Poller Fähre voraussichtlich ab Donnerstag gesperrt 

22.09.2020 / PM

Landkreis Holzminden/Polle. Wegen des anhaltenden Niedrigwassers muss die Poller Fähre voraussichtlich am Donnerstag, den 24.09.2020 gesperrt werden. Nach der wochenlangen Trockenheit waren die Pegelstände extrem gesunken. Die Fähre hat zwar nur einen geringen Tiefgang, aber selbst der reicht mittlerweile nicht mehr aus, um einen ungefährdeten Fährverkehr zu gewährleisten. Sollte sich die Witterung in den nächsten Tagen noch ändern, könnte sich die Entscheidung noch einmal kurzfristig ändern.


„Engagement fördern. Ehrenamt stärken. Gemeinsam wirken.“

19.09.2020 / PM

Kreis Holzminden. Mit diesem Förderprogramm unterstützt die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt gemeinnützige Organisationen und Ehrenamtliche während der Corona-Krise.
Beispielsweise eingetragene Vereine, können Anträge zu den Schwerpunktthemen ‚Innovation und Digitalisierung in der Zivilgesellschaft‘, ‚Nachwuchsgewinnung‘ oder ‚Struktur- und Innovationsstärkung in strukturschwachen ländlichen Räumen‘ stellen.“
Pro Themenschwerpunkt kann ein Antrag eingereicht werden, dessen Förderung bis zu 100.000 Euro betragen kann.
Eine tolle Chance, Vereine fit für die digitale Zukunft zu machen oder bei der Nachwuchsgewinnung zu unterstützen – insbesondere in unserer ländlichen Region. Freuen würde ich mich, wenn möglichst viele Anträge aus meinem Wahlkreis eingehen und die Mittel bei unseren Ehrenamtlichen vor Ort ankommen.

Informationen zum Förderprogramm gibt es unter: https://www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de/f…/

Foto: Gerd Altmann, Pixabay


Wem gehört dieses Mountainbike?

18.09.2020 / PM

Holzminden. Im Rahmen polizeilicher Ermittlungen zu einer Diebstahlserie wurde in Eschershausen ein schwarz-grünes Mountainbike (28 Zoll) sichergestellt.

 

Nach vorliegenden Erkenntnissen wurde das Fahrrad mit Aluminiumrahmen in den Sommermonaten im Holzmindener Bahnhofsviertel entwendet.

 

Bisher sind nähere Tatumstände sowie die Eigentumsverhältnisse ungeklärt - Hinweise hierzu nimmt die Polizei in Stadtoldendorf entgegen (05532/504750).


Was passiert mit unserem Abfall?

Führung durch das Entsorgungszentrum Holzminden

17.09.2020 / PM

Holzminden. Die Trennung des Abfalls ist mittlerweile in Deutschland Standard. Doch was passiert dann mit unserem Abfall? In Kooperation mit der Abfallwirtschaft des Landkreises Holzminden bietet die Kreisvolkshochschule am Dienstag, den 29. September 2020 um 16.30 Uhr eine Führung durch das Entsorgungszentrum Holzminden, Am Dammbruch 2 an. 

Der Landkreis Holzminden betreibt eine eigene kommunale Abfallwirtschaft. In deren Entsorgungszentrum werden fast alle Abfälle angenommen. Die Führung über die Anlage gibt einen Einblick in die moderne Abfallwirtschaft. Unsere Abfälle sind wertvolle Rohstoffe oder auch Energielieferanten. Im Vortrag  werden Abfall- und Wertstoffströme aufgezeigt, Tipps zur Abfallvermeidung gegeben und Einblicke in den Betriebsalltag des Entsorgungszentrums gewährt. Die Führung soll zudem für einen nachhaltigen und  ressourcenschonenden Lebensstil sensibilisieren.

 

Für die Veranstaltung ist zudem ein Mund-Nasenschutz mitzubringen. Anmeldungen für die gebührenfreie Führung sind erforderlich unter der E-Mail-Adresse info@kvhs-holzminden.de, über die Homepage www.kvhs-holzminden.de oder direkt in der Geschäftsstelle

 


Zusätzliche Förderrunde für das Programm „Zukunftsräume“

16.09.2020/PM

Kreis Holzminden. Nach Auskunft des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann erhält das für den Landkreis Holzminden interessante Programm „Zukunftsräume“ einen zusätzlichen Antragsstichtag. Bis zum 30. Oktober 2020 könnten Projekte zur Steigerung der Attraktivität und Lebensqualität von kleinen und mittleren Städten beim Landesamt für regionale Landesentwicklung eingereicht werden. Aufgrund der Corona-Pandemie seien gerade jetzt Investitionen der Kommunen dringend erforderlich. Ohne finanzielle Unterstützung des Landes könnten die Städte im Landkreis Holzminden diese Aufgabe nicht bewältigen. Daher sei die zusätzliche Förderrunde mit einem 60 prozentigen Zuschuss das richtige Signal. „Von den ersten beiden Förderrunden hat unsere Region bereits profitiert“, freut sich Uwe Schünemann. Daher habe er die Hauptverwaltungsbeamten über die zusätzlichen Möglichkeiten bereits informiert.


Antrag auf Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz

Am Besten gleich digital über das Online-Portal 

14.09.2020 / PM

Nicht erst seit Corona gilt: Arbeitnehmer, die von den Schutzmaßnahmen im Sinne des Infektionsschutzgesetzes betroffen sind – beispielsweise durch eine vom Gesundheitsamt angeordnete Quarantäne – haben einen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Arbeitgeber, wie auch Selbständige und Freiberufler werden hierfür vom Staat entschädigt. Geregelt wird das im §56 des Infektionsschutzgesetzes. Neu ist, dass auch Eltern, die aufgrund der Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen zu Hause bleiben mussten, unter bestimmten Voraussetzungen anspruchsberechtigt sind. Doch was sich in der Theorie verhältnismäßig einfach anhört, ist in der praktischen Umsetzung mit hohem Aufwand verbunden. Daher sollen die Anträge im Landkreis Holzminden ab sofort vorzugsweise nur noch digital gestellt werden. Eine Maßnahme, die den Zeitrahmen bis zur Bewilligung erheblich verkürzen wird.    

 

„Das war schon eine Herausforderung, die Bearbeitung der Unterlagen war völliges Neuland für uns“, sagt Dr. Jutta Klüber-Süßle, als Bereichsleiterin zuständig für die Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung im Landkreis Holzminden. Der Bereich hatte im Frühjahr die Bearbeitung der Anträge  auf Verdienstausfallentschädigung übernommen, obwohl dafür eigentlich das Gesundheitsamt zuständig ist. Doch das hatte schon alle Hände voll damit zu tun, Tests zu organisieren, Infektionsketten nachzuverfolgen oder Quarantänen anzuordnen bzw. zu überprüfen. 

 

Die Wirtschaftsförderung sprang ein und sah sich schon bald mit einer Fülle von Fragen konfrontiert. Es galt nämlich, ein durchaus sehr komplexes Gesetz mit vielen „Wenn und Abers“ zu verstehen und anzuwenden. Auch das Sozialministerium, in dessen Auftrag die Landkreise die Entschädigung vornehmen, musste zu den vielen Fragen der Landkreise Stellung nehmen, damit die Bearbeitung der Anträge landesweit einheitlich vorgenommen wird „Und wir müssen natürlich immer erst klären, ob die Voraussetzungen für die Zahlung der Entschädigung erfüllt sind“, erklärt Klüber-Süßle dazu. Um das rechtssicher zu bearbeiten, seien dem Antrag Anlagen beizufügen, die nicht selten mühsam von den Antragstellenden nachgefordert werden mussten. Darüber hinaus seien auch manchmal Querprüfungen und Nachfragen bei anderen Ämtern notwendig. „Wer für welchen Zeitraum und in welcher Höhe eine Entschädigung bekommt, hängt von einer Fülle vorab zu prüfenden Faktoren ab,“ so Klüber-Süßle, „dafür mussten unsere Mitarbeiterinnen Etliches an Überstunden investieren.“   

 

Weil das vom Land Niedersachsen organisierte digitale Fachverfahren erst seit Mitte August funktionssicher zur Verfügung steht, sind überdies die meisten Anträge bisher in Papierform eingegangen. Die müssen jetzt nachträglich in das System eingepflegt werden. Bei mittlerweile aufgelaufenen 150 Anträgen eine Sisyphusarbeit, die die Wirtschaftsförderung des Landkreises mit Unterstützung von Mitarbeiterinnen aus dem Jobcenter noch einige Zeit beschäftigen wird. Positiv ist, dass mittlerweile fast die Hälfte der Anträge bearbeitet sind. Von diesen haben die Hälfte eine Entschädigung erhalten, ein Viertel musste abgelehnt werden und ein weiteres Viertel wurde an andere Landkreise weitergeleitet.   

 

Damit die Antragsteller nicht weiterhin länger auf die Bearbeitung ihrer Anträge warten müssen, sollen alle künftigen Anträge am Besten gleich digital von den Antragstellenden selbst eingegeben werden. „Über die Internetseite ifsg-online.de werden die Antragsteller Schritt für Schritt durch das Verfahren geführt“, unterstreicht Marie-Luise Niegel, kommissarische Dezernentin für Bildung und Kreisentwicklung, „die Anträge können dann relativ zügig bearbeitet werden.“ Auf der entsprechenden Internetseite, die von vielen Bundesländern genutzt wird, gibt es darüber hinaus viele Information im Hinblick auf eine Antragsberechtigung und der zu erwartenden Verdienstausfallentschädigung. Auf der Corona-Sonderseite des Landkreises Holzminden ist unter dem Baustein „Entschädigungsleistung Infektionsschutzgesetz“ übrigens auch ein Link zu finden, der bequem auf das papierlose Digitalverfahren des Landes verweist. 


Gesundheitsamt warnt: Quarantäneverordnung ernstnehmen!

11.09.2020/PM

Kreis Holzminden. Aus aktuellem Anlass weist das Gesundheitsamt des Landkreises Holzminden nachdrücklich darauf hin, die Einhaltung von verordneten Quarantänen einzuhalten. Wer vom Gesundheitsamt mündlich oder schriftlich dazu aufgefordert wurde, sich in Quarantäne zu begeben, hat dem Folge zu leisten. Verstöße können mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden.

 

Die Ordnungsämter der Stadt Holzminden, der Samtgemeinden und der Einheitsgemeinde Delligsen behalten sich vor, die Einhaltung der Quarantänemaßnahmen stichprobenartig zu überprüfen.   


Christine Bossow und Boris Schreiber freuen sich darüber, dass das „Nächtliche Schloss – Erleben“ mit LEADER-Mitteln wieder an den Start gehen kann
Christine Bossow und Boris Schreiber freuen sich darüber, dass das „Nächtliche Schloss – Erleben“ mit LEADER-Mitteln wieder an den Start gehen kann

Schloss Bevern: „Nächtliches Schloss-Erleben“ bald wieder da!

Öffentliche Premiere mit neuer, LEADER-geförderter Technik soll noch in diesem Herbst erfolgen

11.09.2020 / PM

Bevern. Phil Collins, überdimensional groß, flackert über die Wände des Schlossinnenhofs des Weserrenaissance Schloss Bevern. Die Akustik dabei ist bestens, die Bilder des Konzerts ebenso. Die technische Generalprobe überzeugt eindrucksvoll: Das LEADER-Projekt „Nächtliches Schloss - Erleben!" des Landkreises Holzminden ist umgesetzt, die neue und zukunftsweisende Technik – trotz einiger Verzögerungen durch Corona – nun installiert. Bis zum Jahr 2013 gab es regelmäßig Inszenierungen unter dem Titel „Nächtliches Schloss - Erleben!“, dann kamen die Brandschutzauflagen, und das Projekt landete in der Schublade. Jetzt kann die Show in Bevern wieder anlaufen.

„Im weiteren Umkreis gibt es nichts vergleichbares in dieser Dimension“, sagt Boris Schreiber, Bereichsleiter Bildung und Kultur beim Landkreis Holzminden. Christine Bossow, Regionalmanagerin der LEADER-Region und an der Projektentwicklung maßgeblich beteiligt, spricht von einem „Leuchtturmprojekt“ für den Landkreis Holzminden. Möglich machen das die neuesten technischen Entwicklungen, bei denen auch heimische Firmen ihr Know-How mit eingebracht haben. Und es geht noch mehr, wie eben beispielsweise solche Phil Collins-Konzerte, die mit neuester Beamertechnik auf einer Fläche von acht mal zehn Metern übertragen werden können. 

Nach der Stilllegung wegen der Branschutzauflagen hatte es mehrere Anläufe zu einer Reaktivierung der Schlossshow gegeben. Entschieden und umgesetzt wurde lange Zeit allerdings nichts. „Mit neuester LED-Technik müsste das doch möglich sein“, hatte sich Boris Schreiber, seit 2017 für den Bereich Bildung und Kultur beim Landkreis Holzminden verantwortlich, dann gedacht. Und auch in der Arbeitsgruppe „Schloss Bevern 2030“ gab es ein klares Votum für eine Neuauflage des Nächtlichen Schlosserlebens. Anfang 2019 wurden die Kollegen vom Brand- und Denkmalschutz mit ins Boot geholt. „Ja, das können wir machen“, war nach Prüfung deren Feststellung. 

Mithilfe des europäischen LEADER-Programms konnte die dafür notwendige Finanzierung gesichert werden. Insgesamt wurden rund 148.000 Euro investiert, 45 Prozent davon sind Fördermittel.  Das Ergebnis kann sich im wahrsten Sinn des Wortes sehen lassen: „Die neue Anlage ist nichts im Vergleich zu der alten Technik“, findet Schreiber. Sie überzeuge nicht nur optisch und akustisch, sondern benötige im Vergleich zur alten auch nur einen Bruchteil der Energie. „Und das alles im Einklang mit dem extra angefertigten Brandschutzkonzept, so Schreiber.

Wie geht es nun weiter? Zunächst soll eine Vorpremiere mit geladenen Gästen stattfinden, eine richtige Premiere für die Öffentlichkeit ist noch für diesen Herbst geplant. Weil alles Open Air und mit ausreichend Platz im Schlosshof stattfindet, ist das unter den derzeitigen Bedingungen möglich. Die Zuschauer können sich dementsprechend auf eine außergewöhnliche Show dank modernster LED-Technik freuen, bei der Augen und Ohren etwas zu sehen und zu hören bekommen. Und vielleicht gibt es ja schon bald ein Wiedersehen mit Phil Collins.


Blaulichtbrunch: Zurück in der Feuerwehrtechnischen Zentrale

08.09.2020 / PM

Holzminden. Acht Jahre ist es her, da lud der Landkreis Holzminden zum ersten Mal in die Holzmindener Feuerwehrtechnische Zentrale zum Blaulichtbrunch ein. Ziel des Treffens war es, dass sich die Vertreter aller im Landkreis tätigen ehrenamtlichen Hilfsorganisationen und die bei einem Ernstfall aktiven staatlichen Organe in ungezwungener Atmosphäre begegnen, ins Gespräch kommen und kennenlernen können. Mittlerweile ist der einmal jährlich Anfang September stattfindende Termin zu einer guten Tradition geworden. Nachdem einmal rundum jede Organisation als Gastgeber Gelegenheit zur Präsentation ihrer Möglichkeiten und Fähigkeiten hatte, ist das Treffen nun an seinen Ursprungsort zurückgekehrt. In der FTZ wurde einmal mehr deutlich, dass das Netzwerk auf einer soliden Basis steht.

Der Blaulichtbrunch war eine gute Gelegenheit, den Fuhrpark der Kreisfeuerwehr einmal genauer unter die Lupe zu nehmen
Der Blaulichtbrunch war eine gute Gelegenheit, den Fuhrpark der Kreisfeuerwehr einmal genauer unter die Lupe zu nehmen

„Wir kennen einander, wir wissen, welches Gesicht sich hinter welchem Namen bei welcher Organisation verbirgt.“ Das habe Wege entscheidend verkürzt, machte Landrat Michael Schünemann gleich eingangs der Veranstaltung in seinem Grußwort deutlich. Schünemann ließ noch einmal Revue passieren, wo man sich in den letzten Jahren getroffen habe, um die Arbeit der verschiedenen Helfer kennenzulernen. Man sei bei der DLRG Boot und beim THW Bagger gefahren und habe den Hunden der Rettungshundestaffel bei ihrer Personensuche zugeschaut. Das alles habe viel Verständnis für die Arbeit der anderen und Ideen für eine Zusammenarbeit bei Einsätzen zur Folge gehabt. „Vor zehn Jahren hätten wir uns ein solches gemeinsames Handeln nicht vorstellen können“, erinnerte der Landrat.

 

Dass die regelmäßigen jährlichen Treffen nicht nur deswegen so wichtig sind, weil eben immer mal wieder die Ansprechpartner wechseln, zeigte sich dann im Verlauf der weiteren Veranstaltung. Denn nach acht Jahren hat sich auch in der Feuerwehrtechnischen Zentrale eine Menge getan. Etliches an neuen Fahrzeugen und Material konnte von den Anwesenden begutachtet werden. Thematisch stand naturgemäß die Pandemie mit ihren Auswirkungen auf die einzelnen Organisationen und deren Zusammenarbeit untereinander im Mittelpunkt der Gespräche. 

 

Im nächsten Jahr wird der THW den nächsten Blaulichtbrunch auf seinem Gelände ausrichten. Eine Entscheidung, die erst nach einigem Ringen zustande kam, denn interessiert, als Gastgeber aufzutreten, waren durchaus einige der anwesenden Organisationsvertreter. Ein Indiz dafür, wie gut die Idee des Brunches mittlerweile bei allen verankert ist.     

 


Zwei Kinder positiv getestet / Fussballmannschaft in Quarantäne

06.09.2020 / PM
Landkreis Holzminden. Am Samstag sind zwei Kinder positiv getestet worden. Während eines der Kinder keinen weiteren Kontakt hatte, hat das andere eine zweite Klasse der Grundschule Stadtoldendorf besucht.

Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass auch die Kinder der anderen zweiten Klassen betroffen sein könnten, mussten alle drei zweiten Klassen der Schule, insgesamt 61 Kinder, in Quarantäne gesetzt werden.

Im Verlauf der nächsten Woche - voraussichtlich am Dienstag - werden alle Kinder und auch eventuell betroffene Lehrer getestet.

Auch eine Fußballmannschaft musste im Zusammenhang mit diesen Fällen in Quarantäne gehen.

 

Die Grundschule in Stadtoldendorf informiert die Eltern auf ihrer Homepage:

"Falls Ihr Kind ein Geschwisterkind in einer zweiten Klasse hat oder anderweitig sehr engen Kontakt zu einem Kind aus dem zweiten Jahrgang hat, dann bleibt es bitte bis auf weiteres zu Hause. Sie erhalten zeitnah Informationen zu den Aufgaben für das Lernen zu Hause."


v. l. Kreisveterinärin Dr. Susanne Rauth und Gesundheitsamtsleiterin Dr. Ursula Schaper werben für die neue Frühwarn-App des Landkreis
v. l. Kreisveterinärin Dr. Susanne Rauth und Gesundheitsamtsleiterin Dr. Ursula Schaper werben für die neue Frühwarn-App des Landkreis

Kreisveterinärin und Gesundheitsamtsleiterin werben für BIWAPP

03.09.2020 / PM

Holzminden. Kreisveterinärin Dr. Susanne Rauth und die Bereichsleiterin für den Gesundheitsschutz des Landkreises, Dr. Ursula Schaper, machen sich dafür stark, die neue Bürgerinformations-App – kurz BIWAPP genannt - auf das Smartphone zu laden. „Wer seriöse Schnellinformationen zu wichtigen Themen aus unserem Landkreis nicht verpassen will, sollte sich die App herunterladen“, betonen die beiden. Das Veterinäramt wird künftig ebenso wie das Gesundheitsamt wichtige Meldungen über die App herausgeben. 

 

Die Frühwarn-App BIWAPP ist für jedermann kostenlos in den jeweiligen App-Stores der eigenen Smartphones zu bekommen. Damit sollen künftig nicht nur lokale Warnungen bei schweren Unwettern oder Katastrophen gegeben werden, sondern auch Störungsmeldungen aufgrund von Straßensperrungen oder Schulausfällen.  In Bezug auf den Gesundheitsschutz gibt es über die App Informationen zu Corona und anderen Viren oder etwa Tipps zum richtigen Verhalten bei Sommerhitze. Das Spektrum möglicher Nachrichten ist vielfältig und je nach eigener Einstellung der Reichweite regional zugeschnitten


Landkreis und Stadt Holzminden zu Besuch bei der Bundeswehr

03.09.2020 / PM

Holzminden. Ortstermin in der Holzmindener Solling-Kaserne und auf dem Truppenübungsplatz. Das in Holzminden stationierte Panzerpionierbataillon 1 der Panzerbrigade 21 hatte die Verwaltungsspitze von Landkreis und Stadt eingeladen, um über die derzeitige Situation des Standortes genauer zu informieren. Gastgeber Oberstleutnant Gunther Flach als Standortältester und Kommandeur gab selbst einen Überblick über die Bundeswehr insgesamt. Anschließend wurde bei einer Führung über das Kasernengelände detailliert erläutert, wie und wo in welchem Rahmen in den nächsten Jahren der Gebäudebestand saniert werden soll. Insgesamt 50 Millionen Euro werden nach Angaben der Bundeswehr in den nächsten zehn Jahren in eine komplett neue Infrastruktur investiert und damit in einen zeitgemäßen Zustand gebracht.

 

Das betrifft auch den Truppenübungsplatz am Solling, auf dem sich die Teilnehmenden nach einem Transfer ein Bild davon machen konnten, wie das Gelände inzwischen für Übungen vorbereitet wurde und wie bei den Panzerpionieren inzwischen ausgebildet wird. Oberstleutnant Flach bedankte sich im Verlauf der Veranstaltung sowohl beim Landkreis als auch bei der Stadt für das gute Miteinander und die stets unkomplizierte und konstruktive Zusammenarbeit. Landrat Michael Schünemann und Bürgermeister Jürgen Daul machten noch einmal deutlich, dass der Bundeswehrstandort Holzminden eine große Bedeutung für die Stadt und die Region und die Truppe in der hiesigen Bevölkerung eine hohe Akzeptanz habe.  Am Ende dankten die beiden dem Kommandeur für einen äußerst informativen Vormittag, der das positive Bild des hier stationierten Bataillons noch einmal vertieft habe.    

 


Unser Solling

Waldwanderung in Norddeutschlands zweitgrößtem Waldgebiet am 6. September

02.09.2020 / PM

Neuhaus. Der Solling mit seinen weitläufigen Wäldern, plätschernden Bächen, urtümlich anmutenden Mooren, Bergen mit sagenhaften Ausblicken, tiefen Tälern mit sattgrünen Wiesen sowie einer artenreichen Flora und Fauna ist ein ganz besonderes Stück Natur. Nicht zu Unrecht wurde der Solling – Norddeutschlands zweitgrößtes Waldgebiet – 2013  zum Waldgebiet des Jahres gewählt. Seitdem hat es rasante Veränderungen gegeben: Sturm, Hitze und Dürre haben 2018 und 2019 dem Wald sehr zugesetzt. Aus Wassermangel sind zahlreiche Bäume so geschwächt, dass sie Pilzen und Insekten – hier vor allem Borkenkäfern – kaum etwas entgegenzusetzen haben und sogar einzelne Waldgebiete flächig absterben. Es ist zu befürchten, dass sich diese Entwicklung auch 2020 fortsetzt. Diese Veränderungen, der Buchen- und Fichtenwald, Waldwirtschaft und viele weitere Themen gibt es auf der etwa vierstündigen Wanderung zwischen Neuhaus und Silberborn zu erleben.

 

Wer also den Besonderheiten und Geheimnissen des Sollings auf die Spur gehen möchte, hat am Sonntag, 6. September bei einer geführten Waldwanderung die Gelegenheit dazu. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Wagenburg Solling in Neuhaus. Die Führung kostet sechs Euro. Eine Anmeldung unter Tel. 05531/140392 ist erforderlich. Es gelten die allgemein bekannten Abstandsregeln.

 

Weitere Informationen sind bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland unter www.solling-vogler-region.de und Tel. 05536/960970 erhältlich.


Bundesweiter Warntag: Am 10.September heulen nicht nur die Sirenen!

Warn-App BIWAPP soll künftig Nachrichten auf Handys spielen 

26.08.2020/PM

Kreis Holzminden. Gut drei Jahre ist es her, da öffnete der Himmel alle Schleusen und es regnete tagelang in Strömen. Was im Landkreis Holzminden „nur“ zu Dauereinsätzen von Feuerwehr, DLRG und THW führte, hatte in den Landkreisen Goslar und Hildesheim deutlich schwerere Folgen. Allein in einer Nacht fielen pro Quadratmeter 60-90 Liter Regen, ganze Städte und Gemeinden standen dort komplett unter Wasser. Der Katastrophenalarm musste ausgelöst werden, nicht wenige Menschen konnten nicht nachhause oder mussten gar evakuiert werden. Das Beispiel zeigt: Wirkliche Katastrophen passieren jederzeit und überall, auch bei uns. Gut, wenn dann nicht nur Behörden und Helfer vorbereitet sind, sondern auch die gesamte Bevölkerung im Ernstfall weiß, was zu tun ist. Am 10. September um 11 Uhr findet deshalb erstmals ein bundesweiter Probealarm statt. Im Landkreis Holzminden werden dabei nicht nur die Sirenen heulen, auch eine neue App soll dann erstmals zeitnah über die Situation informieren.  

 

FOTOS: v. l. Wollen künftig über BIWAPP wichtige Nachrichten an die Bevölkerung weitergeben: Ralf Knocke, als stellvertretender Kreisbrandmeister zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, Carsten Krüger, als Bereichsleiter für Sicherheit und Ordnung zuständig für den Katastrophenschutz und Jürgen Twele, als Bereichsleiter der Straßenmeisterei zuständig für die Kreisstraßen des Landkreises. Landrat Michael Schünemann empfiehlt die neue Warn-App BIWAPP für des Landkreis    

 

BIWAPP heißt die neue App, die vom Landkreis zusammen mit allen Samtgemeinden, der Stadt Holzminden und dem Flecken Delligsen angeschafft worden ist. Die kostenlos aus den Stores der jeweiligen Handyanbieter herunterladbare App kann nicht nur Warnmeldungen bei Katastrophen wie etwa durch schwere Stürme, Brände oder Überschwemmungen dienen, sondern auch bei kurzfristigen Straßensperrungen oder aktuellen Veränderungen zur Corona-Verordnung. Sowohl die Kreisfeuerwehr als auch die Ordnungsämter und die Straßenmeisterei seien in das Meldesystem der App mit einbezogen „Die Palette möglicher Meldungen mit dieser App ist extrem vielfältig“, erklärt Landrat Michael Schünemann dazu, „aber für uns als Landkreis steht natürlich im Vordergrund, dass wir bei wichtigen Ereignissen schnell und transparent aufklären.“ Der Bundeswarntag sei eine gute Gelegenheit, die Funktionsfähigkeit der neuen App im Ernstfall zu testen.    

 

Ziel des von Bund und Ländern initiierten Warntages ist es, sämtliche Warnmittel zu erproben und letztlich auch die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, auf die Signale zu reagieren und sich zu informieren. Deshalb sollen alle verfügbaren Sirenen eingesetzt werden, Radiosender Warnmeldungen herausgeben und eben auch vorhandene Warn-Apps Signale geben. So kann im Ernstfall eine breite Öffentlichkeit darüber informiert werden, was passiert ist und wie man sich verhalten soll. 

