unser bald ausscheidender Geschäftsführer für uns organisiert. Es war wirklich toll, ich steh ja eh drauf. Eine total tolle Geste jedenfalls. 

Ich stand den Abend so oft mit offenem Mund da, beobachtete die Kolleginnen und Kollegen, die einfach nur Spaß hatten und eine Party der Extraklasse feierten. Wenn man Kollegen tiefenentspannt tanzen sieht von denen man weiß, dass sie einen echt harten Job haben und machen, dann freut mich das immer. Es gab eine Showband die Rock`n Roll spielten, und jeden Tisch mit einem Song beglückten. Ich glaube wir hatten „stand by me“. Ist aber auch egal. 

Die Tanzfläche füllte sich, die Stimmung wurde immer ausgelassener. Ich bin totaler Nichttänzer, da muss echt eine Menge passieren bis ich mal meine Extremitäten nach Musik durch den Raum schleuder: Den Abend war es soweit. Ich hätte noch 5 Tage weiterfeiern können. Aber irgendwann ist mal Schluss, und so kam ich dank einem Arzt der Neurologie sicher nach Hause (Danke Herr D.). 

Ich saß zu Hause noch 1 Stunde in der Küche, und musste mich erst sortieren und mich fragen, ob das alles eben echt stattgefunden hat.

Hat es. Die Kopfschmerzen am nächsten Tag untermauerten das auch. Als Biertrinkerin grünen Schnappes weglutschen, ist hardcore. 

Ich hoffe inständig, die Tradition unsere Sommer- und Weihnachtsfeste bleibt bestehen. An diesem Abend wurde mir wieder klar, dass ich echt Glück habe so tolle Kollegen meine Kollegen nennen zu dürfen. Von daher fahre ich gerne zur Arbeit. 

Kathrin B., steht der Termin für das Sommerfest schon? Dieses Jahr vielleicht doch nen Stripper? Hast Du ganz, ganz fein organisiert. ^^

Ja ist denn schon Dezember?

Ich bilde mir ein, dass jedes Jahr schneller vergeht je älter ich werde. 
Gerade die Tage sprach ich noch mit meiner Kollegin. Letztes Jahr zum selben Zeitpunkt saßen wir uns gegenüber und schmunzelten noch darüber, dass es eigentlich noch lange hin ist bis zu unserem nächsten "Das Jahr geht so schnell rum-Dialog". Und Zack, 2016 läuft noch ein paar Tage und schwubbeldiwupps ist 2017 am Start. Irre! 
An einem Tag ist nicht so wirklich was dran. An einer Woche im Grunde genommen auch nicht. Wie schnell ein Monat ins Land geht, merke ich an meiner Gehaltsabrechnung, wenn ich sie auf dem Schreibtisch liegen habe. Nur schade, dass die Kohle das nicht so sieht und irgendwie noch schneller vom Konto verschwindet. 
Ich muss gerade an Silvester 1999/2000 denken. Mit Freunden und 2 Kleinkindern in Dänemark. Und voll die Beziehungsdramen in dem Ferienhaus. Überlegt mal, das ist 17 Jahre her! Da hat der Kurze noch in die Windel gerömert. Mir kommt das absolut nicht so lange vor. 
Wenn ich über bestimmte Meilensteine in meinem Leben nachdenke, verschätze ich mich immer! Ich könnte schwören, dieses und jenes liegt 2-3 Jahre zurück. Und bin dann entsetzt, dass es schon 6 oder 7 Jahre waren. 
Jedes Jahr aufs neue sage ich mir, dass ich mal etwas Hektik aus meinem Leben nehmen sollte. Nicht dauernd allem hinterher hetzen, und dabei das Zeitgefühl verlieren. Kriege ich nicht geschissen! Es dauert wieder nur einen Fingerschnipp, wir haben Dezember 2017 und ich kaue Euch ein Ohr ab, weil das Jahr wieder so rannte. Im Schweinsgalopp an mir vorbei.
Stellt es Euch vor: 2026! Ich sitze mit 56 Jahren auf dem Sofa, vielleicht ein Enkelkind auf dem Schoß. Der Göttergatte sitzt im Feinripp-Unterhemd vor dem Fernseher, mit Plauze und Dosenbier. Und dann denke ich an die Kolumne von heute, an Euch, und schwöre felsenfest es ist erst 2-3 Jahre her. ^^


Schon 2 years old, but i love es today noch 

Achtung, ich hab nen poetischen Erguß, nen poetischen Weihnachtserguß, teilweise einen zweisprachigen poetischen Weihnachtserguß:

Adventskalender hängs in the Küche.
From the Backofen come greatfull Gerüche.
Zimtstar, Gingerbread, Vanillakipferl, Spraygebäck: 
I eat so schnell, i am fast verreck. 
The first Geschenke verstecking in the bedside table, 
for Kevin, Chantalle and auch the Mable. 
The Cola-Truck is rolling on TV,
i saw him so und think me: "Wow!"
Glühwine, Punsch and auch Lumumba, 
give our Body quickly Zunder.
And in the morning very früh, 
is cold on Arsch, Mon Cherie.
We kratzing our Windschutzscheibe, 
i am zittering than on my Leibe.
Its cold and dark now im Dezember, 
soon Christmas-Time, Huch, I remember.
In some Tagen the snow kommt down, 
I say you honest: I krieg the Graun. 
But Christmas-Time without this Rotz, 
is no Christmas-Time, also if i motz.
The Tannebaum stand already at the Händler, 
i see me wenn ich to him schlender. 
And hear me say: "But not so teuer, 
and not so nen great big Ungeheuer. 
My Wohnung is now nich so large,
is the tree zu groß, i am am Arsch."
Turkey, Ente, Hirschragout, 
gehört to Celebration auch dazu. 
And Wham is singing: "Last Christmas, i give you mein Heart",
that Ding have echt soooooooooon longen Bart.
I krieg the Krise when i her the song, 
the Number is so crazy long. 
But i want not länger gripe: 
This is halt our Weihnachtszeit. 
I wish you all a cool Advent: 
That the time to Christmas anyway so rennt. 
Fertsch ^^


