Sporthallen des Landkreises bleiben in den Ferien geschlossen 

09.07.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die in der Trägerschaft des Landkreises befindlichen Sporthallen bleiben in den Sommerferien geschlossen. Zu dieser Entscheidung sind die entsprechenden Fachbereiche nach ausführlichen Gesprächen gekommen. „Unsere Experten haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, weil sie natürlich wussten, dass das Bedürfnis in den Vereinen nach der langen Corona-Pause sehr groß ist“, kommentierte Landrat Michael Schünemann den Beschluss, „aber es gab am Ende leider zu viele Gründe, die gegen eine Öffnung während der Ferien gesprochen haben.“   

 

Speziell der MTV 1849 Holzminden hatte an die Kreisverwaltung den Wunsch herangetragen, die Hallen über den ganzen Sommer auch in der schulfreien Zeit offenzuhalten. Aus diesem Grund hatten sich der Bereich Bildung und Kultur  zusammen mit dem Bereich Gebäudewirtschaft Gedanken gemacht, ob das tatsächlich machbar wäre. Gegen eine solche Öffnung sprach schließlich, dass kurzfristig etliche Planungen sich sowohl personell als sanierungstechnisch nicht mehr ändern lassen. „Wir haben praktisch an keinem unserer Standorte eine Regelung, nach der die Vereine umfassend und eigenverantwortlich die Nutzung der Hallen überlassen werden kann“, sagt Marie-Luise Niegel, als kommissarische Dezernentin für Schulangelegenheiten zuständig, „und in der Kürze der Zeit können wir das auch nicht so schnell einführen.“ Immerhin hätten Reinigungskräfte und Hausmeister in den Sommerferien neben ihrem Jahresurlaub auch eine intensive  Grundreinigung geplant, so Niegel. „Die Vereine haben zwar Hygienepläne erstellt“, macht die kommissarische Dezernentin deutlich, „aber es muss auch jemanden geben, der einmal am Tag die sanitären Anlagen professionell reinigt. Das Personal dafür steht nicht zur Verfügung, weil dessen Urlaub eben genau in diesen Zeitraum hineingeplant ist, um einen gleichbleibend guten Service in der Schulzeit gewährleisten zu können. An einigen Standorten seien darüber hinaus auch noch bauliche Maßnahmen langfristig geplant. Die ließen sich nicht kurzfristig verändern. Vom Mittwoch, den 15. Juli bis zum 26. August müssen die Hallen des Landkreises dementsprechend geschlossen bleiben, danach stehen sie wieder komplett für Schul- und Vereinssport zur Verfügung. 

 


Joachim Merker geht in den Ruhestand

Langjähriger Leiter des AWH-Entsorgungszentrums geht in den Ruhestand 

08.07.2020 / PM

Holzminden. So ganz die 30 Jahres-Marke hat Joachim Merker am Ende nicht „geknackt“, aber seine Dienstzugehörigkeit beim Landkreis bzw. später beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft (AWH) ist dennoch lang genug, um bei Kolleginnen und Kollegen und auch bei ihm selbst genügend Wehmut hervorzurufen. Seit 1991 stand Merker in Diensten des Landkreises Holzminden, von Anfang an hat er sich um die Aufgaben der Abfallwirtschaft gekümmert. Nach insgesamt 29 Jahren geht der 65-Jährige nun in den wohlverdienten Ruhestand. Im Rahmen einer kleinen Feier wurde er im Kreishaus verabschiedet.

 

Landrat Michael Schünemann ließ bei der Verabschiedung noch einmal den beruflichen Werdegang des gebürtigen Hämelschenburgers und seit frühester Kindheit in Rühle wohnenden Neuruheständlers Revue passieren. Danach war Joachim Merker eine Karriere beim Landkreis nicht unbedingt in die Wiege gelegt. Denn nach Erlangung der Fachhochschulreife im Jahr 1974 ging er zunächst als Zeitsoldat für fünf Jahre zur Bundeswehr, um dann nach verschiedenen beruflichen Stationen von 1984 bis 1986 noch einmal eine Maurerlehre zu absolvieren und anschließend ein Ingenieurstudium an der FH Holzminden mit dem Schwerpunkt Verkehrs- und Wasserwirtschaft zu beginnen. Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium und einer zunächst zweijährigen Tätigkeit als Bauingenieur in einem privaten Unternehmen verschlug es Merker ab April 1991 schließlich ins Tiefbauamt des Landkreises Holzminden, wo er gleich mit der Abfallwirtschaft befasst war. In den letzten 17 Jahren seiner AWH-Tätigkeit war er als Leiter der Bereiche Entsorgungszentrum und Deponiebetrieb für die Organisation und das Management eben jener Einheiten zuständig, einer Aufgabe, der er sich mit viel Engagement und großer Kompetenz widmete.     

 

Wie verbunden Joachim Merker mit Betrieb und Kollegenschaft durch seine lange Betriebszugehörigkeit bis heute geblieben ist, machte er bei seiner Verabschiedung noch einmal deutlich. „Ich habe mehr Zeit mit der AWH verbracht als mit meiner Familie“, gestand der Vater dreier erwachsener Kinder ein. Deshalb wolle er den Betrieb auch nicht so ganz im Stich lassen, sondern noch bis Jahresende für jeweils ein paar Wochenstunden mit seiner Erfahrung und seiner Kompetenz beratend zur Seite stehen. Grundsätzlich aber glaube er nicht, dass das Rentnerdasein ihm Langeweile bereiten werde, so Merker. Sein Alltag werde aller Voraussicht nach genauso strukturiert sein wie zu Dienstzeiten, auch wenn er zukünftig etwas später aufstehen könne, resümierte der begeisterte E-Bike-Fahrer, der zusammen mit seiner Frau Christina bevorzugt auch im schönen Weserbergland tourt. 

 


Die Ausstellungsleiterin des Kulturzentrums Weserrenaissance Schloss Bevern, Elisabeth Brügger, freut sich auf den Beginn der Saison mit der Dolhart-Ausstellung
Die Ausstellungsleiterin des Kulturzentrums Weserrenaissance Schloss Bevern, Elisabeth Brügger, freut sich auf den Beginn der Saison mit der Dolhart-Ausstellung

Oskar Dolhart – Ein Künstlernachlass für die Region

Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern öffnet seine Pforten am 05.Juli wieder 

01.07.2020 / PM

Bevern. Es kehrt wieder Leben ins Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern ein und das Schlossteam freut sich riesig darauf. Zwar muss coronabedingt nach wie vor auf feierliche Eröffnungsveranstaltungen verzichtet werden, aber ab Sonntag, den 05.Juli kann unter Beachtung von Abstands- und Hygieneregeln wieder eine spannende Kunstausstellung besucht werden. Zu sehen ist ein faszinierender Querschnitt durch den Künstlernachlass des Holzmindener Malers und Grafikers Oskar Dolhart (1907-1982). Die Kabinettausstellung bietet Landschaftsmalerei des Weserraums, Seestücke, Reiseeindrücke aus südlichen Ländern, sowie Buchillustrationen und Werbegrafiken.

In den Landkreis Holzminden kam Oskar Dolhart auf Umwegen. Der gebürtige Gelsenkirchener wuchs als Sohn eines Kriminalbeamten zunächst in Kattowitz und Hannover auf. In Kiel, wohin der Vater schließlich versetzt wurde, entdeckte der junge Oskar seine Leidenschaft für die Marine, die ihn sein Leben lang begleiten sollte. Als Vorbild und Lehrer nennt er den bekannten Marinemaler Robert Schmidt-Hamburg. Während eines Studiums der Fächer Werbewesen, Gebrauchsgrafik und Malerei in Kiel und Hamburg entstanden erste Gemälde. In Berlin setzte Dolhart das Malereistudium fort. Der Kriegsdienst Dolharts als Leiter der Bild- und Kartenstelle bei der Luftwaffe ist ein noch wenig erforschter Abschnitt seiner Biografie.

Das Kriegsende bedeutete auch für Oskar Dolhart Zäsur und Neuanfang. Er folgte dem Hinweis eines Kriegskameraden auf das landschaftlich schöne Weserbergland, wählte zunächst Bevern und später Holzminden als neuen Wohnsitz. Im Landkreis Holzminden verbrachte Dolhart nun seine gesamte zweite Lebenshälfte, hier begann eine künstlerisch überaus produktive Zeit und hier fand er in dritter Ehe mit Eluisa Schuhmacher auch persönliches Glück. Aus dem gesellschaftlichen Leben Holzmindens war Dolhart, der sich der  Künstlervereinigung „Der Strom“ anschloss, bald nicht mehr wegzudenken. Zusammen mit seiner Frau betrieb er mit der „Variante“ eine äußerst beliebte Szenekneipe. 

Malerisch wandte sich Dolhart der ihn nun umgebenden Mittelgebirgslandschaft zu und begann neben der bisher praktizierten Ölmalerei mit dem Aquarellieren. Nun waren nicht mehr maritime Darstellungen der deutschen Küste, sondern die reizvollen Flussansichten und die Ortschaften entlang der Weser seine bevorzugten malerischen Motive. 

Zudem erhielt Dolhart eine Vielzahl an werbegrafischen Aufträgen durch die heimische Wirtschaft, so dass der Nachlass neben Ölgemälden und Aquarellen auch Skizzenmaterial und werbegrafische Entwürfe umfasst. Als Werbegrafiker erarbeitete Dolhart in seiner Holzmindener Schaffenszeit markante Firmensignets wie den Kolibri der Firma Haarmann & Reimer oder die Zuckerrübe der Kleinwanzlebener Saatzucht (KWS Einbeck). Auch gestaltete er Werbematerialien etwa für Dragoco, Hahnemühle in Dassel oder die Fürther Grundig AG. 

Der künstlerische Nachlass Oskar Dolharts befindet sich in der Obhut des Landkreises Holzminden, eine vertiefende Erforschung von Leben und Werk Oskar Dolharts steht noch aus. Die nun eröffnete Ausstellung versteht sich als Auftaktveranstaltung zu weiteren Ausstellungen, die einzelne Aspekte von Leben und Werk des Künstlers in den Fokus nehmen sollen. 

Ausstellung

Oskar Dolhart – Ein Künstlernachlass für die Region

 ab Sonntag, 5. Juli 2020 bis 1. November

 Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr 

 Weserrenaissance Schloss Bevern

 

Zu den Veranstaltungen im Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern: de.


Lkw mit Anhänger streift Radfahrer - Zeugen gesucht

01.07.2020 / PM

Holzminden. Am Montag, gegen 16.45 Uhr, kam es im Bereich Sollingstraße, Einmündung zur Moltkestraße, zu einem Verkehrsunfall. Dabei wurde ein Radfahrer leicht verletzt. Ein Lkw mit Anhänger (vermutlich grau/blau) befuhr die Sollingstraße stadtauswärts und berührte im Einmündungsbereich zur Moltkestraße den in gleicher Richtung fahrenden Radfahrer auf dessen Pedelec. Dabei stürzte der Radfahrer und wurde verletzt. Die Polizei Holzminden sucht nun weitere Zeugen zu dem Vorfall und den betroffenen Lkw mit Anhänger. Hinweise bitte unter 05531/9580.


Digitales Kulturgespräch im Landkreis Holzminden

24.6.2020 / PM

Holzminden. Am 7. Juli um 19 Uhr lädt das Kulturressort des Landkreises Holzminden zu einem Videokonferenz-Austausch über die Anliegen der regionalen Kulturschaffenden ein. Da einerseits die Corona-Schutzauflagen das Treffen in großer Runde erschweren und andererseits das digitale Format denjenigen, die längere Fahrten zum Ort des Geschehens vermeiden möchten, entgegenkommt, verbindet sich hier Chance mit Notwendigkeit. 

 

Das Kulturgespräch steht offen für alle, die im Kultursektor aktiv sind, egal ob beruflich oder ehrenamtlich. Eine formlose E-Mail-Anmeldung an kultur@landkreis-holzminden.de genügt, um eine Einladung zur Videokonferenz und Informationen zu den technischen Voraussetzungen für die aktive Teilnahme zu erhalten. Thema des Gesprächs wird ein Austausch über die Betroffenheit der regionalen Vereine, Initiativen und Einrichtungen von Corona-Lockdown und Veranstaltungsverbot sein. 

Auch der Frage, welche Chancen für das Wieder-Sichtbar-Werden des regionalen Kulturlebens bestehen, soll nachgegangen werden. Der Landschaftsverband Südniedersachsen informiert über aktuelle überregionale Fördermaßnahmen. 

 

Anträge an die Tagesordnung können bei Anmeldung mitgeteilt werden.

 


Startschuss ins 16. Musical-Jahr

23.06.2020 / PM

Bodenwerder. Am 28. Juni 2020 fällt in der Münchhausenstadt Bodenwerder in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland (SVR) um 15 Uhr der Startschuss zur diesjährigen Saison des beliebten Münchhausen-Musicals!

 

Das Musical nimmt die Zuschauer bereits das 16. Jahr mit auf eine fantasievolle und farbenprächtige Reise in die Welt des berühmten Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen – dem sogenannten Lügenbaron. Während der Aufführungen erfreuen facettenreiche Musikstücke, die die unglaublichen Abenteuer des Barons zu Lande, zu Wasser oder in der Luft untermalen. Das Münchhausen-Musical dauert ca. 50 Minuten und ist für die Zuschauer kostenfrei. Weitere Termine sind zunächst für den 12. Juli, 26. Juli, 9. August, 23. August und 13. September geplant. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie wurde das Stück, unter der Leitung der Choreografin Anke Rettkowski, den zu erfüllenden Maßnahmen angepasst und findet im Rathauspark statt. Genutzt wird die „alte Bühne“, die nicht überdacht ist, um die entsprechenden Hygiene- und Abstandsregeln einhalten zu können. Statt Bänken wird es Stühle geben, es findet eine Einlasskontrolle statt und die Zuschauer müssen ein Abfrageformular für die Kontaktdaten ausfüllen, um mögliche Infektionsketten verfolgen zu können.

Gesponsert wird das Musical der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle von der Sparkasse Hameln-Weserbergland, Stiftung Sparkasse Bodenwerder sowie der Brauerei Allersheim – ausgezeichnet mit der Regionalmarke Echt!-Solling-Vogler-Region. „Nach langem Warten freuen wir uns umso mehr mit dem Münchhausen-Musical in die Saison starten zu dürfen. Ein großer Dank gilt den Sponsoren, ohne die das Musical in dieser Form nicht möglich wäre. Es zeigt den Zusammenhalt in der Region und das Vertrauen in uns sowie die Schauspielerinnen und Schauspieler“, so Tanya Warnecke, Samtgemeindebürgermeisterin Bodenwerder-Polle. „Das Münchhausen-Musical ist einen Besuch wert, ganz gleich, ob Tourist oder Einheimischer. Es ist schön, dass es dieses musikalische Highlight in der Solling-Vogler-Region gibt und es auch in dieser besonderen Zeit möglich gemacht wird“, freut sich Irina Hartig, Geschäftsführerin der SVR.

 

Weitere Informationen sind bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, www.solling-vogler-region.de und unter Tel. 05536/960970 erhältlich.


Das ganze Schloss eine Bühne 

Bremer shakespeare company filmt „Kaufmann von Venedig“ im Weserrenaissance Schloss Bevern 

16.06.2020 / PM

Bevern. Die Aufführungen der bremer shakespeare company im Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern sind eine Institution: Seit 1993 stehen einmal im Jahr die unvergesslichen Werke des meisterhaften Dramatikers Shakespeare an auf dem Programm. Kulisse ist dann der Renaissance-Schlossinnenhof, wenn der  Juniabend wirklich so lau ist, wie die Jahreszeit es verspricht. Nicht selten hatte die company vor großem Publikum in der Vergangenheit auch das Gebäude in ihr Spiel mit einbezogen. In diesem Jahr jedoch ist coronabedingt einiges anders. Viel Schloss, wenig Publikum, dafür mit dem „Kaufmann von Venedig“ eine echte Premiere, die sich erheblich mehr Menschen anschauen können als in den Schlossinnenhof passen.

Bild: Peter Drews/Landkreis Holzminden
Bild: Peter Drews/Landkreis Holzminden

Company und Kulturzentrum wagen ein für Bevern ganz neues Format, um trotz Corona-Bedingungen ein unvergessliches, sogar einzigartiges Kunstereignis entstehen zu lassen. Zwar kann das Publikum physisch nicht dabei sein, digital aber eben schon. Und so reisen die Darstellerinnen und Darsteller zusammen mit Kamera- und Tontechniker ins Schloss an und spielen vor laufender Kamera. Die Inszenierung wird etwas ganz Besonderes, denn ohne Bühne direkt auf dem Hofpflaster wird das Stück mit allerlei Anspielungen und Anpassungen auf Ort und Situation präsentiert. Das Schloss übernimmt damit selbst die Hauptrolle bei diesem „Corona-Kaufmann fürs Schloss Bevern“. Auch für die shakespeare company selbst ist diese Darstellungsform etwas Besonderes, denn Bevern bleibt der einzige Ort, an dem die Schauspieltruppe sich an einer solchen Darstellungsform versucht. „Kein anderer Spielort erfährt solch eine Gunst“, freut sich Dr. Katja Drews, Kulturreferentin des Landkreises Holzminden, „eine Freundschaftsgeste, die sicher auch nicht zuletzt auch durch die zurückliegenden Jahrzehnte erfolgreicher Zusammenarbeit zustande kommt.“

 

Für das gespannte Publikum hebt sich der Bühnenvorhang termingerecht am 23. Juni um 19 Uhr auf der Internetseite des Kulturzentrums www.schloss-bevern.de. Exklusiv von dort wird der youtube-Kanal der bremer shakespeare company das Stück abrufbar machen. Der bremer „Corona-Kaufmann“ im Weserrenaissance Schloss verwandelt sich damit zu einem dauerhaft anschaubaren Theatergenuss auch für spätere Stunden und für ein großes überörtliches Publikum.

 

Gespannt sein darf man auf die situationsgemäße Anpassung des Stoffes an das Ambiente des Schlosses allemal. Stofflich bietet Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ immerhin typisches Tragikformat und reichlich Anknüpfungspunkte zum aktuellen Hier und Jetzt: Der venezianische Kaufmann Antonio, gerade selbst knapp bei Kasse, leiht vom Juden Shylock 3.000 Dukaten, damit sein Freund Bassanio, standesgemäß um seine geliebte Portia, eine lukrative Partie, werben kann. In Erwartung, bald wieder liquide zu sein, lässt sich Antonio auf die Bedingung Shylocks ein: Falls der Schuldschein zum festgelegten Termin nicht fristgerecht eingelöst wird, darf sich Shylock ein Pfund Fleisch aus Antonios Körper schneiden. 

 

Regisseurin Nora Somaini inszeniert das Stück für die Bremer Mimen aus der radikal subjektiven Perspektive des Kaufmanns Antonio. Traumähnliche Filmprojektionen spiegeln in der Originalfassung das Innenleben der Figuren. Bekannt sein dürfte der facettenreiche Stoff durch einige Bonmots, die wiederzuerkennen aufhorchen lässt und wie immer Verwunderung hervorrufen mag, dass schon Shakespeare diese Einsichten niederschrieb. Etwa das berühmte und filmisch adaptierte Lamento Shylocks: „Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht? Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht? Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen?“

 

Realisiert werden kann das einzigartige Theaterprojekt im Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern durch eine Förderung vom Freundeskreis Schloss Bevern.

 

Die einmalige Beveraner Fassung im Videoformat feiert am 23. Juni um 19 Uhr seine Premiere! Featuring DAS SCHLOSS BEVERN in der Hauptrolle: www.schloss-bevern.de.

 

Exklusive Videopremiere: Open Air-Theater

bremer shakespeare company

Der Kaufmann von Venedig

von William Shakespeare

 ab Dienstag, 23. Juni 2020, 19 Uhr

 www.schloss-bevern.de 

 

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen im Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern: www.schloss-bevern.de.

Neues Zuhause für gepeinigte Pferde gesucht

12.06.2020 / PM

Kreis Holzminden. Es war schon ein erbarmungswürdiges Bild, das sich den Mitarbeitern des Kreisveterinäramtes in der Nähe einer Ortschaft im Landkreis Holzminden bot. Ein stockdunkler, heruntergekommener Stall, in dem sich anderthalb Meter hoch in tierkotdurchsetztem Schlamm der Mist stapelte. Dazwischen eine dreijährige, völlig abgemagerte Vollblutstute, die die Veterinär*innen wegen des Unrates und der Lichtverhältnisse auf den ersten Blick gar nicht wahrnahmen. Für die Tierschützer von Amtswegen war es keine Frage, das zerschundene Pferd genau wie noch zwei weitere Tiere sofort in Obhut zu nehmen und in einem Pflegebetrieb erst einmal wieder hochzupäppeln. Jetzt wird ein neues, besseres Zuhause für die drei gesucht.

 

„Das, was wir vorgefunden haben, war wirklich schockierend“, erklärt Dr. Claudia Vesterling. Bevor einem Halter seine Tiere weggenommen würden, bekomme er in der Regel immer noch die Chance, für bessere, artgerechte Bedingungen zu sorgen, ergänzt die Veterinärin im Bereich des Landkreises Holzminden. Doch in diesem Fall war sofortiges Handeln angesagt. Zwar habe man schon aufgrund verschiedener Hinweise gewusst, dass auf dem Hof einiges im Argen liege und den entsprechenden Halter auch wiederholt klar gemacht, dass einschneidende Änderungen nötig seien, damit es keine drastischen Konsequenzen gebe. Doch das hatte offenbar keinen Erfolg. 

 

Den tatsächlichen Zustand der Pferde konnte das Kreisveterinäramt schließlich erst nach einer Inaugenscheinnahme feststellen. „Dazu brauchen wir allerdings auch schon konkrete Hinweise“, betont Vesterling. Die fuchsfarbene Vollblutstute, eine 22 Jahre alte, ebenfalls fuchsfarbene Ponystute und ein fünfjähriger brauner Ponyhengst hatten eine richtige Weide offenkundig schon länger nicht mehr gesehen. Es brauchte mehr als zwei Monate, um die völlig verwahrlosten, halb verhungerten und traumatisierten Tiere wieder einigermaßen handzahm zu machen. 

 

Jetzt sollen sie in fürsorgliche, bessere Hände gegeben werden. Wer Erfahrung mit Pferden hat, über genügend Platz verfügt und gut mit solchen Tieren umgehen kann, kann sich beim Veterinäramt melden. Weitere Auskünfte gibt es unter der Telefonnummer 0 55 31 – 707 428 oder über die E-Mail-Adresse veterinaeramt@landkreis-holzminden.de.


Breitband: Förderbescheid vom Land übergeben

Gewerbegebiete gehen spätestens in sechs Wochen ans Netz

11.06.2020 / PM

Kreis Holzminden. Bis Ende Juli wird es wohl noch dauern, aber dann wird in den Gewerbegebieten westlich von Bodenwerder-Kemnade ein schneller Internetzugang zur Verfügung stehen. Seit Wochen schon ist die damit beauftrage Firma, die Deutsche Telekom, mit den Ausbauarbeiten beschäftigt, jetzt ist offiziell dazu auch der entsprechende Förderbescheid aus EU-Mitteln von der niedersächsischen NBank offiziell bewilligt worden. In der Kreisverwaltung hat Staatssekretär Stefan Muhle vom niedersächsischen Wirtschaft- und Digitalisierungsministerium den Bescheid in Höhe von rund 54.000 Euro an Landrat Michael Schünemann übergeben.    

