Leichenfund im Bereich Neuhaus

03.03.2021/PM/Doro

Neuhaus.  Ein Spaziergänger hat am Montagnachmittag (01.03.2021) einen augenscheinlich weiblichen Leichnam in der Nähe von Neuhaus (Solling) entdeckt. 

Die Identität ist derzeit noch unklar. 

Eine Obduktion soll klären, ob es sich bei der Verstorbenen um eine seit Dezember 2020 aus einem Heim in Neuhaus vermisste Seniorin handelt.


Freiwillige für Impfbegleitung von Seniorinnen und Senioren gesucht

28.02.2021/PM

Kreis Holzminden. Für viele Seniorinnen und Senioren im Landkreis Holzminden ist das Procedere rund um die Covid19-Impfung eine große Herausforderung. Insbesondere die über 80-Jährigen sollen dabei unterstützt werden. Im Auftrag des Landkreis Holzminden sucht das Zentrum für ehrenamtliches Engagement (ZEE) ab sofort Freiwillige, die den älteren Menschen aus ihrer Samtgemeinde zur Seite stehen. Verteilt über den gesamten Landkreis werden „helfende Hände“ gebraucht, die ältere Menschen beim Ausfüllen der Impfunterlagen unterstützen, bei der Koordination der Abläufe mitwirken oder auf dem Weg zum Impfen begleiten. „Wir freuen uns über jedes Hilfsangebot!“, betont die für den Katastrophenschutz zuständige Dezernentin Manuela Schäfer. 

 

Es ist geplant, dezentrale Impfungen für Seniorinnen und Senioren durchzuführen. Konkret bedeutet dies, dass über 80-Jährige nicht im Impfzentrum Holzminden, sondern ortsnah an zentralen Stellen in ihren entsprechenden Samtgemeinden geimpft werden. Die Katastrophenschutzbehörde des Landkreises Holzminden arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung. „Die dezentrale Impfung ist für die Seniorinnen und Senioren sicherlich die einfachste Möglichkeit ihren Impfschutz zu erhalten. Jetzt, da das Land Niedersachsen dezentrales Impfen freigegeben hat, möchten wir dies so schnell wie möglich durchführen. Um dies zeitnah und adäquat umsetzen zu können, sind wir auf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer angewiesen!“, erläutert Dezernentin Schäfer. „Jede Bewohnerin und jeder Bewohner des Landkreises Holzminden, der den Seniorinnen und Senioren aus der eigenen Samtgemeinde ein wenig Zeit schenken wollen, möchten sich bitte beim Zentrum für ehrenamtliches Engagement melden.“ appelliert die für die Koordination der Impfbegleitung verantwortliche Mitarbeiterin Anja Kurth. Sofern möglich, möchten wir die Freiwilligen darum bitten, eine kurze E-Mail mit ihren Kontaktdaten an die Mailanschrift zee@landkreis-holzminden zu senden. Wir werden die Hilfsangebote sortiert nach Samtgemeinden bündeln und uns anschließend mit den Freiwilligen in Verbindung setzen. Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir unter Tel: 05531 - 707 390 zur Verfügung. Impfberechtigte Senioreninnen und Senioren werden automatisch kontaktiert, sobald die Impfung in ihrer Samtgemeinde durchgeführt wird.  

Veranstaltungsreihe Arbeit und Dialog: Weil kommt nach Holzminden!

Neben Besuch des Gesundheitsamtes lädt der Ministerpräsident auch zum Bürgerdialog ein

25.02.2021/PM

Holzminden. Stephan Weil kommt nach Holzminden. Im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe "Arbeit und Dialog" möchte der niedersächsische Ministerpräsident am Donnerstag, den 11. März die Arbeit des Gesundheitsamtes im Landkreis Holzminden genauer kennenlernen und in verschiedene Bereichen der konkreten alltäglichen Pandemiebekämpfung hier vor Ort hineinblicken.  Wie bei der Veranstaltungsreihe üblich, haben alle Bürger*innen und Bürger des Landkreises dabei auch Gelegenheit, in den Dialog mit dem Ministerpräsidenten zu treten. Aufgrund der Pandemie ist das jedoch nur digital möglich.

 

Corona bestimmt seit über einem Jahr das Zusammenleben der Menschen in Niedersachsen. Die Gesundheitsämter haben eine Schlüsselrolle in der Bekämpfung der Pandemie. Im letzten Jahr haben sich die Aufgaben und Anforderungen an den öffentlichen Gesundheitsdienst spürbar verändert. Seit Monaten arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsämter bis an ihre Belastungsgrenzen, um Infizierte und ihre engen Kontaktpersonen zu ermitteln und Quarantänemaßnahmen zu überwachen. Grund genug für den niedersächsischen  Regierungschef, sich über die Herausforderungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes in der Arbeit zur Eindämmung des Coronavirus näher zu informieren und dabei insbesondere auch einmal bei der Kontaktverfolgung mitarbeiten.  

 

Im zweiten Teil des nachmittäglichen Besuches soll dann aber auch der Dialog mit den Bürger*innen und Bürgern des Landkreises nicht zu kurz kommen. Ab 18 Uhr steht der Ministerpräsident allen Interessierten Rede und Antwort.  

 

Für die Bürgerinnen und Bürger gibt es zwei Möglichkeiten, um an dem Dialog teilzunehmen:

 

1. Sie melden sich auf  www.protokoll-nds.de/buergerdialog  zur Videokonferenz an. Den Einwahllink für die Videokonferenz bekommen alle Interessierten zwei Tage vorher zur Verfügung gestellt. Bei der Videokonferenz haben die Teilnehmenden dann die Möglichkeit, dem Ministerpräsidenten ihre Fragen direkt live zu stellen.

  

2. Über den Facebookaccount des Niedersächsischen Ministerpräsidenten  https://www.facebook.com/Ministerpraesident.Stephan.Weil/  oder den Youtubekanal der Niedersächsischen Staatskanzlei  https://www.youtube.com/watch?v=_Z8MVDnWkP8&feature=youtu.be  kann gestreamt werden. Bei beiden Accounts haben interessierte Bürger die Möglichkeit, über die Chatfunktion Fragen zu stellen.

 

CDU Kreistagsfraktion besucht Impfzentrum Holzminden
CDU Kreistagsfraktion besucht Impfzentrum Holzminden

Uwe Schünemann: Gemeinden bei der Impfterminvergabe beteiligen

25.02.2021/PM

Kreis Holzminden. Die negativen Erfahrungen mit der Vergabe der Impftermine für die über 80-jährigen Menschen darf sich nach Auffassung des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann nicht wiederholen. Viele frustrierte und verängstigte Bürgerinnen und Bürger hätten sich in den letzten Wochen über die nicht oder nur schwer zu erreichende Impfhotline des Landes Niedersachsen völlig zurecht beschwert. 

 

„Das darf sich in der Prioritätsgruppe 2 mit deutlich mehr impfberechtigten Menschen auf keinen Fall wiederholen,“ so der CDU Politiker. Daher sei eine Systemumstellung für die Terminvergabe zur Impfung und bei der Impfabwicklung dringend geboten. Eine Abwicklung nach Geburtsjahren, wie das Sozialministerium empfiehlt, kann ein Schritt in die richtige Richtung sein. Darüber hinaus sollten aber die Landkreise mit den Städten und Gemeinden in die Terminorganisation sowie die mobilen Impfteams mit Impfangeboten vor Ort in die Impfabwicklung mit einbezogen werden.

 

„Die Einwohnermeldeämter der Städte und Gemeinden können die impfberechtigten Bürgerinnen und Bürger anschreiben und ihnen einen konkreten Impftermin anbieten“, konkretisiert Uwe Schünemann. Die Impfberechtigten bräuchten sich somit nur dann bei ihrer Gemeinde melden, wenn sie diesen Impftermin nicht wahrnehmen können bzw. wollen. Die mobilen Teams könnten dann tageweise an einem festen Ort in den Städten und Gemeinden tätig sein. Zudem würden die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mit Sicherheit entsprechende Fahrdienste organisieren. 

 

Nach Gesprächen mit den Verantwortlichen im Landkreis Holzminden wird dieser neue Ansatz schnellstmöglich umgesetzt. Bereits in der kommenden Woche wird in der Samtgemeinde Boffzen ein entsprechendes Modell-Verfahren angewandt. An Hand der Daten aus der Einwohnermeldebehörde werden die zu impfenden Ü80-jährigen Menschen kontaktiert und direkt zu einem Impftermin an einem zentralen Ort in der Gemeinde eingeladen. Das mobile Impftermin wird den zusätzlich bereit gestellten Impfstoff der Firma BioNTech an einem festgelegten Tag verimpfen. „Weniger Fahrzeit für  die Seniorinnen und Senioren, effektiver Einsatz des Impfteams und bürgerfreundlicher Service der Verwaltung“, lobt Uwe Schünemann das geänderte System. 

 

Zukünftig werden im Landkreis Holzminden in den Samtgemeinden, dem Flecken Delligsen und den Sollingortschaften Neuhaus und Silberborn dezentrale Impfstationen eingerichtet. Die berichtigte Personengruppe  erhält vom Impfzentrum einen konkreten Termin genannt. Diese Kommunalisierung der Impfterminvergabe hätte - von Anfang eingesetzt - viel Ärger vermieden. 

 

Amphibien in Sicht

24.02.2021/PM

Kreis Holzminden. Nach einem kurzen, frostigen und schneereichen Intermezzo ist der Winter nun so plötzlich gegangen wie er gekommen ist. Aber auch, falls er nur Pause macht, können die derzeit hohen Temperaturen schon jetzt für starke Aktivitäten von Amphibien sorgen. Die für die wechselwarmen Tiere relativ guten Wanderbedingungen sollten auch Autofahrer momentan im Blick haben.

 

Wie rasch die Amphibien reagieren, ist ungewiss und hängt nicht nur von der Witterung, sondern auch davon ab, wie tief die Tiere sich in der Winterzeit versteckt haben. Grundsätzlich jedoch ist mit ersten Wanderern zu rechnen. Autofahrer werden deshalb schon jetzt um eine aufmerksame und rücksichtsvolle Fahrweise gebeten.

 

Sobald die Witterung es zulässt, wird mit dem Aufbau von Amphibienschutzzäunen begonnen, an denen die Tiere von Freiwilligen gesammelt und über die Straße gebracht werden. In diesen Bereichen wird zum Schutz der Menschen, im Besonderen auch während des Zaunaufbaus, um eine besonders angepasste Fahrweise gebeten. 

 

Bei Hohenbüchen (K 29) und Rühle (Waldstraße) sind Teilstrecken ab dem 23. Februar für die Zeit der Amphibienwanderung täglich von 19:00 Uhr bis 7:00 Uhr komplett gesperrt. In Reileifzen (K 25) täglich von 19:00 Uhr bis 6.00 Uhr und im Hooptal (K 71) von 18:00 Uhr bis 8:00 Uhr. Die Vollsperrungen bleiben voraussichtlich bis Mitte/Ende April bestehen. Die Wandertätigkeit wird aber durch Ehrenamtliche regelmäßig kontrolliert, damit die Sperrungen nicht länger als notwendig aufrechterhalten bleiben müssen. 

 

Ansprechpartnerin beim Landkreis Holzminden ist Frau Marlies Zuidema, Tel.: 0 55 31 – 707 177oder E-Mail: naturschutz@landkreis-holzminden.de.

 

Öffentlichkeitsfahndung nach Täter zu Einbruchserie in Holzminden

19.02.2021/PM

Kreis Holzminden. Im Herbst 2020 begann im Stadtgebiet von Holzminden eine Einbruchserie in Büros, Geschäfte und Gaststätten, die bis heute andauert.

Bislang konnte der Täter nicht identifiziert werden. Der Mann, der stets alleine unterwegs ist, bevorzugt den Einstieg über rückwärtige und schlecht gesicherte Fenster.

Entwendet wurde in allen Fällen ausschließlich Bargeld. Da die Gesamtschadenssumme mittlerweile mehrere tausend Euro beträgt und die Vielzahl der Taten dazu geeignet ist, das Gefühl der Sicherheit in der Bevölkerung zu beeinträchtigen, hat sich die Polizei Holzminden dazu entschlossen ein Foto zu veröffentlichen, welches das Gesicht des Gesuchten unmaskiert bei einem der Einbrüche zeigt.

Das Amtsgericht Hildesheim hat einen entsprechenden Beschluss für eine Öffentlichkeitsfahndung erlassen. Wer erkennt die abgebildete Person? Hinweise zur Identität des Mannes nimmt die Polizei Holzminden unter der Rufnummer 05531/958-0 entgegen.

Es steckt viel Potenzial in ländlichen Gebieten!

LAG der LEADER-VoglerRegion tauscht sich digital über Zukunftsperspektiven für den Landkreis aus

18.02.2021/PM

Landkreis Holzminden. Was zeichnet unsere Region aus? Wie stellen wir uns diese in 20 Jahren vor? Und was müssen wir tun, um dort hinzukommen? Diese Fragen stellten sich Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe der LEADER-VoglerRegion  Ende Januar im Rahmen eines digitalen Workshops. „Es lässt sich hier sehr gut leben“, war das einstimmige Fazit der Gruppe, „und wenn wir jetzt die Chancen der Digitalisierung nutzen und die Vorteile des Landlebens aktiv bewerben, können wir dem demografischen Wandel im ländlichen Raum entgegenwirken und positiv in die Zukunft blicken.“

Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie wurden wir alle dafür sensibilisiert, dass Arbeiten von Zuhause bequem möglich ist - sofern die entsprechende digitale Infrastruktur und räumliche Ausstattung vorhanden sind. Und zusätzlich entdeckten viele Stadtmenschen die Vorteile des „Lebens auf dem Land“ mit Haus und Garten. Kurz gesagt: ländliche Gebiete sind nicht nur Landwirtschaftsräume, sondern bieten vielfältige Möglichkeiten als attraktive Lebens- und Wirtschaftsräume. 

Dass dieses große Potenzial ländlicher Räume auch von der Europäischen Kommission, erkannt wird und entsprechend mit passenden Förderinstrumenten unterstützt wird, wünschen sich die Workshop-Teilnehmenden. Die Workshopergebnisse wurden deshalb als Beitrag für die Langzeitvision für ländliche Gebiete in Europa, die die Kommission erstellen möchte, weitergegeben. Aber auch für den weiteren LEADER-Prozess in der Region empfanden die Mitglieder der LAG den lockeren digitalen Austausch als inspirierend und zukunftsweisend. 

Durch die aktuellen Umstände bedingt finden auch LAG-Vorstandsitzungen als auch LAG-Mitgliederversammlungen digital statt. Dabei stellt sich zunehmend Routine bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein. So wurde beispielsweise die LAG-Videokonferenz Anfang Januar, in welcher diverse Projektträger*innen ihre Vorhaben digital vorstellten und für Rückfragen zur Verfügung standen, von den Mitgliedern gut angenommen. Auch die nächste LAG-Sitzung Ende März wird vermutlich wieder digital stattfinden, sodass der LEADER-Prozess trotz Kontaktbeschränkungen weiterlaufen kann und neue Projekte in der Region in die Umsetzung starten können. Weitere Informationen zum LEADER-Prozess in der Region finden Sie unter www.vogler-region.de. 

 

Dank für schnelle und pragmatische Hilfe durch Pflegedienst 

16.02.2021/ PM

Holzminden. Weil sie kurzfristig einsprangen, um auszuhelfen, hat sich Landrat Michael Schünemann jetzt bei Mitarbeitenden des Pflegdienstes Kenbie aus Bodenwerder bedankt. Alexander Paulus (l.), Jeanette Wilke (r.), Mikel Stein und Susanne Brock hatten die Pflege in einer Einrichtung übernommen, in der wegen COVID-Infektionen unter dem Betreuungspersonal keine sachgerechte Pflege mehr möglich gewesen wäre. 

 

Für die vier Pflegedienstler*innen stand es schnell außer Frage, dass sie die Aufgabe übernehmen wollten, als das Gesundheitsamt die Anfrage an ihre Leitung richtete. Dementsprechend standen sie auch schon einen Tag später für die Pflege zur Verfügung. „In so einer Situation schnell einzuspringen, ist keine Selbstverständlichkeit, dessen sind wir uns wohl bewusst“, erklärt Landrat Michael Schünemann dazu. Er danke den Kräften für ihren selbstlosen Einsatz, der ja durchaus nicht unproblematisch für sie selbst gewesen sei. Denn schließlich sei es dabei darum gegangen, das Risiko einer eigenen möglichen gesundheitlichen Gefährdung in Kauf zu nehmen und sich als Folge davon auch im Privatleben noch einmal vorsichtiger verhalten zu müssen. Das habe das Pflegeteam trotzdem nicht davon abgehalten, spontan mitzuhelfen. 

Weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen

13.02.2021/PM

Landkreis Holzminden. Bereits 2012 initiierte die New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler die Kampagne „One Billion Rising“. Durch gemeinsames öffentliches Tanzen sollen Milliarden Menschen ihre Solidarität und gemeinsame Kraft gegen Gewalt an Frauen und Mädchen demonstrieren.

 

Dieser Kampagne schließt sich in diesem Jahr erstmals auch eine Aktionsgruppe im Landkreis Holzminden an. „Auch wir wollen unsere Solidarität mit den Opfern von häuslicher und sexualisierter Gewalt demonstrieren“ betont Sigrun Brünig, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Holzminden. Gemeinsam mit den Gewaltberatungsstellen des Kinderschutzbundes, des Caritas-Verbandes, den Gleichstellungsbeauftragten der HAWK und der Samtgemeinde Boffzen hat sie sich auf den Weg gemacht, um diese Aktion am 14.Februar 2021 in Holzminden zu realisieren.

 

„Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist ein Dauerthema, auch bei uns im Landkreis Holzminden“ so Anita Hummel (Befem – Beratung von Mädchen und Frauen) und Esma Vurgun (Biss-Beratung). Ihr Anliegen ist es, auf die Beratungs- und Hilfsangebote im Landkreis Holzminden immer wieder hinzuweisen und zu betonen „Du bist nicht allein“, wir sind an deiner Seite!

 

„Mit einem Tanz-Flashmob auf dem Marktplatz in Holzminden wollten wir am Sonntag, 14.02. ein deutliches Zeichen setzen“ führt Cornelia Freitag-Koch von der Caritas Beratungsstelle aus. Leider macht die Corona-Lage diese öffentliche Aktion derzeit nicht möglich.

 

Die Gleichstellungsbeauftragten der HAWK Holzminden Christopher Jäger und Kristin Escher sowie die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Boffzen Sabine Meyer von Wolff haben sich dem Aktionsbündnis angeschlossen und folgen dem Aufruf: „Einfach allein zu Haus das Video im Internet aufrufen und mittanzen.“ 

 

Es wäre toll, wenn Viele am Sonntag den 14. Februar mitmachten und „Break the chain – Spreng die Ketten“ tanzten!

 

Unter www.onebillionrising.de gibt es weitere Informationen und Tanz-Videos. Die Hilfs- und Unterstützungsangebote sind unter www.landkreis-holzminden.de/unser-landkreis//gleichstellungsbuero zu finden.

 

Informationen zur Oberstufe am Campe-Gymnasium Holzminden

13.02.2021/PM

Kreis Holzminden. Für die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs am Campe-Gymnasium und alle interessierten Oberschüler, die gerne an einem Gymnasium ihr Abitur ablegen möchten, beginnt nach den Sommerferien ein neuer Abschnitt in ihrer Schulkarriere. Sie verlassen die Sekundarstufe I und treten ein in die Einführungsphase (11. Klasse) der Oberstufe des Campe-Gymnasiums.

Am 16. Februar 2021 (18 Uhr) und 25. Februar 2021 (10:30 Uhr) bietet das Campe-Gymnasium daher eine Online-Informationsveranstaltung zur Einführungsphase (11. Klasse) am Campe-Gymnasium an. Neben den Eltern der Schülerinnen und Schüler, die derzeit schon das Campe besuchen, sind hierzu herzlich alle Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern eingeladen, die überlegen, nach dem Sek I-Abschluss (z.B. einer Oberschule) an einem Gymnasium ihr Abitur abzulegen.

 

Mailen Sie bitte an koordination-oberstufe@iserv-gym-hol.de. Sie erhalten anschließend per Mailantwort einen Link zur Teilnahme an der Online-Veranstaltung.

Müllabfuhr fällt aus

Schneemassen: Keine AWH-Touren möglich

08.02.2021/PM

Kreis Holzminden. Alle Touren der AWH zur Abholung von Restmüll, Bioabfall oder Altpapier müssen am heutigen Montag wegen des heftigen Wintereinbruchs ausfallen. Auch die von der Firma Remondis zu entsorgenden Gelben Säcke werden nicht abgeholt. Darüber hinaus sind alle Sperrmülltermine für diese Woche von der AWH abgesagt worden. Grund dafür sind die heftigen Schneefälle, die Fahrten mit den großen Entsorgungsfahrzeugen im Moment zu gefährlich machen. Ob die Dienstags-Touren gefahren werden können, entscheidet sich nach Wetterlage und der Entwicklung auf den Straßen kurzfristig. Die AWH bittet um Beachtung und Verständnis.

Unterrichtsausfall wegen der Witterungsverhältnisse.

07.02.2021/MZ

Kreis Holzminden. Der Kreis Holzminden teilt auf seiner Internetseite mit, dass an den allgemeinbildenden und den berufsbildenden Schulen sowie an der Grundschule Duingen und der Außenstelle Duingen der Oberschule Delligsen am 08.02.2021 der Unterricht aus.

Dies gilt nur für Schülerinnen und Schüler in Szenario B, die sich im Präsenzunterricht oder in der Notbetreuung befinden.


Sek Einsatz in Holzminden - Polizeibeamte bedroht

07.02.2021/MZ

Holzminden.  Gegen 17.00 Uhr erschien eine 38 Jahre alte Frau beim Polizeikommissariat Holzminden um Strafanzeige gegen ihren 40 Jahre alten Lebensgefährten zu erstatten. Polizeibeamte suchten zur Durchführung einer sogenannten Gefährderansprache die Wohnanschrift des Paares in der Niederen Straße in Holzminden auf.

 

Unmittelbar nachdem die Beamten an der Wohnungstür des Mannes klingelten, öffnete dieser und drohte den Uniformierten den Einsatz einer Waffe an. Die Beamten zogen sich zurück und beließen den 40-Jährigen in seiner Wohnung.

 

Das Mehrparteienhaus wurde durch starke Polizeikräfte umstellt. Der Nahbereich abgesperrt. Das SEK Niedersachsen angefordert.

 

Gegen 21 Uhr fand der Zugriff durch das SEK in der Wohnung statt. Der Täter, der sich allein in der Wohnung befand, wurde durch die Spezialeinsatzkräfte vorläufig festgenommen. Verletzt wurde bei dem Zugriff niemand. Der 40-Jährige musste lediglich aufgrund seines Alkoholisierungsgrades im Nachhinein medizinisch betreut werden.

 

Der Holzmindener hat bereits polizeiliche Vorerkenntnisse, u.a. wegen mehrerer Gewaltdelikte. Nun kommt eine Bedrohung zum Nachteil der Polizeibeamten hinzu.

 

Aktuell laufen die Durchsuchungsmaßnahmen in der Wohnung nach Waffen und sonstigen gefährlichen Gegenständen. Die Ermittlungen dauern an.


VdK erzielt für seine Mitglieder Nachzahlungen von über 10 Millionen Euro

04.02.2021/PM

Kreis Holzminden. Im vergangenen Jahr hat der Landesverband VdK Niedersachsen-Bremen wieder erfolgreich für seine Mitglieder gekämpft. In mehr als 10.000 Verfahren haben die Juristen mehr als 10 Millionen Euro an Nachzahlungen erreicht – Geld, das den Mitgliedern eigentlich sofort zugestanden hätte. Die Mitglieder sind dafür in doppelter Hinsicht dankbar: Sie bekommen das Geld nachgezahlt, das ihnen aufgrund eines falschen Bescheides verwehrt wurde und sie bekommen auch auf Dauer den höheren Satz. 

 

Für die Nachzahlungen haben die VdK-Juristen die ganze Bandbreite an rechtlichen Möglichkeiten wie Anträge, Widersprüche, Klagen, Berufungen oder außergerichtliche Einigungen genutzt, um die Ansprüche zu erwirken. 

 

„Das Jahr 2020 hat von uns allen viel abverlangt. Umso stolzer bin ich darauf, was wir für unsere Mitglieder erreicht haben. Trotz aller Schwierigkeiten haben wir die rechtliche Beratung aufrechterhalten – und das hat sich ausgezahlt. Zum einen haben wir trotz der Pandemie unsere Mitgliederzahl aufstocken können – wir haben im Herbst unser 95 000. Mitglied begrüßt. Zum anderen haben unsere 26 Kreisgeschäftsführer nicht nachgelassen, um den Mitgliedern das zu ermöglichen, was ihnen zusteht. Und da werden wir auch weiterhin nicht nachlassen.“, verspricht der Landesverbandsvorsitzende Friedrich Stubbe. 

 

In den vergangenen Monaten zeigte sich ein erhöhter Bedarf an Themen wie Kurzarbeitergeld oder Zuschüssen zu Sozialleistungen. Der VdK hat besonders darauf geachtet, das den Mitgliedern keine Leistungen versagt werden, weil die medizinischen Ermittlungen nur oberflächlich oder gar nicht stattfinden konnten. 

 

 „Die erhöhte Nachfrage an Beratung zeigt, dass der VdK für viele die erste Anlaufstelle ist, wenn es um die sozialrechtliche Beratung geht. Wir erwarten in diesem Jahr viele zusätzliche Anfragen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Wir haben uns gezielt mit diesen Themen beschäftigt und sind gut vorbereitet, unseren Mitgliedern zu helfen.“, betont der Landesverbandsgeschäftsführer Holger Grond.

 

Kindheit in der Region Holzminden

Digitaler Fachvortrag zum Thema „Kinderschutz-Konzepte“

03.02.2021/PM

Holzminden. Kinderschutz als wichtiges Anliegen im Arbeitsalltag von Kindertageseinrichtungen darf auch in Zeiten von Veränderungen, Verordnungen und Verunsicherungen durch die Pandemie nicht in den Hintergrund rücken. Mit einer Fachveranstaltung zum Thema „Kinderschutz-Konzepte“ möchte die Kreisvolkshochschule Holzminden und das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung (nifbe) den Fokus wieder stärker auf die Lebenswelten von Kindern richten. 

 

Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, sich in Institutionen und pädagogischen Einrichtungen sicher zu fühlen und geschützt zu sein. Doch wie genau gelingt dies? Antworten und Tipps bietet die Diplom-Sozialwissenschaftlerin und Traumaberaterin Ulrike Minar vom Kinderschutzzentrum Hamburg am Freitag, den 26. Februar 2021 von 14 bis 18 Uhr.

 

Der Fachvortrag für pädagogische Fachkräfte, für Träger der Einrichtungen und alle an frühkindlicher Bildung und Betreuung Interessierte soll möglichst als Präsenzveranstaltung – natürlich mit coronabedingten Einschränkungen – im Schloss Bevern stattfinden, wird aber auf jeden Fall auch als Internet-Übertragung der KVHS Holzminden und dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung zugänglich sein. Die Veranstaltung ist gebührenfrei.

 

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Kindheit in der Region – Kindheit im Blick“, die die Kreisvolkshochschule mit den Kita-Fachberaterinnen von Stadt und Landkreis Holzminden und dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Erziehung gemeinsam gestalten. Ziel ist es, die pädagogischen Fachkräfte und Kinder in der Region zu stärken.  

 

Für die Anmeldung sowie weiterführende Informationen zu diesem Vortrag sowie allen weiteren Live-Stream-Veranstaltungen steht das Team der KVHS gerne telefonisch unter den Rufnummern 0 55 31 - 707 224 zur Verfügung oder beantwortet alle Fragen via Mail (info@kvhs-holzminden.de). Anmeldung ist auch über die Homepage der KVHS und vom nifbe möglich.

 

trotz Coronaabstand mit herzlicher Gratulation. Landrat Michael Schünemann (l.) übergibt Ralf Knocke (r.) die Ernennungsurkunde
trotz Coronaabstand mit herzlicher Gratulation. Landrat Michael Schünemann (l.) übergibt Ralf Knocke (r.) die Ernennungsurkunde

Ralf Knocke als stellvertretender Kreisbrandmeister bestätigt

03.02.2021/PM

Kreis Holzminden. Wegen des Corona-Lockdowns in der Öffentlichkeit fast unbemerkt stand bei der Kreisfeuerwehr eine wichtige Personalie zur Debatte, die mittlerweile auch formal längst erledigt ist. Ralf Knocke, seit sechs Jahren stellvertretender Kreisbrandmeister, ist schon im letzten Herbst für eine weitere Amtsperiode von seinen Kameraden bestätigt worden. Auch der Kreistag hatte dieser Wahl am 14. Dezember zugestimmt, auf die feierliche Übergabe der Urkunde dazu war aber wegen der besonderen coronabedingten Umstände verzichtet worden. Das holte Landrat Michael Schünemann jetzt im Kreishaus nach. Für beide bedeutete das nur einen kurzen Weg. Denn nicht nur der Landrat versieht seinen Dienst im Kreishaus, auch der 56-jährige Knocke ist im Inneren Service der Verwaltung beschäftigt.

Auch der Landkreis Holzminden profitiert von der Förderung des ÖPNV

30.01.2021/PM 

Kreis Holzminden. In diesem Jahr beteiligt sich das Land Niedersachsen mit einem Rekordvolumen von rund 157 Millionen Euro an insgesamt 324 Projekten zum Ausbau und zur Verbesserung des ÖPNV im ganzen Land. Die SPD-geführte Landesregierung ermöglicht mit dem ÖPNV-Jahresförderprogramm 2021 Investitionen von insgesamt rund 319 Millionen Euro in ganz Niedersachsen in allen Bereichen des ÖPNV. Auch der Landkreis Holzminden profitiert von dieser breiten Investition gegen die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

 

In Delligsen, Hohenbüchen, Kaierde, Mühlenberg, Fohlenplacken, Silberborn, Boffzen, Fürstenberg und Holzminden werden durch die Gelder aus Hannover Bushaltestellen in Stand gesetzt oder neu gebaut. Gefördert wird mit 94.000 Euro aber auch die Anschaffung eines neuen Omnibusses der Firma Koch Busreisen in Delligsen. Sabine Tippelt (SPD): „Die Corona-Pandemie bedeutet einen herben Rückschlag für den ÖPNV. Mit den Geldern aus Hannover wird verhindert, dass der ÖPNV in unserer Region dauerhaft geschwächt wird.“ Die heimische Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt (SPD) zeigte sich deshalb zuversichtlich: „Die SPD-geführte Landesregierung investiert auch im Landkreis Holzminden gegen die Krise.

Ein starker ÖPNV ist für die Region besonders wichtig und bereitet einen starken Standort. Wir steigern mit den Investitionen die Attraktivität des Nahverkehrs in der Region und unterstützen den weiteren Ausbau. Je mehr Fahrgäste der ÖPNV nach der Pandemie zurückgewinnen kann, desto größer wird dann auch der Beitrag zum Klimaschutz.“

Die Corona-Pandemie trifft den ÖPNV landesweit mit Fahrgastrückgängen um bis zu 80 Prozent. Neben der jährlichen Landesförderung hat die Landesregierung zur Unterstützung der Verkehrsunternehmen und ÖPNV-Aufgabenträger für die Bewältigung der Corona-Pandemie einen Rettungsschirm aufgespannt. Aus dem Bundeshaushalt (212 Millionen Euro) und dem Landeshaushalt (190 Millionen Euro) stehen 402 Millionen. Euro für die Schadensausgleiche zur Verfügung.

Es ist allerdings zu erwarten, dass aufgrund der andauernden Pandemie und der geringen Auslastung des ÖPNV auch in 2021 noch erhebliche Schäden im ÖPNV auftre- ten. Das Land Niedersachsen setzt sich deshalb für eine zügige Verlängerung des gemeinsamen ÖPNV-Rettungsschirms ein und hat dazu über die Verkehrsministerkonferenz bereits Kontakt zum Bund aufgenommen. 

Falsche Bankmitarbeiter erbeuten fünfstellige Geldsumme

29.01.2021/PM 

Holzminden. Nachdem in der Vergangenheit falsche Polizeibeamte weitestgehend ältere Menschen um ihr Erspartes betrogen haben, sind es nun auch falsche Bankangestellte, die die Gutgläubigkeit der Bürgerinnen und Bürger gnadenlos ausnutzen und damit ihr Geld verdienen.

 

Ein solcher Fall ereignete sich in der vergangenen Woche im Landkreis Holzminden, bei dem ein 75 Jahre alter Mann um eine fünfstellige Geldsumme gebracht wurde.

 

Der Senior schöpfte keinen Verdacht, als am frühen Abend die Festnetznummer seiner Hausbank im Display angezeigt wurde. Es meldete sich ein Herr Meißner, angeblicher Mitarbeiter der Hausbank. Mit der Legende, dass es verdächtige Abbuchungen vom Konto des 75-Jährigen gegeben habe, welche verifiziert werden sollten.

 

Als der Angerufene verneinte Buchungen getätigt zu haben, bot Herr "Meißner" an, die Aufträge zurückzubuchen. Dazu ließ dieser sich zunächst die Nummer der EC-Karte von dem Senior "zum Abgleich" vorlesen. Im Anschluss forderte der angebliche Bänker den ahnungslosen Mann auf, die EC-Karte in den TAN-Generator zu schieben und das Gerät an sein Telefon zu halten.

 

Trotz der Anmerkung des 75-Jährigen, dass der TAN-Generator defekt sei, wies Herr "Meißner" ihn an die Karte mehrfach in das Gerät zu schieben und mit "OK" zu bestätigen, was dieser auch tat. Es ertönte ein lauter Piepton und der Anruf wurde beendet.

 

Nachdem der Senior vergeblich versuchte Herrn "Meißner" unter der im Display angezeigten Rufnummer zu erreichen, versuchte er sein Konto online zu kontrollieren und musste feststellen, dass er keinen Zugriff darauf hatte. Er suchte daraufhin am Folgetag seine Hausbank auf und musste feststellen, dass ein fünfstelliger Betrag von seinem Konto, zunächst auf ein Konto einer Bank in Deutschland und dann weiter ins Ausland, abgebucht wurde.

 

Der Geschädigte erstattete Strafanzeige.

 

Ein ähnlicher Sachverhalt ereignete sich ebenfalls in der vergangenen Woche im selben Landkreis. Hier schöpfte der Angerufene jedoch Verdacht und beendete das Gespräch umgehen, so dass es zu keinem Schaden kam.

 

"Call-ID-Spoofing" nennt sich das "Kopieren" von Telefonnummern. Auch die falschen Polizeibeamten kopieren auf diese Art die Nummern echter Polizeidienststellen und täuschen so Richtigkeit bei ihren Anrufen vor.

 

Die Polizei rät daher:

 

Ist ihnen der Name des Anrufers unbekannt, prüfen Sie ob es diesen Mitarbeiter tatsächlich gibt. Kontaktieren Sie dazu ihren eigenen Berater/in. Beenden sie daraufhin ein laufendes Gespräch. Lassen Sie sich auf keinen Fall weiterverbinden!

 

Wählen Sie bei einem Rückruf nur die Ihnen bekannte Telefonnummer der Bank oder suchen Sie diese selbst aus öffentlichen Telefonverzeichnissen heraus!

 

Bankmitarbeiter werden niemals persönliche Daten oder Kontodaten am Telefon erfragen und erst recht nicht nach der persönlichen Geheimzahl (PIN), der EC-Kartennummer oder der Transaktionsnummer (TAN) verlangen.!

 

Geben Sie am Telefon niemals Daten, wie Bankdaten, Zugangsdaten, Passwörter, etc. preis!

 

Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen!

 

Beenden Sie das Telefonat, sobald Ihnen etwas verdächtig vorkommt!

 

Sprechen Sie mit Familienangehörigen oder anderen Vertrauenspersonen über solche Anrufe und holen Sie sich Rat!

Rodeln bleibt weiter untersagt

29.01.2021/PM

Kreis Holzminden. Während der Winter in den letzten Tagen den Hochlagen von Solling, Ith und Hils in den letzten Tagen neue Schneemengen beschert hat, muss das Rodeln auf den beliebtesten Hängen des Landkreises wegen der Pandemie weiter unterbleiben. Darauf machen Justiziariat und der Bereich Sicherheit und Ordnung der Kreisverwaltung noch einmal aufmerksam. 