„Shift, Steffi, Shift!“

Ich fahre seit Montag einen Leihwagen. Für eine Frau, die eh nicht gerne Auto fährt, schon gar nicht fremde Autos fährt, und erst recht nicht gerne unbekannte Modelle fährt, ein desaströser Zustand!
Die wichtigsten Fragen konnte in dem netten, gutaussehenden, recht erotisch wirkenden, knackarschbesitzenden Herren noch stellen, und dann war er weg.
Ich fand am nächsten Morgen das Fernlicht nicht. Hab ich die Hebel gequält. Ich habe im Wald 2 Minuten den Hebel festgehalten bis ich wusste, dass ich den nach hinten schubsen muss. 
Scheibenwischer geht so. Intervall muss ich noch suchen. Regnet aber gerade wenig. Läuft. 
Und voll die moderne Kiste. Das ist kein Schlüssel, sondern so ein länglicher Stift mit dem man das Vehikel startet. Und dieser Stift hatte sich heute morgen irgendwie eingeklappt. Totale Panik im Treppenhaus, ich hab den Stift verloren! Der hatte sich aber nur im Plastik versteckt. Konnte ich wieder ausklappen nachdem ich es geschnallt hatte. Puh! 
Und das leuchtet so schön bunt in der Karre. Wie so eine kleine Disko auf dem Weg zur Arbeit. Blaue Lichter und grüne Lichter und rote Lichter. Und soviel Anzeigentafeln. Die leuchten auch, allerdings halt nur hell. 
Wenn ich mich nicht anschnalle oder sich die anderen nicht anschnallen, kommt eine akustische Untermalung. Bis ich das gerafft hatte! Ich dachte der Tank ist leer oder der Schleudersitz aktiviert. 
Das Licht geht in dem Wagen nicht einfach so aus. Nee, das dimmt sich quasi aus. Ich habe am Montag 20x die Tür aufgemacht und wieder zugemacht, weil ich dachte ich bin an den Pinökel an der Deckenleuchte gekommen. 
Ich gehöre ja zu der „Kupplung-Schleif-Fraktion“. Immer die Fußspitze drauf, immer! Kupplungen und Bremsen kommen ja bei jedem Fahrzeug anders. Da mal früher, da mal später. Wie bei den Männern. Der Wagen aber funzt. Total leichtes Spiel, den kann man irgendwie schlecht abbocken. Wäre der Wagen ein Mann, dann … . Ach, lassen wir das.
Gestern leuchtete immer auf „Shift“. Ich hab totale Panik geschoben. Was heißt Shift? Mir fiel der Song der Commodores ein, "Nightshift". Ich hab gerätselt wie doof, fand aber die Übersetzung nicht. 
„Nachtbremse?“
„Nachttanke?“
„Nachtöl?“
„Nachtinspektion?“
Meine Schwester hat es mir verraten, sie wurde auch zum „shiften“ aufgefordert damals und stand wie ein Ochse vor dem Scheunentor: Das heißt schalten.
So ein Wagen wäre ja echt was für mich. 
Bunte Lichter morgens um 6 Uhr, man vergißt das shiften nicht, weil der Wagen sagt man muss shiften, Licht geht langsam aus, das beruhigt irgendwie.
Man darf halt nur nicht drin paffen im Leihwagen, das macht mir arge Nöte. Wahrscheinlich steckt der Bordcomputer dem Autohaus eine Meldung wenn ich denn eine Zigarette rauchen würde: 
„Shiften tut se nicht, aber paffen wie ne defekte Auspuffanlage. ^^

Mädelsabende

 

Effektiver als eine Psychotherapie und hochdosierter als das beste Antidepressivum.

Ich liebe es mit meinen Mädels zusammen zu sitzen, ich packe mir schon immer vorher 2 Pakete Taschentücher in die Handtasche weil ich weiß dass ich Tränen lache.

Wenn Frauen wissen dass sie unter sich bleiben, dann sind sie irgendwie entspannter. Da brezelt sich keine großartig auf und behängt sich mit Klunkern: Nee, die sind dann irgendwie näher an ihrer Basis, Oooooommm.

Da wird in der Runde auch mal was schlüpfriges erzählt, da ist keine und zieht sich alle 5 Minuten den Lidstrich nach, da sitzen alle relaxt so rum, keine ist auf ihre Haltung fixiert, da ist es egal wenn die frisch gefönte Locke mal nicht so liegt, man ist ja unter sich, unter Frauen. Das kann sich aber schlagartig ändern wenn ein Mann in die Nähe einer Frauenrunde kommt, egal ob man den kennt oder nicht. Z. B. wenn sich 2 Typen im Restaurant an den Nachbartisch setzen. Es gibt Frauen die dann plötzlich anfangen ihre Basis wieder zu verlassen, Ooommm and away.

 

Ich hatte mal so ein Exemplar in meiner Frauenrunde. Plötzlich änderte sich die Sitzhaltung und sie thronte wie die Loreley auf ihrem Kiefernstuhl. Ein kurzer Griff unter die Hupen, wie beim Betten aufschütteln, damit die Dinger im Ausschnitt besser zur Geltung kommen. Dinge über die sie vorher lachte, wurden peinlich dementiert: “Pscht, nicht so laut, nicht so laut jetzte. Pscht.”

 

Sätze die vorher fielen wie z. B. “Man, was haben wir da welche getankt, wißt ihr noch? Alter Falter, krasser Scheiß” werden ausgetauscht in “Ich trinke gerne vor dem Kamin einen trockenen, qualitativ hochwertigen Rotwein, am besten aus der Normandie.”

 

Hallo? Sie hat letztens 6 halbe Liter Dosenbier abgepumpt und die Kurzen weggekippt als gäbe es keinen Morgen mehr! Was faselt sie da? Und welcher Kamin? Sie hat einen Heizlüfter.

Und immer der Blick zu den Männern.

 

Das Haupthaar wurde alle 5 Sekunden neu durchgestylt mit den Fingern, ich hatte mehr Haare auf meinem Schnitzel als Pfifferlinge in der Soße.

Und dann nahm die auch plötzlich so kindliche Züge an, und sprach plötzlich auch so anders, so piepsig irgendwie. Ich war schon drauf und dran ein Lätzchen zu besorgen, damit sie sich bei weiterer Rückentwicklung nicht den Palatschinken in den Ausschnitt sabbert.

 

Ihr Gang auf die Toilette war dann der Kracher, so geht die Queen nicht mal zum Thron, schon lange nicht zum sanitären Thron. Ich dachte damals der wächst gleich eine Schleppe plus Krone und Zepter aus der Handtasche beim Gang aufs Klo. Die Nummer zog aber, die Typen am Nachbartisch waren wuschig, die Stimmung bei uns am Tisch hingegen war quasi im A.... .

 

Draußen beim verabschieden dann drauf angesprochen kam: “Echt? Hab ich gar nicht bemerkt.”

“Mädel, trink mal ne Dose Bier, Du wirst sonst zur Diva.”

“Echt?”

“Echt!”

Ist das bei Männern/Männerabenden auch so? ^^


Haushaltsseiten: Ich weiß manchmal nicht was ich davon halten soll.

 

Ich wische seit geraumer Zeit mein Laminat nur noch mit Weichspüler, das war ein richtig guter Tipp dieser Haushaltsseiten. Und das riecht so lecker.

Ja, ich gebe zu dass ich einige diverse Seiten abonniert habe, und eher unregelmäßig mal mit lese. Manchmal auch nur wegen der saulustigen Kommtare dort. Oder auch weil ich mich manchmal frage, wie einige so ohne Internet durchs Leben/den Haushalt gekommen sind bislang.

Alter Falter! Jetzt die Tage erst wieder gesehen: Da gibt es Frauen die laden Bilder hoch auf denen ich sehen kann dass Chantal (Name geändert) mit ihren 2 Jahren auf den Weihnachtsläufer kotzte und die Mama ruft auf ob jemand Tricks kennt das wieder rauszubekommen. Und die Frage wie der Gestank wegzubekommen ist.

Oder Kevin (Name geändert) der mit seinen 4 Jahren einen flotten Otto hatte und ich dann ebenfalls per Foto den Kackafleck auf der Matratze sehen darf. Auch hier die Frage wie man den Gestank wegbekommt.

Oder Luna (Name geändert) die läufig ist und auf das Sofa menstruierte. Luna ist ein Hund übrigens. Da gabs aber kein Foto von, und den Gestank erwähnte auch keiner.

Knaller finde ich immer Frauen die total verzweifelt fragen wie sie gewisse Verunreinigungen weg bekommen, und dann Bilder hochladen bei denen ich zoomen muss um da einen Fleck zu finden. Da sind entweder keine Flecken, oder ich habs an den Augen, oder meine komplette Wohnung ist ein einziger Fleck.

Auf diesen Seiten herrscht gerade schon Weihnachtsstreß. Da überschlagen sich einige schon seit 2 Wochen was sie kochen und backen sollen, naturbelassen, 7 Gänge für 35 Gäste, oder was man der Neffe oder der Nichte schenkt, 3 und 8 Jahre alt, oder wie man die Grundreinigung strukturiert oder ob man gebastelte Weihnachskarten verschickt oder doch gekaufte. Gekaufte machen so einen einfallslosen, unkreativen, faulen Eindruck. Ich habs Abo erstmal gelöscht, ich stoße im Januar wieder dazu wenn die sich alle runtergefahren haben.