 

„Ein Katastrophenfall kann uns alle jederzeit und überall überraschen“, kommentiert Michael Schünemann den Aktionstag, „gut, wenn wir dann alle darauf vorbereitet sind und wissen, was zu tun ist.“ Mit BIWAPP habe der Landkreis seinem Katastrophenschutz ein öffentlichkeitswirksames Instrument hinzugefügt, dass von vielen wahrgenommen werden könne. Im Landkreis Hildesheim und im Landkreis Northeim ist die App bereits seit längerem erfolgreich im Einsatz.    

Bundesweiter Warntag: Am 10.September heulen nicht nur die Sirenen!

 

Warn-App BIWAPP soll künftig Nachrichten auf Handys spielen 

26.08.2020/PM

Kreis Holzminden. Gut drei Jahre ist es her, da öffnete der Himmel alle Schleusen und es regnete tagelang in Strömen. Was im Landkreis Holzminden „nur“ zu Dauereinsätzen von Feuerwehr, DLRG und THW führte, hatte in den Landkreisen Goslar und Hildesheim deutlich schwerere Folgen. Allein in einer Nacht fielen pro Quadratmeter 60-90 Liter Regen, ganze Städte und Gemeinden standen dort komplett unter Wasser. Der Katastrophenalarm musste ausgelöst werden, nicht wenige Menschen konnten nicht nachhause oder mussten gar evakuiert werden. Das Beispiel zeigt: Wirkliche Katastrophen passieren jederzeit und überall, auch bei uns. Gut, wenn dann nicht nur Behörden und Helfer vorbereitet sind, sondern auch die gesamte Bevölkerung im Ernstfall weiß, was zu tun ist. Am 10. September um 11 Uhr findet deshalb erstmals ein bundesweiter Probealarm statt. Im Landkreis Holzminden werden dabei nicht nur die Sirenen heulen, auch eine neue App soll dann erstmals zeitnah über die Situation informieren.  

 

BIWAPP heißt die neue App, die vom Landkreis zusammen mit allen Samtgemeinden, der Stadt Holzminden und dem Flecken Delligsen angeschafft worden ist. Die kostenlos aus den Stores der jeweiligen Handyanbieter herunterladbare App kann nicht nur Warnmeldungen bei Katastrophen wie etwa durch schwere Stürme, Brände oder Überschwemmungen dienen, sondern auch bei kurzfristigen Straßensperrungen oder aktuellen Veränderungen zur Corona-Verordnung. Sowohl die Kreisfeuerwehr als auch die Ordnungsämter und die Straßenmeisterei seien in das Meldesystem der App mit einbezogen „Die Palette möglicher Meldungen mit dieser App ist extrem vielfältig“, erklärt Landrat Michael Schünemann dazu, „aber für uns als Landkreis steht natürlich im Vordergrund, dass wir bei wichtigen Ereignissen schnell und transparent aufklären.“ Der Bundeswarntag sei eine gute Gelegenheit, die Funktionsfähigkeit der neuen App im Ernstfall zu testen.    

 

Ziel des von Bund und Ländern initiierten Warntages ist es, sämtliche Warnmittel zu erproben und letztlich auch die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, auf die Signale zu reagieren und sich zu informieren. Deshalb sollen alle verfügbaren Sirenen eingesetzt werden, Radiosender Warnmeldungen herausgeben und eben auch vorhandene Warn-Apps Signale geben. So kann im Ernstfall eine breite Öffentlichkeit darüber informiert werden, was passiert ist und wie man sich verhalten soll. 

 

„Ein Katastrophenfall kann uns alle jederzeit und überall überraschen“, kommentiert Michael Schünemann den Aktionstag, „gut, wenn wir dann alle darauf vorbereitet sind und wissen, was zu tun ist.“ Mit BIWAPP habe der Landkreis seinem Katastrophenschutz ein öffentlichkeitswirksames Instrument hinzugefügt, dass von vielen wahrgenommen werden könne. Im Landkreis Hildesheim und im Landkreis Northeim ist die App bereits seit längerem erfolgreich im Einsatz.    

 

Abgeltung krisenbedingter Mehraufwendungen für Kommunen

Samtgemeinde Boffzen erhält 78.821 Euro

25.08.2020 / PM

Kreis Holzminden.  Wie der Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann soeben mitteilt, werden am 20.09 2020 die  Ausgleichszahlungen an Kommunen zur Abgeltung krisenbedingter Mehraufwendungen in Höhe einer Pauschale von 100 Mio. Euro ausgezahlt.

Grundlage ist der Paragraph 14h des Niedersächsischen Gesetzes über den Finanzausgleich. Die Verteilung erfolgt einerseits nach Schulträgern (11 Mio. Euro) und andererseits nach Gemeindeeinwohnern (89 Mio. Euro). „Aus den Tabellen des Landesamts für Statistik Niedersachsen geht hervor, dass der Landkreis Holzminden 787.393 Euro erhält, die den Kommunen frei zur Verfügung stehen“, so der Abgeordnete.

 

Die Förderung teilt sich im Einzeln auf wie folgt:

Flecken Delligsen, Flecken 86.605 Euro

Stadt Holzminden, 222.013 Euro

Samtgemeinde Bevern 65.109 Euro

Samtgemeinde Boffzen 74.821 Euro

Samtgemeinde Bodenwerder-Polle 165.658 Euro

Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf 173.187 Euro

 

Zusätzlich erhält der Landkreis aus Leistungen für Systembetreuung und Verwaltungstätigkeit in Schulen insgesamt 73.559 Euro. 


v. l. KVHS.Mitarbeiterinnen Sophie Everding und Karin Ludwig
v. l. KVHS.Mitarbeiterinnen Sophie Everding und Karin Ludwig

Kreisvolkshochschule erneut qualitätstestiert

Geänderte Öffnungszeiten der KVHS

25.08.2020/PM

Holzminden. Die Kreisvolkshochschule Holzminden ist ein kommunaler gemeinnütziger Dienstleistungsbetrieb für Bildung, Qualifizierung, Beratung und Beschäftigung. Als Einrichtung der Erwachsenenbildung muss sie sich regelmäßig im Rahmen eines Qualitätsmanagements zertifizieren lassen. Vor kurzem erhielt die KVHS nun wieder die entsprechende Auszeichnung durch den TÜV Rheinland und die Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung Niedersachsen ohne Beanstandungen. 

 

Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses wird auch die Dienstleistungsqualität der Einrichtung überprüft. Hier hat sich die Kreisvolkshochschule nunmehr dazu entschlossen, ihre Öffnungszeiten noch bürgerfreundlicher zu gestalten. Ab dem 1. September 2020 ist die Geschäftsstelle der KVHS in der Neuen Straße 7 in Holzminden donnerstags von 8.30 bis 18.00 Uhr geöffnet, montags und dienstags von 8.30 bis 16.00 Uhr sowie mittwochs und freitags von 8.30 bis 13.00 Uhr. Telefonisch ist die Geschäftsstelle unter 0 55 31 707-394 oder -224 sowie unter der E-Mail-Adresse info@kvhs-holzminden.de zu erreichen. 

 


Neue Dächer zwischen Tradition und Moderne 

Dachsanierung des Kreishauses genügt sowohl Denkmal- als auch Klimaschutz

18.08.2020 / PM

Holzminden. Die umfassenden Dachsanierungen des Holzmindener Kreishauses neigen sich dem Ende entgegen. Mit der Erneuerung der regionaltypischen Sandsteineindeckung auf dem denkmalgeschützten Bau in der Neuen Straße und einer hochmodernen Solaranlage auf dem daran anschließenden Querriegelgebäude in die Bürgermeister-Schrader-Straße hinein ist ein planerischer Entwurf Wirklichkeit geworden, der Tradition und Moderne gelungen miteinander verbindet. Mit rund 600 Quadratmetern Sandstein und rund 170 Quadratmetern monokristalliner Solartechnologie genügen die beiden Kreishaustrakte sowohl ästhetischen als auch ökologischen Gesichtspunkten. Energetisch deutlich besser gedämmt wurden die Dächer durch die Sanierungsmaßnahmen sowieso.    

 

Bereits im letzten Herbst wurde mit der Neueindeckung des an der Neuen Straße befindlichen Kreishauses A begonnen. Das Gebäude stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ist noch mit den früher üblichen Sandsteinplatten gedeckt. Solche Dächer sind denkmalgeschützt, dass bedeutet, dass bei einer Neueindeckung dementsprechend auch dasselbe Material wiederverwendet werden muss. Die Hoffnung, dass einige der ursprünglichen Platten nach erfolgtem Einbau der Wärmedämmung noch einmal verbaut werden könnten, erfüllte sich bei genauerer Prüfung nicht. Die meisten der dünnen Steine waren brüchig und mussten ausgetauscht werden. Immerhin konnten die Kosten für das ganze Projekt durch die Beantragung von Fördermitteln speziell für Sandsteindächer beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege und durch Zuschüsse der Stadt Holzminden für den Landkreis im Rahmen gehalten werden.

 

Von Denkmalschutz und damit verbundenen Auflagen konnte bei dem an das Kreishaus A anschließende Querriegelgebäude aus den 60er Jahren dagegen keine Rede sein. Allerdings eignet sich das Gebäude wiederum hervorragend für eine Nutzung von Solarenergie, wie ein Check mithilfe des Solarportals ergab. Mithilfe des von den drei Landkreisen Holzminden, Hameln-Pyrmont und Schaumburg Online gestellten Portals konnte problemlos errechnet werden, dass das mit seiner Neigung von 15 Grad in Nord-Süd-Ausrichtung liegende Dach des Gebäudes für eine Solarenergienutzung besonders geeignet ist. 

 

Die neue Solaranlage versorgt sowohl das eigentliche Kreisverwaltungsgebäude in der Bürgermeister-Schrader-Straße als auch die Kreisvolkshochschule in der Neuen Straße sowie das Gesundheits- und Sozialgebäude in der Böntalstraße mit Strom. „Das Gute dabei ist, dass die Energie genau dann anfällt, wenn sie gebraucht wird“, unterstreicht Dr. Linda Hartmann, Klimaschutzmanagerin des Landkreises Holzminden. Denn die Solaranlagen erzeugen ihre Energie tagsüber, wenn in den Verwaltungsräumen Hochbetrieb herrscht und die PC´s angeschaltet sind. Anders als bei privaten Anlagen werde deshalb auch keine Speichertechnologie benötigt. Und selbst an Wochenenden, wenn keiner da ist, werde  die vorhandene Grundlast durch Server und ähnliche Technologien über das Dach abgedeckt. „Die Hälfte unseres Strombedarfs fällt allein schon an, ohne dass jemand einen Rechner anschaltet“, erklärt Helmut Meier, Bereichsleiter der Gebäudewirtschaft, „durch die Anlage sparen wir jährlich je nach Witterung circa 7.000 Euro an Stromkosten.“ Über die gesamte Lebensdauer einer solchen Anlage gerechnet seien das 140.000 Euro, so Meier. Auch für dieses Projekt sind überdies Fördermittel beantragt worden.

 

Mit dem Solarportal des Landkreises Holzminden, mit dem der erste Check zur Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage vorgenommen wurde, kann übrigens  Jedermann schnell und kostenfrei prüfen, ob sich auf seinem Dach eine Solaranlage lohnt. Zu finden ist das Portal über die Homepage der Kreisverwaltung unter https://www.landkreis-holzminden.de/umwelt-und-abfall/klimaschutz/.  


Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich melden!

12.08.2020 / PM

Landkreis Holzminden. Im Landkreis Holzminden ist der zweite positive Coronafall nach gut zwei Monaten ohne eine Neuinfektion aufgetreten. Wie im ersten handelt es sich auch im zweiten Fall um eine Person, die aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist. Speziell für Personen aus solchen Gebieten gibt es strenge Handlungsvorgaben hinsichtlich der Melde- und Testpflicht. Das Gesundheitsamt des Landkreises Holzminden hat diese noch einmal aktualisiert und arbeitet aufgrund der steigenden Anzahl von Fällen auch weiterhin am Wochenende. Weiterführende Unterstützung findet sich auf der Coronaseite des Landkreises.

 

„Derzeit laufen bei uns die Telefone wieder heiß“, sagt Dr. Ursula Schaper, Bereichsleiterin im Gesundheitsamt, „wir sind derzeit mit der intensiven Beratung und der Auswertung von Testergebnissen stark ausgelastet.“ Weil in Niedersachsen die Sommerferien erst in zwei Wochen enden, dürfte sich der Ansturm auf die Gesundheitsschutz-Ermittler noch verschärfen. Doch es gilt Regeln einzuhalten, die offenbar nicht jeder kennt und deren Nichteinhaltung auch böse Folgen haben kann. 

 

Grundsätzlich muss sich jede Person, die aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, immer sofort beim heimischen Gesundheitsamt melden, ganz egal, ob sie bereits getestet wurde oder nicht. Sollte tatsächlich bereits ein Test vorliegen, so muss der dem Gesundheitsamt vorgelegt werden. „Dabei spielt es keine Rolle, wie der Test ausgefallen ist“, erklärt Dr. Schaper, „unsere Aufgabe ist einfach, das noch einmal zu registrieren, zu überprüfen und bei positiven Befunden weiter zu ermitteln.“ Falls weder am Flughafen noch im Reiseland ein entsprechender Test durchgeführt worden sei, müsse auf jeden Fall innerhalb der folgenden 14 Tage ein Test durchgeführt werden. Kostenlos ist dieser vom Hausarzt oder vom Testzentrum vorzunehmende Abstrich nur in den ersten 72 Stunden nach der Einreise. Danach muss er aus eigener Tasche bezahlt werden. 

 

Um diese Frist einhalten zu können und überhaupt unnötige weitere Wartezeiten zu vermeiden, hat der Landkreis Holzminden auf seiner Coronaseite unter dem Menüpunkt „Hinweise für Reiserückkehrer“ ein Formular eingestellt, dass auf der Seite bequem ausgefüllt werden kann. Vorhandene Dokumente können darüber auch hochgeladen werden.  

 

Wichtig sind auch die Regeln zur häuslichen Quarantäne. Die ist nämlich bis das Testergebnis vorliegt, erst einmal einzuhalten. „Die Gesundheitsämter stellen dafür keinen offiziellen Bescheid aus, es sei denn, ein Test fällt wirklich positiv aus“, stellt Dr. Schaper klar, „gehalten werden muss sich daran aber trotzdem.“ Andernfalls, so die Gesundheitsamtsleiterin, drohten empfindliche Bußgelder. Weil bei einer Quarantäne in solchen Fällen keine Verdienstausfallansprüche bestünden, müssen Reiserückkehrer überdies entweder weiteren Urlaub oder alternative Lösungen mit ihrem Arbeitgeber vereinbaren.  

 

Zwingend sind also erstens die Meldung beim Gesundheitsamt, am besten über das Formular auf der Coronaseite oder per E-Mail an gesundheitsschutz@landkreis-holzminden.de; zweitens die Vorlage des Testergebnisses auf die gleiche Weise und drittens die Einhaltung der Quarantäne bis zum Testergebnis.

Kreisverwaltung: Terminabsprachen weiter notwendig!

07.08.2020 / PM

Kreis Holzminden. Vorbeugende Schutzmaßnahmen bleiben in Zeiten, in denen eine zweite Welle von Coronainfektionen drohen könnte, nach wie vor geboten. Der Landkreis Holzminden setzt darum auch weiterhin auf ein größtmögliches Schutzkonzept, wenn es um den Publikumsverkehr in der Kreisverwaltung geht.

„Uns ist es bisher gelungen, die Infektionszahlen sehr niedrig zu halten“, erklärt Landrat Michael Schünemann dazu, „aber wir wollen, dass das auch so bleibt.“ Deshalb gilt für den Behördengang sowohl im Kreishaus in der Bürgermeister-Schrader-Straße als auch in allen Nebengebäude, dass Besuche nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich sind. Auch für das Straßenverkehrsamt solle diese Regelung vorerst aufrechterhalten bleiben. 

Denn die gezielte Absprache mit dem zuständigen Amt verhindert in der Regel längere Wartezeiten und damit auch ungewollte Kontakte mit anderen, die ohne Termin vielleicht ebenfalls auf ihre zuständigen Sachbearbeiter warten müssten. Deshalb ist eine gesteuerte Besuchsabwicklung vor allem für die Kunden, letztlich aber auch für die Mitarbeiter*innen der Kreisverwaltung der beste Coronaschutz. „Wir können damit viele unnötige Begegnungen vermeiden und im Bedarfsfall sogar Infektionswege besser nachverfolgen“, ist sich der Landrat sicher.  

Biker suchen Dialog mit Anwohnern

06.08.2020 / PM

Holzminden. Die Diskussion um den Lärm durch Motorrädern ist bundesweit in aller Munde, im Landkreis Holzminden hat sie Rühler Bürger bereits zweimal aus Protest auf die Straße getrieben. Eine aufgeheizte momentane Stimmung, in der ausgerechnet am kommenden Sonnabend auch noch ein rund 200 Maschinen starker Korso der BMW-GS-Endurobikes-Facebookgruppe durch den Vogler gehen soll. Doch die Biker gehören offenkundig nicht nur zu den vernünftigeren der zweirädrigen fahrbaren Untersätze, sie suchen auch offensiv den Dialog mit Motorradverdrossenen. Auf Einladung des vermittelnden Landkreises wurden in Bodenwerder in Anwesenheit von Polizei und Behörden die Argumente ausgetauscht. Ein konstruktives Gespräch, das deutlich weniger polarisierte als erwartet. 

 

Bei dem Gesprächstermin am Feuerwehrgerätehaus in Bodenwerder waren die BMW-GS-Enduro-Biker nicht allein gekommen, drei Vertreter*innen des Bundesverbandes der Motorradfahrer war der Dialog im Weserbergland wichtig. Aber auch von offizieller Seite wurde der Stellenwert eines solchen Dialogs sehr hoch angesetzt Landrat Michael Schünemann und die für Sicherheit und Ordnung zuständige Dezernentin Manuela Schäfer hatten neben  Samtgemeindebürgermeisterin Tanya Warnecke und einigen Behördenvertretern aus Bodenwerder-Polle auch Bürgermeister Friedrich Wilhelm Schmidt und Vertreter der Polizei mit eingeladen. Stellvertretend für die Rühler Bürger machte zunächst August Borchers deutlich, warum viele Einwohner aus Rühle mittlerweile an der Grenze ihrer Akzeptanz angelangt sind: Ständiger Straßenlärm an den Wochenenden, mit nicht endenwollenden Kolonnen von schon im Ortsbereich überlaut aufgedrehten Motorädern. 

Dieser Kritik wichen Elke Fuchs und Jörg von Oost von den BMW-GS Enduro-Bikern nicht etwa aus, sondern zeigten volles Verständnis. „Wir sind selbst genervt von den Geräuschbelästigungen durch einige der Fahrer“, meinte Fuchs, während van Oost ergänzte, dass man immer wieder allen Motorradfahrern signalisiere, dass sie die Akzeptanz für ihr Hobby selbst in der rechten Hand hätten. Der Geist, der von ihnen organisierten Facebookgruppe sei hingegen ein anderer, die Maschinen leiser und auch die Fahrweise deutlich vernünftiger. „Wir sind Motorradfahrer, die Sie verstehen und für Sie um Verständnis werben“, stellte Jörg van Oost klar. Zusammen mit dem Bund der Motorradfahrer wolle man eine für beide Seiten annehmbare Lösung finden. Auf dieses Gesprächsangebot gingen die anwesenden Betroffenen wie auch alle Politiker und Behördenvertreter ein. Gemeinsam wurde erörtert, welche Maßnahmen mittelfristig zu einer Verbesserung der Situation führen könnten. Straßensperrungen wie auch verstärkte Kontrollen seien angesichts einer komplizierten Gesetzeslage allerdings schwer realisierbare bzw. kaum wirksame Mittel, machten sowohl Landrat Michael Schünemann als auch der Erste Polizeikommissar des Holzmindener Polizeikommissariats, Burkhard Schramm, deutlich. Derzeit werde vom Landkreis die Möglichkeit geprüft, Dezibel-Messdisplays anzuschaffen, erklärte der Landrat. Denn die haben nach in Süddeutschland gewonnenen Erkenntnissen eine spürbare Wirkung gezeigt.   

 

Einig waren sich sowohl Anwohnervertreter als auch Motorradfahrer, dass miteinander reden schon einmal deutlich hilft. Der Korso der BMW-GS-Endurobikers am Wochenende jedenfalls stieß bei den beteiligten Rühlern auf keinerlei Ablehnung. Denn die haben sehr glaubhaft allergrößte Rücksichtnahme signalisiert.

13 neue Auszubildende beginnen beim Landkreis ihre Berufskarriere

04.08.2020 / PM

Holzminden. Der erste Tag und die Aufregung war bestimmt groß: 13 Auszubildende haben beim Landkreis Holzminden ihre neue Berufskarriere gestartet. Drei Kreis-Inspektor- Anwärter*innen, fünf Verwaltungsfachangestellte, drei Notfallsanitäter*innen sowie ein Straßenwärter und eine Straßenwärterin konnten am ersten Tag im Kreishaus erst einmal ein bisschen „Verwaltungsluft“ schnuppern und auch die eine oder andere Dienststelle kennenlernen, bevor sie in ihre Bereiche oder Dienststellen gehen. Begrüßt wurden die Neuen von Landrat Michael Schünemann, der Ersten Kreisrätin Sarah Humburg, Personalbereichsleiterin Claudia Bonefeld sowie der Ausbildungsbetreuerin und den Personalvertretungen.

Eine Ausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten haben Lena Böker, Carolin Köke, Tjorben Eggers, Enrico Soares de Figuereido und Mostafa Safi begonnen. Die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten hat Patrick Kleine schon vor drei Jahren erfolgreich beim Landkreis absolviert, um jetzt die Beamtenlaufbahn einzuschlagen. Er startet ebenso wie Lysann Hölscher und Marie Steingräber seine Ausbildung als Kreisinspektor-Anwärter bzw. -Anwärterin. Und auch der Rettungsdienst sowie die Straßenmeisterei bekommen neue Kräfte. Fiona Elstrodt, Nina Hoeck und Lennart Oppermann starten ihre Berufskarriere mit einer Ausbildung als Notfallsanitäter/in, während Leon Grosse und Sara-Jaqueline Grohmann die Straßenmeisterei ergänzen. Letztere ist damit die erste weibliche Auszubildende beim Landkreis in der bisher weitgehend männerdominierten Straßenmeisterei.   

 

Keine Frage, dass die neuen Auszubildenden sich in den ersten Tagen erst einmal in der Kreisverwaltung orientieren, die Räumlichkeiten kennenlernen und sich das eine oder andere Gesicht merken müssen. Aber dass im Zweifelsfall auch Personalabteilung oder der Personalrat bzw. die Jugendvertretung gern bei Problemen helfen werden, machte nicht nur der Landrat selbst bei seiner Begrüßung deutlich, sondern auch alle anderen Vertreter der für die Auszubildenden zuständigen Gremien. Den 13 Neuen ist jedenfalls eine spannende und lehrreiche Zeit zu wünschen!    

v. l. Claudia Bonefeld (Bereichsleiterin Personal Landkreis Holzminden), Landrat Michael Schünemann, die künftige Erste Kreisrätin Sarah Humburg und Martina Kohlmeyer (Personalratsvorsitzende)
v. l. Claudia Bonefeld (Bereichsleiterin Personal Landkreis Holzminden), Landrat Michael Schünemann, die künftige Erste Kreisrätin Sarah Humburg und Martina Kohlmeyer (Personalratsvorsitzende)

Neue erste Kreisrätin vereidigt

31.07.2020 / PM

Holzminden. Am nächsten Montag ist ihr erster Arbeitstag, Ernennung erfolgt schon jetzt. Sarah Humburg ist zur ersten Kreisrätin des Landkreises Holzminden ernannt worden. In einer offiziellen Feierstunde in Anwesenheit der Bereichsleiterin für Personal, Claudia Bonefeld, und der Personalratsvorsitzenden Martina Kohlmeyer vereidigte Landrat Michael Schünemann die Kreisrätin für den Zeitraum ihrer Amtszeit und überreichte ihr ihre Ernennungsurkunde.

 

Humburg war bereits Ende Mai dem Kreistag vorgestellt worden. Sie wird den Landrat bei wichtigen Amtsgeschäften im Bedarfsfall vertreten, übernimmt aber auch das Dezernat, dem die zentralen Dienste wie die Gebäudewirtschaft und der Innere Service zugeordnet. 

 

Outdoor- und Online-Angebote erweitert

Neues Programmheft der Kreisvolkshochschule 

31.07.2020 / PM

Kreis Holzminden. Eigenen Solarstrom produzieren oder den heimischen Garten so zu gestalten, dass er zur ökologischen Vielfalt und zum Klimaschutz beiträgt, dies sind nur zwei der attraktive Bildungsangebote aus dem neuen Programmheft der Kreisvolkshochschule Holzminden. Erhältlich ist das gedruckte Heft mit 225 Angeboten für die Zeit von August bis Dezember 2020 ab sofort in der Geschäftsstelle der KVHS in der Neuen Straße 7 in Holzminden sowie in den nächsten Tagen auch in den meisten öffentlichen Einrichtungen im Landkreis. Unter www.kvhs-holzminden.de ist das Programm außerdem im Internet einsehbar und buchbar. Selbstverständlich besteht weiterhin die Möglichkeit, sich schriftlich oder persönlich in der Geschäftsstelle in Holzminden oder bei den Außenstellenleitungen anzumelden.

 

Das KVHS-Team hat mit Unterstützung von über 80 freiberuflichen Dozentinnen und Dozenten sowie verschiedensten Kooperationspartnern viele interessante Bildungsangebote entwickelt. Diese sind selbstverständlich nach den aktuellen Hygienevorgaben in Zeiten von Corona konzipiert. Das bedeutet zum einen kleinere Gruppen für die Kurse, zum anderen sind aber auch die Angebote für Outdoor-Aktivitäten erweitert worden. So enthält das neue Programm einen Malkurs in der Natur, einen Workshop LandArt, Wandern oder Klettern im Ith, Asiatische Heilgymnastik in der Natur, Outdoorfitness am Morgen an der Frischen Luft oder auch Geschichten und Sagen aus dem Weserbergland im Mittelalterdorf Bokenrode. Für diejenigen, die lieber von zu Hause aus lernen möchten, bietet die KVHS zahlreiche Online-Kurse für kaufmännische Bildung an oder auch einen Qualifizierungskurs zum Live-Trainer bzw. Trainerin für Online-Seminare. 

 

Eine berufliche Neuorientierung ermöglichen einige Lehrgänge der Kreisvolkshochschule wie z. B. ein Qualifizierungskurs für Kindertagespflegepersonen, eine Grundausbildung Heilpraktiker*in für Psychotherapie, eine Qualifizierung zur Schulbegleitung oder auch eine berufsbegleitende Jahresausbildung Mediation. Breit gefächert ist zudem das Angebot im Gesundheitsbereich mit Kursen wie Faszilates, Bodyforming, Dance Workout oder auch Vorträgen zu den Themen Schilddrüse, Krebs, und Medikamente als heimliche Nährstoffräuber. Wer neue Sprachen erlernen oder seine Sprachkenntnisse erweitern möchte ist ebenfalls bei der KVHS an der richtigen Adresse. Doch auch in Sachen Ehrenamt, Geschichte sowie Natur und Umwelt, Persönlichkeitsbildung, EDV sowie Kunst und Kultur gibt es zahlreiche interessante Angebote im neuen Programm der Kreisvolkshochschule. Bedingt durch Corona und aus organisatorischen Gründen ist bei allen Kursen, Vorträgen und Exkursionen der Kreisvolkshochschule eine Anmeldung erforderlich. 