 

Eine gut ausgebaute Breitbandinfrastruktur fördere die Wirtschaft im ländlichen Raum in entscheidendem Maße, betont der Landrat bei dem Termin im Kreishaus. „Um die Digitalisierung bei uns schnell und erfolgreich voranzubringen, sind wir für jede Unterstützung dankbar“, unterstreicht Schünemann, „insofern ist der von Staatssekretär Muhle jetzt überreichte Förderbescheid ein wichtiger und notwendiger Baustein zur Finanzierung des Digitalisierungsprozesses im Landkreis Holzminden.“  Tanya Warnecke, Samtgemeindebürgermeisterin von Bodenwerde-Polle ist von der besonderen Bedeutung des Digitalisierungsfortschritts für die Region genauso überzeugt. „Schnelles Internet ist eine große Chance für die ländliche Region, so Warnecke, „die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass unser Wohnraum in der Krise besonders attraktiv ist. Wir müssen unseren Unternehmern, Schulen und Familien jetzt eine gute Breitbandversorgung bieten.“

 

Das Projekt in Bodenwerder-Kemnade ist Teil des Breitbandausbaus im gesamten Landkreis, das insgesamt ein Investitionsvolumen von 7,5 Mio. Euro hat. „Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Landkreis Holzminden und seinen Gemeinden konnten wir beim Ausbau richtig Gas geben“, sagt Boris Tadic, Leiter Technikniederlassung Nord, Deutsche Telekom. „Rund 5.900 Haushalte im Landkreis sind bereits am Netz, die restlichen rund 3.000 Anschlüsse werden wir bis Ende August 2020 fertig stellen.“ Insgesamt hat die Telekom rund 300 Kilometer Glasfaser verlegt und 84 Verteiler im Landkreis aufgestellt.   Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu einem Gigabit pro Sekunde (GBit/s). Was die Unternehmen in den Gewerbegebieten erwartet und von ihnen nach endgültiger Fertigstellung buchbar ist, ist damit ein absolutes Hochgeschwindigkeitsbreitbandnetz. Den dort ansässigen Betrieben wird ein deutlich schnellerer Datenzugriff als bisher ermöglicht, in einem stabilen Internetnetz können dann beispielsweise auch große Datenpakete versendet oder empfangen werden bzw. Cloud-Dienste besser in Anspruch genommen werden. Die komplette Freischaltung der neuen Anschlüsse erfolgt von der Telekom spätestens in sechs Wochen. „Mit unserer Ausbauoffensive haben wir einen besonderen Fokus auf die Gigabitversorgung von Gewerbegebieten gelegt“, erklärte Staatssekretär Stefan Muhle, der im Namen von Wirtschaftsminister Althusmann den Förderbescheid übergab, “für unsere Betriebe wollen wir auf dem Weg zur Digitalisierung bestmögliche Bedingungen schaffen.“

 

Die mit den 2016 auf den Weg gebrachten und nun überreichten Fördermittel verbundenen Investitionskosten für den Breitbandausbau im Gewerbegebiet Bodenwerder-Kemnade belaufen sich auf knapp 168.000 Euro. Davon müssen ca. 108.000 Euro von der öffentlichen Hand finanziert werden. Mit einer Zuwendung in Höhe von 54.000 Euro fördert das Land aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) die Hälfte der aufzubringenden Kosten. Der Landkreis und die Samtgemeinden tragen 10.800 Euro von der Gesamtsumme. Die restlichen 40 Prozent werden vom Bund bezuschusst. 2018 hatte die Telekom den Zuschlag für den Ausbau erhalten und ab Herbst dann mit verschiedenen Vorarbeiten begonnen. Im Gewerbegebiet Bodenwerder ist der FTTH-Ausbau so gut wie abgeschlossen. Die ansässigen Unternehmen und Gewerbetreibenden können Mitte Juli die schnellen Internetanschlüsse buchen. Die Telekom hat dafür über drei Kilometer Glasfaser verlegt und zwei neue Schaltverteiler aufgestellt.

 

Landkreis Holzminden ist coronafrei 

05.06.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die letzten zwei Infizierten sind genesen aus der Quarantäne entlassen worden 

Es sind nur ein paar dürre Zahlen, aber sie sind trotzdem Grund zum  Aufatmen und zu Freude: Das Gesundheitsamt des Landkreises Holzminden vermeldet, dass die letzten zwei mit Corona Infizierten als genesen aus der Quarantäne entlassen worden sind. Der Landkreis ist damit coronafrei, zumindest was laborgetestete Infizierte betrifft. Nur noch eine Person befindet in vorsorglicher Quarantäne.

In einer Videobotschaft sprach Landrat Michael Schünemann von einem Meilenstein nach drei Monaten, die vom Infektionsgeschehen rund um das hochgefährliche Virus geprägt waren. Er sei stolz auf alle Bewohner des Landkreises, die sich in großem Maße an die Regeln zur Eindämmung gehalten hätten. Gleichwohl sei dieser Meilenstein nur ein Zwischenschritt, mahnte der Landrat. Schon morgen könnten notwendig gewordene Tests auch wieder neue Infektionsfälle ergeben. Es gelte weiterhin, vorsichtig zu sein, das Abstandsgebot zu beachten und den Mund- und Nasenschutz da zu tragen, wo es nötig sei. „Lassen Sie uns weiter gemeinsam umsichtig, vorsichtig und damit klug handeln“, betonte Michael Schünemann, „dann hat das Virus bei uns weiter keine Chance!“


„Verhalten der Bevölkerung im Landkreis Holzminden in der Corona-Krise vorbildlich“

05.06.2020 / PM 

Kreis Holzminden. Heute hat die Landesregierung nach Auskunft des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann die Verordnung über die 4. Stufe der Lockerungsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie veröffentlicht. Wesentliche Änderungen treten ab Montag, den 08.06.2020, in Kraft.

„Aufgrund der weiterhin geringen Infektionszahlen ist dieser Schritt nicht nur verantwortbar, sondern sogar geboten“, kommentiert Uwe Schünemann die Entscheidung. Im Landkreis Holzminden seien seit vierzehn Tagen kaum neue Fälle aufgetreten. Wie wichtig die Einhaltung der Abstandsregeln und Hygienevorschriften sind, zeige allerdings die Entwicklung in Göttingen. Für unverantwortliches Handeln müssten alle Bürgerinnen und Bürger der Region erneut drastische Einschränkungen hinnehmen. Dagegen sei die Disziplin der hiesigen Bevölkerung bisher vorbildlich.

Im Detail sind folgende Lockerungen vorgesehen:

+ Bars und Kneipen dürfen unter Einhaltung der Hygieneregelungen wieder öffnen. Clubs, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen sowie Shisha Bars und ähnliche Einrichtungen bleiben weiterhin geschlossen.

 

+ Spezialmärkte unter freiem Himmel mit Eintrittsgeld sind zulässig. Nicht erlaubt sind nach wie vor Flohmärkte!

 

+ Touristische Busreisen werden mit Mindestabständen erlaubt (jede zweite Sitzreihe muss freibleiben).

 

+ In Spielhallen .dürfen unter bestimmten  Bedingungen Speisen und Getränke zum Verzehr angeboten werden.Ein Vor-Ort-Verzehr von Speisen und Getränken in Einkaufszentren ist wieder möglich.

 

+ Hotels, Jugendherbergen, Campingplätze können ihre Kapazitäten bis zu 80% auslasten. Die Sieben-Tage-Regelung zur Vermietung von Ferienwohnungen entfällt.

 

+ Öffnen dürfen ebenfalls Schwimm- (Hallen-) und Spaßbäder sowie Indoorspielplätze. In Sportanlagen und Fitnessstudios werden Duschen und Umkleidekabinen freigegeben.

 

+ Die Durchführung und der Besuch einer kulturellen Veranstaltung im Freien ist unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Die Besucherzahl darf 250 nicht übersteigen, die Besucher müssen während der Veranstaltung sitzen.

 

+ Bei Beerdigungen, Hochzeiten, Konfirmationen können bis zu 50 Personen teilnehmen.

 

+ Ehrenamtliche, qualifizierte volljährige Personen, die Inhaber einer Jugendleitercard sind, dürfen Jugendgruppen bis zu 10 Personen leiten.

 

+ Heimbewohnerinnen und Heimbewohner dürfen die Einrichtung verlassen.


Zeugenaufruf zu Sachbeschädigungen an drei Pkw in der Nordstraße

02.06.2020 / PM

Holzminden. In dem Zeitraum von Samstag, 30.05.2020, ca. 11.00 Uhr bis Sonntag, 31.05.2020, ca. 06.00 Uhr, wurden an drei Pkw in der Nordstraße in Holzminden Reifen zerstochen. Die Fahrzeuge waren jeweils auf dem frei zugänglichen Grundstück eines ambulanten Pflegedienstes abgestellt. Der Gesamtschaden wird auf knapp 1000 Euro geschätzt. Ermittlungsansätze durch eine vorhandene Videoüberwachung sind vorhanden. Wer weitere Hinweise zu dem oder den Tätern geben kann oder Auffälliges in dem Zeitraum beobachtet hat, wendet sich bitte an die örtliche Polizei unter 05531/9580.


Elterngeld: Keine Benachteiligungen durch Corona

29.05.2020 / PM

Kreis Holzminden. Werdende Eltern mögen sich in den letzten Monaten doppelt benachteiligt gefühlt haben. Denn hat vielen von ihnen in den vergangenen Monaten die Pandemie nicht nur den Job geraubt und sie zu Kurzarbeit gezwungen, so droht im Nachhinein auch noch die Benachteiligung beim Elterngeld, weil das anhand des Verdienstes aus den vorangegangenen Monaten berechnet wird. Das Gesetz für Maßnahmen im Elterngeld aus Anlass der Covik-19-Pandemie heilt dies Problem.

Elterngeld bekommen Mütter und Väter, wenn sie nach der Geburt des Kindes nicht oder nur wenig arbeiten wollen. Der Staat hatte das bisher mit mindestens 300 Euro und maximal 1.800 Euro im Monat gefördert, allerdings in Abhängigkeit vom Brutto-Gehalt, das vor der Geburt des Kindes verdient wurde. Wenn beide Elternteile das Kind betreuen, wird das Elterngeld sogar bis zu 14 Monate lang gezahlt. 

Doch mit der durch die Pandemie verursachte Kurzarbeit oder gar Arbeitslosigkeit würden sich die Bezüge für Eltern erheblich verschlechtern. Der Bundestag hat deshalb heute beschlossen, dass diese Veränderungen den Anspruch auf das Elterngeld  nicht schmälern sollen. Die Bezieher sollen vor negativen Auswirkungen der Corona-Krise geschützt werden. Wer wegen der Pandemie geringere Einkünfte hat oder Ersatzleistungen wie Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld bezieht, dem werden diese entsprechenden Lohnersatzleistungen bei der Berechnung des Elterngeldes bis zum Jahresende nicht angerechnet. Das Elterngeld verringert sich also nicht, weil Lohnersatzleistungen in Anspruch genommen werden mussten.  

Konkret heißt das: Wurde in der Vergangenheit das durchschnittliche Bruttoeinkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt für eine Berechnung herangezogen, so werden nun Monate ausgeklammert, in denen ein Elternteil  durch die Pandemie weniger Einkommen hatte.

Auch den Partnerschaftsbonus gibt es weiterhin. Von ihm profitieren Eltern, die nach der Geburt ihres Kindes schon Elterngeld bezogen haben und nun beide Elternteile in Teilzeit arbeiten wollen. Für die Berechnung gilt aufgrund der Pandemie, dass  auch mehr oder weniger gearbeitet werden kann als ursprünglich geplant.

Überdies sieht das neue Gesetz vor, dass Eltern aus systemrelevanten Berufen ihre Elternzeit auch nach dem 14. Lebensmonat nehmen können. Als spätester Zeitpunkt ist Juni 2021 angesetzt. Als systemrelevant werden im Gesetzentwurf all jene Berufe definiert, die Tätigkeiten im Gesundheits- und Pflegesystem, bei der Polizei, dem Bildungs- und Betreuungswesen, im Transport- und Personenverkehr, in der Versorgung mit Energie, Wasser, und Lebensmitteln sowie Dienstleistungen des täglichen Lebens beinhalten. 

Schwer zu verstehen? Wirft das neue Gesetz etwa weitere Fragen auf? Nähere Auskünfte gibt die Elterngeldstelle des Landkreises Holzminden gern unter der Telefonnummer 0 55 31 707-322 oder per E-Mail über elterngeld@landkreis-holzminden.de

 


Einstimmige Resolution

26.05.2020 / PM CDU

Holzminden / Würgassen. Auf Initiative der CDU Lauenförde und auf Antrag der CDU Kreistagsfraktion fand in der gestrigen Kreistagssitzung eine Anhörung der am "Zentralen Bereitstellungslager Würgassen" beteiligten Parteien statt.

Vertreter der BGZ standen genauso Rede und Antwort wie die Bürgerinitative Würgassen und Bürgerinitiative aus Salzgitter. Vertreter des Umweltministeriums, die ebenfalls eingeladen waren, waren nicht zugegen.

 

Die Ausführungen der BGZ zur Standortwahl, Vorgehensweise und Notwendigkeit des Bereitstellungslagers ließen zahlreiche Fragen offen. Die Vertreter der Bürgeriniativen konnten hingegen mit ihren mit ausgezeichneter Sachkenntnis vorgetragenenen Zahlen, Daten und Fakten die Kreistagsabgeordneten davon überzeugen, dass für dieses Projekt von dieser enormen Tragweite für die Region seitens der BGZ keine ausreichende Begründungen geliefert werden konnten.

 

Am Ende der Sitzung stand folgerichtig eine einstimmige Resolution aller anwesenden Kreistagsabgeordneten über alle Fraktionen hinweg, den #LandkreisHolzminden zu beauftragen, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um ein Atommüll-Lager in Würgassen zu verhindern.


Kreistag stimmt geschlossen gegen das ZBL Würgassen

26.05.2020 / MZ

Holzminden. Auf seiner gestrigen Sitzung, hat sich der Kreistag Holzminden einstimmig gegen das geplante Zentrale Bereitstellungslager für radioaktiven Müll in Würgassen ausgesprochen.

Nach Ausführungen der BGZ (Gesellschaft für Zwischenlagerung GmbH) und Sprechern der Bürgerinitiativen Würgassen und Schacht Konrad, wurde einstimmig eine Resolution beschlossen, den Landkreis  Holzminden zu beauftragen, alle notwendigen und möglichen Massnahmen zu ergreifen, um das ZBL in Würgassen zu verhindern.


ÖFFENTLICHE Sitzung des Kreistages in Holzminden

Thema Würgassen wird beraten

25.05.2020 / MZ

Holzminden. Heute Abend findet in Holzminden, in der Stadthalle , Sollingstr. 101, 37603 Holzminden um 18:00 Uhr eine öffentliche Sitzung des u. a. zum Thema Würgassen statt.

Zuhörer*innen müssen beim Betreten der Stadthalle einen Ausweis vorzeigen und ihren vollen Namen, ihre Adresse und ihre Telefonnummer angeben sowie während der Sitzung zum Schutz vor Infektionen eine MundNasen-Bedeckung tragen. Außerdem ist während der Sitzung sowie beim Betreten und Verlassen der Stadthalle der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zu wahren. 

 

Beim Betreten der Räumlichkeit erfolgt eine Handdesinfektion. Den Zuhörer*innen wird ein Platz zugeteilt.

Die Anträge der Fraktionen finden sie hier, jeweils als pdf.-Datei:

Antrag der CDU:  LESEN   |  Antrag der SPD:  LESEN  |  Antrag Bündnis90/Die Grünen +  Die Linke:  LESEN 


Nachtrag zu: Fahrradfahrer mit 3 Promille unterwegs; Besitzer der Fahrräder gesucht

22.05.2020 / PM

Holzminden.  Wie bereits berichtet, wurden die beiden durch die Beschuldigten (22 und 24 Jahre) geführten Fahrräder beschlagnahmt, da hierfür keine Eigentumsnachweise vorgelegt werden konnten. 

Die Polizei sucht nun die Besitzer der Fahrräder.

 

Es handelt sich hierbei um 

+ Damenrad mit der Rahmennummer H01141357B351. Der Hersteller kann nicht festgestellt werden, da das gesamte Fahrrad mit goldener und silberner Farbe besprüht worden ist. An einigen Stellen ist die Farbe während der Polizeikontrolle noch frisch. An dem Fahrrad ist ein Aufkleber des Fahrradverleihs "GRETH" in Holzminden angebracht.

 

+ Herrenrad der Marke Künsting mit der Rahmennummer E95049974. Das Fahrrad wurde ebenfalls mit goldener und silberner Farbe   vollständig besprüht. 

Wer sein Rad hier wieder erkennt (Eigentumsnachweis erforderlich) oder aber Hinweise zu den möglichen Besitzern geben kann, meldet sich bitte bei der Polizei Holzminden unter 05531/9580. 


ÖFFENTLICHE Sitzung des Kreistages im Stadthalle Holzminden

Thema Würgassen wird beraten

20.05.2020 / PM

Holzminden. Die 21. öffentliche Sitzung des Kreistages (2016 - 2021) findet am Montag, 25.05.2020, um 18:00 Uhr, in der Stadthalle Holzminden, Sollingstr. 101, 37603 Holzminden, statt.

Bedingt durch die aufgrund der Corona-Pandemie erforderlichen Abstandserfordernisse stehen nur 60 Plätze für Zuhörer*innen zur Verfügung. Diese wurden in dem bis zum 18.05.2020 um 24:00 Uhr befristeten Anmeldeverfahren nicht ausgenutzt.

 

Es ist daher nunmehr möglich, auch am Tage der Sitzung noch ohne Anmeldung Zutritt zur Sitzung zu erhalten, soweit noch Plätze verfügbar sind. 

 

Zuhörer*innen müssen beim Betreten der Stadthalle einen Ausweis vorzeigen und ihren vollen Namen, ihre Adresse und ihre Telefonnummer angeben sowie während der Sitzung zum Schutz vor Infektionen eine MundNasen-Bedeckung tragen. Außerdem ist während der Sitzung sowie beim Betreten und Verlassen der Stadthalle der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zu wahren. 

 

Beim Betreten der Räumlichkeit erfolgt eine Handdesinfektion. Den Zuhörer*innen wird ein Platz zugeteilt.


Zwei Fahrradfahrer mit 3 Promille unterwegs

20.05.2020 / PM

Holzminden. Am Dienstag (19.05.2020), gegen 22:30 Uhr, kontrollierten Beamte des Einsatz- und Streifendienstes der Polizei Holzminden zwei Fahrradfahrer in der Sollingstraße in Holzminden. Grund der Kontrolle waren starke Ausfallerscheinungen beider Fahrradfahrer sowie das Fehlen der Beleuchtungseinrichtungen.

 

Während der Kontrolle stellten die Beamten Alkoholgeruch und eine verwaschene Aussprache bei beiden Männern (22 und 24 Jahre) fest. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab für den Älteren einen Wert von über 3 Promille. Der Jüngere pustete immerhin knapp 3 Promille. Von beiden Personen wurde eine Blutprobe entnommen.

 

Die beiden Männer sind bereits polizeibekannt und mehrfach wegen gleicher Delikte in Erscheinung getreten. Ein Eigentumsnachweis für die Fahrräder konnte nicht vorgelegt werden. Aus diesem Grund wurden die Fahrräder, bis zur Klärung der Eigentumsverhältnisse, sichergestellt.

 

Die mitgeführten Taschen der beiden Männer wurden mit deren Einverständnis durchsucht. Hierbei wurde neben hochprozentigem Alkohol auch zwei Damenhemden in Originalverpackung und eine Wasserpumpenzange aufgefunden. Auch diese Gegenstände wurden beschlagnahmt, da kein Eigentumsnachweis erbracht werden konnte.

 

Aufgrund der starken Alkoholisierung wurden beide Personen - zur Verhinderung weiterer Straftaten sowie zum Schutz der eigenen Person - in Gewahrsam genommen. Den Rest der Nacht verbrachten sie in einer Zelle.


Mitteilung der Polizei

Keine Massenwanderungen am Vatertag

Bis zu 25.000 Euro Bußgeld!

19.5.22 / PM

Am kommenden Donnerstag ist Christi Himmelfahrt. Vor allem für viele Väter ein besonderer Tag, weil dieser kirchliche Feiertag zugleich der Vatertag ist, den es bisher vor allem durch Wanderungen in (Männer-)Gruppen zu feiern galt. Doch verbietet der Erlass der Niedersächsischen Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus noch immer das Wandern in größeren Gruppen, denn Gruppenbildung an öffentlichen Plätzen ist verboten und wird mit einer Geldbuße von maximal 25.000 Euro geahndet.

 

Trotz einer Neufassung des Erlasses hat jede Person (noch immer) physische Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes gehören, auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren (§ 1 Abs. 1). Physische Kontakte zu einer Person außerhalb der eigenen Wohnung sind - unter Einhaltung von 1,5 Metern Mindestabstand - mittlerweile jedoch nicht nur zu einer Person eines fremden Hausstandes, sondern zu der gesamten, in einem Hausstand wohnenden Familie, erlaubt (§2 Abs. 3).

 

Darüber hinaus bleiben öffentliche Veranstaltungen mindestens bis zum Ablauf des 31. August 2020 mit 1.000 oder mehr Teilnehmenden verboten (§ 1 Abs. 6).

 

"Die erwarteten Massenwanderungen am 1. Mai sind ausgeblieben." so die Leiterin Einsatz der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden, Polizeirätin Dilek Baydak-Stadelmann. "Ob das nun dem Wetter geschuldet war, oder der Appell zuhause zu bleiben tatsächlich gewirkt hat, können wir nicht sagen. Wir setzen auf die Vernunft aller Bürgerinnen und Bürger und appellieren eindringlich dazu, sich und andere zu schützen und daher auch am Vatertag auf die jährlichen Massenwanderungen zu verzichten. Nur so können wir vermeiden, dass die Infektionsrate wieder ansteigt."

 

Beamtinnen und Beamte der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden werden am Vatertag, unterstützt von der Bereitschaftspolizei, verstärkt Präsenz zeigen und nicht nur Verstöße in Bezug auf die "Massenwanderungen" konsequent ahnden.

 

Auch der Ordnungsdienst der Stadtverwaltung wird am Vatertag die Entwicklung überwachen und bei Verstößen einschreiten. Es versteht sich von selbst, dass dabei auch das achtlose Wegwerfen von Getränkeverpackungen als Ordnungswidrigkeit verfolgt wird.

 

Oberbürgermeister Claudio Griese appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger: "Bitte zeigen Sie Verantwortung Ihren Mitmenschen gegenüber. Bleiben Sie auch am 21. Mai zu Hause in der Familie. Tragen Sie durch Ihr positives Verhalten dazu bei, eine Verbreitung des Corona-Virus weiter zu verlangsamen."

 

"Die Menschen im Landkreis Hameln-Pyrmont haben sich in der Corona Krise bislang höchst vernünftig verhalten. Ich bin sehr zuversichtlich, dass dies auch am bevorstehenden Himmelfahrtstag so sein wird. Und auch unsere heimische Gastronomie verhält sich in hohem Maße besonnen und verantwortungsvoll", so Landrat Dirk Adomat.

 

Inspektionsleiter Thorsten Massinger: "Ich gehe davon aus, dass das bisher gezeigte, besonnene Verhalten der überwiegenden Mehrzahl der Menschen im Weserbergland auch am Vatertag trägt. Sollten Einzelne diese Besonnenheit nicht an den Tag legen, sind wir da."


Bollerwagentour allenfalls zu zweit

18.05.2020/PM

Kreis Holzminden. Den Vatertag an Christi Himmelfahrt feierlich zu begehen, ist eine mittlerweile gut eingebürgerte Sitte, die laut Wikipedia Vätern in Österreich sogar eine Menge Geschenke einbringt. Dass der Tag hierzulande ausschließlich mit einer feuchtfröhlichen Wanderung begangen wird, hängt womöglich nicht zuletzt auch mit der Tatsache zusammen, dass viele der Feiernden ihre Elternschaft noch vor sich haben. Doch egal, ob das stimmt oder nicht: In diesem Jahr sind die Regeln aufgrund der Pandemie geändert. Falls die Feier nicht ernüchternd enden soll, muss sich an veränderte Regeln gehalten werden.    

 

Eine Änderung der Regeln speziell für den öffentlichen Raum hat es bisher trotz guter Zahlen speziell im Landkreis Holzminden noch nicht gegeben. Die Eindämmung des Virus hat weiter Vorrang, durch die weitreichenden Lockerungen droht momentan immer noch eine zweite Welle an Neuinfektionen, die Gesundheitsamt, Krankhaus und Ärzt*innen schnell überfordern könnte. 

 

Nach der niedersächsischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 8. Mai sind Kontakte mit Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, weiterhin auf ein Minimum zu reduzieren. Verhaltensweisen, die das Abstandsgebot gefährden, bleiben untersagt. Insbesondere Gruppenbildungen, Picknick und Grillen sind danach strikt verboten, höchstens zwei Personen, die nicht zusammen wohnen, dürfen gemeinsam unterwegs sein. 