Ich wünsche dann an dieser Stelle der Chantal, dem Kevin und der Luna eine schöne Adventszeit. Riechts bei Euch jetzt mittlerweile besser? ^^


Sie gewinnen bis zu 7,5 cm. Garantiert!

 

Wie furchtbar! Ich fand in meinem Spam-Ordner eine email eines Urologen namens Dr. Stefan Lange. Es geht um … na, ihr wisst schon.

Der gute Mann hat mich darauf hingewiesen, dass ich mein bestes Stück *hust* halt verlängern könnte um 7,5 cm. Ohne Op., ohne aus dem Haus zu gehen. Mit einer Pille namens „PENIRIUM. Angeblich haben 29070 Männer das bestätigt: Sofortiger Effekt der Vergrößerung. Wow! Alter Falter!

Also wenn ich mir das Zeug in den Pansen kippe, erwartet mich eine Verlängerung um 5,5 – 7,5 cm.

Grössere Massivität und Verdickung. Und ich kann 45 Minuten länger.

Jetzt weiß der Dr. Lange aber nicht, dass ich ein Mädchen bin. Er hat sich wohl vertan. In der Karteikarte vergriffen quasi. Hat wieder nur „Werner“ gelesen und die Hormone gingen mit ihm durch. Er dachte wohl:

„Werner, alter Haudegen, schmeiß Dir die Pille ein, dann funzt das wieder im Schlafzimmer.“

Ich könnte die Pille ja auch schlucken. Aber was dann?

Mich würde brennend interessieren, wieviel die Kapsel kostet. Ich krieg das aber nicht raus, da ich die links alle nicht anklicke. Das wäre ja noch schöner!

29070 Männer haben die Pille geschluckt, und scheinen ja nun voll in der Blüte zu stehen *flump*

Keine Op., kein Skalpell, kein Blut, keine Kostenzusage der Krankenkasse, keine Begutachtung durch den medizinischen Dienst, keine jammernde Ehefrau. Kapsel rein und der Rüssel wächst.

“Herr Lange, ich bin eine Frau. Hätten Sie mir eine Salbe empfohlen, die nach 1-maliger Einreibung aus einem A-Körbchen ein D-Körbchen zaubert, ich hätte darüber nachgedacht. Aber auch nur dann. Aber halt nicht mit ihrer “Rüssel-Kapsel”. Da sind wir beide nicht kompatibel. Ich kenne jetzt auch niemanden, der da Bedarf hätte. Kommen wir nicht ins Geschäft heute. Ich habe da einen Kumpel, der heißt Benjamin (kann sprechen und ist überall bekannt *träller*). Und wenn der mal wieder rumjault, leite ich gerne Ihre email an ihn weiter. Versprochen”. Töröööööööö. ^^


Per Touchscreen zur Fahrkarte

 

Ich habe eine neue Vorliebe entdeckt: Mit dem Zug fahren. Da taucht man ja in eine völlig neue Welt ein.

Ich finde Autofahren nicht so prickelnd, meine Mitmenschen finden es mittlerweile auch nicht mehr prickelnd wenn ich mein Kfz auf diversen Strassen bewege. Also habe ich jetzt DIE Alternative gefunden, um von A nach B zu kommen (Direktverbindung ist wichtig, versteht sich von selbst, nä?).

Jetzt zieht mal eine Fahrkarte: Der Kracher! Früher gab es ja noch einen Schalter, da hat man dem freundlichen Menschen hinter der Glasscheibe zugenasselt wohin man möchte. Da konnte man auch erfragen wie hin und wie zurück und bekam das alles erklärt bzw. aufgeschrieben. Es sprach jemand mit uns.

Das ist aber heute nicht mehr so, zumindest an den kleinen Bahnhöfen. Kein Schalter – kein freundlicher Mensch – kein rumnasseln: Ein digitalisierter Fahrkarten- und Auskunftsautomat ist da heute für zuständig.

Vor Monaten schon musste ich einer älteren Dame 1x/Woche eine Fahrkarte holen. Und stand total ratlos vor diesem Apparatismus.

Das geht ja alles per Touchscreen. Per Klick auf den Bildschirm kann man eine Fahrkarte kaufen, Fahrmöglichkeiten wählen, Plätze reservieren etc. Ich hab mir am Anfang extrem einen abgebrochen, obwohl ich zur Smartphonegeneration gehöre und damit tagtäglich zu tun habe. Jetzt habs ich`s drauf. Halt nur dann nicht, wenn der Apparatismus den Geist aufgibt. Das war mal der Fall vor langer Zeit. Ich rief dann die Nummer an die da an dem Automaten hinterlegt war, und klagte mein Leid, also dass ich nicht an die Fahrkarte komme. Der Apparatismus bockte extrem, wie so nen Kerl. Auskunft der Dame am anderen Ende war, dass man aber eine Fahrkarte braucht wenn man den Zug besteigt, das ist sonst Schwarzfahren. Es war aber nach 18 Uhr, ich konnte auch nicht mehr ins Reisebüro um eine Fahrkarte zu kaufen. War das ein Drama! Musste ich der älteren Dame erklären wie sie evtl. am nächsten Bahnhof eine Fahrkarte zieht per Touchscreen. Die Generation tut sich damit verdammt schwer, verstehe ich auch. Ich denke, sie mutierte den Tag zur Schwarzfahrerin.

Gestern hatte es mich angeschissen: Der Automat wollte meinen 20 Euro-Schein nicht. Ich hab den 148x in allen möglichen Varianten in den Schlitz geschoben: Nix tat sich. Die Zeit rennt, der Zug kommt gleich, und ich prümmelte mit Schweiß auf der Stirm den 20er da rein, immer und immer wieder. Der sah aus wie die Duplo-Blume am Ende. Mir blieb dann nur die Alternative mit der Bankkarte. Ich hatte so Schiß, dass der Automat die noch auffrißt am Samstag, und ich am Wochenende ohne Bankkarte durch die Republik eiere, weil ich die 10,50 Euro für die Fahrt mit der RB80 Richtung Nordhausen nicht bar zahlen konnte. Der Apparatismus schredderte meine Bankkarte allerdings nicht, ging alles glatt.

Das schöne ist, dass eine männliche Stimme im Zug immer ansagt, welches der nächste Bahnhof ist und auf welcher Seite man aussteigen muss. Ich bin ja so veranlagt, dass ich vor lauter Aufregung die falsche Seite öffne und ins Gleisbett plumpse.

Letzte Woche saß ein Herr neben mir mit einer 0,5 l Flasche Bier. Es war total heiß den Tag, 30 Minuten Wartezeit in einem Anschlussbahnhof, die Klimaanlage ging aus, und ich hatte Brand wie eine tibetanische Bergziege. Ich war kurz davor zu fragen, ob ich für nen Euro mal kurz trinken darf. Ich habs mir dann aber verkniffen, wäre peinlich wenn ich ins Gleisbett stürze und dann noch eine Fackel habe und zudem noch von einem Mann am Bahnhof abgeholt werde. Meint der sicherlich, ich hab nicht mehr alle Latten am Zaun.

Bei der nächsten Fahrt suche ich dann mal die Toiletten im Zug. Ich bin heute vom Bahnhof mit 70 km/h zu meiner Schwester gelaufen, weil ich 1 Stunde nicht auf Klo konnte nach 5 Tassen Kaffee.

Sicherlich auch alles Touchscreen bei der Klospülung im Zug. ^^


Eigentlich muss ich mich nicht mehr waschen.