 

Wegen der Pandemie wurden vor drei Wochen vom Landkreis eine Allgemeinverfügung erlassen, nach der auf dem Köterberg, den Flughafenwiesen auf dem Ith, auf dem Hils beim Roten Fuchs und im Solling bei Silberborn und Neuhaus nicht gerodelt werden darf. Die Allgemeinverfügung wurde eine Woche später auf unbestimmte Zeit verlängert, gilt also immer noch. Ordnungskräfte der Polizei und der Ordnungsämter werden die Einhaltung des Verbotes wie an den Wochenenden zuvor stärker kontrollieren, damit eine Infektionsgefahr an den bei vielen Menschen gern aufgesuchten Plätzen minimiert werden kann. 


Impf-Hotline: Landkreis Holzminden kann keine Termine freischalten!

28.01.2021/PM

Kreis Holzminden. Seit heute Morgen ist die Impf-Hotline des Landes Niedersachsen für eine Vergabe von Terminen freigeschaltet und wie erwartet laufen die Telefone heiß. Doch die Auskünfte, die durch die Hotline gegeben werden, sind teilweise irreführend. Das Impfzentrum Holzminden sei in Hannover nicht gelistet, weil man in Holzminden keine Termine freigeschaltet habe. Das aber ist so nicht richtig. 

„Eine Freigabe von Terminen durch unser Impfzentrum ist nur dann möglich, wenn wir wissen, wann die nächste Lieferung kommt“, sagt die im Landkreis Holzminden für das Impfzentrum zuständige Dezernentin Manuela Schäfer. Darüber aber gebe es im Moment keine verlässlichen Informationen. „Nach dem Zuteilungsschlüssel des Landes wären wir wieder in 23 Tagen dran“, erklärt die Dezernentin. Da aber die Produzenten des Impfstoffs in der letzten Zeit immer wieder Verzögerungen und Lieferprobleme gemeldet hätten, sei das nicht wirklich verlässlich. „Aus diesem Grund schalten wir absprachegemäß mit dem Land erst dann Termine frei, wenn wir verlässlich neuen Impfstoff bekommen“, so Schäfer. Einige Mitarbeitende der Agentur, die für die Impf-Hotline des Landes die Kommunikation übernommen hat, vermittelten mit ihren Aussagen den Eindruck, als habe der Landkreis auf diesen Prozess einen Einfluss. „Dem ist aber definitiv nicht so“, stellt Schäfer klar. 

Dass die niedersächsische Impf-Hotline und das Portal zur Anmeldung an den ersten Tagen überlastet sein würde, war allen ausführenden Beteiligten sowohl in den Kommunen als auch in Hannover klar. Aus diesem Grund und wegen des extrem knappen Impfstoffs appelliert Landrat Michael Schünemann noch einmal an die Bevölkerung des Landkreises. „Bitte haben Sie Geduld, was die Terminvergabe betrifft“, bittet der Landrat.   

Impfen: Es geht weiter!

26.01.2021/PM

Kreis Holzminden. Nach einer fast dreiwöchigen Pause ist der Landkreis Holzminden wieder mit Impfstoff beliefert worden. Bereits am gestrigen Montag war eine Sendung für die Zweitimpfung der bereits geimpften Personen im Holzmindener Impfzentrum angekommen. Am heutigen Dienstag, den 26.01. folgte eine weitere Lieferung über 1170 Impfdosen für die nächste Gruppe von Menschen. Weil der Landkreis vom Land Niedersachsen ein zweites mobiles Impfteam bewilligt bekommen hat, soll jetzt mit Hochdruck vor allem in weiteren Seniorenheimen geimpft werden. Entgegen anderslautender Meldungen sind die neuen Impfdosen aber keine Extrazuteilung größeren Umfangs durch das Land, sondern lediglich eine etwas vorgezogene geplante Lieferung.   

 

„Wir sind natürlich froh, dass wir jetzt weitermachen können“, erklärt Landrat Michael Schünemann. Trotz der nicht ganz einfachen Situation bei der ersten Belieferung konnten alle Impfdosen restlos an Menschen aus der höchsten Prioritätengruppe geimpft werden. Schwierigkeiten hatten sich daraus ergeben, dass von den Betroffenen in den Pflegeheimen vom Land vorgegebene Einwilligungserklärungen ausgefüllt werden mussten, die zum Zeitpunkt der Lieferung noch nicht alle zurückgekommen waren. Darüber hinaus kam die Nachricht, dass der Impfstoff nicht wie angekündigt insgesamt 15 Tage, sondern nur zehn Tage haltbar sei. „Das Team der Johanniter hat daraufhin auch Pflegedienste, Rettungsdienstmitarbeiter und Krankenhausangehörige angefangen zu impfen“, sagt der Landrat, „dadurch konnten wir auch schon in anderen extrem wichtigen Schlüsselbereichen größere Sicherheit schaffen.“  

 

Die jetzt neu angekommene Lieferung werde hauptsächlich in den Seniorenheimen verimpft, zumal dort bei den Bewohnern auch die anfangs stärker verbreitete zögerliche Haltung abgenommen hat. „Seit viele in den Heimen gemerkt haben, dass die Impfung auch für Ältere ungefährlich ist, haben sich nachträglich noch viele gemeldet, die jetzt auch geimpft werden wollen“, macht die fürs Impfzentrum zuständige Dezernentin Manuela Schäfer deutlich. Diese Impfungen sollen so schnell wie möglich nachgeholt werden.

 

Die jetzt angekommene Impfcharge ist nämlich keine außerordentliche, sondern nur eine um ein paar Tage vorgezogene. Und auch die Menge der Impfdosen ist nicht größer geworden. Bei den 1170 gelieferten Dosen handelt es sich um dieselbe Menge wie vor drei Wochen. Nur, dass inzwischen eben mit jeweils einem Fläschchen sechs statt fünf Impfungen vorgenommen werden können. „Die Freigabe dafür hatten wir vor drei Wochen noch nicht“, stellt Manuela Schäfer klar.  

Das Zentrum für ehrenamtliches Engagement sucht Glücksmaler & Schreiberlinge
Das Zentrum für ehrenamtliches Engagement sucht Glücksmaler & Schreiberlinge

Kinder aufgepasst: Glücksmaler & Schreiberlinge gesucht!

Zentrum für ehrenamtliches Engagement  startet Aktion „Glückspost“

26.01.2021/PM

Kreis Holzminden. Besonders für Kinder und Senioren ist die derzeitige Corona-Situation belastend. Um beiden Bevölkerungsgruppen eine Freude zu machen, startet das Projekt „Glückspost“. Gesucht werden möglichst viele Kinder aus dem Landkreis Holzminden, die zu Hause oder in der Notbetreuung fröhliche Bilder malen, schöne Briefe oder Gedichte schreiben. Die sollen dann vom Zentrum für ehrenamtliches Engagement im Landkreis Holzminden (ZEE), das der Kreisvolkshochschule angegliedert ist, an ältere Menschen verschickt werden.

 

Das ZEE ist eine Anlaufstelle für Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren (möchten) sowie für regionale Organisationen und Vereine, die freiwillige Helfer*innen für gemeinnützige Arbeit oder Unterstützung suchen. Es werden Verbindungen zwischen engagierten Menschen und gemeinwohlorientierten Einrichtungen geschaffen sowie Projekte zur Unterstützung des Ehrenamtes umgesetzt. „Da die Vereins- und Freiwilligenarbeit coronabedingt leider nur sehr eingeschränkt möglich ist, gehen wir neue Wege, Menschen miteinander zu verbinden,“ so Anja Kurth vom ZEE. Deshalb sei das Projekt „Glückspost“ vom ZEE ins Leben gerufen worden.

 

Die von den Kindern gestalteten Bilder, Briefe oder Gedichte können – bitte versehen mit dem Stichwort: „Glückspost“ – per Post an das Zentrum für ehrenamtliches Engagement (Neue Straße 7, 37603 Holzminden) geschickt oder am selben Standort in den Briefkasten der Kreisvolkshochschule Holzminden geworfen werden. Hier wird die „Glückspost“ gesammelt und anschließend an Pflegeheime und mobile Pflegedienste in der Region übermittelt. „Kinder dürfen kaum mit Freunden spielen und Senioren sind als Risikogruppe oft auch sehr isoliert. Mit der Glückspost bringen wir beide zusammen. Schön wäre es, wenn der Vorname des Kindes und das Alter auf dem Kunstwerk vermerkt werden. Vielleicht finden sich ja sogar „Briefpatenschaften“, wenn das gewünscht ist. Sollte es Kinder und Senioren geben, die daran Interesse haben, so stellen wir sehr gerne den Kontakt her.“ Bei den Bildern, Briefen oder Gedichten freue sie sich über die Fantasie der Kleinen. Vorgaben oder Altersbeschränkungen gebe es nicht. Die Botschaft sei ganz einfach: „Wir denken an Euch und wollen Freude bereiten,“ erläutert Anja Kurth die Projektidee. 

 

Weiterführende Informationen sind erhältlich beim Zentrum für ehrenamtliches Engagement im Landkreis Holzminden unter der Rufnummer 05531 707 390 oder via Mail an (zee@landkreis-holzminden.de). Auch interessierte Senioren und Pflegeeinrichtungen oder Pflegedienste können sich hier gerne melden. 

 

Was passiert, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz die 200 überschreitet?

22.01.2021/PM

Kreis Holzminden.  Die Zahl der COVID-Infizierten im Landkreis Holzminden steigt Tag für Tag rasant und damit auch die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz. Sollte letztere die 200er-Marke überschreiten, stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit weiterer Maßnahmen. Bereits am Donnerstag traf sich ein kleiner, aus den zuständigen Dezernaten des Landkreises und der Polizei bestehenden Krisenstabes, um mögliche Konsequenzen zu diskutieren. Im Falle der Überschreitung der Inzidenzmarke werden weitere verschärfende Beschränkungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens nötig, waren alle Beteiligten sich einig. Unter anderem wird es eine Ausgangsperre geben und die Grundschulen sollen schließen.

 

Derzeit gibt es vor allem zwei Einrichtungen im Landkreis, in denen viele Personen gleichzeitig positiv getestet worden sind. Hier sieht die ab Montag geltende Landesverordnung schon vor, dass sich ab sofort alle Besucher und in den Einrichtungen arbeitenden oder sich aufhaltenden Menschen täglich einem Schnelltest unterziehen müssen. „Um eine bessere Übersicht zu erhalten, ist dem Landkreis einmal wöchentlich das Ergebnis per E-Mail unter meldung-schnelltest@landkreis-holzminden.de mitzuteilen“, sagt Gesundheitsdezernentin Anja Krause. Ihr sei völlig bewusst, dass dies für die sowieso schon stark belasteten Seniorenheime einen zusätzlichen Aufwand bedeute. „Um eine Verbindlichkeit sicherzustellen, sehen wir uns zu diesem Schritt einfach aber gezwungen,“ macht Krause deutlich.  

 

Während die Dokumentationspflicht unabhängig vom Inzidenzwert auf jeden Fall ab dem 25.01.2021 gilt, sind für den Fall des Überschreitens des 200er-Inzidenzwertes auch für alle anderen Menschen im Landkreis weitere Beschränkungen beschlossen worden. Denn auch überall sonst im Landkreis ist es in der vergangenen zwei Wochen zu Infektionen gekommen, die die Nachverfolgung für das Gesundheitsamt mittlerweile schwierig machen. „In der jetzigen Situation bleibt uns gar nichts anderes mehr übrig, als zu handeln“, erklärt Landrat Michael Schünemann dazu, „alles andere wäre grob fahrlässig.“ Sollte der Inzidenzwert also die 200 übersteigen, wird es zu Ausgangssperre von 20.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens im gesamten Landkreis kommen. Wer in dieser Zeit von den Ordnungskräften unterwegs angetroffen wird, müsste dann schon stichhaltige Gründe nachweisen, weswegen das absolut notwendig ist. 

 

Da auch in Schulen und Kitas vermehrt Infektionen aufgetreten sind, soll es auch für die Grundschulen eine Verschärfung geben. Anders als in der ab Montag geltenden niedersächsischen Verordnung würden auch sie im Landkreis komplett für den Präsenzunterricht geschlossen werden. „Wir haben inzwischen auch ein immer wieder aufflammendes Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit Einrichtungen für unsere Jüngsten“, unterstreicht der Landrat, „das müssen wir in Griff bekommen, wenn es sein muss, eben auch mit drastischen Maßnahmen.“ Schünemann bitte alle Menschen im Landkreis um Verständnis für die geplanten Maßnahmen. „Wir wissen um die harten Einschnitte im Moment, aber wir sind gezwungen zu handeln:“    

 

Verdienstausfallentschädigungen digital übers Online-Portal stellen!

20.01.2021/PM

Kreis Holzminden. Verdienstausfallentschädigungen wegen Corona durch das Land Niedersachsen sollten schnell kommen, denn wenn das Geld knapp wird, bringt das sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmer ganz unmittelbar in Bedrängnis. Doch damit es tatsächlich zügig mit der Bearbeitung vorangehen kann, sollten die Anträge digital gestellt werden. Papier entschleunigt den Prozess zum Nachteil der Betroffenen immens.  

 

Seit Mitte letzten Jahres steht online eine vom Land Niedersachsen organisiertes digitales Fachverfahren unter www.ifsg-online.de zur Verfügung. In wenigen Schritten können die Antragsteller dort ihre Unterlagen schnell und datensicher hochladen. Die Internetseite enthält darüber hinaus auch viele wichtige Informationen rund ums gesamte Thema Verdienstausfallentschädigungen nach dem IfSG, wodurch sich unter Umständen verzögernde Fehler vermeiden helfen. Doch über 60 Prozent der Anträge gehen bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises immer noch per Post oder Mail ein. „Die mussten wir alle händisch erst einmal in das System einpflegen, um sie nach Prüfung dann ans Land weiterleiten zu können“, erklärt Nicole Christoph aus dem entsprechenden Bereich des Landkreises. Bis Mitte Dezember habe man das endlich geschafft, alle vorliegenden Verdienstausfallentschädigungsanträge so zu bearbeiten. Doch jetzt laufen wieder eine Menge an Unterlagen in der Wirtschaftsförderung ein, bei denen dann noch dazu nicht selten das eine oder andere fehlt. „Die müssen wir dann nachfordern und zeitintensiv noch einmal prüfen“, sagt Christoph.

 

Einfache und schneller, darauf weist auch Dr. Jutta Klüber-Süßle als Bereichsleiterin der Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung hin, die Unterlagen gleich digital hochzuladen. „Im Digitalverfahren werden grundsätzlich alle für die Prüfung der Verdienstausfallschädigungen notwendigen Informationen bereits abgefragt“, macht Klüber-Süßle noch einmal deutlich. Mit Blick auf eine erheblich verkürzte Bearbeitungszeit sei es deshalb auf jeden Fall empfehlenswert, das digitale Fachverfahren unter www.ifsg-online.de zu nutzen. 

 

Ehemaliger Landrat Heinz Sassin verstorben

19.01.2021/PM

Holzminden. Der Landkreis trauert um den ehemaligen ehrenamtlichen Landrat und langjährigen Kreistagsabgeordneten Heinz Sassin. Er ist am Sonnabend vorvergangener Woche im Alter von 81 Jahren verstorben. Der Eschershäuser gehörte dem Kreistag als Mitglied der SPD insgesamt 27 Jahre an und war in dieser Zeit in etlichen Ausschüssen vertreten. „Als ein Politiker, der sich mit außergewöhnlichem Engagement und großem Verantwortungsgefühl um die Belange der Bürger*innen des Landkreises gekümmert hat, kann uns alle seine Persönlichkeit nur als ein gutes Vorbild dienen“, erklärt Landrat Michael Schünemann. Sassin habe die Entwicklung des Landkreises über Jahrzehnte aufs Engste begleitet. Nach seinem Tod gelte den Angehörigen aufrichtige Anteilnahme und größtes Mitgefühl.    

 

Heinz Sassin war von 1974 bis 2001 Kreistagsabgeordneter. Zehn Jahre lang, von 1991 bis 2001, war er überdies ehrenamtlicher Landrat. Nach seiner ersten Amtsperiode wurde er 1996 noch ein zweites Mal wieder gewählt. Bei zahlreichen Veranstaltungen und offiziellen Treffen repräsentierte er während dieser Zeit den Landkreis und hatte dabei auch noch jederzeit ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Bürger*innen. Für sein unermüdliches politisches Wirken wurde dem gebürtigen Hamburger 1990 schließlich vom Kreistag der Wappenring des Landkreises Holzminden überreicht, neun Jahre später in Anerkennung seiner besonderen Verdienste wurde ihm das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. 

 

v. l.: Sebastian Multhoff (Dienststellenleiter Johanniter Unfallhilfe Holzminden), Anne Multhoff, (stellvertretende Leiterin des Impfzentrums Holzminden), Dr. Patric Löwis of Menar (Impfarzt), Landrat Michael Schünemann und Dr. Christian Schaefer
v. l.: Sebastian Multhoff (Dienststellenleiter Johanniter Unfallhilfe Holzminden), Anne Multhoff, (stellvertretende Leiterin des Impfzentrums Holzminden), Dr. Patric Löwis of Menar (Impfarzt), Landrat Michael Schünemann und Dr. Christian Schaefer

Impfzentrum: Die letzten Impfdosen sind verimpft

15.01.2021/PM

Holzminden. Ortstermin am Donnerstagmorgen um 8.30 Uhr im Impfzentrum des Landkreises Holzminden. Landrat Michael Schünemann besucht das Zentrum, um sich ein Bild über die Lage vor Ort und die Arbeit des mobilen Impfteams zu verschaffen. Die Mitarbeiter der vom Landkreis verpflichteten Johanniter Unfallhilfe und auch die ärztliche Leitung können eigentlich nur Positives berichten. Eigentlich, denn die Entscheidung der Landesregierung, erst in fast einem Monat weitere Impfdosen nachzuliefern, macht die Aktiven vor Ort fassungslos.

 

„Wir haben hier sowohl im Impfzentrum selbst als auch mit dem mobilen Team innerhalb kürzester Zeit alles verimpft“, kann Anne Multhoff, stellvertretende Leiterin des Zentrums, zufrieden feststellen. Deshalb sei es auch im Zusammenhang mit den hochsensiblen Dosen zu keinerlei Verwerfungen gekommen. Das bedeutet, dass alle 975 Impfdosen bis zum Donnerstagabend verimpft werden konnten, keine der Dosen musste beschädigt oder verdorben entsorgt werden. Durch ein kurzfristig angepasstes Terminmanagement sei es besonders auch mit dem mobilen Team gut möglich  gewesen, flexibel zu reagieren und den Kapazitäten entsprechend in verschiedenen Seniorenheimen zu impfen, erklärt dazu auch Sebastian Multhoff, Geschäftsstellenleiter der Holzmindener Johanniter. Zwischen 150 und 200 Impfungen habe man dadurch insgesamt täglich erfolgreich durchführen können. Im Zentrum selbst, wo im Moment mit Dr. Patric Löwis of Menar nur ein Arzt eine einzige Impfstrecke medizinisch betreut, funktioniert der Ablauf reibungslos. „Alle Kräfte arbeiten hier Hand in Hand ohne Probleme zusammen“, ergänzt Sebastian Multhoff, „derzeit könnten wir nicht nur zügig weitermachen, sondern unsere Kapazitäten auch spielend erweitern.“       

 

Umso größer ist das Unverständnis bei allen Beteiligten vor Ort, dass das Land bei der Lieferung der nächsten Impfdosen einen Verteilschlüssel anwenden will, der den ländlichen Raum benachteiligt und den Landkreis Holzminden erst wieder in knapp einem Monat berücksichtigt. „Wir sind jetzt hier in voller Fahrt, alles läuft gut eingespielt und dann werden wir ausgebremst“, erklärt Dr. Christian Schaefer, ärztlicher Leiter des Impfzentrums, enttäuscht. Er forderte mit Nachdruck eine an der Altersstruktur orientierte Verteilung der Impfdosen, denn nur so könne die geforderte vorrangige Impfung der besonders gefährdeten Bürger des Landkreises umgesetzt werden. 

 

Auch Landrat Michael Schünemann vermisst neben einer offensiveren und schlüssigeren Marketingstrategie der Landesregierung auch eine den demographischen Bedingungen angepasste Impfstrategie. „Wir könnten als Landkreis hier viel schneller und offenkundig effizienter mit den Impfungen vorgehen als vom Land erwartet“, resümiert der Landrat nach seinem Besuch im Zentrum, „stattdessen müssen wir jetzt unseren Betrieb wieder auf Leerlauf zurückfahren und dürfen das den Menschen am Telefon auch noch erklären.“ Er habe alle vier Landtagsabgeordneten kontaktiert und werde sich weiter beim Land für eine Änderung der geplanten Strategie einsetzen.  

 

Landrat Michael Schünemann bei einem Besuch im Impfzentrum Holzminden.
Landrat Michael Schünemann bei einem Besuch im Impfzentrum Holzminden.

Landrat Michael Schünemann fordert Impfgerechtigkeit

Das ist ein Skandal!:

Nur noch alle 25 Tage soll der Landkreis Impfdosen erhalten

13.01.2021/PM

Holzminden. Am morgigen Donnerstag, den 14.01.2021 ist die erste Charge der vom Land ans Holzmindener Impfzentrum gelieferten Impfdosen verbraucht, das Vertrauen in die Landesregierung war groß, dass sobald neue zur Verfügung stehen, auch der Landkreis Holzminden sofort weiter impfen kann. Schließlich ist ein Drittel der Bevölkerung hierzulande mittlerweile über 65 Jahre alt und damit am gefährdetsten, wenn das Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit dem Coronavirus sich weiter verschärft. Doch jetzt kamen schlechte Nachrichten aus Hannover. Nur noch alle 25 Tage soll der Landkreis Impfdosen erhalten, während in der Region Hannover alle zwei Tage Lieferungen erfolgen sollen. Landrat Michael Schünemann zeigt sich entsetzt.  

 

„Gestern erreichte uns über Umwege die überraschende Mitteilung des Landes, dass der Landkreis Holzminden zunächst keinen weiteren Impfstoff für die erste Impfdosis erhält“, erklärte der Landrat. Bei der Verteilung des Impfstoffs richte sich das Land nach einem einwohnerbezogenen Verteilerschlüssel, nach dem die Region Hannover alle zwei Tage mit neuem Impfstoff versorgt würde, während der Landkreis Holzminden nur alle 25 Tage berücksichtigt wird. Lediglich der Landkreis Wittmund und der Landkreis Emden müssten noch länger als der Landkreis Holzminden warten.

  

„Das bedeutet für uns einen unverhältnismäßig langen Impfstillstand“, kommentierte Schünemann die Nachricht. „Damit können wir unsere Menschen in der Priorität 1 wochenlang nicht impfen, während beispielsweise die  Region Hannover schon wesentlich schneller Personen aus der Priorität 3 impfen kann. Das Vorgehen widerspreche der geplanten Impfstrategie und zeige einmal mehr, dass der ländliche Raum und dünn besiedelte Landkreise wie der Landkreis Holzminden wieder einmal  wenig Berücksichtigung fänden.

  

Die Folge, so Schünemann sei außerdem ein kostenintensiver  Leerlauf. Sowohl das Impfzentrum als auch das mobile Team könnten ihre Aufgaben nicht wahrnehmen.

Gleichzeitig habe das Kompetenzzentrum des Landes dem Landkreis ein zweites mobiles Impf-Team genehmigt, das mache noch weniger Sinn. „Womit soll das zweite Team arbeiten, wenn für das erste Team schon kein Impfstoff da ist?“ fragt der Landrat. Die Stärke der kleineren Landkreise liege gerade darin, dass schnell und flexibel reagiert werden könne und sogar Personen aus anderen Landkreisen mit geimpft werden könnten, wenn eine gleichmäßige und gesicherte Verteilung des Impfstoffs erfolge.

Rodelhänge: Landkreis verlängert Sperrung bis Ende Januar

13.01.2021/PM

Kreis Holzminden. Wegen der anhaltend kalten Witterung hat der Landkreis Holzminden seine Allgemeinverfügung für die Sperrung der größten und am stärksten frequentierten  Rodelhänge im Kreisgebiet bis Ende Januar verlängert. Um Missverständnissen vorzubeugen, ist in der neuen Verfügung auch noch einmal klargestellt, was verboten und was erlaubt ist.

 

Betroffen von dem Rodelverbot waren schon seit letztem Freitag ein zum Landkreis gehörender Hang auf dem Köterberg, die Flughafenwiesen auf dem nördlichen Ithkamm, der Kammweg um Wilhelm-Raabe-Weg am Roten Fuchs im Hils und zwei Rodelhänge im Solling in der Nähe Silberborns bzw. Neuhaus´. Dabei ist ganz konkret das Rodeln verboten, Spazierengehen, Ski-Langlauf, Walking oder das Hinterherziehen eines Schlittens beim Spazierengehen bleibt weiter erlaubt. „Wir wollen möglichen Infektionen vorbeugen, nicht den Menschen das Rausgehen in die Natur verbieten“, macht Landrat Michael Schünemann in diesem Zusammenhang noch einmal deutlich. Auch die Androhung von Bußgeldern von bis zu 25.000 Euro sei eine juristisch zwingend in einer solchen Verfügung zu formulierende Maximalahndung. „Wir sind uns mit den ausführenden Ordnungskräften einig, dass Einsicht nicht über Bestrafung, sondern mit Ansprache zum Ziel führt“, ergänzt der Landrat. Nur wo das zu nichts führe, müsste im Zweifelsfall auch hart durchgegriffen werden könne. „Das vergangene Wochenende hat gezeigt, dass das wirklich nur im absoluten Ausnahmefall nötig war“, erklärt Schünemann weiter. Er glaube daran, dass man sich auch weiterhin auf das Verständnis der Bevölkerung verlassen könne.

 

.l. Landrat Michael Schünemann, Corinna Schmidt (stellvertretende Leiterin KVHS), Krystyna Tessmann und Dezernentin Manuela Schäfer bei der Verabschiedung
.l. Landrat Michael Schünemann, Corinna Schmidt (stellvertretende Leiterin KVHS), Krystyna Tessmann und Dezernentin Manuela Schäfer bei der Verabschiedung

Krystyna Tessmann verabschiedet

13.01.2021/PM

Holzminden. „Die Bahnhofstraße 31, das war für mich immer Krystyna Tessmann“, kann Corinna Schmidt, stellvertretende Leiterin der Kreisvolkshochschule Holzminden, nur feststellen. Schmidt wird sich zukünftig umstellen müssen, denn die langjährige Koordinatorin für Integration, Sprachkurse und Deutschunterricht an der Kreisvolkshochschule ist in ihren wohlverdienten Ruhestand gegangen. In einer kleinen Feierstunde würdigten Landrat Michael Schünemann, die zuständige Dezernentin Manuela Schäfer und Corinna Schmidt die „Seele“ des altehrwürdigen KVHS-Schulgebäudes in der Bahnhofstraße. 

 

An die 100 Integrationskurse sind unter der Leitung von Krystyna Tessmann seit 2005 organisiert worden. Wie viele genau kann sie selbst gar nicht beantworten, denn neben den vom Bundesamt für Migration beauftragten gab es auch eine Reihe von Praktikums- und arbeitsplatzbegleitenden Kursen, die anderweitig finanziert wurden. Spätestens mit dem Einsetzen der Flüchtlingswelle 2015 jedoch hatte Tessmann mit der Beteiligung an Ausschreibungen, der Organisation von Kursen, der Dozent*innenakquise und den Prüfungen derart viel zu tun, dass sie oft nicht wusste, wo ihr der Kopf stand. Gemeistert hat sie diese Turbulenzen dennoch mit viel Energie, Überzeugungskraft und Durchsetzungsvermögen. „Ich bin ja eigentlich von meiner ursprünglichen Ausbildung her Lehrerin, aber in diesen anderthalb Jahrzehnten so vielen Menschen in der Kreisvolkshochschule erfolgreich eine Möglichkeit gegeben zu haben, sich in Deutschland in der Sprache und mit der Kultur zurechtzufinden, hat mir sehr viel Spaß gemacht“, sagt sie über ihre Arbeit und vergisst dabei nicht zu betonen, dass sie sich stets auf ein tolles Team habe verlassen können 

 

Was das Zurechtfinden in komplett neuer Umgebung bedeutet, weiß Krystyna Tessmann dabei selbst sehr genau. 1987 verschlug es sie der Liebe wegen nach Deutschland und in den Landkreis Holzminden. Während eines Urlaubs im Weserbergland lernte sie ihren späteren Mann Eckard kennen und zog seinetwegen nach Stadtoldendorf. Dabei hatte die gebürtige Breslauerin in ihrem Heimatland durchaus einiges zu verlieren. Als Grundschul- und Gymnasiallehrerin mit einem Magister in russischer Philologie galt die damals 32-Jährige als designierte neue Leiterin ihrer Schule. 

Stattdessen wagte sie jedoch einen kompletten Neuanfang in Stadtoldendorf, lernte Deutsch am renommierten Göttinger Goetheinstitut und fand schließlich 1989 als Honorardozentin an der Kreisvolkshochschule eine neue Stelle. Eben noch hatte sie selbst deutsche Vokabeln und Grammatik gepaukt, jetzt brachte sie anderen die Sprache bei. Als die Welle der vornehmlich aus Russland kommenden Spätaussiedler abebbte, machte sie eine weitere Ausbildung zur Industriekauffrau. Der Kreisvolkshochschule blieb sie am Ende dennoch treu, nicht zuletzt wohl auch deswegen, weil sie zu den im Lauf der Zeit wechselnden Schulleitungen immer einen guten Draht hatte und ihre Arbeit von allen sehr geschätzt wurde. 

 

So ganz kann Krystyna Tessmann auch nach ihrem Ruhestand nicht von der Kreisvolkshochschule lassen. Sie wird künftig wieder stärker als Sprachdozentin unterwegs sein. Und auch die Einarbeitung ihrer Nachfolgerin übernimmt sie noch für ein paar Monate. Langeweile wird sie mit dem daneben gewonnenen Freiraum auch nicht bekommen, dafür reist sie mit ihrem inzwischen auch pensionierten Mann zu gern oder genießt einfach einen Spaziergang durch das schöne Weserbergland. Und ins polnische Glubczyze, dem Partnerkreis des Landkreises Holzminden, wird sie ihr Weg außerdem immer wieder führen. „Ich habe als Übersetzerin auf den Reisen dorthin viele Freundschaften geschlossen“, sagt Tessmann, „die werde ich pflegen.“

 

Wochenende im Solling: Massenansturm ist ausgeblieben

11.01.2021/PM

Kreis Holzminden. Um einen Massenansturm auf die Rodelhänge im Solling, auf dem Ith und im Hils zu verhindern  und damit eine mögliche Infektionsgefahr mit  dem  Coronavirus einzudämmen, hatte der Landkreis am letzten Donnerstag eine Allgemeinverfügung erlassen und die am stärksten besuchten Rodelhänge gesperrt. Insgesamt blieb die Lage am Wochenende ruhig, Polizei und Ordnungsämter konnten eine positive Bilanz ziehen. Zwar waren etliche „Schneehungrige“ unterwegs, die befürchteten Menschenmassen   aus   weiter   entfernten   Regionen   zog   es   jedoch   nicht   ins Weserbergland.  

 

Die Ordnungskräfte hatten an den gesperrten Stellen  Dauerpräsenz gezeigt. Während die zuständigen Ordnungsämter von den benachbarten nicht betroffenen Samtgemeinden Unterstützung bekommen hatten, waren bei der Polizei zusätzlich zu   den   eigenen   Streifen   auch   noch   Bereitschaftsfahrzeuge   aus   Göttingen   mit eingesetzt worden. „Unser Ziel war jedoch nicht, etwaige Verstöße zu bestrafen, sondern dafür zu sorgen, dass die Menschen sich in ihrem eigenen Interesse an die Regeln für einen größtmöglichen Gesundheitsschutz halten“, erklärt die Leiterin des Einsatz-   und   Streifendienstes   des   Polizeikommissariats   Holzminden, Polizeihauptkommissarin Nadine Meese. Dementsprechend habe man an beiden Tagen schon einige Verwarnungen aussprechen müssen, Bußgelder seien allerdings nur in ganz wenigen Ausnahmefällen verhängt worden. Die meisten Spaziergänger zeigten überdies Verständnis für die Coronamaßnahmen und verhielten sich sowieso schon vorsichtig oder zumindest nach Ansprache einsichtig.

 

„Wir können insgesamt mit dem Verlauf des Wochenendes zufrieden sein“, stellt Landrat Michael Schünemann dazu fest. Die Allgemeinverfügung zu erlassen sei durchaus keine leichtfertige Entscheidung gewesen, sondern habe sich angesichts der zunehmend verschärfenden Lage mit Blick auf unter Umständen anreisende Tagestouristen als notwendig gezeigt. „Wir wissen, wie schwer die Situation speziell für   Familien   mit   kleinen   Kindern   gerade   ist,   aber   um   ein   sich   noch   weiterausbreitendes  Infektionsgeschehen   hier   und   anderswo   zu   vermeiden,   war   die Sperrung eine richtige Entscheidung“, sagt Schünemann. Aufgrund der derzeitigen Wetterlage wird die Verfügung über das nächste Wochenende hinaus verlängert.

Rodelhänge: Es wird stärker kontrolliert!

08.01.2021/PM

Kreis Holzminden. Gestern hatte der Landkreis Holzminden eine Allgemeinverfügung auf den Weg gebracht, der das Betreten besonders beliebter Rodelhänge verbietet. Grund dafür ist die hohe Infektonsgefahr durch das Coronavirus während solcher Freizeitaktivitäten. An den entsprechend gesperrten Stellen im Solling, auf dem Köterberg, auf dem Ith und auf dem Hils hatten sich in den letzten Tagen verstärkt größere Menschenmengen aufgehalten, die weder Abstände einhielten noch einen Mund-Nasenschutz trugen. Um die Einhaltung der Verfügung zu gewährleisten, sind am Wochenende verstärkt Kräfte der zuständigen Ordnungsämter und der Polizei unterwegs, um etwaige Verstöße zu ahnden.  

 

„Die Ordnungskräfte sind durch Personal nicht betroffener Mitarbeiter von Ordnungsämtern anderer Samtgemeinden noch einmal verstärkt worden, um permanent zu kontrollieren“, erklärt Sarah Humburg, Erste Kreisrätin des Landkreises Holzminden, dazu. Ausdrücklich weist sie darauf hin, dass es nicht darum gehe, allen Menschen damit den Weg in die Natur zu verbieten. „Der Solling und auch die anderen betroffenen Regionen sind groß genug, es gibt jede Menge Möglichkeiten, spazierzugehen, Langlauf zu betreiben oder seine Kinder mit dem Schlitten hinter sich herzuziehen“, betont Humburg. Weil viele Tagestouristen aus dem benachbarten westfälischen und hessischen Raum, wo das Rodeln schon verboten sei, nun stattdessen in den Landkreis kämen, sei die Situation insgesamt so aber nicht mehr ohne Verbote beherrschbar gewesen. „Wir appellieren noch einmal an die Vernunft aller Menschen, nicht solche Hotspots aufzusuchen“, unterstreicht die Erste Kreisrätin. So sehr der Wunsch nach aktiver Freizeitgestaltung besonders mit Kindern auch berechtigt sei, so sehr bedürfe es dabei auch des Augenmaßes. „Gehen Sie raus mit ihren Kindern, aber gehen Sie dahin, wo sie nur wenig anderen Menschen begegnen können“, rät Sarah Humburg.     

 

Wo genau die Verbote gelten, lässt sich übrigens über ein Dashboard des Landkreises relativ einfach finden. Unter dem Link https://arcg.is/0LWLfj kann man die entsprechenden Flächen in einer Karte lokalisieren und auch genauer heranzoomen, um zu sehen, wo sie sich befinden.

 

Impfzentrum geht an den Start: Der Landkreis Holzminden impft seit Donnerstag

07.01.2021/MZ

Holzminden. Seit diesem Donnerstag hat das Impfzentrum des Landkreises Holzminden seine Arbeit aufgenommen. Als Personal sind hier sowohl Personen aus dem Verwaltungsbereich, wie auch aus dem medizinischen tätig, darunter Ärzte, Pflegekräfte, Sanitäter sowie sonstiges ärztliches Assistenzpersonal. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Impfzentrums waren am Donnerstag auch die ersten Patienten, die sich gegenseitig geimpft haben. Danach folgten die ebenfalls systemrelevanten Mitarbeiter*innen des Krankenhauses Holzminden, des Rettungsdienstes des Landkreises Holzminden sowie niedergelassene Ärztinnen und Ärzte. Unter den ersten Geimpften war auch der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Gefäßchirurgie, Dr. med. Ralf Königstein.

