Bürgerzentrum

"Zielvereinbarung" liegt LA vor

09.07.2016 / 07:33 Uhr / M. Zühlsdorf

Lauenförde. Viel wurde spekuliert aber nie wurde sie öffentlich gemacht, die sogenannte Zielvereinbarung zum Bürgerzentrum.

Seit heute liegt sie LA vor - die Zielvereinbarung.

Und schon auf den ersten Blick sind erstaunliche Dinge zu lesen.

Klar ist schon jetzt eines, diese Vorgaben kann Lauenförde, bzw. das Bürgerzentrum nicht ohne grossen finanziellen Aufwand erfüllen.

 

Die eindeutigen Vorgaben in der Zielvereinbarung kosten erhebliches Geld. So ist für Lauenförde dieses, gegen den Willen sehr vieler Bürger durchgedrückte Projekt, in jedem Fall ein Fass ohne Boden.

 

Werden die Zielvorgaben erfüllt, kostet es mehr Geld, als das Bürgerzentrum "einspielen" kann, werden die Zielvorgaben nicht erfüllt, müssen die Fördergelder ganz oder teilweise zurückgezahlt werden. Da stellt sich u.a. die Frage, warum die Ratsmitglieder, die für das Projekt gestimmt haben, das Risiko der Zuwendungsrückzahlung durch Stillschweigen eingegangen sind.


In den nächsten Tagen wird LA alle Bürger darüber informieren, was genau da vereinbart wurde und welche Folgen dies Projekt im Einzelnen für Lauenförde haben wird/könnte.


Bürgerzentrum - schwarz auf weiss

Zielvereinbarung / Zuwendungsbescheid / Projektantrag

Was steht da?


Was steht da?

Hier wird vereinbart, dass ein dauerhafter Arbeitsplatz geschaffen wird, für den eine Person eingestellt werden soll, die sich ausschliesslich um das Bürgerzentrum kümmert. Weiterhin sollen 3 Arbeitsplätze, die in Verbindung mit dem Bürgerzentrum stehen, gesichert werden.

Was bisher umgesetzt wurde:

Nichts! Denn es wurde weder eine Person "für" das Bürgerzentrum eingestellt und die Sicherung von 3 weiteren Arbeitsplätzen kann es mangels Mitarbeiter gar nicht geben.

Bemerkung/Kommentar

Die Mitarbeiter der Samt- gemeinde / Bauhof können hier nicht gezählt werden.

Aufgrund der geringen Nutzung und der daraus resultierenden, GERINGEN Einnahmen, ist eine Schaffung eines dauerhaften Arbeitsplatzes wohl reine Fantasie.



Was steht da?

Ausgehend vom Bürgerzentrum soll ein Angebot an Touristen gemacht werden, Lauenförde, bzw. das Bürgerzentrum zu besuchen.

Was bisher umgesetzt wurde:

Hier wird gerne die Aktion "Lauenförde Läuft" als ein solches Projekt angeführt, kann man gelten lassen.

Bemerkung/Kommenatr

Obwohl es sich dabei wohl eher um eine, zumindest teilweise, Wahlveranstaltung der SPD handelt, insbesondere im Jahr 2016.



Aus dem Projektantrag

Was steht da?

Lauenförde hat Eigenmittel in Höhe von 150.000,- Euro in Bar und 50.000,- Euro als Eigenleistung (z.B. ehrenamtliche Arbeiten) in das Bürgerzentrum investiert. Zusätzlich wurden 200.000,- Euro aus der genannten Förderung ausgegeben. Gesamtsumme: 400.000,- Euro.

Was bisher umgesetzt wurde:

Das Geld wurde ausgegeben. Lauenförde hat jetzt keines mehr. Das Bürgerzentrum wurde eröffnet, hat allerdings bis heute nichteinmal die laufenden Kosten eingespielt.

Bemerkung/Kommentar

Ein kaum genutztes (wenn man die ursprünglichen Versprechungen und Pläne zum Vergleich heranzieht)  Bürgerzentrum mit etlichen Mängeln steht in der Hasenstrasse.



Aus dem Projektantrag

Was steht da?

Für das Projekt Bürger- und Kulturzentrum soll es eine Twitter- oder Facebookseite eingerichtet werden.

Was bisher umgesetzt wurde:

Nichts, es existiert werder eine Twitter- bzw. Facebookseite, noch eine Internetseite, als Onlinepräsenz.

Bemerkung/Kommentar

Die Installation einer Facebook- seite dauert weniger als 5 Min. was soll man dazu sagen? Ist das Unvermögen oder einfach Hilflosigkeit, weil man nichts zu bieten (veröffentlichen) hat?



Aus dem Projektantrag

Selbsterklärend "Wunsch und Wirklichkeit"


Wird fortgeführt...


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...ach ja, da ist ja noch das Bürgerzentrum

Kommentar: Auf der Gemeinderatssitzung vom 21.01.2016, wurden u.a. auch die Zahlen des Bürgerzentrums diskutiert. Demnach hat das Bürgerzentrum ein Minus von 7.400,- Euro  erwirtschaftet. Stellt man die generierten Einnahmen von 3.200,- Euro (im gesamten Jahr 2015) den Investitionskosten in Höhe von rund 450.000,- Euro gegenüber, dann sind das ganze 0,73%. Da müssen sich die Verantwortlichen schon fragen lassen, ob dieses ganze Unterfangen, das im Übrigen nicht gerade die Unterstützung der Bürger hat, überhaupt so weitergeführt werden kann. Lässt man mal "fünfe gerade sein" (Zinsen und Unterhaltskosten gäbe es nicht), müsste man selbst dann, auf 30 Jahre gerechnet, mindestens 15.000,- Euro Einnahmen p.a. generieren, um wenigstens die Investitionen wieder einzuspielen. Dass das gelingen kann, liegt im Moment wohl eher im Bereich der Träume.

22.01.2016 / M. Zühlsdorf

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