Was die Werbung, bzw. die Hygieneindustrie so anpreist, ist ja gigantomanisch. 
Deodorants, mit denen ich mich 48 Stunden sicher fühlen kann. Pfurztrockene Achseln, die 2 Tage nach Lilie duften. 
Bei Shampoo ist es ähnlich. Auch bei diesen wäre es möglich, dass mein Haupthaar 3 Tage glänzt wie Affenarsch, und natürlich auch 3 Tage gut riecht. Nach Olive oder Mandel oder was weiß ich. 
Bodylotion, die 72 Stunden nicht an Wirksamkeit verliert und meinem Body ein permanentes Gefühl von seidiger Umgarnung gibt. Und riechen tut die auch ganz dolle. Kokos ist lecker. 
Die olle Faltencreme nicht zu vergessen. Feuchtigkeit auf den Backen für 24 Stunden, musste nicht nachcremen. Und nach 3 Wochen Nutzung ne total verringerte Faltentiefe. Mit Permanentduft natürlich.
Haarspray, auch so ein Thema. Bombenfester Halt mit Elastizität. Und die Matte bzw. Fönfrisur hält locker 24 Stunden. Kannst mit dem Kopp in einen Orkan geraten: Deine Hütte ist weggeflogen, aber die Haare liegen.
Beim Waschmittel und Weichspüler dieselbe Nummer: Riecht alles 7 Wochen lang nach Rose oder Vanille. 7 Wochen lang. Und nimmt man das mit der "Antischmutzformel", wirds Beinkleid oder die edle Rennweste nie wieder dreckig! 
Könnte man all dem Glauben schenken, bräuchten wir nur 3x/Woche duschen. Also von oben nach unten, komplett sozusagen. 
Wäschewaschen? Ein Kinderspiel! Brauchst die Schlüppa eigentlich nur alle 2 Wochen mal schleudern. Gut riechen würden die aber noch mindestens 5 Wochen.
Wenn ich dann mitbekomme, dass im Gegensatz zu all diesen Versprechen mittlerweile desinfektionsmittelgeschwängerte Einmalfeuchttücher auf dem Markt sind, z. B. um das Smartphone von zig Millionen Keimen befreien zu können, dann frag ich mich ob es nicht sinnvoller wäre, mir mit so einem Lappen den Poppes zu waschen. Nun gut, das Läppchen wirds Hinterteil mal so richtig abfeudeln und desinfizieren, aber 72 Stunden gut riechen wird der Hintern dann nicht. Muss man alles abwägen. Lasst uns wieder mehr unterm Arm waschen, Freunde. ^^


“Hätte ich das geahnt, ich hätte mich noch schnell gekämmt!”

 

Ihr kennt das sicherlich alle: Man will nur schnell Brötchen holen oder noch kurz den Tiger in den Tank packen, man sieht noch oder schon wieder aus wie dem Schleudergang entsprungen. Egal jetzt, man trifft um diese Uhrzeit noch keinen oder keinen mehr. Noch keine Lust sich zurecht zu machen oder sich nochmal zurecht zu machen. Noch müde oder schon wieder müde. 

Und so tritt man vor die Tür, wie man eigentlich nicht vor die Tür treten möchte. Wirres Haupthaar, Augenringe, unabgedeckte Pickel und Flecken auf der Hose. Ein Shirt an mit 2 Löchern und am Fuß zwei verschiedene Socken. Man will nur ja nur “schnell” noch was erledigen. Und genau dann, aber haargenau dann, läuft man Menschen über den Weg, von denen man nie wollte, dass sie einen so sehen!

Ich wünsche mir dann immer einen Loch, welches mich kurz verschwinden lässt. 

Ich bilde mir immer ein wenn ich normal aussehe, treffe ich keine Sau irgendwo. Will ich nur mal kurz in Jogginghose mit Gartenschlappen und müden Augen plus geschwollener Lider Kippen holen, laufen mir alle über den Weg. Ich kann die Gedanken ja dann lesen: 

“Oh Gott, wie sieht die denn aus?”

“Alter, diese Schuhe.”

“Die ist doch krank, das sieht man an der ungesunden Gesichtsfarbe.”

Man kann ja leider nicht immer aus dieser peinlichen Situation flüchten. Und je mehr man sich aufregt, desto mehr merken es die anderen und scannen einen dreifach ab. 

Eine Begegnung werde ich nie vergessen, ist schon Jahre her. 

Mein Melder ging total früh am Morgen, ich war noch nicht lange wach. Da ist keine Zeit für Abdeckstift, Bürste und Co., da musst Du schnell raus. Ich war nicht gekämmt, hatte nur schnell meinen Mund ausgespült, kein Deo, kein Make up, kein Duftwasser. Ich war an der Basis quasi, wie im Dschungelcamp. Ich stehe im Rettungswagen einige Zeit später, da stieg ein total gutaussehender, sympathischer, ziemlich hübscher Arzt hinzu. Und ich stand da ungekämmt und hatte nicht mal die Zähne so geputzt, wie ich sie sonst putze. Mir war das sooooooo peinlich! Ich versuchte noch mich wegzudrehen, im Grunde versuchte ich mich wegzubeamen. Natürlich stand in dem Moment die Patientin im Vordergrund, die gerade unsere Hilfe brauchte. Aber ich schäme mich noch heute vor diesem Arzt wenn ich ihn sehe. Der muss sich gefragt haben, aus welchem Stall ich wohl gerade kam. Wenn ihr wüsstet wie ich aussehe, wenn ich dem Federbett entspringe. Das ist unglaublich. Ich hab manchmal selber Probleme mich zu erkennen. 

Ihr kennt das auch? ^^


„Fernsehschlafen“: Mein ultimativer Extrem Chilling-Prozess.

 

An den Wochenenden, wenn ich weiß dass ich nirgends mehr hin muss, dass niemand mehr kommt, dass ich nicht mehr angerufen werde und auch niemanden mehr anrufen muss, gönne ich mir das „Fernsehschlafen“. 

Der Kurze muss auch außer Haus sein, der kommt nämlich gerne jede Stunde rein und meckert dann mit mir, wie so ein Lebensabschnittsgefährte. 

Ich schaue vor den Extrem Chilling Prozessen in die Fernsehzeitung, und bastel mir quasi ein Fernsehprogramm zusammen. Ein Krimi dort, eine Doku da, ein Liebesfilm hier. Ich hole mir dann mein Bettzeug auf mein Sofa, trage Schlabber-Lock, bestücke meinen Wohnzimmertisch mit allen Köstlichkeiten die ich so finde, und freue mich wie ein kleines Kind. Juchuuuuuuu.

Gestern gings um 22 Uhr los mit einem Krimi. Da wir ja alle wissen, dass man nach 5 Tagen Arbeit und allen sonstigen Dingen die wir so klären mussten die Woche über, ein gewisser Grad der Erschöpfung eintritt, passierte folgendes: Nach knappen 10 Minuten fiel das erste Auge zu. Da ich nicht einschlafen möchte, wegen dem Krimi und so, versuche ich ein Auge geöffnet zu lassen. Ich will ja wissen wer der Mörder war. Nach knappen 20 Minuten schreckte ich hoch, weil die Komissarin so brüllte. Hupps, eingeschlafen. Also wieder hingesetzt, was getrunken und so, Kopf bequem angelehnt, und ich wachte auf als die letzten 5 Minuten liefen. Ach egal, kommt ja noch ein Krimi hinterher, das packste jetzt aber, Steffi. Ging dann auch 15 Minuten lang gut, und ohne dass ich es merkte, war ich wieder im Reich der Träume. Ich kann mit einem Stück Schokolade im Mund einschlafen ohne zu ersticken. Nur doof wenn der Kopf schräg liegt, die Schokolade aus dem Mundwinkel läuft und man dann beim Blick im Spiegel meint, man hat innere Blutungen. Ich brauche immer etwas um zu raffen, dass es liegend keine Möglichkeit gab, einen Milzriß oder eine Nierenquetschung erlitten zu haben. 

Das ganze Drama gestern zog sich bis ca. 2 Uhr in der Nacht. 