 

Für die obligatorische Bollerwagentour heißt das, dass diese in diesem Jahr wohl besser nicht angetreten werden sollte oder eben allenfalls zu zweit. Denn Polizei und Ordnungsämter haben zu Himmelfahrt ihre Einsatzkräfte noch einmal verstärkt und sind gehalten, Verstöße gegen die Corona-Regeln mit Ordnungsgeldern ab 150,- Euro zu ahnden.  


Kreisverwaltung am Freitag, den 22.05.2020 geschlossen

18.05.2020/PM

Kreis Holzminden. Die Kreisverwaltung einschließlich aller Nebenstellen (auch der Bereich Straßenverkehr) bleibt nach Himmelfahrt am Freitag, den 22.05.2020 geschlossen.  

Für den Fall der Kindeswohlgefährdung ist ein Bereitschaftsdienst eingerichtet. Bitte wenden Sie sich an die Polizei Holzminden 0 55 31/95 8 - 0. 

Bei Notfällen im Bereich Gesundheits- und Verbraucherschutz oder der Tiergesundheit können die im örtlichen Telefonbuch für Notfälle abgedruckten Telefonnummern weiter in Anspruch genommen werden. 

Das Entsorgungszentrum und die Wertstoffsammelplätze sind zu den üblichen Öffnungszeiten erreichbar. 

Wir bitten um Verständnis und Beachtung. 


Landtagsstammtisch mit Uwe Schünemann am 20. Mai live im Internet

14.05.2020 / PM

Kreis Holzminden. In diesen Tagen kehrt in Niedersachsen wieder ein Stück Normalität zurück - auch politisch. Die erste ordentliche Sitzung des Landtags seit dem Beginn der Pandemie standendnoch großenteils unter dem Vorzeichen der Corona-Krise und ihren Auswirkungen.Mit einem fünfstufigen Plan hat Niedersachsen als erstes Bundesland einen Gesamtfahrplan für den Weg aus dem Lock-Down aufgezeigt und bereits zahlreiche Lockerungsmaßnahmen umgesetzt. Der turnusmäßige Stammtisch vor Ort des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann ist allerdings unter den gewohnten Voraussetzungen noch nicht wieder möglich. Die beliebte Diskussionsrunde fällt dennoch nicht aus, sondern wird am Mittwoch, den 20. Mai 2020 im Internet stattfinden. Ab 19:00 Uhr stellt sich der Abgeordnete auf „Facebook LIVE“ Ihren Fragen, die sowohl den gesamten Themen-komplex „Corona“ als auch alle anderen politischen Entwicklungen betreffen können.Ihre Fragestellungen und Anregungen richten Sie gerne am 20. Mai live an Uwe Schünemann oder vorab an das Wahlkreisbüro unter der Mailadresse buero@uwe-schuenemann.de oder der Telefonummer 0151 17900986.


Ein Ratgeber mit Tipps für den klimafreundlichen Alltag und Gutscheinen für die Region 

Erstes Klimasparbuch für die Region 

05.05.2020 / PM

Kreis Holzminden. Zeigen, wie einfach es sich umweltfreundlich in der Region leben lässt, welche nachhaltigen Initiativen es gibt und wo man ökologisch und fair genießen kann, soll das erste Klimasparbuch. Die Neuerscheinung der drei Landkreise informiert darüber, wer vor Ort nachhaltige Produkte oder Dienstleistungen anbietet. Auf rund 130 Seiten gibt der kostenlose, handliche Ratgeber praktische Tipps für klimafreundliches Handeln in den Bereichen essen und genießen, einkaufen, unterwegs sein, schöner wohnen, ökologisch bauen und renovieren. Passend dazu finden die Leser rund 50 Gutscheine zum Ausprobieren. – Zusammengestellt schon vor den Geschäftsschließungen und jetzt mit der Hoffnung, dass auch bald alle eingelöst werden können. 

Das Klimasparbuch ist ein Ergebnis der Zusammenarbeit der Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg im Rahmen ihrer Klimaschutzinitiative. Herausgegeben wurde der Ratgeber von der Klimaschutzagentur Weserbergland mit großzügiger Förderung der Deutschen Postcode Lotterie. „Klimaschutz beginnt dort, wo wir leben, arbeiten und unsere Freizeit verbringen. Darum wenden wir uns mit diesem Ratgeber unmittelbar an die Privathaushalte“, erläutert Andreas Manz, Wirtschaftsförderungsdezernent des Landkreises Hameln-Pyrmont das kommunale Engagement. „Wir wollen deutlich machen, wie ökologisch unsere Wirtschaft aufgestellt ist.“ 

Darüber hinaus bietet das Klimasparbuch neben überraschenden und einfach umzusetzenden Tipps für mehr Klimaschutz im Alltag, 51 attraktive Gutscheine von ökofairen Geschäften und für klimafreundliche Dienstleistungen vor Ort – vom gratis Schnupper-Fahrschein für die Öffis bis hin zur kostenlosen Teilnahme an einer Vogelstimmenwanderung. Die Holzmindener Wirtschaftsförderin Frau Dr. Klüber-Süßle ergänzt: „Das vorliegende Klimasparbuch hilft Alltag und Freizeit ökologischer zu gestalten.“

Was wir essen, was wir kaufen, wie wir uns fortbewegen, wie wir wohnen – viele alltägliche Entscheidungen haben Einfluss auf die Menge der klimawirksamen Emissionen, die in die Atmosphäre gelangen. Mit dem „Gewusst wie“ lässt sich viel Energie sparen und Genuss gewinnen. „Mit der Nutzung der vielen Gutschein-Angebote und Ideen können Sie Ihr Leben klimafreundlicher und nachhaltiger gestalten und dabei auch noch etwas sparen!“, betont Horst Roch, der Klimaschutzmanager für den Landkreis Schaumburg den praktischen Aspekt der Publikation. „Das Buch lädt dazu ein, die Angebote in der Region zu entdecken“, fasst die Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Weserbergland, Anja Lippmann-Krüger, zusammen. „Jeder Interessierte findet hier die wichtigsten Ansprechpartner in Sachen Klimaschutz und Beratungsgutscheine zu allen energetischen Sanierungsmöglichkeiten.“

Kostenlos zu beziehen ist das Klimasparbuch über die Kreisverwaltungen 

Dr. Linda Hartmann, klimaschutzmanagement@landkreis-holzminden.de, Telefon: 05531 707-117


Schulanmeldungen jetzt vornehmen!

03.05.2020 / PM

Kreis Holzminden. Auch wenn die Schule im Moment noch nicht komplett für alle Schüler wieder angelaufen ist, sind die Planungen für das nächste Schuljahr schon in vollem Gange. Eltern, deren Kinder im Herbst auf eine weiterführende allgemeinbildende Schule in die fünfte Klasse wechseln, sollten sich jetzt um die Anmeldung kümmern. Anmeldeformulare von den Internetseiten der jeweiligen Schulen heruntergeladen werden. Für eine persönliche Anmeldung gibt es bestimmte Zeitkorridore.

 

Mit Ausnahme der Oberschule Delligsen – dort beginnt der Anmeldezeitraum schon am kommenden Montag und geht bis Mittwoch - können die Anmeldeunterlagen überall im Landkreis ab Montag, den 11. Mai bis Mittwoch, den 13. Mai in den weiterführenden Schulen abgegeben werden. Grundsätzlich muss für einen persönlichen Besuch jedoch vorher ein telefonischer Termin mit den jeweiligen Sekretariaten abgestimmt werden. 

 

Besser ist allerdings in Coronazeiten der kontaktlose schriftliche Weg. Alle Informationen für die einzureichenden Formulare finden sich auf den jeweiligen Homepages der Schulen. Auf jeden Fall mitgeschickt werden müssen das ausgefüllte Anmeldeformular und das Halbjahreszeugnis aus der vierten Klasse der Grundschule in Kopie. Nicht vergessen werden sollte auf jeden Fall, dass den Grundschulen nach erfolgter Anmeldung auch noch mitgeteilt werden muss, auf welche weiterführende Schule das Kind nach den Sommerferien dann geht.   


Kinder in Coronazeiten: Nicht wegschauen – helfen!

30.04.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die Tür ist zu, Schule oder Kitabesuch vielleicht immer noch in weiter Ferne und auch sonstige Kontakte zu Freunden oder Freundinnen gänzlich abgeschnitten. Kinder oder Jugendliche, die durch Gewalt oder Missbrauch gerade auch im familiären Bereich gefährdet sind, haben im Moment noch weniger Chancen, dass ihre Situation wahrgenommen wird. Umso mehr bedarf es einer erhöhten Aufmerksamkeit durch Menschen in ihrer näheren Umgebung. Eine bundesweite Plakataktion, die derzeit auch im Raum des Landkreises Holzminden verteilt wird, soll diese Wahrnehmung schärfen.  

 

Die berechtigte Sorge, dass durch die Maßnahmen zu Eindämmung der Coronainfektionen speziell auch Kinder und Jugendliche leiden und im häuslichen Umfeld stärker gefährdet sein könnten, hat den Bundesbeauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs dazu veranlasst, Materialien zur Verfügung zu stellen, mithilfe derer die Bevölkerung noch einmal sensibilisiert werden soll. Mit Plakaten, aufgehängt in Supermärkten, Apotheken oder Arztpraxen, und mit Flyern wird dafür geworben, nicht wegzuschauen oder zu –hören, wenn es vielleicht in der Nachbarschaft in Anwesenheit von Kindern zu Streitigkeiten kommt oder die Kinder selbst einen psychisch besorgniserregenden Eindruck vermitteln. Entsprechende weiterführende Kontaktadressen sind auf dem Infomaterial zu finden. Der Bereich Frühe Hilfen des Landkreises Holzminden unterstützt derzeit diese Aktion und verteilt überall im Landkreis die Infos.      

 

Auf der Homepage des Landkreises Holzminden unter dem Menüpunkt Frühe Hilfen sind darüber hinaus auch noch weitere Kontaktadressen mit Hilfsangeboten speziell auch für Probleme in Coronazeiten zu finden. Unter der Internetadresse www.kein-kind-alleine-lassen.de lassen sich überdies weitere Materialien und Tipps vom Bundesbeauftragten herunterladen.  


Erziehungsberatung versucht für Eltern, Kinder und Jugendliche Leitlinien zu bieten

Sch… Corona“: Mit Kindern gegen das unsichtbare Virus

27.04.2020/PM

Kreis Holzminden. Corona hat für uns alle die Struktur unseres Alltagslebens durcheinandergebracht. Krippen, Kindertagesstätten und Schulen sind seit Wochen geschlossen, ein Großteil unserer Kinder und Jugendlichen wird voraussichtlich bis zu den Sommerferien Zuhause bleiben müssen. Was sich zu Beginn für manchen Schüler wie unverhoffte Ferien anfühlte, kann nun in vielen Familien schwierig werden. Und das nicht nur angesichts zur klärender Fragen hinsichtlich der Betreuung oder wegen der steigenden finanzieller Sorgen der Eltern. Die Erziehungsberatung versucht dabei zu helfen.

 

Für manche Kinder, so erleben es die Mitarbeiter*innen der Holzmindener Erziehungsberatungsstelle, bleibt Corona unverständlich. Denn die meisten sind bislang weder mit Erkrankungsfällen konfrontiert worden, noch können sie das Virus sehen. Das hat Folgen: Während Jugendliche oftmals mit eher lockerer Haltung reagieren – „Ich gehöre nicht zur Risikogruppe und bin ja fit“ -, kann das Virus für Kinder einen Bedrohungscharakter annehmen, dem sie sich hilflos gegenübersehen. Sie spüren hinter den Alltagsveränderungen eine lauernde Gefahr, erleben gleichzeitig aber auch all diejenigen Widersprüchlichkeiten, denen tagtäglich im Zusammenhang mit der Ausnahmesituation zu begegnen ist. 

 

Für die Erwachsenen entwickelt sich daraus ein Erklärungsnotstand: Wie erkläre ich beispielsweise meinem Kind, warum es nicht mit seinen Freundinnen und Freunden spielen kann, während sich das Nachbarskind „wie früher“ draußen mit anderen Kindern trifft? Warum nimmt Papa mich zum Einkaufen nicht mit, während die Nachbarskinder von ihren Eltern auf den Einkaufsbummel mitgenommen werden? Warum dauernd Hände waschen, wenn die doch gar nicht schmutzig sind…?

 

Mit Fragen wie diesen befasst sich das Team der Erziehungsberatung im Landkreis Holzminden, um unterstützend zu beraten. Im Austausch mit den betroffenen Familien wird geklärt, wie mit vermeintlichen und manchmal auch tatsächlichen Ungereimtheiten umgegangen werden kann, wie sich ein für alle sinnvoller Tagesrhythmus finden und der veränderte Alltag sich strukturiert und nachvollziehbar organisieren lässt.

 

„Im Familienalltag kommt es darauf an, gemeinsame Ankerpunkte zu setzen um sich untereinander zu besprechen, sagt Martin Pfeffer, im Landkreis als Bereichsleiter für die Erziehungsberatung zuständig. Das könnten die Mahlzeiten sein, so Pfeffer, oder Spielrunden, in denen dann die Alltagserfahrungen aufgegriffen und bewertet würden.

 

Wichtig für die Kinder, das betonen alle Familienberater*innen, sind klare Antworten der Erwachsenen darauf, warum ungeachtet der Verhaltensweisen anderer die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Viruseindämmung nötig sind. „Wir als Eltern sind dafür da, unsere Kinder zu schützen, deshalb handeln wir so und nicht anders“, unterstreicht Martin Pfeffer die grundsätzliche Argumentationslinie. Es gebe Gefahren, die man eben nicht sehen könne, wie z.B. dieses Corona Virus. Deshalb gelte es, vorsichtig zu sein, sich oft die Hände richtig zu waschen und Abstand zueinander zu halten.

 

Eher kritisch sehen die Berater*innen, wenn Kindern mit Konsequenzen oder gar Strafen gedroht wird. „Wenn du nicht dies oder das tust, wirst du krank, ist eine heikle Formulierung“, unterstreicht Pfeffer. Denn das hemme eher und löse womöglich sogar Ängste aus, die nicht an ein konkretes Erleben gebunden seien. In anderen Fällen widerspreche es der aktuellen Lebenssituation des Kindes komplett. „Das können wir zurzeit gut an Jugendlichen und Erwachsenen sehen, die sich nicht zur Risikogruppe zählen und glauben, ihnen werde schon nichts passieren“, so der Experte. Da prallten dann Warnungen und Sicherheitshinweise am überzogenen Selbstbewusstsein und mangelnder Sensibilität ab.

 

Die Erziehungsberatungsstelle des Landkreises steht Familien in allen Fragen um Corona sowohl telefonisch und ab Mai auch wieder im persönlichen Gespräch zur Verfügung, um schwierige familiäre Situationen zu besprechen und gemeinsam Lösungen zu suchen. Ein klärendes Gespräch kann beruhigen, entschärfen, Mut machen oder einfach nur trösten. Dafür setzen sich die Mitarbeitenden der Beratungsstelle gern ein.

 

Zu erreichen ist die Beratungsstelle montags bis donnerstags in den Zeiten von 9:00 - 12:00 Uhr und von 14:00 - 16:00 Uhr und am Freitag in der Zeit von 9:00 – 12:00 Uhr unter der Telefonnummer 0 55 31- 707 233.


v.l. Ralf Knocke (Hausmeister in der Kreisverwaltung), Elvira Wollenburg (Bereichsleiterin für den Inneren Service) und Dr. Linda Hartmann (Klimaschutzmanagerin im Landkreis Holzminden) freuen sich über das neue Lastenfahrrad
v.l. Ralf Knocke (Hausmeister in der Kreisverwaltung), Elvira Wollenburg (Bereichsleiterin für den Inneren Service) und Dr. Linda Hartmann (Klimaschutzmanagerin im Landkreis Holzminden) freuen sich über das neue Lastenfahrrad

Roter Transporter auf zwei Rädern

Fuhrpark der Kreisverwaltung mit neuem E-Lastenfahrrad

24.04.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die Fortbewegungsmöglichkeiten für Kreisverwaltungsmitarbeiter werden immer klimafreundlicher. Nach der Anschaffung eines Elektroautos und zweier erdgasbetriebenen CNG-Autos im letzten Jahr wurde der Fuhrpark jetzt auch noch mit einem speziellen Lastenfahrrad erweitert. Der zweirädrige Transporter ergänzt damit die Fahrradflotte des Landkreises, in der sich schon zwei normale Dienstfahrräder und zwei E-Bikes befinden. Finanziert wurde das ebenfalls mithilfe eines Elektromotors unterstützte Lastenfahrad durch Geldmittel des Bundesverkehrsministeriums mit einer Förderquote von 90%. 

 

Rund 5.000 Euro hatte die Klimaschutzmanagerin des Landkreises Holzminden, Dr. Linda Hartmann, in ihrem umfangreichen Antrag zur Förderung des Betrieblichen Mobilitätsmanagements vor eineinhalb Jahren reserviert. Mit der Bewilligung des Gesamtpaketes in Höhe von 330.000 Euro konnte neben der Umstrukturierung des motorisierten Fuhrparks dann auch in die „Drahtesel-Armada“ neu investiert werden. Denn speziell auf den Kurzstrecken war in Sachen Klimaschutz in der Kreisverwaltung noch eine Menge Luft. „Vorher wurden kürzere Wege meist mit privaten, dienstlich anerkannten PKW´s zurückgelegt“, erklärt Hartmann. Mit der Aufnahme der Fahrräder in den normalen Bestand des Fuhrparks, hat sich das mittlerweile geändert. Die Räder werden wie Dienstautos auch mit Fahrtenbuch und Schlüsselausgabe übergeben. 

 

Mit dem jetzt angeschafften mattroten i:SY Cargo N3.8 ZR-Lastenrad sollen dann künftig vor allem Post- und Papiertransporte zwischen den einzelnen Liegenschaften des Landkreises, beispielsweise von der Kreisverwaltung zum Schloss Bevern, erledigt werden. Aber auch ein schneller Reparaturdienst ist damit möglich, denn in der im vorderen Bereich des Rades installierten grauen Transportbox passen  immerhin bis zu 80 Kilo an Material. „Da kann ich auch mein Werkzeug gut mitnehmen, um das eine oder andere in den Nebengebäuden wieder in Ordnung zu bringen“, freut Ralf Knocke, einer der Hausmeister der Kreisverwaltung, sich. 

 

Das Lastenfahrrad sei ein weiterer wichtiger Baustein zur Umsetzung der schon seit 2012 verfolgten Klimaschutzziele des Landkreises, ist sich Dr. Linda Hartmann sicher. Und ergänzt sogleich, dass der nächste schon geplant sei. „Im Herbst wird noch ein weiteres CNG-Fahrzeug den Fuhrpark ergänzen“, so Hartmann, dann sind wir wieder einen Schritt weiter.“          

 


Rathäuser und Kreisverwaltung ab 4. Mai wieder mit Kundenverkehr 

23.04.2020 / PM

Landkreis Holzminden. Der Landrat des Landkreises Holzminden und die Bürgermeister*innen aller Samtgemeinden, des Fleckens Delligsen sowie der Stadt Holzminden haben sich in einer Videokonferenz auf eine gemeinsame Wiedereröffnung ihrer Verwaltungen für den Publikumsverkehr geeinigt. Ziel ist es, unter Berücksichtigung bestmöglicher Schutzvorkehrungen die Kontaktbegrenzungen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus schrittweise wieder zu lockern. Ab Montag den 4. Mai sollen die Türen der Verwaltungen innerhalb der jeweils geltenden Öffnungszeiten ggf. mit gewissen Einschränkungen  geöffnet werden. Achten Sie auf entsprechende Aushänge in den Gebäuden.

 

Um in den Behörden entsprechende Abstandregeln und Schutzmaßnahmen zu gewährleisten, befinden sich noch etliche Mitarbeiter*innen im Homeoffice. Für die schnelle und vor allem sichere Erledigung der Angelegenheiten ohne Wartezeiten ist daher weiterhin eine vorherige  Terminvereinbarung geboten. Natürlich sind innerhalb der Ämter auch dieselben Abstandsregeln und Hygienevorschriften wie überall sonst in der Öffentlichkeit einzuhalten (gebotener Mindestabstand von 1,50 Meter, Handdesinfektion, Mund-Nasen-Schutzmasken). Einen Mund- und Nasenschutz hier wie überall zu tragen, empfiehlt sich allemal bzw. wird in der Kreisverwaltung mit seinen Nebengebäuden vorausgesetzt. Und wie schon in den vergangenen Wochen praktiziert, lassen sich auch weiterhin etliche Dinge über E-Mail oder das Telefon organisieren. „Wir sollten nicht in den Fehler verfallen und einfach in die üblichen Verfahrensweisen der Vorcorona-Zeiten zurückfallen,“ kommentiert Landrat Michael Schünemann die Entscheidung aller Hauptverwaltungsbeamten des Landkreises, „wir möchten in größtmöglichen Maß für unsere Bürger*innen da sein, aber auch mit der gebotenen Vorsicht.“  

 


AWH: Grüngutannahme läuft ab Montag wieder an

23.04.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die Abfallwirtschaft Holzminden hatte im März wegen der Corona-Pandemie fünf kleinere Wertstoffsammelplätze geschlossen und die Grüngutannahme an allen anderen Standorten ausgesetzt. Der Schutz des AWH-Personals und aller Kunden waren der Anlass für diese Maßnahmen. Ab Montag, den 27.04. soll es jedoch zumindest an den größeren Sammelstellen der AWH wieder losgehen.

 

Inzwischen werden die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Pandemie allgemein gelockert und auch die AWH will ihren Service wieder schrittweise aufnehmen. Die kleineren Standorte sollen dabei weiterhin geschlossen bleiben, da dort die notwendigen Abstandsregeln nur schwer einzuhalten sind. Auch arbeiten dort überwiegend ältere Mitarbeitende.

 

Den Service der Grüngutannahme will die AWH unter Auflagen aber zumindest an den größeren Standorten für Kunden wieder anbieten. So wird in Holzminden, Bodenwerder und Delligsen ab dem 27.04.2020 in der Zeit von 9:00 bis 15:00 Uhr und an den Wochentagen Montag bis Freitag wieder Grüngut angenommen. 

 

Folgende Einschränkungen sind dabei aber zu beachten:

 

Die Menge an Grüngut ist auf einen Kubikmeter je Anlieferung begrenzt.

Die Abrechnung der Gebühr erfolgt nur nach Pauschalen (2,-/6,-/16,-/20,-  Euro).

Das Geld soll möglichst abgezählt bereitgehalten werden.

Jedes Fahrzeug darf nur mit maximal zwei Personen besetzt sein.

Das Verlassen des Autos ist nur nach Aufforderung durch AWH-Personal erlaubt.

Weitere Abfälle/Materialien werden bei dieser Anlieferung nicht angenommen.

Schutzmaßnahmen zur Infektionseindämmung sind einzuhalten.

 

Grundsätzlich müssen alle Kunden damit rechnen, dass es zu Wartezeiten kommen wird. Die AWH bittet dafür um Verständnis und um Mitwirkung der Kunden.

 


Bewerbung für „Grüne Hausnummer“ startet ab sofort

Auszeichnung für besonders energieeffiziente Häuser

16.04.2020 / PM

Kreis Holzminden.  Hauseigentümer in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden, die schon früh an die Zukunft gedacht und ihr Wohnhaus besonders energieeffizient gebaut oder saniert haben, können sich ab sofort um die Auszeichnung „Grüne Hausnummer“ bewerben. Neben einer Urkunde gibt es eine individuelle grüne Hausnummer zum Anbringen am Haus. Die ‚Grüne Hausnummer‘ ist ein Kooperationsprojekt der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen und der Klimaschutzagentur Weserbergland.

„Wir wollen gute Beispiele sichtbar machen, denn sie regen zum Nachahmen an. Sie machen Lust darauf, das eigene Heim zu modernisieren und fit für die Zukunft zu machen. Denn das Engagement jeder und jedes Einzelnen ist ausschlaggebend, um unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Machen Sie mit und zeigen Sie sich mit der ‚Grünen Hausnummer‘ als energie- und klimaschutzbewusste Hauseigentümer!“, ruft Anja Lippmann-Krüger, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Weserbergland, zum Mitmachen auf.