 

Am Freitag, den 08. Januar starte darüber hinaus das mobile Team in einem Pflegeheim, berichtet die stellvertretende Leiterin des Impfzentrums, Anne-Katrin Multhoff von der Johanniter-Unfallhilfe aus Holzminden. Für die ersten Impfungen hat das Zentrum 975 Impfdosen erhalten, ergänzt Multhoff. Für die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger sei es derzeit aber noch nicht möglich, Termine zu erhalten. Anne Multhoff verweist bei Fragen der Bevölkerung auf die Hotline des Landes Niedersachsen, die unter der Telefonnummer (0800 99 88 66 5) Antworten auf alle Fragen zum Thema Impfen gibt.

 

Infos rund um das Thema „Impfen in Niedersachsen“ bietet auch die Homepage des Landes unter der Adresse: www.Niedersachsen.de. 

 

Der Weg ist einfach: Vorbei am Security-Personal der Gewerbehalle in der Zeppelinstraße 6 funktioniert der Einlass nur mit einem vorab erhaltenen QR-Code (Einladung). Danach müssen der Impfausweis und der Personalausweis im Anmeldebereich vorgezeigt werden. Nun erfolgt eine Fiebermessung. Wenn sich die Körperkerntemperatur unter 38 Grad Celsius befindet, wird Einlass gewährt und man erhält einen Aufklärungsbögen, einen Anamnese- sowie einen Dokumentationsbogen, die allesamt im Wartebereich ausgefüllt werden müssen. Ist alles korrekt ausgefüllt, geht es weiter zur Registrierung, wo die Formulare geprüft werden und jeder Patient eine eigene Chargennummer erhält.

 

Die nächste Station vor den Impfräumen ist das Arztzimmer, wo eine detaillierte Aufklärung des Patienten erfolgt. Weiter geht es in einen der vier Impfräume. Hier stehen zwei Mitarbeiter*innen bereit, von denen eine Kraft die Dokumentation der Impfung übernimmt, während die medizinische Kraft die Impfstelle am Oberarm desinfiziert und die Impfung schließlich vollzieht. Nach der Impfung geht es in den zweiten Wartebereich. Hier wird der Patient eine Zeit lang überwacht. Im Anschluss gibt es hier den Termin für die zweite notwendige Impfdosis.  Betrieben wird das Impfzentrum in zwei Schichten.

 Das Impfzentrum befindet sich in der Zeppelinstraße 6 in Holzminden (Gewerbehalle in der Bülte)

Landkreis erlässt Allgemeinverfügung zum Betretungsverbot von Rodelhängen im Kreisgebiet

07.01.2021/PM

Kreis Holzminden. Um die Ansteckungsgefahr für Corona weiter zu minimieren, hat die Bundesregierung den Lockdown bis zum 31.01.2021 verlängert. Dabei stehen die Reduzierung von Kontakten sowie außerhäuslicher Aktivitäten im Vordergrund.  Zustände, wie sie am vergangenen Wochenende im nordrheinwestfälischen Sauerland vorkamen, sind zu vermeiden. Da immer mehr umliegende Wintersportgebiete gesperrt werden, ist mit einer Verlagerung und einer steigenden Anzahl von Tagestouristen in den hiesigen Landkreis nicht auszuschließen. Um die Bildung von Hotspots zu unterbinden, hat der Landkreis Holzminden eine Allgemeinverfügung zur Sperrung von Rodel-Gebieten im Kreisgebiet erlassen.

 

Es handelt sich dabei insbesondere um die Gebiete: 

1. Hochsolling

  Rodelwiese Silberborn

  Rodelwiese Neuhaus

2. Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf

  Ithwiesen

3. Flecken Delligsen

  Hils

4. Samtgemeinde Bodenwerder-Polle

  Teilbereich Köterberg 

Über 80-jährige werden schriftlich informiert

07.01.2021/PM

Uwe Schünemann: Alle über 80- Jährigen werden schriftlich über Impfprozedere informiert

 

Kreis Holzminden.  Das Impfzentrum in Holzminden hat mittlerweile den Betrieb aufgenommen. Zunächst werden die mobilen Teams der Johanniter in den Alten- und Pflegeheimen beginnen. Danach kann die Impfung der anderen priorisierten Personen stattfinden. Nach Auskunft des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann werden dazu in der kommenden Woche alle über 80-Jährigen in einem Brief über das Impfprozedere informiert. „Dafür habe ich mich persönlich eingesetzt“, so der CDU Politiker. Allein eine Anmeldung über die landesweite Hotline hätte nicht funktionieren können. Es sei richtig, dass die Sozialministerin jetzt diesen Weg gewählt habe. Ab dem 28. Januar werde das Anmeldeportal freigeschaltet. Hier können sich die Angeschriebenen telefonisch oder digital anmelden. Da der Impfstoff noch begrenzt zur Verfügung steht, kann nicht mit einem schnellen Termin für alle gerechnet werden. Nach der Terminvereinbarung wird eine Terminbestätigung mit einem QR-Code, über den eine anonymisierte Registrierung im Nachverfolgungssystem ermöglicht wird, verschickt. 

„Wir alle wünschen uns eine schnelle Rückkehr zur Normalität“, so Uwe Schünemann. Diese sei aber nur zu erreichen, wenn sich viele impfen lassen würden. Durch die Ausweitung der Impfstoffproduktion und weitere Zulassungen könnte voraussichtlich im Spätsommer die notwendige „Herdenimmunität“ erreicht werden.  

Polizei zieht Bilanz aus langem Weihnachtswochenende

28.12.2020/PM

Kreis Holzminden. Die Polizei hatte in diesem Jahr -sicherlich auch aufgrund der besonderen Umständen des Lockdowns- relativ ruhige Einsatzzeiten rund um das Weihnachtswochenende. Neben einigen Streitigkeiten im familiären Umfeld rund um die Feierlichkeiten hier auszugsweise einige wenige Einsätze aus dem Polizeigeschehen: Am Vormittag des Heiligabends wurde einer 51-Jährigen aus Bodenwerder in einem Supermarkt in der Neuen Straße in Bodenwerder die Geldbörse samt Inhalt entwendet. Einen schweren Diebstahl aus einem Pkw nahmen die Polizeibeamten am Sonntagnachmittag auf. Im Rosenhof in Holzminden wurde in der Zeit von Samstag auf Sonntag eine Scheibe eines Opel eingeschlagen und eine Handtasche entwendet. Zu beiden Taten liegen bisher keine Täterhinweise vor.

In der Sonntagnacht wurde zudem in Fürstenberg ein 29-Jähriger mit seinem VW angehalten und kontrolliert. Dabei stellen die Beamten die Beeinflussung von Drogen fest. Gegen den Fahrzeugführer aus Fürstenberg wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und die Weiterfahrt untersagt. Darüber hinaus sorgte das Sturmtief "Hermine" für einige Einsatzlagen. Die Polizeibeamten wurden mehrfach zu Gefahrenstellen durch umgestürzte Bäume gerufen. Jedoch blieb es glücklicherweise bei derartigen kleineren Schäden. Insgesamt aus polizeilicher Sicht ein ruhiges Weihnachtswochenende, was in den letzten Jahren so eher selten der Fall war.

Was den Ausblick in die Silvesternacht angeht, wird angesichts der bestehenden Allgemeinverfügung des Landkreis Holzminden zum Böllerverbot auf bestimmten Plätzen die Präsenz der Polizei verstärkt. Zudem appelliert die örtliche Polizei hier an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis, das Böllern in diesem Jahr weitestgehend einzuschränken.

Landrat bedankt sich bei Helfern im Landkreis

25.12.2020/PM

Kreis Holzminden. Es ist eine schöne Gepflogenheit aller bisherigen amtierenden Landräte und Landrätinnen an Heiligabend, noch einmal denjenigen, die weiter Dienst tun müssen, während die anderen feiern, persönlich Danke zu sagen. Schon im letzten Jahr hatte  Landrat Michael Schünemann diese Tradition fortgesetzt und das Krankenhaus, die drei Rettungswachen, das Holzmindener Polizeikommissariat sowie die Hamelner Kreisleitstelle besucht.

Auch diese Mal ließ es sich Schünemann zusammen mit dem  stellvertretenden Kreisbrandmeister Ralf Knocke nicht nehmen, an alle an den Feiertagen Diensttuenden ein kleines Präsent und ein großes Dankeschön zu übergeben bzw. auszusprechen. „Wir empfinden es als normal, dass uns jederzeit und in allen Eventualitäten professionelle Helfer im Notfall zur Seite stehen“, erklärte der Landrat, „besonders aber an Weihnachten, wenn wir alle ans Feiern im Familienkreis denken, sollte uns noch einmal bewusst werden, dass das gar nicht so selbstverständlich ist.“ 

Sein besonderer Dank gelte deshalb nicht nur all denjenigen, die sich an diesen besonderen Tagen um das Wohl anderer kümmerten, sondern auch denjenigen, die das sonst tun. „Sie und Ihre Kollegen sind 365 Tage im Jahr für uns da“, betonte Schünemann, „das wird an keinem Tag deutlicher als heute. Und dafür sagen wir: Danke!“  

(Fotos: Peter Drews/Landkreis Holzminden)

86-jährige aus Neuhaus weiterhin vermisst

20.12.2020/PM

Holzminden/Neuhaus. Seit dem Abend, Freitag, 18. Dezember 2020, 17.40 Uhr, wird eine 86-jährige Bewohnerin aus einem Alten-und Pflegeheim aus dem Bereich Neuhaus vermisst. Sie ist größtenteils ortsunkundig und benötigt dringend ärztliche Hilfe und Medikamente. Eine großflächige Suche unter Einsatz der ortsansässigen Freiwilligen Feuerwehren, Mitarbeitern der Johanniter Unfallhilfe, Flächensuchhunden und mehrerer Drohnen sowie dem Polizeihubschrauber, die sich über die Nachtstunden und die Folgetage hinzog, blieb bisher erfolglos. Die Suchmaßnahmen dauern weiter an.

 

Die 86-jährige Frau ist ca. 153 cm groß, schlank und ist mit einer schwarzen Hose, einem rosa farbenden Oberteil und einer dünnen schwarzen Jacke bekleidet. Sie hat dunkles Haar und trägt eine Brille. Zeugen, die Hinweise zum Verbleiben der Frau geben können, werden gebeten, sich unter dem Notruf 110 an die Polizei oder sich direkt mit dem Polizeikommissariat Holzminden, Tel.: 05531/958-0, in Verbindung zu setzen.

Wachderheide bei Warbsen, im Hintergrund ist der Burgberg zu sehen
Wachderheide bei Warbsen, im Hintergrund ist der Burgberg zu sehen

Verordnung für ein Landschafts- und zwei Naturschutzgebiete rechtskräftig

18.12.2020/PM

Kreis Holzminden.  Der Landkreis Holzminden hat Verordnungen für die drei Schutzgebiete erlassen und damit dem aktuell geltenden EU-Recht angepasst. Alle drei Gebiete sind wegen ihrer seltenen Tier- und Pflanzenartenvorkommen besonders schützenswert. Konkret handelt es sich dabei um das Landschaftsschutzgebiet „Rühler Schweiz und Burgberg“ und die Naturschutzgebiete „Heinsener Klippen, Graupenburg“ sowie „Südliche Burgberghänge, Weinberge bei Holenberg und Rühle“. Nach entsprechenden Beschlüssen des Kreistages im Mai und im September hat die Untere Naturschutzbehörde die Verordnungen nunmehr dazu veröffentlicht.

 

Alle drei Gebiete stehen schon seit längerem nach europäischem Recht als FFH-Gebiete (Fauna- und Flora-Habitate) beziehungsweise Vogelschutzgebiete unter besonderem Schutz. Die jetzigen Verordnungen durch den Landkreis setzen die bisherigen europäischen Unterschutzstellungen im Sinne der Natura 2000-Vereinbarungen in nationales Recht um. 

 

Das Landschaftsschutzgebiet „Rühler Schweiz und Burgberg“ ist mit ca. 2.271 Hektar das größte der drei Gebiete. Es dehnt sich vom Ortsteil Rühle bis zum Flecken Bevern bzw. in Ost-Westausdehnung von den Ortslagen der Gemeinden Negenborn und Holenberg bis zu der Ortslage Reileifzen aus. Besonders die den Waldflächen vorgelagerten blütenreichen Grünländer und Kalkmagerrasen sind für das Gebiet prägend. Darüber hinaus finden sich Wacholderbestände, Kalktuffquellen, kalkreiche Niedermoore, Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation, Streuobstwiesen, Saumbiotope und Gehölzstrukturen wie beispielsweise Hecken, Gebüsche und Feldgehölze sowie zahlreiche an die vorhandenen Lebensbedingungen angepasste Tier- und Pflanzenarten. All diese Flora und Faune bedarf des besonderen Schutzes und ist deshalb nach Lesart der EU schon frühzeitig in die Kategorie „Schützenswert“ eingestuft worden.

 

Um das LSG herum liegen die drei Teilbereiche des Naturschutzgebietes „Südliche Burgberghänge, Weinberge bei Holenberg und Rühle“ mit einer Gesamtgröße von ca. 177 Hektar. Namensgebend sind hier die herausragenden Höhenzüge: im Norden der Weinberg bei Rühle (14 Hektar), im Süden der Burgberg (120 Hektar) und im Osten der Weinberg bei Holenberg (43 Hektar). Auch hier sind die Kuppen von naturnahen, strukturreichen Wäldern bestanden. Die überwiegend südlich exponierten Hänge weisen arten- und orchideenreiche, teilweise mit Wacholder bestandene Kalkmagerrasen sowie wertvolle Grünlandgesellschaften auf, die bewahrt werden sollen. 

 

Im Westen des LSG schließlich, zwischen den Ortsteilen Reileifzen und Forst bzw. in Ost-West-Ausdehnung zwischen Lütgenade bis zu der ehemaligen Domäne Heidbrink gelegen, befindet sich das Naturschutzgebiet „Heinsener Klippen, Graupenburg“. Es hat eine Größe von ca. 325 Hektar. Auf den namensgebenden Höhenzügen lassen sich teilweise kulturhistorisch wertvolle Buchenwälder finden, die in lichten Bereichen auch Bäume wie Elsbeere, Wild-Apfel, Wild-Birne und in der Krautschicht Orchideen aufweisen. Die Wildkatze, der Schwarzspecht oder Fledermäuse haben hier ihren Lebensraum und genießen besonderen Schutz.

 

Die erlassenen Verordnungen regeln zukünftig die Nutzungen für die besonders schutzbedürftigen und empfindlichen Lebensräume innerhalb der Schutzgebiete, beispielsweise in Form von Auflagen für die Land- und Forstwirtschaft. Andererseits resultieren aus der Unterschutzstellung neue Förderbedingungen für die Land- und Forstwirtschaft. Alle Bewirtschafter in jenen Gebieten sollten sich über diese neuen Bedingungen informieren, um nicht vielleicht aus Versehen gegen die jetzt geltenden Bestimmungen zu verstoßen. 

 

Auskünfte dazu erteilt u.a. die Naturschutzbehörde des Landkreises Holzminden, die ab Februar kommenden Jahres nach vorheriger Vereinbarung auch Beratungsgespräche zu den Themen Erschwernisausgleich und Agrarumweltmaßnahmen anbietet. Ein Beratungstermin kann telefonisch unter der Telefonnummer 0 55 31 – 70 71 89 oder via Mail unter naturschutz@landkreis-holzminden vereinbart werden. 

 

Die oben genannten Schutzgebietsverordnungen sind auf der Homepage des Landkreises Holzminden unter dem Menüpunkt „Umwelt und Abfall/Naturschutz/Schutzgebiete“  einsehbar oder herunterzuladen. 

v. l. Landrat Michael Schünemann, Sebastian Multhoff (Geschäftsstellenleiter JUH Holzminden, Anja Mundhenke (Leiterin Rettungswache JUH Holzminden) und Dirk Hebeler, (Ortsbeauftragter der JUH Holzminden) vor den Impfräumen im Zentrum
v. l. Landrat Michael Schünemann, Sebastian Multhoff (Geschäftsstellenleiter JUH Holzminden, Anja Mundhenke (Leiterin Rettungswache JUH Holzminden) und Dirk Hebeler, (Ortsbeauftragter der JUH Holzminden) vor den Impfräumen im Zentrum

Corona-Impfzentrum: Es kann losgehen, wenn…

17.12.2020/PM

Kreis Holzminden. Draußen wird noch gehämmert, im Gebäude gibt es letzte Gespräche zu Sicherheit und Abläufen, ansonsten müssen nur noch ein paar Möbel aufgestellt und die Technik installiert werden: Das Impfzentrum des Landkreises Holzminden in der Holzmindener Zeppelinstraße 6 ist praktisch fertig. Dank einer pragmatischen und gelungenen Hand-in-Hand-Aktion des Vermieters, den Johannitern als künftigen Betreibern und den zuständigen Verwaltungen von Kreis und Stadt ist innerhalb von drei Wochen ein betriebsbereites Zentrum mit vier Impfstrecken aus dem Boden gestampft worden. Bei einer letzten Begehung konnte sich Landrat Michael Schünemann davon überzeugen, dass es losgehen kann – wenn die Bundesregierung und das Land eine Regelung für die ärztlichen Dienste gefunden hat.

 

Im Eiltempo hat Vermieter Carl-Otto Künnecke neben vielen anderen baulichen Vorbereitungen zwei Türen einbauen lassen und entsprechende Strom- bzw. Internetanschlüsse gelegt. Nachdem die Johanniter in einem Schnellvergabeverfahren als Betreiber feststanden, hatten sie die Messebaufirma Weber aus Delligsen mit der Gestaltung der Innenräume beauftragt. Die Umsetzung erfolgte in kürzester Zeit. Jetzt stehen neben dem Empfang und einer Registrierung auch genügend Räume für den Wartbereich vor und nach der Impfung, für Ärzte und Personal sowie für die Impfung selbst fest. Sebastian Multhoff, Dienststellenleiter der Johanniter Unfallhilfe des Ortverbandes Holzminden ist sehr zufrieden. „Wir sind außerordentlich dankbar für die schnellen und unbürokratischen Entscheidungswege, mithilfe derer wir das hier in Rekordzeit auf die Beine haben stellen können“, erklärt Multhoff. Neben den zuständigen Bereichen der Kreisverwaltung lobt Multhoff auch Polizei und das städtische Bauamt sowie den Brandschutz. „Das ging alles Hand in Hand, so dass es eigentlich nur noch Kleinigkeiten in Bezug auf den Bau zu klären gibt“, ergänzt er. 

 

Als Personal sind mittlerweile auch schon 18 Personen gefunden worden, hauptsächlich im Verwaltungsbereich. Weitere acht vor allem für den medizinischen werden noch benötigt. „Was derzeit fehlt, sind noch weitere Notfall- oder Rettungsassistenten, die auch impfen können“, ergänzt Anja Mundhenke, Holzmindener Rettungswachenleiterin und künftige Leiterin des Zentrums. Betrieben werden soll das Impfzentrum in zwei Schichten, was die Abläufe betrifft, sind schon die ersten Schulungen angelaufen und auch der Einsatz des mobilen Teams für Impfungen in Seniorenheimen und bei Pflegebedürftigen wird bereits geplant.

 

Ein letzter Knackpunkt ist noch die Besetzung des ärztlichen Leiters und der für die Impfvorgänge verantwortlichen Ärzte. Bisher ungeklärt ist dazu bisher, ob deren Verpflichtung auf Honorarbasis oder als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte erfolgen soll. Letzteres würde die Suche nach entsprechenden Kräften wohl erheblich erschweren, weil weder schon pensionierte noch Ärzte mit einer eigenen Praxis dann noch für eine Rekrutierung in Frage kämen. „Die Vertreter der Landkreise haben in diesem Zusammenhang schon eindeutig über den Niedersächsischen Landkreistag Stellung bezogen und auf eine schnelle Entscheidung gedrungen“, stellt Landrat Michael Schünemann dazu klar. Die Koppelung mit der Sozialversicherungspflicht würde auch in Holzminden deutliche Probleme aufwerfen, obwohl sich auch hier einige pensionierte Ärzte sofort gemeldet hatten. Für eine weitere schnelle Umsetzung sei allerdings überhaupt eine klare Entscheidung notwendig.          

 

Anmeldung und Terminvergaben werden nach Zulassung des Impfstoffes übrigens zentral vom Land gesteuert, weder der Landkreis noch die Leitung des Impfzentrums wird das in irgendeiner Weise beeinflussen können. Das bedeutet, dass nur wer ein Schreiben vom Land vorweisen kann, auch geimpft wird. „Es ist möglich, dass sich in den gesamten Abläufen dann in den ersten Wochen noch einiges einruckeln muss“, sind sich die Vertreter der Johanniter und der Landrat bei der Begehung einig. Doch das dürfte nur ein vorübergehendes Problem darstellen.  

 

Schließung der Wertstoffsammelplätze

14.12.2020/PM

Kreis Holzminden. Als Vorsichtsmaßnahme zur Minimierung von Ansteckungswegen mit dem CoVid-19-Virus wird die AWH  Samstag, den 19. Dezember 2020 die Wertstoffsammelplätze in Bevern, Boffzen, Eschershausen, Polle und Stadtoldendorf nicht öffnen. Diese Maßnahme dient dem Schutz der Kund und der Beschäftigten. Weiterhin geöffnet bleiben der Wertstoffsammelplatz in Bodenwerder, die Deponie in Delligsen und das Entsorgungszentrum in Holzminden. Am Samstag, den 09.01.2021 sollen die Wertstoffsammelplätze voraussichtlich wieder geöffnet werden. 

Landkreis mahnt zur Einhaltung von Hygieneregeln

Die Leiterin des Gesundheitsamtes im Landkreis Holzminden, Dr. Ursula Schaper, nimmt kein Blatt mehr vor den Mund

10.12.2020/PM

Kreis Holzminden. „Die Situation ist jetzt auch bei uns sehr ernst, wenn die Fallzahlen nicht sinken, werden wir die Kontrolle verlieren!“ Die Leiterin des Gesundheitsamtes im Landkreis Holzminden, Dr. Ursula Schaper, nimmt kein Blatt mehr vor den Mund. Das Überschreiten des 7-Tages-Inzidenzwertes auf über 100 pro 100.000 Einwohner sei keine kurzfristige Angelegenheit und habe für Eindämmung des Infektionsgeschehens auf Dauer Folgen. „Wir kommen trotz personeller Aufstockung mit Nachverfolgungen, Tests und Quarantäneanordnungen immer schwerer hinterher“, erklärt sie. Wenn jetzt Kontakte nicht auf das wirklich Notwendigste beschränkt würden, drohe ein angeordneter strenger Lockdown für den Landkreis noch vor Weihnachten.

 

Neuerkrankungen passieren derzeit zu einem nicht unerheblichen Teil in unterschiedlichen Gemeinschaftseinrichtungen wie Seniorenheimen, Kitas oder Schulen, aber auch in Verwaltungen sowie großen Familien. „Betroffene haben in der Regel dann weitere Kontakte zu anderen Einrichtungen, nehmen an Sitzungen, Besprechungen oder Feiern teil und infizieren weitere Personen“, analysiert Schaper die momentane Entwicklung. Was das für das Infektionsgeschehen in der nächsten Zeit bedeutet, rechnet die Erste Kreisrätin Sarah Humburg vor: „Der gegenwärtige R-Wert für das Virus liegt etwa bei 1, was bedeutet, dass jede infizierte Person eine weitere ansteckt. Wenn wir 50 Infizierte haben“, so Humburg weiter, „infizieren die also nur 50 Menschen, bei 100 Infizierten aber eben die doppelte Anzahl an Personen.“ Das, da sind sich Humburg und Schaper einig, sei mit immer weiter steigenden Zahlen irgendwann kaum noch zu stoppen. Eine Senkung der Infektionszahlen sei dann nur noch mit ganz harten Maßnahmen denkbar, so wie in Sachsen jetzt schon geschehen. 

 

Und auch die Tatsache, dass die Lage auf der Intensivstation des Holzmindener Krankenhauses in Sachen Corona noch entspannt scheint, tauge kaum dazu, ein beruhigendes Gefühl zu vermitteln. Denn schon im gerade einmal 80 Kilometer entfernten Kreis Gütersloh sind die Krankenhäuser am den Rand ihrer Kapazitäten. Die Folge davon könnte eine Verlagerung in weiter entfernte Krankenhäuser bedeuten, die auch hier die Lage eng werden lassen könnte

  

„Für uns stellt sich jetzt die Frage, was jeder Einzelne tun kann, um weder sich noch andere zu infizieren“, stellt Landrat Michael Schünemann klar. Die strikte Einhaltung von Hygieneregeln wie dem Tragen eines Mund-Nasenschutzes und Abstandhaltens sei schon einmal ein wichtiger Anfang. Er selbst habe aus seiner eigenen Infektion gelernt, noch vorsichtiger zu sein. „Klar ist für mich, dass wir alle Fehler machen“, ergänzt der Landrat, „aber wenn wir alle aufeinander aufpassen und in entsprechenden Situationen auf eventuelle Mängel hinweisen, nehmen wir Rücksicht auf andere und schützen uns selbst.“ Das gelte übrigens auch für Personen wie ihn, die schon eine Infektion durchgemacht hätten, weil ja immer noch nicht sicher sei, wie lange eine Immunität anhalte.

  

Die Leiterin des Gesundheitsamtes erinnert in diesem Zusammenhang aber noch einmal an eine weitere wichtige Regel, die von entscheidender Bedeutung für die Eindämmung des Virus sei. „Jede Person sollte Kontakte zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, auf ein absolut nötiges Minimum reduzieren“, sagt Dr. Ursula Schaper. Das sei nicht nur eine Empfehlung, sondern stehe als Handlungsanweisung in der Niedersächsischen Verordnung zur Pandemie gleich an erster Stelle. Für sie erledige sich damit auch jede Debatte darüber, ob Veranstaltungen – ob draußen oder drinnen - noch irgendwo stattfinden können oder nicht. Und der Landrat warnt: „Wenn wir jetzt nicht konsequent handeln, wird der gesundheitliche und der wirtschaftliche Schaden für uns alle noch erheblich höher ausfallen als er derzeit schon ist!“ 

Breitbandausbau: Erster Meilenstein abgeschlossen, Ausschreibung für den zweiten beginnt demnächst

09.12.2020/PM
Kreis Holzminden. Ein wesentlicher Meilenstein ist erreicht, weitere sollen folgen. Der Glasfaserausbau zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur im Landkreis Holzminden ist abgeschlossen. Nach vier Jahren Planungs- und Realisierungszeit und Kosten in Höhe von 7,5 Mio. Euro ist in einer Vielzahl von vorher digital nur schlecht erschlossener Gebiete ein leistungsstarkes Netz in Betrieb gegangen. Damit sind über 75 Prozent aller Haushalte des Landkreises mit einer Datengeschwindigkeit von mindestens 100 Mbit pro Sekunde versorgt, über 95 Prozent verfügen über zumindest 50 Mbit pro Sekunde.
Der Landkreis ist mit geförderten Ausbauten dort aktiv, wo die Telekommunikationsunternehmen aus wirtschaftlichen Gründen nicht selbst ausbauen. Denn grundsätzlich ist in der Bundesrepublik Deutschland der Ausbau der Telekommunikationsnetze eigentlich Sache der Netzbetreiber. Bereits 2016 hatte der Landkreis deshalb einen Förderantrag beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gestellt und dafür im Herbst gleichen Jahres auch noch eine Zusage bekommen. Nach der Ausschreibung im Jahr darauf hatte die Deutsche Telekom schließlich den Zuschlag für das Projekt erhalten und im Frühjahr 2019 mit dem ersten Spatenstich begonnen. Im Dezember konnte das erste Teilnetz übergeben werden, bis Oktober diesen Jahres wurden auch die restlichen Arbeiten entsprechend fertiggestellt. Insgesamt 74 Kilometer an neuen Leitungen hat die Telekom dann verlegt, 84 Verteiler wurden mit rund 300 Kilometern Glasfaserkabel verbunden.
Die Kunden können damit eine höhere Datengeschwindigkeit bei ihren Telekommunikationsanbietern buchen. Die Telekom als Netzbetreiber und Kundenanbieter hofft darauf, dass 2,5 Mio. Euro ihrer Kosten dadurch im Lauf der Zeit wieder hereinkommen. Ein Kostenanteil in gleicher Höhe wurde von EU, Bund, Land, Landkreis und Gemeinden getragen, um die Wirtschaftlichkeitslücke zu schließen. Wobei das Land Niedersachsen das Projekt allein mit etwa 1,3 Mio. Euro aus dem Sondervermögen für Digitalisierungsmaßnahmen gefördert hat und die Kommunen gemeinsam mit dem Landkreis über den Weserberglandplan 250 000 Euro dazu geschossen haben.
Konkret ausgebaut wurden unter anderem Wohn- und Gewerbegebiete in Delligsen, Bodenwerder/Kemnade und Lauenförde. Wie etwa in Holenberg, Westerbrak und Heinade auch sind dort die Glasfaseranschlüsse sogar direkt bis an die Gebäude gelegt worden. Im restlichen Projektgebiet gehen die Leitungen bis an entsprechende Verteiler, von denen aus die Haushalte dann über herkömmliche Kabel weiter versorgt werden. Dadurch ist in der Regel immer noch eine deutliche Verbesserung der Datengeschwindigkeit möglich.  

Die Fertigstellung bedeutet jedoch keinen Abschluss. Denn der nächste Schritt für Ausbauten zur weiteren Verbesserung der digitalen Versorgung ist bereits gemacht. Sowohl das Land als auch der Bund haben vier Förderanträge für Glasfaseranschlüsse direkt an weitere Gebäude im Landkreis bereits bewilligt. Noch im Dezember soll die EU-weite Ausschreibung dafür bereits beginnen.

Bundesweiter Aktionstag zur Einhaltung der Maskenpflicht

08.12.2020/PM

Kreis Holzminden. Am Montag, 07.12.2020 fand ein bundesweiter Aktionstag zur Einhaltung der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr statt, an dem auch die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden teilnahm. Dieser Tag wurde von der Konferenz der Verkehrsminister der Länder initiiert.

 

Ziel dieser Aktion war unter anderem, durch (gemeinsame) Kontrolltätigkeiten von Verkehrsbetrieben und Polizei die Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich des Tragens einer Mund-Nasen-bedeckung weiter zu sensibilisieren und die Anzahl der Personen, die eine Mund-Nasen-Bedeckung verweigern, weiter zu verringern.

 

"Die Infektionszahlen befinden sich nach wie vor auf einem hohen Niveau. Aus diesem Grund sind Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen, Abstände und Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung enorm wichtig, um das Corona-Virus einzudämmen und somit zum Schutz aller beizutragen." sagt der Polizeipräsident der Polizeidirektion Göttingen Uwe Lührig.

 

Die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/ Holzminden wurde bei den Kontrollen vom Ordnungsamt und Mitarbeitenden des ÖPNV unterstützt. Dabei wurden die Kontrollen vornehmlich an Haltestellen durchgeführt. Der Fokus lag hierbei unter anderem auch auf dem Schülerbeförderungsverkehr. Insgesamt konnte festgestellt werden, dass sich insbesondere Schüler an den Haltestellen und im Bus vorbildlich verhielten. Gespräche mussten vorrangig mit erwachsenen Personen an Bushaltestellen geführt werden. Sie wurden ermahnt und auf mögliche Konsequenzen hingewiesen.

 

"Es ist erfreulich, dass sich der Großteil der Menschen im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen an die Maskenpflicht hält. Die Bürgerinnen und Bürger zeigten durchweg Verständnis für die Kontrollen und die Notwendigkeit der Maßnahmen." resümierte auch der Polizeipräsident.

 

In dem Zeitraum von 10:00 bis 16:00 Uhr wurden über 600 Kontrollen durchgeführt und 62 Verstöße (ausschließlich Verstöße gegen den Mund-Nasen-Schutz) festgestellt.

 

Mit Blick auf die derzeitige Entwicklung und die kalte Jahreszeit appelliert Uwe Lührig, besonnen zu bleiben: "Nur, wenn wir die Vorgaben einhalten, können wir die Infektionszahlen weiter senken und einen erneuten Anstieg verhindern. Wir werden auch in den nächsten Wochen Kontrollen, unter anderem im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs, durchführen und bei Verstößen konsequent einschreiten. Ich bitte die Bürgerinnen und Bürger weiterhin um Verständnis für die Maßnahmen."

Landkreis verfügt Maskenpflicht auf der Oberen Straße

07.12.2020/PM

Holzminden. Seit dem Wochenende gilt auch in der Holzmindener Oberen Straße zwischen Oberbach- und Marktstraße tagsüber eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes. Das hatte der Landkreis noch am späten Freitagnachmittag verfügt. Auf dem Marktplatz der Kreisstadt besteht schon seit einigen Wochen eine solche Pflicht, wenn Wochenmarkt ist.

 

Grund für die Verfügung ist die Tatsache, dass in dem Bereich der Straße drei Stände zum Verzehr von Süßigkeiten, Crepes, Grillwürstchen und ähnlichem aufgestellt worden sind. Dieser kleine „Ersatz“ für den wegen Corona ausgefallenen Weihnachtsmarkt auf dem Markt könnte dazu führen, dass sich eine größere Anzahl von Menschen für längere Zeit dort aufhalten.Um der Gefahr vor einer möglichen Ansteckung stärker vorzubeugen, ist deshalb die entsprechende Allgemeinverfügung erlassen worden. 

 

Sie gilt bis zum 23.12.2020 von 8.00 bis 20.00 Uhr unter der Voraussetzung, dass der Inzidenzwert für die Anzahl der Neuinfizierten innerhalb einer Woche über 50 auf 100.000 Einwohner*innen liegt. Sollte der Wert darunter liegen, gibt es immer noch eine Empfehlung, trotzdem eine Maske zu tragen. Ausgenommen von der Regelung sind Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.   

Uwe Schünemann:

2 Mio. € weniger Gewerbesteuer im Landkreis Holzminden werden ausgeglichen 

03.12.2020/PM

Kreis Holzminden.  Die Corona-Pandemie belastet aufgrund der Gewerbesteuerausfälle die kommunalen Haushalte. In einer Bund-Ländervereinbarung wurde den kreisangehörigen Kommunen für 2020 eine Ausgleichszahlung zugesagt. Nach Auskunft des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann erhalten die Gemeinden im Landkreis Holzminden am 4. Dezember insgesamt 1.921.805 €. Damit würden die Gewerbesteuerausfälle in diesem Jahr nahezu vollständig kompensiert. Im Landesvergleich werde deutlich, dass sich die Wirtschaftskrise in unserer Region bisher weniger stark ausgewirkt hat. So habe zum Beispiel die Stadt Holzminden im Vergleich zu den Abrechnungsjahren 2016-2019 keine Gewerbesteuerrückgänge zu beklagen. Landesweit haben die Kommunen 893 Mio. € weniger eingenommen. Von den Ausgleichszahlungen profitieren folgende Gemeinden: Arholzen 3.016 €, Bevern 293.802, Bodenwerder 53.721 €, Derental 1.496 €, Eschershausen 263.559 €, Fürstenber 287.781 €, Golmbach 9.859 €, Halle 61.642 €, Hehlen 183.348 €, Heinade 16.763 €, Heinsen 12.684 €, Lauenförde 195.998 €, Lürdissen 5.134 €, Pegestorf 664 €, Stadtoldendorf 332.223 €, Vahlbruch 1.732 € und Wangelnstedt 198.383 €. 

Bildungs- und Betreuungsgipfel: Daten im Internet einsehbar

01.12.2020/PM

Kreis Holzmnden. Der Bildungs- und Betreuungsgipfel am 17.11.2020 musste coronabedingt ausfallen, dafür stehen jetzt alle Daten zu den Planungen Online. Auf der Homepage des Landkreises ist auf der Seite zum Gipfel ein Link zu all jenen Informationen zu finden, die den Samtgemeindebürgermeistern, dem Kreiselternrat, den Lehrervertretern und den beteiligten Politikern Ende letzter Woche zur Verfügung gestellt worden ist. 