 

Das KVHS-Team beantwortet gerne Fragen zu den aktuellen Bildungsangeboten. Die Geschäftsstelle der Kreisvolkshochschule in der Neuen Straße 7 in Holzminden ist unter Telefon 0 55 31 707-224 und 707-394 bzw. per Fax unter 0 55 31 707-408 sowie über die E-Mail-Adresse info@kvhs-holzminden.de zu erreichen. 

 

Neuer Coronafall im Landkreis Holzminden / 14 Personen in Quarantäne

30.07.2020 / PM

Kreis Holzminden. Im Landkreis Holzminden gibt es nach knapp zwei Monaten wieder einen bestätigten Coronafall. Bei der betroffenen Person handelt es sich um einen Reiserückkehrer, der am Flughafen getestet wurde. Das positive Ergebnis wurde dann an das zuständige Gesundheitsamt Holzminden weitergeleitet. Derzeit prüft das Amt, ob es zwischenzeitlich Kontakte gegeben hat, die weitere Quarantäneanordnungen erfordern. Aktuell befinden sich 14 Personen in Quarantäne.

UPDATE

Coronatests im Zentrum für Migration negativ

30.07.2020 / PM

Kreis Holzminden. Der Verdachtsfall im Zentrum für Migration hat ein negatives Ergebnis. Das hatte sich bereits am späten Vormittag des 30.07.2020 herausgestellt. Und auch die anderen im Zentrum vorsorglich getesteten Kontaktpersonen waren alle negativ. Die Quarantäne für das gesamte Haus wurde damit mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Corona-Verdachtsfall im Zentrum für Migration

29.07.2020 /  PM

Eschershausen. Am gestrigen Dienstagabend hat es einen Coronaverdachtsfall im Eschershäuser Zentrum für Migration gegeben. Ein Bewohner hatte hohes Fieber und zeigte auch weitere typische Symptome. Die Mitarbeiter des Zentrums alarmierten daraufhin sofort die Kreisleitstelle. Der Rettungsdienst des Landkreises Holzminden sowie der Johanniter waren innerhalb einer Viertelstunde vor Ort und untersuchten die Anwesenden. Das Gesundheitsamt hat das komplette Zentrum unter Quarantäne gestellt und wird im Verlauf des Tages Abstriche nehmen. Mit einem Ergebnis der Tests kann voraussichtlich am morgigen Nachmittag gerechnet werden. 

 

Derzeit befinden sich 57 Bewohner im ZfM sowie fünf Mitarbeiter. Alle Betroffenen verhalten sich sehr kooperativ und haben vorbildlich mit den Rettungsdiensten zusammengearbeitet. Auch im Haus wird versucht, Kontakt untereinander möglichst zu vermeiden und Abstand zu halten.       

Tippelt und Schraps starten  ihre gemeinsame Sommerreise

25.07.2020/PM

Kreis Holzminden. Zum Start der diesjährigen Sommerbereisungen besuchten die Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt und der Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps die Firma Linnhoff und Henne in Stadtoldendorf. Das Hauptaugenmerk im Gespräch mit Geschäftsführer Henning Stahl lag dabei zunächst auf den Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Die beiden SPD-Abgeordneten sind sich darin einig, dass Deutschland bisher grundsätzlich im Vergleich zu vielen anderen Staaten gut durch die Krise gekommen ist, man natürlich aber davon ausgehen muss, dass uns die Folgen noch eine ganze Weile begleiten werden.

„Für unser Unternehmen kann ich aktuell festhalten, dass wir trotz Corona bisher ein gutes Geschäftsjahr haben. Wir hatten vor der Pandemie eine so gute Auftragslage, dass wir momentan noch voll ausgelastet und bestens aufgestellt sind. Natürlich merken wir aber auch, dass die Aufträge jetzt zurückgehen und man abwarten muss wie es Richtung Herbst aussieht. Grundsätzlich bin ich aber optimistisch“, so Henning Stahl.

Sabine Tippelt weist in diesem Zusammenhang auf die beschlossenen Fördergelder und Unterstützungen hin, die auf Landes- und Bundesebene zur Überwindung der aktuellen Situation bereitgestellt wurden. „Wir haben im Landtag mit unserem verabschiedeten Nachtragshaushalt dafür Sorge getragen, dass Geld in die Wirtschaft und die Infrastruktur fließen kann. Wir dürfen jetzt nicht sparen und müssen dafür sorgen, dass unsere Firmen durch die Krise kommen“, so Tippelt.

Großes Lob kommt in diesem Zusammenhang von Henning Stahl. „Die Politik in Deutschland hat bisher vieles richtig gemacht und man kann sich für das bisherige Handeln nur bedanken.“ 

Johannes Schraps ergänzt dazu, dass die gesamte Gesellschaft in der Krise Verantwortung übernehmen und die richtige Balance zwischen Freiheit und Sicherheit finden muss. „Ich denke im Großen und Ganzen funktioniert dies bisher sehr gut. Dies gilt sowohl für die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land, als auch für die Handelnden Personen in der Politik“, so Schraps.

Im weiteren Verlauf geht Geschäftsführer Stahl auf die Historie und die Geschäftsbereiche des Unternehmens ein. „Unser Unternehmen wurde 1878 in Holzminden gegründet und wir sind mittlerweile Weltmarkführer im Bereich der Gussasphaltierung. Außer in Amerika sind wir so ziemlich überall am Markt“, so Stahl. Ein Problem sieht der Geschäftsführer allerdings bei der Besetzung von Ausbildungsstellen. „Wir haben normalerweise vier Auszubildende pro Jahr in unserem Betrieb. Aber es wird jedes Jahr schwieriger diese Stellen zu besetzen. In diesem Jahr haben wir bis jetzt nur eine Stelle besetzten können. Daher möchte ich die Gelegenheit nutzen, noch einmal darauf hinzuweisen, dass wir für jede Bewerbung zum Industriemechaniker dankbar sind“, so Stahl

Beim anschließenden Rundgang über das Betriebsgelände haben die Abgeordneten noch einen Einblick in die Produktion des Unternehmens bekommen. Auf dem weitläufigen Gelände werden Gussasphalt- und Fugenvergusskocher in verschiedensten Größen hergestellt und später nach Maßanfertigung auf LKW’s und Anhänger aufgebaut.  Tippelt und Schraps zeigten sich beeindruckt von der Produktpalette. „Es ist immer wieder interessant und schön zu sehen, welch tolle Unternehmen wir in unserer Region haben und welche Bedeutung diese auch weit über die Grenzen des Landkreises Holzminden haben“, so die einstimmige Meinung der beiden Politiker im Anschluss an die Besichtigung. 

Engagiert? Profitiert!

Ehrenamtskarte wird im Landkreis Holzminden eingeführt

24.07.2020/PM

Kreis Holzminden. Gerade in ländlichen Regionen ist das vielfältige ehrenamtliche Engagement eine wichtiger Stütze des gesellschaftlichen Lebens. Diese auch im Landkreis Holzminden so wichtige gemeinnützige Arbeit wird nun belohnt! Für ehrenamtlich engagierte Bürger*innen besteht demnächst die Möglichkeit, die Ehrenamtskarte für Niedersachsen und Bremen zu beantragen. Mit Erhalt dieser Karte profitieren deren Inhaber*innen zukünftig von attraktiven Vergünstigungen: Ob Sport, Kultur oder Freizeit - die Bereiche, in denen die Ehrenamtskarte eingesetzt werden kann, sind vielfältig. Und das Angebot wird stetig erweitert.

Foto: Freuen sich darüber, dass die Ehrenamtskarte im Landkreis eingeführt wird: V. l. Benjamin Peters (Bereichsleiter Besondere soziale Dienste und Jugendpflege im Landkreis Holzminden), Ruth Happel (Leiterin Zentrum für ehrenamtliches Engagement, ZEE), Anja Kurth (ZEE), Landrat Michael Schünemann und Christine Bossow (Geschäftsführerin der Lokalen Aktionsgruppe Solling/Vogler für die Förderung mit LEADER-Mitteln) 

 

 

Landrat Michael Schünemann freut sich, dass die Ehrenamtskarte bald auch im Landkreis Holzminden eingesetzt werden kann: „Die Ehrenamtskarte ist eine besondere Auszeichnung, um herausragendes Engagement zu würdigen. Mithilfe der Vergünstigungen wird denen etwas zurückgegeben, die sich in besonderer Weise für den Nächsten einsetzen, unsere Gesellschaft bereichern und das Zusammenleben fördern.“ Doch bevor die Ehrenamtskarte verliehen werden kann, sind noch einige Schritte notwendig. Dank der finanziellen Unterstützung durch das europäische Förderprogramm LEADER war es möglich, mit Anja Kurth eine vertriebserfahrene Mitarbeiterin einzustellen. Ziel ist es, ein attraktives Portfolio aus Vergünstigungen und Vorteilen zu erarbeiten, welches die Karteninhaber*innen breitgefächert nutzen können. Auch eine diesbezügliche Kooperation mit der Jugendleiter/In-Card (JULEICA) wird angestrebt.

 

Die Kommunen im Landkreis Holzminden werden um rege Unterstützung gebeten. Vorstellbar sind z.B. Kostenreduzierungen auf amtliche Beglaubigungen oder ermäßigte Eintritte für öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder oder Museen. Getreu dem Motto "Support your locals" empfiehlt sich die Teilnahme am Angebot auch für alle Gewerbetreibenden im Landkreis Holzminden. Durch attraktive Aktionen können neue Kaufanreize für die Bürger*innen geschaffen werden. Das Programm der Ehrenamtskarte trägt dazu bei, neue Kunden zu gewinnen und die Kundenbindung zu vertiefen - wichtige Bausteine, die zur Unterstützung der regionalen Wirtschaft beitragen.

 

Interessierte Ehrenamtliche und Gewerbetreibende können sich an die zuständige Mitarbeiterin im Zentrum für ehrenamtliches Engagement wenden. Anja Kurth ist unter der Telefonnummer 0 55 31 707-390 oder per E-Mail an zee@landkreis-holzminden.de zu erreichen. Auch für Menschen, die sich jetzt ehrenamtlich engagieren möchten, bietet das ZEE-Team ein Beratungsgespräch an.


Beschäftigen sich intensiv mit Handlungsmöglichkeiten zum Thema Motorradlärm: v. l.  EPHK Burkhard Schramm, Landrat Michael Schünemann, KOR Oliver Tschirner, Dezernentin Manuela Schäfer und Ansgar Rohner (Bereichsleiter Straßenverkehrsamt)
Beschäftigen sich intensiv mit Handlungsmöglichkeiten zum Thema Motorradlärm: v. l. EPHK Burkhard Schramm, Landrat Michael Schünemann, KOR Oliver Tschirner, Dezernentin Manuela Schäfer und Ansgar Rohner (Bereichsleiter Straßenverkehrsamt)

Motorradlärm: An Wochenenden Straßen sperren?

Landkreis und Polizeidirektion Holzminden diskutieren Möglichkeiten

10.07.2020 / PM Landkreis Holzminden

Landkreis Holzminden. Das Thema Motorradlärm erhitzt momentan bundesweit die Gemüter. Und auch am  Landkreis Holzminden geht diese Problematik nicht vorbei. Kein Wunder: Wegen seiner schönen Landschaft und vieler kurvenreicher Strecken ist das Weserbergland bei den Bikern allseits beliebt, sehr zum Unwillen vieler Bewohner, die sich vor allem an den Wochenenden in ihrer wohlverdienten Feierabendruhe empfindlich gestört fühlen. Zusammen mit der Holzmindener Polizeispitze hat Landrat Michael Schünemann jetzt nach Lösungen gesucht. 

 

Besonders aus der Rühler Schweiz, aber auch aus den Sollingorten bzw. Holzminden und aus Lauenförde häufen sich die Beschwerden. Die Anzahl durchfahrender Motorräder hat – zumindest augenscheinlich – erheblich zugenommen, darunter auch einige, die durch erhebliche Lautstärke auffallen. Wie man dem Problem Herr werden könnte, war schon mehrfach Thema in den entsprechenden Ausschusssitzungen für Feuerschutz, Ordnung, Bauen und Umwelt. Bei dem ins Leben gerufenen Arbeitskreis Lärm soll es nun darum gehen, sich zwischen Landkreis und Polizei über fachliche und rechtliche Möglichkeiten auszutauschen. „Uns ist bewusst, dass die Bürger des Landkreises Holzminden ein berechtigtes Interesse daran haben, dass die Lärmbelastung durch einige wenige unvernünftige Fahrer nicht überhand nimmt“, stellt Michael Schünemann anlässlich des Termins fest. Es sei deshalb in aller Interesse, wenn gemeinsam mit der Polizei Lösungskonzepte erarbeitet werden.     

 

Vonseiten des Polizeikommissariats Holzminden waren Kommissariatsleiter Oliver Tschirner sowie sein Stellvertreter Burkhard Schramm zu dem Treffen gekommen. Von Landkreisseite hatte der Landrat die zuständige Dezernentin Manuela Schäfer und Ansgar Rohner als Bereichsleitung aus dem Straßenverkehrsamt dazu gebeten. Tschirner und Schramm machten noch einmal deutlich, dass die Polizei das Problem zu lauter Maschinen schon seit längerem angehe. Regelmäßig nehme man Kontrollen vor, mittlerweile seien im Kommissariat auch mehrere Beamte so geschult, dass sie technische Veränderungen an den Motorrädern erkennen könnten. Ein entsprechendes technisches Equipment stehe allerdings, so Schramm und Tschirner, nur einmal für die gesamt, von Nienburg bis Hann. Münden reichende Polizeidirektion zur Verfügung. Aufgrund dessen könne deshalb nur sporadisch geprüft werden. 

 

Für den Landkreis wiederum gäbe es die Möglichkeit,  Geschwindigkeitsbegrenzungen an Brennpunkten vorzunehmen. Doch die wiederum können nur auf den eigenen Kreisstraßen so ohne weiteres vorgenommen werden. Die derzeitigen Beschwerden allerdings kommen hauptsächlich in Bezug auf Straßen, die sich in der Obhut der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr befinden. Insofern müsste vonseiten dieser Behörde zunächst gehandelt werden, um eine Anordnung beim Straßenverkehrsamt zu erwirken. Aus diesem Grund hat der  Landrat einen Termin mit der Hamelner Behörde vereinbart, um dort den dringlichen Handlungsbedarf deutlich zu machen. „Wir werden uns auch nicht scheuen, wenn es notwendig sein sollte, Straßen an Wochenenden zu sperren“, stellte der Landrat zudem klar. Darüber jedoch müsst dann auch zunächst das Einvernehmen mit der Landesbehörde erzielt werden.

 

Immerhin wird ab August für drei Monate ein semimobiles Blitzgerät für einen ersten Test zur Verfügung stehen. Das solle dann, versichert Manuela Schäfer, auch an den bevorzugt von Motorradfahrern genutzten Strecken eingesetzt werden. Die gemeinsamen Gespräche zwischen Landkreis und Polizei sollen künftig regelmäßig fortgesetzt werden. Im engen Schulterschluss wollen das Holzmindener Polizeikomissariat und der Landkreis weitere Lösungsansätze suchen.

 

Sporthallen des Landkreises bleiben in den Ferien geschlossen 

09.07.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die in der Trägerschaft des Landkreises befindlichen Sporthallen bleiben in den Sommerferien geschlossen. Zu dieser Entscheidung sind die entsprechenden Fachbereiche nach ausführlichen Gesprächen gekommen. „Unsere Experten haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, weil sie natürlich wussten, dass das Bedürfnis in den Vereinen nach der langen Corona-Pause sehr groß ist“, kommentierte Landrat Michael Schünemann den Beschluss, „aber es gab am Ende leider zu viele Gründe, die gegen eine Öffnung während der Ferien gesprochen haben.“   

 

Speziell der MTV 1849 Holzminden hatte an die Kreisverwaltung den Wunsch herangetragen, die Hallen über den ganzen Sommer auch in der schulfreien Zeit offenzuhalten. Aus diesem Grund hatten sich der Bereich Bildung und Kultur  zusammen mit dem Bereich Gebäudewirtschaft Gedanken gemacht, ob das tatsächlich machbar wäre. Gegen eine solche Öffnung sprach schließlich, dass kurzfristig etliche Planungen sich sowohl personell als sanierungstechnisch nicht mehr ändern lassen. „Wir haben praktisch an keinem unserer Standorte eine Regelung, nach der die Vereine umfassend und eigenverantwortlich die Nutzung der Hallen überlassen werden kann“, sagt Marie-Luise Niegel, als kommissarische Dezernentin für Schulangelegenheiten zuständig, „und in der Kürze der Zeit können wir das auch nicht so schnell einführen.“ Immerhin hätten Reinigungskräfte und Hausmeister in den Sommerferien neben ihrem Jahresurlaub auch eine intensive  Grundreinigung geplant, so Niegel. „Die Vereine haben zwar Hygienepläne erstellt“, macht die kommissarische Dezernentin deutlich, „aber es muss auch jemanden geben, der einmal am Tag die sanitären Anlagen professionell reinigt. Das Personal dafür steht nicht zur Verfügung, weil dessen Urlaub eben genau in diesen Zeitraum hineingeplant ist, um einen gleichbleibend guten Service in der Schulzeit gewährleisten zu können. An einigen Standorten seien darüber hinaus auch noch bauliche Maßnahmen langfristig geplant. Die ließen sich nicht kurzfristig verändern. Vom Mittwoch, den 15. Juli bis zum 26. August müssen die Hallen des Landkreises dementsprechend geschlossen bleiben, danach stehen sie wieder komplett für Schul- und Vereinssport zur Verfügung. 

 


Joachim Merker geht in den Ruhestand

Langjähriger Leiter des AWH-Entsorgungszentrums geht in den Ruhestand 

08.07.2020 / PM

Holzminden. So ganz die 30 Jahres-Marke hat Joachim Merker am Ende nicht „geknackt“, aber seine Dienstzugehörigkeit beim Landkreis bzw. später beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft (AWH) ist dennoch lang genug, um bei Kolleginnen und Kollegen und auch bei ihm selbst genügend Wehmut hervorzurufen. Seit 1991 stand Merker in Diensten des Landkreises Holzminden, von Anfang an hat er sich um die Aufgaben der Abfallwirtschaft gekümmert. Nach insgesamt 29 Jahren geht der 65-Jährige nun in den wohlverdienten Ruhestand. Im Rahmen einer kleinen Feier wurde er im Kreishaus verabschiedet.

 

Landrat Michael Schünemann ließ bei der Verabschiedung noch einmal den beruflichen Werdegang des gebürtigen Hämelschenburgers und seit frühester Kindheit in Rühle wohnenden Neuruheständlers Revue passieren. Danach war Joachim Merker eine Karriere beim Landkreis nicht unbedingt in die Wiege gelegt. Denn nach Erlangung der Fachhochschulreife im Jahr 1974 ging er zunächst als Zeitsoldat für fünf Jahre zur Bundeswehr, um dann nach verschiedenen beruflichen Stationen von 1984 bis 1986 noch einmal eine Maurerlehre zu absolvieren und anschließend ein Ingenieurstudium an der FH Holzminden mit dem Schwerpunkt Verkehrs- und Wasserwirtschaft zu beginnen. Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium und einer zunächst zweijährigen Tätigkeit als Bauingenieur in einem privaten Unternehmen verschlug es Merker ab April 1991 schließlich ins Tiefbauamt des Landkreises Holzminden, wo er gleich mit der Abfallwirtschaft befasst war. In den letzten 17 Jahren seiner AWH-Tätigkeit war er als Leiter der Bereiche Entsorgungszentrum und Deponiebetrieb für die Organisation und das Management eben jener Einheiten zuständig, einer Aufgabe, der er sich mit viel Engagement und großer Kompetenz widmete.     

 

Wie verbunden Joachim Merker mit Betrieb und Kollegenschaft durch seine lange Betriebszugehörigkeit bis heute geblieben ist, machte er bei seiner Verabschiedung noch einmal deutlich. „Ich habe mehr Zeit mit der AWH verbracht als mit meiner Familie“, gestand der Vater dreier erwachsener Kinder ein. Deshalb wolle er den Betrieb auch nicht so ganz im Stich lassen, sondern noch bis Jahresende für jeweils ein paar Wochenstunden mit seiner Erfahrung und seiner Kompetenz beratend zur Seite stehen. Grundsätzlich aber glaube er nicht, dass das Rentnerdasein ihm Langeweile bereiten werde, so Merker. Sein Alltag werde aller Voraussicht nach genauso strukturiert sein wie zu Dienstzeiten, auch wenn er zukünftig etwas später aufstehen könne, resümierte der begeisterte E-Bike-Fahrer, der zusammen mit seiner Frau Christina bevorzugt auch im schönen Weserbergland tourt. 

 


Startschuss ins 16. Musical-Jahr

23.06.2020 / PM

Bodenwerder. Am 28. Juni 2020 fällt in der Münchhausenstadt Bodenwerder in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland (SVR) um 15 Uhr der Startschuss zur diesjährigen Saison des beliebten Münchhausen-Musicals!

 

Das Musical nimmt die Zuschauer bereits das 16. Jahr mit auf eine fantasievolle und farbenprächtige Reise in die Welt des berühmten Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen – dem sogenannten Lügenbaron. Während der Aufführungen erfreuen facettenreiche Musikstücke, die die unglaublichen Abenteuer des Barons zu Lande, zu Wasser oder in der Luft untermalen. Das Münchhausen-Musical dauert ca. 50 Minuten und ist für die Zuschauer kostenfrei. Weitere Termine sind zunächst für den 12. Juli, 26. Juli, 9. August, 23. August und 13. September geplant. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie wurde das Stück, unter der Leitung der Choreografin Anke Rettkowski, den zu erfüllenden Maßnahmen angepasst und findet im Rathauspark statt. Genutzt wird die „alte Bühne“, die nicht überdacht ist, um die entsprechenden Hygiene- und Abstandsregeln einhalten zu können. Statt Bänken wird es Stühle geben, es findet eine Einlasskontrolle statt und die Zuschauer müssen ein Abfrageformular für die Kontaktdaten ausfüllen, um mögliche Infektionsketten verfolgen zu können.

Gesponsert wird das Musical der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle von der Sparkasse Hameln-Weserbergland, Stiftung Sparkasse Bodenwerder sowie der Brauerei Allersheim – ausgezeichnet mit der Regionalmarke Echt!-Solling-Vogler-Region. „Nach langem Warten freuen wir uns umso mehr mit dem Münchhausen-Musical in die Saison starten zu dürfen. Ein großer Dank gilt den Sponsoren, ohne die das Musical in dieser Form nicht möglich wäre. Es zeigt den Zusammenhalt in der Region und das Vertrauen in uns sowie die Schauspielerinnen und Schauspieler“, so Tanya Warnecke, Samtgemeindebürgermeisterin Bodenwerder-Polle. „Das Münchhausen-Musical ist einen Besuch wert, ganz gleich, ob Tourist oder Einheimischer. Es ist schön, dass es dieses musikalische Highlight in der Solling-Vogler-Region gibt und es auch in dieser besonderen Zeit möglich gemacht wird“, freut sich Irina Hartig, Geschäftsführerin der SVR.

 

Weitere Informationen sind bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, www.solling-vogler-region.de und unter Tel. 05536/960970 erhältlich.


Neues Zuhause für gepeinigte Pferde gesucht

12.06.2020 / PM

Kreis Holzminden. Es war schon ein erbarmungswürdiges Bild, das sich den Mitarbeitern des Kreisveterinäramtes in der Nähe einer Ortschaft im Landkreis Holzminden bot. Ein stockdunkler, heruntergekommener Stall, in dem sich anderthalb Meter hoch in tierkotdurchsetztem Schlamm der Mist stapelte. Dazwischen eine dreijährige, völlig abgemagerte Vollblutstute, die die Veterinär*innen wegen des Unrates und der Lichtverhältnisse auf den ersten Blick gar nicht wahrnahmen. Für die Tierschützer von Amtswegen war es keine Frage, das zerschundene Pferd genau wie noch zwei weitere Tiere sofort in Obhut zu nehmen und in einem Pflegebetrieb erst einmal wieder hochzupäppeln. Jetzt wird ein neues, besseres Zuhause für die drei gesucht.

 

„Das, was wir vorgefunden haben, war wirklich schockierend“, erklärt Dr. Claudia Vesterling. Bevor einem Halter seine Tiere weggenommen würden, bekomme er in der Regel immer noch die Chance, für bessere, artgerechte Bedingungen zu sorgen, ergänzt die Veterinärin im Bereich des Landkreises Holzminden. Doch in diesem Fall war sofortiges Handeln angesagt. Zwar habe man schon aufgrund verschiedener Hinweise gewusst, dass auf dem Hof einiges im Argen liege und den entsprechenden Halter auch wiederholt klar gemacht, dass einschneidende Änderungen nötig seien, damit es keine drastischen Konsequenzen gebe. Doch das hatte offenbar keinen Erfolg. 

 

Den tatsächlichen Zustand der Pferde konnte das Kreisveterinäramt schließlich erst nach einer Inaugenscheinnahme feststellen. „Dazu brauchen wir allerdings auch schon konkrete Hinweise“, betont Vesterling. Die fuchsfarbene Vollblutstute, eine 22 Jahre alte, ebenfalls fuchsfarbene Ponystute und ein fünfjähriger brauner Ponyhengst hatten eine richtige Weide offenkundig schon länger nicht mehr gesehen. Es brauchte mehr als zwei Monate, um die völlig verwahrlosten, halb verhungerten und traumatisierten Tiere wieder einigermaßen handzahm zu machen. 

 

Jetzt sollen sie in fürsorgliche, bessere Hände gegeben werden. Wer Erfahrung mit Pferden hat, über genügend Platz verfügt und gut mit solchen Tieren umgehen kann, kann sich beim Veterinäramt melden. Weitere Auskünfte gibt es unter der Telefonnummer 0 55 31 – 707 428 oder über die E-Mail-Adresse veterinaeramt@landkreis-holzminden.de.

Breitband: Förderbescheid vom Land übergeben

Gewerbegebiete gehen spätestens in sechs Wochen ans Netz

11.06.2020 / PM

Kreis Holzminden. Bis Ende Juli wird es wohl noch dauern, aber dann wird in den Gewerbegebieten westlich von Bodenwerder-Kemnade ein schneller Internetzugang zur Verfügung stehen. Seit Wochen schon ist die damit beauftrage Firma, die Deutsche Telekom, mit den Ausbauarbeiten beschäftigt, jetzt ist offiziell dazu auch der entsprechende Förderbescheid aus EU-Mitteln von der niedersächsischen NBank offiziell bewilligt worden. In der Kreisverwaltung hat Staatssekretär Stefan Muhle vom niedersächsischen Wirtschaft- und Digitalisierungsministerium den Bescheid in Höhe von rund 54.000 Euro an Landrat Michael Schünemann übergeben.    