Lothar Nolte, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, ergänzt: „In den vergangenen Jahren konnten wir so in ganz Niedersachsen über 800 ‚Grüne Hausnummern‘ vergeben. In den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden sind es knapp 30.“

Der Bewerbungsbogen mit Details zu den Teilnahmekriterien kann heruntergeladen werden unter www.klimaschutzagentur.org/gruene-hausnummer. „Das lässt sich gut von zuhause aus erledigen“, ermutigt Maren Scheffler, Ansprechpartnerin bei der Klimaschutzagentur Weserbergland. Die Auszeichnung erfolgt im Weserbergland unter den ersten 50 Hauseigentümern, die sich erfolgreich beworben haben und die Kriterien erfüllen. Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2020.

Unter den Ausgezeichneten werden auch drei für die Teilnahme am Landeswettbewerb ausgewählt. „Wir sind stolz, dass letztes Jahr ein unter Denkmalschutz stehendes Fachwerkhaus aus dem Jahr 1551 in der historischen Altstadt von Hameln mit einem dritten Platz ausgezeichnet wurde,” so Maren Scheffler. Bewerber*innen wenden sich für Rückfragen zum Bewerbungsverfahren derzeit am besten per E-Mail an Frau Scheffler unter scheffler@klimaschutzagentur.org. Interessenten können auch gerne per E-Mail um Rückruf bitten.

In privaten Haushalten werden rund 85 Prozent des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser benötigt. Das Einsparpotenzial durch Sanierung der Gebäudehülle und -technik ist also groß. Umso mehr freut sich Anja Lippmann-Krüger über die bereits vielen guten Beispiele aus der Region und hofft auch in diesem Jahr auf eine große Beteiligung am Wettbewerb. Das Projekt ‚Grüne Hausnummer‘ ist Bestandteil des Masterplans ‚100% Klimaschutz‘ für die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg.

 

Tippelt: Tourismuswirtschaft in Niedersachsen braucht eigenen Rettungsfonds

14.04.2020 / PM

Niedersachsen.  Niedersachsen ist ein begehrtes Reiseland und beliebtes Ziel von Touristinnen und Touristen. Im letzten Jahr wurden erstmals mehr als 46 Millionen Übernachtungen und über 15,4 Millionen Gäste aus dem Inund Ausland gezählt. Damit rangiert Niedersachsen bundesweit auf dem vierten Platz. 

 

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat unmittelbare, einschneidende und existenzbedrohende Auswirkungen auf die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen. „Viele kleine und mittelständische Reiseunternehmer sowie Betriebe der Hotellerie und Gastronomie stehen mit dem Rücken zur Wand“, erklärt Sabine Tippelt, tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. 

 

Die weltweite, pandemiebedingte Reisewarnung führe dazu, dass nahezu alle Reisen und Übernachtungen storniert wurden und Neubuchungen aus Unsicherheit über die weitere Ausbreitung der Pandemie seit Wochen nicht mehr getätigt wurden. Erst kürzlich hat die EU-Kommissionschefin von der Leyen davon abgeraten, frühzeitig den Sommerurlaub zu buchen, da verlässliche Vorhersagen zur Corona-Entwicklung derzeitig nicht zu treffen seien. Reiseanbieter sind gesetzlich verpflichtet, den Verbraucherinnen und Verbrauchern ihre bereits getätigten Zahlungen innerhalb von 14 Tagen zurückzuerstatten. Gleichzeitig werden die zur Kompensation dringend benötigten Rückforderungen von Hotels oder 

 

Reisedienstleistern nicht erfüllt, sodass das größte Risiko bei den Reiseanbietern liegen bleibt. Durch den massiven Liquiditätsausfall geraten die Reiseunternehmen in einen Strudel, aus dem sie sich weder mit Zuschüssen des Landes noch durch Kredite oder Bürgschaften befreien können. Laut Aussage des Bundesverbandes Allianz selbständiger Reiseunternehmen (ASR) droht rund 75 Prozent der Unternehmen bis Ende April der schmerzhafte Weg in die Insolvenz. 

 

„Gerade in Deutschland gehört die Tourismusbranche zu den ökonomischen Schwergewichten und mit rund drei Millionen Arbeitsplätzen zu den größten Arbeitgebern im Land“, so die SPD-Politikerin Sabine Tippelt. Daher fordert sie, dass das komplexe Kartenhaus aus Reiseveranstaltern, Leistungserbringern, Hotels, Online-Anbietern oder auch digitalen Infrastrukturdienstleistern in der aktuellen Krise nicht zusammenbrechen darf. Wichtig sei zudem, dass „auch nicht-gewerbliche Vermieter von Unterkünften, die durch Corona in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, Zugang zu Liquiditätshilfen erhalten können“, so Tippelt weiter. 

 

Die SPD-Landtagsfraktion appelliert an den niedersächsischen Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann, sich zur Rettung der gesamten Tourismusbranche für einen gesonderten Rettungsschirm auf Bundesebene einzusetzen. Hierüber muss es Reiseunternehmen und Dienstleistern ermöglicht werden, Rückzahlungen an ihre Kunden auszulagern und gleichzeitig Forderungen gegenüber Leistungsträgern abzutreten. 

 

Die Vorteile eines Rettungsfonds fasst Sabine Tippelt in drei Punkten zusammen: „Einerseits kann ein Rettungsfonds die vielen Arbeitsplätze innerhalb der Reisewirtschaft schützen und die dringend benötigte Tourismusinfrastruktur in Niedersachsen und Deutschland erhalten. Andererseits bedeutet die Rettung von Reiseunternehmen auch oftmals die Rettung von angegliederten Busunternehmen. Würden diese vom Markt verschwinden, könnten vielerorts die Schülerverkehre und die lokale Infrastruktur nicht mehr gewährleistet werden. Weiterhin: Nach der hoffentlich bald überstandenen Coronakrise sehnen sich viele Menschen nach einer Urlaubsreise – ohne Infrastruktur wird dies schlicht weg nicht mehr möglich sein!“ 

 


Landkreis sucht Freiwillige für Unterstützung medizinischen Fachpersonals

10.04.2020 / PM

Landkreis Holzminden. Um die medizinische Versorgung weiter auf hohem Niveau zu halten, sucht der Landkreis Holzminden Menschen, die sich freiwillig als Hilfskräfte zur Verfügung stellen. Ziel ist es, alle vorhandenen Gesundheitseinrichtungen wie etwa Seniorenheime und auch mobile Pflegedienste, aber auch eventuell das Gesundheitsamt, Arztpraxen oder das Krankenhaus im Bedarfsfall zu entlasten.   

 

Die Corona-Pandemie hat das im Landkreis tätige medizinische Personal bisher schon vor extreme Herausforderungen gestellt. Während einige Kräfte als Kontaktpersonen ausfielen, mussten alle anderen unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen weiter arbeiten. Die medizinischen Kräfte haben das bisher größtenteils mit großem Engagement bravourös bewerkstelligt. Falls die Pandemie jedoch sich jedoch auch im Landkreis weiter ausbreitet, sind Hilfskräfte als Unterstützung und gegebenenfalls Ersatz dringend erforderlich. 

 

Wer also grundlegende medizinische Fachkenntnisse besitzt, vielleicht schon mal im Pflegebereich gearbeitet hat oder Zivildienstleistender in dem Bereich ist und unter Umständen wegen der Pandemie beurlaubt wurde, kann sich beim Landkreis gern mit seinem Hilfsangebot melden. 

   

Auf der Homepage des Landkreises unter dem Corona-Informationsbereich kann sich jeder registrieren, der über entsprechende Kenntnisse verfügt und im Moment Zeit hat. 

 

www.landkreis-holzminden.de/HilfefuerMedizinundPflege

 


Keine Kleinfeuer und keine Osterfeuer!

09.04.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die Untere Abfallbehörde und der Bereich Sicherheit und Ordnung des Landkreises weist aus gegebenem Anlass noch einmal darauf hin, dass über die Osterfeiertage keinerlei Feuer erlaubt sind. Während landesweit sowieso schon alle Osterfeuer abgesagt wurden, ist im Landkreis Holzminden darüber hinaus auch das kontrollierte Abbrennen ohne Publikum untersagt. Kleinfeuer sind ohnehin schon seit Jahren verboten, Ausnahmegenehmigungen werden derzeit nicht erteilt. 

 

Die Kreisbehörde folgt damit einem ausdrücklichen Wunsch der Kreisfeuerwehr, die das vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zum Schutz der freiwilligen Ortsfeuerwehren im Krisenstab für außergewöhnliche Ereignisse angeregt hatte. Polizei und Ordnungsämter werden auf die Einhaltung dieses Verbotes während der Osterfeiertage besonders achten und bei Verstößen gegebenenfalls auch Bußgelder verhängen. 

 

Von der Regelung ausgenommen sind kleinere Feuerschalen, die im engeren Familienkreis unter Einhaltung des Abstandsgebotes auf dem eigenen Grundstück angezündet werden dürfen. Trockenheit und Wind haben in den letzten Wochen erneut zu ausgetrockneten Bodenoberflächen geführt. Insofern ist auch beim kontrollierten Abbrennen in einer Schale höchste Vorsicht geboten. Deshalb ist zu beachten, dass diese im Bedarfsfall auch 


Elf weitere Personen positiv gemeldet

09.04.2020 / MZ 

Kreis Holzminden. Heute meldet der Landkreis Holzminden, dass weitere 11 Personen positiv getestet worden sind. damit steigt die Gesamt auf 91 Personen. Stabil bleibt dagegen die Zahl der genesenen Personen bei 42.

Es ist zu einem zweiten Todesfall gekommen, der nach Maßstäben des Robert-Koch-Institutes statistisch zu den Coronatoten gerechnet wird.

Die Todesursache ist jedoch in diesem Fall eine andere gewesen, ein routinemäßiger Abstrich hat jedoch ergeben, dass die Person positiv war.


Bürgertelefon auch am Ostersonnabend und -montag geschaltet

08.04.2020 / PM 

Kreis Holzminden. Das vom Landkreis Holzminden ins Leben gerufene Bürgertelefon, über das wichtige Fragen zur Corona-Pandemie geklärt werden können, ist sowohl am Ostersonnabend als auch am Ostermontag vormittags besetzt. An beiden Tagen stehen die Berater und Beraterinnen unter der Telefonnummer 0 55 31 – 707 700 jeweils von 10 bis 14 Uhr für Fragen rund um den Umgang mit bzw. die Folgen der Corona-Pandemie zur Verfügung. 

 

Und auch wenn die Sorgen überhand nehmen sollten, kann der Telefonservice helfen. Dem Bürgertelefon nachgeschaltet ist mittlerweile eine Seelsorge-Hotline, an die die Telefonist*innen im Bedarfsfall gern weiterleiten. 

 

Für akute gesundheitliche Problemfragen bleibt weiterhin die 116 117 die wichtigste Nummer. Unter dieser Nummer ist der ärztliche Bereitschaftsdienst auch außerhalb der normalen Sprechstundenzeiten von Arztpraxen für medizinischen Rat zu erreichen.   

 


Geänderte Verordnung zu sozialen Kontakten tritt am Mittwoch in Kraft.

07.04.2020 / PM Uwe Schünemann

Kreis Holzminden.  Weiterhin gilt, dass physische Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren sind. Auch zu Ostern dürfen Besuche nur in einem sehr kleinen Kreis stattfinden. Grillfeste müssen in diesem Jahr unterbleiben.

Für Beerdigungen ist die Einschränkung auf engste Familienangehörige entfallen. Die Höchstgrenze sei aber bei 10 Personen geblieben. Die vollautomatischen Waschanlagen können ab Mittwoch wieder genutzt werden.

Grundsätzlich zeigen die bisher getroffenen Maßnahmen die erhoffte Wirkung. Der Infektionsverlauf konnte eingebremst werden. Ziel bleibt, dass für jeden intensiv zu behandelnden Patienten auch ein entsprechender Krankenhausplatz zur Verfügung gestellt werden kann. Dazu muss der Anstieg der Corona- Infizierten noch weiter abnehmen. Ob der Zeitpunkt für Lockerungen bereits nach Ostern gekommen ist, wird die Landesregierung nach einer Konferenz der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am 14. April im Einklang mit allen Bundesländern entscheiden.

 


Corona-Beschränkungen zu Ostern

Osterfeuer und Kleinfeuer - Sperrung touristischer Ziele - Motorradtourismus

06.04.2020 / PM

Kreis Holzminden.  Niedersachsen und speziell auch der Landkreis Holzminden sind, was die Anzahl der Neuinfektionen und die Ausbreitung des Virus insgesamt betrifft, auf einem guten Weg. Doch das ist vor allem auf ein hohes Maß an Selbstverantwortung der Bevölkerung und auf die teilweise recht strikten Regeln zurückzuführen. Die Osterfeiertage werden jedoch noch einmal eine große Herausforderung, weil das einzuhaltende Abstandsgebot sich kaum mit den vielen liebgewonnenen Freizeitaktivitäten verträgt. Hier noch einmal ein paar Beschränkungen, die es einzuhalten gilt.

Osterfeuer und Kleinfeuer  

Der Winter vertreibt sich glücklicherweise von selbst, denn dieses Jahr kann mit dem traditionellen Osterfeuer nicht nachgeholfen werden. Sämtliche Brandgenehmigungen für die sogenannten Brauchtumsfeuer sind in diesem Jahr von den zuständigen Ordnungsämtern im Landkreis Holzminden entweder zurückgezogen oder nicht mehr erteilt worden. Auch Kleinfeuer sind im gesamten Kreisgebiet schon seit einigen Jahren untersagt, so dass zum Osterfest diesmal leider keine Lagerfeuerromantik aufkommen wird. Der neueste Erlass des niedersächsischen Umwelt- und des Sozialministeriums weist aber ausdrücklich darauf hin, dass aufgeschoben nicht aufgehoben sein soll. Die aufgeschichteten Materialien für die Brauchtumsfeuer sollen zu einem späteren Zeitpunkt verbrannt werden dürfen.  

Sperrung touristischer Ziele

Landesforsten und etliche Samtgemeinden haben mittlerweile auch viele touristische Ziele gesperrt, um dort speziell an Wochenenden und an Feiertagen unfreiwillige Menschenansammlungen zu vermeiden. So ist beispielsweise der Moorsteg ins Mecklenbruch bei Silberborn oder auch der Sollingturm in Richtung Neuhaus inklusive großer Teile der dazugehörigen Parkplätze gesperrt. Am vergangenen Sonntag wurde dann kurzfristig der Weserstrand in Reileifzen gesperrt. Eine entsprechende Verfügung des Landkreises bezüglich noch nicht erfasster Anlaufpunkte wird noch vor Ostern folgen. 

Motorradtourismus

Bei dem sonnigen Wetter ist das Bedürfnis, auf dem eigenen motorisierten Zweirad durchs Weserbergland zu touren, wieder stark gestiegen. Doch hier gilt das gleiche wie in der Fußgängerzone, Gruppenbildungen sind zu vermeiden. Auch wenn das auf der Straße zumindest in Bezug auf die Ausbreitung des Virus kein Problem darstellt, führt es spätestens an der Tankstelle oder beim Pausemachen zu Verletzungen des Kontaktverbotes. Polizei und Ordnungsämter werden verstärkt ein Auge darauf haben, dass solche Ansammlungen aufgelöst und gegebenenfalls auch geahndet werden. Ein entsprechender Bußgeldkatalog wird aktuell erarbeitet. 


Was dürfen Imbiss- und Eisverkaufswagen?

02.04.2020 / PM

Landkreis Holzminden. Die Verordnungen besonders auch zu Schließungen von Geschäften, möglichem Liefer- und Abholservice im Zusammenhang mit der Coronakrise haben in den vergangenen Tagen vielfach zu Unsicherheit geführt. Das Justiziariat des Landkreises sieht sich deshalb zu einer Klarstellung veranlasst.

 

Imbisswagen vor Einkaufsmärkten und Eisverkaufswagen können geöffnet bleiben, wenn der Verzehr nicht unmittelbar vor den Wagen selbst stattfindet und die Kunden vorher telefonisch oder elektronisch bestellt haben. Denn wie bei anderen gastronomischen Betrieben auch ist ein Abholservice auch weiterhin möglich.  

 

Wichtiger aber noch als das ordnungsrechtliche Bestellgebot, das den Betreibern von entsprechenden Wagen eine eingeschränkte Öffnung erlaubt, ist die Einhaltung der Abstandsregeln. Ordnungsämter und Polizei werden weiter verstärkt darauf achten, dass bei der Abholung die Zweimeter-Abstände eingehalten werden und sich um die Wagen keine Gruppen bilden. Sollte es hier zu häufigeren Verstößen kommen, könnte das am Ende doch Konsequenzen haben und ein generelles Verkaufsverbot verfügt werden. 


Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Holzmindener Kreistag, Gerd Henke, bezieht Stellung gegen die Pläne eines gigantischen Atommülllagers in Würgassen. Wie bei vielen anderen klebt auch auf seinem Auto inzwischen der Sticker der BI "Kein Atomdreck im D
Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Holzmindener Kreistag, Gerd Henke, bezieht Stellung gegen die Pläne eines gigantischen Atommülllagers in Würgassen. Wie bei vielen anderen klebt auch auf seinem Auto inzwischen der Sticker der BI "Kein Atomdreck im D

„Region von den strahlenden Lasten der Vergangenheit endlich befreien“

Für Grüne im Kreis Holzminden ist Atomlager Würgassen irrwitzige Idee  –   Grokos im Bund und Land sollen sich klar positionieren 

01.04.2020 / PM

Lauenförde/Würgassen. Neben der Corona-Pandemie sind die Pläne für ein atomares Zwischenlager auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen weiterhin das beherrschende Thema im Dreiländereck. „Nach dem Bekanntwerden der Pläne Anfang März haben wir Grünen in den Kreisen Höxter und Holzminden uns vom ersten Tage an entschieden gegen dieses aberwitzige Vorhaben positioniert“, erklärt Gerd Henke, Vorsitzender der Grünen Fraktion im Holzmindener Kreistag.

 

Die Entscheidung der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ),  hier im Dreiländereck die zentrale Drehscheibe für den mittel- und schwachradioaktiven Müll aus ganz Deutschland zu sammeln und zu sortieren, stößt auf entschiedenen Widerstand in der Region. „Die spontane Gründung der Bürgerinitiative `Gegen atomaren Dreck im Dreiländereck` mit inzwischen tausenden Unterstützern und Sympathisanten zeigt, wie groß die Empörung in der Bevölkerung gegenüber dieser ebenso undurchsichtigen wie undemokratischen Entscheidung der BGZ ist.“

 

Fast 50 Jahre nach Inbetriebnahme des pannenreichen AKW Würgassen „wollen die Menschen an der Oberweser nicht für weitere Jahrzehnte den Belastungen einer großtechnischen atomaren Anlage ausgesetzt sein“, erklärt  Henke. „Diese Region hat ein Recht darauf, endlich von den strahlenden Lasten der Vergangenheit befreit zu werden. Dass hier hunderttausende Tonnen radioaktivem Mülls in der unmittelbaren Nachbarschaft von Wohnsiedlungen her transportiert, gelagert und sortiert werden sollen, ist eine irrwitzige Idee, wie sie nur realitätsferne Technokraten ersinnen können“, so Henke. 

Eine von mehreren Verteilstellen für die Aufkleber der BI "Kein Atomdreck im Dreiländereck" steht in Lauenförde in der Jakobstraße 4. Interessierte können die Sticker hier mitnehmen und vielleicht auch eine kleine Spende in die Dose werfen.
Eine von mehreren Verteilstellen für die Aufkleber der BI "Kein Atomdreck im Dreiländereck" steht in Lauenförde in der Jakobstraße 4. Interessierte können die Sticker hier mitnehmen und vielleicht auch eine kleine Spende in die Dose werfen.

Die Grünen haben erhebliche Zweifel an der Standortauswahl durch die Große Koalition im Bund. „Man hat die Kriterien so geschoben, dass genau der vorbelastete Standort Würgassen an der Weser herauskam. Ebenso wie bei Gorleben hat man nicht nach fachlichen Sicherheitskriterien ausgewählt, sondern eine strukturschwache Region an der Landesgrenze genommen, damit die Einwendungsmöglichkeiten aus dem atomkritischen Niedersachsen möglichst gering bleiben“, erläuterte der grüne Landtagsabgeordnete Christian Meyer. 

„Die schlechten Schienen- und Straßenverbindungen – es ist von zwei Atommülltransporten täglich die Rede – die 300 Meter Abstand zur Wohnbebauung und die flache Lage im Überschwemmungsgebiet der Weser spielten anscheinend keine Rolle bei der getricksten Standortauswahl, die nun um jeden Preis verteidigt wird“. Ein Antrag auf Positionierung der SPD/CDU Landesregierung, den die Grünen vor im Landtag Wochen gestellt haben, ist bislang unbeantwortet. 

 

„Dass sich die CDU in Lauenförde und Beverungen und auch die Sozialdemokraten im Südkreis Holzminden gegen dieses Projekt positionieren, ist nur zu begrüßen“, erklärt Peter Ruhwedel, Sprecher der Gruppe von Grünen und Linken im Holzmindener Kreistag. “Einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen und einer Anhörung gegen die Atommülldrehscheibe Würgassen stehen wir positiv gegenüber“, sagt Ruhwedel. „Da können die Herren dann versuchen zu erklären, weshalb sie einen  atomaren Verschiebebahnhof ausgerechnet in unserer Region etablieren wollen.“

Die Grünen fordern sowohl  die SPD als auch die CDU auf, ihre Rolle in dieser für die gesamte Region bedrohlichen Angelegenheit zu klären. Während die Sozialdemokraten vor Ort mit einem Resolutionsantrag ihre Ablehnung gegen das Projekt dokumentieren wollen, „frohlocken die niedersächsischen SPD-Landtagsabgeordneten aus dem Raum Braunschweig-Salzgitter, Christos Pantazis und Philipp Raulfs, dass nicht der von der BGZ zwischenzeitlich in Erwägung gezogene Standort Waggum-Bechtsbüttel, sondern Würgassen von der BGZ ausgewählt worden ist“, sagt Fraktionssprecher Gerd Henke. „Hier erwarte ich sowohl von meiner SPD-Kollegin Sabine Tippelt als auch von meinem CDU-Kollegen Uwe Schünemann glasklar, dass sie die Interessen unserer Region unmissverständlich auch gegenüber Umweltminister Lies und ihrer rot-schwarzen Landesregierung vertreten. Nur von der Grünen Landtagsfraktion gibt es bislang offizielle Kritik an der Standortauswahl  Würgassen. Und die CDU/FDP-Landesregierung in NRW begrüßt den Standort im Kreis Höxter.“ So aber bleibt  die Forderung, dass „Würgassen wieder grüne Wiese werden soll, nichts weiter als ein Lippenbekenntnis“, sagt Meyer.

 

Die Grünen erwarten von den hiesigen Christ- und Sozialdemokraten jedoch nicht nur, dass sie auf Landesebene die Interessen unserer Region zu Gehör bringen, sondern auch in der großen Koalition im Bund. Gerd Henke: „Denn schließlich ist es eine CDU-geführte Bundesregierung mit einer sozialdemokratischen Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die der BGZ das Plazet für Würgassen gegeben hat. Deshalb ist auch der örtliche Bundestagsabgeordnete  Johannes Schraps (SPD) aufgefordert, sich endlich öffentlich gegen das Atommüllager Würgassen zu positionieren.“ .  

 


Bau- und Gartenmärkte werden von Samstag an wieder für Privatpersonen geöffnet. Sabine Tippelt (SPD) begrüßt einheitliche Regelung

01.04.2020 / PM

Niedersachsen/Kreis Holzminden. Nachdem in Niedersachsen Bau- und Gartenmärkte für das allgemeine Publikum geschlossen wurden, werden sie am Samstag wieder geöffnet. In Niedersachsen hatten zuletzt nur Gewerbetreibende Zugang zum Verkauf der Märkte.

 

Die Landesregierung möchte damit den uneinheitlichen Regelungen der verschiedenen Länder zum Publikumsverkehr Einhalt gebieten. In den Nachbarbundesländern blieben die Bau- und Gartenmärkte für das allgemeine Publikum geöffnet. Dort brauchte man keinen Gewerbeschein, um Waren zu kaufen. Diese unterschiedlichen Öffnungsregelungen sorgten bei der Bevölkerung für erheblichen Unmut. Sabine Tippelt (SPD) hatte sich schon vor Tagen über den stattfindenden Bau- und Gartenmarkttourismus über die Landesgrenzen hinweg nach Nordrhein-Westfalen beklagt. „Dass wir eine einheitliche Lösung gefunden haben, finde ich richtig und wichtig. Ich bin froh, dass damit auch für die Unternehmen in unserer Region wieder Klarheit und Chancengleichheit gegenüber ihren Nachbarn haben“, freut sich Sabine Tippelt.