 

Auf der Seite zum virtuellen Bildungs- und Betreuungsgipfel kann nicht nur die Präsentation für den 17.11.2020 angesehen werden, sondern auch einzelne Vorlagen zu Beschlüssen der Samtgemeinden zu dem Thema. 

 

Am Dienstag, den 01.Dezember um 16 Uhr findet planungsgemäß der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport in der Holzmindener Stadthalle statt. Dort soll das dafür zuständige Gremium des Kreistages darüber beraten. Entsprechende Beschlüsse des Ausschusses werden zu weiteren Entscheidung an den eine Woche später geplanten Kreisausschuss weitergegeben, nach dessen Beratungen und weiteren Festlegungen schließlich am Montag, den 14.12.2020 vom Kreistag endgültig über die künftige Schulentwicklung diskutiert und entschieden werden könnte.   

Bundeswehr und Finanzamt unterstützen Gesundheitsamt

27.11.2020/PM

Holzminden. Die Zahlen Infizierter steigen, die Belastungen des Gesundheitsamtes bleiben hoch. Nachverfolgungen, Quarantäneverordnungen und Testungen sind zu bewältigen, jetzt muss auch noch im Eiltempo eine Impfkampagne geplant und organisiert werden. Da ist jede Unterstützung fachkundiger Hände wertvoll. Seit fast drei Wochen sind vier Landesbeamt*innen aus dem Holzmindener Finanzamt mit im Team des Gesundheitsschutzes, seit zwei Wochen darüber hinaus auch noch fünf Bundeswehrsoldaten. Sie alle machen einen guten Job.

 

Mitte der Woche konnte Gesundheitsdezernentin Anja Krause den Bataillonskommandeur der Holzmindener Pionierkaserne am Solling, Oberstleutnant Gunter Flach, den die Kommunikation mit dem Landkreis koordinierenden Oberstleutnant der Reserve Dirk Happe und den für die fünf eingesetzten Soldaten zuständigen Kompanieführer Major Stoetz im Kreishaus begrüßen. Ziel war es, sich ein genaueres Bild darüber zu verschaffen, wie die Arbeit läuft und wo es gegebenenfalls noch Verbesserungspotential gibt. Anja Krause, die bis zum Ende dieser Woche wegen der Quarantänebeschränkungen von Landrat Michael Schünemann und der Ersten Kreisrätin Sarah Humburg die Führungsspitze der Kreisverwaltung übernommen hatte, konnte nur Positives zum Einsatz der Soldaten berichten. „Wir sind froh und dankbar, dass wir durch die Bundeswehr eine so wertvolle Hilfe in der Krisensituation bekommen konnten“, sagte Krause, „die Kameraden nehmen uns in vielfältiger Wiese ganz unterschiedliche Arbeiten ab und zeigen sich dabei sehr kompetent:“ Oberstleutnant Flach wusste nach dem  Gespräch mit den Soldaten zu berichten, dass auch die Soldaten sich herzlich aufgenommen und sehr wertgeschätzt fühlen.

 

Und auch für die Arbeit der Mitarbeitenden aus dem Finanzamt hat Krause nur Lob übrig. „Gemeinsam mit den Soldaten arbeiten die hier unermüdlich, um Landkreis und Gesundheitsamt zu unterstützen“, erklärte sie. „dafür möchte ich mich auch noch einmal ausdrücklich bedanken.“   

COVID19-Infektionen im Kreishaus bleiben bisher übersichtlich

25.11.2020/PM

Holzminden. Das sich in der letzten Woche ausweitende Infektionsgeschehen im Kreishaus der Holzminderer Verwaltung scheint zum Stillstand gekommen zu sein. Gesundheitsdezernentin Anja Kraus hatte am letzten Donnerstag die Schließung des Haupthauses in der Bürgermeister-Schrader-Straße beschlossen und große Teile der dort arbeitenden Kollegen ins Home Office geschickt, nachdem zehn Mitarbeitende, darunter auch Landrat Michael Schünemann, positiv getestet worden waren. Nach etlichen Tests wirkt die Lage im Moment stabilisiert, das Hamelner Labor meldete bisher nur negative Ergebnisse. 

 

„Wir können vermutlich davon ausgehen, dass die Infektionskette im Kreishaus sich nur über eine einzigen Übertragungsweg hat entwickeln können“, erklärt Dezernentin Krause. Diese Einschätzung sei natürlich nur ein Zwischenergebnis und dürfe nicht als vollständige Entwarnung gewertet werden. Die bisherigen Tests und Nachverfolgungen seien vom Gesundheitsamt mit großem Aufwand und viel Akribie betrieben worden, es seien jedoch keine weiteren positiven Fälle zu verzeichnen gewesen. „Wenn die Situation so bleiben sollte, werden wir am nächsten Montag den Normalbetrieb, allerdings unter nochmal verschärften Hygienebedingungen in der   Kreisverwaltung wieder aufnehmen können“, so Krause. Die Öffnung für den Publikumsverkehr erfolgt dann allerdings weiter nur nach vorheriger Terminvereinbarung.     

 

Als Folge der Infektionen im Kreishaus waren neben den zehn positiv Getesteten auch rund 50 weitere Mitarbeitende der Kreisverwaltung in eine angeordnete Quarantäne gegangen, weil sie mit den Infizierten Kontakt hatten. Wie etliche der anderen Infizierten auch hatte Landrat Schünemann am vorletzten Wochenende erste Symptome bekommen und sich nach einem positiven Schnelltest am Montagvormittag sofort selbst isoliert. Ein sogenannter PCR-Test bestätigte am darauffolgenden Tag das erste Ergebnis. Während der Landrat vom Virus stärker beeinträchtigt war und sich erst seit Anfang dieser Woche auf dem Weg einer deutlichen Besserung befindet, sind alle seiner weiteren Kontaktpersonen abgesehen von der Ersten Kreisrätin Sarah Humburg ohne positiven Befund geblieben. Humburg geht es den Umständen entsprechend gut, während andere negativ Getestete über Symptome klagten. „Es ist davon auszugehen, dass wir es gleichzeitig auch noch mit einem für die Jahreszeit typischen grassierenden grippalen Infekt im Kreishaus zu tun haben“, vermutet Anja Krause. Um sowohl diesem als auch dem Corona-Virus effektiv zu begegnen, sollen auch in der nächsten Woche weiter verschärfte Hygienemaßnahmen eingehalten werden. „Bis auf weiteres müssen wir einfach vorsichtig bleiben und Abstand halten, Kontakte, wenn möglich vermeiden und überall, wo es nötig ist, einen Mund-Nasenschutz tragen“, macht die Gesundheitsdezernentin noch einmal deutlich.  

Kreishaus von Coronawelle erfasst

17.11.2020 / PM

Holzminden. Die zweite Coronawelle hat nun auch die Kreisverwaltung des Landkreises Holzminden erfasst. Betroffen davon ist unter anderem auch Landrat Michael Schünemann, der am gestrigen Montag mit einem Schnelltest positiv getestet wurde. Mithilfe eines sogenannten PCR-Tests wurde dieses Ergebnis am heutigen Dienstag, den 17.11. offiziell bestätigt. Alle Kontakte werden im Moment nachverfolgt oder haben sich bereits in Quarantäne begeben. 

 

Bereits am frühen Montagmorgen hatte ein Bereichsleiter, der über typische Symptome klagte, ein positives Testergebnis bekommen. Aufgrund von beiden bestätigten Fällen musste das Gesundheitsamt weitere Quarantänen anordnen, die auch drei Dezernentinnen trifft. „Wir müssen gegenwärtig hier in der Verwaltung selbst mit einem eingeschränkten Führungsteam arbeiten“, stellt Sozial- und Gesundheitsdezernentin Anja Krause fest. Krause hat derzeit die Führung in der Kreisverwaltung übernommen, ist aber in ihrer Leitungsfunktion nicht auf sich allein gestellt. „Über Home Office-Zugänge und Messengerdienste stehen alle in Quarantäne befindlichen Kolleg*innen immer noch miteinander in Verbindung, um einige wichtige Prozesse am Laufen zu halten“, erklärt Anja Krause. Auch wenn der Landkreis insgesamt bisher von größeren Infektionsgeschehen verschont geblieben sei, habe niemand im Kreishaus ernsthaft daran geglaubt, dass die Verwaltung unbeschadet aus der Pandemie hervorgehen würde. 

v. l. Volker Rojahn (Bereichsleiter Migration im Landkreis), Marie-Luise Niegel (kommissarische Dezernentin Bildung und Kreisentwicklung) und Landrat Michael Schünemann im Foyer des Zentrums für Migration in Eschershausen.
v. l. Volker Rojahn (Bereichsleiter Migration im Landkreis), Marie-Luise Niegel (kommissarische Dezernentin Bildung und Kreisentwicklung) und Landrat Michael Schünemann im Foyer des Zentrums für Migration in Eschershausen.

Zentrum für Migration: Auf den Ernstfall vorbereitet

16.11.2020/PM

Kreis Holzminden. Das Zentrum für Migration in Eschershausen ist nach wie vor der erste Anlaufpunkt für Flüchtlinge im Landkreis Holzminden. Hier können die im Moment aus über 20 Nationen stammenden Menschen ankommen, in Ruhe ihre behördlichen Dinge regeln und im Idealfall dann in Einzelwohnungen weitervermittelt werden. Das ZfM ist damit die einzige größere Gemeinschaftseinrichtung, die vom Landkreis selbst betrieben wird. Grund genug für Landrat Michael Schünemann, sich einmal vor Ort ein Bild von der Situation zu verschaffen und sich dabei auch über geplanten Maßnahmen im Fall von Corona-Infektionen zu informieren.    

 

Rund 90 bis 100 Menschen aus über 20 verschiedenen Nationen beherbergt das Eschershäuser Zentrum für Migration derzeit. Immer wieder kommen dort neue Flüchtlinge an, die von der Niedersächsischen Landesaufnahmebehörde zugewiesen werden. Da gleichzeitig aber Bewohner den Landkreis verlassen oder in Einzelunterkünften untergebracht werden können, wird die Kapazitätsgrenze von etwa 130 Personen im Zentrum nicht erreicht. Die Bereitschaft von Vermietern aus dem Landkreis, Wohnungen an Flüchtlinge zu vermieten sei landesweit vorbildlich, merkt Volker Rojahn beim Besuch von Landrat Schünemann an. Allerdings achte man auch sehr darauf, wen man wohin bei einer Einzelvermietung hin empfehle. „Deshalb funktioniert unser Netzwerk mit den Vermietern sehr gut“, sagt der Bereichsleiter für Migration im Landkreis. 

 

Für Rojahn und seine Mitarbeiter bedeutet die immer noch einigermaßen übersichtliche Zahl von Bewohnern speziell in Coronazeiten einen erheblichen Vorteil. Denn falls jemals ein Corona-Infektionsfall aufträte, müsste schnell und wirksam eine Isolation vorgenommen werden. In dieser Situation ständen im Moment noch genug Reservezimmer zur Verfügung. Obwohl alle von der Landesaufnahmebehörde Zugewiesenen auf jeden Fall vorher getestet werden, ist ein solches Szenario nicht auszuschließen. Denn schließlich führen alle Bewohner ein ganz normales Leben, d. h. sie besuchen Sprachkurse und gehen einkaufen, ihre Kinder gehen in Kitas oder Schulen. Kein Wunder also, dass vor ein paar Monaten schon einmal ein Verdachtsfall auftrat, der sich dann glücklicherweise aber als unbegründet erwies. 

 


ara de Lorenzo, Kevin Pascal Rust und Marie Henke. (v. links); Fotograf: Stefan Diekmann;
ara de Lorenzo, Kevin Pascal Rust und Marie Henke. (v. links); Fotograf: Stefan Diekmann;

Ich war…Ich wurde…Ich werde…

Die Produktionsschule Weser-Soling der KVHS Holzminden gewinnt den zweiten Platz eines Upcycling-Wettbewerbs

13.11.2020/PM

Holzminden. Etwas Neues aus etwas Gebrauchtem zu entwickeln und ihm eine dritte Chance zu geben, so lautete das Motto des Wettbewerbes 2020 des Bundesverbandes der Produktionsschulen e.V. Das Produkt sollte einen Namen bekommen, eine Geschichte erzählen, eine Lebenshaltung widerspiegeln und Charakter sowie Gebrauchswert haben. Teilnehmen konnten alle Produktionsschulen und Jugendwerkstätten in Deutschland.

 

Der Grundgedanke, bewusster und mit weniger Umverpackung einzukaufen, und das mit einer Transportmöglichkeit, für die bereits vorhandenes Material verwendet werden konnte, entstand im Entwicklerteam „Kreativköppe“. Dieses Team besteht aus Teilnehmer*innen und pädagogischen Anleitern der Produktionsschule Weser-Solling (PS WeSo). Der Werkstoff Holz hat in der PS WeSo, einer Einrichtung der Kreisvolkshochschule Holzminden, schon immer eine große Rolle gespielt. Da war es naheliegend, sich mit dieser wertvollen Ressource zu beschäftigen. So entstand die Idee, eine praktisch aufgeteilte, handliche Holzkiste zu entwickeln, die standfest im Auto transportiert werden kann und Einkäufe sicher nach Hause bringt. 

 

Verwendet und entsprechend bearbeitet wurde dafür Holz von Paletten, die ansonsten entsorgt worden wären. Die Bio-Box, kurz "BiBox“, war entstanden und wurde von den Teilnehmer*Innen in der Werkstatt in verschiedenen Ausführungen hergestellt. Während in der Werkstatt über die besten Griffmulden für die Kisten diskutiert und allerlei probiert wurde, entstand in der Mediengruppe der Produktionsschule ein Flyer, um die Kiste bestmöglich zu bewerben. Zusätzlich wurde in Kooperation mit dem Kreismedienzentrum in der Georg-von-Langen-Schule ein Werbefilm gedreht, geschnitten und zusammengestellt. Dieser Film kann unter www.kvhs-holzminden.de angeschaut werden.

 

Die drei Endprodukte wurden an die Jury nach Hannover geschickt. Die BiBox konnte in dem Wettbewerb der Produktionsschulen den zweiten Platz belegen. Nicht nur die Platzierung, auch die Wertschätzung für die Arbeit der Teilnehmer*Innen war Anlass zur Freude. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde übergab nunmehr Tara de Lorenzo von der Produktionsschule Hannover den Preis. Über die Verwendung  des Preisgeldes in Höhe von 500 Euro ist noch nicht entschieden. Es soll aber in erster Linie den Teilnehmer*Innen der PS WeSo zu Gute kommen. Die Bio-Box ist momentan in limitierter Stückzahl in der Produktionsschule und der Geschäftsstelle der KVHS erhältlich. 

 

Junge Frau angefahren, Zeugen gesucht

06.11.2020 /PM

Holzminden. Am Dienstag, 03.11.2020, um 14.25 Uhr, ereignete sich auf den öffentlichen Parkplatz der Nordstraße ein Verkehrsunfall, bei dem eine 26-jährige Frau von einem vermutlich ausparkenden Fahrzeug angefahren wurde. Hierbei stürzte die junge Frau aus Lüchtringen und verletzte sich dabei. Anschließend sei sie von einer blonden Frau angesprochen worden. Aufgrund des Schocks vor Ort habe sie ihre Verletzungen zu diesem Zeitpunkt noch nicht wahrgenommen. Der Verkehrsunfall wurde erst mit zeitlicher Verzögerung bei der Polizei Holzminden angezeigt. Daher liegen keine Einzelheiten zu der blonden Frau und dem unfallverursachenden Fahrzeug vor. Hinweise zu diesem Verkehrsunfall werden an die Polizei Holzminden 05531/958-0 erbeten.

Verkehrssicherheitswoche in Holzminden 

Polizei zieht Bilanz umfangreicher Kontrollen

03.11.2020/PM

Kreis Holzminden. In der Zeit von Montag, den 26.10.2020, bis Sonntag, den 01.11.2020, führte das Polizeikommissariat Holzminden die diesjährige Verkehrssicherheitswoche unter der Leitung von Polizeikommissarin Malena Rose durch. Die Zielrichtung der Verkehrssicherheitswoche lag in der Durchführung schwerpunktbezogener Verkehrskontrollen, um den Hauptunfallursachen und den damit verbundenen schweren Folgen entgegenzuwirken.

 

Im Zuge dessen wurden in der vergangenen Woche diverse mobile und stationäre Verkehrskontrollen im Landkreis durchgeführt, die schwerpunktmäßig auf die Überwachung der Geschwindigkeit, der Beeinflussung durch Alkohol und Drogen sowie der Ablenkung durch elektronische Geräte abzielten. Darüber hinaus wurde ein besonderer Schwerpunkt auf die Kontrolle des gewerblichen Güter- und Schwerlastverkehrs, als auch der Zweirad- und Fahrradfahrer gelegt.

 

Im Rahmen der Geschwindigkeitsüberwachung konnte in knapp 260 Fällen eine Überschreitung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit festgestellt werden. Spitzenreiter bei den Temposündern war ein Kradfahrer, welcher bei erlaubten 100 km/h mit einer vorwerfbaren Geschwindigkeit von 226 km/h gemessen wurde. Im Fall des Kradfahrers, als auch in sechs weiteren Fällen, wird der Verstoß ein Fahrverbot nach sich ziehen.

 

Bei sieben Verkehrsteilnehmern bestand zum Zeitpunkt der Verkehrskontrolle der Hinweis auf eine Drogen- und/oder Alkoholbeeinflussung. Allen Verkehrsteilnehmern wurde auf der Wache in Holzminden zur Prüfung der Beeinflussung eine Blutprobe entnommen, des Weiteren wurde ihnen die Weiterfahrt untersagt.

 

Der Fokus am vergangenen Mittwoch lag zudem auf der Nutzung mobiler Endgeräte, insbesondere von Smartphones. Gemeinsam mit der Stadt und dem Landkreis Holzminden wurde im Zuge der Kampagne "Tippen tötet" durch eine Rucksackaktion auf die Ablenkung im Straßenverehr aufmerksam gemacht. Trotz zahlreicher positiver Reaktionen seitens der Verkehrsteilnehmer konnten in der vergangenen Woche dennoch insgesamt 36 Fahrzeugführer bei der Nutzung ihres Smartphones beobachtet und die Verstöße entsprechend geahndet werden.

 

Darüber hinaus waren Fahrzeugführer in 24 Fällen nicht angeschnallt und missachteten in 14 Fällen das Rotlicht einer Lichtzeichenanlage.

 

Mit Blick auf die bevorstehende dunkle Jahreszeit fanden in Kooperation mit dem Campe-Gymnasium in Holzminden zu Schulbeginn Fahrradkontrollen bei den Schulkindern, insbesondere im Hinblick auf die notwendigen Beleuchtungseinrichtungen, statt.

 

Insgesamt wurden in der vergangenen Woche durch die Polizei Holzminden knapp 420 Verkehrsverstöße festgestellt.

 

Weitere Präventionsveranstaltungen, wie sie aus den Vorjahren in der Innenstadt Holzmindens bekannt sind, konnten in diesem Jahr aufgrund der derzeitigen Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden.

Fünf neue Fälle im Kreis Holzminden

30.10.2020/ PM

Kreis Holzminden. Gestern Abend und heute Morgen sind fünf neue Positivfälle aus dem Labor bestätigt worden. Damit gibt es im Landkreis insgesamt zwölf akute Fälle. 

Die Gesamtzahl der im Landkreis seit März laborbestätigten Infizierten liegt bei 157. 138 davon gelten als ehemals positiv getestet, sieben sind verstorben.

In Quarantäne befinden sich im Moment mittlerweile 72 Personen. 

Aus aktuellem Anlass weist das Gesundheitsamt noch einmal darauf hin, dass ein Verstoß gegen verordnete Quarantänen einen Straftatbestand darstellt. Die Ordnungsämter überprüfen die Einhaltung von Quarantänen stichprobenartig. Bei festgestellten Zuwiderhandlungen drohen Bußgelder oder sogar Freiheitsstrafen.

Besuch der Kreisverwaltung: Terminabsprachen notwendig

29.10.2020 / PM

Landkreis Holzminden.  Behördentermine lassen sich selten verschieben, auch wenn wegen der Pandemie Kontakte so weit wie möglich eingeschränkt werden sollten. Aus gegebenem Anlass weist die Kreisverwaltung noch einmal darauf hin, dass Besuche in den einzelnen Behörden des Landkreises nur nach vorheriger Anmeldung und Absprache mit den entsprechenden Sachbearbeitern stattfinden können. Besucher werden im  Eingangsbereich von ihren zuständigen Sachbearbeitern abgeholt. Auf der Homepage des Landkreises lassen sich die entsprechenden Kontaktdaten der einzelnen Bereiche problemlos finden. 

 

Auch das Straßenverkehrsamt ist nur nach vorheriger Terminanmeldung besuchbar. Das kann über eine komplette Onlinebuchung, per E-Mail mit einem entsprechend auszufüllenden Formular oder über die Termin-App Clever Q erfolgen. Alle drei Buchungsvarianten lassen sich auf der Homepage des Landkreises unter dem Menüpunkt Verkehr, die Onlinebuchung sogar direkt auf der Startseite finden. 


Verschärfte Corona-Kontrollen: Polizei und Ordnungsämter ahnden Verstöße

27.10.2020 / PM

Kreis Holzminden. Wie von Landrat Michael Schünemann angekündigt, haben Ordnungsbehörden und Polizei am vergangenen Wochenende im gesamten Kreisgebiet verstärkt gastronomische Betriebe, Kneipen und Bars auf die Einhaltung der Niedersächsischen Corona-Verordnung und des Infektionsschutzgesetzes überprüft. Grundsätzlich konnte  von den Kontrolleuren ein überwiegend positives Fazit gezogen werden, allerdings gab es auch einige Auffälligkeiten und Verstöße

 

So wurden beispielsweise unter anderem Abstände nicht eingehalten oder keine vorgeschriebenen Mund-Nase-Bedeckungen. Ein Lokal wurde dabei aufgrund fehlender Abstände und anderer Verstöße noch während der Kontrolle vom Ordnungsamt geschlossen. Gegen 15 Gäste und drei Gaststättenbetreiber werden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und entsprechende Bußgeldbescheide erlassen. Ordnungsbehörden und Polizei werden sich auch in den kommenden Wochen und Monaten immer wieder ein Bild von der Gesamtlage machen und Vorortkontrollen durchführen, um das Infektionsgeschehen im Kreisgebiet so gering wie möglich zu halten.

 


Umfangreiche Kontrollen der Polizei

24.10.2020 / PM

Kreis Holzminden. Das Polizeikommissariat Holzminden führt in der kommenden Woche, von Montag, den 26.10.2020, bis Sonntag, den 01.11.2020, die diesjährige Verkehrssicherheitswoche durch, sodass sich Verkehrsteilnehmer auf umfangreiche Kontrollen der Polizei im Landkreis einstellen können. Die Ziele der Verkehrsüberwachungsmaßnahmen liegen in der Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie der Bekämpfung der Hauptunfallursachen. Hierzu zählen überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol- und Drogenbeeinflussung sowie die Ablenkung durch die Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer, welche oftmals ursächlich für Verkehrsunfälle mit Personenschäden sind. Ferner werden durch die Holzmindener Polizei Fahrrad- und Zweiradkontrollen durchgeführt sowie der gewerbliche Personen- und Güterverkehr überwacht. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie werden alle Maßnahmen unter besonderer Betrachtung der Hygieneschutzmaßnahmen durchgeführt. Dies hat unter anderem zur Folge, dass die alljährliche Präventionsveranstaltung in der Innenstadt Holzmindens nicht durchgeführt werden kann. Über die Ergebnisse der Verkehrssicherheitswoche wird zeitnah nachberichtet.


Landkreis will notfalls Sperrstunden und Schließungen veranlassen 

23.10.2020 / PM

Landkreis Holzminden. Angesichts bundesweit steigernder Infektionen ist im Landkreis Holzminden der Corona-Krisenstab wieder zusammengetreten. Gemeinsam mit der Polizei, dem Ordnungs- und dem Gesundheitsamt wurde diskutiert, wie bei steigenden Wochen-Inzidenzen reagiert werden soll. Gegen einige immer wieder die Verordnungen missachtenden Gastronomen und Händler soll jetzt schon härter durchgegriffen werden.      

 

Mikrofondurchsagen des Gastwirtes, die Gäste sollten schnell die Maske aufsetzen, weil gerade eine Polizeistreife patrouilliere; der komplette Verzicht auf Besucherdokumentationen; viele zu viele Menschen auf zu wenig Raum und dann auch noch ohne Mund-Nasen-Schutz: Auch im Landkreis Holzminden nehmen vereinzelt Kneipiers, Barbetreiber, Gastronomen oder Einzelhändler die Corona-Verordnungen offenbar nicht Ernst. Schon in der letzten Woche hatte sich der Landkreis mit Ordnungsämtern und Polizei ins Einvernehmen gesetzt, um die Kontrollen noch einmal zu verstärken. Im Krisenstab wurde jetzt darüber diskutiert, dass speziell die unbelehrbaren Wiederholungstäter dafür auch härter zur Rechenschaft gezogen werden sollen. „Es liegt in unserem Ermessensspielraum, denjenigen, die sich um die Regeln nicht kehren, auch mit empfindlichen Strafen und Einschränkungen zu begegnen“, stellt Landrat Michael Schünemann dazu fest. Und ergänzt, dass man sich nicht davor scheue, genau das jetzt auch gezielt einzusetzen. Das reiche von Bußgeldern in fünf- bis sechsstelligem Bereich bis hin zur Verhängung eines Alkoholverbotes oder der Einführung einer Sperrstunde. 

 

„Mit unseren Zahlen befinden wir uns immer noch auf einer Insel der Glückseligen“, ergänzt der Landrat mit Blick auf die bisher noch wenigen Positiv-Fälle im Kreis. Das liege vor allem an einer großenteils ausgesprochen disziplinierten Bevölkerung und der guten Arbeit von Gesundheitsschutz und Ordnungskräften. „Wenn wir wollen, dass solch vorbildliches Verhalten auch weiter Früchte trägt, müssen wir gegen diejenigen, die sich einfach darüber hinwegsetzen, entsprechend vorgehen“, erklärte Schünemann, „und genau das werden wir jetzt tun.“ Bußgeldstelle und Justiziariat ständen bereit, um dementsprechend vorzugehen.

 

Ansonsten sind die einzelnen Bereiche für ein Ansteigen der Fallzahlen gut vorbereitet. „Zur Zeit können wir die Nachverfolgung von Kontaktpersonen noch gut bewerkstelligen“, teilte Dr. Ursula Schaper, Leiterin des Bereichs Gesundheitswesen im Stab mit. Weitere Beschäftigte der Landkreisverwaltung stehen zur Unterstützung bereit. Zusammen mit den Dezernentinnen Anja Krause und Manuela Schäfer hatte Schaper mit Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern oder der DLRG Kontakt aufgenommen, um den Aufbau eines mobilen Kontaktpersonen-Nachverfolgungs-Teams zu organisieren. Und auch die Bundeswehr soll im Bedarfsfall sofort mit eingebunden werden, falls die Kräfte nicht ausreichen. „Im Moment fühlen wir uns ein bisschen wie das kleine gallische Dorf“, bestätigt auch Krause, „aber uns ist aufgrund der stetig steigenden Fallzahlen in den Nachbarlandkreisen schon bewusst, wie schnell dieser Zustand beendet sein kann.“

 


Niedersachsen ergänzt Überbrückungshilfe II mit eigenen Förderangeboten

110 Millionen Euro Unterstützung für Branchen, die besonders gelitten haben

23.10.2020 / PM

Kreis Holzminden. Kleine und mittlere Unternehmen sowie Soloselbstständige und Freiberufler, die besonders von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen sind, können jetzt die überarbeitete Überbrückungshilfe des Bundes beantragen. Die Anträge auf Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten für den Zeitraum von September bis Dezember können auf der Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de über Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte gestellt werden.

 

Das niedersächsische Wirtschaftsministerium hatte sich beim Bund erfolgreich dafür eingesetzt, die Förderkonditionen zu verbessern. Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann freut sich: „Bereits bei Umsatzrückgängen von 30 Prozent können Förderanträge gestellt werden, auch kleine Unternehmen können nun bis zu 50.000 Euro Förderung pro Monat erhalten. Außerdem wurde die Berücksichtigung von Personalausgaben ausgeweitet und auch die Fördersätze auf die Fixkosten wurden erhöht. Damit wird die Überbrückungshilfe II deutlich attraktiver für die Unternehmen." 

 

Niedersachsen wird die Überbrückungshilfe II des Bundes für besonders betroffene Branchen mit Landesmitteln aus dem Corona-Konjunkturprogramm des Wirtschaftsministeriums im Rahmen des zweiten Nachtragshaushalts aufstocken: Für die Veranstaltungswirtschaft und das Schaustellergewerbe sowie für die Gastronomie in Niedersachsen können demnächst mit dem Bewilligungsbescheid aus der Überbrückungshilfe II Fördermittel bei der NBank beantragt werden. Insgesamt stehen für Veranstaltungswirtschaft und Schaustellergewerbe 50 Millionen Euro aus dem Nothilfefonds bereit, Gaststätten werden mit 40 Millionen Euro aus dem Sonderprogramm für Tourismus und Gastronomie gefördert. 

 

Weil außerdem Reisebusunternehmen sowie des Taxi- und Mietwagengewerbes durch die Pandemie besonders betroffen sind, kündigte Minister Althusmann Unterstützungsleistungen für diese Branchen in Höhe von insgesamt 20 Millionen Euro an: „Leider konnten Reisebusunternehmen sowie Taxi- und Mietwagenbetriebe von den bisherigen Hilfsangeboten nur unzureichend profitieren. Wir planen deshalb, auch hier durch ein zusätzliches Förderangebot den Reisebusbereich mit voraussichtlich 14 Millionen Euro und das Taxi- und Mietwagengewerbe mit voraussichtlich sechs Millionen Euro gezielt zu unterstützen. Zur konkreten Ausgestaltung stehen wir aktuell im engen Austausch mit dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN)." 

 

Althusmann weiter: „Mit dem ergänzenden Förderangebot wollen wir gerade jenen Branchen helfen, die unter den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie schon bisher besonders gelitten haben und wegen des wieder steigenden Infektionsgeschehens auch weiterhin keine Perspektive auf Normalität in der Geschäftstätigkeit erwarten können. Wir arbeiten nun mit Hochdruck daran, die Fördergelder in Höhe von insgesamt 110 Millionen Euro ab Ende November über die NBank auszahlen zu können. "

 

(Pressemitteilung des Niedersächischen Ministeriums für Wirtschaft, Straßenbau und Verkehr. Für weitere Beratungsfragen steht auch die Wrtschaftsförderung des Landkreises Holzminden gern zur Verfügung unter wirtschaftsfoerderung@landkreis-holzminden.de oder unter Telefon 0 55 31 - 707 1139.


Für das Lesen begeistern 

Ehrenamtliche fördern Kinder in der Schule 

23.10.2020 / PM

Kreis Holzminden. Jedes fünfte Kind hat eine Leseschwäche, so das Ergebnis einer Internationalen Grundschul–Lese-Untersuchung. In Zeiten von Corona dürfte sich dies noch verstärkt haben. Doch was kann man dagegen tun? Viele Schulen erhalten Unterstützung von Ehrenamtlichen, die als Lesementoren fungieren. Das Zentrum für ehrenamtliches Engagement (ZEE) hat im Landkreis Holzminden eine Gruppe von Ehrenamtlichen initiiert, die als Lesementoren tätig sind. Diese gehen in der Regel einmal wöchentlich in die Schulen und trainieren das Lesen zusammen mit ihrem Schützling während einer Schulstunde. Dieses Konzept hat bundesweit großen Erfolg zu verzeichnen. Im Rahmen eines Vortrages bietet das ZEE für Interessierte die Möglichkeit, sich am Montag, den 26. Oktober 2020 um 17.00 Uhr über dieses Engagement zu informieren. Die Veranstaltung findet im VHS-Bildungszentrum in der Bahnhofstraße 31 in Holzminden statt. 

 

„Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.“(Aldous Huxley) Das Lesen lädt nicht nur in neue Welten ein und macht Spaß. Es ist auch eine elementare Voraussetzung, um in allen Schulfächern zu bestehen. Lesen ist aber nicht nur wichtig für die Schule, sondern auch ein essentieller Grundbaustein für den Alltag und die Zukunft. Die Kinder brauchen die Fähigkeit, Texte zu erfassen und Informationen verarbeiten zu können. Welche Bücher sind dabei hilfreich? Wie gestaltet sich eine Lesestunde? Was ist wichtig beim ersten Kennenlernen? Zu diesen Fragen und noch vielem mehr werden bei der gebührenfreien Veranstaltung des ZEE Tipps und Informationen gegeben. Menschen die Spaß am Lesen haben und ihre Freude und ihr Wissen mit Kindern und Jugendlichen teilen wollen, sind herzlich eingeladen, an diesem Treffen teilzunehmen. 

 

Coronabedingt ist eine Anmeldung mit Angabe der Kontaktdaten für den Infoabend unter E-Mail: info@kvhs-holzminden.de oder direkt über die Homepage der Kreisvolkshochschule unter www.kvhs-holzminden.de erforderlich. Weitere Informationen sind unter Telefon 0 55 31 707-393 erhältlich.

 

Rabatte für Alltagshelden!

Beantragung der Ehrenamtskarte ab sofort möglich

21.10.2020/PM

Kreis Holzminden. Ehrenamtliche Arbeit spielt im Landkreis Holzminden traditionell eine große Rolle. Viele engagierte Bürger*innen setzen sich für Andere ein und stärken somit das Gemeinwohl. Dieses Engagement honoriert der Landkreis Holzminden durch die Einführung der Ehrenamtskarte. Mit der Ehrenamtskarte profitieren deren Inhaber*innen von attraktiven Vergünstigungen in ganz Niedersachsen und Bremen, über 2.000 Angebote gibt es aktuell. Kurz nach Einführung der Ehrenamtskarte sind auch im Landkreis Holzminden bereits einige alltagsnahe Vergünstigungen nutzbar: Rabatte auf Einkäufe von Lebensmitteln, Baumarktartikeln und Dienstleistungen, reduzierte Beiträge in Fitnessstudios, vergünstige Eintritte für Kultureinrichtungen und bei Freizeitangeboten. Die Angebote werden landkreisweit sukzessive weiter ausgebaut. Eine aktuelle Auflistung der Rabatte ist im Internet unter www.freiwilligenserver.de oder beim Zentrum für ehrenamtliches Engagement im Landkreis Holzminden erhältlich. 

Voraussetzung für den Erhalt der Ehrenamtskarte ist, dass die Ehrenamtlichen ein durchschnittliches Engagement von fünf Stunden pro Woche beziehungsweise 250 Stunden pro Jahr in den vergangenen drei Jahren (vor der Corona-Pandemie) in einer oder mehreren Organisationen nachweisen können. Berücksichtigt werden dabei auch Zeiten für alle Fahrtwege sowie Einsätze, Wettkämpfe, Vor- und Nachbereitung von Sitzungen, Versammlungen und Veranstaltungen.

Interessierte Ehrenamtliche können die Ehrenamtskarte online unter www.freiwilligenserver.de beantragen oder sich direkt an die zuständige Mitarbeiterin im Zentrum für ehrenamtliches Engagement wenden. Anja Kurth ist unter der Telefonnummer 0 55 31 707-390 oder per E-Mail an zee@landkreis-holzminden.de zu erreichen. Sie ist auch Ansprechpartnerin für Firmen, die die ehrenamtliche Arbeit unterstützen und ein Angebot für die Ehrenamtskarte machen möchten. 

 


Verkehrsunfall mit schwerverletzter Motorradfahrschülerin

13.10.2020 / PM 

Holzminden. Die 42-jährige Fahrzeugführerin aus Höxter befuhr als Fahrschülerin mit ihrem Motorrad vor dem dazugehörigen Pkw des Fahrlehrers die L 550 aus Richtung Boffzen kommend in Richtung Innenstadt und verlor, vermutlich aufgrund von Unachtsamkeit, kurzfristig die Kontrolle über ihr Motorrad und geriet dadurch in den Gegenverkehr und touchierte hierbei die Fahrertür des entgegenkommenden 72-jährigen PKW - Führers aus Fürstenberg.

 

Die Motorradfahrerin stürzte in Folge des Zusammenstoßes und wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus verbracht. Der PKW - Führer blieb unverletzt. Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. Der geschätzte Sachschaden beträgt 22.500EUR.

