Ausserordentlich gute Arbeit

Heute war der vorläufig letzte Tag der Kleiderkammer. Zeit ein Re­sü­mee zu ziehen, über die Arbeit, die die ehrenamtlichen Helfer geleistet haben. 

 

Es steht für mich ausser Frage, dass diese Arbeit in Lauenförde  "OUTSTANDING" war und teilweise auch noch ist. Warum ich das sage? Weil, und das wird wohl niemand bestreiten, die in Lauenförde lebenden Flüchtlinge (zeitweise recht zahlreich), nie wirklich eklatant aufgefallen, bzw. bemerkt worden sind, was in anderen Städten und Gemeinden durchaus nicht der Fall war und ist. Und das, obwohl sich "die Lauenförder Politik" (mit Ausnahmen) einen Scheiss darum gekümmert hat.

 

Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass viele, viele Bürger bereit waren, zu helfen und sich zu kümmern. Das fängt an mit der kleinsten Kleiderspende, bis hin zur kostenlosen Überlassung der grossen Halle in der Sohnreystrasse! Die Integrationshelfer waren ständig, in einigen Fällen rund um die Uhr, für die Menschen da.

 

Noch mehr betonen möchte ich aber, dass diese Arbeit der ehrenamtlich Helfer zwar in erster Linie den Flüchtlingen geholfen hat, aber eben auch allen Bürgern in Lauenförde (auch den Ignoranten und Kritikern), aus dem oben genannten Grund, es gab eben nie wirkliche Probleme bei uns, in Lauenförde.

 

Ich möchte mich bei allen bedanken, die aktiv und passiv geholfen haben und gleichzeitig die politisch Verantwortlichen in Lauenförde bitten, zukünftig diese Arbeit, die mit Sicherheit ab Herbst fortgesetzt werden muss, zukünftig mehr zu unterstützen, aber auch zu würdigen. Das ist nämlich das Einzige, was in dieser Sache nicht funktioniert hat, in Lauenförde.

27.07.2017 / M. Zühlsdorf


Mein erstes Mal - oder - Onkel Martin an der Packstation

IHRE SENDUNG IST DA! So steht es auf der Benachrichtigung, die vor ein paar Tagen im Briefkasten lag. Ja aber, wo ist es denn? In Lauenförde nicht, dann wohl in Beverungen, bei der Post.

 

Heute Morgen bin ich also nach Beverungen gefahren und wollte mein Paket abholen, bei der Post. "Ihr Paket ist in der Packstation, das grosse gelbe Ding da draussen", wurde mir freundlich, aber bestimmt erklärt. Ich also raus, zu dem "grossen gelben Ding". 

Mehrere Schlitze, aber nirgends passt meine Benachrichtigungskarte rein.

Was nun?

Bedienungsanleitung auf dem Display lesen. SMS, ITAN usw. Keine Ahnung, habe ich nicht.

Ah so, Sendungsnummer einscannen.

Klar, aber wo? 

 

Ach da, ein kleineres Glasfenster - sieht aus wie ein Scanner. Karte davor halten, scheint zu funktionieren.

Und nun?

Ah ja, jetzt meinen Namen über das Display, wie bei einem Fahrkartenautomat - also mit etwas Reaktionsverzögerung - eingeben. Gemacht.

Was denn nun noch?

Auf dem Display unterschreiben - getan.  

Jau, da geht eine Klappe auf und siehe da, mein Paket ist drin. Paket raus, Klappe zu.

 

Fazit: Schöne neue Welt, aber ich versuche ab sofort immer zu Hause zu sein, wenn mein Paket kommt.

22.07.2017 / M. Zühlsdorf


Es ist Wahlkampfzeit in Deutschland...

... sonst würden wohl einige Dinge anders laufen. 

Zum Beispiel die Sache mit Erdogan. Der will doch gar nicht in die EU, in diesen Club der Christen. Der will ein "Erdoganisches Reich" und als Führer der islamischen Welt in die Geschichte eingehen. Warum er das nicht sagt? Geld, Geld aus der EU fliesst immer noch reichlich in die Türkei und auf das will er im Moment noch nicht verzichten. Der Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen müsste längst von Deutschland gefordert werden - mit Nachdruck - solange Erdogan da das Sagen hat.  

Aber, es ist Wahlkampfzeit in Deutschland. 

 

Und was ist mit Polen und Ungarn? Wenn man sich in einer demokratischen Gemeinschaft nicht an die Mehrheits-beschlüsse hält, dann Tschüss! Beide Länder profitieren enorm von ihrer EU-Mitgliedschaft, wollen aber eben nur den Profit, alles andere ist nicht gewünscht. Längst müsste auch hier, auf deutschen Anschub hin, neu verhandelt werden, oder eben ein Ausschluss beantragt werden, insbesondere da Polen ja auf dem besten Weg in alte Zeiten ist, nur diesmal nicht kommunistisch sondern in die andere Richtung.

Aber, es ist Wahlkampfzeit in Deutschland.

 

Natürlich spielen ausser wirtschaftlichen Gründen auch sehr grosse strategische und militärische Dinge eine Rolle. Aber wie weit wollen wir uns erpressen lassen? Das sollte mal sehr schnell innerhalb der EU geklärt werden.

Aber, es ist Wahlkampfzeit in Deutschland.

20.07.2017 / M. Zühlsdorf

 

Update: Und schon ist mein Kommentar von heute Morgen teilweise nicht mehr aktuell, denn Aussenminister Gabriel hat heute Mittag (in Abstimmung mit Frau Merkel) in einer Erklärung angekündigt, die Politik gegenüber der Türkei neu auszurichten, die  Hermes-Bürgschaften zu prüfen und die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu verschärfen.


Wer schläft, der sündigt nicht

Wie ich bereits mehrfach angemahnt hatte, tut sich in Lauenförde gar nichts. Ich frage mich, warum sich jemand als Bürgermeister zur Wahl gestellt hat, wenn er doch offensichtlich nicht die kleinste Idee hat, wie man unseren Flecken "nach vorne" bringen kann und aus dieser Misere, in der wir uns befinden, wieder herauskommen.

 

Viel schlimmer finde ich allerdings die Tatenlosigkeit der Opposition. Warum hat sich die WGL eigentlich mit einem riesen "Tam Tam" zur Wahl gestellt, wenn man aber auch so gar nichts von ihr hört. Oder die CDU; da passiert ebenfalls nichts, keine Ideen, keine Äusserungen zu den Lauenförder Problemen, keine Vorschläge, nichts!

 

Auch die beiden "nicht SPD-Mitglieder" in der Regierungskoalition, lassen nichts von sich hören, vermutlich weil sie ebenfalls keine Ideen haben und einfach das SPD-Nichtstun unterstützen.

 

Schlechte Zeiten für Lauenförde, denn mit diesem Gemeinderat wird es wohl bis 2021!!! nichts Gutes mehr für Lauenförde geben. 

 

Deshalb sind die Lauenförder Bürger jetzt umso mehr in der Pflicht, sich mal langsam aufzuraffen und Ideen zu sammeln und dann auch umzusetzen, um Lauenförde eine Zukunft zu geben.

Die scheinbar selbstgefälligen Politiker werden es, aus den verschiedensten Gründen, nicht tun.

17.07.2017 / M. Zühlsdorf