Leider bekam ich im Tiefschlaf auch nicht mit, dass nach Mitternacht immer die Telefon-Sex-Werbung am Gange ist. Ein Gestöhne, als wird hier gerade "Unga-Unga" vollzogen. Ich weiß jetzt schon, dass mich die Nachbarn nachher im Hausflur komisch anschauen ... "Die aus dem Dachgeschoß rechts ist echt ne alte Sau", das denken die bestimmt. 

Was hinterher lief, weiß ich schon gar nicht mehr. Ich war so verpennt, dass ich kurz meinte die Wohnungstür ging. Ich bildete mir auch ein, ich höre Schritte. Die Pumpe schlug bis zum Hals! Todesmutig auf den Flur, da war keiner. 

Dann ging der Blick zum Rechner und ich dachte:  „Es war Freitag, Du hättest eine Kolumne schreiben und hochladen müssen, das machst Du freitags immer. Ich hatte voll das schlechte Gewissen, wollte aber nicht zu dieser Zeit noch aktiv werden, meint ihr alle ich habe kein Leben oder so.  

Ein Gute-Nacht-Zigarettchen, auf die sanitäre Anlage, Bettzeug ins Bett, ich ins Bett, und ab ins Reich der Träume. 

Ein Abend ohne Internet, einfach nur eintauchen ins Fernsehprogramm, lässt mich extrem runterfahren und abschalten. Ich denke meine Wohnung war dann hier die Wohnung, in der das Licht am längsten brannte. Und aus der das lauteste Stöhnen drang. Egal, ich bin so gechillt heute, ich könnte haushaltstechnisch gerade Bäume ausreissen, wenn ich dann denn jetzt mal wieder das Internet ausschalte. Ich glaube ich mache das heute Abend nochmal, nur leiser wegen dem RUF MICH AN! 0190 ......  😉


Wo verflucht ist der Einkaufswagenchip? 

 

Seit dem Tag, an dem wir 1 Euro-Stücke oder 50-Cent-Stücke bzw. diese Chips in die Karren werfen müssen, komme ich mental an meine Grenzen! Weil ich total selten passendes „Einschiebeteil“ dabei habe. Verschwundene Socken in der Waschmaschine sind eine Sache, der auf ominöse Weise verschwundene Einkaufswagenchip wiederum eine andere. Ich hatte schon irrsinnig viele, und ich hüte die Dinger wie meinen Augapfel. Aber die kommen hier weg wie nix! 

Wie oft fand ich das Teil nicht mehr in der Geldbörse oder im Auto oder in der Jeans vorne rechts, kaufte dann eine Mohnschnecke beim Bäcker neben dem Discounter, obwohl ich nicht mal Schmacht auf ne Mohnschnecke hatte, nur damit ich im Wechselgeld einen Euro fand. Für den Einkaufswagen. Ich hatte schon Chips, die an meinem Schlüsselbund hingen. Ich hatte schon Chips, die quasi in meiner Hosentasche lebten, mit 40°Wäsche ab und an. Ich hatte schon Chips, die immer links im Auto in der Ablage vor sich hinvegetierten. Ein Chip hatte sogar einen Platz auf meinem Nachtschrank, neben Wecker und Antifalten-Creme. Alle weg! Ich habe mir in den letzten 3 Wochen mindestens 3 Chips im Discounter meiner Wahl, dem L...l geben lassen. Die sind dort immer so nett, also die Verkäuferinnen, jetzt nicht die Chips. Ich glaube, die netten Damen und Herren ziehen die Dinger schon aus der Kasse, wenn sie nur mein Auto sehen. Heute war aber echt total süß: Die Verkäuferin, die mir schon die letzten 3 Chips gab, die Frau E. aus dem L...l, musste wieder dran glauben als ich da so angeschlichen kam, und mit dünner Stimme fragte: „Äh, hätten Sie nochmal einen?“ Und was macht sie? Gibt mir gleich eine handvoll Einkaufswagenchips.

Ich in einem Schweinsgalopp wieder raus, die anderen ins Handschuhfach geworfen, schnell die Parkscheibe drüber damit die da auch liegenbleiben, und mit dem anderen Chip den Einkaufwagen durchgestartet. Das sind so Momente, in denen ich merke, dass mich Kleinigkeiten total glücklich machen. Gruß in die Wiesenstrasse: Ich passe darauf auf. I do my very best. This Chip is my Chip, ever! ^^


1x Pony schneiden und die Spitzen

 

In den 80ern so: „1x Pony schneiden und die Spitzen.“ Im Jahr 2016 so: „1x Croydon Facelift, gern mit Shag.“

Bis ich manchmal raffe, dass es bei bestimmten (meist englischen) Betitelungen um Frisuren geht, dauert es ein Weilchen.

Ging auch nicht von gestern auf heute um zu schnallen, warum plötzlich viele von „Undercut“ sprachen. Ich dachte, das war eine neuartige Methode um Riß-, Quetsch-, Platzwunden zu nähen. Aber nein, das ist ja der Trend mit dem rasierten, kurzgeschnittenen Unterkopp, und dem vom Deckhaar bedeckten Oberkopp. War hier auch in meiner Kleinstadt voll der Trend. Der Kurze ist auch ein Fan von.

Ich kenne noch so Ausdrücke wie „Afro“, „Bob“, „Bürstenschnitt“, „Pottschnitt“, “Dutt“, „Schmalztolle“, „Stufenschnitt“, „Irokesenschnitt“ und natürlich die „Vokuhila“.

Manche Frisuren, ob nun geschnitten oder hochgesteckt und was weiß ich, nennen sich dann „Beehive“, „Braids“, „Chignon“, Comp over“ (die widerliche Frisur von D. Trump nennt sich so), „Devilock“, „Fauxhawk“, um nur einige zu nennen.

Ich musste wirklich eben erst bei Wikipedia nachschauen, wie denn die angesagten Matten von damals und heute heißen, und was das ist. Nicht, dass ich versehentlich in meinem Haus- und Hof-Salon mal „“Odango“ sage beim niesen, und habe dann so zwei Prümmelbälle an der Fontanelle hängen (wetten, ihr googelt das jetzt?)

Heute färbt man sich die Haare nicht mehr kastanienbraun oder goldblond. Nee, heute haut man sich blau und rosa und rot und grün auf die Rübe. Alles colourfull, alles durcheinander. Manchmal weiß man nicht ob da ein Mensch im Auto vor einem sitzt, oder eine Ampel, die gerade alle 3 Phasen anzeigt.

Englische Ausdrücke sind jedenfalls auch beim Friseur auf dem Vormarsch. Und Kreativität ohne Ende.

Geh ich halt demnächst hin und sage:

„Tach. My Pony please a little bit kürzer, my Overhair please only the Spitzen. A little colour on the Ansatz, und the Seiten please raspeling with the lustige Messer, that makes my hair so fluffich. Go hinfort with the conditioner, my Matte hat geklebt like chewing gum the last Besuch hier.” ^^


Immer dieser Kladderadatsch mit den Kennwörtern und Passwörtern und so.