 

Weitere Ermittlungen zur Verkehrsunfallursache dauern an. Zeugen werden gebeten sich bei der Polizei Holzminden zu melden.


Netzwerkstreffen der Träger der Migrations- und Integrationsdienste im Rahmen der bundesweiten Interkulturellen Woche

05.10.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die bundesweite Interkulturelle Woche nutzten die Migrations- und Integrationsdienste im Landkreis Holzminden zu einem regelmäßig stattfindenden Netzwerktreffen der Diakonie, des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter sowie Katja Haut, Mitarbeiterin des Landkreises Holzminden, die für soziale Betreuung dezentral untergebrachter, neu zugewanderter Menschen zuständig ist.

Seit 2015 ist Katja Haut hauptsächlich für die Akquise von geeignetem und bezahlbarem Wohnraum zuständig. Der Zugang zum Kindergarten, Schulen und der Blick auf das weitere soziale Umfeld für Familien finden eine besondere Beachtung.

Auf eine gelingende Integration zielen auch die Beratungsangebote der Johanniter, des Deutschen Roten Kreuzes und der Diakonie.

Die Johanniter bieten im ehemaligen „Café Juno“ am Teichtorplatz in Stadtoldendorf ein von Land Niedersachsen in Rahmen der Richtlinie Migrationsberatung gefördertes Beratungsangebot für Migrant*innen unabhängig von Alter, Herkunftsland oder Aufenthaltsstatus an. Seit März 2017 berät die Sozialarbeiterin Tanja Brinkmann zu sozial- und aufenthaltsrechtlichen Fragen, und vermittelt zu weiteren Netzwerkakteuren. Im Mai 2020 kam Lucca Böttger als Beraterin hinzu.

Des Weiteren bieten die Johanniter seit September 2017 in Stadtoldendorf einen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderten Erstorientierungskurs für Asylsuchende an, den Britta Thater-Mattke durchführt. Ein weiterer Kurs in Holzminden ist zurzeit in Planung.

Das Deutsche Rote Kreuz bietet mit dem Jugendmigrationsdienst (JMD) ein umfassendes Beratungsangebot für junge Menschen mit Migrationsbiographie zwischen 12 und 27 Jahren. Der Sozialarbeiter T. Gebken steht seit dem 1. September 2020 den Jugendlichen und jungen Erwachsenen beratend und begleitend zur Seite.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem Übergang von der Schule in die Ausbildung und den Beruf.

Dieses Beratungsangebot des Jugendmigrationsdienstes in der Neuen Str. 1 in Holzminden konnte durch maßgebliche Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Landkreis realisiert werden.

Zusätzlich übernimmt die bisher schon für die Koordinierungsstelle ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit im DRK-Kreisverband Weserbergland zuständige Mitarbeiterin  Anke Fuchs die Migrationsberatungsstelle für erwachsene Migranten (MBE) ab 27 Jahren. Sie ergänzt damit die seit 2016 eingerichtete MBE – Stelle des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Holzminden. Diese Beratungsarbeit am Kirchplatz 11 in Holzminden hat seit dem März 2020 Gülseren Aybay dort übernommen. Beide Stellen werden in der Hauptsache aus den Mitteln des Bundesamtes für Migration (BAMF) finanziert.

Mit Beginn des Lockdown zeigte sich die Notwendigkeit und Bedeutung der Migrationsberatung nochmal in besonderem Maße. Unter organisatorisch erschwerten Bedingungen wurden die Angebote auch in dieser Zeit fortgeführt. 

Die MBE bietet im kommunalen Gemeinwesen psychosoziale Beratung und Unterstützung bei der Entwicklung individueller Perspektiven u. a. für Menschen mit langfristiger Bleibeperspektive und EU- Bürger*innen. Dabei werden aufwendige Beratungsanfragen wie Deutschlernen, berufliche Integration, Bildung und Schule, Familiennachzug, Bewältigung von erlittenen Traumatisierungen an die Mitarbeitenden herangetragen.

Seit 1. September wird das Beratungsangebot im Diakonischen Werk durch den Mitarbeiter Abdulkadir Yildiz in der Flucht- und Migrationsberatung ergänzt. Diese nach der Beratungsrichtlinie Migration des Landes Niedersachsens eingerichtete Stelle wendet sich neben den bereits genannten Beratungsfeldern insbesondere an Asylbewerber*innen, die Unterstützung im Anerkennungsverfahren benötigen.

Bundesweit betreibt die Freie Wohlfahrtpflege zahlreiche bundes-, landes- oder kommunal bezuschusste Migrationsfachdienste. Die Beratungsangebote werden  dem „Subsidiaritätsprinzip“ folgend, dabei vorzugsweise von den freien Trägern, angeboten. Die Angebote der Sozialen Arbeit sind auf ein Vertrauensverhältnis und Freiwilligkeit angewiesen. Da Geflüchtete in ihren Herkunftsländern oftmals problematische Erfahrungen mit staatlichen Stellen erlebt haben, sind die freien Träger hierfür besonders geeignet.

Die gute Vernetzung der Migrations- und Integrationsstellen, auch zu den Regel- und anderen Fachdiensten der Sozialen Arbeit, vervollständigt nun mit der Wiederbesetzung der beschriebenen Stellen die Beratungslandschaft des Landkreises Holzminden und bieten damit eine wichtige Ergänzung zu den Regeldiensten der Allgemeinen Sozialberatung, wie Ulrike Walkling vom Diakonischen Werk betont.

Auch die Koordinatorin für Migration Teilhabe beim Landkreis Holzminden, Susanne Krug begrüßt das Beratungsangebot. 


Drei Monate Praxis

02.10.2020 / PM

Holzminden. Der Dienststellenleiter Burkhard Schramm begrüßt fünf neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ab sofort ihren Dienst in den Dienststellen im Landkreis Holzminden aufnehmen. Zusammen mit den Führungskräften des Kommissariats wünscht er den neuen Kolleginnen und Kollegen einen guten Start und verweist dabei auf ein tolles Team, dass den fünf stets mit Rat und Tat zur Seite stehen wird. Die fünf "Neuen" kommen frisch von der Polizeiakademie und stehen nun in den Startlöchern, hoch motiviert ihren Dienst aufzunehmen.

 

Darüber hinaus freut sich die Polizei Holzminden darüber, wieder einen Teil zur Ausbildung neuer Polizeibeamter beitragen zu können. Fünf Bachelor gab Burkhard Schramm die richtigen Worte mit auf den Weg. "Seien Sie wissbegierig und aufmerksam. Nehmen Sie so viele Erfahrungen wie nur möglich mit". Die nächsten drei Monate werden diese fünf im Rahmen ihres Studiums Praxiserfahrungen im Einsatz- und Streifendienst sammeln können.


Poller Fähre voraussichtlich ab Donnerstag gesperrt 

22.09.2020 / PM

Landkreis Holzminden/Polle. Wegen des anhaltenden Niedrigwassers muss die Poller Fähre voraussichtlich am Donnerstag, den 24.09.2020 gesperrt werden. Nach der wochenlangen Trockenheit waren die Pegelstände extrem gesunken. Die Fähre hat zwar nur einen geringen Tiefgang, aber selbst der reicht mittlerweile nicht mehr aus, um einen ungefährdeten Fährverkehr zu gewährleisten. Sollte sich die Witterung in den nächsten Tagen noch ändern, könnte sich die Entscheidung noch einmal kurzfristig ändern.


„Engagement fördern. Ehrenamt stärken. Gemeinsam wirken.“

19.09.2020 / PM

Kreis Holzminden. Mit diesem Förderprogramm unterstützt die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt gemeinnützige Organisationen und Ehrenamtliche während der Corona-Krise.
Beispielsweise eingetragene Vereine, können Anträge zu den Schwerpunktthemen ‚Innovation und Digitalisierung in der Zivilgesellschaft‘, ‚Nachwuchsgewinnung‘ oder ‚Struktur- und Innovationsstärkung in strukturschwachen ländlichen Räumen‘ stellen.“
Pro Themenschwerpunkt kann ein Antrag eingereicht werden, dessen Förderung bis zu 100.000 Euro betragen kann.
Eine tolle Chance, Vereine fit für die digitale Zukunft zu machen oder bei der Nachwuchsgewinnung zu unterstützen – insbesondere in unserer ländlichen Region. Freuen würde ich mich, wenn möglichst viele Anträge aus meinem Wahlkreis eingehen und die Mittel bei unseren Ehrenamtlichen vor Ort ankommen.

Informationen zum Förderprogramm gibt es unter: https://www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de/f…/

Foto: Gerd Altmann, Pixabay


Wem gehört dieses Mountainbike?

18.09.2020 / PM

Holzminden. Im Rahmen polizeilicher Ermittlungen zu einer Diebstahlserie wurde in Eschershausen ein schwarz-grünes Mountainbike (28 Zoll) sichergestellt.

 

Nach vorliegenden Erkenntnissen wurde das Fahrrad mit Aluminiumrahmen in den Sommermonaten im Holzmindener Bahnhofsviertel entwendet.

 

Bisher sind nähere Tatumstände sowie die Eigentumsverhältnisse ungeklärt - Hinweise hierzu nimmt die Polizei in Stadtoldendorf entgegen (05532/504750).


Was passiert mit unserem Abfall?

Führung durch das Entsorgungszentrum Holzminden

17.09.2020 / PM

Holzminden. Die Trennung des Abfalls ist mittlerweile in Deutschland Standard. Doch was passiert dann mit unserem Abfall? In Kooperation mit der Abfallwirtschaft des Landkreises Holzminden bietet die Kreisvolkshochschule am Dienstag, den 29. September 2020 um 16.30 Uhr eine Führung durch das Entsorgungszentrum Holzminden, Am Dammbruch 2 an. 

Der Landkreis Holzminden betreibt eine eigene kommunale Abfallwirtschaft. In deren Entsorgungszentrum werden fast alle Abfälle angenommen. Die Führung über die Anlage gibt einen Einblick in die moderne Abfallwirtschaft. Unsere Abfälle sind wertvolle Rohstoffe oder auch Energielieferanten. Im Vortrag  werden Abfall- und Wertstoffströme aufgezeigt, Tipps zur Abfallvermeidung gegeben und Einblicke in den Betriebsalltag des Entsorgungszentrums gewährt. Die Führung soll zudem für einen nachhaltigen und  ressourcenschonenden Lebensstil sensibilisieren.

 

Für die Veranstaltung ist zudem ein Mund-Nasenschutz mitzubringen. Anmeldungen für die gebührenfreie Führung sind erforderlich unter der E-Mail-Adresse info@kvhs-holzminden.de, über die Homepage www.kvhs-holzminden.de oder direkt in der Geschäftsstelle

 


Zusätzliche Förderrunde für das Programm „Zukunftsräume“

16.09.2020/PM

Kreis Holzminden. Nach Auskunft des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann erhält das für den Landkreis Holzminden interessante Programm „Zukunftsräume“ einen zusätzlichen Antragsstichtag. Bis zum 30. Oktober 2020 könnten Projekte zur Steigerung der Attraktivität und Lebensqualität von kleinen und mittleren Städten beim Landesamt für regionale Landesentwicklung eingereicht werden. Aufgrund der Corona-Pandemie seien gerade jetzt Investitionen der Kommunen dringend erforderlich. Ohne finanzielle Unterstützung des Landes könnten die Städte im Landkreis Holzminden diese Aufgabe nicht bewältigen. Daher sei die zusätzliche Förderrunde mit einem 60 prozentigen Zuschuss das richtige Signal. „Von den ersten beiden Förderrunden hat unsere Region bereits profitiert“, freut sich Uwe Schünemann. Daher habe er die Hauptverwaltungsbeamten über die zusätzlichen Möglichkeiten bereits informiert.


Antrag auf Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz

Am Besten gleich digital über das Online-Portal 

14.09.2020 / PM

Nicht erst seit Corona gilt: Arbeitnehmer, die von den Schutzmaßnahmen im Sinne des Infektionsschutzgesetzes betroffen sind – beispielsweise durch eine vom Gesundheitsamt angeordnete Quarantäne – haben einen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Arbeitgeber, wie auch Selbständige und Freiberufler werden hierfür vom Staat entschädigt. Geregelt wird das im §56 des Infektionsschutzgesetzes. Neu ist, dass auch Eltern, die aufgrund der Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen zu Hause bleiben mussten, unter bestimmten Voraussetzungen anspruchsberechtigt sind. Doch was sich in der Theorie verhältnismäßig einfach anhört, ist in der praktischen Umsetzung mit hohem Aufwand verbunden. Daher sollen die Anträge im Landkreis Holzminden ab sofort vorzugsweise nur noch digital gestellt werden. Eine Maßnahme, die den Zeitrahmen bis zur Bewilligung erheblich verkürzen wird.    

 

„Das war schon eine Herausforderung, die Bearbeitung der Unterlagen war völliges Neuland für uns“, sagt Dr. Jutta Klüber-Süßle, als Bereichsleiterin zuständig für die Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung im Landkreis Holzminden. Der Bereich hatte im Frühjahr die Bearbeitung der Anträge  auf Verdienstausfallentschädigung übernommen, obwohl dafür eigentlich das Gesundheitsamt zuständig ist. Doch das hatte schon alle Hände voll damit zu tun, Tests zu organisieren, Infektionsketten nachzuverfolgen oder Quarantänen anzuordnen bzw. zu überprüfen. 

 

Die Wirtschaftsförderung sprang ein und sah sich schon bald mit einer Fülle von Fragen konfrontiert. Es galt nämlich, ein durchaus sehr komplexes Gesetz mit vielen „Wenn und Abers“ zu verstehen und anzuwenden. Auch das Sozialministerium, in dessen Auftrag die Landkreise die Entschädigung vornehmen, musste zu den vielen Fragen der Landkreise Stellung nehmen, damit die Bearbeitung der Anträge landesweit einheitlich vorgenommen wird „Und wir müssen natürlich immer erst klären, ob die Voraussetzungen für die Zahlung der Entschädigung erfüllt sind“, erklärt Klüber-Süßle dazu. Um das rechtssicher zu bearbeiten, seien dem Antrag Anlagen beizufügen, die nicht selten mühsam von den Antragstellenden nachgefordert werden mussten. Darüber hinaus seien auch manchmal Querprüfungen und Nachfragen bei anderen Ämtern notwendig. „Wer für welchen Zeitraum und in welcher Höhe eine Entschädigung bekommt, hängt von einer Fülle vorab zu prüfenden Faktoren ab,“ so Klüber-Süßle, „dafür mussten unsere Mitarbeiterinnen Etliches an Überstunden investieren.“   

 

Weil das vom Land Niedersachsen organisierte digitale Fachverfahren erst seit Mitte August funktionssicher zur Verfügung steht, sind überdies die meisten Anträge bisher in Papierform eingegangen. Die müssen jetzt nachträglich in das System eingepflegt werden. Bei mittlerweile aufgelaufenen 150 Anträgen eine Sisyphusarbeit, die die Wirtschaftsförderung des Landkreises mit Unterstützung von Mitarbeiterinnen aus dem Jobcenter noch einige Zeit beschäftigen wird. Positiv ist, dass mittlerweile fast die Hälfte der Anträge bearbeitet sind. Von diesen haben die Hälfte eine Entschädigung erhalten, ein Viertel musste abgelehnt werden und ein weiteres Viertel wurde an andere Landkreise weitergeleitet.   

 

Damit die Antragsteller nicht weiterhin länger auf die Bearbeitung ihrer Anträge warten müssen, sollen alle künftigen Anträge am Besten gleich digital von den Antragstellenden selbst eingegeben werden. „Über die Internetseite ifsg-online.de werden die Antragsteller Schritt für Schritt durch das Verfahren geführt“, unterstreicht Marie-Luise Niegel, kommissarische Dezernentin für Bildung und Kreisentwicklung, „die Anträge können dann relativ zügig bearbeitet werden.“ Auf der entsprechenden Internetseite, die von vielen Bundesländern genutzt wird, gibt es darüber hinaus viele Information im Hinblick auf eine Antragsberechtigung und der zu erwartenden Verdienstausfallentschädigung. Auf der Corona-Sonderseite des Landkreises Holzminden ist unter dem Baustein „Entschädigungsleistung Infektionsschutzgesetz“ übrigens auch ein Link zu finden, der bequem auf das papierlose Digitalverfahren des Landes verweist. 


Gesundheitsamt warnt: Quarantäneverordnung ernstnehmen!

11.09.2020/PM

Kreis Holzminden. Aus aktuellem Anlass weist das Gesundheitsamt des Landkreises Holzminden nachdrücklich darauf hin, die Einhaltung von verordneten Quarantänen einzuhalten. Wer vom Gesundheitsamt mündlich oder schriftlich dazu aufgefordert wurde, sich in Quarantäne zu begeben, hat dem Folge zu leisten. Verstöße können mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden.

 

Die Ordnungsämter der Stadt Holzminden, der Samtgemeinden und der Einheitsgemeinde Delligsen behalten sich vor, die Einhaltung der Quarantänemaßnahmen stichprobenartig zu überprüfen.   


Blaulichtbrunch: Zurück in der Feuerwehrtechnischen Zentrale

08.09.2020 / PM

Holzminden. Acht Jahre ist es her, da lud der Landkreis Holzminden zum ersten Mal in die Holzmindener Feuerwehrtechnische Zentrale zum Blaulichtbrunch ein. Ziel des Treffens war es, dass sich die Vertreter aller im Landkreis tätigen ehrenamtlichen Hilfsorganisationen und die bei einem Ernstfall aktiven staatlichen Organe in ungezwungener Atmosphäre begegnen, ins Gespräch kommen und kennenlernen können. Mittlerweile ist der einmal jährlich Anfang September stattfindende Termin zu einer guten Tradition geworden. Nachdem einmal rundum jede Organisation als Gastgeber Gelegenheit zur Präsentation ihrer Möglichkeiten und Fähigkeiten hatte, ist das Treffen nun an seinen Ursprungsort zurückgekehrt. In der FTZ wurde einmal mehr deutlich, dass das Netzwerk auf einer soliden Basis steht.

Der Blaulichtbrunch war eine gute Gelegenheit, den Fuhrpark der Kreisfeuerwehr einmal genauer unter die Lupe zu nehmen
Der Blaulichtbrunch war eine gute Gelegenheit, den Fuhrpark der Kreisfeuerwehr einmal genauer unter die Lupe zu nehmen

„Wir kennen einander, wir wissen, welches Gesicht sich hinter welchem Namen bei welcher Organisation verbirgt.“ Das habe Wege entscheidend verkürzt, machte Landrat Michael Schünemann gleich eingangs der Veranstaltung in seinem Grußwort deutlich. Schünemann ließ noch einmal Revue passieren, wo man sich in den letzten Jahren getroffen habe, um die Arbeit der verschiedenen Helfer kennenzulernen. Man sei bei der DLRG Boot und beim THW Bagger gefahren und habe den Hunden der Rettungshundestaffel bei ihrer Personensuche zugeschaut. Das alles habe viel Verständnis für die Arbeit der anderen und Ideen für eine Zusammenarbeit bei Einsätzen zur Folge gehabt. „Vor zehn Jahren hätten wir uns ein solches gemeinsames Handeln nicht vorstellen können“, erinnerte der Landrat.

 

Dass die regelmäßigen jährlichen Treffen nicht nur deswegen so wichtig sind, weil eben immer mal wieder die Ansprechpartner wechseln, zeigte sich dann im Verlauf der weiteren Veranstaltung. Denn nach acht Jahren hat sich auch in der Feuerwehrtechnischen Zentrale eine Menge getan. Etliches an neuen Fahrzeugen und Material konnte von den Anwesenden begutachtet werden. Thematisch stand naturgemäß die Pandemie mit ihren Auswirkungen auf die einzelnen Organisationen und deren Zusammenarbeit untereinander im Mittelpunkt der Gespräche. 

 

Im nächsten Jahr wird der THW den nächsten Blaulichtbrunch auf seinem Gelände ausrichten. Eine Entscheidung, die erst nach einigem Ringen zustande kam, denn interessiert, als Gastgeber aufzutreten, waren durchaus einige der anwesenden Organisationsvertreter. Ein Indiz dafür, wie gut die Idee des Brunches mittlerweile bei allen verankert ist.     

 


Zwei Kinder positiv getestet / Fussballmannschaft in Quarantäne

06.09.2020 / PM
Landkreis Holzminden. Am Samstag sind zwei Kinder positiv getestet worden. Während eines der Kinder keinen weiteren Kontakt hatte, hat das andere eine zweite Klasse der Grundschule Stadtoldendorf besucht.

Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass auch die Kinder der anderen zweiten Klassen betroffen sein könnten, mussten alle drei zweiten Klassen der Schule, insgesamt 61 Kinder, in Quarantäne gesetzt werden.

Im Verlauf der nächsten Woche - voraussichtlich am Dienstag - werden alle Kinder und auch eventuell betroffene Lehrer getestet.

Auch eine Fußballmannschaft musste im Zusammenhang mit diesen Fällen in Quarantäne gehen.

 

Die Grundschule in Stadtoldendorf informiert die Eltern auf ihrer Homepage:

"Falls Ihr Kind ein Geschwisterkind in einer zweiten Klasse hat oder anderweitig sehr engen Kontakt zu einem Kind aus dem zweiten Jahrgang hat, dann bleibt es bitte bis auf weiteres zu Hause. Sie erhalten zeitnah Informationen zu den Aufgaben für das Lernen zu Hause."


Landkreis und Stadt Holzminden zu Besuch bei der Bundeswehr

03.09.2020 / PM

Holzminden. Ortstermin in der Holzmindener Solling-Kaserne und auf dem Truppenübungsplatz. Das in Holzminden stationierte Panzerpionierbataillon 1 der Panzerbrigade 21 hatte die Verwaltungsspitze von Landkreis und Stadt eingeladen, um über die derzeitige Situation des Standortes genauer zu informieren. Gastgeber Oberstleutnant Gunther Flach als Standortältester und Kommandeur gab selbst einen Überblick über die Bundeswehr insgesamt. Anschließend wurde bei einer Führung über das Kasernengelände detailliert erläutert, wie und wo in welchem Rahmen in den nächsten Jahren der Gebäudebestand saniert werden soll. Insgesamt 50 Millionen Euro werden nach Angaben der Bundeswehr in den nächsten zehn Jahren in eine komplett neue Infrastruktur investiert und damit in einen zeitgemäßen Zustand gebracht.

 

Das betrifft auch den Truppenübungsplatz am Solling, auf dem sich die Teilnehmenden nach einem Transfer ein Bild davon machen konnten, wie das Gelände inzwischen für Übungen vorbereitet wurde und wie bei den Panzerpionieren inzwischen ausgebildet wird. Oberstleutnant Flach bedankte sich im Verlauf der Veranstaltung sowohl beim Landkreis als auch bei der Stadt für das gute Miteinander und die stets unkomplizierte und konstruktive Zusammenarbeit. Landrat Michael Schünemann und Bürgermeister Jürgen Daul machten noch einmal deutlich, dass der Bundeswehrstandort Holzminden eine große Bedeutung für die Stadt und die Region und die Truppe in der hiesigen Bevölkerung eine hohe Akzeptanz habe.  Am Ende dankten die beiden dem Kommandeur für einen äußerst informativen Vormittag, der das positive Bild des hier stationierten Bataillons noch einmal vertieft habe.    

 


Unser Solling

Waldwanderung in Norddeutschlands zweitgrößtem Waldgebiet am 6. September

02.09.2020 / PM

Neuhaus. Der Solling mit seinen weitläufigen Wäldern, plätschernden Bächen, urtümlich anmutenden Mooren, Bergen mit sagenhaften Ausblicken, tiefen Tälern mit sattgrünen Wiesen sowie einer artenreichen Flora und Fauna ist ein ganz besonderes Stück Natur. Nicht zu Unrecht wurde der Solling – Norddeutschlands zweitgrößtes Waldgebiet – 2013  zum Waldgebiet des Jahres gewählt. Seitdem hat es rasante Veränderungen gegeben: Sturm, Hitze und Dürre haben 2018 und 2019 dem Wald sehr zugesetzt. Aus Wassermangel sind zahlreiche Bäume so geschwächt, dass sie Pilzen und Insekten – hier vor allem Borkenkäfern – kaum etwas entgegenzusetzen haben und sogar einzelne Waldgebiete flächig absterben. Es ist zu befürchten, dass sich diese Entwicklung auch 2020 fortsetzt. Diese Veränderungen, der Buchen- und Fichtenwald, Waldwirtschaft und viele weitere Themen gibt es auf der etwa vierstündigen Wanderung zwischen Neuhaus und Silberborn zu erleben.

 

Wer also den Besonderheiten und Geheimnissen des Sollings auf die Spur gehen möchte, hat am Sonntag, 6. September bei einer geführten Waldwanderung die Gelegenheit dazu. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Wagenburg Solling in Neuhaus. Die Führung kostet sechs Euro. Eine Anmeldung unter Tel. 05531/140392 ist erforderlich. Es gelten die allgemein bekannten Abstandsregeln.

 

Weitere Informationen sind bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland unter www.solling-vogler-region.de und Tel. 05536/960970 erhältlich.


Bundesweiter Warntag: Am 10.September heulen nicht nur die Sirenen!

Warn-App BIWAPP soll künftig Nachrichten auf Handys spielen 

26.08.2020/PM

Kreis Holzminden. Gut drei Jahre ist es her, da öffnete der Himmel alle Schleusen und es regnete tagelang in Strömen. Was im Landkreis Holzminden „nur“ zu Dauereinsätzen von Feuerwehr, DLRG und THW führte, hatte in den Landkreisen Goslar und Hildesheim deutlich schwerere Folgen. Allein in einer Nacht fielen pro Quadratmeter 60-90 Liter Regen, ganze Städte und Gemeinden standen dort komplett unter Wasser. Der Katastrophenalarm musste ausgelöst werden, nicht wenige Menschen konnten nicht nachhause oder mussten gar evakuiert werden. Das Beispiel zeigt: Wirkliche Katastrophen passieren jederzeit und überall, auch bei uns. Gut, wenn dann nicht nur Behörden und Helfer vorbereitet sind, sondern auch die gesamte Bevölkerung im Ernstfall weiß, was zu tun ist. Am 10. September um 11 Uhr findet deshalb erstmals ein bundesweiter Probealarm statt. Im Landkreis Holzminden werden dabei nicht nur die Sirenen heulen, auch eine neue App soll dann erstmals zeitnah über die Situation informieren.  

 

FOTOS: v. l. Wollen künftig über BIWAPP wichtige Nachrichten an die Bevölkerung weitergeben: Ralf Knocke, als stellvertretender Kreisbrandmeister zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, Carsten Krüger, als Bereichsleiter für Sicherheit und Ordnung zuständig für den Katastrophenschutz und Jürgen Twele, als Bereichsleiter der Straßenmeisterei zuständig für die Kreisstraßen des Landkreises. Landrat Michael Schünemann empfiehlt die neue Warn-App BIWAPP für des Landkreis    

 

BIWAPP heißt die neue App, die vom Landkreis zusammen mit allen Samtgemeinden, der Stadt Holzminden und dem Flecken Delligsen angeschafft worden ist. Die kostenlos aus den Stores der jeweiligen Handyanbieter herunterladbare App kann nicht nur Warnmeldungen bei Katastrophen wie etwa durch schwere Stürme, Brände oder Überschwemmungen dienen, sondern auch bei kurzfristigen Straßensperrungen oder aktuellen Veränderungen zur Corona-Verordnung. Sowohl die Kreisfeuerwehr als auch die Ordnungsämter und die Straßenmeisterei seien in das Meldesystem der App mit einbezogen „Die Palette möglicher Meldungen mit dieser App ist extrem vielfältig“, erklärt Landrat Michael Schünemann dazu, „aber für uns als Landkreis steht natürlich im Vordergrund, dass wir bei wichtigen Ereignissen schnell und transparent aufklären.“ Der Bundeswarntag sei eine gute Gelegenheit, die Funktionsfähigkeit der neuen App im Ernstfall zu testen.    

 

Ziel des von Bund und Ländern initiierten Warntages ist es, sämtliche Warnmittel zu erproben und letztlich auch die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, auf die Signale zu reagieren und sich zu informieren. Deshalb sollen alle verfügbaren Sirenen eingesetzt werden, Radiosender Warnmeldungen herausgeben und eben auch vorhandene Warn-Apps Signale geben. So kann im Ernstfall eine breite Öffentlichkeit darüber informiert werden, was passiert ist und wie man sich verhalten soll. 

 

„Ein Katastrophenfall kann uns alle jederzeit und überall überraschen“, kommentiert Michael Schünemann den Aktionstag, „gut, wenn wir dann alle darauf vorbereitet sind und wissen, was zu tun ist.“ Mit BIWAPP habe der Landkreis seinem Katastrophenschutz ein öffentlichkeitswirksames Instrument hinzugefügt, dass von vielen wahrgenommen werden könne. Im Landkreis Hildesheim und im Landkreis Northeim ist die App bereits seit längerem erfolgreich im Einsatz.    

Bundesweiter Warntag: Am 10.September heulen nicht nur die Sirenen!

 

Warn-App BIWAPP soll künftig Nachrichten auf Handys spielen 

26.08.2020/PM

Kreis Holzminden. Gut drei Jahre ist es her, da öffnete der Himmel alle Schleusen und es regnete tagelang in Strömen. Was im Landkreis Holzminden „nur“ zu Dauereinsätzen von Feuerwehr, DLRG und THW führte, hatte in den Landkreisen Goslar und Hildesheim deutlich schwerere Folgen. Allein in einer Nacht fielen pro Quadratmeter 60-90 Liter Regen, ganze Städte und Gemeinden standen dort komplett unter Wasser. Der Katastrophenalarm musste ausgelöst werden, nicht wenige Menschen konnten nicht nachhause oder mussten gar evakuiert werden. Das Beispiel zeigt: Wirkliche Katastrophen passieren jederzeit und überall, auch bei uns. Gut, wenn dann nicht nur Behörden und Helfer vorbereitet sind, sondern auch die gesamte Bevölkerung im Ernstfall weiß, was zu tun ist. Am 10. September um 11 Uhr findet deshalb erstmals ein bundesweiter Probealarm statt. Im Landkreis Holzminden werden dabei nicht nur die Sirenen heulen, auch eine neue App soll dann erstmals zeitnah über die Situation informieren.  

 

BIWAPP heißt die neue App, die vom Landkreis zusammen mit allen Samtgemeinden, der Stadt Holzminden und dem Flecken Delligsen angeschafft worden ist. Die kostenlos aus den Stores der jeweiligen Handyanbieter herunterladbare App kann nicht nur Warnmeldungen bei Katastrophen wie etwa durch schwere Stürme, Brände oder Überschwemmungen dienen, sondern auch bei kurzfristigen Straßensperrungen oder aktuellen Veränderungen zur Corona-Verordnung. Sowohl die Kreisfeuerwehr als auch die Ordnungsämter und die Straßenmeisterei seien in das Meldesystem der App mit einbezogen „Die Palette möglicher Meldungen mit dieser App ist extrem vielfältig“, erklärt Landrat Michael Schünemann dazu, „aber für uns als Landkreis steht natürlich im Vordergrund, dass wir bei wichtigen Ereignissen schnell und transparent aufklären.“ Der Bundeswarntag sei eine gute Gelegenheit, die Funktionsfähigkeit der neuen App im Ernstfall zu testen.    

 

Ziel des von Bund und Ländern initiierten Warntages ist es, sämtliche Warnmittel zu erproben und letztlich auch die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, auf die Signale zu reagieren und sich zu informieren. Deshalb sollen alle verfügbaren Sirenen eingesetzt werden, Radiosender Warnmeldungen herausgeben und eben auch vorhandene Warn-Apps Signale geben. So kann im Ernstfall eine breite Öffentlichkeit darüber informiert werden, was passiert ist und wie man sich verhalten soll. 

 

„Ein Katastrophenfall kann uns alle jederzeit und überall überraschen“, kommentiert Michael Schünemann den Aktionstag, „gut, wenn wir dann alle darauf vorbereitet sind und wissen, was zu tun ist.“ Mit BIWAPP habe der Landkreis seinem Katastrophenschutz ein öffentlichkeitswirksames Instrument hinzugefügt, dass von vielen wahrgenommen werden könne. Im Landkreis Hildesheim und im Landkreis Northeim ist die App bereits seit längerem erfolgreich im Einsatz.    

 

Abgeltung krisenbedingter Mehraufwendungen für Kommunen

Samtgemeinde Boffzen erhält 78.821 Euro

25.08.2020 / PM

Kreis Holzminden.  Wie der Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann soeben mitteilt, werden am 20.09 2020 die  Ausgleichszahlungen an Kommunen zur Abgeltung krisenbedingter Mehraufwendungen in Höhe einer Pauschale von 100 Mio. Euro ausgezahlt.

Grundlage ist der Paragraph 14h des Niedersächsischen Gesetzes über den Finanzausgleich. Die Verteilung erfolgt einerseits nach Schulträgern (11 Mio. Euro) und andererseits nach Gemeindeeinwohnern (89 Mio. Euro). „Aus den Tabellen des Landesamts für Statistik Niedersachsen geht hervor, dass der Landkreis Holzminden 787.393 Euro erhält, die den Kommunen frei zur Verfügung stehen“, so der Abgeordnete.

 

Die Förderung teilt sich im Einzeln auf wie folgt:

Flecken Delligsen, Flecken 86.605 Euro

Stadt Holzminden, 222.013 Euro

Samtgemeinde Bevern 65.109 Euro

Samtgemeinde Boffzen 74.821 Euro

Samtgemeinde Bodenwerder-Polle 165.658 Euro

Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf 173.187 Euro

 

Zusätzlich erhält der Landkreis aus Leistungen für Systembetreuung und Verwaltungstätigkeit in Schulen insgesamt 73.559 Euro. 


Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich melden!

12.08.2020 / PM

Landkreis Holzminden. Im Landkreis Holzminden ist der zweite positive Coronafall nach gut zwei Monaten ohne eine Neuinfektion aufgetreten. Wie im ersten handelt es sich auch im zweiten Fall um eine Person, die aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist. Speziell für Personen aus solchen Gebieten gibt es strenge Handlungsvorgaben hinsichtlich der Melde- und Testpflicht. Das Gesundheitsamt des Landkreises Holzminden hat diese noch einmal aktualisiert und arbeitet aufgrund der steigenden Anzahl von Fällen auch weiterhin am Wochenende. Weiterführende Unterstützung findet sich auf der Coronaseite des Landkreises.

 

„Derzeit laufen bei uns die Telefone wieder heiß“, sagt Dr. Ursula Schaper, Bereichsleiterin im Gesundheitsamt, „wir sind derzeit mit der intensiven Beratung und der Auswertung von Testergebnissen stark ausgelastet.“ Weil in Niedersachsen die Sommerferien erst in zwei Wochen enden, dürfte sich der Ansturm auf die Gesundheitsschutz-Ermittler noch verschärfen. Doch es gilt Regeln einzuhalten, die offenbar nicht jeder kennt und deren Nichteinhaltung auch böse Folgen haben kann. 

 

Grundsätzlich muss sich jede Person, die aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, immer sofort beim heimischen Gesundheitsamt melden, ganz egal, ob sie bereits getestet wurde oder nicht. Sollte tatsächlich bereits ein Test vorliegen, so muss der dem Gesundheitsamt vorgelegt werden. „Dabei spielt es keine Rolle, wie der Test ausgefallen ist“, erklärt Dr. Schaper, „unsere Aufgabe ist einfach, das noch einmal zu registrieren, zu überprüfen und bei positiven Befunden weiter zu ermitteln.“ Falls weder am Flughafen noch im Reiseland ein entsprechender Test durchgeführt worden sei, müsse auf jeden Fall innerhalb der folgenden 14 Tage ein Test durchgeführt werden. Kostenlos ist dieser vom Hausarzt oder vom Testzentrum vorzunehmende Abstrich nur in den ersten 72 Stunden nach der Einreise. Danach muss er aus eigener Tasche bezahlt werden. 

 

Um diese Frist einhalten zu können und überhaupt unnötige weitere Wartezeiten zu vermeiden, hat der Landkreis Holzminden auf seiner Coronaseite unter dem Menüpunkt „Hinweise für Reiserückkehrer“ ein Formular eingestellt, dass auf der Seite bequem ausgefüllt werden kann. Vorhandene Dokumente können darüber auch hochgeladen werden.  