 

Eine gut ausgebaute Breitbandinfrastruktur fördere die Wirtschaft im ländlichen Raum in entscheidendem Maße, betont der Landrat bei dem Termin im Kreishaus. „Um die Digitalisierung bei uns schnell und erfolgreich voranzubringen, sind wir für jede Unterstützung dankbar“, unterstreicht Schünemann, „insofern ist der von Staatssekretär Muhle jetzt überreichte Förderbescheid ein wichtiger und notwendiger Baustein zur Finanzierung des Digitalisierungsprozesses im Landkreis Holzminden.“  Tanya Warnecke, Samtgemeindebürgermeisterin von Bodenwerde-Polle ist von der besonderen Bedeutung des Digitalisierungsfortschritts für die Region genauso überzeugt. „Schnelles Internet ist eine große Chance für die ländliche Region, so Warnecke, „die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass unser Wohnraum in der Krise besonders attraktiv ist. Wir müssen unseren Unternehmern, Schulen und Familien jetzt eine gute Breitbandversorgung bieten.“

 

Das Projekt in Bodenwerder-Kemnade ist Teil des Breitbandausbaus im gesamten Landkreis, das insgesamt ein Investitionsvolumen von 7,5 Mio. Euro hat. „Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Landkreis Holzminden und seinen Gemeinden konnten wir beim Ausbau richtig Gas geben“, sagt Boris Tadic, Leiter Technikniederlassung Nord, Deutsche Telekom. „Rund 5.900 Haushalte im Landkreis sind bereits am Netz, die restlichen rund 3.000 Anschlüsse werden wir bis Ende August 2020 fertig stellen.“ Insgesamt hat die Telekom rund 300 Kilometer Glasfaser verlegt und 84 Verteiler im Landkreis aufgestellt.   Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu einem Gigabit pro Sekunde (GBit/s). Was die Unternehmen in den Gewerbegebieten erwartet und von ihnen nach endgültiger Fertigstellung buchbar ist, ist damit ein absolutes Hochgeschwindigkeitsbreitbandnetz. Den dort ansässigen Betrieben wird ein deutlich schnellerer Datenzugriff als bisher ermöglicht, in einem stabilen Internetnetz können dann beispielsweise auch große Datenpakete versendet oder empfangen werden bzw. Cloud-Dienste besser in Anspruch genommen werden. Die komplette Freischaltung der neuen Anschlüsse erfolgt von der Telekom spätestens in sechs Wochen. „Mit unserer Ausbauoffensive haben wir einen besonderen Fokus auf die Gigabitversorgung von Gewerbegebieten gelegt“, erklärte Staatssekretär Stefan Muhle, der im Namen von Wirtschaftsminister Althusmann den Förderbescheid übergab, “für unsere Betriebe wollen wir auf dem Weg zur Digitalisierung bestmögliche Bedingungen schaffen.“

 

Die mit den 2016 auf den Weg gebrachten und nun überreichten Fördermittel verbundenen Investitionskosten für den Breitbandausbau im Gewerbegebiet Bodenwerder-Kemnade belaufen sich auf knapp 168.000 Euro. Davon müssen ca. 108.000 Euro von der öffentlichen Hand finanziert werden. Mit einer Zuwendung in Höhe von 54.000 Euro fördert das Land aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) die Hälfte der aufzubringenden Kosten. Der Landkreis und die Samtgemeinden tragen 10.800 Euro von der Gesamtsumme. Die restlichen 40 Prozent werden vom Bund bezuschusst. 2018 hatte die Telekom den Zuschlag für den Ausbau erhalten und ab Herbst dann mit verschiedenen Vorarbeiten begonnen. Im Gewerbegebiet Bodenwerder ist der FTTH-Ausbau so gut wie abgeschlossen. Die ansässigen Unternehmen und Gewerbetreibenden können Mitte Juli die schnellen Internetanschlüsse buchen. Die Telekom hat dafür über drei Kilometer Glasfaser verlegt und zwei neue Schaltverteiler aufgestellt.

 

„Verhalten der Bevölkerung im Landkreis Holzminden in der Corona-Krise vorbildlich“

05.06.2020 / PM 

Kreis Holzminden. Heute hat die Landesregierung nach Auskunft des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann die Verordnung über die 4. Stufe der Lockerungsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie veröffentlicht. Wesentliche Änderungen treten ab Montag, den 08.06.2020, in Kraft.

„Aufgrund der weiterhin geringen Infektionszahlen ist dieser Schritt nicht nur verantwortbar, sondern sogar geboten“, kommentiert Uwe Schünemann die Entscheidung. Im Landkreis Holzminden seien seit vierzehn Tagen kaum neue Fälle aufgetreten. Wie wichtig die Einhaltung der Abstandsregeln und Hygienevorschriften sind, zeige allerdings die Entwicklung in Göttingen. Für unverantwortliches Handeln müssten alle Bürgerinnen und Bürger der Region erneut drastische Einschränkungen hinnehmen. Dagegen sei die Disziplin der hiesigen Bevölkerung bisher vorbildlich.

Im Detail sind folgende Lockerungen vorgesehen:

+ Bars und Kneipen dürfen unter Einhaltung der Hygieneregelungen wieder öffnen. Clubs, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen sowie Shisha Bars und ähnliche Einrichtungen bleiben weiterhin geschlossen.

 

+ Spezialmärkte unter freiem Himmel mit Eintrittsgeld sind zulässig. Nicht erlaubt sind nach wie vor Flohmärkte!

 

+ Touristische Busreisen werden mit Mindestabständen erlaubt (jede zweite Sitzreihe muss freibleiben).

 

+ In Spielhallen .dürfen unter bestimmten  Bedingungen Speisen und Getränke zum Verzehr angeboten werden.Ein Vor-Ort-Verzehr von Speisen und Getränken in Einkaufszentren ist wieder möglich.

 

+ Hotels, Jugendherbergen, Campingplätze können ihre Kapazitäten bis zu 80% auslasten. Die Sieben-Tage-Regelung zur Vermietung von Ferienwohnungen entfällt.

 

+ Öffnen dürfen ebenfalls Schwimm- (Hallen-) und Spaßbäder sowie Indoorspielplätze. In Sportanlagen und Fitnessstudios werden Duschen und Umkleidekabinen freigegeben.

 

+ Die Durchführung und der Besuch einer kulturellen Veranstaltung im Freien ist unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Die Besucherzahl darf 250 nicht übersteigen, die Besucher müssen während der Veranstaltung sitzen.

 

+ Bei Beerdigungen, Hochzeiten, Konfirmationen können bis zu 50 Personen teilnehmen.

 

+ Ehrenamtliche, qualifizierte volljährige Personen, die Inhaber einer Jugendleitercard sind, dürfen Jugendgruppen bis zu 10 Personen leiten.

 

+ Heimbewohnerinnen und Heimbewohner dürfen die Einrichtung verlassen.


Einstimmige Resolution

26.05.2020 / PM CDU

Holzminden / Würgassen. Auf Initiative der CDU Lauenförde und auf Antrag der CDU Kreistagsfraktion fand in der gestrigen Kreistagssitzung eine Anhörung der am "Zentralen Bereitstellungslager Würgassen" beteiligten Parteien statt.

Vertreter der BGZ standen genauso Rede und Antwort wie die Bürgerinitative Würgassen und Bürgerinitiative aus Salzgitter. Vertreter des Umweltministeriums, die ebenfalls eingeladen waren, waren nicht zugegen.

 

Die Ausführungen der BGZ zur Standortwahl, Vorgehensweise und Notwendigkeit des Bereitstellungslagers ließen zahlreiche Fragen offen. Die Vertreter der Bürgeriniativen konnten hingegen mit ihren mit ausgezeichneter Sachkenntnis vorgetragenenen Zahlen, Daten und Fakten die Kreistagsabgeordneten davon überzeugen, dass für dieses Projekt von dieser enormen Tragweite für die Region seitens der BGZ keine ausreichende Begründungen geliefert werden konnten.

 

Am Ende der Sitzung stand folgerichtig eine einstimmige Resolution aller anwesenden Kreistagsabgeordneten über alle Fraktionen hinweg, den #LandkreisHolzminden zu beauftragen, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um ein Atommüll-Lager in Würgassen zu verhindern.


Kreistag stimmt geschlossen gegen das ZBL Würgassen

26.05.2020 / MZ

Holzminden. Auf seiner gestrigen Sitzung, hat sich der Kreistag Holzminden einstimmig gegen das geplante Zentrale Bereitstellungslager für radioaktiven Müll in Würgassen ausgesprochen.

Nach Ausführungen der BGZ (Gesellschaft für Zwischenlagerung GmbH) und Sprechern der Bürgerinitiativen Würgassen und Schacht Konrad, wurde einstimmig eine Resolution beschlossen, den Landkreis  Holzminden zu beauftragen, alle notwendigen und möglichen Massnahmen zu ergreifen, um das ZBL in Würgassen zu verhindern.


ÖFFENTLICHE Sitzung des Kreistages in Holzminden

Thema Würgassen wird beraten

25.05.2020 / MZ

Holzminden. Heute Abend findet in Holzminden, in der Stadthalle , Sollingstr. 101, 37603 Holzminden um 18:00 Uhr eine öffentliche Sitzung des u. a. zum Thema Würgassen statt.

Zuhörer*innen müssen beim Betreten der Stadthalle einen Ausweis vorzeigen und ihren vollen Namen, ihre Adresse und ihre Telefonnummer angeben sowie während der Sitzung zum Schutz vor Infektionen eine MundNasen-Bedeckung tragen. Außerdem ist während der Sitzung sowie beim Betreten und Verlassen der Stadthalle der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zu wahren. 

 

Beim Betreten der Räumlichkeit erfolgt eine Handdesinfektion. Den Zuhörer*innen wird ein Platz zugeteilt.

Die Anträge der Fraktionen finden sie hier, jeweils als pdf.-Datei:

Antrag der CDU:  LESEN   |  Antrag der SPD:  LESEN  |  Antrag Bündnis90/Die Grünen +  Die Linke:  LESEN 


ÖFFENTLICHE Sitzung des Kreistages im Stadthalle Holzminden

Thema Würgassen wird beraten

20.05.2020 / PM

Holzminden. Die 21. öffentliche Sitzung des Kreistages (2016 - 2021) findet am Montag, 25.05.2020, um 18:00 Uhr, in der Stadthalle Holzminden, Sollingstr. 101, 37603 Holzminden, statt.

Bedingt durch die aufgrund der Corona-Pandemie erforderlichen Abstandserfordernisse stehen nur 60 Plätze für Zuhörer*innen zur Verfügung. Diese wurden in dem bis zum 18.05.2020 um 24:00 Uhr befristeten Anmeldeverfahren nicht ausgenutzt.

 

Es ist daher nunmehr möglich, auch am Tage der Sitzung noch ohne Anmeldung Zutritt zur Sitzung zu erhalten, soweit noch Plätze verfügbar sind. 

 

Zuhörer*innen müssen beim Betreten der Stadthalle einen Ausweis vorzeigen und ihren vollen Namen, ihre Adresse und ihre Telefonnummer angeben sowie während der Sitzung zum Schutz vor Infektionen eine MundNasen-Bedeckung tragen. Außerdem ist während der Sitzung sowie beim Betreten und Verlassen der Stadthalle der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zu wahren. 

 

Beim Betreten der Räumlichkeit erfolgt eine Handdesinfektion. Den Zuhörer*innen wird ein Platz zugeteilt.


Zwei Fahrradfahrer mit 3 Promille unterwegs

20.05.2020 / PM

Holzminden. Am Dienstag (19.05.2020), gegen 22:30 Uhr, kontrollierten Beamte des Einsatz- und Streifendienstes der Polizei Holzminden zwei Fahrradfahrer in der Sollingstraße in Holzminden. Grund der Kontrolle waren starke Ausfallerscheinungen beider Fahrradfahrer sowie das Fehlen der Beleuchtungseinrichtungen.

 

Während der Kontrolle stellten die Beamten Alkoholgeruch und eine verwaschene Aussprache bei beiden Männern (22 und 24 Jahre) fest. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab für den Älteren einen Wert von über 3 Promille. Der Jüngere pustete immerhin knapp 3 Promille. Von beiden Personen wurde eine Blutprobe entnommen.

 

Die beiden Männer sind bereits polizeibekannt und mehrfach wegen gleicher Delikte in Erscheinung getreten. Ein Eigentumsnachweis für die Fahrräder konnte nicht vorgelegt werden. Aus diesem Grund wurden die Fahrräder, bis zur Klärung der Eigentumsverhältnisse, sichergestellt.

 

Die mitgeführten Taschen der beiden Männer wurden mit deren Einverständnis durchsucht. Hierbei wurde neben hochprozentigem Alkohol auch zwei Damenhemden in Originalverpackung und eine Wasserpumpenzange aufgefunden. Auch diese Gegenstände wurden beschlagnahmt, da kein Eigentumsnachweis erbracht werden konnte.

 

Aufgrund der starken Alkoholisierung wurden beide Personen - zur Verhinderung weiterer Straftaten sowie zum Schutz der eigenen Person - in Gewahrsam genommen. Den Rest der Nacht verbrachten sie in einer Zelle.


Mitteilung der Polizei

Keine Massenwanderungen am Vatertag

Bis zu 25.000 Euro Bußgeld!

19.5.22 / PM

Am kommenden Donnerstag ist Christi Himmelfahrt. Vor allem für viele Väter ein besonderer Tag, weil dieser kirchliche Feiertag zugleich der Vatertag ist, den es bisher vor allem durch Wanderungen in (Männer-)Gruppen zu feiern galt. Doch verbietet der Erlass der Niedersächsischen Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus noch immer das Wandern in größeren Gruppen, denn Gruppenbildung an öffentlichen Plätzen ist verboten und wird mit einer Geldbuße von maximal 25.000 Euro geahndet.

 

Trotz einer Neufassung des Erlasses hat jede Person (noch immer) physische Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes gehören, auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren (§ 1 Abs. 1). Physische Kontakte zu einer Person außerhalb der eigenen Wohnung sind - unter Einhaltung von 1,5 Metern Mindestabstand - mittlerweile jedoch nicht nur zu einer Person eines fremden Hausstandes, sondern zu der gesamten, in einem Hausstand wohnenden Familie, erlaubt (§2 Abs. 3).

 

Darüber hinaus bleiben öffentliche Veranstaltungen mindestens bis zum Ablauf des 31. August 2020 mit 1.000 oder mehr Teilnehmenden verboten (§ 1 Abs. 6).

 

"Die erwarteten Massenwanderungen am 1. Mai sind ausgeblieben." so die Leiterin Einsatz der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden, Polizeirätin Dilek Baydak-Stadelmann. "Ob das nun dem Wetter geschuldet war, oder der Appell zuhause zu bleiben tatsächlich gewirkt hat, können wir nicht sagen. Wir setzen auf die Vernunft aller Bürgerinnen und Bürger und appellieren eindringlich dazu, sich und andere zu schützen und daher auch am Vatertag auf die jährlichen Massenwanderungen zu verzichten. Nur so können wir vermeiden, dass die Infektionsrate wieder ansteigt."

 

Beamtinnen und Beamte der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden werden am Vatertag, unterstützt von der Bereitschaftspolizei, verstärkt Präsenz zeigen und nicht nur Verstöße in Bezug auf die "Massenwanderungen" konsequent ahnden.

 

Auch der Ordnungsdienst der Stadtverwaltung wird am Vatertag die Entwicklung überwachen und bei Verstößen einschreiten. Es versteht sich von selbst, dass dabei auch das achtlose Wegwerfen von Getränkeverpackungen als Ordnungswidrigkeit verfolgt wird.

 

Oberbürgermeister Claudio Griese appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger: "Bitte zeigen Sie Verantwortung Ihren Mitmenschen gegenüber. Bleiben Sie auch am 21. Mai zu Hause in der Familie. Tragen Sie durch Ihr positives Verhalten dazu bei, eine Verbreitung des Corona-Virus weiter zu verlangsamen."

 

"Die Menschen im Landkreis Hameln-Pyrmont haben sich in der Corona Krise bislang höchst vernünftig verhalten. Ich bin sehr zuversichtlich, dass dies auch am bevorstehenden Himmelfahrtstag so sein wird. Und auch unsere heimische Gastronomie verhält sich in hohem Maße besonnen und verantwortungsvoll", so Landrat Dirk Adomat.

 

Inspektionsleiter Thorsten Massinger: "Ich gehe davon aus, dass das bisher gezeigte, besonnene Verhalten der überwiegenden Mehrzahl der Menschen im Weserbergland auch am Vatertag trägt. Sollten Einzelne diese Besonnenheit nicht an den Tag legen, sind wir da."


Bollerwagentour allenfalls zu zweit

18.05.2020/PM

Kreis Holzminden. Den Vatertag an Christi Himmelfahrt feierlich zu begehen, ist eine mittlerweile gut eingebürgerte Sitte, die laut Wikipedia Vätern in Österreich sogar eine Menge Geschenke einbringt. Dass der Tag hierzulande ausschließlich mit einer feuchtfröhlichen Wanderung begangen wird, hängt womöglich nicht zuletzt auch mit der Tatsache zusammen, dass viele der Feiernden ihre Elternschaft noch vor sich haben. Doch egal, ob das stimmt oder nicht: In diesem Jahr sind die Regeln aufgrund der Pandemie geändert. Falls die Feier nicht ernüchternd enden soll, muss sich an veränderte Regeln gehalten werden.    

 

Eine Änderung der Regeln speziell für den öffentlichen Raum hat es bisher trotz guter Zahlen speziell im Landkreis Holzminden noch nicht gegeben. Die Eindämmung des Virus hat weiter Vorrang, durch die weitreichenden Lockerungen droht momentan immer noch eine zweite Welle an Neuinfektionen, die Gesundheitsamt, Krankhaus und Ärzt*innen schnell überfordern könnte. 

 

Nach der niedersächsischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 8. Mai sind Kontakte mit Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, weiterhin auf ein Minimum zu reduzieren. Verhaltensweisen, die das Abstandsgebot gefährden, bleiben untersagt. Insbesondere Gruppenbildungen, Picknick und Grillen sind danach strikt verboten, höchstens zwei Personen, die nicht zusammen wohnen, dürfen gemeinsam unterwegs sein. 

 

Für die obligatorische Bollerwagentour heißt das, dass diese in diesem Jahr wohl besser nicht angetreten werden sollte oder eben allenfalls zu zweit. Denn Polizei und Ordnungsämter haben zu Himmelfahrt ihre Einsatzkräfte noch einmal verstärkt und sind gehalten, Verstöße gegen die Corona-Regeln mit Ordnungsgeldern ab 150,- Euro zu ahnden.  


Ein Ratgeber mit Tipps für den klimafreundlichen Alltag und Gutscheinen für die Region 

Erstes Klimasparbuch für die Region 

05.05.2020 / PM

Kreis Holzminden. Zeigen, wie einfach es sich umweltfreundlich in der Region leben lässt, welche nachhaltigen Initiativen es gibt und wo man ökologisch und fair genießen kann, soll das erste Klimasparbuch. Die Neuerscheinung der drei Landkreise informiert darüber, wer vor Ort nachhaltige Produkte oder Dienstleistungen anbietet. Auf rund 130 Seiten gibt der kostenlose, handliche Ratgeber praktische Tipps für klimafreundliches Handeln in den Bereichen essen und genießen, einkaufen, unterwegs sein, schöner wohnen, ökologisch bauen und renovieren. Passend dazu finden die Leser rund 50 Gutscheine zum Ausprobieren. – Zusammengestellt schon vor den Geschäftsschließungen und jetzt mit der Hoffnung, dass auch bald alle eingelöst werden können. 

Das Klimasparbuch ist ein Ergebnis der Zusammenarbeit der Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg im Rahmen ihrer Klimaschutzinitiative. Herausgegeben wurde der Ratgeber von der Klimaschutzagentur Weserbergland mit großzügiger Förderung der Deutschen Postcode Lotterie. „Klimaschutz beginnt dort, wo wir leben, arbeiten und unsere Freizeit verbringen. Darum wenden wir uns mit diesem Ratgeber unmittelbar an die Privathaushalte“, erläutert Andreas Manz, Wirtschaftsförderungsdezernent des Landkreises Hameln-Pyrmont das kommunale Engagement. „Wir wollen deutlich machen, wie ökologisch unsere Wirtschaft aufgestellt ist.“ 

Darüber hinaus bietet das Klimasparbuch neben überraschenden und einfach umzusetzenden Tipps für mehr Klimaschutz im Alltag, 51 attraktive Gutscheine von ökofairen Geschäften und für klimafreundliche Dienstleistungen vor Ort – vom gratis Schnupper-Fahrschein für die Öffis bis hin zur kostenlosen Teilnahme an einer Vogelstimmenwanderung. Die Holzmindener Wirtschaftsförderin Frau Dr. Klüber-Süßle ergänzt: „Das vorliegende Klimasparbuch hilft Alltag und Freizeit ökologischer zu gestalten.“

Was wir essen, was wir kaufen, wie wir uns fortbewegen, wie wir wohnen – viele alltägliche Entscheidungen haben Einfluss auf die Menge der klimawirksamen Emissionen, die in die Atmosphäre gelangen. Mit dem „Gewusst wie“ lässt sich viel Energie sparen und Genuss gewinnen. „Mit der Nutzung der vielen Gutschein-Angebote und Ideen können Sie Ihr Leben klimafreundlicher und nachhaltiger gestalten und dabei auch noch etwas sparen!“, betont Horst Roch, der Klimaschutzmanager für den Landkreis Schaumburg den praktischen Aspekt der Publikation. „Das Buch lädt dazu ein, die Angebote in der Region zu entdecken“, fasst die Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Weserbergland, Anja Lippmann-Krüger, zusammen. „Jeder Interessierte findet hier die wichtigsten Ansprechpartner in Sachen Klimaschutz und Beratungsgutscheine zu allen energetischen Sanierungsmöglichkeiten.“

Kostenlos zu beziehen ist das Klimasparbuch über die Kreisverwaltungen 

Dr. Linda Hartmann, klimaschutzmanagement@landkreis-holzminden.de, Telefon: 05531 707-117


Kinder in Coronazeiten: Nicht wegschauen – helfen!

30.04.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die Tür ist zu, Schule oder Kitabesuch vielleicht immer noch in weiter Ferne und auch sonstige Kontakte zu Freunden oder Freundinnen gänzlich abgeschnitten. Kinder oder Jugendliche, die durch Gewalt oder Missbrauch gerade auch im familiären Bereich gefährdet sind, haben im Moment noch weniger Chancen, dass ihre Situation wahrgenommen wird. Umso mehr bedarf es einer erhöhten Aufmerksamkeit durch Menschen in ihrer näheren Umgebung. Eine bundesweite Plakataktion, die derzeit auch im Raum des Landkreises Holzminden verteilt wird, soll diese Wahrnehmung schärfen.  

 

Die berechtigte Sorge, dass durch die Maßnahmen zu Eindämmung der Coronainfektionen speziell auch Kinder und Jugendliche leiden und im häuslichen Umfeld stärker gefährdet sein könnten, hat den Bundesbeauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs dazu veranlasst, Materialien zur Verfügung zu stellen, mithilfe derer die Bevölkerung noch einmal sensibilisiert werden soll. Mit Plakaten, aufgehängt in Supermärkten, Apotheken oder Arztpraxen, und mit Flyern wird dafür geworben, nicht wegzuschauen oder zu –hören, wenn es vielleicht in der Nachbarschaft in Anwesenheit von Kindern zu Streitigkeiten kommt oder die Kinder selbst einen psychisch besorgniserregenden Eindruck vermitteln. Entsprechende weiterführende Kontaktadressen sind auf dem Infomaterial zu finden. Der Bereich Frühe Hilfen des Landkreises Holzminden unterstützt derzeit diese Aktion und verteilt überall im Landkreis die Infos.      

 

Auf der Homepage des Landkreises Holzminden unter dem Menüpunkt Frühe Hilfen sind darüber hinaus auch noch weitere Kontaktadressen mit Hilfsangeboten speziell auch für Probleme in Coronazeiten zu finden. Unter der Internetadresse www.kein-kind-alleine-lassen.de lassen sich überdies weitere Materialien und Tipps vom Bundesbeauftragten herunterladen.  


Erziehungsberatung versucht für Eltern, Kinder und Jugendliche Leitlinien zu bieten

Sch… Corona“: Mit Kindern gegen das unsichtbare Virus

27.04.2020/PM

Kreis Holzminden. Corona hat für uns alle die Struktur unseres Alltagslebens durcheinandergebracht. Krippen, Kindertagesstätten und Schulen sind seit Wochen geschlossen, ein Großteil unserer Kinder und Jugendlichen wird voraussichtlich bis zu den Sommerferien Zuhause bleiben müssen. Was sich zu Beginn für manchen Schüler wie unverhoffte Ferien anfühlte, kann nun in vielen Familien schwierig werden. Und das nicht nur angesichts zur klärender Fragen hinsichtlich der Betreuung oder wegen der steigenden finanzieller Sorgen der Eltern. Die Erziehungsberatung versucht dabei zu helfen.

 

Für manche Kinder, so erleben es die Mitarbeiter*innen der Holzmindener Erziehungsberatungsstelle, bleibt Corona unverständlich. Denn die meisten sind bislang weder mit Erkrankungsfällen konfrontiert worden, noch können sie das Virus sehen. Das hat Folgen: Während Jugendliche oftmals mit eher lockerer Haltung reagieren – „Ich gehöre nicht zur Risikogruppe und bin ja fit“ -, kann das Virus für Kinder einen Bedrohungscharakter annehmen, dem sie sich hilflos gegenübersehen. Sie spüren hinter den Alltagsveränderungen eine lauernde Gefahr, erleben gleichzeitig aber auch all diejenigen Widersprüchlichkeiten, denen tagtäglich im Zusammenhang mit der Ausnahmesituation zu begegnen ist. 

 

Für die Erwachsenen entwickelt sich daraus ein Erklärungsnotstand: Wie erkläre ich beispielsweise meinem Kind, warum es nicht mit seinen Freundinnen und Freunden spielen kann, während sich das Nachbarskind „wie früher“ draußen mit anderen Kindern trifft? Warum nimmt Papa mich zum Einkaufen nicht mit, während die Nachbarskinder von ihren Eltern auf den Einkaufsbummel mitgenommen werden? Warum dauernd Hände waschen, wenn die doch gar nicht schmutzig sind…?

 

Mit Fragen wie diesen befasst sich das Team der Erziehungsberatung im Landkreis Holzminden, um unterstützend zu beraten. Im Austausch mit den betroffenen Familien wird geklärt, wie mit vermeintlichen und manchmal auch tatsächlichen Ungereimtheiten umgegangen werden kann, wie sich ein für alle sinnvoller Tagesrhythmus finden und der veränderte Alltag sich strukturiert und nachvollziehbar organisieren lässt.

 

„Im Familienalltag kommt es darauf an, gemeinsame Ankerpunkte zu setzen um sich untereinander zu besprechen, sagt Martin Pfeffer, im Landkreis als Bereichsleiter für die Erziehungsberatung zuständig. Das könnten die Mahlzeiten sein, so Pfeffer, oder Spielrunden, in denen dann die Alltagserfahrungen aufgegriffen und bewertet würden.

 

Wichtig für die Kinder, das betonen alle Familienberater*innen, sind klare Antworten der Erwachsenen darauf, warum ungeachtet der Verhaltensweisen anderer die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Viruseindämmung nötig sind. „Wir als Eltern sind dafür da, unsere Kinder zu schützen, deshalb handeln wir so und nicht anders“, unterstreicht Martin Pfeffer die grundsätzliche Argumentationslinie. Es gebe Gefahren, die man eben nicht sehen könne, wie z.B. dieses Corona Virus. Deshalb gelte es, vorsichtig zu sein, sich oft die Hände richtig zu waschen und Abstand zueinander zu halten.

 

Eher kritisch sehen die Berater*innen, wenn Kindern mit Konsequenzen oder gar Strafen gedroht wird. „Wenn du nicht dies oder das tust, wirst du krank, ist eine heikle Formulierung“, unterstreicht Pfeffer. Denn das hemme eher und löse womöglich sogar Ängste aus, die nicht an ein konkretes Erleben gebunden seien. In anderen Fällen widerspreche es der aktuellen Lebenssituation des Kindes komplett. „Das können wir zurzeit gut an Jugendlichen und Erwachsenen sehen, die sich nicht zur Risikogruppe zählen und glauben, ihnen werde schon nichts passieren“, so der Experte. Da prallten dann Warnungen und Sicherheitshinweise am überzogenen Selbstbewusstsein und mangelnder Sensibilität ab.