 


Uwe Schünemann:

Verbesserte Förderanträge für Kleinst- und Kleinunternehmen

31.03.2020/ PM

Kreis Holzminden. Das niedersächsische Wirtschaftsministerium hat die Richtlinie, „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige“ um die Bundesförderung ergänzt. „Ab sofort können Soloselbständige, freiberuflich Tätige und Kleinstunternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten die verbesserte Förderung bei der NBank beantragen“, so der Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann. Diese könnten in zwei Stufen Zuschüsse von bis zu 9.000 € (bei Unternehmen bis 5 Beschäftigten) bzw. 15.000 € (bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten) zur Deckung ihres betrieblichen Defizites erhalten. Eine Inanspruchnahme persönlicher oder betrieblicher Rücklagen sei dabei nicht notwendig und werden nicht auf eine Förderung angerechnet.

Darüber hinaus wurde die Richtlinie „Corona-Soforthilfe für Kleinunternehmen“ entsprechend angepasst. Auch Bis zu 20.000 € könnten Unternehmen mit 11-30 Beschäftigten und bis zu 25.000 € Unternehmen mit 31-49 Beschäftigten erhalten.

 

Allen bisherigen Antragstellerinnen und Antragstellern werde die Möglichkeit eröffnet, ihren Antrag auf die neuen Richtlinien umzustellen. Die NBank werde dazu in den nächsten Tagen alle Betroffenen anschreiben, damit ergänzend zu der schon erhaltenen Förderung des Landes eine weitere Unterstützung ausgezahlt werden kann. Ein schon erhaltener Förderbetrag werde allerdings angerechnet, sollte sich nach der neuen Fördermöglichkeit aufgrund der Vorgaben des Bundes eine höhere Summe ergeben.

 

„Mit diesem Verfahren gewährt Niedersachsen allen kleinen Unternehmen ein Maximum an Förderung und Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten“, versichert Uwe Schünemann.

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Richtlinie 0 - 10 Mitarbeiter
Richtlinie über die Gewährung von Billigkeitsleistungen
zur Unterstützung von der Covid-19-Pandemie in ihrer Existenz bedrohten kleinen
Unternehmen, Soloselbständigen und Angehörigen der Freien Berufe
mit 1 bis 10 Beschäftigten
CSH Kleinstunternehmen und Soloselbständ
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Richtline 11-49 Mitarbeiter
Richtlinie über die Gewährung von Billigkeitsleistungen
zur Unterstützung von der Covid-19-Pandemie in ihrer Existenz bedrohten kleinen
Unternehmen sowie Angehörigen der Freien Berufe
mit 11 bis 49 Beschäftigten
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SPD Abgeordnete fordern zügige Entscheidung für Würgassen

Uwe Schünemann: MdL Tippelt distanziert sich davon nicht

31.03.2020/ PM

Würgassen/Holzminden. Leider hat sich die Abgeordnete Sabine Tippelt nach Ansicht des Vorsitzenden der CDU Kreistagsfraktion in der Diskussion um ein Bereitstellungslager für radioaktive Stoffe nicht von der ungeheuerlichen Forderung der Braunschweiger SPD Landtagsabgeordneten Pantazis und Raulfs distanziert. 

Wörtlich sind beide in einer Regionalzeitung wie folgt zitiert worden:

 

„Unter Berücksichtigung aller Kriterien fiel die Wahl nun auf ein ehemaliges AKW in Würgassen bei Höxter. Wir nehmen das Bundesumweltministerium daher beim Wort und erwarten, dass die Entscheidung pro Höxter zügig umgesetzt wird, um die Menschen in Bechtsbüttel und Waggum nicht weiter zu verunsichern.“

 

So verständlich die Freude vor Ort auch sein mag – ohne Frage parteiübergreifend, hätten aber die Braunschweiger SPD – Abgeordneten eine schnelle Entscheidung der Bundesumweltministerin für Würgassen eingefordert. 

 

„Das nenne ich Sankt-Florian-Prinzip,“ so Uwe Schünemann. Die CDU werde im Umweltausschuss des Landtages hinterfragen, ob ein Bereitstellungslager für radioaktive Stoffe überhaupt sinnvoll sei. Darüber hinaus seien wichtige Kriterien am Standort Würgassen nicht erfüllt. Auch das werde die CDU aufarbeiten. Der Fragenkatalog der CDU Kreistagsfraktion sei dem umweltpolitischen Sprecher Martin Bäumer bereits am Wochenende übermittelt worden. 

 

„Parteiübergreifendes Handeln ist in dieser Frage wichtig“, so der heimische CDU Landtagsabgeordnete. Dafür sei aber entscheidend, dass sich der SPD Unterbezirk Holzminden und die Kollegin Tippelt von der Forderung der Braunschweiger SPD Landtagsabgeordneten distanziert und für eine eindeutige Linie der SPD Landtagsfraktion sorgt. 

 


Sabine Tippelt / Dr. Christos Pantazis:

„Unglaubwürdiger Versuch der CDU die jeweiligen Stimmungen vor Ort zu bedienen“

30.03.2020 / PM

Würgassen/Holzminden. Zu den verschiedenen Pressemitteilungen des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann zur Standortfrage für ein geplantes Atommüll-Bereitstellungslager zu Schacht Konrad nehmen Sabine Tippelt und Dr. Christos Pantazis (Sprecher der SPD Gruppe Braunschweig), auch in Bezug auf die am Donnerstag, 26. März verschickte Pressemitteilung „Bund entscheidet sich gegen Atommüll-Bereitstellungslager zwischen Bechtsbüttel und Waggum“, wie folgt Stellung:

„Uwe Schünemann versucht, den natürlich verunsicherten Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Holzminden Sand in die Augen zu streuen, indem er hofft, dieses Thema parteipolitisch instrumentalisieren zu können und dazu einen Keil zwischen die betroffenen SPD-Abgeordneten zu treiben. Beides ist unredlich, da die Standortfrage nicht im Landtag, sondern von einer Bundesbehörde getroffen wird. Zudem ist Schünemanns Reaktion in dieser Frage wenig glaubwürdig, vertritt er gemeinsam mit dem Wolfenbütteler Frank Oesterhelweg (Sprecher der CDU-Gruppe Braunschweig) als gleichberechtigter Leiter der CDU-Landesgruppe Hildesheim/Braunschweig (HIBS) doch sowohl die Interessen der Bürgerinnen und Bürger am alternativen Standort Waggum-Bechtsbüttel, als auch im Landkreis Holzminden und spielt beide damit gegeneinander aus. Wenn Schünemanns Linie also im Einklang mit der Position der Braunschweiger CDU-Landesgruppe verlaufen sollte, sollten Herr Oesterhelweg und er dies den Menschen auch in der Region Braunschweig so offen kommunizieren und nicht die Fahne nach dem Wind hängen, nur um die jeweilige Stimmung vor Ort zu bedienen“, so Pantazis.

„Die SPD nimmt die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Holzminden sowie auch in den Orten Bechtsbüttel-Waggum ernst und möchte sich gemeinsam mit allen Parteien und der Bevölkerung eine vernünftige Lösung finden. An erster Stelle muss immer der Schutz der Bevölkerung stehen“, ergänzt Sabine Tippelt, die weiter ausführt, auch schon Kontakt zu dem CDU-Bundestagsabgeordneten Haase aus Nordrhein-Westfalen gehabt zu haben, um eine gemeinsame überparteiliche Lösung zu finden. „Um erfolgreich zum Ziel zu kommen muss gemeinsames Handeln das Ziel sein und wir sollten uns dabei nicht gegeneinander ausspielen lassen“, so Tippelt abschließend.

 

Auch die SPD im Kreis Höxter mit ihrem Vorsitzenden Helmut Lensdorf übt in diesem Zusammenhang Kritik an den Plänen für Würgassen. „Wir stellen die generelle Sinnhaftigkeit eines Zwischenlagers für Schacht Konrad in Frage. Ziel darf auch nicht das Floriansprinzip sein, bei dem man einem anderen möglichen Standort in den Rücken fällt. Zu Würgassen fällt darüber hinaus noch auf, dass das geplante Zwischenlager sehr nah an Wohngebieten liegt und gerade in diesem Zusammenhang die Sicherheit der Bevölkerung nicht vergessen werden darf“, so Lensdorf.  


Uwe Schünemann:

SPD-Abgeordnete fordern Bau des Bereitstellungslagers in Würgassen. Glaubwürdigkeit der SPD steht auf dem Spiel“

28.03.2020 / PM

Würgassen/Holzminden. Die niedersächsischen SPD-Landtagsabgeordneten Christos Pantazis und Philipp Raulfs fordern in einer Presseerklärung die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf, das Bereitstellungslager für radioaktive Abfälle zügig in Würgassen umzusetzen. In einem transparenten Verfahren sei der richtige Standort ausgewählt worden.

 

„Das ist ungeheuerlich“, so Uwe Schünemann in einer ersten Reaktion. Verständlich sei die Erleichterung der Braunschweiger Politiker, dass die eigene Region vermutlich nicht belastet werde. Die Aufforderung nunmehr ohne weitere Prüfung eine Entscheidung für einen Ort an der Grenze zum Landkreis Holzminden zu treffen, sei dagegen unsolidarisch und fachlich nicht zu begründen. WEITERLESEN


Landtagsstammtisch mit Uwe Schünemann live im Internet

27.03.2020 / PM

Lauenförde / Kreis Holzminden. Uwe Schünemann geht mit seinem Landtagsstammtisch neue Wege. Die schon lange geplante Veranstaltung am kommenden Mittwoch in Lauenförde kann wegen der Corona-Krise und den damit verbundenen Einschränkungen nicht wie gewohnt stattfinden. Deshalb geht der Abgeordnete mit dem Format nun einen anderen Weg. Dieser heißt „Landtagsstammtisch LIVE“ und startet am 1. April um 18 Uhr im Internet auf Facebook. „Mir ist wichtig, auch in Zeiten großer Verunsicherung ein Ansprechpartner zu sein. Stellen Sie mir Ihre Fragen und teilen Sie Ihre Gedanken mit mir. Ich freue mich auf Sie!“ so Uwe Schünemann.

Fragen können sowohl den gesamten Themenkomplex „Corona“ als auch alle anderen politischen Entwicklungen betreffen. Richten Sie Ihre Fragestellung am 1. April live an Uwe Schünemann oder vorab an das Wahlkreisbüro unter buero@uwe-schuenemann.de.


v.l. Tanja Gellner und Heike Lange sind wie noch eine Menge anderer Mitarbeiter*innen des Landkreises damit beschäftigt, drängende Fragen zu Corona zu klären
v.l. Tanja Gellner und Heike Lange sind wie noch eine Menge anderer Mitarbeiter*innen des Landkreises damit beschäftigt, drängende Fragen zu Corona zu klären

Bürgertelefon:  Mit Gefühl, Geduld und dickem Fell

24.03.2020 / PM

Holzminden. Zwischen 100 und 120 Anrufe sind es täglich, die Fragen ganz unterschiedlich und nicht immer ganz leicht zu beantworten. Seit zehn Tagen ist die Rufnummer 707 700 für Fragen rund um das Thema Corona in der Kreisverwaltung geschaltet. Seitdem steht das Bürgertelefon des Landkreises Holzminden nicht mehr still. Tagtäglich stellen sich die rund 30 freiwilligen Mitarbeiter den besorgten Anrufern. Sie müssen geduldig sein, manchmal ein dickes Fell haben – und lernen täglich dazu.

 

„Anfangs hatten wir praktisch nur Nachfragen nach Infizierten und den Orten, wo die Infektionen aufgetreten sind“, weiß Waltraud Grüger aus dem Stab des Landrates, die das Bürgertelefon nach dem ersten Corona-Infizierten im Landkreis organisiert hatte, zu berichten. Doch solche Details gibt das Gesundheitsamt bis heute aus gutem Grund nicht preis. Denn schon vom ersten Tag an war klar, dass das Infektionsgeschehen sich keinesfalls auf eine einzelne Gemeinde beschränken lassen würde. Eine Bekanntgabe von Orten wäre also das falsche Signal gewesen und hätte Menschen in Sicherheit gewogen, die so gar nicht mehr zu garantieren war. Überdies hatten konkretere Angaben in anderen Landkreisen zu extrem unangenehmen Folgen für die Betroffenen geführt: Die vermeintlich Infizierten waren mit Fotos in den sozialen Medien veröffentlicht worden und wurden dort beschimpft.  

 

Dass die Freiwilligen am Landkreis-Bürgertelefon keine medizinischen Fachauskünfte geben, sondern lediglich allgemeine Fragen beantworten können und fachliche Themen an die Fachleute des Gesundheitsamtes weitergeben müssen, unterstreicht Amtsärztin Dr. Ursula Schaper. Eine Unterscheidung von begründeten und unbegründeten Verdachtsfällen treffen das Gesundheitsamt und Hausärzte bzw. Hausärztinnen. In begründeten Verdachtsfällen wird ein Test durchgeführt. Die Mitarbeiter*innen am Bürgertelefon versuchen nur mit gesundem Menschverstand und einem Arsenal von Antworten auf häufig wiederkehrende Fragen zu helfen, zu steuern und in die richtigen Bahnen zu lenken.          

 

Durch die weitreichenden Regelungen des öffentlichen Lebens haben sich die Anfragethemen mittlerweile sehr stark ausgeweitet. Neben Fragen zu Tests, Verhalten bei Symptomen oder zur Quarantäne sind es vor allem Hinweise zu wirtschaftlichen Aspekten, die vom Bürgertelefondienst geklärt werden. „Wir aktualisieren jeden Tag unsere Internetseite mit den wichtigsten neuen Antworten und verweisen, da wo wir können, auf die entsprechenden Links“, sagt Peter Drews, Pressesprecher des Landkreises. Zum Teil seien die am Telefon gestellten Fragen dabei sogar hilfreich, um Neues und Wichtiges mit aufzunehmen. „Insofern orientieren wir uns natürlich auch an den Anrufenden.“ Der Blick auf die Internetseite des Landkreises, bevor man zum Hörer greife, lohne aber in jedem Fall, meint Drews. Denn ein Großteil der Fragen sei dort inzwischen schon erschöpfend beantwortet.

 

Die Telefondienstmitarbeitenden müssen sich dennoch mit Geduld und viel Einfühlungsvermögen den berechtigten, gleichwohl aber nicht zum ersten Mal gestellten Fragen begegnen. Sie brauchen auch ein gutes Nervenkostüm, um Beschimpfungen oder gar Drohungen gut wegzustecken. „Die Menschen am Telefon leisten gerade einen wichtigen Beitrag dafür, uns alle möglichst glimpflich durch die Krise zu bringen“, stellt Landrat Michael Schünemann dazu fest, „sie unter Druck zu setzen, weil die Antwort nicht wie gewünscht ausfällt, ist in diesem Zusammenhang allerunterste Schublade.“ In Zeiten der Krise sei Angst ein schlechter Ratgeber. „Es kommt jetzt darauf an, mit Mut und Besonnenheit zu reagieren und auf den Lösungswillen von Behörden und Politik zu vertrauen.“ 

 


Schließungen und Versammlungsverbote: Polizei und Ordnungsämter kontrollieren!

20.03.2020 / PM

Kreis Holzminden. Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst“, hatte die Bundeskanzlerin in ihrer Ansprache am Mittwoch an die Bevölkerung appelliert. Der niedersächsische Innenminister legte einen Tag später nach und hat die Polizei angewiesen, Versammlungsverbote und Schließungen auch aktiv zu kontrollieren. Was ist seitdem passiert und wie sieht es tatsächlich aus auf den Straßen Holzmindens und den Samtgemeinden?

 

Noch am späten Donnerstagnachmittag hatte das Polizeikommissariat Holzminden ihre Kontrollen verschärft und etliche potentielle Versammlungsorte in Stadt und Landkreis überprüft. Per Facebookaufruf hatten einige Unverbesserliche beispielsweise in Boffzen auf den Grillplatz zu einer „Corona-Party“ eingeladen. Dass das vielleicht doch keine so gute Idee ist, scheint dann aber offensichtlich doch den Meisten klar gewesen zu sein, denn mehrere Überprüfungen durch Polizeistreifen hatte keinen Anlass zu Einschreiten ergeben. Lediglich auf einem Spielplatz und einem Basketball-Platz mussten den Eltern noch einmal klargemacht werden, dass diese Orte momentan aus gutem Grund gesperrt sind. Vorerst blieb es an diesem Tag noch bei mahnenden Worten, doch die Polizei ist auf jeden Fall gewillt, die Anordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus aktiv durchzusetzen. „Wir werden auch weiterhin überall Kontrollen durchführen und Zuwiderhandlungen auch ahnden“, stellte der stellvertretende Leiter des Polizeikommissariats Holzminden, Burkhard Schramm klar. 

 

Was Geschäfte und gastronomische Betriebe angeht, kümmern sich vorrangig die Ordnungsämter um Einhaltungen von Schließungen und korrekten Sperrungen in Verkaufsflächen. Das Ordnungsamt Holzminden kann nach ein paar Anlaufschwierigkeiten den Gewerbetreibenden ein gutes Zeugnis ausstellen.  Ordnungsamtsleiter Burkhard Woitczyk hat seine Mitarbeitenden in Schichten eingeteilt, um zu verschiedenen Zeiten regelmäßig kontrollieren zu können. Am Freitagvormittag gab es in der Holzmindener Innenstadt jedoch keinen Anlass, über Verstöße zu klagen. „Wir haben im gesamten Holzmindener Stadtgebiet mittlerweile eine praktisch hundertprozentige Quote, was die korrekte Umsetzung der angeordneten Maßnahmen für Geschäfte und Lokale angeht“, kann Sarah Humburg, Erste Stadträtin der Stadt Holzminden zufrieden feststellen. 

 

Polizei und Ordnungsämter werden dennoch hinsichtlich der Überwachung der angeordneten Maßnahmen weiter am Ball bleiben, zumal am Freitagnachmittag als erweiterte Verfügung Restaurants, Imbisse und ähnliche Gastronomie für den Publikumsverkehr generell geschlossen werden müssen. Nur der Außerhausverkauf bleibt dann noch erlaubt. 

 


Ladenschließungen: Wer darf noch was?

19.03.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die Entscheidung, das öffentliche Leben einzuschränken, um der Ausbreitung des Corona-Virus Herr zu werden, bleibt für alle eine große Herausforderung. Wer darf aufmachen? Wo müssen die Arbeiten derzeit ruhen? Fragen wie diese stellen sich nicht nur besorgte Bürgerinnen und Bürger, die einige Geschäfte, trotz der landesweiten Schließungsverfügung, noch geöffnet sehen. Auch Laden- und Restaurantbesitzer selbst sind unsicher, was noch erlaubt ist. Darum hier noch einmal eine kleine Übersicht, was geht und was nicht.

 

Handel

 

Einzelhandelsgeschäfte, die für Lebensmittel des täglichen Bedarfs sorgen, dürfen geöffnet bleiben. Dazu zählen Nahrungsmittel, Drogerieartikel oder Zeitungen. Und auch Apotheken stehen mit ihrem Service selbstverständlich weiter zur Verfügung. Wer dringend eine Hose benötigt oder wessen Fernseher kaputt gegangen ist, muss auf entsprechende Neuanschaffungen im Moment leider verzichten. Sich vom Schneider die alte Hose noch einmal nähen zu lassen, ist dagegen noch genauso möglich wie den Fernseher reparieren zu lassen, sofern man entsprechende Betriebe dafür findet. Oder man legt selbst Hand an. Das Material dafür lässt sich immer noch im Baumarkt besorgen, weil auch die von der Schließungsverfügung ausgenommen sind. 

 

Übernachtungs- und Herbergsbetriebe

 

Von der Aufrechterhaltung ihres laufenden Betriebes sind auch Übernachtungs- und Herbergsbetriebe betroffen. Das auf Basis des niedersächsischen Erlasses verfügte Verbot meint in diesem Fall jede Form touristischen Aufenthaltes. Untersagt ist damit ebenso das Bett in einer privaten Ferienwohnung, die Nutzung eines Wohnmobilstellplatzes oder eben das Drei-Sterne-Hotel. Wer nicht im Landkreis wohnt oder bei Freunden übernachtet, sollte sich sofort auf den Heimweg begeben.

Ausgenommen sind Übernachtungen zum Zweck von Geschäftsreisen.    

 

Restaurants und gastronomische Betriebe

 

Jeder Betrieb, der bei der unmittelbaren täglichen Nahrungsmittelversorgung unterstützt oder hilft, soll deshalb auch geöffnet bleiben. Dazu zählen dann natürlich auch Restaurants und alle gastronomischen Betriebe, die Speisen und Getränke anbieten. Wesentliche Voraussetzung ist allerdings, dass diese Betriebe einen ausreichenden Abstand zwischen ihren Kunden ermöglichen, also Tische in jeweils zwei Meter Entfernung aufstellen. Und auch die Zeit des Aufenthalts ist eingeschränkt. Tagsüber zwischen sechs und 18 Uhr können Restaurants mit entsprechenden Tischabständen problemlos besucht werden, danach müssen gastronomische Betriebe den Publikumsverkehr einstellen. Beliefert werden dürfen die Kunden aber auch weiterhin. Der Pizzabringdienst oder das Drive-In können also weitermachen und auch die kurzzeitige Abholung von Speisen ist erlaubt.     

 

Handwerk

 

Grundsätzlich ihre Arbeit ganz normal fortsetzen können alle Handwerksbetriebe. Bäcker, Optiker und Friseure zählen dazu genauso wie Dachdecker, Karosseriebauer oder gar Orgelbauer. Die Liste der Handwerksbetriebe ist lang, wer nicht genau weiß, wie er sich einordnen soll, kann eine Liste mit den entsprechenden Betrieben bei der Kreishandwerkskammer anfordern. Der Landkreis Holzminden hat sie auf seiner Homepage in die Corona-Informationsseite unter dem Menüpunkt „Informationen für Unternehmen“  eingestellt. 

 

Durch diese Regelungen fallen sicherlich einige Betriebe in die Kategorie „Sowohl-als-auch“. Aber mit ein bisschen Überlegung können all diese Unternehmen dazu beitragen, ihren Betrieb an die Erfordernisse der gewollten Pandemieeindämmung anzupassen. 


Kontrollen zur Einhaltung der Allgemeinverfügungen zum Corona-Virus

19.03.2020 / PM

Kreis Holzminden.  Die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden wird im Zusammenhang mit den von den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden am 17. März 2020 erlassenen Allgemeinverfügungen ab sofort Kontrollen im öffentlichen Bereich durchführen. Maßnahmen zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus wurden von den Gesundheitsämtern gem. § 28 ff Infektionsschutzgesetz verhängt.

 

Der Niedersächsische Innenminister Boris Pistorius machte am heutigen Donnerstag dazu deutlich, dass Geschäfte, Eisdielen, Cafés oder Restaurants bei Verstößen geschlossen werden, Menschenansammlungen aufgelöst und auf Basis des Infektionsschutzgesetzes Bußgelder verhängt bzw. als Straftaten verfolgt werden.

 

Thorsten Massinger, Leiter der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden, hat mit sofortiger Wirkung die Durchsetzung gemeinsamer Kontrollen mit der Ordnungsbehörde für seinen Bereich angeordnet. Er appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger in seinem Inspektionsbereich: "Beschränken Sie Ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum. Dies ist zwingend notwendig, um die Infizierungsrate mit dem Corona-Virus einzudämmen. In den Köpfen Vieler scheint noch nicht angekommen zu sein, dass die Gesundheitsbehörden die Beschränkungen genau aus diesem Grund angeordnet haben. Wenn man sich in unseren Städten und Gemeinden aktuell umschaut, muss man sich fragen, ob sich wirklich alle Einwohnerinnen und Einwohner der brisanten Lage bewusst sind. Es muss jedem klar sein, dass die Verfügungen, wie sie jetzt erlassen wurden, die Vorstufe zur Ausgangssperre sind. Genau diese wollen wir mit den konsequenten Maßnahmen möglichst vermeiden!"