 

Wichtig sind auch die Regeln zur häuslichen Quarantäne. Die ist nämlich bis das Testergebnis vorliegt, erst einmal einzuhalten. „Die Gesundheitsämter stellen dafür keinen offiziellen Bescheid aus, es sei denn, ein Test fällt wirklich positiv aus“, stellt Dr. Schaper klar, „gehalten werden muss sich daran aber trotzdem.“ Andernfalls, so die Gesundheitsamtsleiterin, drohten empfindliche Bußgelder. Weil bei einer Quarantäne in solchen Fällen keine Verdienstausfallansprüche bestünden, müssen Reiserückkehrer überdies entweder weiteren Urlaub oder alternative Lösungen mit ihrem Arbeitgeber vereinbaren.  

 

Zwingend sind also erstens die Meldung beim Gesundheitsamt, am besten über das Formular auf der Coronaseite oder per E-Mail an gesundheitsschutz@landkreis-holzminden.de; zweitens die Vorlage des Testergebnisses auf die gleiche Weise und drittens die Einhaltung der Quarantäne bis zum Testergebnis.

Biker suchen Dialog mit Anwohnern

06.08.2020 / PM

Holzminden. Die Diskussion um den Lärm durch Motorrädern ist bundesweit in aller Munde, im Landkreis Holzminden hat sie Rühler Bürger bereits zweimal aus Protest auf die Straße getrieben. Eine aufgeheizte momentane Stimmung, in der ausgerechnet am kommenden Sonnabend auch noch ein rund 200 Maschinen starker Korso der BMW-GS-Endurobikes-Facebookgruppe durch den Vogler gehen soll. Doch die Biker gehören offenkundig nicht nur zu den vernünftigeren der zweirädrigen fahrbaren Untersätze, sie suchen auch offensiv den Dialog mit Motorradverdrossenen. Auf Einladung des vermittelnden Landkreises wurden in Bodenwerder in Anwesenheit von Polizei und Behörden die Argumente ausgetauscht. Ein konstruktives Gespräch, das deutlich weniger polarisierte als erwartet. 

 

Bei dem Gesprächstermin am Feuerwehrgerätehaus in Bodenwerder waren die BMW-GS-Enduro-Biker nicht allein gekommen, drei Vertreter*innen des Bundesverbandes der Motorradfahrer war der Dialog im Weserbergland wichtig. Aber auch von offizieller Seite wurde der Stellenwert eines solchen Dialogs sehr hoch angesetzt Landrat Michael Schünemann und die für Sicherheit und Ordnung zuständige Dezernentin Manuela Schäfer hatten neben  Samtgemeindebürgermeisterin Tanya Warnecke und einigen Behördenvertretern aus Bodenwerder-Polle auch Bürgermeister Friedrich Wilhelm Schmidt und Vertreter der Polizei mit eingeladen. Stellvertretend für die Rühler Bürger machte zunächst August Borchers deutlich, warum viele Einwohner aus Rühle mittlerweile an der Grenze ihrer Akzeptanz angelangt sind: Ständiger Straßenlärm an den Wochenenden, mit nicht endenwollenden Kolonnen von schon im Ortsbereich überlaut aufgedrehten Motorädern. 

Dieser Kritik wichen Elke Fuchs und Jörg von Oost von den BMW-GS Enduro-Bikern nicht etwa aus, sondern zeigten volles Verständnis. „Wir sind selbst genervt von den Geräuschbelästigungen durch einige der Fahrer“, meinte Fuchs, während van Oost ergänzte, dass man immer wieder allen Motorradfahrern signalisiere, dass sie die Akzeptanz für ihr Hobby selbst in der rechten Hand hätten. Der Geist, der von ihnen organisierten Facebookgruppe sei hingegen ein anderer, die Maschinen leiser und auch die Fahrweise deutlich vernünftiger. „Wir sind Motorradfahrer, die Sie verstehen und für Sie um Verständnis werben“, stellte Jörg van Oost klar. Zusammen mit dem Bund der Motorradfahrer wolle man eine für beide Seiten annehmbare Lösung finden. Auf dieses Gesprächsangebot gingen die anwesenden Betroffenen wie auch alle Politiker und Behördenvertreter ein. Gemeinsam wurde erörtert, welche Maßnahmen mittelfristig zu einer Verbesserung der Situation führen könnten. Straßensperrungen wie auch verstärkte Kontrollen seien angesichts einer komplizierten Gesetzeslage allerdings schwer realisierbare bzw. kaum wirksame Mittel, machten sowohl Landrat Michael Schünemann als auch der Erste Polizeikommissar des Holzmindener Polizeikommissariats, Burkhard Schramm, deutlich. Derzeit werde vom Landkreis die Möglichkeit geprüft, Dezibel-Messdisplays anzuschaffen, erklärte der Landrat. Denn die haben nach in Süddeutschland gewonnenen Erkenntnissen eine spürbare Wirkung gezeigt.   

 

Einig waren sich sowohl Anwohnervertreter als auch Motorradfahrer, dass miteinander reden schon einmal deutlich hilft. Der Korso der BMW-GS-Endurobikers am Wochenende jedenfalls stieß bei den beteiligten Rühlern auf keinerlei Ablehnung. Denn die haben sehr glaubhaft allergrößte Rücksichtnahme signalisiert.

v. l. Claudia Bonefeld (Bereichsleiterin Personal Landkreis Holzminden), Landrat Michael Schünemann, die künftige Erste Kreisrätin Sarah Humburg und Martina Kohlmeyer (Personalratsvorsitzende)
v. l. Claudia Bonefeld (Bereichsleiterin Personal Landkreis Holzminden), Landrat Michael Schünemann, die künftige Erste Kreisrätin Sarah Humburg und Martina Kohlmeyer (Personalratsvorsitzende)

Neue erste Kreisrätin vereidigt

31.07.2020 / PM

Holzminden. Am nächsten Montag ist ihr erster Arbeitstag, Ernennung erfolgt schon jetzt. Sarah Humburg ist zur ersten Kreisrätin des Landkreises Holzminden ernannt worden. In einer offiziellen Feierstunde in Anwesenheit der Bereichsleiterin für Personal, Claudia Bonefeld, und der Personalratsvorsitzenden Martina Kohlmeyer vereidigte Landrat Michael Schünemann die Kreisrätin für den Zeitraum ihrer Amtszeit und überreichte ihr ihre Ernennungsurkunde.

 

Humburg war bereits Ende Mai dem Kreistag vorgestellt worden. Sie wird den Landrat bei wichtigen Amtsgeschäften im Bedarfsfall vertreten, übernimmt aber auch das Dezernat, dem die zentralen Dienste wie die Gebäudewirtschaft und der Innere Service zugeordnet. 

 

Outdoor- und Online-Angebote erweitert

Neues Programmheft der Kreisvolkshochschule 

31.07.2020 / PM

Kreis Holzminden. Eigenen Solarstrom produzieren oder den heimischen Garten so zu gestalten, dass er zur ökologischen Vielfalt und zum Klimaschutz beiträgt, dies sind nur zwei der attraktive Bildungsangebote aus dem neuen Programmheft der Kreisvolkshochschule Holzminden. Erhältlich ist das gedruckte Heft mit 225 Angeboten für die Zeit von August bis Dezember 2020 ab sofort in der Geschäftsstelle der KVHS in der Neuen Straße 7 in Holzminden sowie in den nächsten Tagen auch in den meisten öffentlichen Einrichtungen im Landkreis. Unter www.kvhs-holzminden.de ist das Programm außerdem im Internet einsehbar und buchbar. Selbstverständlich besteht weiterhin die Möglichkeit, sich schriftlich oder persönlich in der Geschäftsstelle in Holzminden oder bei den Außenstellenleitungen anzumelden.

 

Das KVHS-Team hat mit Unterstützung von über 80 freiberuflichen Dozentinnen und Dozenten sowie verschiedensten Kooperationspartnern viele interessante Bildungsangebote entwickelt. Diese sind selbstverständlich nach den aktuellen Hygienevorgaben in Zeiten von Corona konzipiert. Das bedeutet zum einen kleinere Gruppen für die Kurse, zum anderen sind aber auch die Angebote für Outdoor-Aktivitäten erweitert worden. So enthält das neue Programm einen Malkurs in der Natur, einen Workshop LandArt, Wandern oder Klettern im Ith, Asiatische Heilgymnastik in der Natur, Outdoorfitness am Morgen an der Frischen Luft oder auch Geschichten und Sagen aus dem Weserbergland im Mittelalterdorf Bokenrode. Für diejenigen, die lieber von zu Hause aus lernen möchten, bietet die KVHS zahlreiche Online-Kurse für kaufmännische Bildung an oder auch einen Qualifizierungskurs zum Live-Trainer bzw. Trainerin für Online-Seminare. 

 

Eine berufliche Neuorientierung ermöglichen einige Lehrgänge der Kreisvolkshochschule wie z. B. ein Qualifizierungskurs für Kindertagespflegepersonen, eine Grundausbildung Heilpraktiker*in für Psychotherapie, eine Qualifizierung zur Schulbegleitung oder auch eine berufsbegleitende Jahresausbildung Mediation. Breit gefächert ist zudem das Angebot im Gesundheitsbereich mit Kursen wie Faszilates, Bodyforming, Dance Workout oder auch Vorträgen zu den Themen Schilddrüse, Krebs, und Medikamente als heimliche Nährstoffräuber. Wer neue Sprachen erlernen oder seine Sprachkenntnisse erweitern möchte ist ebenfalls bei der KVHS an der richtigen Adresse. Doch auch in Sachen Ehrenamt, Geschichte sowie Natur und Umwelt, Persönlichkeitsbildung, EDV sowie Kunst und Kultur gibt es zahlreiche interessante Angebote im neuen Programm der Kreisvolkshochschule. Bedingt durch Corona und aus organisatorischen Gründen ist bei allen Kursen, Vorträgen und Exkursionen der Kreisvolkshochschule eine Anmeldung erforderlich. 

 

Das KVHS-Team beantwortet gerne Fragen zu den aktuellen Bildungsangeboten. Die Geschäftsstelle der Kreisvolkshochschule in der Neuen Straße 7 in Holzminden ist unter Telefon 0 55 31 707-224 und 707-394 bzw. per Fax unter 0 55 31 707-408 sowie über die E-Mail-Adresse info@kvhs-holzminden.de zu erreichen. 

 

Neuer Coronafall im Landkreis Holzminden / 14 Personen in Quarantäne

30.07.2020 / PM

Kreis Holzminden. Im Landkreis Holzminden gibt es nach knapp zwei Monaten wieder einen bestätigten Coronafall. Bei der betroffenen Person handelt es sich um einen Reiserückkehrer, der am Flughafen getestet wurde. Das positive Ergebnis wurde dann an das zuständige Gesundheitsamt Holzminden weitergeleitet. Derzeit prüft das Amt, ob es zwischenzeitlich Kontakte gegeben hat, die weitere Quarantäneanordnungen erfordern. Aktuell befinden sich 14 Personen in Quarantäne.

UPDATE

Coronatests im Zentrum für Migration negativ

30.07.2020 / PM

Kreis Holzminden. Der Verdachtsfall im Zentrum für Migration hat ein negatives Ergebnis. Das hatte sich bereits am späten Vormittag des 30.07.2020 herausgestellt. Und auch die anderen im Zentrum vorsorglich getesteten Kontaktpersonen waren alle negativ. Die Quarantäne für das gesamte Haus wurde damit mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Corona-Verdachtsfall im Zentrum für Migration

29.07.2020 /  PM

Eschershausen. Am gestrigen Dienstagabend hat es einen Coronaverdachtsfall im Eschershäuser Zentrum für Migration gegeben. Ein Bewohner hatte hohes Fieber und zeigte auch weitere typische Symptome. Die Mitarbeiter des Zentrums alarmierten daraufhin sofort die Kreisleitstelle. Der Rettungsdienst des Landkreises Holzminden sowie der Johanniter waren innerhalb einer Viertelstunde vor Ort und untersuchten die Anwesenden. Das Gesundheitsamt hat das komplette Zentrum unter Quarantäne gestellt und wird im Verlauf des Tages Abstriche nehmen. Mit einem Ergebnis der Tests kann voraussichtlich am morgigen Nachmittag gerechnet werden. 

 

Derzeit befinden sich 57 Bewohner im ZfM sowie fünf Mitarbeiter. Alle Betroffenen verhalten sich sehr kooperativ und haben vorbildlich mit den Rettungsdiensten zusammengearbeitet. Auch im Haus wird versucht, Kontakt untereinander möglichst zu vermeiden und Abstand zu halten.       

Tippelt und Schraps starten  ihre gemeinsame Sommerreise

25.07.2020/PM

Kreis Holzminden. Zum Start der diesjährigen Sommerbereisungen besuchten die Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt und der Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps die Firma Linnhoff und Henne in Stadtoldendorf. Das Hauptaugenmerk im Gespräch mit Geschäftsführer Henning Stahl lag dabei zunächst auf den Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Die beiden SPD-Abgeordneten sind sich darin einig, dass Deutschland bisher grundsätzlich im Vergleich zu vielen anderen Staaten gut durch die Krise gekommen ist, man natürlich aber davon ausgehen muss, dass uns die Folgen noch eine ganze Weile begleiten werden.

„Für unser Unternehmen kann ich aktuell festhalten, dass wir trotz Corona bisher ein gutes Geschäftsjahr haben. Wir hatten vor der Pandemie eine so gute Auftragslage, dass wir momentan noch voll ausgelastet und bestens aufgestellt sind. Natürlich merken wir aber auch, dass die Aufträge jetzt zurückgehen und man abwarten muss wie es Richtung Herbst aussieht. Grundsätzlich bin ich aber optimistisch“, so Henning Stahl.

Sabine Tippelt weist in diesem Zusammenhang auf die beschlossenen Fördergelder und Unterstützungen hin, die auf Landes- und Bundesebene zur Überwindung der aktuellen Situation bereitgestellt wurden. „Wir haben im Landtag mit unserem verabschiedeten Nachtragshaushalt dafür Sorge getragen, dass Geld in die Wirtschaft und die Infrastruktur fließen kann. Wir dürfen jetzt nicht sparen und müssen dafür sorgen, dass unsere Firmen durch die Krise kommen“, so Tippelt.

Großes Lob kommt in diesem Zusammenhang von Henning Stahl. „Die Politik in Deutschland hat bisher vieles richtig gemacht und man kann sich für das bisherige Handeln nur bedanken.“ 

Johannes Schraps ergänzt dazu, dass die gesamte Gesellschaft in der Krise Verantwortung übernehmen und die richtige Balance zwischen Freiheit und Sicherheit finden muss. „Ich denke im Großen und Ganzen funktioniert dies bisher sehr gut. Dies gilt sowohl für die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land, als auch für die Handelnden Personen in der Politik“, so Schraps.

Im weiteren Verlauf geht Geschäftsführer Stahl auf die Historie und die Geschäftsbereiche des Unternehmens ein. „Unser Unternehmen wurde 1878 in Holzminden gegründet und wir sind mittlerweile Weltmarkführer im Bereich der Gussasphaltierung. Außer in Amerika sind wir so ziemlich überall am Markt“, so Stahl. Ein Problem sieht der Geschäftsführer allerdings bei der Besetzung von Ausbildungsstellen. „Wir haben normalerweise vier Auszubildende pro Jahr in unserem Betrieb. Aber es wird jedes Jahr schwieriger diese Stellen zu besetzen. In diesem Jahr haben wir bis jetzt nur eine Stelle besetzten können. Daher möchte ich die Gelegenheit nutzen, noch einmal darauf hinzuweisen, dass wir für jede Bewerbung zum Industriemechaniker dankbar sind“, so Stahl

Beim anschließenden Rundgang über das Betriebsgelände haben die Abgeordneten noch einen Einblick in die Produktion des Unternehmens bekommen. Auf dem weitläufigen Gelände werden Gussasphalt- und Fugenvergusskocher in verschiedensten Größen hergestellt und später nach Maßanfertigung auf LKW’s und Anhänger aufgebaut.  Tippelt und Schraps zeigten sich beeindruckt von der Produktpalette. „Es ist immer wieder interessant und schön zu sehen, welch tolle Unternehmen wir in unserer Region haben und welche Bedeutung diese auch weit über die Grenzen des Landkreises Holzminden haben“, so die einstimmige Meinung der beiden Politiker im Anschluss an die Besichtigung. 

Engagiert? Profitiert!

Ehrenamtskarte wird im Landkreis Holzminden eingeführt

24.07.2020/PM

Kreis Holzminden. Gerade in ländlichen Regionen ist das vielfältige ehrenamtliche Engagement eine wichtiger Stütze des gesellschaftlichen Lebens. Diese auch im Landkreis Holzminden so wichtige gemeinnützige Arbeit wird nun belohnt! Für ehrenamtlich engagierte Bürger*innen besteht demnächst die Möglichkeit, die Ehrenamtskarte für Niedersachsen und Bremen zu beantragen. Mit Erhalt dieser Karte profitieren deren Inhaber*innen zukünftig von attraktiven Vergünstigungen: Ob Sport, Kultur oder Freizeit - die Bereiche, in denen die Ehrenamtskarte eingesetzt werden kann, sind vielfältig. Und das Angebot wird stetig erweitert.

Foto: Freuen sich darüber, dass die Ehrenamtskarte im Landkreis eingeführt wird: V. l. Benjamin Peters (Bereichsleiter Besondere soziale Dienste und Jugendpflege im Landkreis Holzminden), Ruth Happel (Leiterin Zentrum für ehrenamtliches Engagement, ZEE), Anja Kurth (ZEE), Landrat Michael Schünemann und Christine Bossow (Geschäftsführerin der Lokalen Aktionsgruppe Solling/Vogler für die Förderung mit LEADER-Mitteln) 

 

 

Landrat Michael Schünemann freut sich, dass die Ehrenamtskarte bald auch im Landkreis Holzminden eingesetzt werden kann: „Die Ehrenamtskarte ist eine besondere Auszeichnung, um herausragendes Engagement zu würdigen. Mithilfe der Vergünstigungen wird denen etwas zurückgegeben, die sich in besonderer Weise für den Nächsten einsetzen, unsere Gesellschaft bereichern und das Zusammenleben fördern.“ Doch bevor die Ehrenamtskarte verliehen werden kann, sind noch einige Schritte notwendig. Dank der finanziellen Unterstützung durch das europäische Förderprogramm LEADER war es möglich, mit Anja Kurth eine vertriebserfahrene Mitarbeiterin einzustellen. Ziel ist es, ein attraktives Portfolio aus Vergünstigungen und Vorteilen zu erarbeiten, welches die Karteninhaber*innen breitgefächert nutzen können. Auch eine diesbezügliche Kooperation mit der Jugendleiter/In-Card (JULEICA) wird angestrebt.

 

Die Kommunen im Landkreis Holzminden werden um rege Unterstützung gebeten. Vorstellbar sind z.B. Kostenreduzierungen auf amtliche Beglaubigungen oder ermäßigte Eintritte für öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder oder Museen. Getreu dem Motto "Support your locals" empfiehlt sich die Teilnahme am Angebot auch für alle Gewerbetreibenden im Landkreis Holzminden. Durch attraktive Aktionen können neue Kaufanreize für die Bürger*innen geschaffen werden. Das Programm der Ehrenamtskarte trägt dazu bei, neue Kunden zu gewinnen und die Kundenbindung zu vertiefen - wichtige Bausteine, die zur Unterstützung der regionalen Wirtschaft beitragen.

 

Interessierte Ehrenamtliche und Gewerbetreibende können sich an die zuständige Mitarbeiterin im Zentrum für ehrenamtliches Engagement wenden. Anja Kurth ist unter der Telefonnummer 0 55 31 707-390 oder per E-Mail an zee@landkreis-holzminden.de zu erreichen. Auch für Menschen, die sich jetzt ehrenamtlich engagieren möchten, bietet das ZEE-Team ein Beratungsgespräch an.


Beschäftigen sich intensiv mit Handlungsmöglichkeiten zum Thema Motorradlärm: v. l.  EPHK Burkhard Schramm, Landrat Michael Schünemann, KOR Oliver Tschirner, Dezernentin Manuela Schäfer und Ansgar Rohner (Bereichsleiter Straßenverkehrsamt)
Beschäftigen sich intensiv mit Handlungsmöglichkeiten zum Thema Motorradlärm: v. l. EPHK Burkhard Schramm, Landrat Michael Schünemann, KOR Oliver Tschirner, Dezernentin Manuela Schäfer und Ansgar Rohner (Bereichsleiter Straßenverkehrsamt)

Motorradlärm: An Wochenenden Straßen sperren?

Landkreis und Polizeidirektion Holzminden diskutieren Möglichkeiten

10.07.2020 / PM Landkreis Holzminden

Landkreis Holzminden. Das Thema Motorradlärm erhitzt momentan bundesweit die Gemüter. Und auch am  Landkreis Holzminden geht diese Problematik nicht vorbei. Kein Wunder: Wegen seiner schönen Landschaft und vieler kurvenreicher Strecken ist das Weserbergland bei den Bikern allseits beliebt, sehr zum Unwillen vieler Bewohner, die sich vor allem an den Wochenenden in ihrer wohlverdienten Feierabendruhe empfindlich gestört fühlen. Zusammen mit der Holzmindener Polizeispitze hat Landrat Michael Schünemann jetzt nach Lösungen gesucht. 

 

Besonders aus der Rühler Schweiz, aber auch aus den Sollingorten bzw. Holzminden und aus Lauenförde häufen sich die Beschwerden. Die Anzahl durchfahrender Motorräder hat – zumindest augenscheinlich – erheblich zugenommen, darunter auch einige, die durch erhebliche Lautstärke auffallen. Wie man dem Problem Herr werden könnte, war schon mehrfach Thema in den entsprechenden Ausschusssitzungen für Feuerschutz, Ordnung, Bauen und Umwelt. Bei dem ins Leben gerufenen Arbeitskreis Lärm soll es nun darum gehen, sich zwischen Landkreis und Polizei über fachliche und rechtliche Möglichkeiten auszutauschen. „Uns ist bewusst, dass die Bürger des Landkreises Holzminden ein berechtigtes Interesse daran haben, dass die Lärmbelastung durch einige wenige unvernünftige Fahrer nicht überhand nimmt“, stellt Michael Schünemann anlässlich des Termins fest. Es sei deshalb in aller Interesse, wenn gemeinsam mit der Polizei Lösungskonzepte erarbeitet werden.     

 

Vonseiten des Polizeikommissariats Holzminden waren Kommissariatsleiter Oliver Tschirner sowie sein Stellvertreter Burkhard Schramm zu dem Treffen gekommen. Von Landkreisseite hatte der Landrat die zuständige Dezernentin Manuela Schäfer und Ansgar Rohner als Bereichsleitung aus dem Straßenverkehrsamt dazu gebeten. Tschirner und Schramm machten noch einmal deutlich, dass die Polizei das Problem zu lauter Maschinen schon seit längerem angehe. Regelmäßig nehme man Kontrollen vor, mittlerweile seien im Kommissariat auch mehrere Beamte so geschult, dass sie technische Veränderungen an den Motorrädern erkennen könnten. Ein entsprechendes technisches Equipment stehe allerdings, so Schramm und Tschirner, nur einmal für die gesamt, von Nienburg bis Hann. Münden reichende Polizeidirektion zur Verfügung. Aufgrund dessen könne deshalb nur sporadisch geprüft werden. 

 

Für den Landkreis wiederum gäbe es die Möglichkeit,  Geschwindigkeitsbegrenzungen an Brennpunkten vorzunehmen. Doch die wiederum können nur auf den eigenen Kreisstraßen so ohne weiteres vorgenommen werden. Die derzeitigen Beschwerden allerdings kommen hauptsächlich in Bezug auf Straßen, die sich in der Obhut der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr befinden. Insofern müsste vonseiten dieser Behörde zunächst gehandelt werden, um eine Anordnung beim Straßenverkehrsamt zu erwirken. Aus diesem Grund hat der  Landrat einen Termin mit der Hamelner Behörde vereinbart, um dort den dringlichen Handlungsbedarf deutlich zu machen. „Wir werden uns auch nicht scheuen, wenn es notwendig sein sollte, Straßen an Wochenenden zu sperren“, stellte der Landrat zudem klar. Darüber jedoch müsst dann auch zunächst das Einvernehmen mit der Landesbehörde erzielt werden.

 

Immerhin wird ab August für drei Monate ein semimobiles Blitzgerät für einen ersten Test zur Verfügung stehen. Das solle dann, versichert Manuela Schäfer, auch an den bevorzugt von Motorradfahrern genutzten Strecken eingesetzt werden. Die gemeinsamen Gespräche zwischen Landkreis und Polizei sollen künftig regelmäßig fortgesetzt werden. Im engen Schulterschluss wollen das Holzmindener Polizeikomissariat und der Landkreis weitere Lösungsansätze suchen.

 


Breitband: Förderbescheid vom Land übergeben

Gewerbegebiete gehen spätestens in sechs Wochen ans Netz

11.06.2020 / PM

Kreis Holzminden. Bis Ende Juli wird es wohl noch dauern, aber dann wird in den Gewerbegebieten westlich von Bodenwerder-Kemnade ein schneller Internetzugang zur Verfügung stehen. Seit Wochen schon ist die damit beauftrage Firma, die Deutsche Telekom, mit den Ausbauarbeiten beschäftigt, jetzt ist offiziell dazu auch der entsprechende Förderbescheid aus EU-Mitteln von der niedersächsischen NBank offiziell bewilligt worden. In der Kreisverwaltung hat Staatssekretär Stefan Muhle vom niedersächsischen Wirtschaft- und Digitalisierungsministerium den Bescheid in Höhe von rund 54.000 Euro an Landrat Michael Schünemann übergeben.    

 

Eine gut ausgebaute Breitbandinfrastruktur fördere die Wirtschaft im ländlichen Raum in entscheidendem Maße, betont der Landrat bei dem Termin im Kreishaus. „Um die Digitalisierung bei uns schnell und erfolgreich voranzubringen, sind wir für jede Unterstützung dankbar“, unterstreicht Schünemann, „insofern ist der von Staatssekretär Muhle jetzt überreichte Förderbescheid ein wichtiger und notwendiger Baustein zur Finanzierung des Digitalisierungsprozesses im Landkreis Holzminden.“  Tanya Warnecke, Samtgemeindebürgermeisterin von Bodenwerde-Polle ist von der besonderen Bedeutung des Digitalisierungsfortschritts für die Region genauso überzeugt. „Schnelles Internet ist eine große Chance für die ländliche Region, so Warnecke, „die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass unser Wohnraum in der Krise besonders attraktiv ist. Wir müssen unseren Unternehmern, Schulen und Familien jetzt eine gute Breitbandversorgung bieten.“

 

Das Projekt in Bodenwerder-Kemnade ist Teil des Breitbandausbaus im gesamten Landkreis, das insgesamt ein Investitionsvolumen von 7,5 Mio. Euro hat. „Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Landkreis Holzminden und seinen Gemeinden konnten wir beim Ausbau richtig Gas geben“, sagt Boris Tadic, Leiter Technikniederlassung Nord, Deutsche Telekom. „Rund 5.900 Haushalte im Landkreis sind bereits am Netz, die restlichen rund 3.000 Anschlüsse werden wir bis Ende August 2020 fertig stellen.“ Insgesamt hat die Telekom rund 300 Kilometer Glasfaser verlegt und 84 Verteiler im Landkreis aufgestellt.   Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu einem Gigabit pro Sekunde (GBit/s). Was die Unternehmen in den Gewerbegebieten erwartet und von ihnen nach endgültiger Fertigstellung buchbar ist, ist damit ein absolutes Hochgeschwindigkeitsbreitbandnetz. Den dort ansässigen Betrieben wird ein deutlich schnellerer Datenzugriff als bisher ermöglicht, in einem stabilen Internetnetz können dann beispielsweise auch große Datenpakete versendet oder empfangen werden bzw. Cloud-Dienste besser in Anspruch genommen werden. Die komplette Freischaltung der neuen Anschlüsse erfolgt von der Telekom spätestens in sechs Wochen. „Mit unserer Ausbauoffensive haben wir einen besonderen Fokus auf die Gigabitversorgung von Gewerbegebieten gelegt“, erklärte Staatssekretär Stefan Muhle, der im Namen von Wirtschaftsminister Althusmann den Förderbescheid übergab, “für unsere Betriebe wollen wir auf dem Weg zur Digitalisierung bestmögliche Bedingungen schaffen.“

 

Die mit den 2016 auf den Weg gebrachten und nun überreichten Fördermittel verbundenen Investitionskosten für den Breitbandausbau im Gewerbegebiet Bodenwerder-Kemnade belaufen sich auf knapp 168.000 Euro. Davon müssen ca. 108.000 Euro von der öffentlichen Hand finanziert werden. Mit einer Zuwendung in Höhe von 54.000 Euro fördert das Land aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) die Hälfte der aufzubringenden Kosten. Der Landkreis und die Samtgemeinden tragen 10.800 Euro von der Gesamtsumme. Die restlichen 40 Prozent werden vom Bund bezuschusst. 2018 hatte die Telekom den Zuschlag für den Ausbau erhalten und ab Herbst dann mit verschiedenen Vorarbeiten begonnen. Im Gewerbegebiet Bodenwerder ist der FTTH-Ausbau so gut wie abgeschlossen. Die ansässigen Unternehmen und Gewerbetreibenden können Mitte Juli die schnellen Internetanschlüsse buchen. Die Telekom hat dafür über drei Kilometer Glasfaser verlegt und zwei neue Schaltverteiler aufgestellt.

 

„Verhalten der Bevölkerung im Landkreis Holzminden in der Corona-Krise vorbildlich“

05.06.2020 / PM 

Kreis Holzminden. Heute hat die Landesregierung nach Auskunft des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann die Verordnung über die 4. Stufe der Lockerungsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie veröffentlicht. Wesentliche Änderungen treten ab Montag, den 08.06.2020, in Kraft.

„Aufgrund der weiterhin geringen Infektionszahlen ist dieser Schritt nicht nur verantwortbar, sondern sogar geboten“, kommentiert Uwe Schünemann die Entscheidung. Im Landkreis Holzminden seien seit vierzehn Tagen kaum neue Fälle aufgetreten. Wie wichtig die Einhaltung der Abstandsregeln und Hygienevorschriften sind, zeige allerdings die Entwicklung in Göttingen. Für unverantwortliches Handeln müssten alle Bürgerinnen und Bürger der Region erneut drastische Einschränkungen hinnehmen. Dagegen sei die Disziplin der hiesigen Bevölkerung bisher vorbildlich.

Im Detail sind folgende Lockerungen vorgesehen:

+ Bars und Kneipen dürfen unter Einhaltung der Hygieneregelungen wieder öffnen. Clubs, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen sowie Shisha Bars und ähnliche Einrichtungen bleiben weiterhin geschlossen.

 

+ Spezialmärkte unter freiem Himmel mit Eintrittsgeld sind zulässig. Nicht erlaubt sind nach wie vor Flohmärkte!

 

+ Touristische Busreisen werden mit Mindestabständen erlaubt (jede zweite Sitzreihe muss freibleiben).

 

+ In Spielhallen .dürfen unter bestimmten  Bedingungen Speisen und Getränke zum Verzehr angeboten werden.Ein Vor-Ort-Verzehr von Speisen und Getränken in Einkaufszentren ist wieder möglich.

 

+ Hotels, Jugendherbergen, Campingplätze können ihre Kapazitäten bis zu 80% auslasten. Die Sieben-Tage-Regelung zur Vermietung von Ferienwohnungen entfällt.

 

+ Öffnen dürfen ebenfalls Schwimm- (Hallen-) und Spaßbäder sowie Indoorspielplätze. In Sportanlagen und Fitnessstudios werden Duschen und Umkleidekabinen freigegeben.

 

+ Die Durchführung und der Besuch einer kulturellen Veranstaltung im Freien ist unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Die Besucherzahl darf 250 nicht übersteigen, die Besucher müssen während der Veranstaltung sitzen.

 

+ Bei Beerdigungen, Hochzeiten, Konfirmationen können bis zu 50 Personen teilnehmen.

 

+ Ehrenamtliche, qualifizierte volljährige Personen, die Inhaber einer Jugendleitercard sind, dürfen Jugendgruppen bis zu 10 Personen leiten.

 

+ Heimbewohnerinnen und Heimbewohner dürfen die Einrichtung verlassen.


Einstimmige Resolution

26.05.2020 / PM CDU

Holzminden / Würgassen. Auf Initiative der CDU Lauenförde und auf Antrag der CDU Kreistagsfraktion fand in der gestrigen Kreistagssitzung eine Anhörung der am "Zentralen Bereitstellungslager Würgassen" beteiligten Parteien statt.

Vertreter der BGZ standen genauso Rede und Antwort wie die Bürgerinitative Würgassen und Bürgerinitiative aus Salzgitter. Vertreter des Umweltministeriums, die ebenfalls eingeladen waren, waren nicht zugegen.

 

Die Ausführungen der BGZ zur Standortwahl, Vorgehensweise und Notwendigkeit des Bereitstellungslagers ließen zahlreiche Fragen offen. Die Vertreter der Bürgeriniativen konnten hingegen mit ihren mit ausgezeichneter Sachkenntnis vorgetragenenen Zahlen, Daten und Fakten die Kreistagsabgeordneten davon überzeugen, dass für dieses Projekt von dieser enormen Tragweite für die Region seitens der BGZ keine ausreichende Begründungen geliefert werden konnten.

 

Am Ende der Sitzung stand folgerichtig eine einstimmige Resolution aller anwesenden Kreistagsabgeordneten über alle Fraktionen hinweg, den #LandkreisHolzminden zu beauftragen, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um ein Atommüll-Lager in Würgassen zu verhindern.


Kreistag stimmt geschlossen gegen das ZBL Würgassen

26.05.2020 / MZ

Holzminden. Auf seiner gestrigen Sitzung, hat sich der Kreistag Holzminden einstimmig gegen das geplante Zentrale Bereitstellungslager für radioaktiven Müll in Würgassen ausgesprochen.

Nach Ausführungen der BGZ (Gesellschaft für Zwischenlagerung GmbH) und Sprechern der Bürgerinitiativen Würgassen und Schacht Konrad, wurde einstimmig eine Resolution beschlossen, den Landkreis  Holzminden zu beauftragen, alle notwendigen und möglichen Massnahmen zu ergreifen, um das ZBL in Würgassen zu verhindern.


ÖFFENTLICHE Sitzung des Kreistages in Holzminden

Thema Würgassen wird beraten

25.05.2020 / MZ

Holzminden. Heute Abend findet in Holzminden, in der Stadthalle , Sollingstr. 101, 37603 Holzminden um 18:00 Uhr eine öffentliche Sitzung des u. a. zum Thema Würgassen statt.

Zuhörer*innen müssen beim Betreten der Stadthalle einen Ausweis vorzeigen und ihren vollen Namen, ihre Adresse und ihre Telefonnummer angeben sowie während der Sitzung zum Schutz vor Infektionen eine MundNasen-Bedeckung tragen. Außerdem ist während der Sitzung sowie beim Betreten und Verlassen der Stadthalle der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zu wahren. 

 

Beim Betreten der Räumlichkeit erfolgt eine Handdesinfektion. Den Zuhörer*innen wird ein Platz zugeteilt.

Die Anträge der Fraktionen finden sie hier, jeweils als pdf.-Datei:

Antrag der CDU:  LESEN   |  Antrag der SPD:  LESEN  |  Antrag Bündnis90/Die Grünen +  Die Linke:  LESEN 


ÖFFENTLICHE Sitzung des Kreistages im Stadthalle Holzminden

Thema Würgassen wird beraten

20.05.2020 / PM

Holzminden. Die 21. öffentliche Sitzung des Kreistages (2016 - 2021) findet am Montag, 25.05.2020, um 18:00 Uhr, in der Stadthalle Holzminden, Sollingstr. 101, 37603 Holzminden, statt.

Bedingt durch die aufgrund der Corona-Pandemie erforderlichen Abstandserfordernisse stehen nur 60 Plätze für Zuhörer*innen zur Verfügung. Diese wurden in dem bis zum 18.05.2020 um 24:00 Uhr befristeten Anmeldeverfahren nicht ausgenutzt.

 

Es ist daher nunmehr möglich, auch am Tage der Sitzung noch ohne Anmeldung Zutritt zur Sitzung zu erhalten, soweit noch Plätze verfügbar sind. 