 

Die Erziehungsberatungsstelle des Landkreises steht Familien in allen Fragen um Corona sowohl telefonisch und ab Mai auch wieder im persönlichen Gespräch zur Verfügung, um schwierige familiäre Situationen zu besprechen und gemeinsam Lösungen zu suchen. Ein klärendes Gespräch kann beruhigen, entschärfen, Mut machen oder einfach nur trösten. Dafür setzen sich die Mitarbeitenden der Beratungsstelle gern ein.

 

Zu erreichen ist die Beratungsstelle montags bis donnerstags in den Zeiten von 9:00 - 12:00 Uhr und von 14:00 - 16:00 Uhr und am Freitag in der Zeit von 9:00 – 12:00 Uhr unter der Telefonnummer 0 55 31- 707 233.


v.l. Ralf Knocke (Hausmeister in der Kreisverwaltung), Elvira Wollenburg (Bereichsleiterin für den Inneren Service) und Dr. Linda Hartmann (Klimaschutzmanagerin im Landkreis Holzminden) freuen sich über das neue Lastenfahrrad
v.l. Ralf Knocke (Hausmeister in der Kreisverwaltung), Elvira Wollenburg (Bereichsleiterin für den Inneren Service) und Dr. Linda Hartmann (Klimaschutzmanagerin im Landkreis Holzminden) freuen sich über das neue Lastenfahrrad

Roter Transporter auf zwei Rädern

Fuhrpark der Kreisverwaltung mit neuem E-Lastenfahrrad

24.04.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die Fortbewegungsmöglichkeiten für Kreisverwaltungsmitarbeiter werden immer klimafreundlicher. Nach der Anschaffung eines Elektroautos und zweier erdgasbetriebenen CNG-Autos im letzten Jahr wurde der Fuhrpark jetzt auch noch mit einem speziellen Lastenfahrrad erweitert. Der zweirädrige Transporter ergänzt damit die Fahrradflotte des Landkreises, in der sich schon zwei normale Dienstfahrräder und zwei E-Bikes befinden. Finanziert wurde das ebenfalls mithilfe eines Elektromotors unterstützte Lastenfahrad durch Geldmittel des Bundesverkehrsministeriums mit einer Förderquote von 90%. 

 

Rund 5.000 Euro hatte die Klimaschutzmanagerin des Landkreises Holzminden, Dr. Linda Hartmann, in ihrem umfangreichen Antrag zur Förderung des Betrieblichen Mobilitätsmanagements vor eineinhalb Jahren reserviert. Mit der Bewilligung des Gesamtpaketes in Höhe von 330.000 Euro konnte neben der Umstrukturierung des motorisierten Fuhrparks dann auch in die „Drahtesel-Armada“ neu investiert werden. Denn speziell auf den Kurzstrecken war in Sachen Klimaschutz in der Kreisverwaltung noch eine Menge Luft. „Vorher wurden kürzere Wege meist mit privaten, dienstlich anerkannten PKW´s zurückgelegt“, erklärt Hartmann. Mit der Aufnahme der Fahrräder in den normalen Bestand des Fuhrparks, hat sich das mittlerweile geändert. Die Räder werden wie Dienstautos auch mit Fahrtenbuch und Schlüsselausgabe übergeben. 

 

Mit dem jetzt angeschafften mattroten i:SY Cargo N3.8 ZR-Lastenrad sollen dann künftig vor allem Post- und Papiertransporte zwischen den einzelnen Liegenschaften des Landkreises, beispielsweise von der Kreisverwaltung zum Schloss Bevern, erledigt werden. Aber auch ein schneller Reparaturdienst ist damit möglich, denn in der im vorderen Bereich des Rades installierten grauen Transportbox passen  immerhin bis zu 80 Kilo an Material. „Da kann ich auch mein Werkzeug gut mitnehmen, um das eine oder andere in den Nebengebäuden wieder in Ordnung zu bringen“, freut Ralf Knocke, einer der Hausmeister der Kreisverwaltung, sich. 

 

Das Lastenfahrrad sei ein weiterer wichtiger Baustein zur Umsetzung der schon seit 2012 verfolgten Klimaschutzziele des Landkreises, ist sich Dr. Linda Hartmann sicher. Und ergänzt sogleich, dass der nächste schon geplant sei. „Im Herbst wird noch ein weiteres CNG-Fahrzeug den Fuhrpark ergänzen“, so Hartmann, dann sind wir wieder einen Schritt weiter.“          

 


Rathäuser und Kreisverwaltung ab 4. Mai wieder mit Kundenverkehr 

23.04.2020 / PM

Landkreis Holzminden. Der Landrat des Landkreises Holzminden und die Bürgermeister*innen aller Samtgemeinden, des Fleckens Delligsen sowie der Stadt Holzminden haben sich in einer Videokonferenz auf eine gemeinsame Wiedereröffnung ihrer Verwaltungen für den Publikumsverkehr geeinigt. Ziel ist es, unter Berücksichtigung bestmöglicher Schutzvorkehrungen die Kontaktbegrenzungen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus schrittweise wieder zu lockern. Ab Montag den 4. Mai sollen die Türen der Verwaltungen innerhalb der jeweils geltenden Öffnungszeiten ggf. mit gewissen Einschränkungen  geöffnet werden. Achten Sie auf entsprechende Aushänge in den Gebäuden.

 

Um in den Behörden entsprechende Abstandregeln und Schutzmaßnahmen zu gewährleisten, befinden sich noch etliche Mitarbeiter*innen im Homeoffice. Für die schnelle und vor allem sichere Erledigung der Angelegenheiten ohne Wartezeiten ist daher weiterhin eine vorherige  Terminvereinbarung geboten. Natürlich sind innerhalb der Ämter auch dieselben Abstandsregeln und Hygienevorschriften wie überall sonst in der Öffentlichkeit einzuhalten (gebotener Mindestabstand von 1,50 Meter, Handdesinfektion, Mund-Nasen-Schutzmasken). Einen Mund- und Nasenschutz hier wie überall zu tragen, empfiehlt sich allemal bzw. wird in der Kreisverwaltung mit seinen Nebengebäuden vorausgesetzt. Und wie schon in den vergangenen Wochen praktiziert, lassen sich auch weiterhin etliche Dinge über E-Mail oder das Telefon organisieren. „Wir sollten nicht in den Fehler verfallen und einfach in die üblichen Verfahrensweisen der Vorcorona-Zeiten zurückfallen,“ kommentiert Landrat Michael Schünemann die Entscheidung aller Hauptverwaltungsbeamten des Landkreises, „wir möchten in größtmöglichen Maß für unsere Bürger*innen da sein, aber auch mit der gebotenen Vorsicht.“  

 


AWH: Grüngutannahme läuft ab Montag wieder an

23.04.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die Abfallwirtschaft Holzminden hatte im März wegen der Corona-Pandemie fünf kleinere Wertstoffsammelplätze geschlossen und die Grüngutannahme an allen anderen Standorten ausgesetzt. Der Schutz des AWH-Personals und aller Kunden waren der Anlass für diese Maßnahmen. Ab Montag, den 27.04. soll es jedoch zumindest an den größeren Sammelstellen der AWH wieder losgehen.

 

Inzwischen werden die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Pandemie allgemein gelockert und auch die AWH will ihren Service wieder schrittweise aufnehmen. Die kleineren Standorte sollen dabei weiterhin geschlossen bleiben, da dort die notwendigen Abstandsregeln nur schwer einzuhalten sind. Auch arbeiten dort überwiegend ältere Mitarbeitende.

 

Den Service der Grüngutannahme will die AWH unter Auflagen aber zumindest an den größeren Standorten für Kunden wieder anbieten. So wird in Holzminden, Bodenwerder und Delligsen ab dem 27.04.2020 in der Zeit von 9:00 bis 15:00 Uhr und an den Wochentagen Montag bis Freitag wieder Grüngut angenommen. 

 

Folgende Einschränkungen sind dabei aber zu beachten:

 

Die Menge an Grüngut ist auf einen Kubikmeter je Anlieferung begrenzt.

Die Abrechnung der Gebühr erfolgt nur nach Pauschalen (2,-/6,-/16,-/20,-  Euro).

Das Geld soll möglichst abgezählt bereitgehalten werden.

Jedes Fahrzeug darf nur mit maximal zwei Personen besetzt sein.

Das Verlassen des Autos ist nur nach Aufforderung durch AWH-Personal erlaubt.

Weitere Abfälle/Materialien werden bei dieser Anlieferung nicht angenommen.

Schutzmaßnahmen zur Infektionseindämmung sind einzuhalten.

 

Grundsätzlich müssen alle Kunden damit rechnen, dass es zu Wartezeiten kommen wird. Die AWH bittet dafür um Verständnis und um Mitwirkung der Kunden.

 


Bewerbung für „Grüne Hausnummer“ startet ab sofort

Auszeichnung für besonders energieeffiziente Häuser

16.04.2020 / PM

Kreis Holzminden.  Hauseigentümer in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden, die schon früh an die Zukunft gedacht und ihr Wohnhaus besonders energieeffizient gebaut oder saniert haben, können sich ab sofort um die Auszeichnung „Grüne Hausnummer“ bewerben. Neben einer Urkunde gibt es eine individuelle grüne Hausnummer zum Anbringen am Haus. Die ‚Grüne Hausnummer‘ ist ein Kooperationsprojekt der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen und der Klimaschutzagentur Weserbergland.

„Wir wollen gute Beispiele sichtbar machen, denn sie regen zum Nachahmen an. Sie machen Lust darauf, das eigene Heim zu modernisieren und fit für die Zukunft zu machen. Denn das Engagement jeder und jedes Einzelnen ist ausschlaggebend, um unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Machen Sie mit und zeigen Sie sich mit der ‚Grünen Hausnummer‘ als energie- und klimaschutzbewusste Hauseigentümer!“, ruft Anja Lippmann-Krüger, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Weserbergland, zum Mitmachen auf.

Lothar Nolte, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, ergänzt: „In den vergangenen Jahren konnten wir so in ganz Niedersachsen über 800 ‚Grüne Hausnummern‘ vergeben. In den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden sind es knapp 30.“

Der Bewerbungsbogen mit Details zu den Teilnahmekriterien kann heruntergeladen werden unter www.klimaschutzagentur.org/gruene-hausnummer. „Das lässt sich gut von zuhause aus erledigen“, ermutigt Maren Scheffler, Ansprechpartnerin bei der Klimaschutzagentur Weserbergland. Die Auszeichnung erfolgt im Weserbergland unter den ersten 50 Hauseigentümern, die sich erfolgreich beworben haben und die Kriterien erfüllen. Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2020.

Unter den Ausgezeichneten werden auch drei für die Teilnahme am Landeswettbewerb ausgewählt. „Wir sind stolz, dass letztes Jahr ein unter Denkmalschutz stehendes Fachwerkhaus aus dem Jahr 1551 in der historischen Altstadt von Hameln mit einem dritten Platz ausgezeichnet wurde,” so Maren Scheffler. Bewerber*innen wenden sich für Rückfragen zum Bewerbungsverfahren derzeit am besten per E-Mail an Frau Scheffler unter scheffler@klimaschutzagentur.org. Interessenten können auch gerne per E-Mail um Rückruf bitten.

In privaten Haushalten werden rund 85 Prozent des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser benötigt. Das Einsparpotenzial durch Sanierung der Gebäudehülle und -technik ist also groß. Umso mehr freut sich Anja Lippmann-Krüger über die bereits vielen guten Beispiele aus der Region und hofft auch in diesem Jahr auf eine große Beteiligung am Wettbewerb. Das Projekt ‚Grüne Hausnummer‘ ist Bestandteil des Masterplans ‚100% Klimaschutz‘ für die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg.

 

Tippelt: Tourismuswirtschaft in Niedersachsen braucht eigenen Rettungsfonds

14.04.2020 / PM

Niedersachsen.  Niedersachsen ist ein begehrtes Reiseland und beliebtes Ziel von Touristinnen und Touristen. Im letzten Jahr wurden erstmals mehr als 46 Millionen Übernachtungen und über 15,4 Millionen Gäste aus dem Inund Ausland gezählt. Damit rangiert Niedersachsen bundesweit auf dem vierten Platz. 

 

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat unmittelbare, einschneidende und existenzbedrohende Auswirkungen auf die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen. „Viele kleine und mittelständische Reiseunternehmer sowie Betriebe der Hotellerie und Gastronomie stehen mit dem Rücken zur Wand“, erklärt Sabine Tippelt, tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. 

 

Die weltweite, pandemiebedingte Reisewarnung führe dazu, dass nahezu alle Reisen und Übernachtungen storniert wurden und Neubuchungen aus Unsicherheit über die weitere Ausbreitung der Pandemie seit Wochen nicht mehr getätigt wurden. Erst kürzlich hat die EU-Kommissionschefin von der Leyen davon abgeraten, frühzeitig den Sommerurlaub zu buchen, da verlässliche Vorhersagen zur Corona-Entwicklung derzeitig nicht zu treffen seien. Reiseanbieter sind gesetzlich verpflichtet, den Verbraucherinnen und Verbrauchern ihre bereits getätigten Zahlungen innerhalb von 14 Tagen zurückzuerstatten. Gleichzeitig werden die zur Kompensation dringend benötigten Rückforderungen von Hotels oder 

 

Reisedienstleistern nicht erfüllt, sodass das größte Risiko bei den Reiseanbietern liegen bleibt. Durch den massiven Liquiditätsausfall geraten die Reiseunternehmen in einen Strudel, aus dem sie sich weder mit Zuschüssen des Landes noch durch Kredite oder Bürgschaften befreien können. Laut Aussage des Bundesverbandes Allianz selbständiger Reiseunternehmen (ASR) droht rund 75 Prozent der Unternehmen bis Ende April der schmerzhafte Weg in die Insolvenz. 

 

„Gerade in Deutschland gehört die Tourismusbranche zu den ökonomischen Schwergewichten und mit rund drei Millionen Arbeitsplätzen zu den größten Arbeitgebern im Land“, so die SPD-Politikerin Sabine Tippelt. Daher fordert sie, dass das komplexe Kartenhaus aus Reiseveranstaltern, Leistungserbringern, Hotels, Online-Anbietern oder auch digitalen Infrastrukturdienstleistern in der aktuellen Krise nicht zusammenbrechen darf. Wichtig sei zudem, dass „auch nicht-gewerbliche Vermieter von Unterkünften, die durch Corona in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, Zugang zu Liquiditätshilfen erhalten können“, so Tippelt weiter. 

 

Die SPD-Landtagsfraktion appelliert an den niedersächsischen Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann, sich zur Rettung der gesamten Tourismusbranche für einen gesonderten Rettungsschirm auf Bundesebene einzusetzen. Hierüber muss es Reiseunternehmen und Dienstleistern ermöglicht werden, Rückzahlungen an ihre Kunden auszulagern und gleichzeitig Forderungen gegenüber Leistungsträgern abzutreten. 

 

Die Vorteile eines Rettungsfonds fasst Sabine Tippelt in drei Punkten zusammen: „Einerseits kann ein Rettungsfonds die vielen Arbeitsplätze innerhalb der Reisewirtschaft schützen und die dringend benötigte Tourismusinfrastruktur in Niedersachsen und Deutschland erhalten. Andererseits bedeutet die Rettung von Reiseunternehmen auch oftmals die Rettung von angegliederten Busunternehmen. Würden diese vom Markt verschwinden, könnten vielerorts die Schülerverkehre und die lokale Infrastruktur nicht mehr gewährleistet werden. Weiterhin: Nach der hoffentlich bald überstandenen Coronakrise sehnen sich viele Menschen nach einer Urlaubsreise – ohne Infrastruktur wird dies schlicht weg nicht mehr möglich sein!“ 

 


Landkreis sucht Freiwillige für Unterstützung medizinischen Fachpersonals

10.04.2020 / PM

Landkreis Holzminden. Um die medizinische Versorgung weiter auf hohem Niveau zu halten, sucht der Landkreis Holzminden Menschen, die sich freiwillig als Hilfskräfte zur Verfügung stellen. Ziel ist es, alle vorhandenen Gesundheitseinrichtungen wie etwa Seniorenheime und auch mobile Pflegedienste, aber auch eventuell das Gesundheitsamt, Arztpraxen oder das Krankenhaus im Bedarfsfall zu entlasten.   

 

Die Corona-Pandemie hat das im Landkreis tätige medizinische Personal bisher schon vor extreme Herausforderungen gestellt. Während einige Kräfte als Kontaktpersonen ausfielen, mussten alle anderen unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen weiter arbeiten. Die medizinischen Kräfte haben das bisher größtenteils mit großem Engagement bravourös bewerkstelligt. Falls die Pandemie jedoch sich jedoch auch im Landkreis weiter ausbreitet, sind Hilfskräfte als Unterstützung und gegebenenfalls Ersatz dringend erforderlich. 

 

Wer also grundlegende medizinische Fachkenntnisse besitzt, vielleicht schon mal im Pflegebereich gearbeitet hat oder Zivildienstleistender in dem Bereich ist und unter Umständen wegen der Pandemie beurlaubt wurde, kann sich beim Landkreis gern mit seinem Hilfsangebot melden. 

   

Auf der Homepage des Landkreises unter dem Corona-Informationsbereich kann sich jeder registrieren, der über entsprechende Kenntnisse verfügt und im Moment Zeit hat. 

 

www.landkreis-holzminden.de/HilfefuerMedizinundPflege

 


Keine Kleinfeuer und keine Osterfeuer!

09.04.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die Untere Abfallbehörde und der Bereich Sicherheit und Ordnung des Landkreises weist aus gegebenem Anlass noch einmal darauf hin, dass über die Osterfeiertage keinerlei Feuer erlaubt sind. Während landesweit sowieso schon alle Osterfeuer abgesagt wurden, ist im Landkreis Holzminden darüber hinaus auch das kontrollierte Abbrennen ohne Publikum untersagt. Kleinfeuer sind ohnehin schon seit Jahren verboten, Ausnahmegenehmigungen werden derzeit nicht erteilt. 

 

Die Kreisbehörde folgt damit einem ausdrücklichen Wunsch der Kreisfeuerwehr, die das vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zum Schutz der freiwilligen Ortsfeuerwehren im Krisenstab für außergewöhnliche Ereignisse angeregt hatte. Polizei und Ordnungsämter werden auf die Einhaltung dieses Verbotes während der Osterfeiertage besonders achten und bei Verstößen gegebenenfalls auch Bußgelder verhängen. 

 

Von der Regelung ausgenommen sind kleinere Feuerschalen, die im engeren Familienkreis unter Einhaltung des Abstandsgebotes auf dem eigenen Grundstück angezündet werden dürfen. Trockenheit und Wind haben in den letzten Wochen erneut zu ausgetrockneten Bodenoberflächen geführt. Insofern ist auch beim kontrollierten Abbrennen in einer Schale höchste Vorsicht geboten. Deshalb ist zu beachten, dass diese im Bedarfsfall auch 


Elf weitere Personen positiv gemeldet

09.04.2020 / MZ 

Kreis Holzminden. Heute meldet der Landkreis Holzminden, dass weitere 11 Personen positiv getestet worden sind. damit steigt die Gesamt auf 91 Personen. Stabil bleibt dagegen die Zahl der genesenen Personen bei 42.

Es ist zu einem zweiten Todesfall gekommen, der nach Maßstäben des Robert-Koch-Institutes statistisch zu den Coronatoten gerechnet wird.

Die Todesursache ist jedoch in diesem Fall eine andere gewesen, ein routinemäßiger Abstrich hat jedoch ergeben, dass die Person positiv war.


Bürgertelefon auch am Ostersonnabend und -montag geschaltet

08.04.2020 / PM 

Kreis Holzminden. Das vom Landkreis Holzminden ins Leben gerufene Bürgertelefon, über das wichtige Fragen zur Corona-Pandemie geklärt werden können, ist sowohl am Ostersonnabend als auch am Ostermontag vormittags besetzt. An beiden Tagen stehen die Berater und Beraterinnen unter der Telefonnummer 0 55 31 – 707 700 jeweils von 10 bis 14 Uhr für Fragen rund um den Umgang mit bzw. die Folgen der Corona-Pandemie zur Verfügung. 

 

Und auch wenn die Sorgen überhand nehmen sollten, kann der Telefonservice helfen. Dem Bürgertelefon nachgeschaltet ist mittlerweile eine Seelsorge-Hotline, an die die Telefonist*innen im Bedarfsfall gern weiterleiten. 

 

Für akute gesundheitliche Problemfragen bleibt weiterhin die 116 117 die wichtigste Nummer. Unter dieser Nummer ist der ärztliche Bereitschaftsdienst auch außerhalb der normalen Sprechstundenzeiten von Arztpraxen für medizinischen Rat zu erreichen.   

 


Geänderte Verordnung zu sozialen Kontakten tritt am Mittwoch in Kraft.

07.04.2020 / PM Uwe Schünemann

Kreis Holzminden.  Weiterhin gilt, dass physische Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren sind. Auch zu Ostern dürfen Besuche nur in einem sehr kleinen Kreis stattfinden. Grillfeste müssen in diesem Jahr unterbleiben.

Für Beerdigungen ist die Einschränkung auf engste Familienangehörige entfallen. Die Höchstgrenze sei aber bei 10 Personen geblieben. Die vollautomatischen Waschanlagen können ab Mittwoch wieder genutzt werden.

Grundsätzlich zeigen die bisher getroffenen Maßnahmen die erhoffte Wirkung. Der Infektionsverlauf konnte eingebremst werden. Ziel bleibt, dass für jeden intensiv zu behandelnden Patienten auch ein entsprechender Krankenhausplatz zur Verfügung gestellt werden kann. Dazu muss der Anstieg der Corona- Infizierten noch weiter abnehmen. Ob der Zeitpunkt für Lockerungen bereits nach Ostern gekommen ist, wird die Landesregierung nach einer Konferenz der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am 14. April im Einklang mit allen Bundesländern entscheiden.

 


Corona-Beschränkungen zu Ostern

Osterfeuer und Kleinfeuer - Sperrung touristischer Ziele - Motorradtourismus

06.04.2020 / PM

Kreis Holzminden.  Niedersachsen und speziell auch der Landkreis Holzminden sind, was die Anzahl der Neuinfektionen und die Ausbreitung des Virus insgesamt betrifft, auf einem guten Weg. Doch das ist vor allem auf ein hohes Maß an Selbstverantwortung der Bevölkerung und auf die teilweise recht strikten Regeln zurückzuführen. Die Osterfeiertage werden jedoch noch einmal eine große Herausforderung, weil das einzuhaltende Abstandsgebot sich kaum mit den vielen liebgewonnenen Freizeitaktivitäten verträgt. Hier noch einmal ein paar Beschränkungen, die es einzuhalten gilt.

Osterfeuer und Kleinfeuer  

Der Winter vertreibt sich glücklicherweise von selbst, denn dieses Jahr kann mit dem traditionellen Osterfeuer nicht nachgeholfen werden. Sämtliche Brandgenehmigungen für die sogenannten Brauchtumsfeuer sind in diesem Jahr von den zuständigen Ordnungsämtern im Landkreis Holzminden entweder zurückgezogen oder nicht mehr erteilt worden. Auch Kleinfeuer sind im gesamten Kreisgebiet schon seit einigen Jahren untersagt, so dass zum Osterfest diesmal leider keine Lagerfeuerromantik aufkommen wird. Der neueste Erlass des niedersächsischen Umwelt- und des Sozialministeriums weist aber ausdrücklich darauf hin, dass aufgeschoben nicht aufgehoben sein soll. Die aufgeschichteten Materialien für die Brauchtumsfeuer sollen zu einem späteren Zeitpunkt verbrannt werden dürfen.  

Sperrung touristischer Ziele

Landesforsten und etliche Samtgemeinden haben mittlerweile auch viele touristische Ziele gesperrt, um dort speziell an Wochenenden und an Feiertagen unfreiwillige Menschenansammlungen zu vermeiden. So ist beispielsweise der Moorsteg ins Mecklenbruch bei Silberborn oder auch der Sollingturm in Richtung Neuhaus inklusive großer Teile der dazugehörigen Parkplätze gesperrt. Am vergangenen Sonntag wurde dann kurzfristig der Weserstrand in Reileifzen gesperrt. Eine entsprechende Verfügung des Landkreises bezüglich noch nicht erfasster Anlaufpunkte wird noch vor Ostern folgen. 

Motorradtourismus

Bei dem sonnigen Wetter ist das Bedürfnis, auf dem eigenen motorisierten Zweirad durchs Weserbergland zu touren, wieder stark gestiegen. Doch hier gilt das gleiche wie in der Fußgängerzone, Gruppenbildungen sind zu vermeiden. Auch wenn das auf der Straße zumindest in Bezug auf die Ausbreitung des Virus kein Problem darstellt, führt es spätestens an der Tankstelle oder beim Pausemachen zu Verletzungen des Kontaktverbotes. Polizei und Ordnungsämter werden verstärkt ein Auge darauf haben, dass solche Ansammlungen aufgelöst und gegebenenfalls auch geahndet werden. Ein entsprechender Bußgeldkatalog wird aktuell erarbeitet. 


Was dürfen Imbiss- und Eisverkaufswagen?

02.04.2020 / PM

Landkreis Holzminden. Die Verordnungen besonders auch zu Schließungen von Geschäften, möglichem Liefer- und Abholservice im Zusammenhang mit der Coronakrise haben in den vergangenen Tagen vielfach zu Unsicherheit geführt. Das Justiziariat des Landkreises sieht sich deshalb zu einer Klarstellung veranlasst.

 

Imbisswagen vor Einkaufsmärkten und Eisverkaufswagen können geöffnet bleiben, wenn der Verzehr nicht unmittelbar vor den Wagen selbst stattfindet und die Kunden vorher telefonisch oder elektronisch bestellt haben. Denn wie bei anderen gastronomischen Betrieben auch ist ein Abholservice auch weiterhin möglich.  

 

Wichtiger aber noch als das ordnungsrechtliche Bestellgebot, das den Betreibern von entsprechenden Wagen eine eingeschränkte Öffnung erlaubt, ist die Einhaltung der Abstandsregeln. Ordnungsämter und Polizei werden weiter verstärkt darauf achten, dass bei der Abholung die Zweimeter-Abstände eingehalten werden und sich um die Wagen keine Gruppen bilden. Sollte es hier zu häufigeren Verstößen kommen, könnte das am Ende doch Konsequenzen haben und ein generelles Verkaufsverbot verfügt werden. 


Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Holzmindener Kreistag, Gerd Henke, bezieht Stellung gegen die Pläne eines gigantischen Atommülllagers in Würgassen. Wie bei vielen anderen klebt auch auf seinem Auto inzwischen der Sticker der BI "Kein Atomdreck im D
Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Holzmindener Kreistag, Gerd Henke, bezieht Stellung gegen die Pläne eines gigantischen Atommülllagers in Würgassen. Wie bei vielen anderen klebt auch auf seinem Auto inzwischen der Sticker der BI "Kein Atomdreck im D

„Region von den strahlenden Lasten der Vergangenheit endlich befreien“

Für Grüne im Kreis Holzminden ist Atomlager Würgassen irrwitzige Idee  –   Grokos im Bund und Land sollen sich klar positionieren 

01.04.2020 / PM

Lauenförde/Würgassen. Neben der Corona-Pandemie sind die Pläne für ein atomares Zwischenlager auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen weiterhin das beherrschende Thema im Dreiländereck. „Nach dem Bekanntwerden der Pläne Anfang März haben wir Grünen in den Kreisen Höxter und Holzminden uns vom ersten Tage an entschieden gegen dieses aberwitzige Vorhaben positioniert“, erklärt Gerd Henke, Vorsitzender der Grünen Fraktion im Holzmindener Kreistag.