Gehts Euch auch so, dass ihr ab und an Eure Passwörter vergesst weil ihr länger wo nicht online gewesen seid oder das Passwort geändert habt, aber das alte Passwort noch so im Schädel ist, dass man auf das neue Passwort nicht kommt? Weil man sich das natürlich auch nicht vermerkt hat? Vielleicht mal auf einem Zettel oder so? Oder weil man sich garnicht anmelden kann, weil die Suche nach einem adäquaten Passwort einen Nervenzusammenbruch nach sich zieht?
Ich stelle mir seit Jahren immer wieder selber ein Bein weil ich aus sicherheitstechnischen Gründen die Passwörter ändere, das soll man ja, hab ich mal gehört und gelesen. Dann ändere ich das, und ich nehm dann immer so doofe Passwörter, eben damit da keiner drauf kommt.
Beispiel: Stuten-Trulla.
Dann sagt mir der Rechner:
“Sie brauchen eine Zahl.”
Okay, nehm ich Stuten-Trulla1970.
Sagt der Rechner:
“Sie brauchen Sonderzeichen.”
Okay, nehme ich Stuten-Trulla-1970.
Sagt der Rechner wieder:
“Zu lang.”
Okay, S.-T.-1970.
Sagt der Rechner wieder:
“Zuviele Sonderzeichen."
Gut, nehme ST-1970.
Sagt der Rechner wieder:
“Groß- und Kleinschreibung einfügen.”
Ja ey, nehm ich St-1970.
Sagt der Rechner wieder:
“Passwort bereits vergeben, nehmen Sie doch St-1865749 oder St-4653721.”
Leck mich am Arsch, wie soll ich mir denn eine 7-stellige Zahl merken? Ich kann mich damit garnicht identifizieren, Junge!
Ich hämmere dann so lange auf der Entertaste rum bis der irgend so ein Rotz-Passwort genommen hat, ich aber nicht darauf geachtet habe welche Zahlenkombi jetzt. Willst Dich einloggen nach 3-stündiger Passwortsuche:
Sagt der Rechner:
“Passwort falsch, versuchen Sie es nochmal.”
Ihr könnts mir glauben, ich versuche es die halbe Nacht wenn es sein muss.
Sagt der Rechner:
“Zuviele Fehlversuche, wenden Sie sich bitte an ihren Administrator.”
Da platzt mir dann der Poppes! Hier ist nicht mal im Ansatz ein Administrator nachts um 3.51 Uhr. Hier ist nicht mal ein Verlobter, nicht mal eine männliche Kakalake. Was meinen die, warum ich mich gerade in einer neuen Singlebörse anmelden wollte? Weil ich hier 24 Stunden am Tag nen Administrator rumliegen habe der nur darauf wartet, dass ich wieder Blödsinn mit den Passwörtern mache? Für einen Account in einer Singlebörse? Passwort Stuten-Trulla? Brennst Du Rechner?
Ich nehme dann oft auch so Wörter wie
“Desoxryribonukleinsäure-1105+Groß-/Kleinschreibung/mittwochs-geh-ich-zum-Bodenturnen.”
Kommst keine Sau drauf, und der Rechner frißt es irgendwann wenn Du oft genug auf die Entertaste haust. Du musst es Dir halt nur aufschreiben. ^^


Der Nächste bitte …

In Wartezimmern‬ bei Ärzten herrscht eine ganz eigene Stimmung wie ich finde. Das hat so ein bisschen was intimes an sich so ein Wartezimmer. Weil alle ahnen bzw. wissen, dass Du evtl. krank bist wenn Du das Wartezimmer betrittst. Oder man wartet nur auf eine Überweisung oder ein Rezept, dann ist man nur ein „Kurzsitzer“.
Betritt man das Wartezimmer, schauen erst mal alle automatisch hoch und dann auch automatisch wieder runter. Fröhliches Grüßen in die Runde, die Runde grüßt zurück. Ich kriege immer eine Krise wenn da Leute sitzen die mich kennen, und ohne Taktgefühl durch das Wartezimmer brüllen nach der Frage was Du hast.
„Steffi, was haste denn, hä? Was haste denn? Sag ma, siehst schlecht aus, ganz schlecht siehste aus.“
Das kann sooooo peinlich werden! Ich sage immer:
„Nur eine ‪Routine‬-Untersuchung.“
Ich werd einen Teufel tun und da meine internistischen oder anderweitigen Probleme auf den Tisch legen.
Wenn Du Pech hast, triffst Du auf „Mitwartende“ die dann erstmal auspacken, in einer Lautstärke und mit soviel Dramatik, dass ich mich immer sofort ins Behandlungszimmer wünsche. Los geht’s:
„Ich war ja fast schon unter der Erde, die Pumpe wollte nicht mehr und die Nieren und die Leber. War ganz knapp, ganz knapp war es. Und dann diese Schmerzen, diese unsagbaren Schmerzen. Der Arzt hat gesagt, dass er noch nie so schlechte Blutwerte sah, ich bin ein medizinisches Wunder! Ganz starke Medikamente, so stark dass die Verdauung aussetzte. Eine Woche kein Stuhlgang, was sagste jetzt. Und dann Nierenstau, mussten sie einen Katheter legen. Sind das Schmerzen. Läuft dann aber alleine alles. Vom Schmerzmittel musste ich auch brechen, den ganzen Tag brechen, grüne Galle. Was hab ich gebrochen. Ich sah schon den ‪Sensenmann‬ da stehen. Alle die mich besuchten, saßen mit Tränen in den Augen am Bett und sahen den Sensenmann auch. Also ich kann Dir sagen, das war was! Ich bin aber nur hier wegen meiner Hämorrhoiden, das brennt wie ne 48 Schuss-Batterie an ‪Silvester‬!“
Puh, ich atme dann durch und schlucke.
„Ja Mensch, tut mir leid.“
Wenn Du Glück hast kommt der nächste Bekannte ins Wartezimmer, und da geht die Berichterstattung über Galle und Obstipation und Katheter weiter. Plus Schuss-Batterie.
Ich steck dann die Nase mit Kopp unten in die Zeitungen. Wenn denn da Zeitungen liegen. Wenn denn da intakte, interessante Zeitungen liegen. Manche liegen da schon so lange, dass Dir die Seiten entgegen flattern weil sie schon so zerlesen sind. Oder alle interessanten Artikel und Kochrezepte sind raus gerissen. Ich nehme dann auch eine Autozeitung, blätter die durch, gucke interessiert, lege die wieder weg und nehme die nächste Zeitung, wenn sie denn hält. Die Tür geht wieder auf, man sagt artig „Guten Tag“, und hofft dass der „Galle-Obstipations-Katheter-48 Schuss-Batterie“-Patient schnell drankommt, die Geschichte geht zum 4x durchs Wartezimmer und Du bildest Dir ein, dass das alles jetzt gerade auch Deinen Körper betrifft. Ja, der Patient ist draußen, jetzt reißt einer das Fenster auf, die Luft ist von Galle geschwängert. 
Wenn Du Glück hast ist Ruhe, wenn Du kein Glück hast kommt einer ins Wartezimmer, der alle kennt und erst mal erzählen muss wie das so mit ‪Feigwarzen‬ am ... ‬ ist, in voller Lautstärke! Ich würde dann immer gerne meinen Kopf auf den kleinen Tisch in der Kinderecke hauen und rufen:
„Is echt nur ein Routine-Check, ich bin genervt, holt mich hier raus!“


AD(H)S-ler: Neuerdings die Deppen der Nation?