 

Zuhörer*innen müssen beim Betreten der Stadthalle einen Ausweis vorzeigen und ihren vollen Namen, ihre Adresse und ihre Telefonnummer angeben sowie während der Sitzung zum Schutz vor Infektionen eine MundNasen-Bedeckung tragen. Außerdem ist während der Sitzung sowie beim Betreten und Verlassen der Stadthalle der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zu wahren. 

 

Beim Betreten der Räumlichkeit erfolgt eine Handdesinfektion. Den Zuhörer*innen wird ein Platz zugeteilt.

Mitteilung der Polizei

Keine Massenwanderungen am Vatertag

Bis zu 25.000 Euro Bußgeld!

19.5.22 / PM

Am kommenden Donnerstag ist Christi Himmelfahrt. Vor allem für viele Väter ein besonderer Tag, weil dieser kirchliche Feiertag zugleich der Vatertag ist, den es bisher vor allem durch Wanderungen in (Männer-)Gruppen zu feiern galt. Doch verbietet der Erlass der Niedersächsischen Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus noch immer das Wandern in größeren Gruppen, denn Gruppenbildung an öffentlichen Plätzen ist verboten und wird mit einer Geldbuße von maximal 25.000 Euro geahndet.

 

Trotz einer Neufassung des Erlasses hat jede Person (noch immer) physische Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes gehören, auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren (§ 1 Abs. 1). Physische Kontakte zu einer Person außerhalb der eigenen Wohnung sind - unter Einhaltung von 1,5 Metern Mindestabstand - mittlerweile jedoch nicht nur zu einer Person eines fremden Hausstandes, sondern zu der gesamten, in einem Hausstand wohnenden Familie, erlaubt (§2 Abs. 3).

 

Darüber hinaus bleiben öffentliche Veranstaltungen mindestens bis zum Ablauf des 31. August 2020 mit 1.000 oder mehr Teilnehmenden verboten (§ 1 Abs. 6).

 

"Die erwarteten Massenwanderungen am 1. Mai sind ausgeblieben." so die Leiterin Einsatz der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden, Polizeirätin Dilek Baydak-Stadelmann. "Ob das nun dem Wetter geschuldet war, oder der Appell zuhause zu bleiben tatsächlich gewirkt hat, können wir nicht sagen. Wir setzen auf die Vernunft aller Bürgerinnen und Bürger und appellieren eindringlich dazu, sich und andere zu schützen und daher auch am Vatertag auf die jährlichen Massenwanderungen zu verzichten. Nur so können wir vermeiden, dass die Infektionsrate wieder ansteigt."

 

Beamtinnen und Beamte der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden werden am Vatertag, unterstützt von der Bereitschaftspolizei, verstärkt Präsenz zeigen und nicht nur Verstöße in Bezug auf die "Massenwanderungen" konsequent ahnden.

 

Auch der Ordnungsdienst der Stadtverwaltung wird am Vatertag die Entwicklung überwachen und bei Verstößen einschreiten. Es versteht sich von selbst, dass dabei auch das achtlose Wegwerfen von Getränkeverpackungen als Ordnungswidrigkeit verfolgt wird.

 

Oberbürgermeister Claudio Griese appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger: "Bitte zeigen Sie Verantwortung Ihren Mitmenschen gegenüber. Bleiben Sie auch am 21. Mai zu Hause in der Familie. Tragen Sie durch Ihr positives Verhalten dazu bei, eine Verbreitung des Corona-Virus weiter zu verlangsamen."

 

"Die Menschen im Landkreis Hameln-Pyrmont haben sich in der Corona Krise bislang höchst vernünftig verhalten. Ich bin sehr zuversichtlich, dass dies auch am bevorstehenden Himmelfahrtstag so sein wird. Und auch unsere heimische Gastronomie verhält sich in hohem Maße besonnen und verantwortungsvoll", so Landrat Dirk Adomat.

 

Inspektionsleiter Thorsten Massinger: "Ich gehe davon aus, dass das bisher gezeigte, besonnene Verhalten der überwiegenden Mehrzahl der Menschen im Weserbergland auch am Vatertag trägt. Sollten Einzelne diese Besonnenheit nicht an den Tag legen, sind wir da."


Bollerwagentour allenfalls zu zweit

18.05.2020/PM

Kreis Holzminden. Den Vatertag an Christi Himmelfahrt feierlich zu begehen, ist eine mittlerweile gut eingebürgerte Sitte, die laut Wikipedia Vätern in Österreich sogar eine Menge Geschenke einbringt. Dass der Tag hierzulande ausschließlich mit einer feuchtfröhlichen Wanderung begangen wird, hängt womöglich nicht zuletzt auch mit der Tatsache zusammen, dass viele der Feiernden ihre Elternschaft noch vor sich haben. Doch egal, ob das stimmt oder nicht: In diesem Jahr sind die Regeln aufgrund der Pandemie geändert. Falls die Feier nicht ernüchternd enden soll, muss sich an veränderte Regeln gehalten werden.    

 

Eine Änderung der Regeln speziell für den öffentlichen Raum hat es bisher trotz guter Zahlen speziell im Landkreis Holzminden noch nicht gegeben. Die Eindämmung des Virus hat weiter Vorrang, durch die weitreichenden Lockerungen droht momentan immer noch eine zweite Welle an Neuinfektionen, die Gesundheitsamt, Krankhaus und Ärzt*innen schnell überfordern könnte. 

 

Nach der niedersächsischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 8. Mai sind Kontakte mit Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, weiterhin auf ein Minimum zu reduzieren. Verhaltensweisen, die das Abstandsgebot gefährden, bleiben untersagt. Insbesondere Gruppenbildungen, Picknick und Grillen sind danach strikt verboten, höchstens zwei Personen, die nicht zusammen wohnen, dürfen gemeinsam unterwegs sein. 

 

Für die obligatorische Bollerwagentour heißt das, dass diese in diesem Jahr wohl besser nicht angetreten werden sollte oder eben allenfalls zu zweit. Denn Polizei und Ordnungsämter haben zu Himmelfahrt ihre Einsatzkräfte noch einmal verstärkt und sind gehalten, Verstöße gegen die Corona-Regeln mit Ordnungsgeldern ab 150,- Euro zu ahnden.  


Ein Ratgeber mit Tipps für den klimafreundlichen Alltag und Gutscheinen für die Region 

Erstes Klimasparbuch für die Region 

05.05.2020 / PM

Kreis Holzminden. Zeigen, wie einfach es sich umweltfreundlich in der Region leben lässt, welche nachhaltigen Initiativen es gibt und wo man ökologisch und fair genießen kann, soll das erste Klimasparbuch. Die Neuerscheinung der drei Landkreise informiert darüber, wer vor Ort nachhaltige Produkte oder Dienstleistungen anbietet. Auf rund 130 Seiten gibt der kostenlose, handliche Ratgeber praktische Tipps für klimafreundliches Handeln in den Bereichen essen und genießen, einkaufen, unterwegs sein, schöner wohnen, ökologisch bauen und renovieren. Passend dazu finden die Leser rund 50 Gutscheine zum Ausprobieren. – Zusammengestellt schon vor den Geschäftsschließungen und jetzt mit der Hoffnung, dass auch bald alle eingelöst werden können. 

Das Klimasparbuch ist ein Ergebnis der Zusammenarbeit der Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg im Rahmen ihrer Klimaschutzinitiative. Herausgegeben wurde der Ratgeber von der Klimaschutzagentur Weserbergland mit großzügiger Förderung der Deutschen Postcode Lotterie. „Klimaschutz beginnt dort, wo wir leben, arbeiten und unsere Freizeit verbringen. Darum wenden wir uns mit diesem Ratgeber unmittelbar an die Privathaushalte“, erläutert Andreas Manz, Wirtschaftsförderungsdezernent des Landkreises Hameln-Pyrmont das kommunale Engagement. „Wir wollen deutlich machen, wie ökologisch unsere Wirtschaft aufgestellt ist.“ 

Darüber hinaus bietet das Klimasparbuch neben überraschenden und einfach umzusetzenden Tipps für mehr Klimaschutz im Alltag, 51 attraktive Gutscheine von ökofairen Geschäften und für klimafreundliche Dienstleistungen vor Ort – vom gratis Schnupper-Fahrschein für die Öffis bis hin zur kostenlosen Teilnahme an einer Vogelstimmenwanderung. Die Holzmindener Wirtschaftsförderin Frau Dr. Klüber-Süßle ergänzt: „Das vorliegende Klimasparbuch hilft Alltag und Freizeit ökologischer zu gestalten.“

Was wir essen, was wir kaufen, wie wir uns fortbewegen, wie wir wohnen – viele alltägliche Entscheidungen haben Einfluss auf die Menge der klimawirksamen Emissionen, die in die Atmosphäre gelangen. Mit dem „Gewusst wie“ lässt sich viel Energie sparen und Genuss gewinnen. „Mit der Nutzung der vielen Gutschein-Angebote und Ideen können Sie Ihr Leben klimafreundlicher und nachhaltiger gestalten und dabei auch noch etwas sparen!“, betont Horst Roch, der Klimaschutzmanager für den Landkreis Schaumburg den praktischen Aspekt der Publikation. „Das Buch lädt dazu ein, die Angebote in der Region zu entdecken“, fasst die Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Weserbergland, Anja Lippmann-Krüger, zusammen. „Jeder Interessierte findet hier die wichtigsten Ansprechpartner in Sachen Klimaschutz und Beratungsgutscheine zu allen energetischen Sanierungsmöglichkeiten.“

Kostenlos zu beziehen ist das Klimasparbuch über die Kreisverwaltungen 

Dr. Linda Hartmann, klimaschutzmanagement@landkreis-holzminden.de, Telefon: 05531 707-117


Kinder in Coronazeiten: Nicht wegschauen – helfen!

30.04.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die Tür ist zu, Schule oder Kitabesuch vielleicht immer noch in weiter Ferne und auch sonstige Kontakte zu Freunden oder Freundinnen gänzlich abgeschnitten. Kinder oder Jugendliche, die durch Gewalt oder Missbrauch gerade auch im familiären Bereich gefährdet sind, haben im Moment noch weniger Chancen, dass ihre Situation wahrgenommen wird. Umso mehr bedarf es einer erhöhten Aufmerksamkeit durch Menschen in ihrer näheren Umgebung. Eine bundesweite Plakataktion, die derzeit auch im Raum des Landkreises Holzminden verteilt wird, soll diese Wahrnehmung schärfen.  

 

Die berechtigte Sorge, dass durch die Maßnahmen zu Eindämmung der Coronainfektionen speziell auch Kinder und Jugendliche leiden und im häuslichen Umfeld stärker gefährdet sein könnten, hat den Bundesbeauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs dazu veranlasst, Materialien zur Verfügung zu stellen, mithilfe derer die Bevölkerung noch einmal sensibilisiert werden soll. Mit Plakaten, aufgehängt in Supermärkten, Apotheken oder Arztpraxen, und mit Flyern wird dafür geworben, nicht wegzuschauen oder zu –hören, wenn es vielleicht in der Nachbarschaft in Anwesenheit von Kindern zu Streitigkeiten kommt oder die Kinder selbst einen psychisch besorgniserregenden Eindruck vermitteln. Entsprechende weiterführende Kontaktadressen sind auf dem Infomaterial zu finden. Der Bereich Frühe Hilfen des Landkreises Holzminden unterstützt derzeit diese Aktion und verteilt überall im Landkreis die Infos.      

 

Auf der Homepage des Landkreises Holzminden unter dem Menüpunkt Frühe Hilfen sind darüber hinaus auch noch weitere Kontaktadressen mit Hilfsangeboten speziell auch für Probleme in Coronazeiten zu finden. Unter der Internetadresse www.kein-kind-alleine-lassen.de lassen sich überdies weitere Materialien und Tipps vom Bundesbeauftragten herunterladen.  


Erziehungsberatung versucht für Eltern, Kinder und Jugendliche Leitlinien zu bieten

Sch… Corona“: Mit Kindern gegen das unsichtbare Virus

27.04.2020/PM

Kreis Holzminden. Corona hat für uns alle die Struktur unseres Alltagslebens durcheinandergebracht. Krippen, Kindertagesstätten und Schulen sind seit Wochen geschlossen, ein Großteil unserer Kinder und Jugendlichen wird voraussichtlich bis zu den Sommerferien Zuhause bleiben müssen. Was sich zu Beginn für manchen Schüler wie unverhoffte Ferien anfühlte, kann nun in vielen Familien schwierig werden. Und das nicht nur angesichts zur klärender Fragen hinsichtlich der Betreuung oder wegen der steigenden finanzieller Sorgen der Eltern. Die Erziehungsberatung versucht dabei zu helfen.

 

Für manche Kinder, so erleben es die Mitarbeiter*innen der Holzmindener Erziehungsberatungsstelle, bleibt Corona unverständlich. Denn die meisten sind bislang weder mit Erkrankungsfällen konfrontiert worden, noch können sie das Virus sehen. Das hat Folgen: Während Jugendliche oftmals mit eher lockerer Haltung reagieren – „Ich gehöre nicht zur Risikogruppe und bin ja fit“ -, kann das Virus für Kinder einen Bedrohungscharakter annehmen, dem sie sich hilflos gegenübersehen. Sie spüren hinter den Alltagsveränderungen eine lauernde Gefahr, erleben gleichzeitig aber auch all diejenigen Widersprüchlichkeiten, denen tagtäglich im Zusammenhang mit der Ausnahmesituation zu begegnen ist. 

 

Für die Erwachsenen entwickelt sich daraus ein Erklärungsnotstand: Wie erkläre ich beispielsweise meinem Kind, warum es nicht mit seinen Freundinnen und Freunden spielen kann, während sich das Nachbarskind „wie früher“ draußen mit anderen Kindern trifft? Warum nimmt Papa mich zum Einkaufen nicht mit, während die Nachbarskinder von ihren Eltern auf den Einkaufsbummel mitgenommen werden? Warum dauernd Hände waschen, wenn die doch gar nicht schmutzig sind…?

 

Mit Fragen wie diesen befasst sich das Team der Erziehungsberatung im Landkreis Holzminden, um unterstützend zu beraten. Im Austausch mit den betroffenen Familien wird geklärt, wie mit vermeintlichen und manchmal auch tatsächlichen Ungereimtheiten umgegangen werden kann, wie sich ein für alle sinnvoller Tagesrhythmus finden und der veränderte Alltag sich strukturiert und nachvollziehbar organisieren lässt.

 

„Im Familienalltag kommt es darauf an, gemeinsame Ankerpunkte zu setzen um sich untereinander zu besprechen, sagt Martin Pfeffer, im Landkreis als Bereichsleiter für die Erziehungsberatung zuständig. Das könnten die Mahlzeiten sein, so Pfeffer, oder Spielrunden, in denen dann die Alltagserfahrungen aufgegriffen und bewertet würden.

 

Wichtig für die Kinder, das betonen alle Familienberater*innen, sind klare Antworten der Erwachsenen darauf, warum ungeachtet der Verhaltensweisen anderer die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Viruseindämmung nötig sind. „Wir als Eltern sind dafür da, unsere Kinder zu schützen, deshalb handeln wir so und nicht anders“, unterstreicht Martin Pfeffer die grundsätzliche Argumentationslinie. Es gebe Gefahren, die man eben nicht sehen könne, wie z.B. dieses Corona Virus. Deshalb gelte es, vorsichtig zu sein, sich oft die Hände richtig zu waschen und Abstand zueinander zu halten.

 

Eher kritisch sehen die Berater*innen, wenn Kindern mit Konsequenzen oder gar Strafen gedroht wird. „Wenn du nicht dies oder das tust, wirst du krank, ist eine heikle Formulierung“, unterstreicht Pfeffer. Denn das hemme eher und löse womöglich sogar Ängste aus, die nicht an ein konkretes Erleben gebunden seien. In anderen Fällen widerspreche es der aktuellen Lebenssituation des Kindes komplett. „Das können wir zurzeit gut an Jugendlichen und Erwachsenen sehen, die sich nicht zur Risikogruppe zählen und glauben, ihnen werde schon nichts passieren“, so der Experte. Da prallten dann Warnungen und Sicherheitshinweise am überzogenen Selbstbewusstsein und mangelnder Sensibilität ab.

 

Die Erziehungsberatungsstelle des Landkreises steht Familien in allen Fragen um Corona sowohl telefonisch und ab Mai auch wieder im persönlichen Gespräch zur Verfügung, um schwierige familiäre Situationen zu besprechen und gemeinsam Lösungen zu suchen. Ein klärendes Gespräch kann beruhigen, entschärfen, Mut machen oder einfach nur trösten. Dafür setzen sich die Mitarbeitenden der Beratungsstelle gern ein.

 

Zu erreichen ist die Beratungsstelle montags bis donnerstags in den Zeiten von 9:00 - 12:00 Uhr und von 14:00 - 16:00 Uhr und am Freitag in der Zeit von 9:00 – 12:00 Uhr unter der Telefonnummer 0 55 31- 707 233.


v.l. Ralf Knocke (Hausmeister in der Kreisverwaltung), Elvira Wollenburg (Bereichsleiterin für den Inneren Service) und Dr. Linda Hartmann (Klimaschutzmanagerin im Landkreis Holzminden) freuen sich über das neue Lastenfahrrad
v.l. Ralf Knocke (Hausmeister in der Kreisverwaltung), Elvira Wollenburg (Bereichsleiterin für den Inneren Service) und Dr. Linda Hartmann (Klimaschutzmanagerin im Landkreis Holzminden) freuen sich über das neue Lastenfahrrad

Roter Transporter auf zwei Rädern

Fuhrpark der Kreisverwaltung mit neuem E-Lastenfahrrad

24.04.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die Fortbewegungsmöglichkeiten für Kreisverwaltungsmitarbeiter werden immer klimafreundlicher. Nach der Anschaffung eines Elektroautos und zweier erdgasbetriebenen CNG-Autos im letzten Jahr wurde der Fuhrpark jetzt auch noch mit einem speziellen Lastenfahrrad erweitert. Der zweirädrige Transporter ergänzt damit die Fahrradflotte des Landkreises, in der sich schon zwei normale Dienstfahrräder und zwei E-Bikes befinden. Finanziert wurde das ebenfalls mithilfe eines Elektromotors unterstützte Lastenfahrad durch Geldmittel des Bundesverkehrsministeriums mit einer Förderquote von 90%. 

 

Rund 5.000 Euro hatte die Klimaschutzmanagerin des Landkreises Holzminden, Dr. Linda Hartmann, in ihrem umfangreichen Antrag zur Förderung des Betrieblichen Mobilitätsmanagements vor eineinhalb Jahren reserviert. Mit der Bewilligung des Gesamtpaketes in Höhe von 330.000 Euro konnte neben der Umstrukturierung des motorisierten Fuhrparks dann auch in die „Drahtesel-Armada“ neu investiert werden. Denn speziell auf den Kurzstrecken war in Sachen Klimaschutz in der Kreisverwaltung noch eine Menge Luft. „Vorher wurden kürzere Wege meist mit privaten, dienstlich anerkannten PKW´s zurückgelegt“, erklärt Hartmann. Mit der Aufnahme der Fahrräder in den normalen Bestand des Fuhrparks, hat sich das mittlerweile geändert. Die Räder werden wie Dienstautos auch mit Fahrtenbuch und Schlüsselausgabe übergeben. 

 

Mit dem jetzt angeschafften mattroten i:SY Cargo N3.8 ZR-Lastenrad sollen dann künftig vor allem Post- und Papiertransporte zwischen den einzelnen Liegenschaften des Landkreises, beispielsweise von der Kreisverwaltung zum Schloss Bevern, erledigt werden. Aber auch ein schneller Reparaturdienst ist damit möglich, denn in der im vorderen Bereich des Rades installierten grauen Transportbox passen  immerhin bis zu 80 Kilo an Material. „Da kann ich auch mein Werkzeug gut mitnehmen, um das eine oder andere in den Nebengebäuden wieder in Ordnung zu bringen“, freut Ralf Knocke, einer der Hausmeister der Kreisverwaltung, sich. 

 

Das Lastenfahrrad sei ein weiterer wichtiger Baustein zur Umsetzung der schon seit 2012 verfolgten Klimaschutzziele des Landkreises, ist sich Dr. Linda Hartmann sicher. Und ergänzt sogleich, dass der nächste schon geplant sei. „Im Herbst wird noch ein weiteres CNG-Fahrzeug den Fuhrpark ergänzen“, so Hartmann, dann sind wir wieder einen Schritt weiter.“          

 


Rathäuser und Kreisverwaltung ab 4. Mai wieder mit Kundenverkehr 

23.04.2020 / PM

Landkreis Holzminden. Der Landrat des Landkreises Holzminden und die Bürgermeister*innen aller Samtgemeinden, des Fleckens Delligsen sowie der Stadt Holzminden haben sich in einer Videokonferenz auf eine gemeinsame Wiedereröffnung ihrer Verwaltungen für den Publikumsverkehr geeinigt. Ziel ist es, unter Berücksichtigung bestmöglicher Schutzvorkehrungen die Kontaktbegrenzungen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus schrittweise wieder zu lockern. Ab Montag den 4. Mai sollen die Türen der Verwaltungen innerhalb der jeweils geltenden Öffnungszeiten ggf. mit gewissen Einschränkungen  geöffnet werden. Achten Sie auf entsprechende Aushänge in den Gebäuden.

 

Um in den Behörden entsprechende Abstandregeln und Schutzmaßnahmen zu gewährleisten, befinden sich noch etliche Mitarbeiter*innen im Homeoffice. Für die schnelle und vor allem sichere Erledigung der Angelegenheiten ohne Wartezeiten ist daher weiterhin eine vorherige  Terminvereinbarung geboten. Natürlich sind innerhalb der Ämter auch dieselben Abstandsregeln und Hygienevorschriften wie überall sonst in der Öffentlichkeit einzuhalten (gebotener Mindestabstand von 1,50 Meter, Handdesinfektion, Mund-Nasen-Schutzmasken). Einen Mund- und Nasenschutz hier wie überall zu tragen, empfiehlt sich allemal bzw. wird in der Kreisverwaltung mit seinen Nebengebäuden vorausgesetzt. Und wie schon in den vergangenen Wochen praktiziert, lassen sich auch weiterhin etliche Dinge über E-Mail oder das Telefon organisieren. „Wir sollten nicht in den Fehler verfallen und einfach in die üblichen Verfahrensweisen der Vorcorona-Zeiten zurückfallen,“ kommentiert Landrat Michael Schünemann die Entscheidung aller Hauptverwaltungsbeamten des Landkreises, „wir möchten in größtmöglichen Maß für unsere Bürger*innen da sein, aber auch mit der gebotenen Vorsicht.“  

 


AWH: Grüngutannahme läuft ab Montag wieder an

23.04.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die Abfallwirtschaft Holzminden hatte im März wegen der Corona-Pandemie fünf kleinere Wertstoffsammelplätze geschlossen und die Grüngutannahme an allen anderen Standorten ausgesetzt. Der Schutz des AWH-Personals und aller Kunden waren der Anlass für diese Maßnahmen. Ab Montag, den 27.04. soll es jedoch zumindest an den größeren Sammelstellen der AWH wieder losgehen.

 

Inzwischen werden die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Pandemie allgemein gelockert und auch die AWH will ihren Service wieder schrittweise aufnehmen. Die kleineren Standorte sollen dabei weiterhin geschlossen bleiben, da dort die notwendigen Abstandsregeln nur schwer einzuhalten sind. Auch arbeiten dort überwiegend ältere Mitarbeitende.

 

Den Service der Grüngutannahme will die AWH unter Auflagen aber zumindest an den größeren Standorten für Kunden wieder anbieten. So wird in Holzminden, Bodenwerder und Delligsen ab dem 27.04.2020 in der Zeit von 9:00 bis 15:00 Uhr und an den Wochentagen Montag bis Freitag wieder Grüngut angenommen. 

 

Folgende Einschränkungen sind dabei aber zu beachten:

 

Die Menge an Grüngut ist auf einen Kubikmeter je Anlieferung begrenzt.

Die Abrechnung der Gebühr erfolgt nur nach Pauschalen (2,-/6,-/16,-/20,-  Euro).

Das Geld soll möglichst abgezählt bereitgehalten werden.

Jedes Fahrzeug darf nur mit maximal zwei Personen besetzt sein.

Das Verlassen des Autos ist nur nach Aufforderung durch AWH-Personal erlaubt.

Weitere Abfälle/Materialien werden bei dieser Anlieferung nicht angenommen.

Schutzmaßnahmen zur Infektionseindämmung sind einzuhalten.

 

Grundsätzlich müssen alle Kunden damit rechnen, dass es zu Wartezeiten kommen wird. Die AWH bittet dafür um Verständnis und um Mitwirkung der Kunden.

 


Bewerbung für „Grüne Hausnummer“ startet ab sofort

Auszeichnung für besonders energieeffiziente Häuser

16.04.2020 / PM

Kreis Holzminden.  Hauseigentümer in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden, die schon früh an die Zukunft gedacht und ihr Wohnhaus besonders energieeffizient gebaut oder saniert haben, können sich ab sofort um die Auszeichnung „Grüne Hausnummer“ bewerben. Neben einer Urkunde gibt es eine individuelle grüne Hausnummer zum Anbringen am Haus. Die ‚Grüne Hausnummer‘ ist ein Kooperationsprojekt der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen und der Klimaschutzagentur Weserbergland.

„Wir wollen gute Beispiele sichtbar machen, denn sie regen zum Nachahmen an. Sie machen Lust darauf, das eigene Heim zu modernisieren und fit für die Zukunft zu machen. Denn das Engagement jeder und jedes Einzelnen ist ausschlaggebend, um unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Machen Sie mit und zeigen Sie sich mit der ‚Grünen Hausnummer‘ als energie- und klimaschutzbewusste Hauseigentümer!“, ruft Anja Lippmann-Krüger, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Weserbergland, zum Mitmachen auf.

Lothar Nolte, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, ergänzt: „In den vergangenen Jahren konnten wir so in ganz Niedersachsen über 800 ‚Grüne Hausnummern‘ vergeben. In den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden sind es knapp 30.“

Der Bewerbungsbogen mit Details zu den Teilnahmekriterien kann heruntergeladen werden unter www.klimaschutzagentur.org/gruene-hausnummer. „Das lässt sich gut von zuhause aus erledigen“, ermutigt Maren Scheffler, Ansprechpartnerin bei der Klimaschutzagentur Weserbergland. Die Auszeichnung erfolgt im Weserbergland unter den ersten 50 Hauseigentümern, die sich erfolgreich beworben haben und die Kriterien erfüllen. Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2020.

Unter den Ausgezeichneten werden auch drei für die Teilnahme am Landeswettbewerb ausgewählt. „Wir sind stolz, dass letztes Jahr ein unter Denkmalschutz stehendes Fachwerkhaus aus dem Jahr 1551 in der historischen Altstadt von Hameln mit einem dritten Platz ausgezeichnet wurde,” so Maren Scheffler. Bewerber*innen wenden sich für Rückfragen zum Bewerbungsverfahren derzeit am besten per E-Mail an Frau Scheffler unter scheffler@klimaschutzagentur.org. Interessenten können auch gerne per E-Mail um Rückruf bitten.

In privaten Haushalten werden rund 85 Prozent des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser benötigt. Das Einsparpotenzial durch Sanierung der Gebäudehülle und -technik ist also groß. Umso mehr freut sich Anja Lippmann-Krüger über die bereits vielen guten Beispiele aus der Region und hofft auch in diesem Jahr auf eine große Beteiligung am Wettbewerb. Das Projekt ‚Grüne Hausnummer‘ ist Bestandteil des Masterplans ‚100% Klimaschutz‘ für die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg.

 

Tippelt: Tourismuswirtschaft in Niedersachsen braucht eigenen Rettungsfonds

14.04.2020 / PM

Niedersachsen.  Niedersachsen ist ein begehrtes Reiseland und beliebtes Ziel von Touristinnen und Touristen. Im letzten Jahr wurden erstmals mehr als 46 Millionen Übernachtungen und über 15,4 Millionen Gäste aus dem Inund Ausland gezählt. Damit rangiert Niedersachsen bundesweit auf dem vierten Platz. 

 

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat unmittelbare, einschneidende und existenzbedrohende Auswirkungen auf die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen. „Viele kleine und mittelständische Reiseunternehmer sowie Betriebe der Hotellerie und Gastronomie stehen mit dem Rücken zur Wand“, erklärt Sabine Tippelt, tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. 

 

Die weltweite, pandemiebedingte Reisewarnung führe dazu, dass nahezu alle Reisen und Übernachtungen storniert wurden und Neubuchungen aus Unsicherheit über die weitere Ausbreitung der Pandemie seit Wochen nicht mehr getätigt wurden. Erst kürzlich hat die EU-Kommissionschefin von der Leyen davon abgeraten, frühzeitig den Sommerurlaub zu buchen, da verlässliche Vorhersagen zur Corona-Entwicklung derzeitig nicht zu treffen seien. Reiseanbieter sind gesetzlich verpflichtet, den Verbraucherinnen und Verbrauchern ihre bereits getätigten Zahlungen innerhalb von 14 Tagen zurückzuerstatten. Gleichzeitig werden die zur Kompensation dringend benötigten Rückforderungen von Hotels oder 

 

Reisedienstleistern nicht erfüllt, sodass das größte Risiko bei den Reiseanbietern liegen bleibt. Durch den massiven Liquiditätsausfall geraten die Reiseunternehmen in einen Strudel, aus dem sie sich weder mit Zuschüssen des Landes noch durch Kredite oder Bürgschaften befreien können. Laut Aussage des Bundesverbandes Allianz selbständiger Reiseunternehmen (ASR) droht rund 75 Prozent der Unternehmen bis Ende April der schmerzhafte Weg in die Insolvenz. 

 

„Gerade in Deutschland gehört die Tourismusbranche zu den ökonomischen Schwergewichten und mit rund drei Millionen Arbeitsplätzen zu den größten Arbeitgebern im Land“, so die SPD-Politikerin Sabine Tippelt. Daher fordert sie, dass das komplexe Kartenhaus aus Reiseveranstaltern, Leistungserbringern, Hotels, Online-Anbietern oder auch digitalen Infrastrukturdienstleistern in der aktuellen Krise nicht zusammenbrechen darf. Wichtig sei zudem, dass „auch nicht-gewerbliche Vermieter von Unterkünften, die durch Corona in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, Zugang zu Liquiditätshilfen erhalten können“, so Tippelt weiter. 

 

Die SPD-Landtagsfraktion appelliert an den niedersächsischen Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann, sich zur Rettung der gesamten Tourismusbranche für einen gesonderten Rettungsschirm auf Bundesebene einzusetzen. Hierüber muss es Reiseunternehmen und Dienstleistern ermöglicht werden, Rückzahlungen an ihre Kunden auszulagern und gleichzeitig Forderungen gegenüber Leistungsträgern abzutreten. 

 

Die Vorteile eines Rettungsfonds fasst Sabine Tippelt in drei Punkten zusammen: „Einerseits kann ein Rettungsfonds die vielen Arbeitsplätze innerhalb der Reisewirtschaft schützen und die dringend benötigte Tourismusinfrastruktur in Niedersachsen und Deutschland erhalten. Andererseits bedeutet die Rettung von Reiseunternehmen auch oftmals die Rettung von angegliederten Busunternehmen. Würden diese vom Markt verschwinden, könnten vielerorts die Schülerverkehre und die lokale Infrastruktur nicht mehr gewährleistet werden. Weiterhin: Nach der hoffentlich bald überstandenen Coronakrise sehnen sich viele Menschen nach einer Urlaubsreise – ohne Infrastruktur wird dies schlicht weg nicht mehr möglich sein!“ 

 


Landkreis sucht Freiwillige für Unterstützung medizinischen Fachpersonals

10.04.2020 / PM

Landkreis Holzminden. Um die medizinische Versorgung weiter auf hohem Niveau zu halten, sucht der Landkreis Holzminden Menschen, die sich freiwillig als Hilfskräfte zur Verfügung stellen. Ziel ist es, alle vorhandenen Gesundheitseinrichtungen wie etwa Seniorenheime und auch mobile Pflegedienste, aber auch eventuell das Gesundheitsamt, Arztpraxen oder das Krankenhaus im Bedarfsfall zu entlasten.   

 

Die Corona-Pandemie hat das im Landkreis tätige medizinische Personal bisher schon vor extreme Herausforderungen gestellt. Während einige Kräfte als Kontaktpersonen ausfielen, mussten alle anderen unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen weiter arbeiten. Die medizinischen Kräfte haben das bisher größtenteils mit großem Engagement bravourös bewerkstelligt. Falls die Pandemie jedoch sich jedoch auch im Landkreis weiter ausbreitet, sind Hilfskräfte als Unterstützung und gegebenenfalls Ersatz dringend erforderlich. 

 

Wer also grundlegende medizinische Fachkenntnisse besitzt, vielleicht schon mal im Pflegebereich gearbeitet hat oder Zivildienstleistender in dem Bereich ist und unter Umständen wegen der Pandemie beurlaubt wurde, kann sich beim Landkreis gern mit seinem Hilfsangebot melden. 

   

Auf der Homepage des Landkreises unter dem Corona-Informationsbereich kann sich jeder registrieren, der über entsprechende Kenntnisse verfügt und im Moment Zeit hat. 

 

www.landkreis-holzminden.de/HilfefuerMedizinundPflege

 


Corona-Beschränkungen zu Ostern

Osterfeuer und Kleinfeuer - Sperrung touristischer Ziele - Motorradtourismus

06.04.2020 / PM

Kreis Holzminden.  Niedersachsen und speziell auch der Landkreis Holzminden sind, was die Anzahl der Neuinfektionen und die Ausbreitung des Virus insgesamt betrifft, auf einem guten Weg. Doch das ist vor allem auf ein hohes Maß an Selbstverantwortung der Bevölkerung und auf die teilweise recht strikten Regeln zurückzuführen. Die Osterfeiertage werden jedoch noch einmal eine große Herausforderung, weil das einzuhaltende Abstandsgebot sich kaum mit den vielen liebgewonnenen Freizeitaktivitäten verträgt. Hier noch einmal ein paar Beschränkungen, die es einzuhalten gilt.

Osterfeuer und Kleinfeuer  

Der Winter vertreibt sich glücklicherweise von selbst, denn dieses Jahr kann mit dem traditionellen Osterfeuer nicht nachgeholfen werden. Sämtliche Brandgenehmigungen für die sogenannten Brauchtumsfeuer sind in diesem Jahr von den zuständigen Ordnungsämtern im Landkreis Holzminden entweder zurückgezogen oder nicht mehr erteilt worden. Auch Kleinfeuer sind im gesamten Kreisgebiet schon seit einigen Jahren untersagt, so dass zum Osterfest diesmal leider keine Lagerfeuerromantik aufkommen wird. Der neueste Erlass des niedersächsischen Umwelt- und des Sozialministeriums weist aber ausdrücklich darauf hin, dass aufgeschoben nicht aufgehoben sein soll. Die aufgeschichteten Materialien für die Brauchtumsfeuer sollen zu einem späteren Zeitpunkt verbrannt werden dürfen.  

Sperrung touristischer Ziele

Landesforsten und etliche Samtgemeinden haben mittlerweile auch viele touristische Ziele gesperrt, um dort speziell an Wochenenden und an Feiertagen unfreiwillige Menschenansammlungen zu vermeiden. So ist beispielsweise der Moorsteg ins Mecklenbruch bei Silberborn oder auch der Sollingturm in Richtung Neuhaus inklusive großer Teile der dazugehörigen Parkplätze gesperrt. Am vergangenen Sonntag wurde dann kurzfristig der Weserstrand in Reileifzen gesperrt. Eine entsprechende Verfügung des Landkreises bezüglich noch nicht erfasster Anlaufpunkte wird noch vor Ostern folgen. 

Motorradtourismus

Bei dem sonnigen Wetter ist das Bedürfnis, auf dem eigenen motorisierten Zweirad durchs Weserbergland zu touren, wieder stark gestiegen. Doch hier gilt das gleiche wie in der Fußgängerzone, Gruppenbildungen sind zu vermeiden. Auch wenn das auf der Straße zumindest in Bezug auf die Ausbreitung des Virus kein Problem darstellt, führt es spätestens an der Tankstelle oder beim Pausemachen zu Verletzungen des Kontaktverbotes. Polizei und Ordnungsämter werden verstärkt ein Auge darauf haben, dass solche Ansammlungen aufgelöst und gegebenenfalls auch geahndet werden. Ein entsprechender Bußgeldkatalog wird aktuell erarbeitet. 


Was dürfen Imbiss- und Eisverkaufswagen?