 

Die Entscheidung der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ),  hier im Dreiländereck die zentrale Drehscheibe für den mittel- und schwachradioaktiven Müll aus ganz Deutschland zu sammeln und zu sortieren, stößt auf entschiedenen Widerstand in der Region. „Die spontane Gründung der Bürgerinitiative `Gegen atomaren Dreck im Dreiländereck` mit inzwischen tausenden Unterstützern und Sympathisanten zeigt, wie groß die Empörung in der Bevölkerung gegenüber dieser ebenso undurchsichtigen wie undemokratischen Entscheidung der BGZ ist.“

 

Fast 50 Jahre nach Inbetriebnahme des pannenreichen AKW Würgassen „wollen die Menschen an der Oberweser nicht für weitere Jahrzehnte den Belastungen einer großtechnischen atomaren Anlage ausgesetzt sein“, erklärt  Henke. „Diese Region hat ein Recht darauf, endlich von den strahlenden Lasten der Vergangenheit befreit zu werden. Dass hier hunderttausende Tonnen radioaktivem Mülls in der unmittelbaren Nachbarschaft von Wohnsiedlungen her transportiert, gelagert und sortiert werden sollen, ist eine irrwitzige Idee, wie sie nur realitätsferne Technokraten ersinnen können“, so Henke. 

Eine von mehreren Verteilstellen für die Aufkleber der BI "Kein Atomdreck im Dreiländereck" steht in Lauenförde in der Jakobstraße 4. Interessierte können die Sticker hier mitnehmen und vielleicht auch eine kleine Spende in die Dose werfen.
Eine von mehreren Verteilstellen für die Aufkleber der BI "Kein Atomdreck im Dreiländereck" steht in Lauenförde in der Jakobstraße 4. Interessierte können die Sticker hier mitnehmen und vielleicht auch eine kleine Spende in die Dose werfen.

Die Grünen haben erhebliche Zweifel an der Standortauswahl durch die Große Koalition im Bund. „Man hat die Kriterien so geschoben, dass genau der vorbelastete Standort Würgassen an der Weser herauskam. Ebenso wie bei Gorleben hat man nicht nach fachlichen Sicherheitskriterien ausgewählt, sondern eine strukturschwache Region an der Landesgrenze genommen, damit die Einwendungsmöglichkeiten aus dem atomkritischen Niedersachsen möglichst gering bleiben“, erläuterte der grüne Landtagsabgeordnete Christian Meyer. 

„Die schlechten Schienen- und Straßenverbindungen – es ist von zwei Atommülltransporten täglich die Rede – die 300 Meter Abstand zur Wohnbebauung und die flache Lage im Überschwemmungsgebiet der Weser spielten anscheinend keine Rolle bei der getricksten Standortauswahl, die nun um jeden Preis verteidigt wird“. Ein Antrag auf Positionierung der SPD/CDU Landesregierung, den die Grünen vor im Landtag Wochen gestellt haben, ist bislang unbeantwortet. 

 

„Dass sich die CDU in Lauenförde und Beverungen und auch die Sozialdemokraten im Südkreis Holzminden gegen dieses Projekt positionieren, ist nur zu begrüßen“, erklärt Peter Ruhwedel, Sprecher der Gruppe von Grünen und Linken im Holzmindener Kreistag. “Einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen und einer Anhörung gegen die Atommülldrehscheibe Würgassen stehen wir positiv gegenüber“, sagt Ruhwedel. „Da können die Herren dann versuchen zu erklären, weshalb sie einen  atomaren Verschiebebahnhof ausgerechnet in unserer Region etablieren wollen.“

Die Grünen fordern sowohl  die SPD als auch die CDU auf, ihre Rolle in dieser für die gesamte Region bedrohlichen Angelegenheit zu klären. Während die Sozialdemokraten vor Ort mit einem Resolutionsantrag ihre Ablehnung gegen das Projekt dokumentieren wollen, „frohlocken die niedersächsischen SPD-Landtagsabgeordneten aus dem Raum Braunschweig-Salzgitter, Christos Pantazis und Philipp Raulfs, dass nicht der von der BGZ zwischenzeitlich in Erwägung gezogene Standort Waggum-Bechtsbüttel, sondern Würgassen von der BGZ ausgewählt worden ist“, sagt Fraktionssprecher Gerd Henke. „Hier erwarte ich sowohl von meiner SPD-Kollegin Sabine Tippelt als auch von meinem CDU-Kollegen Uwe Schünemann glasklar, dass sie die Interessen unserer Region unmissverständlich auch gegenüber Umweltminister Lies und ihrer rot-schwarzen Landesregierung vertreten. Nur von der Grünen Landtagsfraktion gibt es bislang offizielle Kritik an der Standortauswahl  Würgassen. Und die CDU/FDP-Landesregierung in NRW begrüßt den Standort im Kreis Höxter.“ So aber bleibt  die Forderung, dass „Würgassen wieder grüne Wiese werden soll, nichts weiter als ein Lippenbekenntnis“, sagt Meyer.

 

Die Grünen erwarten von den hiesigen Christ- und Sozialdemokraten jedoch nicht nur, dass sie auf Landesebene die Interessen unserer Region zu Gehör bringen, sondern auch in der großen Koalition im Bund. Gerd Henke: „Denn schließlich ist es eine CDU-geführte Bundesregierung mit einer sozialdemokratischen Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die der BGZ das Plazet für Würgassen gegeben hat. Deshalb ist auch der örtliche Bundestagsabgeordnete  Johannes Schraps (SPD) aufgefordert, sich endlich öffentlich gegen das Atommüllager Würgassen zu positionieren.“ .  

 


Bau- und Gartenmärkte werden von Samstag an wieder für Privatpersonen geöffnet. Sabine Tippelt (SPD) begrüßt einheitliche Regelung

01.04.2020 / PM

Niedersachsen/Kreis Holzminden. Nachdem in Niedersachsen Bau- und Gartenmärkte für das allgemeine Publikum geschlossen wurden, werden sie am Samstag wieder geöffnet. In Niedersachsen hatten zuletzt nur Gewerbetreibende Zugang zum Verkauf der Märkte.

 

Die Landesregierung möchte damit den uneinheitlichen Regelungen der verschiedenen Länder zum Publikumsverkehr Einhalt gebieten. In den Nachbarbundesländern blieben die Bau- und Gartenmärkte für das allgemeine Publikum geöffnet. Dort brauchte man keinen Gewerbeschein, um Waren zu kaufen. Diese unterschiedlichen Öffnungsregelungen sorgten bei der Bevölkerung für erheblichen Unmut. Sabine Tippelt (SPD) hatte sich schon vor Tagen über den stattfindenden Bau- und Gartenmarkttourismus über die Landesgrenzen hinweg nach Nordrhein-Westfalen beklagt. „Dass wir eine einheitliche Lösung gefunden haben, finde ich richtig und wichtig. Ich bin froh, dass damit auch für die Unternehmen in unserer Region wieder Klarheit und Chancengleichheit gegenüber ihren Nachbarn haben“, freut sich Sabine Tippelt.

 


Uwe Schünemann:

Verbesserte Förderanträge für Kleinst- und Kleinunternehmen

31.03.2020/ PM

Kreis Holzminden. Das niedersächsische Wirtschaftsministerium hat die Richtlinie, „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige“ um die Bundesförderung ergänzt. „Ab sofort können Soloselbständige, freiberuflich Tätige und Kleinstunternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten die verbesserte Förderung bei der NBank beantragen“, so der Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann. Diese könnten in zwei Stufen Zuschüsse von bis zu 9.000 € (bei Unternehmen bis 5 Beschäftigten) bzw. 15.000 € (bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten) zur Deckung ihres betrieblichen Defizites erhalten. Eine Inanspruchnahme persönlicher oder betrieblicher Rücklagen sei dabei nicht notwendig und werden nicht auf eine Förderung angerechnet.

Darüber hinaus wurde die Richtlinie „Corona-Soforthilfe für Kleinunternehmen“ entsprechend angepasst. Auch Bis zu 20.000 € könnten Unternehmen mit 11-30 Beschäftigten und bis zu 25.000 € Unternehmen mit 31-49 Beschäftigten erhalten.

 

Allen bisherigen Antragstellerinnen und Antragstellern werde die Möglichkeit eröffnet, ihren Antrag auf die neuen Richtlinien umzustellen. Die NBank werde dazu in den nächsten Tagen alle Betroffenen anschreiben, damit ergänzend zu der schon erhaltenen Förderung des Landes eine weitere Unterstützung ausgezahlt werden kann. Ein schon erhaltener Förderbetrag werde allerdings angerechnet, sollte sich nach der neuen Fördermöglichkeit aufgrund der Vorgaben des Bundes eine höhere Summe ergeben.

 

„Mit diesem Verfahren gewährt Niedersachsen allen kleinen Unternehmen ein Maximum an Förderung und Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten“, versichert Uwe Schünemann.

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Richtlinie 0 - 10 Mitarbeiter
Richtlinie über die Gewährung von Billigkeitsleistungen
zur Unterstützung von der Covid-19-Pandemie in ihrer Existenz bedrohten kleinen
Unternehmen, Soloselbständigen und Angehörigen der Freien Berufe
mit 1 bis 10 Beschäftigten
CSH Kleinstunternehmen und Soloselbständ
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Richtline 11-49 Mitarbeiter
Richtlinie über die Gewährung von Billigkeitsleistungen
zur Unterstützung von der Covid-19-Pandemie in ihrer Existenz bedrohten kleinen
Unternehmen sowie Angehörigen der Freien Berufe
mit 11 bis 49 Beschäftigten
Mitzeichnung CSH Kleine Unternehmen.pdf
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SPD Abgeordnete fordern zügige Entscheidung für Würgassen

Uwe Schünemann: MdL Tippelt distanziert sich davon nicht

31.03.2020/ PM

Würgassen/Holzminden. Leider hat sich die Abgeordnete Sabine Tippelt nach Ansicht des Vorsitzenden der CDU Kreistagsfraktion in der Diskussion um ein Bereitstellungslager für radioaktive Stoffe nicht von der ungeheuerlichen Forderung der Braunschweiger SPD Landtagsabgeordneten Pantazis und Raulfs distanziert. 

Wörtlich sind beide in einer Regionalzeitung wie folgt zitiert worden:

 

„Unter Berücksichtigung aller Kriterien fiel die Wahl nun auf ein ehemaliges AKW in Würgassen bei Höxter. Wir nehmen das Bundesumweltministerium daher beim Wort und erwarten, dass die Entscheidung pro Höxter zügig umgesetzt wird, um die Menschen in Bechtsbüttel und Waggum nicht weiter zu verunsichern.“

 

So verständlich die Freude vor Ort auch sein mag – ohne Frage parteiübergreifend, hätten aber die Braunschweiger SPD – Abgeordneten eine schnelle Entscheidung der Bundesumweltministerin für Würgassen eingefordert. 

 

„Das nenne ich Sankt-Florian-Prinzip,“ so Uwe Schünemann. Die CDU werde im Umweltausschuss des Landtages hinterfragen, ob ein Bereitstellungslager für radioaktive Stoffe überhaupt sinnvoll sei. Darüber hinaus seien wichtige Kriterien am Standort Würgassen nicht erfüllt. Auch das werde die CDU aufarbeiten. Der Fragenkatalog der CDU Kreistagsfraktion sei dem umweltpolitischen Sprecher Martin Bäumer bereits am Wochenende übermittelt worden. 

 

„Parteiübergreifendes Handeln ist in dieser Frage wichtig“, so der heimische CDU Landtagsabgeordnete. Dafür sei aber entscheidend, dass sich der SPD Unterbezirk Holzminden und die Kollegin Tippelt von der Forderung der Braunschweiger SPD Landtagsabgeordneten distanziert und für eine eindeutige Linie der SPD Landtagsfraktion sorgt. 

 


Sabine Tippelt / Dr. Christos Pantazis:

„Unglaubwürdiger Versuch der CDU die jeweiligen Stimmungen vor Ort zu bedienen“

30.03.2020 / PM

Würgassen/Holzminden. Zu den verschiedenen Pressemitteilungen des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann zur Standortfrage für ein geplantes Atommüll-Bereitstellungslager zu Schacht Konrad nehmen Sabine Tippelt und Dr. Christos Pantazis (Sprecher der SPD Gruppe Braunschweig), auch in Bezug auf die am Donnerstag, 26. März verschickte Pressemitteilung „Bund entscheidet sich gegen Atommüll-Bereitstellungslager zwischen Bechtsbüttel und Waggum“, wie folgt Stellung:

„Uwe Schünemann versucht, den natürlich verunsicherten Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Holzminden Sand in die Augen zu streuen, indem er hofft, dieses Thema parteipolitisch instrumentalisieren zu können und dazu einen Keil zwischen die betroffenen SPD-Abgeordneten zu treiben. Beides ist unredlich, da die Standortfrage nicht im Landtag, sondern von einer Bundesbehörde getroffen wird. Zudem ist Schünemanns Reaktion in dieser Frage wenig glaubwürdig, vertritt er gemeinsam mit dem Wolfenbütteler Frank Oesterhelweg (Sprecher der CDU-Gruppe Braunschweig) als gleichberechtigter Leiter der CDU-Landesgruppe Hildesheim/Braunschweig (HIBS) doch sowohl die Interessen der Bürgerinnen und Bürger am alternativen Standort Waggum-Bechtsbüttel, als auch im Landkreis Holzminden und spielt beide damit gegeneinander aus. Wenn Schünemanns Linie also im Einklang mit der Position der Braunschweiger CDU-Landesgruppe verlaufen sollte, sollten Herr Oesterhelweg und er dies den Menschen auch in der Region Braunschweig so offen kommunizieren und nicht die Fahne nach dem Wind hängen, nur um die jeweilige Stimmung vor Ort zu bedienen“, so Pantazis.

„Die SPD nimmt die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Holzminden sowie auch in den Orten Bechtsbüttel-Waggum ernst und möchte sich gemeinsam mit allen Parteien und der Bevölkerung eine vernünftige Lösung finden. An erster Stelle muss immer der Schutz der Bevölkerung stehen“, ergänzt Sabine Tippelt, die weiter ausführt, auch schon Kontakt zu dem CDU-Bundestagsabgeordneten Haase aus Nordrhein-Westfalen gehabt zu haben, um eine gemeinsame überparteiliche Lösung zu finden. „Um erfolgreich zum Ziel zu kommen muss gemeinsames Handeln das Ziel sein und wir sollten uns dabei nicht gegeneinander ausspielen lassen“, so Tippelt abschließend.

 

Auch die SPD im Kreis Höxter mit ihrem Vorsitzenden Helmut Lensdorf übt in diesem Zusammenhang Kritik an den Plänen für Würgassen. „Wir stellen die generelle Sinnhaftigkeit eines Zwischenlagers für Schacht Konrad in Frage. Ziel darf auch nicht das Floriansprinzip sein, bei dem man einem anderen möglichen Standort in den Rücken fällt. Zu Würgassen fällt darüber hinaus noch auf, dass das geplante Zwischenlager sehr nah an Wohngebieten liegt und gerade in diesem Zusammenhang die Sicherheit der Bevölkerung nicht vergessen werden darf“, so Lensdorf.  


Uwe Schünemann:

SPD-Abgeordnete fordern Bau des Bereitstellungslagers in Würgassen. Glaubwürdigkeit der SPD steht auf dem Spiel“

28.03.2020 / PM

Würgassen/Holzminden. Die niedersächsischen SPD-Landtagsabgeordneten Christos Pantazis und Philipp Raulfs fordern in einer Presseerklärung die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf, das Bereitstellungslager für radioaktive Abfälle zügig in Würgassen umzusetzen. In einem transparenten Verfahren sei der richtige Standort ausgewählt worden.

 

„Das ist ungeheuerlich“, so Uwe Schünemann in einer ersten Reaktion. Verständlich sei die Erleichterung der Braunschweiger Politiker, dass die eigene Region vermutlich nicht belastet werde. Die Aufforderung nunmehr ohne weitere Prüfung eine Entscheidung für einen Ort an der Grenze zum Landkreis Holzminden zu treffen, sei dagegen unsolidarisch und fachlich nicht zu begründen. WEITERLESEN


Landtagsstammtisch mit Uwe Schünemann live im Internet

27.03.2020 / PM

Lauenförde / Kreis Holzminden. Uwe Schünemann geht mit seinem Landtagsstammtisch neue Wege. Die schon lange geplante Veranstaltung am kommenden Mittwoch in Lauenförde kann wegen der Corona-Krise und den damit verbundenen Einschränkungen nicht wie gewohnt stattfinden. Deshalb geht der Abgeordnete mit dem Format nun einen anderen Weg. Dieser heißt „Landtagsstammtisch LIVE“ und startet am 1. April um 18 Uhr im Internet auf Facebook. „Mir ist wichtig, auch in Zeiten großer Verunsicherung ein Ansprechpartner zu sein. Stellen Sie mir Ihre Fragen und teilen Sie Ihre Gedanken mit mir. Ich freue mich auf Sie!“ so Uwe Schünemann.

Fragen können sowohl den gesamten Themenkomplex „Corona“ als auch alle anderen politischen Entwicklungen betreffen. Richten Sie Ihre Fragestellung am 1. April live an Uwe Schünemann oder vorab an das Wahlkreisbüro unter buero@uwe-schuenemann.de.


v.l. Tanja Gellner und Heike Lange sind wie noch eine Menge anderer Mitarbeiter*innen des Landkreises damit beschäftigt, drängende Fragen zu Corona zu klären
v.l. Tanja Gellner und Heike Lange sind wie noch eine Menge anderer Mitarbeiter*innen des Landkreises damit beschäftigt, drängende Fragen zu Corona zu klären

Bürgertelefon:  Mit Gefühl, Geduld und dickem Fell

24.03.2020 / PM

Holzminden. Zwischen 100 und 120 Anrufe sind es täglich, die Fragen ganz unterschiedlich und nicht immer ganz leicht zu beantworten. Seit zehn Tagen ist die Rufnummer 707 700 für Fragen rund um das Thema Corona in der Kreisverwaltung geschaltet. Seitdem steht das Bürgertelefon des Landkreises Holzminden nicht mehr still. Tagtäglich stellen sich die rund 30 freiwilligen Mitarbeiter den besorgten Anrufern. Sie müssen geduldig sein, manchmal ein dickes Fell haben – und lernen täglich dazu.

 

„Anfangs hatten wir praktisch nur Nachfragen nach Infizierten und den Orten, wo die Infektionen aufgetreten sind“, weiß Waltraud Grüger aus dem Stab des Landrates, die das Bürgertelefon nach dem ersten Corona-Infizierten im Landkreis organisiert hatte, zu berichten. Doch solche Details gibt das Gesundheitsamt bis heute aus gutem Grund nicht preis. Denn schon vom ersten Tag an war klar, dass das Infektionsgeschehen sich keinesfalls auf eine einzelne Gemeinde beschränken lassen würde. Eine Bekanntgabe von Orten wäre also das falsche Signal gewesen und hätte Menschen in Sicherheit gewogen, die so gar nicht mehr zu garantieren war. Überdies hatten konkretere Angaben in anderen Landkreisen zu extrem unangenehmen Folgen für die Betroffenen geführt: Die vermeintlich Infizierten waren mit Fotos in den sozialen Medien veröffentlicht worden und wurden dort beschimpft.  

 

Dass die Freiwilligen am Landkreis-Bürgertelefon keine medizinischen Fachauskünfte geben, sondern lediglich allgemeine Fragen beantworten können und fachliche Themen an die Fachleute des Gesundheitsamtes weitergeben müssen, unterstreicht Amtsärztin Dr. Ursula Schaper. Eine Unterscheidung von begründeten und unbegründeten Verdachtsfällen treffen das Gesundheitsamt und Hausärzte bzw. Hausärztinnen. In begründeten Verdachtsfällen wird ein Test durchgeführt. Die Mitarbeiter*innen am Bürgertelefon versuchen nur mit gesundem Menschverstand und einem Arsenal von Antworten auf häufig wiederkehrende Fragen zu helfen, zu steuern und in die richtigen Bahnen zu lenken.          

 

Durch die weitreichenden Regelungen des öffentlichen Lebens haben sich die Anfragethemen mittlerweile sehr stark ausgeweitet. Neben Fragen zu Tests, Verhalten bei Symptomen oder zur Quarantäne sind es vor allem Hinweise zu wirtschaftlichen Aspekten, die vom Bürgertelefondienst geklärt werden. „Wir aktualisieren jeden Tag unsere Internetseite mit den wichtigsten neuen Antworten und verweisen, da wo wir können, auf die entsprechenden Links“, sagt Peter Drews, Pressesprecher des Landkreises. Zum Teil seien die am Telefon gestellten Fragen dabei sogar hilfreich, um Neues und Wichtiges mit aufzunehmen. „Insofern orientieren wir uns natürlich auch an den Anrufenden.“ Der Blick auf die Internetseite des Landkreises, bevor man zum Hörer greife, lohne aber in jedem Fall, meint Drews. Denn ein Großteil der Fragen sei dort inzwischen schon erschöpfend beantwortet.

 

Die Telefondienstmitarbeitenden müssen sich dennoch mit Geduld und viel Einfühlungsvermögen den berechtigten, gleichwohl aber nicht zum ersten Mal gestellten Fragen begegnen. Sie brauchen auch ein gutes Nervenkostüm, um Beschimpfungen oder gar Drohungen gut wegzustecken. „Die Menschen am Telefon leisten gerade einen wichtigen Beitrag dafür, uns alle möglichst glimpflich durch die Krise zu bringen“, stellt Landrat Michael Schünemann dazu fest, „sie unter Druck zu setzen, weil die Antwort nicht wie gewünscht ausfällt, ist in diesem Zusammenhang allerunterste Schublade.“ In Zeiten der Krise sei Angst ein schlechter Ratgeber. „Es kommt jetzt darauf an, mit Mut und Besonnenheit zu reagieren und auf den Lösungswillen von Behörden und Politik zu vertrauen.“ 

 


Schließungen und Versammlungsverbote: Polizei und Ordnungsämter kontrollieren!

20.03.2020 / PM

Kreis Holzminden. Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst“, hatte die Bundeskanzlerin in ihrer Ansprache am Mittwoch an die Bevölkerung appelliert. Der niedersächsische Innenminister legte einen Tag später nach und hat die Polizei angewiesen, Versammlungsverbote und Schließungen auch aktiv zu kontrollieren. Was ist seitdem passiert und wie sieht es tatsächlich aus auf den Straßen Holzmindens und den Samtgemeinden?

 

Noch am späten Donnerstagnachmittag hatte das Polizeikommissariat Holzminden ihre Kontrollen verschärft und etliche potentielle Versammlungsorte in Stadt und Landkreis überprüft. Per Facebookaufruf hatten einige Unverbesserliche beispielsweise in Boffzen auf den Grillplatz zu einer „Corona-Party“ eingeladen. Dass das vielleicht doch keine so gute Idee ist, scheint dann aber offensichtlich doch den Meisten klar gewesen zu sein, denn mehrere Überprüfungen durch Polizeistreifen hatte keinen Anlass zu Einschreiten ergeben. Lediglich auf einem Spielplatz und einem Basketball-Platz mussten den Eltern noch einmal klargemacht werden, dass diese Orte momentan aus gutem Grund gesperrt sind. Vorerst blieb es an diesem Tag noch bei mahnenden Worten, doch die Polizei ist auf jeden Fall gewillt, die Anordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus aktiv durchzusetzen. „Wir werden auch weiterhin überall Kontrollen durchführen und Zuwiderhandlungen auch ahnden“, stellte der stellvertretende Leiter des Polizeikommissariats Holzminden, Burkhard Schramm klar. 

 

Was Geschäfte und gastronomische Betriebe angeht, kümmern sich vorrangig die Ordnungsämter um Einhaltungen von Schließungen und korrekten Sperrungen in Verkaufsflächen. Das Ordnungsamt Holzminden kann nach ein paar Anlaufschwierigkeiten den Gewerbetreibenden ein gutes Zeugnis ausstellen.  Ordnungsamtsleiter Burkhard Woitczyk hat seine Mitarbeitenden in Schichten eingeteilt, um zu verschiedenen Zeiten regelmäßig kontrollieren zu können. Am Freitagvormittag gab es in der Holzmindener Innenstadt jedoch keinen Anlass, über Verstöße zu klagen. „Wir haben im gesamten Holzmindener Stadtgebiet mittlerweile eine praktisch hundertprozentige Quote, was die korrekte Umsetzung der angeordneten Maßnahmen für Geschäfte und Lokale angeht“, kann Sarah Humburg, Erste Stadträtin der Stadt Holzminden zufrieden feststellen. 

 

Polizei und Ordnungsämter werden dennoch hinsichtlich der Überwachung der angeordneten Maßnahmen weiter am Ball bleiben, zumal am Freitagnachmittag als erweiterte Verfügung Restaurants, Imbisse und ähnliche Gastronomie für den Publikumsverkehr generell geschlossen werden müssen. Nur der Außerhausverkauf bleibt dann noch erlaubt. 

 


Ladenschließungen: Wer darf noch was?

19.03.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die Entscheidung, das öffentliche Leben einzuschränken, um der Ausbreitung des Corona-Virus Herr zu werden, bleibt für alle eine große Herausforderung. Wer darf aufmachen? Wo müssen die Arbeiten derzeit ruhen? Fragen wie diese stellen sich nicht nur besorgte Bürgerinnen und Bürger, die einige Geschäfte, trotz der landesweiten Schließungsverfügung, noch geöffnet sehen. Auch Laden- und Restaurantbesitzer selbst sind unsicher, was noch erlaubt ist. Darum hier noch einmal eine kleine Übersicht, was geht und was nicht.

 

Handel

 

Einzelhandelsgeschäfte, die für Lebensmittel des täglichen Bedarfs sorgen, dürfen geöffnet bleiben. Dazu zählen Nahrungsmittel, Drogerieartikel oder Zeitungen. Und auch Apotheken stehen mit ihrem Service selbstverständlich weiter zur Verfügung. Wer dringend eine Hose benötigt oder wessen Fernseher kaputt gegangen ist, muss auf entsprechende Neuanschaffungen im Moment leider verzichten. Sich vom Schneider die alte Hose noch einmal nähen zu lassen, ist dagegen noch genauso möglich wie den Fernseher reparieren zu lassen, sofern man entsprechende Betriebe dafür findet. Oder man legt selbst Hand an. Das Material dafür lässt sich immer noch im Baumarkt besorgen, weil auch die von der Schließungsverfügung ausgenommen sind. 

 

Übernachtungs- und Herbergsbetriebe

 

Von der Aufrechterhaltung ihres laufenden Betriebes sind auch Übernachtungs- und Herbergsbetriebe betroffen. Das auf Basis des niedersächsischen Erlasses verfügte Verbot meint in diesem Fall jede Form touristischen Aufenthaltes. Untersagt ist damit ebenso das Bett in einer privaten Ferienwohnung, die Nutzung eines Wohnmobilstellplatzes oder eben das Drei-Sterne-Hotel. Wer nicht im Landkreis wohnt oder bei Freunden übernachtet, sollte sich sofort auf den Heimweg begeben.