 


Schließung von Anlagen und Annahme-Stopp für Grüngut

18.03.2020 / PM

Kreis Holzminden. Im Zuge der vorbeugenden Maßnahmen vor dem Corona-Virus schließt die AWH die Anlagen in Bevern, Boffzen, Eschershausen, Polle und Stadtoldendorf ab Freitag, den 20.03.2020.

 

Die Anlagen in Bodenwerder, Delligsen und Holzminden bleiben weiterhin geöffnet, nehmen ab dem 20.03.2020 jedoch kein Grüngut mehr an. Dieses soll im eigenen Garten gelagert bzw. kompostiert werden.

 

Die AWH bittet ihre Kunden alle Anlieferungen auf das Notwendige und nicht Verschiebbare zu beschränken.

 

Mit den Maßnahmen will die AWH eine langsamere Ausbreitung des Corona-Virus ermöglichen. Die AWH bittet ihre Kunden um Beachtung und Mithilfe. 


Corona-Virus: Informationen für die Wirtschaft 

16.03.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die Auswirkungen der Corona-Epidemie treffen zunehmend auch die Wirtschaft. Die Bundesregierung möchte mit einem weitreichenden Bündel an Maßnahmen die Unternehmen mit der notwendigen Liquidität ausstatten, damit sie möglichst unbeschadet durch die Krise kommen. Zu den wichtigsten Instrumenten zählen Erleichterungen hinsichtlich des Kurzarbeitergeldes, Steuerzahlungen und konkreten Liquiditätshilfen. 

 

Das Kurzarbeitergeld kann künftig bei der Bundesarbeitsagentur beantragt werden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind; bisher üblich waren 30%. Einen Überblick der Voraussetzungen ist unter www.arbeitsagentur.de/unternehmen zu finden. Der Arbeitgeberservice steht unter der Telefonnummer 0 800 55 55 20 für persönliche Gespräche zur Verfügung. 

 

Als einer der ersten Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität sollten Unternehmen beim Finanzamt ihre steuerlichen Vorauszahlungen herabsetzen lassen. Des Weiteren hat der Bund zugesagt, die Stundung von Steuerzahlungen zu erleichtern bzw. auf die Vollstreckung im Rahmen der Corona-Krise zu verzichten. Auch auf Säumniszuschläge soll verzichtet werden. 

 

Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) werden umfangreiche Liquiditätshilfen zur Verfügung gestellt. In diesem Zusammenhang werden auch Bürgschaftsprogramme erheblich ausgeweitet. Die Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie liefert weitere Informationen zu den verabschiedeten Sofortmaßnahmen: www.bmwi.de. Ansprechpartner für die Inanspruchnahme der diversen Programme ist der bei der Hausbank zuständige Firmenkundenberater.  

 

Dem Land Niedersachsen ist die möglichst schnelle und unkomplizierte Unterstützung der niedersächsischen Wirtschaft ein großes Anliegen. Die Förderbank die Landes – die NBank – bereitet dazu gegenwärtig ein Kredit-Programm für kleine und mittlere Unternehmen als schnelle Liquiditätshilfe (bis zu 50.000,- €) vor. Ein zweites Programm (über 50.000,- €) ist ebenfalls in Vorbereitung.  In beiden Fällen muss zuvor eine Absicherung durch das Land, etwa durch einen Haftungsfonds, gewährleistet werden. Beide Kreditprogramme sollen direkt durch die NBank vergeben und ohne Beteiligung einer Hausbank gewährt werden. Nähere Informationen sind auf der Internetseite der NBank: www.nbank.de zu finden. 

 

Das niedersächsische Wirtschaftsministerium hat zu Fragen rund um die Corona-Epidemie und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft eine Hotline eingerichtet: Tel: 0511 120 5757 (8 - 20 Uhr). Auf der Internetseite: www.mw.niedersachsen.de sind weitere Ansprechpartner genannt. 

 

Auch die Kammern stellen für ihre Betriebe umfangreiche Informationen bereit. Das gilt z.B. für Fragen rund um Aus- und Weiterbildungsprüfungen, zu Einreiseverbote für bestimmte Länder usw. www.hannover.ihk.de und www.hwk-hildesheim.de 

 

Die Wirtschaftsförderung des Landkreis Holzminden hat in ihren Gesprächen mit regionalen Wirtschaftspartnern – von der Arbeitsagentur über die Banken bis zu den Kammern – durchweg positive Signale erhalten. Alle wollen unterstützen, damit die aktuelle, noch nie da gewesene  Herausforderung von der heimischen Wirtschaft so gut wie möglich gemeistert wird. Für Rückfragen stehen Dr. Jutta Klüber-Süßle oder Nicole Christoph unter 0 55 31 - 707 110 zur Verfügung.  


„Corona“-Sonderregelung:

Einstieg in Linienbussen des VSN-Regionalverkehrs „nur hinten“

16.03.2020 / MZ

Kreis Holzminden. In den Landkreisen Göttingen, Northeim und Holzminden gilt ab sofort - zunächst

befristet bis Freitag, 20. März 2020, - in den Regionalbuslinien des Verkehrsverbundes

Süd-Niedersachsen (VSN) eine Sonderregelung: Die vorderen Bustüren in den

Linienbussen bleiben ab sofort verschlossen; das Fahrpersonal wird mit Blick auf die

Gesundheitsvorsorge abgetrennt vom Bereich des Fahrgastraums.

Diese Maßnahme dient neben dem Schutz des Fahrpersonals zur Aufrechterhaltung des

Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Süd-Niedersachsen. Die Fahrscheinpflicht

bleibt erhalten. Fahrgäste, die die Möglichkeit haben, Automaten und Vorverkaufsstellen zu

nutzen, seien gebeten dies zu tun.

Der Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) befindet sich für das weitere

Vorgehen in enger Abstimmung mit den drei Landkreisen Göttingen, Northeim und

Holzminden sowie mit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachse mbh (LNVG) und

dem Wirtschafts- und Verkehrsministerium Niedersachsen.

Wir informieren Sie über die weiteren Entwicklungen.

Rückfragen: Michael Frömming, ZVSN-Verbandsgeschäftsführer, Tel. 0151 43190605


Corona-Untersuchungsstelle der KV frühestens am Mittwoch in Betrieb

14.03.2020 / PM

Holzminden. Die Untersuchungsstelle der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) für Corona, die die Hausärzte bei der Beprobung von begründeten Verdachtsfällen entlasten soll, wird frühestens am nächsten Mittwoch in Betrieb gehen. Der Landkreis hält die dafür notwendigen Räumlichkeiten mit der entsprechenden Ausrüstung bereit, allerdings braucht die KV für die personelle Besetzung noch etwas Zeit. Ziel der KV ist es, die Untersuchungsstelle am Mittwochnachmittag in Betrieb zu nehmen.

 

Grundsätzlich aber gilt auch für die Untersuchungsstelle, dass

+ nur wer einen Termin hat, wird dort auch getestet

+ nur wer vom Hausarzt eine Überweisung hat, bekommt auch einen Termin

+ symptomfreie Personen werden prinzipiell nicht getestet, weil keine Ergebnisse zu erwarten sind 

 

Das Gesundheitsamt ist ab sofort für den Publikumsverkehr geschlossen. In den letzten Tagen hatten vermehrt vermeintlich Betroffene den Bereich aufgesucht und Untersuchungen eingefordert. Um die Arbeit des Amtes aufrechtzuerhalten bleibt das Amt für den Publikumsverkehr vorerst gesperrt.

 

Bei Fragen kann sich an die Hotline des Landkreises unter 0 55 31 -707 700 oder im Verdachtsfall telefonisch an den Hausarzt gewandt werden.   


Landesregierung ordnet Schul- und Kitaschließungen an

13.03.2020 / PM 

Kreis Holzminden/Niedersachsen.Die Landesregierung hat in Ihrer Pressekonferenz am heutigen Freitag, den 13.03.2020 die Schließung aller niedersächsischen Schulen und Kitas verkündet. Die Entscheidung sei aufgrund des Infektionsgeschehens rund um das Coronavirus SARS-COV-2 gefällt worden, heißt es in der wenig später als Pressemitteilung des Kultusministeriums herausgegebenen Information.

 

Die Schließungen sollen bis zum 18. April erfolgen, ausgenommen sind Abiturientinnen und Abiturienten, die schon ab dem 15 April wieder Unterricht haben. Für Beschäftigte aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit, wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katstrophenschutz soll eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler eingerichtet werden. Diese Notbetreuung soll auf kleinere Gruppen begrenzt auf das notwendige Maß beschränkt bleiben.   


Ein bestätigter Corona-Fall im Landkreis Holzminden und 30 Personen in Quarantäne

12.03.2020 / MZ

Kreis Holzminden. Im Kreis Holzminden gibt es bisher einen bestätigen Corona-Fall und 30 Personen, die unter Quarantäne stehen.  Die erkrankte Person stammt aus dem nördlichen Teil des Kreises Holzminden und hat insgesamt 200 Kontaktpersonen angegeben.


Erster Corona-Fall im Landkreis Holzminden bestätigt

11.03.2020 / PM

Kreis Holzminden. Das Gesundheitsamt des Landkreises Holzminden hat heute um 16.00 Uhr den ersten Fall einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion bestätigt. Bei dem/r Betroffenen handelt es sich um eine weitere Kontaktperson des gestern positiv im Landkreis Hameln-Pyrmont Getesteten, von der das Gesundheitsamt gestern Abend Kenntnis erlangt hat. Die betroffene Person zeigt leichte Erkältungssymptome und ist unter Quarantäne gestellt worden, weitere Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt derzeit ermittelt. 

 

Daraus ergibt sich für Gemeinschaftseinrichtungen wie z.B. Schulen, Kitas oder Seniorenheime momentan noch kein weiterer Handlungsbedarf.

 

Mit heutigem Tage hat das niedersächsische Sozialministerium ein generelles Verbot von Veranstaltungen mit einer Besucherzahl von über 1.000 Personen verfügt.   

 

Handlungsempfehlungen für Veranstaltungen unter 1.000 Besucher 

 

Im Rahmen eines interkommunalen Treffens haben Landrat Michael Schünemann und die Hauptverwaltungsbeamten von Samtgemeinden, der Stadt Holzminden und des Flecken Delligsen sich auf eine gemeinsame Handlungsempfehlung in Bezug auf Veranstaltungen, die im Landkreis in der nächsten Zeit stattfinden sollen, geeinigt. Danach sind alle Hauptverwaltungsbeamten des Landkreises übereingekommen, auch allen Organisatoren von Veranstaltungen unter 1.000 Personen eine Absage zu empfehlen. Der Schutz der Bevölkerung müsse angesichts der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus im Vordergrund stehen, stellten die Hauptverwaltungsbeamten klar. 

 

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzuschränken, bitten alle Verwaltungen ihre Kunden darum, darüber nachzudenken, ob ein Besuch der jeweiligen Ämter wirklich zwingend notwendig sein muss. Es gehe darum, die dauerhafte Verfügbarkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung möglichst sicherzustellen und Kunden vor einer Ansteckung zu schützen. In den Verwaltungsgebäuden werden hierzu entsprechende Informationsschreiben ausgehängt. Wer dennoch nicht auf einen persönlichen Besuch verzichten könne, solle zumindest Abstand halten und Händeschütteln ganz vermeiden.

 

Die Situation ändert sich in Bezug auf den Umgang mit dem Virus nahezu täglich. 

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Landkreises Holzminden (www.landkreis-holzminden.de).


"Atomare Abfälle ohne Umweg über Würgassen nach Schacht Konrad"

Holzminder Grüne sehen in Transporten von und nach Würgassen Gefahren für die Bevölkerung

11 03.2020 / PM

Holzminden/Würgassen. Die Atomkraft und ihre radioaktiven Hinterlasenschaften sind derzeit wieder brandaktuell. Nach dem Bekanntwerden von Plänen der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), auf dem Gelände des stillgelegten Atomkraftwerks Würgassen ein gigantisches Zwischenlager für mittel- und schwachradioaktive Abfälle aus ganz Deutschland zu errichten, besorgt viele Menschen in den Kreisen Höxter und Holzminden und darüber hinaus. Anlässlich des 9. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima haben Bündnis 90/Die Grünen im Landkreis Holzminden an die weiterhin von der Atomindustrie ausgehenden Gefahren erinnert.

 

Einerseits lagern kurz hinter der nördlichen Kreisgrenze in dem noch im Betrieb befindlichen Atomkraftwerk Grohnde Castorbehälter mit hochradioaktiven Brennelementen. Und nun "soll auch noch unmittelbar an unserer südlichen Kreisgrenze ein neuer Hotspot für radioaktiven Müll entstehen", sorgt sich der grüne Kreisvorstand um die Sicherheit.

 

Wenn tatsächlich ab 2027 täglich mehrere Atommülltransporte zum Endlager Schacht Konrad bei Salzgitter abgehen sollten, dann wäre die Bevölkerung in den Kreisen Holzminden und Höxter der ständigen Gefahr durch Unfälle und die Freisetzung von Radioaktivität ausgesetzt. "Das muss unbedingt verhindert  werden", erklärt der Kreisvorstand der Grünen. "Wir brauchen kein atomares Logistikzentrum im Dreiländereck, sondern den direkten Transport aller radioaktiven Abfälle aus den 20 deutschen Zwischenlagern ohne den Umweg über Würgassen direkt ins Endlager Schacht Konrad". Alles andere ist unlogisch und setzt den Schutz der Menschen vor radioaktiver Strahlung und Kontamination leichtfertig aufs Spiel, erklären Gerd Henke, Peter Ruhwedel und Christain Meyer für den Kreisvorstand der Grünen.  


Landkreis schaltet Corona-Hotline 707 700

11 03.2020 / PM

Kreis Holzminden. Im benachbarten Landkreis Hameln-Pyrmont hat sich ein Verdachtsfall für eine Corona-Infektion bestätigt. Die betroffene Person ist dort in Quarantäne gegangen und wird derzeit von ihrem Hausarzt betreut. Da der Infizierte im Landkreis Holzminden arbeitet, ist auch das Gesundheitsamt Holzminden eingeschaltet worden. 

 

Eine Recherche im Umfeld des Mannes ist erfolgt, zwei unmittelbar infrage kommende Kontaktpersonen stehen in Überwachung durch das Gesundheitsamt. Beide zeigen keine Symptome, sind aber vorsorglich in häuslicher Quarantäne. Insofern liegen im Landkreis Holzminden noch keine begründeten Verdachtsfälle vor. 

 

Um auf auftretende Fragen besser reagieren zu können, hat der Landkreis jetzt eine Telefon-Hotline angelegt. Unter der Rufnummer

 

0 55 31 – 707 700   

 

Können von montags bis donnerstags in der Zeit von 8.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr die wichtigsten Fragen zum Virus und seiner Ausbreitung auch telefonisch geklärt werden. Da die Leitungen trotz personeller Mehrfachbesetzung unter Umständen belegt sein können, lohnt sich aber grundsätzlich ein Blick auf die Homepage des Landkreises. Dort sind unter dem Punkt „Aktuelles zum Coronavirus“ alle wichtigen Informationen zu finden.  


Corona Virus: Wie mit Veranstaltungen umgehen?

09.03.2020 / PM

Landkreis Holzminden. Wegen der schnellen Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Ziele ist es, mit dieser Maßnahme die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Der Landkreis Holzminden schließt sich dieser Empfehlung an. Ein Verbot von Veranstaltungen wird derzeit noch nicht ausgesprochen. Abhängig von der weiteren Ausbreitungsentwicklung kann es jedoch in naher Zukunft dazu kommen. 

Grundsätzlich ist allerdings vor allem älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen) zu raten, Menschenansammlungen gleich welcher Art und Größe möglichst zu meiden und eine gute Händehygiene und Husten- und Nies-Etikette zu beachten.

Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen gibt es unter www.rki.de und  www.niedersachsen.de/Coronavirus .

Unter diesen Telefonnummern gibt das Gesundheitsamt des Landkreises Holzminden Auskunft:

0 55 31/707-370

0 55 31/707-457

0 55 31/707-371

0 55 31/707-372

0 55 31/707-368


VdK fordert: „Strafen für Krankenhäuser abschaffen!“

05.03.2020 / PM

Kreis Holzminden. Bleibt ein Patient länger als ursprünglich vorgesehen in einer Klinik, muss diese seit Kurzem

mindestens 300 Euro Strafe zahlen. So will es das MDK-Reformgesetz. Der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen verurteilt diese Praxis als zutiefst unsozial und fordert eine sofortige Gesetzesänderung.

„Unsere Krankenhäuser sind Gesundheitszentren und auf das Wohl ihrer Patienten bedacht. Die pauschal festgelegte Obergrenze für die Verweildauer im Krankenhaus wird keineswegs aus Profitgier überschritten. Ärzte und Pfleger können ihre Patienten aufgrund der vielfach fehlenden Anschlussversorgung einfach nicht entlassen“, erklärt VdK-Landesvorsitzender Friedrich Stubbe. Wenn Kurzzeitpflege, häusliche Versorgung oder Reha-Maßnahme direkt im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt nicht gewährleistet ist, kommen die Krankenhäuser lediglich ihrer ureigenen Pflicht nach: Sie übernehmen soziale  Verantwortung und kümmern sich um die Schwachen der Gesellschaft. Sie dafür zu bestrafen ist unverantwortlich und moralisch verwerflich – und geht natürlich zu Lasten der Patienten! „Diese Menschen sich selbst zu überlassen, nur um ein paar Euro im Abrechnungssystem der Krankenhäuser zu sparen, ist unmenschlich“, klagt Stubbe.

Sollten tatsächlich Kosten eingespart werden, müsse zuvor die weiterführende Versorgungsstruktur verlässlich ausgebaut werden: Dafür braucht es kurzfristig verfügbare Reha-Maßnahmen und genügend freie Kurzzeitpflegeplätze. Solange diese Versorgung jedoch nicht gewährleistet ist, darf es keine bestrafende Gesundheitspolitik geben.

„Der VdK appelliert daher an alle Bundestagsabgeordneten aus Niedersachsen und Bremen, Ende März für eine Änderung des MDK-Reformgesetzes zu stimmen, um diese unhaltbaren Regelungen zu kippen!“, so der VdK-Chef.

Übrigens lehnt selbst der Deutsche Bundesrat dieses Gesetz ab, da pauschalierte Strafzahlungen weit über das Ziel hinausgehen. Die Regelung führe zur wirtschaftlichen Schwächung der Krankenhäuser und gefährde die Versorgungssicherheit von Patienten, heißt es.


Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg bei Bauarbeiten gefunden 

Keine Gefahr für Schule und Anwohner

04.03.2020 / PM

Holzminden. Am heutigen Tage, Dienstag, 04.03.2020, gegen 12.30 Uhr wurden bei Bauarbeiten der hieisgen Stadtwerke in der Straße Billerbeck in Holzminden drei sogenannte englische Stabbrandbomben aufgefunden.

 

Nach Absperrung des unmittelbaren Gefahrenbereiches und Kontaktaufnahme mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen wurden die, ca. 50 cm langen und 20 cm im Durchmesser messenden Bomben zu Sicherung zunächst wieder mit einer Sandschicht abgedeckt, und nach Eintreffen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes durch diesen zur Entsorgung gefahrlos abtransportiert.

 

Derartige Bomben wurden im Zweiten Weltkrieg über vielen deutschen Städten abgeworfen. Sie waren sehr gefürchtet, da sie beim Aufschlag aufplatzten, wodurch sich ihr zähflüssiger und leicht brennbarer Inhalt, bestehend aus einem Benzin-Harz-Gemisch und Phosphor, entzündete. Dieses Gemisch galt als kaum löschbar.

 

Eine Gefährdung für Anwohner, oder der Schüler und Lehrer des dortigen Campe-Gymnasiums bestand zu keinem Zeitpunkt, da eine der Bomben bereits gebrannt hatte, und bei den beiden anderen Bomben die Zünder, vermutlich noch während des Krieges oder kurz danach, ausgebaut wurden.


Landtagsstammtisch mit Uwe Schünemann

04.03.2020 / PM

Eschershausen. Der März-Stammtisch des CDU-Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann findet am 11.03.2020 um 19:30 Uhr im Mehrgenerationenhaus Eschershausen, Steinweg 20 statt.

 

Nach einem kurzen Rundgang mit dem Leitungsteam des familienfreundlichen Nachbarschaftszentrums stehen die Themen des  Februar-Plenums im Vordergrund, wo in den aktuellen Stunden und dringlichen Anfragen die Ereignisse der vorangegangenen Wochen großen Raum einnahmen: Berichte über die erschreckenden Ereignisse in Hanau und die Verteidigung der Demokratie vor rechtem Terror, die Affaire um den Aufenthalthalt von Igor K., die die Medizinische Hochschule in Hannover und Landesregierung in Atem gehalten hat. Aber auch das Dauerthema Düngeverordnung und die Reform der Notfallversorgung versprechen einen spannenden Abend.

 

Uwe Schünemann freut sich auf eine anregende Diskussionsrunde, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. 


Kükenfest in der Stadt der Düfte und Aromen

Holzminden in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland lädt zu beliebtem Frühlingsfest

28.02.2020 / PM

Holzminden. Wenn die Tage wieder länger und wärmer werden, Vogelgezwitscher durch die Solling-Vogler-Region im Weserbergland (SVR) hallt und die ersten Knospen an den Bäumen sprießen, ist es soweit: Der Frühling ist da. Traditionell lädt Holzminden – die Stadt der Düfte und Aromen – zum Frühlingsanfang zum beliebten Kükenfest in die Innenstadt ein.

 

Am 29. März 2020 wartet ein buntes Rahmenprogramm mit zahlreichen Highlights auf die Besucher der frühlingshaften Veranstaltung. So laden von 13 bis 18 Uhr die Geschäfte der Innenstadt sowie abwechslungsreiche Verkaufsstände mit Kunsthandwerk, Handarbeiten, Schmuck und vielem mehr zum Schlendern und Stöbern ein. Untermalt wird das Fest von verschiedenen Bands, die mit ihren Instrumenten durch die Straßen der Innenstadt ziehen. Vielseitige Attraktionen warten darauf, von Jung und Alt entdeckt zu werden. Ein umfassendes Kinderprogramm bietet den kleinsten Besuchern des Festes einen facettenreichen Nachmittag. Die Gäste können sich zudem auf eine Auto- und E-Bike-Ausstellung freuen, die neuesten Modelle anschauen und sich über aktuelle Trends informieren. Neben der Auto- und E-Bike-Ausstellung präsentieren sich das Holzmindener Handwerk KIC unter dem Motto „Respekt, wer es selber kann“ sowie die Bundeswehr mit einem Karrieremobil und informieren zum Thema Berufsorientierung. Freunde des Nervenkitzels haben in diesem Jahr die besondere Möglichkeit, das Geschehen von einem Heißluftballon, der an einem Kran am Weserkai befestigt ist, zu beobachten! Ein unvergessliches Erlebnis.

 

Natürlich haben die Besucher des Festes auch in diesem Jahr die Möglichkeit, an dem beliebten Kükenfest-Gewinnspiel, bei dem Küken die Schaufenster der Innenstadt schmücken und gezählt werden müssen, teilzunehmen. Wie gewohnt, hält das Gewinnspiel tolle Preise bereit. Kulinarische Leckereien runden das breite Angebot des Kükenfestes ab. Weitere Informationen sind bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, www.solling-vogler-region.de und unter Tel. 05536/960970 erhältlich. 


VdK: „Soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellen!“

21.02.2020 /DWD

Kreis Holzminden. Am 20. Februar fand der Welttag der sozialen Gerechtigkeit statt. Der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen nimmt diesen Aktionstag zum Anlass, um das Thema soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt zu rücken: „Als Sozialverband VdK setzen wir uns für soziale Gerechtigkeit ein.

Doch wir erleben tagtäglich, wie ungerecht es in vielen Teilen unserer Gesellschaft zugeht.

Warum zum Beispiel werden Menschen mit Behinderung noch immer vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und müssen für eine vollständige Teilhabe kämpfen? Warum müssen jedes Jahr mehrere tausend Menschen mit unserer Hilfe die ihnen zustehenden

Sozialleistungen wie eine Erwerbsminderungsrente einklagen? Und warum reicht für viele Menschen nach jahrzehntelanger harter Arbeit die Rente trotzdem nicht zum Leben?