Vor einiger Zeit hab ich bei Facebook auf einer Seite, die eigentlich recht coole und witzige Sprüche bringt, folgendes gelesen:
Heute heißt es nicht mehr vom Tellerwäscher zum Millionär,
sondern vom ADS-Problemkind zum Youtube-Star.
Hahaha, wie witzig, selten so gelacht.
Zum Thema ADS/ADHS muss mir keiner etwas erzählen. Ich gehöre auch zu denen die mit der Aufmerksamkeit/der Konzentration ein Problem haben, ich bin vor Jahren getestet worden.
Da ich mir aber mit 46 Jahren eine Strategie zugelegt habe über die Jahre, kann ich damit recht gut leben, meistens jedenfalls. Teilweise ist es nicht einfach, ich stolpere oft über mich selber, steh mir selber im Weg, mich macht es streckenweise auch traurig weil es anstrengend ist. Meine Freunde kennen mich so, und sagen mir oft dass mich genau diese „Verstrahltheit“ so sympathisch macht.
Wer einen solchen Spruch wie oben lustig findet, dem unterstelle ich ein ganz, ganz mieses Wissen über AD(H)S.
Die Betroffenen können wichtige und unwichtige Dinge nicht filtern, Geräusche oder optische Reize strömen unsortiert auf sie ein. Das ist total anstrengend, Du saugst alles auf und nimmst alles wahr, der Kopf ist voll von so vielen Eindrücken.
Für Kinder die davon betroffen sind, beginnt schon recht früh ein steiniger und harter Weg, sie sind nicht zu beneiden.
Man muss schon einen guten Arzt finden der sich wirklich mit der Thematik auskennt um es testen zu lassen, um Therapien zu bekommen, um einen guten weiteren Verlauf garantieren zu können.
Da AD(H)S heutzutage ja als „Modekrankheit“ gilt, ist das nicht so einfach. Teilweise wird diese Diagnose Kindern aufs Auge gedrückt die einfach nur sehr lebhaft sind, teilweise werden Kinder die wirklich zu diesem Klientel gehören, abgestempelt mit den Worten „einfach nur lebhaft, alles gut.“
Von daher sind Fachärzte irrsinnig wichtig. Und die sind teilweise so überlaufen, dass man auf einer Warteliste landet (zumindest war das vor Jahren so). Ich kenne Eltern deren behandelnde Ärzte über 100 km weit weg waren, und die für einen Arztbesuch mal locker einen ganzen Tag brauchten.
AD(H)S-ler sind schon recht früh, teilweise im Kleinkindalter Außenseiter, weil sie einfach nicht so funktionieren wie der Rest. Sie fallen immer auf, sind nervig, laut, sind nicht in Schach zu halten. Sprüche wie „dem gehört mal gehörig der Arsch versohlt“ kennen Eltern dieser Kinder sicherlich zu Genüge. Kinder wenden sich ab, deren Eltern wenden sich ab, der soziale Rückzug beginnt.
Selbst Pädagogen, sprich Erzieherinnen/Lehrer sind stellenweise so unvertraut mit dem Problem, dass die Eltern dieser Kinder Anrufe, Briefe oder Gespräche über sich ergehen lassen müssen, die einem penetrant das Gefühl geben als Elternteil komplett versagt zu haben. Ich hab schon Sachen erlebt und gehört, da verschlug es mir die Sprache.
Ein solches Kind ist eine Bewährungsprobe für die ganze Familie, und nicht selten ist das Leben mit einem AD(H)S-Kind so anstrengend und fordert so viel Kraft, dass Paare es gemeinsam nicht schaffen und einer aussteigt.
Alleinerziehend mit einem AD(H)S-Kind: Da brauchst Du Power und Nerven. Ich hab schon viele Eltern kennengelernt, und es sind immer die gleichen Probleme die auftauchen. Wenn Du Dein Kind therapieren möchtest, und wohnst ländlich, musst also in die nächstgelegenen Großstädte in denen Therapieformen angeboten werden, dann brauchst Du Zeit und einen prallgefüllten Geldbeutel, denn Hilfe in Form von Fahrtkosten etc. gibt es nicht. Das mal als Beispiel am Rande.
Da Du aber als Elternteil nicht ganztags arbeiten gehen kannst, eben weil diese Kinder viel Aufsicht brauchen, sind diese Fahrten eine Belastung, eine finanzielle Belastung. Finde mal einen Job im Vormittagsbereich auf den alle scharf sind: Das ist schwer. Und wer gibt gerne offen zu, ein AD(H)S-Kind zu haben? Da spricht man irgendwann nicht mehr drüber, weil größtenteils saudumme Kommentare folgen, nicht selten aus Unwissenheit.
Die Kinder müssen mehrmals die Woche durch die Gegend gekarrt werden, und sich noch ganz anderen Dingen unterziehen, und sie finden es sicherlich NICHT lustig.
Das Thema Medikation:
Wer ein solches Kind ohne und mit Medikation kennenlernt wird verstehen, dass es für viele Eltern keinen anderen Weg gibt. Damit wird das Kind auch nicht ruhiggestellt, nein, man sorgt dafür dass diese Kinder einen Teil des Tages „normal“ sein dürfen, dem Schulunterricht folgen können, eine Kommunikation mit der Familie erleben dürfen die „normal“ ist, die Sozialkontakte pflegen dürfen und können, die selbstverständlich sein sollten. Kein Elternteil ist stolz darauf mit einem BTM-Rezept (Betäubungsmittel-Rezept) in einer Apotheke zu stehen, da hast Du jedes Mal Bauchschmerzen. Diese Medikamente würden bei allen anderen aufputschend wirken, bei den Hyperaktiven jedoch sorgen sie dafür dass sie runterkommen und besser sortiert sind.
Und wenn ich das immer höre: „Früher gab es das auch nicht, moderne Neuerkrankung.“ Bullshit! Das gab es früher auch schon. Da haben die Kinder sicherlich mehr Schläge als alles andere bekommen, negative Kommentare und ein negatives Feedback etc. Ich hab mal eine Ärztin kennengelernt die selber betroffen ist, war sehr spannend wie sie darüber berichtete und welche Strategien sie sich zurechtgelegt hat.
AD(H)S betrifft nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Als Erwachsener kannst Du Dein „Chaos im Gehirn“ begreifen, als Kind erstmal nicht.
Ich drück mich mal direkt aus: Es sind arme Schweine, über die geurteilt wird, die verurteilt werden, die sich Sachen anhören müssen die so verletzend sind, die regelrecht an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, und über die dann noch so saublöde Kommentare wie der obige abgelassen werden.
Ein ADS-Kind mit einem Tellerwäscher zu vergleichen ist eine Unverschämtheit! Gerade ADS-ler haben teilweise einen sehr hohen IQ, sie können ihn aber nicht nutzen weil sie sich im Weg stehen und so nicht an ihre Kapazitäten gelangen. Zum Wort „Tellerwäscher“ sag ich besser gar nichts.
Ich könnte zu diesem Thema noch viel mehr vom Stapel lassen, lasse es jetzt aber gut sein. Die, die es lesen sollten, werden es nicht tun, da bin ich mir sicher.
Ich schließe das jetzt hier mal mit einer noch direkteren Wortwahl:
„Wer keine Ahnung hat, sollte einfach mal den Mund halten!“.
Ich distanziere mich in Zukunft von Seiten/Menschen die derart erniedrigende Worte vom Stapel lassen, da könnt ihr ein Eis drauf essen.


