Trinkwasserversorgung in Lauenförde

Schäden häufen sich!

Wie marode ist das Lauenförder Wasserohrnetz?

Rohrbruch in der Bahnhofstrasse
Rohrbruch in der Bahnhofstrasse

21.02.2017 / M. Zühlsdorf

Lauenförde. Bereits zum mindestens vierten Mal innerhalb eines Jahres, kam es am Montag Abend zu einem Wasserrohrbruch in Lauenförde. Die Feuerwehr wurde gerufen, um einen vollgelaufenen Keller auszupumpen. Anschliessend wurde das Leck gesucht und dann das Wasser in der Bahnhofstrasse abgestellt, um das Leck zu schliessen.  "Ich hoffe, daß sie bald die Ursache finden, denn erstens ist es zum schlafen doch sehr laut und das Wasser ist abgestellt in der Bahnhofstraße", sagte eine Anwohnerin.

Erst im Januar war es innerhalb kurzer Zeit zu einem weiteren Bruch in der Hasenstrasse gekommen, dort kommentierte man "Langsam wird es lästig". 

Das Lauenförder Trinkwassernetz wurde grösstenteils in den sechsziger Jahren in Lauenförde verlegt und in Betrieb genommen. Stösst es jetzt an seine altersbedingte Grenze, oder sind die sich häufenden Brüche einfach nur "Zufall"? Neben den Unannehmlichkeiten, wie der Reparatur und der Sperrung des Wasser für einige Stunden, werden auch die jeweils betroffenen Häuser geschädigt. So werden teilweise, je nach dem wie nah das Rohr am Haus liegt, die Grundmauern erheblich durch das Wasser belastet/geschädigt. Zuständig für die Instandhaltung und Wartung, ist der Wasserverband Ithbörde/Weserbergland.

Beispiel
Beispiel

Wie war das damals?

Mitte der 60er Jahre bekam Lauenförde eine Trinkwasserversorgung. Bis dahin war in den Häusern, jeweils im Keller, eine Grundwasserpumpe installiert, die einen Wasserbehälter, (i.d.R. 200-300 Liter) befüllte. Von diesem Behälter aus, wurde das Haus mit Wasser versorgt.

 

Mitte der Sechziger kam dann die Trinkwasserversorgung aus dem öffentlichen Netz, um die Qualität zu gewährleisten aber auch und sehr wichtig, um das Sinken des Grundwasserspiegels zu stoppen.

 

Nicht jeder war davon begeistert, denn sowohl der Anschluss (der Pflicht war), wie auch der Bezug (Wassergebührern) kosteten Geld. In den Folgejahren wurde immer wieder kontrolliert, ob die hauseigenen Pumpen auch wirklich entfernt, bzw. unbrauchbar gemacht worden waren. Das gab bis in die frühen Siebziger so manche Diskussion und Ärger, denn man konnte mit der eigenen Pumpe ja schliesslich den Wasserverbrauch aus dem öffentlich Netz reduzieren und somit Geld sparen.

Einige Zeitgenossen habe heute, unerlaubter Weise, diese Pumpen wieder in Betrieb, um z. B. den Rasen zu sprengen.

Was passiert nach einem Wasserrohrbruch? 

Die Fotos zeigen die Reparatur eines Wasserrohrbruchs. Nachdem die defekte Stelle lokalisiert wurde, wird ausgebaggert, um das Leck zu erreichen. Dann wird das einlaufende Wasser abgepumpt und das defekte Rohr mit Hilfe einer Schelle abgedichtet, siehe Fotos. Das ist allerdings keine dauerhafte Lösung, da die Dichtigkeit dieser Schellen, z.B. durch Frost, eingeschränkt werden kann.