 

Diese soziale Ungerechtigkeit ist menschengemacht und muss endlich beseitigt werden – das hat bereits unsere Jugend verstanden. Einer Umfrage des Bundesumweltministeriums zufolge sind mehr als 70 Prozent der Meinung, dass sich Politiker nicht genug darum kümmern, was der Bevölkerung wichtig ist. Sie fordern daher mehr Engagement für soziale Gerechtigkeit.

Dem kann sich der VdK nur anschließen. Denn zu einer gerechten Gesellschaft gehört, dass sich die Politik um die Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger kümmert.

Die Lösungen dafür sind klar: Inklusion muss selbstverständlich sein und endlich ernsthaft umgesetzt werden. Sozialleistungen sind kein Gnadenakt des Staates, die Betroffenen haben einen Rechtsanspruch darauf. Und Armut muss kein unabwendbares Schicksal sein: Mit

höherem Mindestlohn, einem Rentensystem, in das alle einzahlen, und einer gerechteren Steuerpolitik könnten sich alle Generationen auf ein gutes Leben im Alter verlassen.

Deshalb appelliert der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen an die Politiker, entschlossen gegen Probleme und Ungerechtigkeiten im Land vorzugehen und die soziale Gerechtigkeit wieder in den Mittelpunkt ihres Handelns zu stellen!“


Foto: SVR
Foto: SVR

Auf Winterreisen mit Go Uezono

20.02.2020 / PM

Bevern. Am 15. März 2020 lädt der Freundeskreis Schloss Bevern e.V. um 11 Uhr zu einer mitreißenden Klavier-Matinée in die Schlosskapelle des Weserrenaissance Schlosses  Bevern in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland (SVR) ein.

 

Der Pianist Go Uezono, geboren in Kobe (Japan), begeistert die Zuhörer mit seinem Programm „Winterreisen – ein Klavierabend mit Schumann und Schubert“. Während des Auftritts führt der Pianist durch Robert Schumanns frühe „Drei Romanzen“, die „Waldszenen“ aus der mittleren Phase Schumanns, bis in die späten Klavierwerke Schumanns und Franz Schuberts. So präsentiert er zudem Schuberts „Klaviersonate A-Dur D. 959“, die während der letzten Lebensmonate des Komponisten entstand und bis heute zu einer der wichtigsten und reifsten Werke Schuberts zählt. Auch die „Geistervariation“ Schumanns – sein letztes Werk, bevor er in die Nervenheilanstalt eingeliefert wurde – wird von Go Uezono vorgetragen.

 

Go Uezono, der nach seiner musikalischen Ausbildung zum Master Klavier und Master Liedgestaltung an der Stuttgarter Hochschule sein Konzertexamen Klavier- und Liedgestaltung an der Hochschule für Musik Trossingen erhielt, gewann bereits zahlreiche renommierte Preise. Seit 2016 ist er unter anderem als Dozent an der städtischen Leo-Borchard-Musikschule in Berlin-Zehlendorf tätig und tourt als Konzertpianist durch  Deutschland, Frankreich und Japan. Der Eintritt zur Klavier-Matinée kostet in der ersten Kategorie 19 Euro, 14 Euro ermäßigt und in der zweiten Kategorie 14 Euro und 11 Euro ermäßigt. Karten sind im Vorverkauf im Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern unter Tel. 05531/707140 sowie beim Stadtmarketing Holzminden unter Tel. 05531/992960 erhältlich. Die Tageskasse öffnet eine Stunde vor Konzertbeginn. Weitere Informationen sind bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, www.solling-vogler-region.de und unter Tel. 05536/960970 erhältlich.


Mit dem Taxi zum Tatort

Versuchter Diebstahl aus Autowerkstatt - Täter durch Polizei gefasst

16.02.2020 / PM

Holzminden. Am vergangenen Dienstag, 11.02.2020, gegen 21.00 Uhr, drangen zwei 61- und 54-jährige Männer nach dem Aufhebeln eines auf der Rückseite befindlichen Fensters in die Betriebs- und Geschäftsräume einer Autowerkstatt in der Rehwiese ein. Da das Gebäude alarmgesichert ist und dieser anschließend auch auslöste, verließen sie unmittelbar darauf unverrichteter Dinge das Gebäude. Durch ein Überwachungsunternehmen, bei dem der Alarm auflief, wurde zeitgleich die Polizei informiert.

 

Die kurz darauf eintreffenden Polizeibeamten konnten zunächst einen der beiden Täter noch auf dem Betriebsgelände feststellen und festnehmen. Dem zweiten Täter gelang es zunächst unbemerkt das Betriebsgelände zu verlassen. Noch während der Festnahme des ersten Täters bemerken die eingesetzten Beamten den anderen Täter, wie er über die Straße Weseraue in Richtung B64 flüchten wollte. Nach der Verfolgung über mehrere Zäune hinweg konnte dieser dann ebenfalls auf dem Parkplatz der Johanniter Unfallhilfe festgenommen werden, wo er sich in einem Gebüsch versteckt hatte.

 

Bei der weiteren Absuche des Geländes durch zusätzlich hinzugezogene Polizeikräfte konnte kein weiterer Täter festgestellt werden.

 

Kurios gestaltete sich die Anfahrt der Täter zum Tatort. Da diese nicht aus Holzminden stammten, ortsunkundig waren und nicht wussten, wie sie zu dem Firmengelände kommen, bestellten sie sich in einem Hotel ein Taxi, welches den einen Täter anschließend in die Rehwiese fuhr. Der andere Täter fuhr mit deren Auto hinter dem Taxi her. Das Täterfahrzeug stellten sie dann vor einem anderen, in der Nähe befindlichen Betriebshof ab, wo es später durch die Polizei festgestellt wurde.

 

Die beiden Täter wurden noch am Folgetag dem Haftrichter vorgeführt, der gegen beide Haftbefehl erließ.


Frauenpower und irische Klänge

More Maids zum internationalen Weltfrauentag in der Schlosskapelle Bevern

16.02.2020 / PM

Bevern. Am 6. März 2020 startet das Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern gemeinsam mit dem Gleichstellungsbüro des Landkreises Holzminden mit einem Konzert, passend zum Thema des frauenORTE Niedersachsen-Standorts, zu Ehren der Landärztin Paula Tobias in Bevern, ins diesjährige Folkkonzertjahr. Um 20 Uhr warten die „First Ladies des Irish Folk“ – die More Maids – in der Schlosskapelle des Weserrenaissance Schlosses Bevern in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland (SVR) darauf, das Publikum zu begeistern.

 

Von typisch irischen Songs, über Stücke mit Acoustic-Pop-Einflüssen, bis hin zu a capella Titeln – die vier Sängerinnen erfreuen die Zuhörer mit dem klassischen irischen „Storytelling“ – dem Geschichtenerzählen in Musikform. Im Mittelpunkt der Show stehen die weiche Altstimme von Barbara Coerdt und der keltische Sopran von Sandra Steinorts. Untermalt werden die Stimmen von den Geigen- und Dudelsackklängen Barbara Hintermeiers – einer der besten deutschen Geigerinnen – sowie von Marion Fluck, die mit Flöten und Whistles begeistert. Außerdem sorgt Sandra Steinort mit dem Klavier, Akkordeon und der Querflöte für einen abwechslungsreichen Klang. Der Auftritt wird durch die außergewöhnliche Ausstrahlung der Band, ihrem Charme, den durch die Lieder erzählten Geschichten und flotten Tanzstücken perfekt abgerundet. Damit nicht genug: Die Band präsentiert zudem ihre neue CD „Fourmaids“!

 

Um 18 Uhr findet eine kommentierte Führung durch die Dauerausstellung über Paula Tobias, der ersten Landärztin im Braunschweiger Land, statt. Während des Abends sorgt das Landgasthaus Rosengarten aus Golmbach für kulinarische Leckereien. Der Eintritt zum Konzert kostet in der ersten Kategorie 19 Euro, 14 Euro ermäßigt und in der zweiten Kategorie 14 Euro und 11 Euro ermäßigt. Karten sind im Vorverkauf im Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern unter Tel. 05531/707140 sowie beim Stadtmarketing Holzminden unter Tel. 05531/992960 erhältlich. Die Tageskasse öffnet eine Stunde vor Konzertbeginn. Weitere Informationen sind bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, www.solling-vogler-region.de und unter Tel. 05536/960970 erhältlich.


Modernisierung der Unternehmensbesteuerung – ein Beitrag im internationalen Steuerwettbewerb

Veranstaltung der Mittelstandsvereinigung und des CDU Kreisverbands mit Fritz Güntzler MdB

13.02.2020 / PM

Stadtoldendorf. Zu der Veranstaltung „Modernisierung der Unternehmensbesteuerung – ein Beitrag im internationalen Steuerwettbewerb“ laden die Mittelstandsvereinigung der CDU und der CDU Kreisverband Holzminden am 20. Februar 2020 um 18 Uhr im „Haus am Eberbach“ in Stadtoldendorf herzlich ein.

 

Als Referent konnte der Finanzpolitiker Fritz Güntzler gewonnen werden. Gemeinsam mit Sebastian Brehm MdB hat er im Auftrag des CDU-Bundesfraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus ein Reformpaket erarbeitet, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu erhalten.

 

Deutschland muss sein Unternehmenssteuerrecht modernisieren, um die Bedingungen für Investitionen zu verbessern. Ziel ist, dass die deutsche Wirtschaft auch in Zukunft ihre weltweite Führungsrolle behält und auf diese Weise der Wohlstand unserer Gesellschaft gesichert werden kann. Steuerbelastungen von bis zu 35 Prozent bei Kapitalgesellschaften und teilweise über 45 Prozent bei Personengesellschaften schwächen unsere Unternehmen in Ihrer Investitionsmöglichkeit sowie bei der Innovationsfokussierung. Die Wettbewerbsfähigkeit kann insbesondere durch eine Senkung der Körperschaftssteuerbelastung gesichert werden. Außerdem muss eine rechtsformneutrale Besteuerung geschaffen werde, so Fritz Güntzler. Dafür sollte ein Optionsmodell geschaffen werden und die bestehende Thesaurierungsbegünstigung verbessert werden.

Weitere Forderungen der CDU/CSU-Bundestagfraktion sind unter anderem die komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlags und die Weiterentwicklung der Gewerbesteueranrechnung auf die Einkommensteuer.

 

Nicht nur als Finanzpolitiker, sondern auch als Diplomkaufmann, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater ist Fritz Güntzler von der Notwendigkeit der umfassenden Modernisierungen überzeugt. 

 

Die Mittelstandsvereinigung und der CDU Kreisverband Holzminden freuen sich, mit Ihnen die aktuelle Lage sowie die Zukunftsaussichten mit dem neuem Konzept zu diskutieren.

 

Landrat bedankt sich bei Ehrenamtlichen für Sabine-Einsatz

12.02.2020 / PM

Kreis Holzminden. Der letzten starken Böen sind abgeklungen, das Orkantief Sabine ist endgültig nach Südosten weitergezogen. Hunderte von Helfern, vor allem von den örtlichen Ortsfeuerwehren hatten von Sonntagmorgen bis Montagabend alle Hände voll zu tun, um durch den Sturm verursachte Behinderungen und Schäden zu beseitigen.

 

Für Landrat Michael Schünemann ist es nach Beendigung aller Einsätze noch einmal ein wichtiges Anliegen, allen beteiligten Kräften für ihre Arbeit zu danken. „Unsere Feuerwehr und auch die Mitarbeiter unserer Straßenmeisterei winken ja gern mal ab, weil Stürme wie der aus den letzten Tagen für sie schon Routine sind“, sagte Schünemann in einer Presseerklärung. „Ich möchte allen Einsatzkräften aber trotzdem noch einmal ausdrücklich meinen persönlichen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz sagen“, ergänzt der Landrat. „Die meisten der besonders am Sonntag aktiven Kräfte sind Ehrenamtliche. Deren Engagement darf für uns keinesfalls als selbstverständlich gelten.“ Dank der gut über die Kreisfeuerwehr organisierten und vernetzten einzelnen Wehren seien Ereignisse wie der Sturm Sabine für die Bevölkerung des Kreises in der Regel schnell ad acta gelegt.      


Straßenverkehrsamt am Freitag nur für Terminkunden offen

12.02.2020 / PM

Holzminden. Die Zulassungsbehörde steht am Freitag, den 14.02. nur eingeschränkt für den  Publikumsverkehr zur Verfügung. Alle Kunden mit einem Online-Termin werden wie gewohnt abgearbeitet, Adressänderungen und Abmeldungen auch. Für alle anderen Zulassungsvorgänge sollten die Kunden einen späteren Zeitpunkt zur Erledigung wählen. Das Straßenverkehrsamt bittet um Verständnis. 


Simone Fleck serviert „Männerobst“

Kabarett zum Weltfrauentag

12.02.2020 / PM

Buchhagen. In ihrem neuen Programm „Männerobst“ deckt Simone Fleck weibliche Taktiken auf und zeigt originelle Wege im Umgang mit Familie und Nachbarschaft auf. Untherapiert werden Sie durch den Dschungel der Glücks- und Heilversprechen geführt und tütenweise mit Glück beschenkt. Gesund Leben zwischen mahnendem Schrittzähler und stummen Bewegungsmelder? Nachhaltig essen: Rotes oder grünes Fleisch?

„Rent-A-Doll“ als Alternative zur Ehe?

 

Diese und weitere existenzielle Fragen beantwortet Simone Fleck am Freitag, den 13.03.2020  um 20 Uhr auf ihre gewohnt mitreißende Art im Gasthaus Mittendorf.

 

Das Gleichstellungsbüro beim Landkreis Holzminden lädt herzlich zu diesem diätfreien, aber genussvolles Programm voller Kalorienbomben ein! Auch die Herren der Schöpfung dürfen selbst verständlich ihre Neugier stillen und herausfinden, was es mit dem Männerobst auf sich hat.

 

Karten für das Kabarettprogramm sind ab sofort im Gleichstellungsbüro beim Landkreis Holzminden, Tel.: 0 55 31/70 74 61, Fax: 0 55 31/7 07 63 11, Email: gleichstellungsbuero@landkreis-holzminden.de und im Gasthaus Mittendorf, Buchhagen, Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr erhältlich.


Freuen sich über das 20-jährige Dabeisein: REK Weserbergland plus-Mitglieder zusammen mit der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kienast in der Niedersachsen-Lounge
Freuen sich über das 20-jährige Dabeisein: REK Weserbergland plus-Mitglieder zusammen mit der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kienast in der Niedersachsen-Lounge

Landkreis Holzminden seit 20 Jahren auf der Grünen Woche präsent 

11.02.2020 / PM

Berlin. Der Landkreis Holzminden war in diesem Jahr auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin sehr präsent. Zahlreiche Kreistagsabgeordnete, Vertreter aus der Wirtschaft sowie der Kreisverwaltung nutzten die Gelegenheit der vorrangig für Landwirtschaft und Touristik wichtigen Messe, um sich einen Eindruck zu verschaffen, überregional Kontakte   zu   knüpfen  und   sich   auszutauschen.   Im   Rahmen   der   Regionalen Entwicklungskooperation   Weserbergland   plus   (REK   plus)  ist   der   Landkreis mittlerweile  seit  20   Jahren   über  den  gesamten   Zeitraum  der  Messe   an   einem Informationsstand der REK  plus in der Niedersachsenhalle präsent. Ziel ist es dabei,die   gemeinsame   Arbeit   der   vier   beteiligten  Landkreise   –   Holzminden,   Hameln-Pyrmont,   Schaumburg  und   Nienburg)   –   öffentlich   zu   machen   und   regionalen Produkte   bzw.   touristischen   Dienstleistern   eine   Plattform  zu   geben,   sich   zu präsentieren. Anlässlich des Jubiläums hat sich die REK diesmal auch in der  VIP-Lounge der Niedersachsenhalle präsentiert, um besonderen Gästen die Attraktivität des Weserberglandes näherzubringen. Prominenter Gast beim Frühschoppen war unter anderem Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kienast.


Landtagsstammtisch zu Bauernprotesten, Energieversorgung und Berufsschule

08.02.2020 / PM

Holzminden. Der Auftakt zur beleibten Veranstaltungsreihe „Landtagsstammtisch“ von Uwe Schünemann fand traditionell zu Beginn des Jahres im Urpils-Keller der Brauerei Allersheim statt. Nach einer Stärkung mit regionalen Produkten stellte der Landtagsabgeordnete die Schwerpunkte der letzten Plenarwoche vor. Dabei stießen drei Themen auf besonderes Interesse: Zukunft der Berufsschule, Perspektiven der Landwirtschaft und Sicherung der Energieversorgung.

 

Noch im letzten Jahr hatte die Kreishandwerkerschaft befürchtet, dass mit einer Schulgesetznovelle den Berufsbildenden Schulen kleine Klassengrößen untersagt werden sollten. „Das ist endgültig vom Tisch“, so Uwe Schünemann. Allerdings sei die Unterrichtsversorgung immer noch nicht zufriedenstellend. Mit einem Maßnahmenbündel wollen die Regierungsfraktionen kurz und mittelfristig für eine Verbesserung sorgen. Für die BBS Holzminden sei die Verstetigung eines festen Budgets für die Einstellung von Honorarkräften entscheidend. Dadurch könne flexibel reagiert werden. Auch wenn das Integrationsprojekt „SPRINT“ leider vom Kultusminister nicht weiterverfolgt würde, müssten die Lehrkräfte und sozialpädagogischen Mitarbeitenden weiter beschäftigt werden. Zusätzliche Studienplätze seien dringend erforderlich. Hier gebe es Bestrebungen in Hildesheim entsprechende Kapazitäten zusätzlich zu schaffen. 

 

Ein weiteres Thema waren Bauernproteste mit Beteiligung von vor allem jungen Landwirten aus dieser Region. „Ich bin vom Mobilisierungsgrad aber auch von der Sachlichkeit der Argumente beeindruckt,“, kommentiert der CDU Politiker die zahlreichen Demonstrationen. Dabei ginge es der Agrarwirtschaft nicht um neue Subventionen, sondern um faire Rahmenbedingungen. Das habe die aus der Praxis stammende Landwirtschaftsministerin Otte Kinast längst verstanden und kämpfe deshalb mit Vehemenz für die Anwendung des Verursacherprinzips bei der Düngeverordnung. Die Vorgabe aus Brüssel, die Düngung um 20 Prozent zu reduzieren, werde man nicht verhindern können. Dagegen müssten die Messstellen überprüft werden. „Wenn der Landwirt das Grundwasser in seinem Verantwortungsbereich nicht gefährde, dürfe er auch nicht unter pauschalen Vorgaben leiden“, fasste Uwe Schünemann die Haltung seiner Fraktion zusammen. Diese Forderung habe die Bundesregierung endlich verstanden, weshalb nun die berechtigte Hoffnung besteht, dass dieses Prinzip umgesetzt werde. 

 

Große Sorge bereitet die Sicherung der Energieversorgung. Das wurde an diesem Abend sehr deutlich. Viele Teilnehmer zeigten sich besorgt über mangelnde Konzepte. Niemand habe eine Antwort auf die Frage, wie es nach dem Abschalten der Kohle- und Kernkraftwerke weitergehen solle. „Mit den für die Grünen typischen Verboten, Blockaden und Nebelkerzen werde man die Energiewende nicht schaffen“, ist sich Uwe Schünemann sicher. Vielmehr müssten anhand von Zahlen und Fakten endlich Entscheidungen getroffen werden - allein mit Windkraft könne die Stromversorgung nicht sichergestellt werden. Eine Steigerung der Akzeptanz durch angemessene Mindestabstände zur Wohnbebauung und Gewinnbeteiligung der Bevölkerung sei aber möglich. Gleichzeitig dürften geeignete Waldgebiete nicht länger zur Tabuzone erklärt werden. 

 

Mit der grünen Wasserstofftechnik und synthetisch hergestellten Kraftstoffen stünden die Energiequellen der Zukunft bereits zur Verfügung. Es komme jetzt auf die Umsetzung einer nationalen Wasserstoffstrategie an. „Die Zeit drängt“, so Uwe Schünemann. „Ansonsten verschlafen wir die Chance, die Technolgieführerschaft bei der Energie zurückzugewinnen.“

 

Bei einem gemütlichen Glas Allersheimer wurde noch lange diskutiert. Die Mischung aus Informationen und anregenden Gesprächen kam erneut bei den vielen Besuchern des Landtagsstammtischs gut an. 


Arztkoffer entwendet - Polizei warnt vor unsachgemäßer Einnahme der darin befindlichen Medikamente

27.01.2020 / PM

Bodenwerder. In der Nacht von Freitag (24.01.2020; 22:30 Uhr) auf Samstag (25.01.2020; 09:00 Uhr) entwendeten bisher unbekannte Täter einen Arztkoffer aus einem Pkw auf einem Privatgrundstück im Kälbertal in Bodenwerder/Kemnade.

 

Der Pkw einer praktischen Ärztin war aufgrund eines technischen Defektes an der Zentralverriegelung teilweise unverschlossen. Dies nutzen die unbekannten Täter aus und entwendeten so den Arztkoffer aus dem Pkw.

 

In dem schwarzen Lederkoffer befanden sich neben einem Kartenlesegerät diverse Arztutensilien, Blanko-Kassenrezepte, Blanko- Privatrezepte, Überweisungen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und ein Arztstempel.

 

Ausgesprochen gefährlich dabei seien die ebenfalls enthaltenen Medikamente, da sie nach Angaben der Ärztin - bei unsachgemäßer Einnahme - die Gesundheit erheblich beeinträchtigen oder gar lebensgefährlich sein können.

 

Die Polizei warnt ausdrücklich vor dem Gebrauch der Medikamente und bittet um Hinweise zum Verbleib des Koffers oder seinen Inhalten. Hinweise nimmt die Polizei Bodenwerder unter der Rufnummer 05533/97495-0, aber auch jede andere Polizeidienststelle entgegen. 


Landtagsstammtisch mit Uwe Schünemann

27.01.2020 / PM

Holzminden. Zum Jahresauftakt der bewährten Reihe „Landtagsstammtisch mit Uwe Schünemann“ lädt der CDU-Abgeordnete des Niedersächsischen Landtags am 05. Februar 2020 um 19:00 Uhr in die Brauerei Allersheim ein.

 

Bei regionalen Getränken und einem rustikalen Imbiss im historischen Urpilskeller wird das kommende politische Jahr beleuchtet und über die Beschlüsse, Anträge und Anfragen des Januarplenums dikutiert. Im Vordergrund steht hier ein breites Spektrum von Verbesserungen in der Pflege, Stärkung der beruflichen Bildung und Sofortmaßnahmen zur Stärkung der Unterrichtsversorgung an den Berufsbildenden Schulen sowie die Förderung kleiner und mittlerer Städte in ländlichen Räumen. Bei der Energiewende setzt die Landesregierung zunehmend auf „grünen Wasserstoff“. Zur Umsetzung des Eckpunktepapiers „Norddeutsche Wasserstoff-Strategie“ wird ein Antrag beraten, der regulatorische Hemmnisse beseitigen soll. 

Uwe Schünemann freut sich auf zahlreiche Gäste und anregende Diskussionen. 


Online-Kurse für kaufmännische Bildung

23.01.2020 /PM 

Holzminden. Für eine berufliche Neu- oder Umorientierung im kaufmännischen Bereich bieten die zertifizierten Xpert-Kurse der Volkshochschulen beste Möglichkeiten. Die neuen Online-Kurse, in die sich die Teilnehmenden bequem von zu Hause aus einloggen, starten am 03. März 2020. Das Angebot an Online-Kursen reicht von der Finanzbuchhaltung über Lohnbuchführung und Bilanzierung bis hin zu Steuerrecht und Personalwirtschaft. Auch die Buchhaltungssoftware DATEV kann im Rahmen eines Online- Kurses für die Finanz- oder die Lohnbuchhaltung erlernt werden. In einer Einführungsveranstaltung am Donnerstag, den 30. Januar 2020 um 18.00 Uhr haben Interessierte Gelegenheit, sich in der Geschäftsstelle der KVHS in der Neuen Straße 7 in Holzminden über das Xpert-Lernnetz zu informieren.