„Spiel mir den Herbst-Blues, Baby.“

Machen wir uns mal nichts vor, der Herbst hält mit großen Schritten Einzug. Was ja nicht schlimm ist. Also was ja auch ganz schön ist. So ein bißchen zumindest. Manchmal quasi. Ab und an sozusagen. Es ist halt Herbst, nä? Manchmal ist der ja auch schön. So wie heute: Strahlend blauer Himmel mit ein paar Wolken, die Sonne schien, und wenn sich die Blätter an den Bäumen verfärben, sieht das schon cool aus. Aber diese Dunkelheit des morgens macht mich persönlich ja stellenweise echt fertig. Seit langer Zeit fahre ich schon mit Licht los weil es noch dunkel ist im Walde. Und hier bei mir. Und auf dem Parkplatz an der Klinik. Und bei den Nachbarn. Und bei Obi ;-)
Man kann jeden Morgen beobachten, dass die Dunkelheit eher einsetzt. Und abends länger anhält. Für eine nachtblinde Natter wie mich bedeutet es jetzt wieder die Hölle so autofahrtechnisch. Da sind locker 10 km/h weniger drin des morgens auf dem Weg von Niedersachsen nach Hessen. Dabei haben wir das schlimmste Drama noch garnicht hinter uns gebracht: Die Umstellung der Uhren auf die Winterzeit. Mir grauts davor, man glaubt es nicht. Winterzeit und Presswehen: Da besteht irgendwie kein Unterschied.
Morgens früh aufstehen, draußen ist es stockdunkel, und es ist frisch in der Schnarchhalle. Wenn der Wecker klingelt, hat die Flanellbettwäsche die optimale Temperatur erreicht.
Die „Ich-fühl-mich-sauwohl-und-könnte-noch-16-Stunden-ratzen“ -Temperatur.
Heizungen springen erst an, wenn man schon schlotternd mit beiden Händen die Kaffeetasse umschließt, und das heiße Getränk ganz dolle festhält und an den Körper presst.
Der Wechsel vom knielangen sexy Negligè auf knöchellangen grottenhässlichen Frotteebademantel ist vollbracht.
Dann dieses Laub auf der Strasse, ich erschrecke mich immer so wenns in Scharen auf die Windschutzscheibe flattert. Ja, ich bremse auch für Blätter.
Koch- und Buntwäsche hängen 4 Tage auf dem Balkon, und Du musst es trotzdem noch trocken bügeln weils draußen irgendwie immer ne hohe Luftfeuchtigkeit hat. Oder Regen.
In der Handtasche schlummern nicht Erfrischungstücher, sondern der kleine Taschenschirm. Und das Antibeschlagtuch. Und der Terminzettel fürs umziehen der Winterreifen.
Ich höre ja schon auf alles madig zu reden.
Herbst, Winter, Dunkelheit, Uhrenumstellung sind toll: Juchu. ^*stöhn* ^


Würdevoller Abschied. Leistungsstärkste Sterbegeldversicherung am Markt – jetzt informieren.

Mich ereilte die Tage eine email, ob ich schon alles geregelt habe für mein Ableben. Und ob ich weiß, dass es in Deutschland für eine Bestattung keine staatliche Unterstützung mehr gibt.
Absender war eine Versicherung. Ich hab ne Telefonnummer aus Cloppenburg von so einem Typen, der mich relativ kostengünstig und nach meinen Wünschen unter die Erde bringen könnte. Der Dieter wars.
Lieber Dieter aus Cloppenburg, falls Du das hier lesen kannst:
Total nett, dass ich nun weiß, wie sehr Du um mein Ableben bemüht bist. Und dass ich unglaublich tolle Zusatzleistungen buchen könnte bei Dir. Kindermitversicherung, Überführungskosten, Patientenverfügung und so. Wirklich total nett Dieter, und wir kennen uns nicht mal.
Ich stelle mir folgende Fragen:
Kennst Du mich aus meiner Stammkneipe?
Kannst Du sehen, wie oft ich Tabak und Hülsen kaufe?
Haben wir mal privat gechattet in einer Singlebörse?
Hast Du einen Deal mit einem Bestatter hier aus der Nähe?
Stehst Du im Kontakt mit meinem Haus- und Hofdiscounter der Dir berichtet, dass ich mehr Schokolade und Chips kaufe wie Obst und Gemüse?
Was geht bei Dir ab, Dieter?
Ich bin 46 Jahre alt, lebe jetzt nicht soooooo positiv, aber ich denke nicht im entferntesten an mein Ableben, Dieter.
Und würdest Du ahnen, was ich mir für meine Bestattung wünsche, Du würdest des nachts nackt, mit einem Holzkochlöffel trommelnd um eine brennende Biotonne laufen und immer wieder rufen:
„Ich war das nicht, sie wollte das so!“
Geh hinfort Dieter, ich brauche Dich noch nicht. ^^


„Hallo, ich bin die Steffi.“


Ich würde mich den Leserinnen und Lesern von „Lauenförde Aktuell“ gerne ein wenig vorstellen. Fangen wir auch gleich unverzüglich an:
Wie schon richtig erwähnt, komme ich aus Uslar. Ich wurde dort geboren (in Allershausen um genauer zu sein), habe es mittels zweier Umzüge dann doch knapp 1 km von meinem Elternhaus aus direkt in die City geschafft. Juchu. Und werde, wie es den Anschein hat, auch hier bleiben bis zum letzten Atemzug. Heimat ist Heimat, gelle?
In meinem Haushalt wuselt auch ein männlicher Part umher: Mein Sohn. Volljährig, riesengroß, und wie jede Mutter behauptet: Ein ganz schneidiger Bursche. Passt scho.
Mein Geld verdiene ich in einer Rehaklinik, im Büro. Gelernt habe ich vor Lichtjahren den Beruf der Arzthelferin.  
Ich bin 46 Jahre alt, und heiße schon immer „Werner“ mit Nachname. Trauscheintechnisch kriege ich es jetzt so nicht ganz dolle geregelt. Aber egal, ich halte den Name am Leben. Auch das zählt.
Spannend finde ich noch heute, auf welchem Weg ich zum Schreiben kam. Abgesehen davon, dass Aufsätze in der Schule immer mein Steckenpferd waren, hätte ich vor 4 Jahren nicht daran geglaubt, dass ich beim Verlassen einer Kneipe des nachts von mir fremden Menschen verabschiedet werde mit den Worten: „Wiedersehen, Kolumne.“
Meine Freunde haben sich vor langer Zeit oftmals über meine Statuseinträge bei Facebook beömmelt.
Dann kam gehäuft folgender Satz:
„Stell es doch der Öffentlichkeit zur Verfügung.“
So entstand vor ca. 3,5 Jahren eine Gemeinschaftsseite auf Facebook, auf der ich noch heute meine geistigen Ergüsse vorstelle. Mittlerweile gibt es eine Homepage, ich bin bei Twitter, bei Instagram, bei google+, bei Xing, bei Pling und Plong und wie sie alle heißen. Doof nur, dass ich meine Kennwörter dauernd vergesse, oder aber auch mitunter das Reglement nicht raffe. Twitter ist mir ein Rätsel mit dem tweeten und retweeten, followern, hashtags und all dem Gedöns. Da ist es für mich so, als würde ich durch einen dunklen Gang stolpern. Mit Sonnenbrille. Auf allen vieren. Ich raffe das System da noch nicht. Aber man muss ja überall angemeldet sein heutzutage. Schlimm isses.
Schreiben ist nicht nur mein Hobby, sondern meine Leidenschaft. Ich betreibe es mit Herzblut. Und egal was ich erlebe, wo und mit wem: Es formieren sich sofort Geschichten in meinem Kopf.
Ich schreibe über alltägliche Situationen. Ob das beim Einkaufen ist, beim Arzt, bei einem Date. Oder aber auch über ein neues Fernsehformat. Und ich schreibe so, wie mir der Schnabel gewachsen ist. 
Mein Augenmerk liegt auf Humor. Lachen ist wichtig und gesund. Ich lese und schaue und erlebe auch gerne Dinge, die mir zu Lachkrämpfen verhelfen, oder zumindest zu einem Lächeln. Das Leben ist nämlich ansonsten hart genug. So ab und an beleuchte ich auch sozialkritische Themen. Weil ich einfach nicht den Mund halten kann zu diversen Begebenheiten.
Durch die Schreiberei hat sich auch ergeben, dass ich seit einiger Zeit an Castings teilnehme wenn sich die Chance bietet. So durfte ich Castingluft schnuppern für eine Sendung von Guido Maria Kretschmer, von Das Supertalent, von Wer wird Millionär. Es waren echt tolle und kuriose Erlebnisse bei diesen Castings. Das hat man nicht alle Tage.
Auf eine schöne, lustige, erfrischende, vielleicht auch stellenweise sentimentale Zeit hier auf „Lauenförde Aktuell“.
P.S.: Heiratsanträge bitte gesondert einreichen, mein Vater hat da noch ein Auge drauf. ^^