Ausgenommen sind Übernachtungen zum Zweck von Geschäftsreisen.    

 

Restaurants und gastronomische Betriebe

 

Jeder Betrieb, der bei der unmittelbaren täglichen Nahrungsmittelversorgung unterstützt oder hilft, soll deshalb auch geöffnet bleiben. Dazu zählen dann natürlich auch Restaurants und alle gastronomischen Betriebe, die Speisen und Getränke anbieten. Wesentliche Voraussetzung ist allerdings, dass diese Betriebe einen ausreichenden Abstand zwischen ihren Kunden ermöglichen, also Tische in jeweils zwei Meter Entfernung aufstellen. Und auch die Zeit des Aufenthalts ist eingeschränkt. Tagsüber zwischen sechs und 18 Uhr können Restaurants mit entsprechenden Tischabständen problemlos besucht werden, danach müssen gastronomische Betriebe den Publikumsverkehr einstellen. Beliefert werden dürfen die Kunden aber auch weiterhin. Der Pizzabringdienst oder das Drive-In können also weitermachen und auch die kurzzeitige Abholung von Speisen ist erlaubt.     

 

Handwerk

 

Grundsätzlich ihre Arbeit ganz normal fortsetzen können alle Handwerksbetriebe. Bäcker, Optiker und Friseure zählen dazu genauso wie Dachdecker, Karosseriebauer oder gar Orgelbauer. Die Liste der Handwerksbetriebe ist lang, wer nicht genau weiß, wie er sich einordnen soll, kann eine Liste mit den entsprechenden Betrieben bei der Kreishandwerkskammer anfordern. Der Landkreis Holzminden hat sie auf seiner Homepage in die Corona-Informationsseite unter dem Menüpunkt „Informationen für Unternehmen“  eingestellt. 

 

Durch diese Regelungen fallen sicherlich einige Betriebe in die Kategorie „Sowohl-als-auch“. Aber mit ein bisschen Überlegung können all diese Unternehmen dazu beitragen, ihren Betrieb an die Erfordernisse der gewollten Pandemieeindämmung anzupassen. 


Kontrollen zur Einhaltung der Allgemeinverfügungen zum Corona-Virus

19.03.2020 / PM

Kreis Holzminden.  Die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden wird im Zusammenhang mit den von den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden am 17. März 2020 erlassenen Allgemeinverfügungen ab sofort Kontrollen im öffentlichen Bereich durchführen. Maßnahmen zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus wurden von den Gesundheitsämtern gem. § 28 ff Infektionsschutzgesetz verhängt.

 

Der Niedersächsische Innenminister Boris Pistorius machte am heutigen Donnerstag dazu deutlich, dass Geschäfte, Eisdielen, Cafés oder Restaurants bei Verstößen geschlossen werden, Menschenansammlungen aufgelöst und auf Basis des Infektionsschutzgesetzes Bußgelder verhängt bzw. als Straftaten verfolgt werden.

 

Thorsten Massinger, Leiter der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden, hat mit sofortiger Wirkung die Durchsetzung gemeinsamer Kontrollen mit der Ordnungsbehörde für seinen Bereich angeordnet. Er appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger in seinem Inspektionsbereich: "Beschränken Sie Ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum. Dies ist zwingend notwendig, um die Infizierungsrate mit dem Corona-Virus einzudämmen. In den Köpfen Vieler scheint noch nicht angekommen zu sein, dass die Gesundheitsbehörden die Beschränkungen genau aus diesem Grund angeordnet haben. Wenn man sich in unseren Städten und Gemeinden aktuell umschaut, muss man sich fragen, ob sich wirklich alle Einwohnerinnen und Einwohner der brisanten Lage bewusst sind. Es muss jedem klar sein, dass die Verfügungen, wie sie jetzt erlassen wurden, die Vorstufe zur Ausgangssperre sind. Genau diese wollen wir mit den konsequenten Maßnahmen möglichst vermeiden!"

 


Schließung von Anlagen und Annahme-Stopp für Grüngut

18.03.2020 / PM

Kreis Holzminden. Im Zuge der vorbeugenden Maßnahmen vor dem Corona-Virus schließt die AWH die Anlagen in Bevern, Boffzen, Eschershausen, Polle und Stadtoldendorf ab Freitag, den 20.03.2020.

 

Die Anlagen in Bodenwerder, Delligsen und Holzminden bleiben weiterhin geöffnet, nehmen ab dem 20.03.2020 jedoch kein Grüngut mehr an. Dieses soll im eigenen Garten gelagert bzw. kompostiert werden.

 

Die AWH bittet ihre Kunden alle Anlieferungen auf das Notwendige und nicht Verschiebbare zu beschränken.

 

Mit den Maßnahmen will die AWH eine langsamere Ausbreitung des Corona-Virus ermöglichen. Die AWH bittet ihre Kunden um Beachtung und Mithilfe. 


Corona-Virus: Informationen für die Wirtschaft 

16.03.2020 / PM

Kreis Holzminden. Die Auswirkungen der Corona-Epidemie treffen zunehmend auch die Wirtschaft. Die Bundesregierung möchte mit einem weitreichenden Bündel an Maßnahmen die Unternehmen mit der notwendigen Liquidität ausstatten, damit sie möglichst unbeschadet durch die Krise kommen. Zu den wichtigsten Instrumenten zählen Erleichterungen hinsichtlich des Kurzarbeitergeldes, Steuerzahlungen und konkreten Liquiditätshilfen. 

 

Das Kurzarbeitergeld kann künftig bei der Bundesarbeitsagentur beantragt werden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind; bisher üblich waren 30%. Einen Überblick der Voraussetzungen ist unter www.arbeitsagentur.de/unternehmen zu finden. Der Arbeitgeberservice steht unter der Telefonnummer 0 800 55 55 20 für persönliche Gespräche zur Verfügung. 

 

Als einer der ersten Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität sollten Unternehmen beim Finanzamt ihre steuerlichen Vorauszahlungen herabsetzen lassen. Des Weiteren hat der Bund zugesagt, die Stundung von Steuerzahlungen zu erleichtern bzw. auf die Vollstreckung im Rahmen der Corona-Krise zu verzichten. Auch auf Säumniszuschläge soll verzichtet werden. 

 

Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) werden umfangreiche Liquiditätshilfen zur Verfügung gestellt. In diesem Zusammenhang werden auch Bürgschaftsprogramme erheblich ausgeweitet. Die Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie liefert weitere Informationen zu den verabschiedeten Sofortmaßnahmen: www.bmwi.de. Ansprechpartner für die Inanspruchnahme der diversen Programme ist der bei der Hausbank zuständige Firmenkundenberater.  

 

Dem Land Niedersachsen ist die möglichst schnelle und unkomplizierte Unterstützung der niedersächsischen Wirtschaft ein großes Anliegen. Die Förderbank die Landes – die NBank – bereitet dazu gegenwärtig ein Kredit-Programm für kleine und mittlere Unternehmen als schnelle Liquiditätshilfe (bis zu 50.000,- €) vor. Ein zweites Programm (über 50.000,- €) ist ebenfalls in Vorbereitung.  In beiden Fällen muss zuvor eine Absicherung durch das Land, etwa durch einen Haftungsfonds, gewährleistet werden. Beide Kreditprogramme sollen direkt durch die NBank vergeben und ohne Beteiligung einer Hausbank gewährt werden. Nähere Informationen sind auf der Internetseite der NBank: www.nbank.de zu finden. 

 

Das niedersächsische Wirtschaftsministerium hat zu Fragen rund um die Corona-Epidemie und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft eine Hotline eingerichtet: Tel: 0511 120 5757 (8 - 20 Uhr). Auf der Internetseite: www.mw.niedersachsen.de sind weitere Ansprechpartner genannt. 

 

Auch die Kammern stellen für ihre Betriebe umfangreiche Informationen bereit. Das gilt z.B. für Fragen rund um Aus- und Weiterbildungsprüfungen, zu Einreiseverbote für bestimmte Länder usw. www.hannover.ihk.de und www.hwk-hildesheim.de 

 

Die Wirtschaftsförderung des Landkreis Holzminden hat in ihren Gesprächen mit regionalen Wirtschaftspartnern – von der Arbeitsagentur über die Banken bis zu den Kammern – durchweg positive Signale erhalten. Alle wollen unterstützen, damit die aktuelle, noch nie da gewesene  Herausforderung von der heimischen Wirtschaft so gut wie möglich gemeistert wird. Für Rückfragen stehen Dr. Jutta Klüber-Süßle oder Nicole Christoph unter 0 55 31 - 707 110 zur Verfügung.  


„Corona“-Sonderregelung:

Einstieg in Linienbussen des VSN-Regionalverkehrs „nur hinten“

16.03.2020 / MZ

Kreis Holzminden. In den Landkreisen Göttingen, Northeim und Holzminden gilt ab sofort - zunächst

befristet bis Freitag, 20. März 2020, - in den Regionalbuslinien des Verkehrsverbundes

Süd-Niedersachsen (VSN) eine Sonderregelung: Die vorderen Bustüren in den

Linienbussen bleiben ab sofort verschlossen; das Fahrpersonal wird mit Blick auf die

Gesundheitsvorsorge abgetrennt vom Bereich des Fahrgastraums.

Diese Maßnahme dient neben dem Schutz des Fahrpersonals zur Aufrechterhaltung des

Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Süd-Niedersachsen. Die Fahrscheinpflicht

bleibt erhalten. Fahrgäste, die die Möglichkeit haben, Automaten und Vorverkaufsstellen zu

nutzen, seien gebeten dies zu tun.

Der Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) befindet sich für das weitere

Vorgehen in enger Abstimmung mit den drei Landkreisen Göttingen, Northeim und

Holzminden sowie mit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachse mbh (LNVG) und

dem Wirtschafts- und Verkehrsministerium Niedersachsen.

Wir informieren Sie über die weiteren Entwicklungen.

Rückfragen: Michael Frömming, ZVSN-Verbandsgeschäftsführer, Tel. 0151 43190605


Corona-Untersuchungsstelle der KV frühestens am Mittwoch in Betrieb

14.03.2020 / PM

Holzminden. Die Untersuchungsstelle der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) für Corona, die die Hausärzte bei der Beprobung von begründeten Verdachtsfällen entlasten soll, wird frühestens am nächsten Mittwoch in Betrieb gehen. Der Landkreis hält die dafür notwendigen Räumlichkeiten mit der entsprechenden Ausrüstung bereit, allerdings braucht die KV für die personelle Besetzung noch etwas Zeit. Ziel der KV ist es, die Untersuchungsstelle am Mittwochnachmittag in Betrieb zu nehmen.

 

Grundsätzlich aber gilt auch für die Untersuchungsstelle, dass

+ nur wer einen Termin hat, wird dort auch getestet

+ nur wer vom Hausarzt eine Überweisung hat, bekommt auch einen Termin

+ symptomfreie Personen werden prinzipiell nicht getestet, weil keine Ergebnisse zu erwarten sind 

 

Das Gesundheitsamt ist ab sofort für den Publikumsverkehr geschlossen. In den letzten Tagen hatten vermehrt vermeintlich Betroffene den Bereich aufgesucht und Untersuchungen eingefordert. Um die Arbeit des Amtes aufrechtzuerhalten bleibt das Amt für den Publikumsverkehr vorerst gesperrt.

 

Bei Fragen kann sich an die Hotline des Landkreises unter 0 55 31 -707 700 oder im Verdachtsfall telefonisch an den Hausarzt gewandt werden.   


Landesregierung ordnet Schul- und Kitaschließungen an

13.03.2020 / PM 

Kreis Holzminden/Niedersachsen.Die Landesregierung hat in Ihrer Pressekonferenz am heutigen Freitag, den 13.03.2020 die Schließung aller niedersächsischen Schulen und Kitas verkündet. Die Entscheidung sei aufgrund des Infektionsgeschehens rund um das Coronavirus SARS-COV-2 gefällt worden, heißt es in der wenig später als Pressemitteilung des Kultusministeriums herausgegebenen Information.

 

Die Schließungen sollen bis zum 18. April erfolgen, ausgenommen sind Abiturientinnen und Abiturienten, die schon ab dem 15 April wieder Unterricht haben. Für Beschäftigte aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit, wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katstrophenschutz soll eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler eingerichtet werden. Diese Notbetreuung soll auf kleinere Gruppen begrenzt auf das notwendige Maß beschränkt bleiben.   


Ein bestätigter Corona-Fall im Landkreis Holzminden und 30 Personen in Quarantäne

12.03.2020 / MZ

Kreis Holzminden. Im Kreis Holzminden gibt es bisher einen bestätigen Corona-Fall und 30 Personen, die unter Quarantäne stehen.  Die erkrankte Person stammt aus dem nördlichen Teil des Kreises Holzminden und hat insgesamt 200 Kontaktpersonen angegeben.


Erster Corona-Fall im Landkreis Holzminden bestätigt

11.03.2020 / PM

Kreis Holzminden. Das Gesundheitsamt des Landkreises Holzminden hat heute um 16.00 Uhr den ersten Fall einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion bestätigt. Bei dem/r Betroffenen handelt es sich um eine weitere Kontaktperson des gestern positiv im Landkreis Hameln-Pyrmont Getesteten, von der das Gesundheitsamt gestern Abend Kenntnis erlangt hat. Die betroffene Person zeigt leichte Erkältungssymptome und ist unter Quarantäne gestellt worden, weitere Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt derzeit ermittelt. 

 

Daraus ergibt sich für Gemeinschaftseinrichtungen wie z.B. Schulen, Kitas oder Seniorenheime momentan noch kein weiterer Handlungsbedarf.

 

Mit heutigem Tage hat das niedersächsische Sozialministerium ein generelles Verbot von Veranstaltungen mit einer Besucherzahl von über 1.000 Personen verfügt.   

 

Handlungsempfehlungen für Veranstaltungen unter 1.000 Besucher 

 

Im Rahmen eines interkommunalen Treffens haben Landrat Michael Schünemann und die Hauptverwaltungsbeamten von Samtgemeinden, der Stadt Holzminden und des Flecken Delligsen sich auf eine gemeinsame Handlungsempfehlung in Bezug auf Veranstaltungen, die im Landkreis in der nächsten Zeit stattfinden sollen, geeinigt. Danach sind alle Hauptverwaltungsbeamten des Landkreises übereingekommen, auch allen Organisatoren von Veranstaltungen unter 1.000 Personen eine Absage zu empfehlen. Der Schutz der Bevölkerung müsse angesichts der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus im Vordergrund stehen, stellten die Hauptverwaltungsbeamten klar. 

 

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzuschränken, bitten alle Verwaltungen ihre Kunden darum, darüber nachzudenken, ob ein Besuch der jeweiligen Ämter wirklich zwingend notwendig sein muss. Es gehe darum, die dauerhafte Verfügbarkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung möglichst sicherzustellen und Kunden vor einer Ansteckung zu schützen. In den Verwaltungsgebäuden werden hierzu entsprechende Informationsschreiben ausgehängt. Wer dennoch nicht auf einen persönlichen Besuch verzichten könne, solle zumindest Abstand halten und Händeschütteln ganz vermeiden.

 

Die Situation ändert sich in Bezug auf den Umgang mit dem Virus nahezu täglich. 

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Landkreises Holzminden (www.landkreis-holzminden.de).


"Atomare Abfälle ohne Umweg über Würgassen nach Schacht Konrad"

Holzminder Grüne sehen in Transporten von und nach Würgassen Gefahren für die Bevölkerung

11 03.2020 / PM

Holzminden/Würgassen. Die Atomkraft und ihre radioaktiven Hinterlasenschaften sind derzeit wieder brandaktuell. Nach dem Bekanntwerden von Plänen der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), auf dem Gelände des stillgelegten Atomkraftwerks Würgassen ein gigantisches Zwischenlager für mittel- und schwachradioaktive Abfälle aus ganz Deutschland zu errichten, besorgt viele Menschen in den Kreisen Höxter und Holzminden und darüber hinaus. Anlässlich des 9. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima haben Bündnis 90/Die Grünen im Landkreis Holzminden an die weiterhin von der Atomindustrie ausgehenden Gefahren erinnert.

 

Einerseits lagern kurz hinter der nördlichen Kreisgrenze in dem noch im Betrieb befindlichen Atomkraftwerk Grohnde Castorbehälter mit hochradioaktiven Brennelementen. Und nun "soll auch noch unmittelbar an unserer südlichen Kreisgrenze ein neuer Hotspot für radioaktiven Müll entstehen", sorgt sich der grüne Kreisvorstand um die Sicherheit.

 

Wenn tatsächlich ab 2027 täglich mehrere Atommülltransporte zum Endlager Schacht Konrad bei Salzgitter abgehen sollten, dann wäre die Bevölkerung in den Kreisen Holzminden und Höxter der ständigen Gefahr durch Unfälle und die Freisetzung von Radioaktivität ausgesetzt. "Das muss unbedingt verhindert  werden", erklärt der Kreisvorstand der Grünen. "Wir brauchen kein atomares Logistikzentrum im Dreiländereck, sondern den direkten Transport aller radioaktiven Abfälle aus den 20 deutschen Zwischenlagern ohne den Umweg über Würgassen direkt ins Endlager Schacht Konrad". Alles andere ist unlogisch und setzt den Schutz der Menschen vor radioaktiver Strahlung und Kontamination leichtfertig aufs Spiel, erklären Gerd Henke, Peter Ruhwedel und Christain Meyer für den Kreisvorstand der Grünen.  


Landkreis schaltet Corona-Hotline 707 700

11 03.2020 / PM

Kreis Holzminden. Im benachbarten Landkreis Hameln-Pyrmont hat sich ein Verdachtsfall für eine Corona-Infektion bestätigt. Die betroffene Person ist dort in Quarantäne gegangen und wird derzeit von ihrem Hausarzt betreut. Da der Infizierte im Landkreis Holzminden arbeitet, ist auch das Gesundheitsamt Holzminden eingeschaltet worden. 

 

Eine Recherche im Umfeld des Mannes ist erfolgt, zwei unmittelbar infrage kommende Kontaktpersonen stehen in Überwachung durch das Gesundheitsamt. Beide zeigen keine Symptome, sind aber vorsorglich in häuslicher Quarantäne. Insofern liegen im Landkreis Holzminden noch keine begründeten Verdachtsfälle vor. 

 

Um auf auftretende Fragen besser reagieren zu können, hat der Landkreis jetzt eine Telefon-Hotline angelegt. Unter der Rufnummer

 

0 55 31 – 707 700   

 

Können von montags bis donnerstags in der Zeit von 8.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr die wichtigsten Fragen zum Virus und seiner Ausbreitung auch telefonisch geklärt werden. Da die Leitungen trotz personeller Mehrfachbesetzung unter Umständen belegt sein können, lohnt sich aber grundsätzlich ein Blick auf die Homepage des Landkreises. Dort sind unter dem Punkt „Aktuelles zum Coronavirus“ alle wichtigen Informationen zu finden.  


Corona Virus: Wie mit Veranstaltungen umgehen?

09.03.2020 / PM

Landkreis Holzminden. Wegen der schnellen Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Ziele ist es, mit dieser Maßnahme die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Der Landkreis Holzminden schließt sich dieser Empfehlung an. Ein Verbot von Veranstaltungen wird derzeit noch nicht ausgesprochen. Abhängig von der weiteren Ausbreitungsentwicklung kann es jedoch in naher Zukunft dazu kommen. 

Grundsätzlich ist allerdings vor allem älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen) zu raten, Menschenansammlungen gleich welcher Art und Größe möglichst zu meiden und eine gute Händehygiene und Husten- und Nies-Etikette zu beachten.

Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen gibt es unter www.rki.de und  www.niedersachsen.de/Coronavirus .

Unter diesen Telefonnummern gibt das Gesundheitsamt des Landkreises Holzminden Auskunft:

0 55 31/707-370

0 55 31/707-457

0 55 31/707-371

0 55 31/707-372

0 55 31/707-368


VdK fordert: „Strafen für Krankenhäuser abschaffen!“

05.03.2020 / PM

Kreis Holzminden. Bleibt ein Patient länger als ursprünglich vorgesehen in einer Klinik, muss diese seit Kurzem

mindestens 300 Euro Strafe zahlen. So will es das MDK-Reformgesetz. Der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen verurteilt diese Praxis als zutiefst unsozial und fordert eine sofortige Gesetzesänderung.

„Unsere Krankenhäuser sind Gesundheitszentren und auf das Wohl ihrer Patienten bedacht. Die pauschal festgelegte Obergrenze für die Verweildauer im Krankenhaus wird keineswegs aus Profitgier überschritten. Ärzte und Pfleger können ihre Patienten aufgrund der vielfach fehlenden Anschlussversorgung einfach nicht entlassen“, erklärt VdK-Landesvorsitzender Friedrich Stubbe. Wenn Kurzzeitpflege, häusliche Versorgung oder Reha-Maßnahme direkt im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt nicht gewährleistet ist, kommen die Krankenhäuser lediglich ihrer ureigenen Pflicht nach: Sie übernehmen soziale  Verantwortung und kümmern sich um die Schwachen der Gesellschaft. Sie dafür zu bestrafen ist unverantwortlich und moralisch verwerflich – und geht natürlich zu Lasten der Patienten! „Diese Menschen sich selbst zu überlassen, nur um ein paar Euro im Abrechnungssystem der Krankenhäuser zu sparen, ist unmenschlich“, klagt Stubbe.

Sollten tatsächlich Kosten eingespart werden, müsse zuvor die weiterführende Versorgungsstruktur verlässlich ausgebaut werden: Dafür braucht es kurzfristig verfügbare Reha-Maßnahmen und genügend freie Kurzzeitpflegeplätze. Solange diese Versorgung jedoch nicht gewährleistet ist, darf es keine bestrafende Gesundheitspolitik geben.

„Der VdK appelliert daher an alle Bundestagsabgeordneten aus Niedersachsen und Bremen, Ende März für eine Änderung des MDK-Reformgesetzes zu stimmen, um diese unhaltbaren Regelungen zu kippen!“, so der VdK-Chef.

Übrigens lehnt selbst der Deutsche Bundesrat dieses Gesetz ab, da pauschalierte Strafzahlungen weit über das Ziel hinausgehen. Die Regelung führe zur wirtschaftlichen Schwächung der Krankenhäuser und gefährde die Versorgungssicherheit von Patienten, heißt es.


Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg bei Bauarbeiten gefunden 

Keine Gefahr für Schule und Anwohner

04.03.2020 / PM

Holzminden. Am heutigen Tage, Dienstag, 04.03.2020, gegen 12.30 Uhr wurden bei Bauarbeiten der hieisgen Stadtwerke in der Straße Billerbeck in Holzminden drei sogenannte englische Stabbrandbomben aufgefunden.

 

Nach Absperrung des unmittelbaren Gefahrenbereiches und Kontaktaufnahme mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen wurden die, ca. 50 cm langen und 20 cm im Durchmesser messenden Bomben zu Sicherung zunächst wieder mit einer Sandschicht abgedeckt, und nach Eintreffen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes durch diesen zur Entsorgung gefahrlos abtransportiert.

 

Derartige Bomben wurden im Zweiten Weltkrieg über vielen deutschen Städten abgeworfen. Sie waren sehr gefürchtet, da sie beim Aufschlag aufplatzten, wodurch sich ihr zähflüssiger und leicht brennbarer Inhalt, bestehend aus einem Benzin-Harz-Gemisch und Phosphor, entzündete. Dieses Gemisch galt als kaum löschbar.

 

Eine Gefährdung für Anwohner, oder der Schüler und Lehrer des dortigen Campe-Gymnasiums bestand zu keinem Zeitpunkt, da eine der Bomben bereits gebrannt hatte, und bei den beiden anderen Bomben die Zünder, vermutlich noch während des Krieges oder kurz danach, ausgebaut wurden.


Landtagsstammtisch mit Uwe Schünemann

04.03.2020 / PM

Eschershausen. Der März-Stammtisch des CDU-Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann findet am 11.03.2020 um 19:30 Uhr im Mehrgenerationenhaus Eschershausen, Steinweg 20 statt.

 

Nach einem kurzen Rundgang mit dem Leitungsteam des familienfreundlichen Nachbarschaftszentrums stehen die Themen des  Februar-Plenums im Vordergrund, wo in den aktuellen Stunden und dringlichen Anfragen die Ereignisse der vorangegangenen Wochen großen Raum einnahmen: Berichte über die erschreckenden Ereignisse in Hanau und die Verteidigung der Demokratie vor rechtem Terror, die Affaire um den Aufenthalthalt von Igor K., die die Medizinische Hochschule in Hannover und Landesregierung in Atem gehalten hat. Aber auch das Dauerthema Düngeverordnung und die Reform der Notfallversorgung versprechen einen spannenden Abend.

 

Uwe Schünemann freut sich auf eine anregende Diskussionsrunde, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. 


Kükenfest in der Stadt der Düfte und Aromen

Holzminden in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland lädt zu beliebtem Frühlingsfest

28.02.2020 / PM

Holzminden. Wenn die Tage wieder länger und wärmer werden, Vogelgezwitscher durch die Solling-Vogler-Region im Weserbergland (SVR) hallt und die ersten Knospen an den Bäumen sprießen, ist es soweit: Der Frühling ist da. Traditionell lädt Holzminden – die Stadt der Düfte und Aromen – zum Frühlingsanfang zum beliebten Kükenfest in die Innenstadt ein.

 

Am 29. März 2020 wartet ein buntes Rahmenprogramm mit zahlreichen Highlights auf die Besucher der frühlingshaften Veranstaltung. So laden von 13 bis 18 Uhr die Geschäfte der Innenstadt sowie abwechslungsreiche Verkaufsstände mit Kunsthandwerk, Handarbeiten, Schmuck und vielem mehr zum Schlendern und Stöbern ein. Untermalt wird das Fest von verschiedenen Bands, die mit ihren Instrumenten durch die Straßen der Innenstadt ziehen. Vielseitige Attraktionen warten darauf, von Jung und Alt entdeckt zu werden. Ein umfassendes Kinderprogramm bietet den kleinsten Besuchern des Festes einen facettenreichen Nachmittag. Die Gäste können sich zudem auf eine Auto- und E-Bike-Ausstellung freuen, die neuesten Modelle anschauen und sich über aktuelle Trends informieren. Neben der Auto- und E-Bike-Ausstellung präsentieren sich das Holzmindener Handwerk KIC unter dem Motto „Respekt, wer es selber kann“ sowie die Bundeswehr mit einem Karrieremobil und informieren zum Thema Berufsorientierung. Freunde des Nervenkitzels haben in diesem Jahr die besondere Möglichkeit, das Geschehen von einem Heißluftballon, der an einem Kran am Weserkai befestigt ist, zu beobachten! Ein unvergessliches Erlebnis.

 

Natürlich haben die Besucher des Festes auch in diesem Jahr die Möglichkeit, an dem beliebten Kükenfest-Gewinnspiel, bei dem Küken die Schaufenster der Innenstadt schmücken und gezählt werden müssen, teilzunehmen. Wie gewohnt, hält das Gewinnspiel tolle Preise bereit. Kulinarische Leckereien runden das breite Angebot des Kükenfestes ab. Weitere Informationen sind bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, www.solling-vogler-region.de und unter Tel. 05536/960970 erhältlich. 


VdK: „Soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellen!“

21.02.2020 /DWD

Kreis Holzminden. Am 20. Februar fand der Welttag der sozialen Gerechtigkeit statt. Der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen nimmt diesen Aktionstag zum Anlass, um das Thema soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt zu rücken: „Als Sozialverband VdK setzen wir uns für soziale Gerechtigkeit ein.

Doch wir erleben tagtäglich, wie ungerecht es in vielen Teilen unserer Gesellschaft zugeht.