 

Die Kreisvolkshochschule Holzminden hat sich schon vor vielen Jahren an das bundesweite Kurs- und Zertifikatssystem Xpert Business angeschlossen. Die Kurse führen zu hochwertigen Fachkraft- und Buchhalter-Abschlüssen auf IHK-Niveau. Ein besonderer Vorteil sind die kurzen überschaubaren Kursmodule. Gerade in der beruflichen Weiterbildung ist Flexibilität gefragt. Viele Lernende möchten sich nicht langfristig an umfangreiche Lehrgänge mit 400 Stunden binden – aber dennoch hochwertige Abschlüsse erreichen. Das Kurssystem Xpert Business ist modular aufgebaut. Jeder Kursbaustein umfasst überschaubare 50 – 60 Unterrichtseinheiten und kann mit einer eigenen Zertifikatsprüfung abgeschlossen werden – die den Teilnehmenden niemand mehr nehmen kann, auch wenn sie erst später oder an einer anderen Volkshochschule mit einem nächsten Kursbaustein fortfahren möchten. Einmal abgeschlossene Kursmodule können gleich für mehrere Abschlüsse eingebracht werden – ohne unnötige Wiederholungen.

 

Nähere Informationen zu den Kursen können der Homepage der KVHS entnommen werden. Die Online-Kursabende finden jeweils dienstags und donnerstags von 18.30 bis 20.30 Uhr bis Ende Mai 2020 statt. Anmeldungen für die Online-Kurse können über die Homepage www.kvhs-holzminden.de oder per Mail an info@kvhs-holzminden.de erfolgen. Weitere Informationen sind unter Telefon 0 55 31 707-393 erhältlich. 


Mit dem Trecker in die Hauptstadt: Der Grüne-Kreisvorstandssprecher Gerd Henke (rechts) und Kreisgeschäftsführer Ulrich Schulze setzten sich bei der Großdemo am Samstag in Berlin für eine nachhaltige Landwirtschaft ein.
Mit dem Trecker in die Hauptstadt: Der Grüne-Kreisvorstandssprecher Gerd Henke (rechts) und Kreisgeschäftsführer Ulrich Schulze setzten sich bei der Großdemo am Samstag in Berlin für eine nachhaltige Landwirtschaft ein.

Mit dem Trecker gegen die Agrarindustrie

Holzmindener Grüne in Berlin bei Großdemo „Wir haben Agrarindustrie satt“ 

22.01.2020 /PM 

Holzminden/Berlin. „Wir haben Agrarindustrie satt“, das ist das Motto der alljährlichen Großdemonstration zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin, der sich traditionell auch der Holzmindener Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen anschließt. Diesmal waren es Gerd Henke, Vorstandsprecher und Ulrich Schulze, Geschäftsführer der Kreisgrünen, die bei der Veranstaltung mit 27.000 Teilnehmern am Samstag dabei waren. 

 

Ein zentraler Teil der Demo ist der Konvoi von Treckern aus dem gesamten Bundesgebiet, der vom Aktionsbündnis bäuerliche Landwirtschaft (ABL) organisiert wird. Unter den fast 200 Treckerfahrern war diesmal auch Gerd Henke dabei, dem ein befreundeter Biobauer seinen Schlepper zur Verfügung gestellt hatte. „Was wir schon auf der 14-stündigen Fahrt nach Berlin und dann in der Hauptstadt selbst für Zustimmung der Bevölkerung erfahren haben, das war beeindruckend“, berichtet Henke. „Immer mehr Menschen wird bewusst, dass es mit der herkömmlichen Landwirtschaft so nicht weitergehen kann.“

 

Der großflächige Einsatz von Pestiziden trägt zum Artensterben bei, die Überdüngung  belastet das Grundwasser mit Nitrat und die konventionelle Massentierhaltung ist eine Qual für die Tiere“, sagt Ulrich Schulze. Da müssen Bundesregierung und EU endlich die Weichen für eine nachhaltigere Agrarwirtschaft –und politik stellen.

 

Die Grünen weisen darauf hin, dass in diesem Jahr wichtige Entscheidungen für Landwirtschaft und Klima getroffen werden. Bei der EU-Agrareform entscheide sich, ob mit den Milliarden-Subventionen die Agrarwende gestemmt und das Insektensterben gestoppt werden kann. „Wir werden auch hier in der Region Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner daran messen, ob sie ihrer Aussage, dass ökologisches Wirtschaften auch einen angemessenen Preis erhalten muss, in Berlin und Brüssel Taten folgen lässt“, sagen Henke und Schulze. Dass die größten Flächeneigner den Großteil der Agrarsubventionen abgreifen, ist nicht im Interesse der bäuerlichen Betriebe und begünstigt nur die Agrarindustrie. „Die Politik, denen die viel haben, immer noch mehr zu geben, muss endlich ein Ende finden“, so die Grünen. 

 

In einem zentralen Punkt sind sich die Grünen mit der Initiative Land schafft Verbindung einig: Das Mercosur-Freihandelsabkommen mit Südamerika muss verhindert werden. Es kann nicht sein, dass im Amazonas der Urwald abgeholzt und abgebrannt wird, nur um billiges Gen-Soja und unter Minimalstandards produziertes Rindfleisch nach Deutschland und die EU exportiert werden kann. Das würde hierzulande zu einem weiteren Höfesterben beitragen. „Deshalb müssen wir die Große Koalition aus CDU und SPD in Berlin und Hannover dazu zwingen, dass sie ihr Veto gegen Mercosur einlegt“, fordern die Grünen.


Mit drei Klarinetten von Klassik bis Jazz 

Trio Schmuck eröffnet Kammerkonzertjahr in der Schlosskapelle Bevern

21.01.2020 /PM

Bevern. Einen außergewöhnlich besetzten Auftakt des Konzertjahres im Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern gibt das KLARINETTENTRIO SCHMUCK am Sonntag, 9. Februar um 17 Uhr. Das junge dynamische Trio mit Sayaka und Yumi Schmuck, (Klarinette) sowie Sebastian Pigorsch (Bassetthorn und Bass-Klarinette) bietet feinste Kammermusik und lässt aufhorchen. Neben der seltenen Kombination von Klarinette, Bassetthorn und Bass-Klarinette zeichnet sich das Trio durch sprudelnde Spielfreude, magischen Dialog und homogenes Zusammenspiel aus. Das Geschwisterpaar Sayaka und Yumi Schmuck sowie Sebastian Pigorsch spannen mit ihrem Programm den Bogen mit Werken von klassischen Komponisten wie W. A. Mozart und A. Dvorák bis hin zu moderneren Stücken bekannter Jazzkomponisten wie Irving Berlin und Paul Desmond. Vorab verraten sei nur soviel: „Take Five“ geht auch zu dritt - auf der Klarinette.

 

Karten zum Kammerkonzert mit dem Klarinettentrio Schmuck gibt es im Vorverkauf im Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern, Tel.: 0 55 31- 707 140 und im Stadtmarketing Holzminden, Markt 2, Tel. 0 55 31 - 99 29 60. Die Tageskasse öffnet eine Stunde vor Konzertbeginn. Auch Abonnements für die interessante Veranstaltungssaison 2020 im Schloss können jetzt noch gebucht werden. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen im Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern: www.schloss-bevern.de. 


Typische Feldhecken im Landkreis Holzminden. Foto: LK HOL
Typische Feldhecken im Landkreis Holzminden. Foto: LK HOL

Naturschutzstiftung vergibt Fördermittel fürs laufende Jahr

Pflanzen für neue Feldhecken werden zu 100 Prozent gefördert

20.01.2020 / PM

Kreis Holzminden. Im März 2020 wird das Kuratorium der Naturschutzstiftung zusammenkommen, um über Förderanträge für das laufende Jahr zu beraten. Bis zum 15. Februar können dafür noch entsprechende Anträge bei der Geschäftsstelle der Naturschutzstiftung eingereicht werden. 

 

Gefördert werden grundsätzlich Projekte, die der Naturerhaltung oder -pflege im Gebiet des Landkreises Holzminden zugutekommen. Das können ganz unterschiedliche Vorhaben sein. Von der Anlage und Pflege von Streuobstwiesen, dem Anpflanzen von Bäumen und Feldhecken bis hin zur Entbuschung von Kalkmagerrasen oder der Schaffung und Aufwertung von kleinen Still- und Fließgewässern, Projekten zum Schutz heimischer Tier- und Pflanzenarten ist vieles denkbar. Auch Projekte, die der Umweltbildung dienen, werden von der Stiftung gefördert.

 

Ganz aktuell hat die Stiftung gerade ein Förderprogramm für die Neuanlage von Feldhecken aufgelegt. Wer vorhat, eine Feldhecke anzulegen, kann sich dafür die Kosten für das Pflanzenmaterial komplett durch die Naturschutzstiftung fördern lassen. 

 

Gefördert werden kann grundsätzlich jeder, das heißt sowohl Projekte von Einzelpersonen, Gruppen, Vereinen, Kommunen, Schulen oder Kindergärten. 

 

Antragsformulare, Förderprogrammflyer „Feldhecken“ und weitere Informationen erhalten Sie per elektronischer oder telefonischer Anfrage an Marlies Zuidema, Tel. 0 55 31/707-177 (dienstags bis donnerstags) oder e-mail: naturschutzstiftung@landkreis-holzminden.de. Sie stehen auch auf der Homepage des Landkreises zum Download bereit (www.landkreis-holzminden.de/unsere-partner/naturschutzstiftung/) 


Verkehrsbehinderungen durch Traktoren-Sternfahrt

16.01.2020 / PM

Eschershausen. Für den morgigen Freitag (17.01.2020) haben Landwirte aus Niedersachsen eine Traktoren-Sternfahrt nach Hannover angekündigt. Unter dem Motto "Land-schafft-Verbindung" werden mindestens 2000 Fahrzeuge in der Landeshauptstadt erwartet.

 

Aus dem hiesigen Bereich sind zwei Fahrten ab etwa 08:00 Uhr angemeldet.

 

Etwa 40 Traktoren starten aus Hasperde und fahren über die B217 nach Hannover.

 

Weitere 20 Fahrzeuge wollen aus Eschershausen über die B64/B240/B3 nach Hannover fahren.

 

Die Konvois werden durch die Polizei begleitet. Es ist mit nicht unerheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen.


Der Landkreis möchte mit seiner Mitgliedschaft ein Signal setzen (v. l. Friedhelm Schwiete, Dr. Olaf Peterschröder, Landrat Michael Schünemann, Thomas Schöning (stellvertretender Vorsitzender des Förderverein Landesgartensschau), Friedel Höke
Der Landkreis möchte mit seiner Mitgliedschaft ein Signal setzen (v. l. Friedhelm Schwiete, Dr. Olaf Peterschröder, Landrat Michael Schünemann, Thomas Schöning (stellvertretender Vorsitzender des Förderverein Landesgartensschau), Friedel Höke

Landkreis Holzminden fördert Landesgartenschau der Stadt Höxter

13.01.2020 / PM

Holzminden. Der Landkreis Holzminden unterstützt die Stadt Höxter bei ihren Planungen zur Ausrichtung der Landesgartenschau 2023. Eine entsprechende Mitgliedschaft im Förderverein Landesgartenschau war von Landrat Michael Schünemann noch im alten Jahr unterzeichnet worden. „Wir wollen und müssen ganz unabhängig von Landes- oder Kreisgrenzen ein gemeinsames Bild nach außen abgeben, um die Menschen im Land von unserer Region zu überzeugen“, betonte Schünemann bei einem Treffen mit Mitgliedern des Landesgartenschau-Fördervereins.

 

Auch für den Höxteraner Förderverein ist die Mitgliedschaft des Landkreises jenseits der Weser ein wichtiges Signal und Grund genug, beim Landrat noch einmal persönlich für eine Danksagung vorstellig zu werden. „Die Landesgartenschau soll nicht nur für die Stadt Höxter, sondern für die ganze Region einen wichtigen Impuls setzen“, unterstrich Dr. Olaf Peterschröder, im Arbeitskreis Mitgliedergewinnung des Fördervereins aktiv. Die Bereitschaft des Landkreises Holzminden, die Landesgartenschau durch seine Mitgliedschaft zu unterstützen, werde deshalb vom Vorstand und von den aktiven Mitgliedern als sehr positives Zeichen wahrgenommen. Den Wert der weserübergreifenden Zusammenarbeit hob auch Thomas Schöning, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, hervor. „Wir würden uns wünschen, dass von dieser Seite der Weser noch weitere entscheidende Signale der Unterstützung kämen“, sagte Schöning. Es gehe darum, die eigenen Vorteile eines solchen Ereignisses zu erkennen und eine weitere Möglichkeit  weserübergreifender Begegnung als Chance zu nutzen.    

 

Argumente, die auch der Landrat des Landkreises Holzminden nur unterschreiben kann. Ein gemeinschaftliches Handeln mit ganz vielen Akteuren zusammen auch über Grenzen hinweg sei ihm ganz besonders wichtig, erklärte der Landrat „Nur gemeinsam bekommen wir bestimmte Dinge vom Tisch.“ Schünemann versprach, sich auch bei den Samtgemeinden für ein stärkeres Engagement in Sachen Landesgartenschau 2023 einzusetzen.   


ACHTUNG: HALTUNG!  

Fünf starke Profis für den Poetry Slam im Weserrenaissance Schloss Bevern

13.01.2020 / PM

Bevern. "Never change a running team!" Auch am Freitag, den 18. Januar 2020 um 19 Uhr beim sechsten Poetry Slam in der Beveraner Schlosskapelle heißt es wieder: Ein wunderschöner Spielort, eine Bühne, fünf erfahrene Poet*innen, ein Finale und ein Ziel. Es gilt, die Herzen der Zuschauer*innen für sich und seinen Text zu gewinnen.

Diesmal jedoch kommt etwas Neues – ein Themenslam, der zudem die ganze Veranstaltung unter das Label des frauenORTE Niedersachsen-Standorts Paula Tobias im Schloss Bevern stellt. Unter dem brandaktuellen Motto „Achtung: Haltung!“  stellen sich die Dichter*innen einem echten Worte- und Themen-Mehrkampf und lesen in jeweils einer Pflicht- und einer Kür-Runde. In der „Pflicht“ widmen sich die Literat*innen pointiert wortstark und ebenso nachhaltig einer Fragestellung, die in Zeiten der zunehmenden Rechts-Populismen dringender denn je ist, nämlich der Frage nach der eigenen Haltung und der eigenen Standortbestimmung in Sachen moralischer Aufgeklärtheit und demokratischem Widerstand. Was entgegnen sie dem um sich greifendem Wutbürgertum und extremistisch gefärbten Meinungen? Welche Antwort haben sie auf rassistische, sexistische und ausgrenzende Tendenzen? Und vor allem: Was bedeutet ehrliche und offene Meinungsfreiheit in diesen postfaktischen Zeiten?

In der „Kür“ öffnen die Poet*innen schließlich ihre funkelnden ABC-Schatzkisten und präsentieren einen fulminanten Einblick in ihre besten Bühnen-Texte. Von Kurzgeschichten bis zur literarischen Comedy, von Lyrik bis Rap und Performance-Prosa sind dem Vortrag dabei keinerlei Grenzen gesetzt. Mittels Stimmkarten ermitteln die Zuschauer*innen schließlich ihre „Sieger*in des Herzens“ - den „Schlosspoeten-Slam-Champion 2020“. Haltungs- und Nachdenkhitze garantiert!

Ihre Stimmen erheben die Poetry Slammer*innen und Live-Autor*innen Jule Weber, Miedya Mahmod und Yannick Steinkellner aus Bochum. Aussagekräftige Unterstützung erhalten sie von Erik Leichter aus Hannover und Bernard Hoffmeister aus Düsseldorf.

Durch den Abend führen die Moderatoren und Literaturveranstalter Henning Chadde und Jörg Smotlacha („Macht Worte!“ – der hannoversche Poetry Slam, SLAM 2017, Hannover Slam City, Büro für Popkultur).

Wie in den Jahren zuvor werben die SCHLOSSPOETEN-Profis beim regionalen Publikum zur inspirierten Teilnahme beim Intensivworkshop und Auftritt bei SLAM DAS SCHLOSS! 2020, dem U und Ü20-Poerty Slam der Region, der in diesem Jahr vom 28.02. bis 01.03. am Internat Solling stattfinden wird (Infos und Anmeldung: www.schloss-bevern.de).

 

Poetry Slam am frauenORT Paula Tobias

Schlosspoeten 2020: Achtung: Haltung!

Samstag 18.01.2020, 19 Uhr

Schlosskapelle im Weserrenaissance Schloss Bevern

 

Die Tageskasse öffnet am Veranstaltungstag um 18 Uhr. Einlass: 18:30 Uhr. Karten 15 Euro, ermäßigt 5 Euro (freie Platzwahl). Weitere Informationen zu den Veranstaltungen im Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern: www.schloss-bevern.de.


Spanisch lernen in der Kreisvolkshochschule

Vom Abendkurs bis zum Bildungsurlaub

10.01.2020 / PM

Holzminden. Spanisch ist nach Chinesisch weltweit die am meisten gesprochene Muttersprache. Von 477 Mio. Menschen in 21 Ländern wird Spanisch als offizielle Landessprache gesprochen und als Muttersprache in weiteren 13 Ländern von einem Teil der Bevölkerung. Wer über spanische Sprachkenntnisse verfügt, kann sich also in vielen Ländern verständigen. Die Kreisvolkshochschule Holzminden startet demnächst einige Spanischkurse auf unterschiedlichem Niveau.

 

Ein Einstiegskurs mit der Muttersprachlerin Naima Hamrouche beginnt am Donnerstag, den 23. Januar 2020. Für Personen mit ersten Vorkenntnissen beginnt ein Kurs am Dienstag, den 21. Januar und für Personen mit erweiterten Vorkenntnissen am Montag, den 20. Januar. Wer Sprachkenntnisse auf dem Niveau A2 anstrebt, dem sei der Spanischkurs ab Mittwoch, den 22. Januar empfohlen. Alle genannten Kurse finden an zehn Abenden jeweils von 18.00 bis 19.30 Uhr in der KVHS in der Neuen Straße 7 in Holzminden statt. 

 

Wer lieber kompakter in einer Woche lernen möchte, dem seien zwei Bildungsurlaubsseminare empfohlen: vom 23. bis 27. März 2020 der Einstiegskurs für Personen ohne Vorkenntnisse und vom 20. bis 24. April 2020 ein Kurs für Personen mit ersten Vorkenntnissen. Selbstverständlich sind die Seminare offen für alle, es muss also nicht zwangsläufig Bildungsurlaub genommen werden.

 

Anmeldungen für die Kurse sind noch möglich bei der Geschäftsstelle der Kreisvolkshochschule unter Telefon 0 55 31 707-394 oder per Mail unter info@kvhs-holzminden.de bzw. auf der Homepage www.kvhs-holzminden.de. 


Lösch- und Katstrophenschutzfahrzeug in Stadtoldendorf offiziell in Betrieb genommen

07.01.2020 / PM 

Stadtoldendorf. 345.000 Euro hat es den Landkreis Holzminden gekostet, es soll künftig nicht nur wertvolle Hilfe bei Löscheinsätzen, sondern auch im Katastrophenfall bieten. Mit einer feierlichen symbolischen Schlüsselübergabe durch Landrat Michael Schünemann wurde das Löschfahrzeug LF20 KatS an die Kreisfeuerwehrbereitschaft und anschließend an die Ortsfeuerwehr Stadtoldendorf  übergeben. 

Schon Ende letzten Julis war das Fahrzeug von den Herstellern an die Kreisfeuerwehr in die Feuerwehrtechnische Zentrale nach Holzminden ausgeliefert worden. Doch bis zur endgültigen Abnahme mit abschließendem technischen Feinschliff hatte es noch einmal einige Zeit gedauert. Vor dem Einweihungstermin hatte das LF20 KatS dennoch schon fünf Einsätze gefahren, allein die enge Terminlage aller Beteiligten hatte in der Vorweihnachtszeit und zwischen den Jahren die offizielle Übergabe noch einmal ein wenig verzögert. In Anwesenheit des stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Feuerschutz und Ordnung Hans-Dieter Steenbrock und von Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Anders konnte dies jetzt mit der Schlüsselübergabe an Kreisbrandmeister Jens Heinemeier nachgeholt werden. Der Kreisbrandmeister gab den Schlüssel anschließend an den stellvertretenden Samtgemeindebrandmeister Dascho Wehner, der diesen an den  Ortbrandmeister Jens Siebeneicher weiter reichte.  

In Stadtoldendorf dient das LF20 KatS normalen Einsätzen  der Feuerwehr, es ersetzt das vorher dort eingesetzte, inzwischen aber abgängige LF16. Im Katastrophenfall soll es jedoch auch kreisweit, bei Anforderung sogar überregional eingesetzt werden. Dafür hat das Fahrzeug eine besondere Ausstattung. Der Wassertank fasst 2.300 Liter,  an Schaum werden sechs Kanister mit je 20 Litern transportiert. Eine eingebaute Pumpe kann bis zu 3.000 Liter pro Minuten fördern, eine im Geräteraum des Wagens mitgeführte Tragkraftspritze dazu noch einmal 1.500 Liter zusätzlich. Der Löschschlauch des Fahrzeugs ist darüber hinaus 600 Meter lang und kann bis zu 300 Meter während der Fahrt in Schnellverlegung   ausgerollt werden.  

An der Finanzierung des LF20 KatS hatte sich auch die Öffentliche Versicherung Braunschweig mit 3.500 Euro beteiligt. Mit einem symbolischen Scheck wurde auch dieser Beitrag noch einmal entsprechend gewürdigt. 

 


Gefährdung des Straßenverkehrs - Zeugen gesucht

07.01.2020 / PM

Holzminden. Am Freitag gegen 20.00 Uhr kam es in dem Ampelbereich Fürstenberger Straße/Bahnhofstraße, vor dem Holzmindener Kino, zu einer Gefährdungssituation im Straßenverkehr. Zwei junge Frauen im Alter von 22 und 24 Jahren wollten aufgrund eines Kinobesuchs die Fürstenberger Straße aus Richtung Bahnhof an der dortigen Ampelanlage überqueren, als aus der Bahnhofstraße ein Pkw nach links in die Fürstenberger Straße einbog. Die 24-Jährige zog ihre Freundin zurück, um einen Zusammenstoß mit dem Pkw zu verhindern. Der Pkw setzte seine Fahrt ungehindert fort. Der Linksabbiegeverkehr sowie der querende Fußgängerverkehr haben hier gleichzeitig Grünlicht angezeigt. Für den Fahrzeugverkehr weist deshalb ein orange blinkendes Warnlicht zusätzlich auf mögliche querende Fußgänger hin. Erste Zeugenaussagen zu dem Fahrzeug liegen bereits vor. Demnach handelte es sich um einen Pkw mit einer hellen Farbe. Kennzeichenfragmente sind bekannt. Die Polizei bittet daher weitere Zeugen, sich bei der örtlichen Polizeidienststelle unter 05531/9580 zu melden.


Schlosspoeten 2020: Erster Themen-Slam im Schloss

02.01.2020 / PM

Bevern. Am Freitag, 18. Januar 2020 um 19 Uhr stehen die „Schlosspoeten“ ein weiteres Mal auf der Schlosskapellenbühne. Ein wunderschöner Spielort, eine Bühne, fünf Poetinnen und Poeten, ein Ziel: die Herzen des Publikums für sich und seinen Text zu gewinnen. Und dieses Mal bringen die Hannoveraner Moderatoren Henning Chadde und Jörg Smotlacha von MACHT WORTE! die „Dichterschlacht“ erstmals in Form eines Themen-Slams über die Bühne. Unter dem Motto „Achtung: Haltung!“ stellen sich die Dichterinnen und Dichter der Frage, wie in Zeiten der zunehmenden Populismen ihre Standortbestimmungen in Sachen moralischer Aufgeklärtheit und demokratischer Positionen aussehen. Daneben präsentieren die Kreativen ihre schlichtweg besten Bühnentexte. Wie immer ermittelt das Publikum mittels Stimmkarten den „Schlosspoeten-Slam-Champion 2020“. Bewährterweise bringen die MACHT WORTE!-Profis deutschlandweit renommierte Poetry Slammerinnen und Slammer mit. Haltungs- und Nachdenkhitze ist also garantiert.

 

Poetry Slam: 

Schlosspoeten 2020: Achtung: Haltung! 

Samstag 18.01.2020, 19 Uhr

Schlosskapelle im Weserrenaissance Schloss Bevern

 

Die Tageskasse öffnet am Veranstaltungstag um 18 Uhr. Einlass: 18.30 Uhr. Karten 15 Euro, ermäßigt 5 Euro (freie Platzwahl). Weitere Informationen zu den Veranstaltungen im Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern: www.schloss-bevern.de.