02.04.2020 / PM

Landkreis Holzminden. Die Verordnungen besonders auch zu Schließungen von Geschäften, möglichem Liefer- und Abholservice im Zusammenhang mit der Coronakrise haben in den vergangenen Tagen vielfach zu Unsicherheit geführt. Das Justiziariat des Landkreises sieht sich deshalb zu einer Klarstellung veranlasst.

 

Imbisswagen vor Einkaufsmärkten und Eisverkaufswagen können geöffnet bleiben, wenn der Verzehr nicht unmittelbar vor den Wagen selbst stattfindet und die Kunden vorher telefonisch oder elektronisch bestellt haben. Denn wie bei anderen gastronomischen Betrieben auch ist ein Abholservice auch weiterhin möglich.  

 

Wichtiger aber noch als das ordnungsrechtliche Bestellgebot, das den Betreibern von entsprechenden Wagen eine eingeschränkte Öffnung erlaubt, ist die Einhaltung der Abstandsregeln. Ordnungsämter und Polizei werden weiter verstärkt darauf achten, dass bei der Abholung die Zweimeter-Abstände eingehalten werden und sich um die Wagen keine Gruppen bilden. Sollte es hier zu häufigeren Verstößen kommen, könnte das am Ende doch Konsequenzen haben und ein generelles Verkaufsverbot verfügt werden. 


Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Holzmindener Kreistag, Gerd Henke, bezieht Stellung gegen die Pläne eines gigantischen Atommülllagers in Würgassen. Wie bei vielen anderen klebt auch auf seinem Auto inzwischen der Sticker der BI "Kein Atomdreck im D
Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Holzmindener Kreistag, Gerd Henke, bezieht Stellung gegen die Pläne eines gigantischen Atommülllagers in Würgassen. Wie bei vielen anderen klebt auch auf seinem Auto inzwischen der Sticker der BI "Kein Atomdreck im D

„Region von den strahlenden Lasten der Vergangenheit endlich befreien“

Für Grüne im Kreis Holzminden ist Atomlager Würgassen irrwitzige Idee  –   Grokos im Bund und Land sollen sich klar positionieren 

01.04.2020 / PM

Lauenförde/Würgassen. Neben der Corona-Pandemie sind die Pläne für ein atomares Zwischenlager auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen weiterhin das beherrschende Thema im Dreiländereck. „Nach dem Bekanntwerden der Pläne Anfang März haben wir Grünen in den Kreisen Höxter und Holzminden uns vom ersten Tage an entschieden gegen dieses aberwitzige Vorhaben positioniert“, erklärt Gerd Henke, Vorsitzender der Grünen Fraktion im Holzmindener Kreistag.

 

Die Entscheidung der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ),  hier im Dreiländereck die zentrale Drehscheibe für den mittel- und schwachradioaktiven Müll aus ganz Deutschland zu sammeln und zu sortieren, stößt auf entschiedenen Widerstand in der Region. „Die spontane Gründung der Bürgerinitiative `Gegen atomaren Dreck im Dreiländereck` mit inzwischen tausenden Unterstützern und Sympathisanten zeigt, wie groß die Empörung in der Bevölkerung gegenüber dieser ebenso undurchsichtigen wie undemokratischen Entscheidung der BGZ ist.“

 

Fast 50 Jahre nach Inbetriebnahme des pannenreichen AKW Würgassen „wollen die Menschen an der Oberweser nicht für weitere Jahrzehnte den Belastungen einer großtechnischen atomaren Anlage ausgesetzt sein“, erklärt  Henke. „Diese Region hat ein Recht darauf, endlich von den strahlenden Lasten der Vergangenheit befreit zu werden. Dass hier hunderttausende Tonnen radioaktivem Mülls in der unmittelbaren Nachbarschaft von Wohnsiedlungen her transportiert, gelagert und sortiert werden sollen, ist eine irrwitzige Idee, wie sie nur realitätsferne Technokraten ersinnen können“, so Henke. 

Eine von mehreren Verteilstellen für die Aufkleber der BI "Kein Atomdreck im Dreiländereck" steht in Lauenförde in der Jakobstraße 4. Interessierte können die Sticker hier mitnehmen und vielleicht auch eine kleine Spende in die Dose werfen.
Eine von mehreren Verteilstellen für die Aufkleber der BI "Kein Atomdreck im Dreiländereck" steht in Lauenförde in der Jakobstraße 4. Interessierte können die Sticker hier mitnehmen und vielleicht auch eine kleine Spende in die Dose werfen.

Die Grünen haben erhebliche Zweifel an der Standortauswahl durch die Große Koalition im Bund. „Man hat die Kriterien so geschoben, dass genau der vorbelastete Standort Würgassen an der Weser herauskam. Ebenso wie bei Gorleben hat man nicht nach fachlichen Sicherheitskriterien ausgewählt, sondern eine strukturschwache Region an der Landesgrenze genommen, damit die Einwendungsmöglichkeiten aus dem atomkritischen Niedersachsen möglichst gering bleiben“, erläuterte der grüne Landtagsabgeordnete Christian Meyer. 

„Die schlechten Schienen- und Straßenverbindungen – es ist von zwei Atommülltransporten täglich die Rede – die 300 Meter Abstand zur Wohnbebauung und die flache Lage im Überschwemmungsgebiet der Weser spielten anscheinend keine Rolle bei der getricksten Standortauswahl, die nun um jeden Preis verteidigt wird“. Ein Antrag auf Positionierung der SPD/CDU Landesregierung, den die Grünen vor im Landtag Wochen gestellt haben, ist bislang unbeantwortet. 

 

„Dass sich die CDU in Lauenförde und Beverungen und auch die Sozialdemokraten im Südkreis Holzminden gegen dieses Projekt positionieren, ist nur zu begrüßen“, erklärt Peter Ruhwedel, Sprecher der Gruppe von Grünen und Linken im Holzmindener Kreistag. “Einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen und einer Anhörung gegen die Atommülldrehscheibe Würgassen stehen wir positiv gegenüber“, sagt Ruhwedel. „Da können die Herren dann versuchen zu erklären, weshalb sie einen  atomaren Verschiebebahnhof ausgerechnet in unserer Region etablieren wollen.“

Die Grünen fordern sowohl  die SPD als auch die CDU auf, ihre Rolle in dieser für die gesamte Region bedrohlichen Angelegenheit zu klären. Während die Sozialdemokraten vor Ort mit einem Resolutionsantrag ihre Ablehnung gegen das Projekt dokumentieren wollen, „frohlocken die niedersächsischen SPD-Landtagsabgeordneten aus dem Raum Braunschweig-Salzgitter, Christos Pantazis und Philipp Raulfs, dass nicht der von der BGZ zwischenzeitlich in Erwägung gezogene Standort Waggum-Bechtsbüttel, sondern Würgassen von der BGZ ausgewählt worden ist“, sagt Fraktionssprecher Gerd Henke. „Hier erwarte ich sowohl von meiner SPD-Kollegin Sabine Tippelt als auch von meinem CDU-Kollegen Uwe Schünemann glasklar, dass sie die Interessen unserer Region unmissverständlich auch gegenüber Umweltminister Lies und ihrer rot-schwarzen Landesregierung vertreten. Nur von der Grünen Landtagsfraktion gibt es bislang offizielle Kritik an der Standortauswahl  Würgassen. Und die CDU/FDP-Landesregierung in NRW begrüßt den Standort im Kreis Höxter.“ So aber bleibt  die Forderung, dass „Würgassen wieder grüne Wiese werden soll, nichts weiter als ein Lippenbekenntnis“, sagt Meyer.

 

Die Grünen erwarten von den hiesigen Christ- und Sozialdemokraten jedoch nicht nur, dass sie auf Landesebene die Interessen unserer Region zu Gehör bringen, sondern auch in der großen Koalition im Bund. Gerd Henke: „Denn schließlich ist es eine CDU-geführte Bundesregierung mit einer sozialdemokratischen Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die der BGZ das Plazet für Würgassen gegeben hat. Deshalb ist auch der örtliche Bundestagsabgeordnete  Johannes Schraps (SPD) aufgefordert, sich endlich öffentlich gegen das Atommüllager Würgassen zu positionieren.“ .  

 


Bau- und Gartenmärkte werden von Samstag an wieder für Privatpersonen geöffnet. Sabine Tippelt (SPD) begrüßt einheitliche Regelung

01.04.2020 / PM

Niedersachsen/Kreis Holzminden. Nachdem in Niedersachsen Bau- und Gartenmärkte für das allgemeine Publikum geschlossen wurden, werden sie am Samstag wieder geöffnet. In Niedersachsen hatten zuletzt nur Gewerbetreibende Zugang zum Verkauf der Märkte.

 

Die Landesregierung möchte damit den uneinheitlichen Regelungen der verschiedenen Länder zum Publikumsverkehr Einhalt gebieten. In den Nachbarbundesländern blieben die Bau- und Gartenmärkte für das allgemeine Publikum geöffnet. Dort brauchte man keinen Gewerbeschein, um Waren zu kaufen. Diese unterschiedlichen Öffnungsregelungen sorgten bei der Bevölkerung für erheblichen Unmut. Sabine Tippelt (SPD) hatte sich schon vor Tagen über den stattfindenden Bau- und Gartenmarkttourismus über die Landesgrenzen hinweg nach Nordrhein-Westfalen beklagt. „Dass wir eine einheitliche Lösung gefunden haben, finde ich richtig und wichtig. Ich bin froh, dass damit auch für die Unternehmen in unserer Region wieder Klarheit und Chancengleichheit gegenüber ihren Nachbarn haben“, freut sich Sabine Tippelt.

 


Uwe Schünemann:

Verbesserte Förderanträge für Kleinst- und Kleinunternehmen

31.03.2020/ PM

Kreis Holzminden. Das niedersächsische Wirtschaftsministerium hat die Richtlinie, „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige“ um die Bundesförderung ergänzt. „Ab sofort können Soloselbständige, freiberuflich Tätige und Kleinstunternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten die verbesserte Förderung bei der NBank beantragen“, so der Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann. Diese könnten in zwei Stufen Zuschüsse von bis zu 9.000 € (bei Unternehmen bis 5 Beschäftigten) bzw. 15.000 € (bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten) zur Deckung ihres betrieblichen Defizites erhalten. Eine Inanspruchnahme persönlicher oder betrieblicher Rücklagen sei dabei nicht notwendig und werden nicht auf eine Förderung angerechnet.

Darüber hinaus wurde die Richtlinie „Corona-Soforthilfe für Kleinunternehmen“ entsprechend angepasst. Auch Bis zu 20.000 € könnten Unternehmen mit 11-30 Beschäftigten und bis zu 25.000 € Unternehmen mit 31-49 Beschäftigten erhalten.

 

Allen bisherigen Antragstellerinnen und Antragstellern werde die Möglichkeit eröffnet, ihren Antrag auf die neuen Richtlinien umzustellen. Die NBank werde dazu in den nächsten Tagen alle Betroffenen anschreiben, damit ergänzend zu der schon erhaltenen Förderung des Landes eine weitere Unterstützung ausgezahlt werden kann. Ein schon erhaltener Förderbetrag werde allerdings angerechnet, sollte sich nach der neuen Fördermöglichkeit aufgrund der Vorgaben des Bundes eine höhere Summe ergeben.

 

„Mit diesem Verfahren gewährt Niedersachsen allen kleinen Unternehmen ein Maximum an Förderung und Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten“, versichert Uwe Schünemann.

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Richtlinie 0 - 10 Mitarbeiter
Richtlinie über die Gewährung von Billigkeitsleistungen
zur Unterstützung von der Covid-19-Pandemie in ihrer Existenz bedrohten kleinen
Unternehmen, Soloselbständigen und Angehörigen der Freien Berufe
mit 1 bis 10 Beschäftigten
CSH Kleinstunternehmen und Soloselbständ
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Richtline 11-49 Mitarbeiter
Richtlinie über die Gewährung von Billigkeitsleistungen
zur Unterstützung von der Covid-19-Pandemie in ihrer Existenz bedrohten kleinen
Unternehmen sowie Angehörigen der Freien Berufe
mit 11 bis 49 Beschäftigten
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SPD Abgeordnete fordern zügige Entscheidung für Würgassen

Uwe Schünemann: MdL Tippelt distanziert sich davon nicht

31.03.2020/ PM

Würgassen/Holzminden. Leider hat sich die Abgeordnete Sabine Tippelt nach Ansicht des Vorsitzenden der CDU Kreistagsfraktion in der Diskussion um ein Bereitstellungslager für radioaktive Stoffe nicht von der ungeheuerlichen Forderung der Braunschweiger SPD Landtagsabgeordneten Pantazis und Raulfs distanziert. 

Wörtlich sind beide in einer Regionalzeitung wie folgt zitiert worden:

 

„Unter Berücksichtigung aller Kriterien fiel die Wahl nun auf ein ehemaliges AKW in Würgassen bei Höxter. Wir nehmen das Bundesumweltministerium daher beim Wort und erwarten, dass die Entscheidung pro Höxter zügig umgesetzt wird, um die Menschen in Bechtsbüttel und Waggum nicht weiter zu verunsichern.“

 

So verständlich die Freude vor Ort auch sein mag – ohne Frage parteiübergreifend, hätten aber die Braunschweiger SPD – Abgeordneten eine schnelle Entscheidung der Bundesumweltministerin für Würgassen eingefordert. 

 

„Das nenne ich Sankt-Florian-Prinzip,“ so Uwe Schünemann. Die CDU werde im Umweltausschuss des Landtages hinterfragen, ob ein Bereitstellungslager für radioaktive Stoffe überhaupt sinnvoll sei. Darüber hinaus seien wichtige Kriterien am Standort Würgassen nicht erfüllt. Auch das werde die CDU aufarbeiten. Der Fragenkatalog der CDU Kreistagsfraktion sei dem umweltpolitischen Sprecher Martin Bäumer bereits am Wochenende übermittelt worden. 

 

„Parteiübergreifendes Handeln ist in dieser Frage wichtig“, so der heimische CDU Landtagsabgeordnete. Dafür sei aber entscheidend, dass sich der SPD Unterbezirk Holzminden und die Kollegin Tippelt von der Forderung der Braunschweiger SPD Landtagsabgeordneten distanziert und für eine eindeutige Linie der SPD Landtagsfraktion sorgt. 

 


Sabine Tippelt / Dr. Christos Pantazis:

„Unglaubwürdiger Versuch der CDU die jeweiligen Stimmungen vor Ort zu bedienen“

30.03.2020 / PM

Würgassen/Holzminden. Zu den verschiedenen Pressemitteilungen des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann zur Standortfrage für ein geplantes Atommüll-Bereitstellungslager zu Schacht Konrad nehmen Sabine Tippelt und Dr. Christos Pantazis (Sprecher der SPD Gruppe Braunschweig), auch in Bezug auf die am Donnerstag, 26. März verschickte Pressemitteilung „Bund entscheidet sich gegen Atommüll-Bereitstellungslager zwischen Bechtsbüttel und Waggum“, wie folgt Stellung:

„Uwe Schünemann versucht, den natürlich verunsicherten Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Holzminden Sand in die Augen zu streuen, indem er hofft, dieses Thema parteipolitisch instrumentalisieren zu können und dazu einen Keil zwischen die betroffenen SPD-Abgeordneten zu treiben. Beides ist unredlich, da die Standortfrage nicht im Landtag, sondern von einer Bundesbehörde getroffen wird. Zudem ist Schünemanns Reaktion in dieser Frage wenig glaubwürdig, vertritt er gemeinsam mit dem Wolfenbütteler Frank Oesterhelweg (Sprecher der CDU-Gruppe Braunschweig) als gleichberechtigter Leiter der CDU-Landesgruppe Hildesheim/Braunschweig (HIBS) doch sowohl die Interessen der Bürgerinnen und Bürger am alternativen Standort Waggum-Bechtsbüttel, als auch im Landkreis Holzminden und spielt beide damit gegeneinander aus. Wenn Schünemanns Linie also im Einklang mit der Position der Braunschweiger CDU-Landesgruppe verlaufen sollte, sollten Herr Oesterhelweg und er dies den Menschen auch in der Region Braunschweig so offen kommunizieren und nicht die Fahne nach dem Wind hängen, nur um die jeweilige Stimmung vor Ort zu bedienen“, so Pantazis.

„Die SPD nimmt die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Holzminden sowie auch in den Orten Bechtsbüttel-Waggum ernst und möchte sich gemeinsam mit allen Parteien und der Bevölkerung eine vernünftige Lösung finden. An erster Stelle muss immer der Schutz der Bevölkerung stehen“, ergänzt Sabine Tippelt, die weiter ausführt, auch schon Kontakt zu dem CDU-Bundestagsabgeordneten Haase aus Nordrhein-Westfalen gehabt zu haben, um eine gemeinsame überparteiliche Lösung zu finden. „Um erfolgreich zum Ziel zu kommen muss gemeinsames Handeln das Ziel sein und wir sollten uns dabei nicht gegeneinander ausspielen lassen“, so Tippelt abschließend.

 

Auch die SPD im Kreis Höxter mit ihrem Vorsitzenden Helmut Lensdorf übt in diesem Zusammenhang Kritik an den Plänen für Würgassen. „Wir stellen die generelle Sinnhaftigkeit eines Zwischenlagers für Schacht Konrad in Frage. Ziel darf auch nicht das Floriansprinzip sein, bei dem man einem anderen möglichen Standort in den Rücken fällt. Zu Würgassen fällt darüber hinaus noch auf, dass das geplante Zwischenlager sehr nah an Wohngebieten liegt und gerade in diesem Zusammenhang die Sicherheit der Bevölkerung nicht vergessen werden darf“, so Lensdorf.  


Uwe Schünemann:

SPD-Abgeordnete fordern Bau des Bereitstellungslagers in Würgassen. Glaubwürdigkeit der SPD steht auf dem Spiel“

28.03.2020 / PM

Würgassen/Holzminden. Die niedersächsischen SPD-Landtagsabgeordneten Christos Pantazis und Philipp Raulfs fordern in einer Presseerklärung die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf, das Bereitstellungslager für radioaktive Abfälle zügig in Würgassen umzusetzen. In einem transparenten Verfahren sei der richtige Standort ausgewählt worden.

 

„Das ist ungeheuerlich“, so Uwe Schünemann in einer ersten Reaktion. Verständlich sei die Erleichterung der Braunschweiger Politiker, dass die eigene Region vermutlich nicht belastet werde. Die Aufforderung nunmehr ohne weitere Prüfung eine Entscheidung für einen Ort an der Grenze zum Landkreis Holzminden zu treffen, sei dagegen unsolidarisch und fachlich nicht zu begründen. WEITERLESEN


"Atomare Abfälle ohne Umweg über Würgassen nach Schacht Konrad"

Holzminder Grüne sehen in Transporten von und nach Würgassen Gefahren für die Bevölkerung

11 03.2020 / PM

Holzminden/Würgassen. Die Atomkraft und ihre radioaktiven Hinterlasenschaften sind derzeit wieder brandaktuell. Nach dem Bekanntwerden von Plänen der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), auf dem Gelände des stillgelegten Atomkraftwerks Würgassen ein gigantisches Zwischenlager für mittel- und schwachradioaktive Abfälle aus ganz Deutschland zu errichten, besorgt viele Menschen in den Kreisen Höxter und Holzminden und darüber hinaus. Anlässlich des 9. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima haben Bündnis 90/Die Grünen im Landkreis Holzminden an die weiterhin von der Atomindustrie ausgehenden Gefahren erinnert.

 

Einerseits lagern kurz hinter der nördlichen Kreisgrenze in dem noch im Betrieb befindlichen Atomkraftwerk Grohnde Castorbehälter mit hochradioaktiven Brennelementen. Und nun "soll auch noch unmittelbar an unserer südlichen Kreisgrenze ein neuer Hotspot für radioaktiven Müll entstehen", sorgt sich der grüne Kreisvorstand um die Sicherheit.

 

Wenn tatsächlich ab 2027 täglich mehrere Atommülltransporte zum Endlager Schacht Konrad bei Salzgitter abgehen sollten, dann wäre die Bevölkerung in den Kreisen Holzminden und Höxter der ständigen Gefahr durch Unfälle und die Freisetzung von Radioaktivität ausgesetzt. "Das muss unbedingt verhindert  werden", erklärt der Kreisvorstand der Grünen. "Wir brauchen kein atomares Logistikzentrum im Dreiländereck, sondern den direkten Transport aller radioaktiven Abfälle aus den 20 deutschen Zwischenlagern ohne den Umweg über Würgassen direkt ins Endlager Schacht Konrad". Alles andere ist unlogisch und setzt den Schutz der Menschen vor radioaktiver Strahlung und Kontamination leichtfertig aufs Spiel, erklären Gerd Henke, Peter Ruhwedel und Christain Meyer für den Kreisvorstand der Grünen.  


VdK fordert: „Strafen für Krankenhäuser abschaffen!“

05.03.2020 / PM

Kreis Holzminden. Bleibt ein Patient länger als ursprünglich vorgesehen in einer Klinik, muss diese seit Kurzem

mindestens 300 Euro Strafe zahlen. So will es das MDK-Reformgesetz. Der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen verurteilt diese Praxis als zutiefst unsozial und fordert eine sofortige Gesetzesänderung.

„Unsere Krankenhäuser sind Gesundheitszentren und auf das Wohl ihrer Patienten bedacht. Die pauschal festgelegte Obergrenze für die Verweildauer im Krankenhaus wird keineswegs aus Profitgier überschritten. Ärzte und Pfleger können ihre Patienten aufgrund der vielfach fehlenden Anschlussversorgung einfach nicht entlassen“, erklärt VdK-Landesvorsitzender Friedrich Stubbe. Wenn Kurzzeitpflege, häusliche Versorgung oder Reha-Maßnahme direkt im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt nicht gewährleistet ist, kommen die Krankenhäuser lediglich ihrer ureigenen Pflicht nach: Sie übernehmen soziale  Verantwortung und kümmern sich um die Schwachen der Gesellschaft. Sie dafür zu bestrafen ist unverantwortlich und moralisch verwerflich – und geht natürlich zu Lasten der Patienten! „Diese Menschen sich selbst zu überlassen, nur um ein paar Euro im Abrechnungssystem der Krankenhäuser zu sparen, ist unmenschlich“, klagt Stubbe.

Sollten tatsächlich Kosten eingespart werden, müsse zuvor die weiterführende Versorgungsstruktur verlässlich ausgebaut werden: Dafür braucht es kurzfristig verfügbare Reha-Maßnahmen und genügend freie Kurzzeitpflegeplätze. Solange diese Versorgung jedoch nicht gewährleistet ist, darf es keine bestrafende Gesundheitspolitik geben.

„Der VdK appelliert daher an alle Bundestagsabgeordneten aus Niedersachsen und Bremen, Ende März für eine Änderung des MDK-Reformgesetzes zu stimmen, um diese unhaltbaren Regelungen zu kippen!“, so der VdK-Chef.

Übrigens lehnt selbst der Deutsche Bundesrat dieses Gesetz ab, da pauschalierte Strafzahlungen weit über das Ziel hinausgehen. Die Regelung führe zur wirtschaftlichen Schwächung der Krankenhäuser und gefährde die Versorgungssicherheit von Patienten, heißt es.


VdK: „Soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellen!“

21.02.2020 /DWD

Kreis Holzminden. Am 20. Februar fand der Welttag der sozialen Gerechtigkeit statt. Der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen nimmt diesen Aktionstag zum Anlass, um das Thema soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt zu rücken: „Als Sozialverband VdK setzen wir uns für soziale Gerechtigkeit ein.

Doch wir erleben tagtäglich, wie ungerecht es in vielen Teilen unserer Gesellschaft zugeht.

Warum zum Beispiel werden Menschen mit Behinderung noch immer vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und müssen für eine vollständige Teilhabe kämpfen? Warum müssen jedes Jahr mehrere tausend Menschen mit unserer Hilfe die ihnen zustehenden

Sozialleistungen wie eine Erwerbsminderungsrente einklagen? Und warum reicht für viele Menschen nach jahrzehntelanger harter Arbeit die Rente trotzdem nicht zum Leben?

 

Diese soziale Ungerechtigkeit ist menschengemacht und muss endlich beseitigt werden – das hat bereits unsere Jugend verstanden. Einer Umfrage des Bundesumweltministeriums zufolge sind mehr als 70 Prozent der Meinung, dass sich Politiker nicht genug darum kümmern, was der Bevölkerung wichtig ist. Sie fordern daher mehr Engagement für soziale Gerechtigkeit.

Dem kann sich der VdK nur anschließen. Denn zu einer gerechten Gesellschaft gehört, dass sich die Politik um die Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger kümmert.

Die Lösungen dafür sind klar: Inklusion muss selbstverständlich sein und endlich ernsthaft umgesetzt werden. Sozialleistungen sind kein Gnadenakt des Staates, die Betroffenen haben einen Rechtsanspruch darauf. Und Armut muss kein unabwendbares Schicksal sein: Mit

höherem Mindestlohn, einem Rentensystem, in das alle einzahlen, und einer gerechteren Steuerpolitik könnten sich alle Generationen auf ein gutes Leben im Alter verlassen.

Deshalb appelliert der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen an die Politiker, entschlossen gegen Probleme und Ungerechtigkeiten im Land vorzugehen und die soziale Gerechtigkeit wieder in den Mittelpunkt ihres Handelns zu stellen!“

Landtagsstammtisch zu Bauernprotesten, Energieversorgung und Berufsschule

08.02.2020 / PM

Holzminden. Der Auftakt zur beleibten Veranstaltungsreihe „Landtagsstammtisch“ von Uwe Schünemann fand traditionell zu Beginn des Jahres im Urpils-Keller der Brauerei Allersheim statt. Nach einer Stärkung mit regionalen Produkten stellte der Landtagsabgeordnete die Schwerpunkte der letzten Plenarwoche vor. Dabei stießen drei Themen auf besonderes Interesse: Zukunft der Berufsschule, Perspektiven der Landwirtschaft und Sicherung der Energieversorgung.

 

Noch im letzten Jahr hatte die Kreishandwerkerschaft befürchtet, dass mit einer Schulgesetznovelle den Berufsbildenden Schulen kleine Klassengrößen untersagt werden sollten. „Das ist endgültig vom Tisch“, so Uwe Schünemann. Allerdings sei die Unterrichtsversorgung immer noch nicht zufriedenstellend. Mit einem Maßnahmenbündel wollen die Regierungsfraktionen kurz und mittelfristig für eine Verbesserung sorgen. Für die BBS Holzminden sei die Verstetigung eines festen Budgets für die Einstellung von Honorarkräften entscheidend. Dadurch könne flexibel reagiert werden. Auch wenn das Integrationsprojekt „SPRINT“ leider vom Kultusminister nicht weiterverfolgt würde, müssten die Lehrkräfte und sozialpädagogischen Mitarbeitenden weiter beschäftigt werden. Zusätzliche Studienplätze seien dringend erforderlich. Hier gebe es Bestrebungen in Hildesheim entsprechende Kapazitäten zusätzlich zu schaffen. 

 

Ein weiteres Thema waren Bauernproteste mit Beteiligung von vor allem jungen Landwirten aus dieser Region. „Ich bin vom Mobilisierungsgrad aber auch von der Sachlichkeit der Argumente beeindruckt,“, kommentiert der CDU Politiker die zahlreichen Demonstrationen. Dabei ginge es der Agrarwirtschaft nicht um neue Subventionen, sondern um faire Rahmenbedingungen. Das habe die aus der Praxis stammende Landwirtschaftsministerin Otte Kinast längst verstanden und kämpfe deshalb mit Vehemenz für die Anwendung des Verursacherprinzips bei der Düngeverordnung. Die Vorgabe aus Brüssel, die Düngung um 20 Prozent zu reduzieren, werde man nicht verhindern können. Dagegen müssten die Messstellen überprüft werden. „Wenn der Landwirt das Grundwasser in seinem Verantwortungsbereich nicht gefährde, dürfe er auch nicht unter pauschalen Vorgaben leiden“, fasste Uwe Schünemann die Haltung seiner Fraktion zusammen. Diese Forderung habe die Bundesregierung endlich verstanden, weshalb nun die berechtigte Hoffnung besteht, dass dieses Prinzip umgesetzt werde. 

 

Große Sorge bereitet die Sicherung der Energieversorgung. Das wurde an diesem Abend sehr deutlich. Viele Teilnehmer zeigten sich besorgt über mangelnde Konzepte. Niemand habe eine Antwort auf die Frage, wie es nach dem Abschalten der Kohle- und Kernkraftwerke weitergehen solle. „Mit den für die Grünen typischen Verboten, Blockaden und Nebelkerzen werde man die Energiewende nicht schaffen“, ist sich Uwe Schünemann sicher. Vielmehr müssten anhand von Zahlen und Fakten endlich Entscheidungen getroffen werden - allein mit Windkraft könne die Stromversorgung nicht sichergestellt werden. Eine Steigerung der Akzeptanz durch angemessene Mindestabstände zur Wohnbebauung und Gewinnbeteiligung der Bevölkerung sei aber möglich. Gleichzeitig dürften geeignete Waldgebiete nicht länger zur Tabuzone erklärt werden. 

 

Mit der grünen Wasserstofftechnik und synthetisch hergestellten Kraftstoffen stünden die Energiequellen der Zukunft bereits zur Verfügung. Es komme jetzt auf die Umsetzung einer nationalen Wasserstoffstrategie an. „Die Zeit drängt“, so Uwe Schünemann. „Ansonsten verschlafen wir die Chance, die Technolgieführerschaft bei der Energie zurückzugewinnen.“

 

Bei einem gemütlichen Glas Allersheimer wurde noch lange diskutiert. Die Mischung aus Informationen und anregenden Gesprächen kam erneut bei den vielen Besuchern des Landtagsstammtischs gut an. 


Mit dem Trecker in die Hauptstadt: Der Grüne-Kreisvorstandssprecher Gerd Henke (rechts) und Kreisgeschäftsführer Ulrich Schulze setzten sich bei der Großdemo am Samstag in Berlin für eine nachhaltige Landwirtschaft ein.
Mit dem Trecker in die Hauptstadt: Der Grüne-Kreisvorstandssprecher Gerd Henke (rechts) und Kreisgeschäftsführer Ulrich Schulze setzten sich bei der Großdemo am Samstag in Berlin für eine nachhaltige Landwirtschaft ein.

Mit dem Trecker gegen die Agrarindustrie

Holzmindener Grüne in Berlin bei Großdemo „Wir haben Agrarindustrie satt“ 

22.01.2020 /PM 

Holzminden/Berlin. „Wir haben Agrarindustrie satt“, das ist das Motto der alljährlichen Großdemonstration zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin, der sich traditionell auch der Holzmindener Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen anschließt. Diesmal waren es Gerd Henke, Vorstandsprecher und Ulrich Schulze, Geschäftsführer der Kreisgrünen, die bei der Veranstaltung mit 27.000 Teilnehmern am Samstag dabei waren. 

 

Ein zentraler Teil der Demo ist der Konvoi von Treckern aus dem gesamten Bundesgebiet, der vom Aktionsbündnis bäuerliche Landwirtschaft (ABL) organisiert wird. Unter den fast 200 Treckerfahrern war diesmal auch Gerd Henke dabei, dem ein befreundeter Biobauer seinen Schlepper zur Verfügung gestellt hatte. „Was wir schon auf der 14-stündigen Fahrt nach Berlin und dann in der Hauptstadt selbst für Zustimmung der Bevölkerung erfahren haben, das war beeindruckend“, berichtet Henke. „Immer mehr Menschen wird bewusst, dass es mit der herkömmlichen Landwirtschaft so nicht weitergehen kann.“

 

Der großflächige Einsatz von Pestiziden trägt zum Artensterben bei, die Überdüngung  belastet das Grundwasser mit Nitrat und die konventionelle Massentierhaltung ist eine Qual für die Tiere“, sagt Ulrich Schulze. Da müssen Bundesregierung und EU endlich die Weichen für eine nachhaltigere Agrarwirtschaft –und politik stellen.

 

Die Grünen weisen darauf hin, dass in diesem Jahr wichtige Entscheidungen für Landwirtschaft und Klima getroffen werden. Bei der EU-Agrareform entscheide sich, ob mit den Milliarden-Subventionen die Agrarwende gestemmt und das Insektensterben gestoppt werden kann. „Wir werden auch hier in der Region Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner daran messen, ob sie ihrer Aussage, dass ökologisches Wirtschaften auch einen angemessenen Preis erhalten muss, in Berlin und Brüssel Taten folgen lässt“, sagen Henke und Schulze. Dass die größten Flächeneigner den Großteil der Agrarsubventionen abgreifen, ist nicht im Interesse der bäuerlichen Betriebe und begünstigt nur die Agrarindustrie. „Die Politik, denen die viel haben, immer noch mehr zu geben, muss endlich ein Ende finden“, so die Grünen. 

 

In einem zentralen Punkt sind sich die Grünen mit der Initiative Land schafft Verbindung einig: Das Mercosur-Freihandelsabkommen mit Südamerika muss verhindert werden. Es kann nicht sein, dass im Amazonas der Urwald abgeholzt und abgebrannt wird, nur um billiges Gen-Soja und unter Minimalstandards produziertes Rindfleisch nach Deutschland und die EU exportiert werden kann. Das würde hierzulande zu einem weiteren Höfesterben beitragen. „Deshalb müssen wir die Große Koalition aus CDU und SPD in Berlin und Hannover dazu zwingen, dass sie ihr Veto gegen Mercosur einlegt“, fordern die Grünen.

Liebe Leser,

 

wie oft mögen sie diesen Satz schon gelesen und gehört haben: "Dieses Jahr ist alles anders".

 

Tja, gerade wir, im Dreiländereck, sind besonderes getroffen. Nicht nur, dass das Covid-19 Virus uns "einsperrt" und uns viel auferlegt, nein, zusätzlich werden wir auch noch von der BGZ mit einem Zwischenlager für Atommüll bedroht. So begann unser Jahr nicht gerade schön.

 

Aber, das Zusammenrücken vieler Bürger, die eine Bürgerinitiative gründeten, die sehr viel Unterstützung erfährt und die bereits einige Erfolge aufzuweisen hat, macht mir Hoffnung, dass dieser Kelch an uns vorübergehen wird. Zumal, und das finde ich besonders bemerkenswert und positiv, auch die meisten Politik(er)(innen) bei diesem Thema mal das Parteibuch vergessen und gemeinsam gegen diesen Unsinn vorgehen.

 

Es gab in diesem Jahr aber auch gute Nachrichten. Unsere Brücke wurde im Sommer fertiggestellt und man kann wieder ohne Ampel über die Weser.

Die Lauenförder Feuerwehr bekam nach langer Zeit ein neues Fahrzeug, das zwei der Vorgänger ersetzen konnte. Der Lauenförder Friedhof, konnte mit Hilfe vieler ehrenamtlicher Helfer bei einigen Einsätzen in diesem Jahr wieder in einen schönen Zustand versetzt werden.

 

Die Vereinsgemeinschaft Meinbrexen hat den Spielplatz instand gesetzt und neues Spielgerät angeschafft und die Beverunger Weserpromenade wird bald in neuem Glanz erstrahlen.

 

Es gäbe noch einige Dinge aufzuzählen, ich möchte mich aber lieber noch bedanken.

Zuerst bei den beständigen Webeabonneten Autohaus Rickmeier, Premio Mario Reich und dem Partner Michelin, dem VDK, Herrn Heidebrecht, der Beverunger Kulturgemeinschaft und der neu hinzugekommen Firma Telebaumann aus Beverungen.

 

Des weiteren möchte ich Danke an all die Unterstützer sagen, die im Herbst spontan bereit waren, LA zu unterstützen und einem Hauptsponsor, der wie jedes Jahr nicht genannt werden möchte.

 

Mein ganz herzlicher Dank gilt natürlich Ihnen, den Lesern, die sich täglich auf LA informieren.

Hier ist der Zuspruch in dem vergangen Jahr besonders gewachsen, so hatte LA bereit Ende Mai die gleiche Anzahl an Klicks, wie im ganzen Jahr zuvor.

 

Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen.

 

Ich wünsche ihnen allen ein friedliches und schönes Weihnachtsfest, für viele gezwungenermassen im „Kleinen Kreis“ und hoffe, dass ich heute in einem Jahr nur Positives berichten kann.

 

Passen sie auf sich auf, nehmen sie gegenseitig Rücksicht und bleiben sie Gesund!

22. Dezember 2020,

Martin Zühlsdorf