Warum zum Beispiel werden Menschen mit Behinderung noch immer vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und müssen für eine vollständige Teilhabe kämpfen? Warum müssen jedes Jahr mehrere tausend Menschen mit unserer Hilfe die ihnen zustehenden

Sozialleistungen wie eine Erwerbsminderungsrente einklagen? Und warum reicht für viele Menschen nach jahrzehntelanger harter Arbeit die Rente trotzdem nicht zum Leben?

 

Diese soziale Ungerechtigkeit ist menschengemacht und muss endlich beseitigt werden – das hat bereits unsere Jugend verstanden. Einer Umfrage des Bundesumweltministeriums zufolge sind mehr als 70 Prozent der Meinung, dass sich Politiker nicht genug darum kümmern, was der Bevölkerung wichtig ist. Sie fordern daher mehr Engagement für soziale Gerechtigkeit.

Dem kann sich der VdK nur anschließen. Denn zu einer gerechten Gesellschaft gehört, dass sich die Politik um die Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger kümmert.

Die Lösungen dafür sind klar: Inklusion muss selbstverständlich sein und endlich ernsthaft umgesetzt werden. Sozialleistungen sind kein Gnadenakt des Staates, die Betroffenen haben einen Rechtsanspruch darauf. Und Armut muss kein unabwendbares Schicksal sein: Mit

höherem Mindestlohn, einem Rentensystem, in das alle einzahlen, und einer gerechteren Steuerpolitik könnten sich alle Generationen auf ein gutes Leben im Alter verlassen.

Deshalb appelliert der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen an die Politiker, entschlossen gegen Probleme und Ungerechtigkeiten im Land vorzugehen und die soziale Gerechtigkeit wieder in den Mittelpunkt ihres Handelns zu stellen!“


Frauenpower und irische Klänge

More Maids zum internationalen Weltfrauentag in der Schlosskapelle Bevern

16.02.2020 / PM

Bevern. Am 6. März 2020 startet das Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern gemeinsam mit dem Gleichstellungsbüro des Landkreises Holzminden mit einem Konzert, passend zum Thema des frauenORTE Niedersachsen-Standorts, zu Ehren der Landärztin Paula Tobias in Bevern, ins diesjährige Folkkonzertjahr. Um 20 Uhr warten die „First Ladies des Irish Folk“ – die More Maids – in der Schlosskapelle des Weserrenaissance Schlosses Bevern in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland (SVR) darauf, das Publikum zu begeistern.

 

Von typisch irischen Songs, über Stücke mit Acoustic-Pop-Einflüssen, bis hin zu a capella Titeln – die vier Sängerinnen erfreuen die Zuhörer mit dem klassischen irischen „Storytelling“ – dem Geschichtenerzählen in Musikform. Im Mittelpunkt der Show stehen die weiche Altstimme von Barbara Coerdt und der keltische Sopran von Sandra Steinorts. Untermalt werden die Stimmen von den Geigen- und Dudelsackklängen Barbara Hintermeiers – einer der besten deutschen Geigerinnen – sowie von Marion Fluck, die mit Flöten und Whistles begeistert. Außerdem sorgt Sandra Steinort mit dem Klavier, Akkordeon und der Querflöte für einen abwechslungsreichen Klang. Der Auftritt wird durch die außergewöhnliche Ausstrahlung der Band, ihrem Charme, den durch die Lieder erzählten Geschichten und flotten Tanzstücken perfekt abgerundet. Damit nicht genug: Die Band präsentiert zudem ihre neue CD „Fourmaids“!

 

Um 18 Uhr findet eine kommentierte Führung durch die Dauerausstellung über Paula Tobias, der ersten Landärztin im Braunschweiger Land, statt. Während des Abends sorgt das Landgasthaus Rosengarten aus Golmbach für kulinarische Leckereien. Der Eintritt zum Konzert kostet in der ersten Kategorie 19 Euro, 14 Euro ermäßigt und in der zweiten Kategorie 14 Euro und 11 Euro ermäßigt. Karten sind im Vorverkauf im Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern unter Tel. 05531/707140 sowie beim Stadtmarketing Holzminden unter Tel. 05531/992960 erhältlich. Die Tageskasse öffnet eine Stunde vor Konzertbeginn. Weitere Informationen sind bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, www.solling-vogler-region.de und unter Tel. 05536/960970 erhältlich.


Landrat bedankt sich bei Ehrenamtlichen für Sabine-Einsatz

12.02.2020 / PM

Kreis Holzminden. Der letzten starken Böen sind abgeklungen, das Orkantief Sabine ist endgültig nach Südosten weitergezogen. Hunderte von Helfern, vor allem von den örtlichen Ortsfeuerwehren hatten von Sonntagmorgen bis Montagabend alle Hände voll zu tun, um durch den Sturm verursachte Behinderungen und Schäden zu beseitigen.

 

Für Landrat Michael Schünemann ist es nach Beendigung aller Einsätze noch einmal ein wichtiges Anliegen, allen beteiligten Kräften für ihre Arbeit zu danken. „Unsere Feuerwehr und auch die Mitarbeiter unserer Straßenmeisterei winken ja gern mal ab, weil Stürme wie der aus den letzten Tagen für sie schon Routine sind“, sagte Schünemann in einer Presseerklärung. „Ich möchte allen Einsatzkräften aber trotzdem noch einmal ausdrücklich meinen persönlichen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz sagen“, ergänzt der Landrat. „Die meisten der besonders am Sonntag aktiven Kräfte sind Ehrenamtliche. Deren Engagement darf für uns keinesfalls als selbstverständlich gelten.“ Dank der gut über die Kreisfeuerwehr organisierten und vernetzten einzelnen Wehren seien Ereignisse wie der Sturm Sabine für die Bevölkerung des Kreises in der Regel schnell ad acta gelegt.      


Freuen sich über das 20-jährige Dabeisein: REK Weserbergland plus-Mitglieder zusammen mit der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kienast in der Niedersachsen-Lounge
Freuen sich über das 20-jährige Dabeisein: REK Weserbergland plus-Mitglieder zusammen mit der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kienast in der Niedersachsen-Lounge

Landkreis Holzminden seit 20 Jahren auf der Grünen Woche präsent 

11.02.2020 / PM

Berlin. Der Landkreis Holzminden war in diesem Jahr auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin sehr präsent. Zahlreiche Kreistagsabgeordnete, Vertreter aus der Wirtschaft sowie der Kreisverwaltung nutzten die Gelegenheit der vorrangig für Landwirtschaft und Touristik wichtigen Messe, um sich einen Eindruck zu verschaffen, überregional Kontakte   zu   knüpfen  und   sich   auszutauschen.   Im   Rahmen   der   Regionalen Entwicklungskooperation   Weserbergland   plus   (REK   plus)  ist   der   Landkreis mittlerweile  seit  20   Jahren   über  den  gesamten   Zeitraum  der  Messe   an   einem Informationsstand der REK  plus in der Niedersachsenhalle präsent. Ziel ist es dabei,die   gemeinsame   Arbeit   der   vier   beteiligten  Landkreise   –   Holzminden,   Hameln-Pyrmont,   Schaumburg  und   Nienburg)   –   öffentlich   zu   machen   und   regionalen Produkte   bzw.   touristischen   Dienstleistern   eine   Plattform  zu   geben,   sich   zu präsentieren. Anlässlich des Jubiläums hat sich die REK diesmal auch in der  VIP-Lounge der Niedersachsenhalle präsentiert, um besonderen Gästen die Attraktivität des Weserberglandes näherzubringen. Prominenter Gast beim Frühschoppen war unter anderem Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kienast.


Landtagsstammtisch zu Bauernprotesten, Energieversorgung und Berufsschule

08.02.2020 / PM

Holzminden. Der Auftakt zur beleibten Veranstaltungsreihe „Landtagsstammtisch“ von Uwe Schünemann fand traditionell zu Beginn des Jahres im Urpils-Keller der Brauerei Allersheim statt. Nach einer Stärkung mit regionalen Produkten stellte der Landtagsabgeordnete die Schwerpunkte der letzten Plenarwoche vor. Dabei stießen drei Themen auf besonderes Interesse: Zukunft der Berufsschule, Perspektiven der Landwirtschaft und Sicherung der Energieversorgung.

 

Noch im letzten Jahr hatte die Kreishandwerkerschaft befürchtet, dass mit einer Schulgesetznovelle den Berufsbildenden Schulen kleine Klassengrößen untersagt werden sollten. „Das ist endgültig vom Tisch“, so Uwe Schünemann. Allerdings sei die Unterrichtsversorgung immer noch nicht zufriedenstellend. Mit einem Maßnahmenbündel wollen die Regierungsfraktionen kurz und mittelfristig für eine Verbesserung sorgen. Für die BBS Holzminden sei die Verstetigung eines festen Budgets für die Einstellung von Honorarkräften entscheidend. Dadurch könne flexibel reagiert werden. Auch wenn das Integrationsprojekt „SPRINT“ leider vom Kultusminister nicht weiterverfolgt würde, müssten die Lehrkräfte und sozialpädagogischen Mitarbeitenden weiter beschäftigt werden. Zusätzliche Studienplätze seien dringend erforderlich. Hier gebe es Bestrebungen in Hildesheim entsprechende Kapazitäten zusätzlich zu schaffen. 

 

Ein weiteres Thema waren Bauernproteste mit Beteiligung von vor allem jungen Landwirten aus dieser Region. „Ich bin vom Mobilisierungsgrad aber auch von der Sachlichkeit der Argumente beeindruckt,“, kommentiert der CDU Politiker die zahlreichen Demonstrationen. Dabei ginge es der Agrarwirtschaft nicht um neue Subventionen, sondern um faire Rahmenbedingungen. Das habe die aus der Praxis stammende Landwirtschaftsministerin Otte Kinast längst verstanden und kämpfe deshalb mit Vehemenz für die Anwendung des Verursacherprinzips bei der Düngeverordnung. Die Vorgabe aus Brüssel, die Düngung um 20 Prozent zu reduzieren, werde man nicht verhindern können. Dagegen müssten die Messstellen überprüft werden. „Wenn der Landwirt das Grundwasser in seinem Verantwortungsbereich nicht gefährde, dürfe er auch nicht unter pauschalen Vorgaben leiden“, fasste Uwe Schünemann die Haltung seiner Fraktion zusammen. Diese Forderung habe die Bundesregierung endlich verstanden, weshalb nun die berechtigte Hoffnung besteht, dass dieses Prinzip umgesetzt werde. 

 

Große Sorge bereitet die Sicherung der Energieversorgung. Das wurde an diesem Abend sehr deutlich. Viele Teilnehmer zeigten sich besorgt über mangelnde Konzepte. Niemand habe eine Antwort auf die Frage, wie es nach dem Abschalten der Kohle- und Kernkraftwerke weitergehen solle. „Mit den für die Grünen typischen Verboten, Blockaden und Nebelkerzen werde man die Energiewende nicht schaffen“, ist sich Uwe Schünemann sicher. Vielmehr müssten anhand von Zahlen und Fakten endlich Entscheidungen getroffen werden - allein mit Windkraft könne die Stromversorgung nicht sichergestellt werden. Eine Steigerung der Akzeptanz durch angemessene Mindestabstände zur Wohnbebauung und Gewinnbeteiligung der Bevölkerung sei aber möglich. Gleichzeitig dürften geeignete Waldgebiete nicht länger zur Tabuzone erklärt werden. 

 

Mit der grünen Wasserstofftechnik und synthetisch hergestellten Kraftstoffen stünden die Energiequellen der Zukunft bereits zur Verfügung. Es komme jetzt auf die Umsetzung einer nationalen Wasserstoffstrategie an. „Die Zeit drängt“, so Uwe Schünemann. „Ansonsten verschlafen wir die Chance, die Technolgieführerschaft bei der Energie zurückzugewinnen.“

 

Bei einem gemütlichen Glas Allersheimer wurde noch lange diskutiert. Die Mischung aus Informationen und anregenden Gesprächen kam erneut bei den vielen Besuchern des Landtagsstammtischs gut an. 


Arztkoffer entwendet - Polizei warnt vor unsachgemäßer Einnahme der darin befindlichen Medikamente

27.01.2020 / PM

Bodenwerder. In der Nacht von Freitag (24.01.2020; 22:30 Uhr) auf Samstag (25.01.2020; 09:00 Uhr) entwendeten bisher unbekannte Täter einen Arztkoffer aus einem Pkw auf einem Privatgrundstück im Kälbertal in Bodenwerder/Kemnade.

 

Der Pkw einer praktischen Ärztin war aufgrund eines technischen Defektes an der Zentralverriegelung teilweise unverschlossen. Dies nutzen die unbekannten Täter aus und entwendeten so den Arztkoffer aus dem Pkw.

 

In dem schwarzen Lederkoffer befanden sich neben einem Kartenlesegerät diverse Arztutensilien, Blanko-Kassenrezepte, Blanko- Privatrezepte, Überweisungen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und ein Arztstempel.

 

Ausgesprochen gefährlich dabei seien die ebenfalls enthaltenen Medikamente, da sie nach Angaben der Ärztin - bei unsachgemäßer Einnahme - die Gesundheit erheblich beeinträchtigen oder gar lebensgefährlich sein können.

 

Die Polizei warnt ausdrücklich vor dem Gebrauch der Medikamente und bittet um Hinweise zum Verbleib des Koffers oder seinen Inhalten. Hinweise nimmt die Polizei Bodenwerder unter der Rufnummer 05533/97495-0, aber auch jede andere Polizeidienststelle entgegen. 


Landtagsstammtisch mit Uwe Schünemann

27.01.2020 / PM

Holzminden. Zum Jahresauftakt der bewährten Reihe „Landtagsstammtisch mit Uwe Schünemann“ lädt der CDU-Abgeordnete des Niedersächsischen Landtags am 05. Februar 2020 um 19:00 Uhr in die Brauerei Allersheim ein.

 

Bei regionalen Getränken und einem rustikalen Imbiss im historischen Urpilskeller wird das kommende politische Jahr beleuchtet und über die Beschlüsse, Anträge und Anfragen des Januarplenums dikutiert. Im Vordergrund steht hier ein breites Spektrum von Verbesserungen in der Pflege, Stärkung der beruflichen Bildung und Sofortmaßnahmen zur Stärkung der Unterrichtsversorgung an den Berufsbildenden Schulen sowie die Förderung kleiner und mittlerer Städte in ländlichen Räumen. Bei der Energiewende setzt die Landesregierung zunehmend auf „grünen Wasserstoff“. Zur Umsetzung des Eckpunktepapiers „Norddeutsche Wasserstoff-Strategie“ wird ein Antrag beraten, der regulatorische Hemmnisse beseitigen soll. 

Uwe Schünemann freut sich auf zahlreiche Gäste und anregende Diskussionen. 


Online-Kurse für kaufmännische Bildung

23.01.2020 /PM 

Holzminden. Für eine berufliche Neu- oder Umorientierung im kaufmännischen Bereich bieten die zertifizierten Xpert-Kurse der Volkshochschulen beste Möglichkeiten. Die neuen Online-Kurse, in die sich die Teilnehmenden bequem von zu Hause aus einloggen, starten am 03. März 2020. Das Angebot an Online-Kursen reicht von der Finanzbuchhaltung über Lohnbuchführung und Bilanzierung bis hin zu Steuerrecht und Personalwirtschaft. Auch die Buchhaltungssoftware DATEV kann im Rahmen eines Online- Kurses für die Finanz- oder die Lohnbuchhaltung erlernt werden. In einer Einführungsveranstaltung am Donnerstag, den 30. Januar 2020 um 18.00 Uhr haben Interessierte Gelegenheit, sich in der Geschäftsstelle der KVHS in der Neuen Straße 7 in Holzminden über das Xpert-Lernnetz zu informieren.

 

Die Kreisvolkshochschule Holzminden hat sich schon vor vielen Jahren an das bundesweite Kurs- und Zertifikatssystem Xpert Business angeschlossen. Die Kurse führen zu hochwertigen Fachkraft- und Buchhalter-Abschlüssen auf IHK-Niveau. Ein besonderer Vorteil sind die kurzen überschaubaren Kursmodule. Gerade in der beruflichen Weiterbildung ist Flexibilität gefragt. Viele Lernende möchten sich nicht langfristig an umfangreiche Lehrgänge mit 400 Stunden binden – aber dennoch hochwertige Abschlüsse erreichen. Das Kurssystem Xpert Business ist modular aufgebaut. Jeder Kursbaustein umfasst überschaubare 50 – 60 Unterrichtseinheiten und kann mit einer eigenen Zertifikatsprüfung abgeschlossen werden – die den Teilnehmenden niemand mehr nehmen kann, auch wenn sie erst später oder an einer anderen Volkshochschule mit einem nächsten Kursbaustein fortfahren möchten. Einmal abgeschlossene Kursmodule können gleich für mehrere Abschlüsse eingebracht werden – ohne unnötige Wiederholungen.

 

Nähere Informationen zu den Kursen können der Homepage der KVHS entnommen werden. Die Online-Kursabende finden jeweils dienstags und donnerstags von 18.30 bis 20.30 Uhr bis Ende Mai 2020 statt. Anmeldungen für die Online-Kurse können über die Homepage www.kvhs-holzminden.de oder per Mail an info@kvhs-holzminden.de erfolgen. Weitere Informationen sind unter Telefon 0 55 31 707-393 erhältlich. 


Mit dem Trecker in die Hauptstadt: Der Grüne-Kreisvorstandssprecher Gerd Henke (rechts) und Kreisgeschäftsführer Ulrich Schulze setzten sich bei der Großdemo am Samstag in Berlin für eine nachhaltige Landwirtschaft ein.
Mit dem Trecker in die Hauptstadt: Der Grüne-Kreisvorstandssprecher Gerd Henke (rechts) und Kreisgeschäftsführer Ulrich Schulze setzten sich bei der Großdemo am Samstag in Berlin für eine nachhaltige Landwirtschaft ein.

Mit dem Trecker gegen die Agrarindustrie

Holzmindener Grüne in Berlin bei Großdemo „Wir haben Agrarindustrie satt“ 

22.01.2020 /PM 

Holzminden/Berlin. „Wir haben Agrarindustrie satt“, das ist das Motto der alljährlichen Großdemonstration zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin, der sich traditionell auch der Holzmindener Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen anschließt. Diesmal waren es Gerd Henke, Vorstandsprecher und Ulrich Schulze, Geschäftsführer der Kreisgrünen, die bei der Veranstaltung mit 27.000 Teilnehmern am Samstag dabei waren. 

 

Ein zentraler Teil der Demo ist der Konvoi von Treckern aus dem gesamten Bundesgebiet, der vom Aktionsbündnis bäuerliche Landwirtschaft (ABL) organisiert wird. Unter den fast 200 Treckerfahrern war diesmal auch Gerd Henke dabei, dem ein befreundeter Biobauer seinen Schlepper zur Verfügung gestellt hatte. „Was wir schon auf der 14-stündigen Fahrt nach Berlin und dann in der Hauptstadt selbst für Zustimmung der Bevölkerung erfahren haben, das war beeindruckend“, berichtet Henke. „Immer mehr Menschen wird bewusst, dass es mit der herkömmlichen Landwirtschaft so nicht weitergehen kann.“

 

Der großflächige Einsatz von Pestiziden trägt zum Artensterben bei, die Überdüngung  belastet das Grundwasser mit Nitrat und die konventionelle Massentierhaltung ist eine Qual für die Tiere“, sagt Ulrich Schulze. Da müssen Bundesregierung und EU endlich die Weichen für eine nachhaltigere Agrarwirtschaft –und politik stellen.

 

Die Grünen weisen darauf hin, dass in diesem Jahr wichtige Entscheidungen für Landwirtschaft und Klima getroffen werden. Bei der EU-Agrareform entscheide sich, ob mit den Milliarden-Subventionen die Agrarwende gestemmt und das Insektensterben gestoppt werden kann. „Wir werden auch hier in der Region Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner daran messen, ob sie ihrer Aussage, dass ökologisches Wirtschaften auch einen angemessenen Preis erhalten muss, in Berlin und Brüssel Taten folgen lässt“, sagen Henke und Schulze. Dass die größten Flächeneigner den Großteil der Agrarsubventionen abgreifen, ist nicht im Interesse der bäuerlichen Betriebe und begünstigt nur die Agrarindustrie. „Die Politik, denen die viel haben, immer noch mehr zu geben, muss endlich ein Ende finden“, so die Grünen. 

 

In einem zentralen Punkt sind sich die Grünen mit der Initiative Land schafft Verbindung einig: Das Mercosur-Freihandelsabkommen mit Südamerika muss verhindert werden. Es kann nicht sein, dass im Amazonas der Urwald abgeholzt und abgebrannt wird, nur um billiges Gen-Soja und unter Minimalstandards produziertes Rindfleisch nach Deutschland und die EU exportiert werden kann. Das würde hierzulande zu einem weiteren Höfesterben beitragen. „Deshalb müssen wir die Große Koalition aus CDU und SPD in Berlin und Hannover dazu zwingen, dass sie ihr Veto gegen Mercosur einlegt“, fordern die Grünen.


Verkehrsbehinderungen durch Traktoren-Sternfahrt

16.01.2020 / PM

Eschershausen. Für den morgigen Freitag (17.01.2020) haben Landwirte aus Niedersachsen eine Traktoren-Sternfahrt nach Hannover angekündigt. Unter dem Motto "Land-schafft-Verbindung" werden mindestens 2000 Fahrzeuge in der Landeshauptstadt erwartet.

 

Aus dem hiesigen Bereich sind zwei Fahrten ab etwa 08:00 Uhr angemeldet.

 

Etwa 40 Traktoren starten aus Hasperde und fahren über die B217 nach Hannover.

 

Weitere 20 Fahrzeuge wollen aus Eschershausen über die B64/B240/B3 nach Hannover fahren.

 

Die Konvois werden durch die Polizei begleitet. Es ist mit nicht unerheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen.


Der Landkreis möchte mit seiner Mitgliedschaft ein Signal setzen (v. l. Friedhelm Schwiete, Dr. Olaf Peterschröder, Landrat Michael Schünemann, Thomas Schöning (stellvertretender Vorsitzender des Förderverein Landesgartensschau), Friedel Höke
Der Landkreis möchte mit seiner Mitgliedschaft ein Signal setzen (v. l. Friedhelm Schwiete, Dr. Olaf Peterschröder, Landrat Michael Schünemann, Thomas Schöning (stellvertretender Vorsitzender des Förderverein Landesgartensschau), Friedel Höke

Landkreis Holzminden fördert Landesgartenschau der Stadt Höxter

13.01.2020 / PM

Holzminden. Der Landkreis Holzminden unterstützt die Stadt Höxter bei ihren Planungen zur Ausrichtung der Landesgartenschau 2023. Eine entsprechende Mitgliedschaft im Förderverein Landesgartenschau war von Landrat Michael Schünemann noch im alten Jahr unterzeichnet worden. „Wir wollen und müssen ganz unabhängig von Landes- oder Kreisgrenzen ein gemeinsames Bild nach außen abgeben, um die Menschen im Land von unserer Region zu überzeugen“, betonte Schünemann bei einem Treffen mit Mitgliedern des Landesgartenschau-Fördervereins.

 

Auch für den Höxteraner Förderverein ist die Mitgliedschaft des Landkreises jenseits der Weser ein wichtiges Signal und Grund genug, beim Landrat noch einmal persönlich für eine Danksagung vorstellig zu werden. „Die Landesgartenschau soll nicht nur für die Stadt Höxter, sondern für die ganze Region einen wichtigen Impuls setzen“, unterstrich Dr. Olaf Peterschröder, im Arbeitskreis Mitgliedergewinnung des Fördervereins aktiv. Die Bereitschaft des Landkreises Holzminden, die Landesgartenschau durch seine Mitgliedschaft zu unterstützen, werde deshalb vom Vorstand und von den aktiven Mitgliedern als sehr positives Zeichen wahrgenommen. Den Wert der weserübergreifenden Zusammenarbeit hob auch Thomas Schöning, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, hervor. „Wir würden uns wünschen, dass von dieser Seite der Weser noch weitere entscheidende Signale der Unterstützung kämen“, sagte Schöning. Es gehe darum, die eigenen Vorteile eines solchen Ereignisses zu erkennen und eine weitere Möglichkeit  weserübergreifender Begegnung als Chance zu nutzen.    

 

Argumente, die auch der Landrat des Landkreises Holzminden nur unterschreiben kann. Ein gemeinschaftliches Handeln mit ganz vielen Akteuren zusammen auch über Grenzen hinweg sei ihm ganz besonders wichtig, erklärte der Landrat „Nur gemeinsam bekommen wir bestimmte Dinge vom Tisch.“ Schünemann versprach, sich auch bei den Samtgemeinden für ein stärkeres Engagement in Sachen Landesgartenschau 2023 einzusetzen.   


Lösch- und Katstrophenschutzfahrzeug in Stadtoldendorf offiziell in Betrieb genommen

07.01.2020 / PM 

Stadtoldendorf. 345.000 Euro hat es den Landkreis Holzminden gekostet, es soll künftig nicht nur wertvolle Hilfe bei Löscheinsätzen, sondern auch im Katastrophenfall bieten. Mit einer feierlichen symbolischen Schlüsselübergabe durch Landrat Michael Schünemann wurde das Löschfahrzeug LF20 KatS an die Kreisfeuerwehrbereitschaft und anschließend an die Ortsfeuerwehr Stadtoldendorf  übergeben. 

Schon Ende letzten Julis war das Fahrzeug von den Herstellern an die Kreisfeuerwehr in die Feuerwehrtechnische Zentrale nach Holzminden ausgeliefert worden. Doch bis zur endgültigen Abnahme mit abschließendem technischen Feinschliff hatte es noch einmal einige Zeit gedauert. Vor dem Einweihungstermin hatte das LF20 KatS dennoch schon fünf Einsätze gefahren, allein die enge Terminlage aller Beteiligten hatte in der Vorweihnachtszeit und zwischen den Jahren die offizielle Übergabe noch einmal ein wenig verzögert. In Anwesenheit des stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Feuerschutz und Ordnung Hans-Dieter Steenbrock und von Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Anders konnte dies jetzt mit der Schlüsselübergabe an Kreisbrandmeister Jens Heinemeier nachgeholt werden. Der Kreisbrandmeister gab den Schlüssel anschließend an den stellvertretenden Samtgemeindebrandmeister Dascho Wehner, der diesen an den  Ortbrandmeister Jens Siebeneicher weiter reichte.  

In Stadtoldendorf dient das LF20 KatS normalen Einsätzen  der Feuerwehr, es ersetzt das vorher dort eingesetzte, inzwischen aber abgängige LF16. Im Katastrophenfall soll es jedoch auch kreisweit, bei Anforderung sogar überregional eingesetzt werden. Dafür hat das Fahrzeug eine besondere Ausstattung. Der Wassertank fasst 2.300 Liter,  an Schaum werden sechs Kanister mit je 20 Litern transportiert. Eine eingebaute Pumpe kann bis zu 3.000 Liter pro Minuten fördern, eine im Geräteraum des Wagens mitgeführte Tragkraftspritze dazu noch einmal 1.500 Liter zusätzlich. Der Löschschlauch des Fahrzeugs ist darüber hinaus 600 Meter lang und kann bis zu 300 Meter während der Fahrt in Schnellverlegung   ausgerollt werden.  

An der Finanzierung des LF20 KatS hatte sich auch die Öffentliche Versicherung Braunschweig mit 3.500 Euro beteiligt. Mit einem symbolischen Scheck wurde auch dieser Beitrag noch einmal entsprechend gewürdigt.